Von Müttern lernen


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Comments

  • Jule sagt:

    eine fast identische Predigt gab es bereits im Mai 2010

  • Jule sagt:

    Von Müttern lernen 1/2 03.05.2014
    Pastor Bayless Conley

    Willkommen zu unserer heutigen Sendung. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie doch zur Hand. Ich habe heute eine sehr interessante Botschaft für Sie. Ihr Titel lautet: „Von Müttern lernen.“ Diese Botschaft ist auch für alle Männer, die uns jetzt zusehen. Sie wird Sie genauso ansprechen wie die Frauen, auch wenn ich glaube, dass die Predigt „Von Müttern lernen“ vor allem den Frauen einige wertvolle Hinweise geben kann. Lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen.

    Der Titel der heutigen Predigt lautet: Von Müttern lernen. Wir werden uns einige Frauen aus der Bibel ansehen, von denen wir etwas lernen können. Interessanterweise war die erste der Frauen, mit denen wir uns beschäftigen werden, keine biologische Mutter. Zumindest lesen wir in der Bibel nichts darüber. Wir wissen nicht, ob sie Kinder hatte, aber dennoch spricht die Bibel von ihr als einer Mutter. Sie war eine geistliche Mutter; eine Mutter für ein Volk. Ihr Name war Debora. Richter 4, ab Vers 1:

    Richter 4:1-5
    „Nachdem Ehud tot war, taten die Israeliten wieder Böses in den Augen des Herrn. Deshalb lieferte der Herr sie an Jabin aus, einen kanaanitischen König, der in Hazor herrschte. Sein Heerführer war Sisera. Er lebte in Haroschet-Haggojim. Nachdem Sisera, der 900 eiserne Streitwagen befehligte, die Israeliten 20 Jahre lang grausam unterdrückt hatte, schrieen die Israeliten zum Herrn um Hilfe.
    Debora, eine Prophetin, die mit Lappidot verheiratet war, war zu dieser Zeit Richterin in Israel. Sie wohnte unter Deboras Palme zwischen Rama und Bethel im Bergland von Ephraim, und die Israeliten gingen mit ihren Rechtsstreitigkeiten zu ihr.“

    Ich will Ihnen dazu noch ein paar Hintergrundinformationen geben: Zu dieser Zeit in der Geschichte Israels gab es Richter, die dem Volk vorstanden. Das war noch bevor Saul zu ihrem ersten König wurde. Und wir finden hier ein interessantes Muster, das sich das ganze Buch Richter hindurch viele, viele Male wiederholt. Die Menschen vergaßen Gott und sündigten und so konnte der Feind sie besiegen und über sie herrschen. Dann wandten sie sich von der Sünde ab, schrieen zu Gott um Gnade und Gott schickte ihnen einen Befreier oder einen Richter, der ihnen zum Sieg verhalf und dann zu ihrem Anführer und oft auch zum geistlichen Leiter des Volks wurde. Dann folgte eine Zeit der Ruhe, doch schon bald begann der Kreislauf von vorn. Sie vergaßen Gott. Sie sündigten. Der Feind schlich sich ein und knechtete sie; sie schrieen wieder zu Gott und Gott schickte ihnen erneut einen Richter, der für Ordnung sorgte und ihre militärischen und zivilrechtlichen Angelegenheiten regelte und so weiter. Die einzige Frau, die jemals in diese Position kam, war Debora. Sie war die einzige Richterin, die Israel je hatte. Sie wurde von Gott in diese Position gebracht und fand Zustimmung beim Volk. Vom historischen Standpunkt aus betrachtet, könnte man sie mit Jeanne d’Arc vergleichen, die 27 Jahrhunderte später die Franzosen zum Sieg führte. Debora bedeutet Honigbiene. Das ist sehr passend, denn sie war emsig damit beschäftigt, Honig für ihre Freunde zu sammeln und ihren tödlichen Stachel gegen ihre Feinde zu richten, wie die Kanaaniter bald feststellen sollten. Sie war mit einem Mann namens Lappidot verheiratet. Die jüdische Geschichte verrät uns, dass er Kerzen für den Tempel herstellte. Das ist sicher wahr, weil sein Name im Hebräischen Fackel bedeutet. Stellen Sie sich das einmal vor. Diese Frau ist berühmt. Sie steht an der Führungsspitze des Landes. Daran muss sich Lappidot erst gewöhnen. Er ist mit einer sehr prominenten Frau verheiratet, während er selbst nicht annähernd so prominent ist. Tatsächlich wissen wir nur sehr wenig über ihn. Und seine Frau bekleidet ein hohes Amt und steht einem ganzen Volk vor. Es hat ihn als Mann mit Sicherheit einiges gekostet, sie in ihrer Rolle zu unterstützen. Ich glaube nicht, dass ich je einen Mann getroffen habe, der nicht gehörig mit seinem Ego zu kämpfen hätte, wenn seine Frau so prominent würde und eine so hohe Führungsposition innehätte. Es gibt jedoch keinen Hinweis darauf, dass Lappidot nicht das Oberhaupt seiner Familie war. Es war also nicht so, dass Debora die Hosen anhatte und ihn herumkommandierte. Er musste sich nur daran gewöhnen, dass Gott seiner Frau diese Berufung zudachte. Und anscheinend funktionierte das gut, denn Deboras Dienst war sehr, sehr fruchtbar und das ist ziemlich schwierig, wenn man eine unglückliche Ehe führt. Es heißt also, sie war Richterin in Israel. Sie saß unter dieser Palme und die Menschen kamen zu ihr. Das deutet demnach darauf hin, dass das Volk Respekt vor ihr hatte. Und das Wort Gericht bedeutet wörtlich ein Urteil, ein Urteilsspruch, ein formaler Erlass. Deboras Wort war Gesetz. Sie war nach Gott die höchste Autorität im ganzen Land. Debora war eine Prophetin. Gott gewährte ihr Einblick in Seine Absichten und Pläne und sie gab sie an das Volk weiter. Und natürlich wirkte sie in den Gaben des Geistes – in der Gabe der Weissagung ebenso wie im Wort der Weisheit und im Wort der Erkenntnis. Wenn wir weiterlesen, sehen wir, dass diese prophetische Gabe und das Amt der Prophetin in den Vordergrund traten, als sie mit Barak, dem militärischen Leiter von Israel, sprach.

