Hanna – was wir von ihr lernen können

das Ende von Teil eins der  Reihe “Von Müttern lernen”


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Comments

  • Jule sagt:

    Gut, schlagen Sie jetzt bitte 1. Samuel, Kapitel 1 auf. Hier finden wir eine zweite Mutter, von der wir etwas lernen können. 1. Samuel, Kapitel 1. Ihr Name ist Hanna. Sie kann uns sehr viele gute Dinge lehren. Einige davon sehen wir uns jetzt an. Die Geschichte beginnt mit ihrem Mann Elkana und wir erfahren sofort, dass Hanna nicht seine einzige Frau war. 1. Samuel 1:2: „Er hatte zwei Frauen…“ Sagen Sie alle: „O-o!“ Ja, das ist ein Problem, wie man es auch betrachtet.

    1. Samuel 1:2-7
    „Er hatte zwei Frauen, Hanna und Peninna. Peninna hatte Kinder, aber Hanna war kinderlos geblieben. Jedes Jahr zog Elkana nach Silo, um den Herrn, den Allmächtigen, anzubeten und ihm Opfer zu bringen. Die Priester des Herrn waren dort die beiden Söhne von Eli – Hofni und Pinhas. An dem Tag, an dem Elkana sein Opfer darbrachte, gab er Peninna und jedem ihrer Söhne und Töchter ihren Anteil am Opferfleisch. Hanna jedoch gab er ein besonderes Stück, weil er sie liebte und der Herr ihr keine Kinder geschenkt hatte. Doch ihre Nebenbuhlerin Peninna machte sich über sie lustig, weil der Herr sie kinderlos gelassen hatte. Jahr um Jahr war es dasselbe – Peninna verhöhnte Hanna, wenn sie zum Heiligtum des Herrn gingen, so dass Hanna weinte und nichts mehr essen wollte.“

    Hanna bedeutet Gnade oder Gunst. Aber am Anfang der Geschichte waren ihre Umstände alles andere als gnädig oder günstig. Sie war unfruchtbar, was vor allem in dieser Zeit und dieser Kultur ein großer Makel war. Und was noch schlimmer war: Die andere Frau ihres Mannes verhöhnte sie aufs Heftigste und versuchte ihr das Leben schwer zu machen. Aber von den beiden Frauen Elkanas wird Hanna als Erste erwähnt. Das deutet darauf hin, dass sie seine erste Frau war.

    Nachdem sie jedoch einige Jahre lang nicht schwanger geworden war, drängte sie ihren Mann gemäß der jüdischen Tradition dazu, sich eine andere Frau zu nehmen, damit er Kinder haben konnte. Ich bin mir sicher, dass Hanna diesen Schritt im Nachhinein ebenso sehr bedauerte wie ihre Vorfahrin Sarah, die ihrem Mann Abraham eine zweite Frau gab. Und es heißt, dass Elkana Hanna liebte und ihr ein besonderes Stück von dem Opferfleisch gab, was alles noch schlimmer machte. Als Peninna sah, dass ihr Mann Hanna vorzog, schürte das ihren Hass. Aber in ihrem Kummer und ihrem Schmerz tat Hanna genau das Richtige. Sie ging in das Haus Gottes, betete zu Ihm und legte Ihm ihre Situation hin. Lassen Sie uns Vers 10 lesen. Sie war ganz in ihren Kummer versunken und ging in das Heiligtum des Herrn.

    1. Samuel 1:10-11
    „Hanna war ganz in ihren Kummer versunken und weinte bitterlich, während sie zum Herrn flehte. Sie legte ein Gelübde ab: Allmächtiger Herr, wenn du mein Leid siehst und an mich denkst und mich nicht vergisst und mir einen Sohn schenkst, dann will ich ihn dir, Herr, geben. Sein ganzes Leben lang soll sein Haar niemals geschnitten werden.“

    Das finde ich interessant: Sie nutzte ihr Gebet nicht dafür, Peninna anzuklagen: „Gott, siehst du nicht, was sie mir angetan hat? Nimm ihr die Freude! Töte ihre Kinder, Gott! Brich ihr die Beine!“ Nein, das erwähnte sie nicht einmal. Sie erzählte Gott von ihrem Kummer und bat Ihn, ihr ihren Herzenswunsch zu erfüllen: Einen Sohn. Und sie gelobte Ihm: „Gott, wenn du mir einen Sohn schenkst, werde ich ihn dir zurückgeben.“ Sie legte hier ein nazarenisches Gelübde ab, wie es in der Bibel genannt wird, das besagt, dass dieser Junge von Geburt an Gott geweiht sein wird. Aber wie so viele Menschen, die beten, wurde Hanna missverstanden. Eli, der Priester sah, wie sie die Lippen bewegte. Sie betete aus tiefstem Herzen zu Gott, aber Eli glaubte, sie sei betrunken und sagte: „Hast du getrunken? Werde erst einmal wieder nüchtern!“ Sie sagte: „Sieh doch, ich bin keine schlechte Frau. Ich habe keinen Wein getrunken. Ich habe Gott mein Herz ausgeschüttet.“
    Sehen wir uns jetzt Vers 18 an: 1. Samuel 1:18
    „Lass mich Gunst in deinen Augen finden, rief sie. Dann ging sie zurück und fing wieder an zu essen und sie war nicht mehr traurig.“

