Rizpa – was wir von ihr lernen können

aus der  Reihe “Von Müttern lernen”


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Comments

  • Jule sagt:

    Sehen wir uns jetzt eine weitere faszinierende Geschichte und eine weitere Mutter an. 2. Samuel, Kapitel 21. Das ist eine der interessantesten Geschichten in der Bibel. Sie dreht sich um eine Mutter namens Rizpa, die uns Entschlossenheit lehrt. Wir beginnen mit Vers 1 von 2. Samuel, Kapitel 21:

    2. Samuel 21:1
    „Während Davids Regierungszeit herrschte drei Jahre lang eine Hungersnot und David befragte den Herrn deswegen. Der Herr antwortete: Auf Saul und seiner Familie lastete eine Blutschuld, weil sie die Gibeoniter ermordet haben.“

    Israel hatte unter Josua mit den Gibeonitern einen Bund geschlossen, dass diese ihre Sklaven seien und sie sie dafür nicht zerstören würden. Saul und sein Haus jedoch versuchten, die Gibeoniter zu vernichten und deshalb sagte der Herr, dass auf ihm und seiner Familie eine Blutschuld lastete. Gott sagte: „Das ist der Grund.“ Und so ging David zu den Gibeonitern und sagte: „Gott hat zu mir gesprochen. Die Hungersnot herrscht aufgrund dessen, was Saul und sein Haus getan haben. Was soll ich tun, damit die Dürre und die Hungersnot ein Ende haben?“ Und die Gibeoniter sagten: „Gib uns sieben von Sauls Söhnen.“ David kam ihrer Forderung nach und sie töteten sie und hängten ihre Leichen auf. Zwei dieser Jungen waren die Söhne von Rizpa, einer Nebenfrau von König Saul. Wir lesen weiter ab Vers 9. Der König nahm Sauls Söhne…

    2. Samuel 21:9-14
    „… und lieferte sie an die Gibeoniter aus. Diese richteten sie auf dem Berg vor dem Herrn hin. So starben alle sieben auf einmal. Es war in den ersten Tagen der Gerstenernte. Rizpa, die Tochter Ajas, breitete Sackleinen über einen Felsen und blieb dort sitzen bis der erste Regen fiel. Am Tag verscheuchte sie die Geier und in der Nacht hielt sie die wilden Tiere von den Leichen fern. Als David erfuhr, was Rizpa, die Nebenfrau Sauls, getan hatte, holte er sich von den Einwohnern von Jabesch in Gilead die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan. Die Männer von Jabesch in Gilead hatten damals ihre Leichen vom Marktplatz der Stadt Bet-Schean gestohlen, wo die Philister sie nach ihrem Sieg über Saul auf dem Gebirge Gilboa aufgehängt hatten. David holte die Gebeine von Saul und Jonatan sowie die Gebeine der hingerichteten Männer und ließ sie im Grab von Sauls Vater Kisch in der Stadt Zela im Gebiet von Benjamin bestatten. Nachdem alle Befehle des Königs ausgeführt worden waren, machte Gott der Hungersnot in Israel ein Ende.“

    Wir lesen hier, dass Rizpa auf einem Felsen neben den aufgehängten Leichen ihrer Söhne ein Sackleinen ausbreitete und von Beginn der Gerstenernte an, was im April oder Mai gewesen sein muss, gewissenhaft über sie wachte. Den Tag über verscheuchte sie die Geier, die sich über sie hermachen wollten und nachts vertrieb sie die wilden Tiere, die von dem Geruch der Leichen angelockt wurden. Und das tat sie, bis der erste Regen fiel. Das muss im Oktober gewesen sein. Rizpa bewachte die Leichen ihrer Söhne fast sechs Monate lang Tag und Nacht und schlief dort auf dem Felsen, bis der Regen kam und niemand mehr einen Anspruch auf sie erheben konnte. Sie weigerte sich, ihre geliebten Söhne zu verlassen, bis sie ein angemessenes Begräbnis bekommen hatten. Stellen Sie sich das vor. Die Sonne brannte auf sie nieder, die Leichen verwesten und wurden schwarz. Aber sie blieb! Nicht nur Tage oder Wochen, sondern Monate! Sie war ihren Söhnen treu ergeben. Mütter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen und mit aller Hingabe. Rizpa kann uns eine Lektion über Entschlossenheit lehren. Sie ließ sich nicht beirren. Es gab zweifellos Menschen, die sie nicht verstanden und deshalb kritisierten oder verspotteten und sie wurde müde, aber sie ließ sich nicht davon abbringen zu tun, was sie für richtig hielt. Ihre Söhne verdienten ein angemessenes Begräbnis und so blieb sie. Schließlich kam auch dem König zu Ohren, was sie tat. Und wissen Sie, wenn Sie Ihr Rennen für Christus zu Ende laufen wollen, wenn Sie tun wollen, worum auch immer Gott Sie bittet, dürfen Sie sich von nichts davon abbringen lassen, weder von Verwirrung oder Langeweile noch von Angriffen des Feindes, Verrat, Versuchungen oder Einsamkeit. Bleiben Sie standhaft, auch wenn Sie enttäuscht werden oder müde sind; ob Sie gesegnet oder gedemütigt werden, ob Sie verstanden werden oder nicht. Letztendlich wird es sich auszahlen. Wissen Sie, die Schnecke erreichte die Arche nur durch Entschlossenheit. Sie brauchen Mut, um zu tun, worum Gott Sie gebeten hat. Natürlich. Aber Mut allein reicht nicht aus. Sie brauchen Charakter, denn Mut ohne Charakter wird Schiffbruch erleiden. Aber auch Mut und Charakter allein sind nicht genug. Darüber hinaus brauchen Sie Entschlossenheit, denn Gott wirkt nur selten nach unserem Zeitplan.

    Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen? Sehen Sie, Gott arbeitet immer an einem größeren Bild, als uns klar ist. Wir sehen nur unseren kleinen Teil, aber Gott verwebt unsere Flicken zu einem großen Geflecht, das wir Schicksal nennen. Denken Sie nur an das Gebäude, in dem wir hier sind. Bis wir von der Katella Avenue hierher ziehen konnten, sind neun Jahre vergangen, in denen wir viel Zeit im Gericht verbrachten. Wir mussten zehn verschiedene Prozesse führen. Wir wurden tatsächlich von zwei Städten gleichzeitig verklagt. Das war wirklich hart! Aber wissen Sie, Gott arbeitete während dieser Zeit an etwas weit Größerem. Und wir als Gemeinde blieben einfach standhaft. Ich danke Gott für all die Menschen, die während dieser ganzen Zeit am Ball blieben und beteten, denn als wir den Prozess schließlich gewannen, wurde daraus ein Präzedenzfall gemacht, auf den sich jetzt Hunderte von Gemeinden im ganzen Land berufen können. Ich habe sogar gehört, dass unser Fall in verschiedenen juristischen Fakultäten als Studienfall verwendet wird. Aber damals dachten wir: „O Gott, wir haben einfach zu wenig Platz. Wir müssen ständig Leute wegschicken und halten jedes Wochenende schon sieben Gottesdienste ab. O Gott, ich will nicht sterben.“ Wir sahen also nur unsere Not, die uns sehr groß zu sein schien, aber Gott sagte: „Hey, das ist nur ein kleiner Teil des ganzen Bildes. Hier geht etwas viel Größeres vor sich.“ Aber davon wussten wir nichts. Wir wussten nicht, dass unser Fall zu einem Präzedenzfall werden würde, der heute Hunderten von Gemeinden den Weg ebnet. Wir bekommen unzählige Briefe von Gemeinden aus dem ganzen Land, in denen uns dies bestätigt wird. Gott arbeitete an etwas, das viel größer war als wir, aber wir wussten es nicht.
    Bleiben Sie standhaft, denn normalerweise sind viel größere Dinge im Gange als wir in Krisenzeiten sehen können. Gott arbeitet immer an etwas, das schön und gut und richtig ist. Deshalb bleiben Sie auf Kurs und halten Sie Ihr Feuer am Brennen. Das lehrt uns auch Rizpa. Ihr Name bedeutet eine lebendige Kohle, wie eine Kohle, die im Feuer brennt. Und sie ließ das Feuer nicht ausgehen, stimmts? Sie gab nicht auf.

    Es ist sehr wichtig, dass wir das innere Feuer am Brennen halten. Lassen Sie es nicht ausgehen, wenn Sie scheinbare Rückschläge oder Verzögerungen hinnehmen müssen.

    Als der spanische Entdecker Hernán Cortés 1517 Mexiko erreichte, war er so fest entschlossen, die Schätze dieses Landes zu erbeuten, dass er seine gesamte Flotte in Brand steckte. Es gab kein Zurück. Entschlossenheit. Wenn wir bei dem, was Gott von uns möchte, erfolgreich sein wollen, können wir von Rizpa lernen.

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