    Richter 4:6-7
    „Eines Tages ließ sie Barak, den Sohn von Abinoam, der in Kedesch im Land von Naftali lebte, zu sich rufen. Sie sagte zu ihm: Der Herr, der Gott Israels, befiehlt dir: Sammle 10.000 Krieger aus den Stämmen Naftali und Sebulon und zieh mit ihnen auf den Berg Tabor. Ich will Sisera, Jabins Heerführer, mit seinen Streitwagen und Kriegern zum Fluss Kischon locken. Dort werde ich dir den Sieg über ihn schenken.“

    Sie teilte Barak, dem General des israelischen Heers, Gottes Plan mit. Sie offenbarte ihm sogar, wo und wie Sisera, der feindliche General, ihm begegnen würde. Baraks Antwort darauf war nicht die beste, aber wenigstens war sie ehrlich.

    Richter 4:8-9
    „Barak antwortete ihr: Wenn du mitkommst, gehe ich, aber wenn nicht, gehe ich auch nicht! Gut, entgegnete sie, ich komme mit dir. Doch dieser Feldzug wird dir keinen Ruhm einbringen, denn der Herr wird einer Frau den Sieg über Sisera schenken. Und Debora machte sich auf und zog mit Barak nach Kedesch.“

    Nach einer langen Zeit der Sklaverei und der Unterwerfung durch den Feind war Barak voller Unsicherheit und Zweifel. Er zögerte. Debora ermutigte ihn und erklärte sich bereit, ihn zu begleiten, doch sie prophezeite ihm: „Gut, aber so wirst du keinen Ruhm ernten. Der Herr wird einer Frau den Sieg über Sisera schenken.“ Und so geschah es. Sie lieferten sich eine erbitterte Schlacht, in der das Heer der Kanaaniter geschlagen wurde und Sisera floh zu Fuß. Er kam in das Lager von Verbündeten der Kanaaniter und bat eine Frau, ihn zu verstecken. Sie willigte ein. Aber als er erschöpft eingeschlafen war, rammte sie ihm einen Zeltpflock durch den Kopf, der seinen Kopf praktisch am Boden festnagelte. So bekam eine Frau den Ruhm für den Sieg über diesen feindlichen General. Und in Richter 4, ab Vers 13 heißt es: Sisera…

    Richter 4:13-15
    „… rief … alle 900 eisernen Streitwagen und alle seine Krieger zusammen, und sie zogen von Haroschet-Haggojim zum Fluss Kischon. Da sagte Debora zu Barak: Auf! Heute ist der Tag, an dem der Herr Sisera in deine Gewalt geben wird. Ist der Herr nicht schon vor dir unterwegs? Da führte Barak seine 10.000 Krieger den Berg Tabor hinunter in die Schlacht. Als Barak mit scharfem Schwert angriff, rief der Herr eine große Verwirrung unter Sisera, seinen Wagen und seiner ganzen Streitmacht hervor. Sisera sprang von seinem Wagen herunter und entkam zu Fuß.“

    Wir haben bereits erwähnt, welches Ende er fand. Und wie wir sehen, war es eine Frau, die hier die Verantwortung trug und einen zögerlichen Leiter und ein Volk, das 20 Jahre lang nichts anderes kannte als Unterdrückung und Knechtschaft, inspirierte und motivierte. Sie handelte nicht eigenmächtig, sondern in einer von Gott gegebenen Autorität, die von Gottes Volk anerkannt wurde. Sie war nicht herrschsüchtig oder aggressiv. Sie füllte lediglich die Rolle aus, die Gott ihr zugeteilt hatte. Solche Frauen versuchen nicht, Männer zu sein; sie sind nicht darauf aus zu beweisen, dass sie den Männern ebenbürtig oder gar überlegen sind. Sie sind in jeder Hinsicht feminin und wirken gemäß ihrem sensiblen Naturell in der Berufung Gottes für ihr Leben. Und, meine Damen, ich möchte Ihnen sagen, dass wir an Sie glauben. Wir glauben, dass Gott Ihnen Gaben geschenkt hat und dass Er eine Berufung für Sie hat und wir möchten sehen, dass Sie in diesen Gaben und dieser Berufung wirken.
    Sie haben der Gemeinde Christi viel zu geben. Debora besaß nicht nur die Gaben der Prophetie, der Inspiration und der Herrschaft – sie konnte auch schreiben, denn das schöne, anschauliche Lied, das wir im fünften Kapitel finden, wird das Lied der Debora genannt und man sagt, sie habe es geschrieben. Wir wollen es uns jetzt zumindest teilweise ansehen. Kapitel 5, ab Vers 6 sagt:

    Richter 5:6-7
    „In den Tagen von Schamgar, Anats Sohn, und in den Tagen von Jaël mieden die Menschen die Hauptstraßen, die Reisenden hielten sich an die schmalen Seitenwege. Nur noch wenige Menschen lebten in den Dörfern von Israel – bis Debora aufstand, eine Mutter Israels.“

    Die Menschen versteckten sich voller Furcht hinter verschlossenen Türen und Stadtmauern, bis diese Frau als eine Mutter Israels aufstand. Soweit wir wissen, hatte sie keine Kinder, aber sie war eine geistliche Mutter. Mütter lehren, inspirieren und ermutigen ihre Kinder. Sie weisen ihnen die Richtung und das tat Debora für ein ganzes Volk. Und auch wir brauchen heute Mütter Israels in der Gemeinde. Paulus sagte: „Ihr mögt zehntausend Erzieher in Christus haben, aber ihr habt nicht viele Väter.“ Und ich denke, dasselbe gilt für geistliche Mütter.

    Dass ich gerettet wurde, verdanke ich einem kleinen Jungen, der mir in einem Park von Jesus erzählte. Ich hatte noch nie vorher vom Evangelium gehört. Er erschütterte meine Welt, genauso wie seine Mutter. Sie betete für mich. Sie schenkte mir meine erste Bibel. Ich hatte noch nie vorher in der Bibel gelesen. In der Gemeinde, in die ich dann ging, war eine weißhaarige alte Frau, die bereits als kleines Mädchen gerettet wurde und nun schon 65 Jahre lang mit Jesus lebte. Sie nahm mich unter ihre Fittiche. Ich ging oft zu dem Wohnwagen, in dem sie und ihr Mann lebten und sie legten mir die Hände auf, beteten für mich und lehrten mich, so gut sie es konnten, über den Heiligen Geist und Seine Gaben. Auch sie war eine Mutter Israels, die mein Leben veränderte. Wir brauchen Männer und Frauen, die junge Christen unter ihre Fittiche nehmen, sie lehren und ihnen helfen, ihr Leben auf Jesus aufzubauen, jedoch ohne dass sie dabei von ihnen abhängig werden, denn das ist ein falscher Geist. Sie sollen von Jesus abhängig werden und auf Ihn sehen. Aber Tatsache ist: Wir brauchen Mütter in Israel. Wie endete die Geschichte nun? Sehen wir uns den letzten Vers an.