    Sie glaubte, ihre Antwort bekommen zu haben. Sie war niedergeschlagen gekommen, sie berührte Gott und ging glücklich wieder fort, weil sie glaubte, dass sie eine Antwort bekommen hatte.

    Ich will hier ein paar Punkte hervorheben. Sie breitete ihren ganzen Kummer und ihren Schmerz vor Gott aus. Das tun viele Menschen. Sie kommen mit einer großen Last auf ihren Schultern zu Gott. Und im Gebet nehmen sie die Last ab und sagen: „Gott, dies und das und jenes geht in meinem Leben vor sich“ und klagen Gott ihr Leid, aber wenn sie dann fertig sind, packen sie ihre ganze Last wieder zusammen, laden sie sich auf und nehmen sie wieder mit. Und dann laufen sie damit herum und erzählen jedem, wie schwer sie es haben.

    Nicht so Hanna. Sie ging niedergedrückt, voller Kummer und schwer beladen hinein, gab alles Gott und kam glücklich wieder heraus und aß mit ihrer Familie. Sie ließ ihre Last bei Gott. Wenn Sie Gott etwas geben, lassen Sie es auch bei Ihm. Nehmen Sie es nicht wieder mit. Und sie bat Gott um etwas und glaubte, dass Er ihre Bitte erfüllen würde. Und das tat Er auch! Er schenkte ihr einen Sohn, den sie Samuel nannte. Er wurde einer der berühmtesten Männer der Bibel. Und sie hielt das Versprechen, das sie Gott gegeben hatte. Als der Junge entwöhnt war, brachte sie ihn in das Heiligtum zu Eli, dem Priester, damit er Gott sein ganzes Leben lang diente. Und in Kapitel 2 betete Hanna ein wunderbares Lobgebet. Dieses Gebet ist dem, das Maria, die Mutter von Jesus, in Lukas, Kapitel 1 sprach, verblüffend ähnlich. Vergleichen Sie sie einmal. Es scheint, als würde Maria Hannas Geschichte genau kennen. Und in ihrem Gebet lobt sie Gott dafür, dass Er Situationen grundlegend verändern kann und Armen und Verfolgten, die Ihm vertrauen, ausgleichende Gerechtigkeit widerfahren lässt. Hannas Sohn Samuel wuchs auf und wurde zum letzten und größten Richter Israels. Das ist interessant, denn als sie ihn in das Heiligtum brachte, war er noch sehr klein und gerade erst entwöhnt. Manche Menschen glauben, er war fünf Jahre alt, andere sagen, er war noch ein wenig jünger. Sie brachte ihn in das Heiligtum und gab ihn Eli und, wie wir am Anfang der Geschichte gelesen haben, waren dort auch Elis Söhne Hofni und Pinhas. Später im Text erfahren wir, dass diese beiden Jungen böse waren. Sie wuchsen in der Gemeinde auf, aber sie stahlen die Opfergaben und in der Bibel heißt es, die Menschen wollten dem Herrn kein Opfer mehr bringen, weil die Jungen alles in ihre eigene Tasche steckten. Sie stahlen und jeder in ganz Israel wusste es. Und nicht nur das – sie schliefen auch mit den Mädchen aus der Gemeinde. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass sie im Heiligtum Sex mit ihnen hatten, auch wenn diese Hinweise nicht ganz eindeutig sind. Es war eine furchtbare Situation, in die Samuel als kleiner Junge hineingeriet. Wie kann ein kleines Kind rein bleiben und Gott dienen, wenn es von Sünde umgeben ist und von anderen unter Druck gesetzt wird, gottlos zu handeln? Es ist interessant, welche Namen Eli seinen Söhnen gab. Das war vielleicht prophetisch. Die Namen von Hofni und Pinhas bedeuten Boxer und Maul einer Schlange.