    Richter 5:31
    „Herr, all deine Feinde sollen umkommen wie Sisera! Aber die dich lieben, sollen in ihrer Kraft wachsen wie die aufgehende Sonne! Danach hatte das Land 40 Jahre lang Ruhe.“

    Möge Ihr Dienst den Müden und den Unterdrückten Ruhe schenken.

    Sehen wir uns nun einige schnelle Lektionen an, die wir von Debora, dieser Mutter Israels, lernen können. Nummer eins: Ihre Geschichte bestätigt uns klar und deutlich, dass Frauen im Volk Gottes überaus bedeutende leitende Positionen einnehmen können. Zweitens, wenn ein Mensch die Gabe der Leiterschaft besitzt, erkennt man das. Im Buch der Sprüche heißt es, ein Geschenk kann Türen öffnen. Das gilt auch für Mütter oder Frauen. Das Geschenk einer Frau öffnet ihr Türen. In Deboras Geschichte finden wir nirgends einen Hinweis darauf, dass sie sich Anerkennung verschaffen oder sie gar erzwingen musste. Ihr Geschenk öffnete ihr die Türen. Vielleicht sagen Sie: „Aber die heutige Welt ist eine Männerwelt.“ Aber nicht so sehr wie damals! Debora hatte es viel schwerer als Sie. Sie reden von einer von Männern dominierten Gesellschaft, aber sie lebte in einer Gesellschaft, die noch um ein Vielfaches mehr von Männern dominiert wurde als unsere heutige. Aber dennoch stellte Gott sie an die Front und sorgte dafür, dass sie in ihrer Gabe wirken konnte, damit Er verherrlicht und Sein Volk gesegnet würde. Die dritte Lektion lautet: Ihr Glaube an Gott kann andere dazu anregen, Ihm zu vertrauen. Deboras Glaube an Gott regte Barak, den General des israelischen Heers, dazu an, Gott trotz seiner Zweifel und seiner Furcht zu vertrauen. Die vierte Lektion: Gott weist Ihnen den Weg.
    Ganz gleich mit wem oder was Sie zu kämpfen haben – wenn Sie Seinem Wort gehorchen, können Sie den Sieg davontragen. Wie wir gelesen haben, standen sie einem Feind gegenüber, der 900 eiserne Streitwagen hatte, während sie keinen einzigen besaßen. Das machte ihre Lage ziemlich aussichtslos. Aber dann passierte etwas sehr Interessantes. Wir haben nicht die Zeit, das zu lesen, aber in Kapitel 5 von Deboras Lied heißt es, dass die Natur gegen Sisera und sein Heer kämpfte. Es kam eine Flut und Gott selbst griff auf übernatürliche Weise in die Geschehnisse ein. Wenn wir Gott gehorchen, der Führung des Heiligen Geistes folgen und auf Sein Wort vertrauen, wird Gott Himmel und Erde in Bewegung setzen, um Sein Wort zu verwirklichen. Und das tut Er auch für Sie. Und schließlich die fünfte Lektion: So lange, bis einige Frauen als Mütter Israels, als Mütter der Gemeinde aufstehen, wird es immer Menschen geben, die sich fürchten und sich hinter Mauern verstecken.
    Mama, sie brauchen Ihren Glauben, Ihre Ermutigung und Ihre Führung. Sie brauchen Sie in der Rolle, zu der Gott Sie berufen hat.

  • Jule sagt:

    Gut, schlagen Sie jetzt bitte 1. Samuel, Kapitel 1 auf. Hier finden wir eine zweite Mutter, von der wir etwas lernen können. 1. Samuel, Kapitel 1. Ihr Name ist Hanna. Sie kann uns sehr viele gute Dinge lehren. Einige davon sehen wir uns jetzt an. Die Geschichte beginnt mit ihrem Mann Elkana und wir erfahren sofort, dass Hanna nicht seine einzige Frau war. 1. Samuel 1:2: „Er hatte zwei Frauen…“ Sagen Sie alle: „O-o!“ Ja, das ist ein Problem, wie man es auch betrachtet.

    1. Samuel 1:2-7
    „Er hatte zwei Frauen, Hanna und Peninna. Peninna hatte Kinder, aber Hanna war kinderlos geblieben. Jedes Jahr zog Elkana nach Silo, um den Herrn, den Allmächtigen, anzubeten und ihm Opfer zu bringen. Die Priester des Herrn waren dort die beiden Söhne von Eli – Hofni und Pinhas. An dem Tag, an dem Elkana sein Opfer darbrachte, gab er Peninna und jedem ihrer Söhne und Töchter ihren Anteil am Opferfleisch. Hanna jedoch gab er ein besonderes Stück, weil er sie liebte und der Herr ihr keine Kinder geschenkt hatte. Doch ihre Nebenbuhlerin Peninna machte sich über sie lustig, weil der Herr sie kinderlos gelassen hatte. Jahr um Jahr war es dasselbe – Peninna verhöhnte Hanna, wenn sie zum Heiligtum des Herrn gingen, so dass Hanna weinte und nichts mehr essen wollte.“

    Hanna bedeutet Gnade oder Gunst. Aber am Anfang der Geschichte waren ihre Umstände alles andere als gnädig oder günstig. Sie war unfruchtbar, was vor allem in dieser Zeit und dieser Kultur ein großer Makel war. Und was noch schlimmer war: Die andere Frau ihres Mannes verhöhnte sie aufs Heftigste und versuchte ihr das Leben schwer zu machen. Aber von den beiden Frauen Elkanas wird Hanna als Erste erwähnt. Das deutet darauf hin, dass sie seine erste Frau war.

    Nachdem sie jedoch einige Jahre lang nicht schwanger geworden war, drängte sie ihren Mann gemäß der jüdischen Tradition dazu, sich eine andere Frau zu nehmen, damit er Kinder haben konnte. Ich bin mir sicher, dass Hanna diesen Schritt im Nachhinein ebenso sehr bedauerte wie ihre Vorfahrin Sarah, die ihrem Mann Abraham eine zweite Frau gab. Und es heißt, dass Elkana Hanna liebte und ihr ein besonderes Stück von dem Opferfleisch gab, was alles noch schlimmer machte. Als Peninna sah, dass ihr Mann Hanna vorzog, schürte das ihren Hass. Aber in ihrem Kummer und ihrem Schmerz tat Hanna genau das Richtige. Sie ging in das Haus Gottes, betete zu Ihm und legte Ihm ihre Situation hin. Lassen Sie uns Vers 10 lesen. Sie war ganz in ihren Kummer versunken und ging in das Heiligtum des Herrn.

    1. Samuel 1:10-11
    „Hanna war ganz in ihren Kummer versunken und weinte bitterlich, während sie zum Herrn flehte. Sie legte ein Gelübde ab: Allmächtiger Herr, wenn du mein Leid siehst und an mich denkst und mich nicht vergisst und mir einen Sohn schenkst, dann will ich ihn dir, Herr, geben. Sein ganzes Leben lang soll sein Haar niemals geschnitten werden.“

    Das finde ich interessant: Sie nutzte ihr Gebet nicht dafür, Peninna anzuklagen: „Gott, siehst du nicht, was sie mir angetan hat? Nimm ihr die Freude! Töte ihre Kinder, Gott! Brich ihr die Beine!“ Nein, das erwähnte sie nicht einmal. Sie erzählte Gott von ihrem Kummer und bat Ihn, ihr ihren Herzenswunsch zu erfüllen: Einen Sohn. Und sie gelobte Ihm: „Gott, wenn du mir einen Sohn schenkst, werde ich ihn dir zurückgeben.“ Sie legte hier ein nazarenisches Gelübde ab, wie es in der Bibel genannt wird, das besagt, dass dieser Junge von Geburt an Gott geweiht sein wird. Aber wie so viele Menschen, die beten, wurde Hanna missverstanden. Eli, der Priester sah, wie sie die Lippen bewegte. Sie betete aus tiefstem Herzen zu Gott, aber Eli glaubte, sie sei betrunken und sagte: „Hast du getrunken? Werde erst einmal wieder nüchtern!“ Sie sagte: „Sieh doch, ich bin keine schlechte Frau. Ich habe keinen Wein getrunken. Ich habe Gott mein Herz ausgeschüttet.“
    Sehen wir uns jetzt Vers 18 an: 1. Samuel 1:18
    „Lass mich Gunst in deinen Augen finden, rief sie. Dann ging sie zurück und fing wieder an zu essen und sie war nicht mehr traurig.“

    Sie glaubte, ihre Antwort bekommen zu haben. Sie war niedergeschlagen gekommen, sie berührte Gott und ging glücklich wieder fort, weil sie glaubte, dass sie eine Antwort bekommen hatte.

    Ich will hier ein paar Punkte hervorheben. Sie breitete ihren ganzen Kummer und ihren Schmerz vor Gott aus. Das tun viele Menschen. Sie kommen mit einer großen Last auf ihren Schultern zu Gott. Und im Gebet nehmen sie die Last ab und sagen: „Gott, dies und das und jenes geht in meinem Leben vor sich“ und klagen Gott ihr Leid, aber wenn sie dann fertig sind, packen sie ihre ganze Last wieder zusammen, laden sie sich auf und nehmen sie wieder mit. Und dann laufen sie damit herum und erzählen jedem, wie schwer sie es haben.

    Nicht so Hanna. Sie ging niedergedrückt, voller Kummer und schwer beladen hinein, gab alles Gott und kam glücklich wieder heraus und aß mit ihrer Familie. Sie ließ ihre Last bei Gott. Wenn Sie Gott etwas geben, lassen Sie es auch bei Ihm. Nehmen Sie es nicht wieder mit. Und sie bat Gott um etwas und glaubte, dass Er ihre Bitte erfüllen würde. Und das tat Er auch! Er schenkte ihr einen Sohn, den sie Samuel nannte. Er wurde einer der berühmtesten Männer der Bibel. Und sie hielt das Versprechen, das sie Gott gegeben hatte. Als der Junge entwöhnt war, brachte sie ihn in das Heiligtum zu Eli, dem Priester, damit er Gott sein ganzes Leben lang diente. Und in Kapitel 2 betete Hanna ein wunderbares Lobgebet. Dieses Gebet ist dem, das Maria, die Mutter von Jesus, in Lukas, Kapitel 1 sprach, verblüffend ähnlich. Vergleichen Sie sie einmal. Es scheint, als würde Maria Hannas Geschichte genau kennen. Und in ihrem Gebet lobt sie Gott dafür, dass Er Situationen grundlegend verändern kann und Armen und Verfolgten, die Ihm vertrauen, ausgleichende Gerechtigkeit widerfahren lässt. Hannas Sohn Samuel wuchs auf und wurde zum letzten und größten Richter Israels. Das ist interessant, denn als sie ihn in das Heiligtum brachte, war er noch sehr klein und gerade erst entwöhnt. Manche Menschen glauben, er war fünf Jahre alt, andere sagen, er war noch ein wenig jünger. Sie brachte ihn in das Heiligtum und gab ihn Eli und, wie wir am Anfang der Geschichte gelesen haben, waren dort auch Elis Söhne Hofni und Pinhas. Später im Text erfahren wir, dass diese beiden Jungen böse waren. Sie wuchsen in der Gemeinde auf, aber sie stahlen die Opfergaben und in der Bibel heißt es, die Menschen wollten dem Herrn kein Opfer mehr bringen, weil die Jungen alles in ihre eigene Tasche steckten. Sie stahlen und jeder in ganz Israel wusste es. Und nicht nur das – sie schliefen auch mit den Mädchen aus der Gemeinde. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass sie im Heiligtum Sex mit ihnen hatten, auch wenn diese Hinweise nicht ganz eindeutig sind. Es war eine furchtbare Situation, in die Samuel als kleiner Junge hineingeriet. Wie kann ein kleines Kind rein bleiben und Gott dienen, wenn es von Sünde umgeben ist und von anderen unter Druck gesetzt wird, gottlos zu handeln? Es ist interessant, welche Namen Eli seinen Söhnen gab. Das war vielleicht prophetisch. Die Namen von Hofni und Pinhas bedeuten Boxer und Maul einer Schlange.

    Wir sind heute nicht ganz fertig geworden, deshalb schalten Sie auch nächste Woche wieder ein und sehen Sie den zweiten Teil der Predigt „Von Müttern lernen“. Viele Frauen aus der Bibel hatten einen erstaunlichen Glauben; sie taten große Dinge für Gott und veränderten ihre Generation und die Welt, in der sie lebten. Und ich glaube, es gibt auch unter uns heute viele solcher Frauen. Ich möchte Sie ermutigen, im Namen Jesu voranzugehen. Und ich möchte Sie um etwas bitten. Bitte schalten Sie noch nicht ab, denn was ich Ihnen jetzt sagen will, kommt direkt aus meinem Herzen. Wie Sie wissen, wird unsere Sendung nicht nur in unserem Land, sondern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Wir senden jetzt seit über zwanzig Jahren in allen Ländern der Welt, und unsere Gemeinde hier in Cottonwood kommt für den Löwenanteil der dadurch entstehenden Kosten auf. Wir tun das, weil wir die Welt lieben und glauben, dass alle Menschen wichtig sind. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, den Menschen anhand der Bibel Antworten auf ihre Lebensfragen zu geben. Ich möchte mich bei all denjenigen bedanken, die uns bereits bei dieser Aufgabe unterstützen. Und wenn Sie die Sendung gesehen haben und durch sie gesegnet wurden, denken Sie doch einmal darüber nach, ob nicht auch Sie mitmachen und ganz konkret mit einer Spende helfen können. Denn auch in Zukunft möchten wir diese wichtige Arbeit tun. Dadurch können immer mehr Menschen auf der ganzen Welt das Wort Gottes hören. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören. Gott segne Sie.