    Das ist die Übersetzung aus dem Hebräischen. Der eine kämpft gern mit den Fäusten und der andere hat die Zunge einer Schlange und einen giftigen Biss. Können Sie sich vorstellen, welchen Druck die beiden älteren Jungen auf den kleineren ausübten? Hanna wusste, was die beiden Jungen trieben, als sie ihren Sohn dort ließ, aber sie hielt das Versprechen, das sie Gott gegeben hatte. Wie in aller Welt konnte sich Samuel unter diesen Umständen so gut entwickeln? Das konnte er, weil er Hannas Geist und Charakter in sich trug und weil er wie sie die Fähigkeit besaß, Gott im Gebet zu berühren, was vermutlich das herausragendste Merkmal von Samuels Leben war. Er war ein Mann der Fürbitte und des kraftvollen, wirksamen Gebets. Woher hast du das, Samuel? „Von meiner Mama.“ Er bewies während seines ganzen Lebens einen starken Charakter.

    Welche Lektionen können wir nun von dieser wunderbaren Mutter lernen? Erstens, wenn Sie Probleme haben, gehen Sie zu Gott, nicht zum Kühlschrank. Greifen Sie nicht zu Zigaretten, Alkohol oder Beruhigungsmitteln und flüchten Sie sich nicht in die Arme eines Fremden. Gehen Sie zu Gott. Für viele Menschen sind solche Dinge eine Art Ventil.

    Sie stehen unter Druck: „Ich muss eine Zigarette rauchen.“ Sie stehen unter Druck: „Ich brauche ein Glas Wein.“
    Ich stehe unter Druck: „Ich werde mit jemandem schlafen.“

    Ich stehe unter Druck: „Ich gehe an den Kühlschrank und verschlinge alles, was ich dort finde.“

    Hanna stand unter Druck, sie hatte Probleme und sie ging zu Gott. Und das sollten Sie auch tun, wenn einer Ihrer Lebensbereiche keine Frucht bringt, sei es Ihr geistliches Leben, Ihre Finanzen, Ihre Gesundheit oder Ihre Beziehungen. Gott beantwortet unser Gebet. Zweitens, Sie müssen keine Vergeltung üben, wenn Sie jemand verfolgt oder schlecht behandelt. Hanna ging zu Gott und Er wendete das Blatt. Sie schlug nicht zurück. Obwohl sie traurig und bekümmert war, zahlte sie es Peninna nie mit gleicher Münze heim. Sie ließ nicht zu, dass Bitterkeit in ihrem Herzen Wurzeln schlug; sie ließ nicht zu, dass Groll in ihr Herz kam. Sie klagte Peninna in ihren Gebeten nie an. Und wissen Sie, für Gottes Antwort auf Ihre Gebete gibt es kein größeres Hindernis als Bitterkeit in Ihrem Herzen. Wenn Hanna zugelassen hätte, dass ihr Herz verbittert wurde, hätte sie nie mit einem solchen Glauben für ihren Sohn beten können. Auch Jesus lehrte uns, dass die Hauptgründe, warum manche Gebete nicht erhört werden, Unversöhnlichkeit und Bitterkeit sind. Wenn meine Gebete nicht beantwortet werden, muss ich also als Erstes mein Herz prüfen, um sicherzustellen, dass sich dort keine Bitterkeit oder Unversöhnlichkeit eingeschlichen hat. Die dritte Lektion: Hier geht es wieder um den mächtigen Einfluss, den eine Mutter ausüben kann. Es muss nicht sein, dass Ihre Kinder sich einer Bande anschließen, Drogen nehmen oder aufgrund des Gruppendrucks ihre Jungfräulichkeit verlieren. Was Sie ihnen zu Hause vermitteln, vor allem in den frühen Jahren, kann allem entgegenwirken, wozu die Welt sie verführen will. Gott kann sie bewahren. Und wenn sie in eine Situation geraten, wo sie Befreiung brauchen, kann Gott sie befreien. Denken Sie nur an Hanna. Sie wusste, was der Boxer und das Schlangenmaul im Schilde führten. Niemand wollte Gott mehr Opfer bringen, weil alle wussten, was diese Jungen taten. Alle sagten Eli, was seine Söhne trieben, aber er hörte ihnen einfach nicht zu. Er stellte seine Jungen über Gott, aber das hatte letztendlich seinen Preis. Gott sagte: „Du liebst deine Söhne mehr als mich, Eli.“ Und nun denken Sie an Hanna. Sie hatte Gott ein Versprechen gegeben und sie löste es ein, indem sie ihren geliebten Sohn zu Eli brachte. Sie kannte seine beiden Söhne und wusste, was sie taten. Diese Frau wusste, wie man Gott vertraut!

    Hören Sie: Sie können nicht immer über Ihre Kinder wachen. Deshalb sollten Sie lieber lernen, sie Gott anzuvertrauen. Er allein kann sie bewahren und sie retten, wenn sie Rettung brauchen.

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