  • Jule sagt:

    Von Müttern lernen 2/2

    10.05.2014
    Pastor Bayless Conley

    Willkommen zu unserer heutigen Sendung und zum zweiten Teil der Predigt „Von Müttern lernen“. Manche Frauen aus der Bibel taten erstaunliche Dinge für Gott und veränderten mit Seiner Hilfe ihre ganze Generation. Und ich glaube, es gibt auch heute einige Frauen, die bedeutende Dinge tun und ihrem Beispiel folgen werden. Deshalb, wer immer Sie sind, Mann oder Frau, wo immer Sie sind und was immer Sie gerade tun – lassen Sie uns zusammen ein wenig Zeit mit Gottes Wort verbringen und uns einige dieser Frauen ansehen. Lassen Sie sich von diesen Frauen, die ihre ganze Generation geprägt haben, inspirieren; lernen Sie von ihrem Vorbild und sehen Sie, was die Bibel über sie sagt. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie doch zur Hand. Lassen Sie uns zusammen das Wort Gottes ansehen. Ich glaube, die heutige Sendung wird Sie segnen.

    Hannas Sohn Samuel wuchs auf und wurde zum letzten und größten Richter Israels. Das ist interessant, denn als sie ihn in das Heiligtum brachte, war er noch sehr klein und gerade erst entwöhnt. Manche Menschen glauben, er war fünf Jahre alt, andere sagen, er war noch ein wenig jünger. Sie brachte ihn in das Heiligtum und gab ihn Eli, und, wie wir am Anfang der Geschichte gelesen haben, waren dort auch Elis Söhne Hofni und Pinhas. Später im Text erfahren wir, dass diese beiden Jungen böse waren. Sie wuchsen in der Gemeinde auf, aber sie stahlen die Opfergaben und in der Bibel heißt es, die Menschen wollten dem Herrn kein Opfer mehr bringen, weil die Jungen alles in ihre eigene Tasche steckten. Sie stahlen und jeder in ganz Israel wusste es. Und nicht nur das – sie schliefen auch mit den Mädchen aus der Gemeinde. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass sie im Heiligtum Sex mit ihnen hatten, auch wenn diese Hinweise nicht ganz eindeutig sind. Es war eine furchtbare Situation, in die Samuel als kleiner Junge hineingeriet. Wie kann ein kleines Kind rein bleiben und Gott dienen, wenn es von Sünde umgeben ist und von anderen unter Druck gesetzt wird, gottlos zu handeln? Und es ist interessant, welche Namen Eli seinen Söhnen gab. Das war vielleicht prophetisch. Die Namen von Hofni und Pinhas bedeuten Boxer und Maul einer Schlange. Das ist die Übersetzung aus dem Hebräischen. Der eine kämpft gern mit den Fäusten und der andere hat die Zunge einer Schlange und einen giftigen Biss. Können Sie sich vorstellen, welchen Druck die beiden älteren Jungen auf den kleineren ausübten? Hanna wusste, was die beiden Jungen trieben, als sie ihren Sohn dort ließ, aber sie hielt das Versprechen, das sie Gott gegeben hatte. Wie in aller Welt konnte sich Samuel unter diesen Umständen so gut entwickeln? Das konnte er, weil er Hannas Geist und Charakter in sich trug und weil er wie sie die Fähigkeit besaß, Gott im Gebet zu berühren, was vermutlich das herausragendste Merkmal von Samuels Leben war. Er war ein Mann der Fürbitte und des kraftvollen, wirksamen Gebets. Woher hast du das, Samuel? „Von meiner Mama.“ Er bewies während seines ganzen Lebens einen starken Charakter.

    Welche Lektionen können wir nun von dieser wunderbaren Mutter lernen? Erstens, wenn Sie Probleme haben, gehen Sie zu Gott, nicht zum Kühlschrank. Greifen Sie nicht zu Zigaretten, Alkohol oder Beruhigungsmitteln und flüchten Sie sich nicht in die Arme eines Fremden. Gehen Sie zu Gott. Für viele Menschen sind solche Dinge eine Art Ventil.

    Sie stehen unter Druck: „Ich muss eine Zigarette rauchen.“ Sie stehen unter Druck: „Ich brauche ein Glas Wein.“
    Ich stehe unter Druck: „Ich werde mit jemandem schlafen.“

    Ich stehe unter Druck: „Ich gehe an den Kühlschrank und verschlinge alles, was ich dort finde.“

    Hanna stand unter Druck, sie hatte Probleme und sie ging zu Gott. Und das sollten Sie auch tun, wenn einer Ihrer Lebensbereiche keine Frucht bringt, sei es Ihr geistliches Leben, Ihre Finanzen, Ihre Gesundheit oder Ihre Beziehungen. Gott beantwortet unser Gebet. Zweitens, Sie müssen keine Vergeltung üben, wenn Sie jemand verfolgt oder schlecht behandelt. Hanna ging zu Gott und Er wendete das Blatt. Sie schlug nicht zurück. Obwohl sie traurig und bekümmert war, zahlte sie es Peninna nie mit gleicher Münze heim. Sie ließ nicht zu, dass Bitterkeit in ihrem Herzen Wurzeln schlug; sie ließ nicht zu, dass Groll in ihr Herz kam. Sie klagte Peninna in ihren Gebeten nie an. Und wissen Sie, für Gottes Antwort auf Ihre Gebete gibt es kein größeres Hindernis als Bitterkeit in Ihrem Herzen. Wenn Hanna zugelassen hätte, dass ihr Herz verbittert wurde, hätte sie nie mit einem solchen Glauben für ihren Sohn beten können. Auch Jesus lehrte uns, dass die Hauptgründe, warum manche Gebete nicht erhört werden, Unversöhnlichkeit und Bitterkeit sind. Wenn meine Gebete nicht beantwortet werden, muss ich also als Erstes mein Herz prüfen, um sicherzustellen, dass sich dort keine Bitterkeit oder Unversöhnlichkeit eingeschlichen hat. Die dritte Lektion: Hier geht es wieder um den mächtigen Einfluss, den eine Mutter ausüben kann. Es muss nicht sein, dass Ihre Kinder sich einer Bande anschließen, Drogen nehmen oder aufgrund des Gruppendrucks ihre Jungfräulichkeit verlieren. Was Sie ihnen zu Hause vermitteln, vor allem in den frühen Jahren, kann allem entgegenwirken, wozu die Welt sie verführen will. Gott kann sie bewahren. Und wenn sie in eine Situation geraten, wo sie Befreiung brauchen, kann Gott sie befreien. Denken Sie nur an Hanna. Sie wusste, was der Boxer und das Schlangenmaul im Schilde führten. Niemand wollte Gott mehr Opfer bringen, weil alle wussten, was diese Jungen taten. Alle sagten Eli, was seine Söhne trieben, aber er hörte ihnen einfach nicht zu. Er stellte seine Jungen über Gott, aber das hatte letztendlich seinen Preis. Gott sagte: „Du liebst deine Söhne mehr als mich, Eli.“ Und nun denken Sie an Hanna. Sie hatte Gott ein Versprechen gegeben und sie löste es ein, indem sie ihren geliebten Sohn zu Eli brachte. Sie kannte seine beiden Söhne und wusste, was sie taten. Diese Frau wusste, wie man Gott vertraut!
    Hören Sie: Sie können nicht immer über Ihre Kinder wachen. Deshalb sollten Sie lieber lernen, sie Gott anzuvertrauen. Er allein kann sie bewahren und sie retten, wenn sie Rettung brauchen.

    Sehen wir uns jetzt eine weitere faszinierende Geschichte und eine weitere Mutter an. 2. Samuel, Kapitel 21. Das ist eine der interessantesten Geschichten in der Bibel. Sie dreht sich um eine Mutter namens Rizpa, die uns Entschlossenheit lehrt. Wir beginnen mit Vers 1 von 2. Samuel, Kapitel 21:

    2. Samuel 21:1
    „Während Davids Regierungszeit herrschte drei Jahre lang eine Hungersnot und David befragte den Herrn deswegen. Der Herr antwortete: Auf Saul und seiner Familie lastete eine Blutschuld, weil sie die Gibeoniter ermordet haben.“

    Israel hatte unter Josua mit den Gibeonitern einen Bund geschlossen, dass diese ihre Sklaven seien und sie sie dafür nicht zerstören würden. Saul und sein Haus jedoch versuchten, die Gibeoniter zu vernichten und deshalb sagte der Herr, dass auf ihm und seiner Familie eine Blutschuld lastete. Gott sagte: „Das ist der Grund.“ Und so ging David zu den Gibeonitern und sagte: „Gott hat zu mir gesprochen. Die Hungersnot herrscht aufgrund dessen, was Saul und sein Haus getan haben. Was soll ich tun, damit die Dürre und die Hungersnot ein Ende haben?“ Und die Gibeoniter sagten: „Gib uns sieben von Sauls Söhnen.“ David kam ihrer Forderung nach und sie töteten sie und hängten ihre Leichen auf. Zwei dieser Jungen waren die Söhne von Rizpa, einer Nebenfrau von König Saul. Wir lesen weiter ab Vers 9. Der König nahm Sauls Söhne…

    2. Samuel 21:9-14
    „… und lieferte sie an die Gibeoniter aus. Diese richteten sie auf dem Berg vor dem Herrn hin. So starben alle sieben auf einmal. Es war in den ersten Tagen der Gerstenernte. Rizpa, die Tochter Ajas, breitete Sackleinen über einen Felsen und blieb dort sitzen bis der erste Regen fiel. Am Tag verscheuchte sie die Geier und in der Nacht hielt sie die wilden Tiere von den Leichen fern. Als David erfuhr, was Rizpa, die Nebenfrau Sauls, getan hatte, holte er sich von den Einwohnern von Jabesch in Gilead die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan. Die Männer von Jabesch in Gilead hatten damals ihre Leichen vom Marktplatz der Stadt Bet-Schean gestohlen, wo die Philister sie nach ihrem Sieg über Saul auf dem Gebirge Gilboa aufgehängt hatten. David holte die Gebeine von Saul und Jonatan sowie die Gebeine der hingerichteten Männer und ließ sie im Grab von Sauls Vater Kisch in der Stadt Zela im Gebiet von Benjamin bestatten. Nachdem alle Befehle des Königs ausgeführt worden waren, machte Gott der Hungersnot in Israel ein Ende.“

    Wir lesen hier, dass Rizpa auf einem Felsen neben den aufgehängten Leichen ihrer Söhne ein Sackleinen ausbreitete und von Beginn der Gerstenernte an, was im April oder Mai gewesen sein muss, gewissenhaft über sie wachte. Den Tag über verscheuchte sie die Geier, die sich über sie hermachen wollten und nachts vertrieb sie die wilden Tiere, die von dem Geruch der Leichen angelockt wurden. Und das tat sie, bis der erste Regen fiel. Das muss im Oktober gewesen sein. Rizpa bewachte die Leichen ihrer Söhne fast sechs Monate lang Tag und Nacht und schlief dort auf dem Felsen, bis der Regen kam und niemand mehr einen Anspruch auf sie erheben konnte. Sie weigerte sich, ihre geliebten Söhne zu verlassen, bis sie ein angemessenes Begräbnis bekommen hatten. Stellen Sie sich das vor. Die Sonne brannte auf sie nieder, die Leichen verwesten und wurden schwarz. Aber sie blieb! Nicht nur Tage oder Wochen, sondern Monate! Sie war ihren Söhnen treu ergeben. Mütter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen und mit aller Hingabe. Rizpa kann uns eine Lektion über Entschlossenheit lehren. Sie ließ sich nicht beirren. Es gab zweifellos Menschen, die sie nicht verstanden und deshalb kritisierten oder verspotteten und sie wurde müde, aber sie ließ sich nicht davon abbringen zu tun, was sie für richtig hielt. Ihre Söhne verdienten ein angemessenes Begräbnis und so blieb sie. Schließlich kam auch dem König zu Ohren, was sie tat. Und wissen Sie, wenn Sie Ihr Rennen für Christus zu Ende laufen wollen, wenn Sie tun wollen, worum auch immer Gott Sie bittet, dürfen Sie sich von nichts davon abbringen lassen, weder von Verwirrung oder Langeweile noch von Angriffen des Feindes, Verrat, Versuchungen oder Einsamkeit. Bleiben Sie standhaft, auch wenn Sie enttäuscht werden oder müde sind; ob Sie gesegnet oder gedemütigt werden, ob Sie verstanden werden oder nicht. Letztendlich wird es sich auszahlen. Wissen Sie, die Schnecke erreichte die Arche nur durch Entschlossenheit. Sie brauchen Mut, um zu tun, worum Gott Sie gebeten hat. Natürlich. Aber Mut allein reicht nicht aus. Sie brauchen Charakter, denn Mut ohne Charakter wird Schiffbruch erleiden. Aber auch Mut und Charakter allein sind nicht genug. Darüber hinaus brauchen Sie Entschlossenheit, denn Gott wirkt nur selten nach unserem Zeitplan.

    Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen? Sehen Sie, Gott arbeitet immer an einem größeren Bild, als uns klar ist. Wir sehen nur unseren kleinen Teil, aber Gott verwebt unsere Flicken zu einem großen Geflecht, das wir Schicksal nennen. Denken Sie nur an das Gebäude, in dem wir hier sind. Bis wir von der Katella Avenue hierher ziehen konnten, sind neun Jahre vergangen, in denen wir viel Zeit im Gericht verbrachten. Wir mussten zehn verschiedene Prozesse führen. Wir wurden tatsächlich von zwei Städten gleichzeitig verklagt. Das war wirklich hart! Aber wissen Sie, Gott arbeitete während dieser Zeit an etwas weit Größerem. Und wir als Gemeinde blieben einfach standhaft. Ich danke Gott für all die Menschen, die während dieser ganzen Zeit am Ball blieben und beteten, denn als wir den Prozess schließlich gewannen, wurde daraus ein Präzedenzfall gemacht, auf den sich jetzt Hunderte von Gemeinden im ganzen Land berufen können. Ich habe sogar gehört, dass unser Fall in verschiedenen juristischen Fakultäten als Studienfall verwendet wird. Aber damals dachten wir: „O Gott, wir haben einfach zu wenig Platz. Wir müssen ständig Leute wegschicken und halten jedes Wochenende schon sieben Gottesdienste ab. O Gott, ich will nicht sterben.“ Wir sahen also nur unsere Not, die uns sehr groß zu sein schien, aber Gott sagte: „Hey, das ist nur ein kleiner Teil des ganzen Bildes. Hier geht etwas viel Größeres vor sich.“ Aber davon wussten wir nichts. Wir wussten nicht, dass unser Fall zu einem Präzedenzfall werden würde, der heute Hunderten von Gemeinden den Weg ebnet. Wir bekommen unzählige Briefe von Gemeinden aus dem ganzen Land, in denen uns dies bestätigt wird. Gott arbeitete an etwas, das viel größer war als wir, aber wir wussten es nicht.
    Bleiben Sie standhaft, denn normalerweise sind viel größere Dinge im Gange als wir in Krisenzeiten sehen können. Gott arbeitet immer an etwas, das schön und gut und richtig ist. Deshalb bleiben Sie auf Kurs und halten Sie Ihr Feuer am Brennen. Das lehrt uns auch Rizpa. Ihr Name bedeutet eine lebendige Kohle, wie eine Kohle, die im Feuer brennt. Und sie ließ das Feuer nicht ausgehen, stimmts? Sie gab nicht auf.

    Es ist sehr wichtig, dass wir das innere Feuer am Brennen halten. Lassen Sie es nicht ausgehen, wenn Sie scheinbare Rückschläge oder Verzögerungen hinnehmen müssen.

    Als der spanische Entdecker Hernán Cortés 1517 Mexiko erreichte, war er so fest entschlossen, die Schätze dieses Landes zu erbeuten, dass er seine gesamte Flotte in Brand steckte. Es gab kein Zurück. Entschlossenheit. Wenn wir bei dem, was Gott von uns möchte, erfolgreich sein wollen, können wir von Rizpa lernen. Eine weitere Lektion von einer Mutter.

    Sehen wir uns noch einen letzten Punkt an. Der findet sich im Neuen Testament. 2. Timotheus, Kapitel 1, Vers 5. Timotheus war Paulus’ engster Freund. Er stand ihm stets treu zur Seite, sowohl in Schwierigkeiten als auch im Triumph. In Vers 5 seines Briefes an Timotheus schrieb Paulus:

    2. Timotheus 1:5
    „Ich weiß, dass du dem Herrn aufrichtig vertraust, denn du hast den Glauben deiner Mutter Eunike und deiner Großmutter Lois.“

    Alles begann mit seiner Großmutter. Sie hatte einen aufrichtigen Glauben an Gott und gab diesen an ihre Tochter weiter, die ihn wiederum an Timotheus weitergab. Timotheus bedeutet, jemand, der Gott fürchtet.

    2. Timotheus 3:14
    „Du aber sollst dich treu an das halten, was ich dich gelehrt habe und was du gelernt und im Glauben angenommen hast, denn du weißt, wer dich unterrichtet hat. Von Kindheit an bist du in der heiligen Schrift unterwiesen worden, und sie kann dich weise machen, die Rettung anzunehmen, die der Glaube an Christus Jesus schenkt!“

    Diese gottesfürchtigen Frauen lehrten Timotheus von Kindesbeinen an. Alles, was er war und erreichte, verdankte er seiner Mutter und seiner Großmutter. Unterschätzen Sie nie den Einfluss, den eine Mutter oder eine Großmutter haben kann. In Apostelgeschichte, Kapitel 16 lesen wir von Timotheus’ Vater. Er war kein Christ, deshalb hatte seine Mutter es sicher nicht leicht. Aber zwischen ihr und der Großmutter herrschte ein gutes Verhältnis. Und ich möchte Ihnen sagen, meine Damen: Nutzen Sie jede Gelegenheit, Ihre Kinder, Enkel und Urenkel, wenn Sie welche haben, zu lehren.
    Lesen Sie Ihnen die Geschichten aus der Bibel vor, solange sie noch klein sind. Unterschätzen Sie die Wirkung nicht, die es haben kann, wenn Sie sie kleine Lektionen über den Glauben an Gott lehren und ihnen Ihre Geschichte erzählen. Wenn Ihr Glaube aufrichtig ist, wird er Ihre Kinder beeinflussen. Möglicherweise lässt er in ihnen einen aufrichtigen Glauben entstehen, wie Lois, Eunike und Timotheus ihn hatten. Das Gegenteil von Aufrichtigkeit ist Heuchelei. Das bedeutet, dass wir uns in der Gemeinde anders verhalten als zu Hause. Die Kinder sehen das. Mama und Papa heben in der Gemeinde die Hände, aber zu Hause sind sie Terroristen. Ihr Verhalten sollte sich nicht verändern, ob Sie nun zu Hause sind, in der Gemeinde oder wo auch immer.

    Meine Frau und ich haben bei der Erziehung unserer Kinder viel falsch gemacht. Wäre es nicht großartig, wenn wir schon als Eltern die Erfahrung von Großeltern haben könnten? Ha! Ich meine, wir würden heute vieles anders machen. Aber wir wussten es nicht besser. Wir machten alles so gut wir es konnten. Aber eines haben wir richtig gemacht: Wir haben uns immer bemüht, unseren Kindern einen aufrichtigen Glauben vorzuleben. Sie können meine Kinder fragen. Sie könnten Ihnen alle meine Fehler aufzählen und alles, was ich falsch gemacht habe oder was ich hätte besser machen sollen. Und ich glaube, wir wären heute in manchen Dingen ein bisschen weniger streng. Aber wissen Sie was? Sie wussten, dass das, was Mama und Papa hatten, aufrichtig war.

    Und obwohl sein Vater kein Christ war, sah auch Timotheus, dass der Glaube seiner Mutter aufrichtig war. Und seine Mutter und seine Großmutter lehrten ihn von Kindheit an aus der Bibel. Er wurde der engste Vertraute von Paulus, sein bester Freund und ein treuer und einflussreicher Pastor, der buchstäblich die Welt erschütterte. Aber tatsächlich waren es Lois und Eunike, die die Welt durch ihren Sohn erschütterten. Samuel war in seiner Zeit eine mächtige Kraft für Gott! Aber tatsächlich war es Hanna, die durch ihren Sohn das Land beeinflusste und die Welt erschütterte. Sie lehrte ihn zu beten und säte die Saat von Charakter und Aufrichtigkeit in ihn hinein. Und als sie ihn losließ, wuchsen diese Samen in ihm heran.

    Mütter, hören Sie: Wir lieben Sie. Wir brauchen Sie. Wir glauben an Sie. Und wir danken Ihnen für die Dinge, die Sie in unser Leben aussäen. Ohne Sie wären wir nicht, wer wir sind. Wir brauchen unsere biologischen Mütter. Wirklich. Wir brauchen unsere biologischen Mütter, die uns lehren und leiten und wir brauchen auch geistliche Mütter… Mütter Israels, die aufstehen und ihre Rolle einnehmen und in den Gaben, die Gott ihnen gegeben hat, wirken.

    Bitte beugen Sie für einen Moment den Kopf und schließen Sie die Augen.

    Gott, wir wollen von so großartigen Frauen wie Debora und Hanna, Rizpa, Lois und Eunike lernen und wir wollen die Lektionen lernen, die die Frauen aus unserer Generation uns lehren können. Danke, dass Du sie gebrauchst und danke, dass Du uns die Weisheit schenkst, sie zu schätzen. Herr, ich bete für alle Menschen, die heute hier sind. Vielleicht wissen sie nicht, was es bedeutet, einen aufrichtigen Glauben, eine aufrichtige Beziehung mit Dir zu haben. Vater, ich bitte Dich jetzt zu tun, was nur Du tun kannst. Bitte lass Deinen Heiligen Geist jetzt alle, die heute hier sind, überzeugen und überführen; lass Ihn das Herz dieser Menschen berühren. Und während jetzt niemand umher sieht, möchte ich Sie einladen, ein einfaches Gebet mit mir zu sprechen. Vielleicht wissen Sie nicht, was es bedeutet, einen aufrichtigen Glauben an Gott zu haben; einen Glauben, der Sie in eine Beziehung mit Ihm hineinbringt. Die Bibel sagt, dass Jesus, der Sohn Gottes, am Kreuz starb, um unsere Sünden auszulöschen und dass wir durch Sein Opfer eine Beziehung mit Gott haben können. Wir brauchen keine Rituale oder Zeremonien zu vollziehen, damit wir gerecht vor Gott stehen. Es geht um eine Beziehung. Gott will, dass Sie eine Beziehung mit Ihm haben. Vielleicht haben Sie Jesus Christus Ihr Leben noch nie anvertraut. Die Bibel sagt, wenn Sie in Ihrem Herzen glauben, dass Gott Ihn von den Toten auferweckt hat und Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, bringt Gott Sie in eine Beziehung mit Ihm hinein, die man Erlösung nennt. Er macht Sie zum Teil Seiner Familie.

    Wenn Sie die Dinge abwägen und ausloten, lassen Sie mich einen Moment zu Ihnen sprechen, denn ich bin davon überzeugt, dass einige von Ihnen im tiefsten Inneren ihres Herzens wissen, dass das alles wahr ist. Sie wissen es bereits. Ich bin mir darüber im Klaren, dass unser Weg zu Christus eine Reise ist, auf der wir Fragen stellen und das Für und Wider abwägen, weil wir erkennen, dass das die größte Entscheidung ist, die ein Mensch je treffen kann. Aber ich glaube, dass heute Menschen hier sind, die in ihrem Herzen bereits wissen, dass das alles wahr ist. Bitte beten Sie das Gebet, das wir gleich sprechen werden, mit. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass Sie es nicht aufschieben, wenn Ihr Herz Ihnen sagt, dass das alles wahr ist, denn wenn wir eine Entscheidung, von der wir bereits wissen, dass sie richtig ist, aufschieben, passiert etwas sehr Interessantes. Dann beginnt unser Herz zu verhärten und es fällt uns immer leichter, diese Entscheidung aufzuschieben. Vielleicht wissen Sie in Ihrem tiefsten Inneren, dass Jesus der Sohn Gottes ist und dass Gott eine Beziehung mit Ihnen haben will. Heute ist der richtige Tag, um diese Entscheidung zu treffen. Ich möchte Sie einladen, ein einfaches Gebet mit mir zu sprechen. Gott wird Ihr aufrichtiges Gebet hören. Legen Sie doch die Hand auf Ihr Herz und sprechen Sie mir nach:

    Gott, ich komme jetzt zu Dir. Danke, dass Du Deinen Sohn Jesus gesandt hast. Danke, dass Er am Kreuz für meine Sünden gestorben ist und am dritten Tag von den Toten auferweckt wurde, damit ich mit Dir Frieden haben kann. Jesus, danke, dass Du meine Sünden getragen hast und an meiner Stelle gestorben bist. Ich vertraue Dir heute mein Leben an. Bitte sei mein Herr. Von diesem Moment an gehört mein Leben Dir. In Deinem Namen bete ich, amen.

    Ich hoffe, Sie haben sich diesem Gebet angeschlossen. Wenn Sie es von Herzen mitgebetet haben, hat Gott Sie gehört und Ihr Leben wird sich verändern. Jesus ist wirklich wunderbar. Er hat mich von Alkohol- und Drogensucht befreit. Und Er streckt sich nach Menschen aus, die hungrig nach Ihm sind und verändert sie. Wir würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören. Wenn Sie aus der Sendung etwas mitgenommen haben, schreiben Sie mir doch ein paar Zeilen. Bis nächste Woche. Gott segne Sie.

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