Er wird uns lehren

Teil 7 der Reihe „Der Heilige Geist“ von Juli 2011


Posted in Bayless Conley, Heiliger Geist and tagged , , , , , , , with 1 comment.

Comments

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 7

    24.07.2011

    Pastor Bayless Conley

    Hallo liebe Freunde, willkommen zu unserer heutigen Sendung. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, in unserer Gemeinde über den Heiligen Geist zu sprechen, über sein Wirken, seine Gaben, über das, was Er für uns tun möchte und was Er in uns und durch uns tun möchte. Wenn Sie es gehört haben, wissen Sie, dass es ein sehr umfangreiches Thema ist. Falls Sie jetzt erst zugeschaltet haben – wir vertiefen das Thema noch. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und setzen Sie sich bitte. Wir haben uns besonders damit beschäftigt, was Jesus über den Heiligen Geist sagt. Wenn Er kommt, erinnert Er uns unter anderem an alles, was Jesus uns lehrte. In der vorigen Sendung erzählte ich ein paar Beispiele, und am Anfang der heutigen Predigt erzähle ich, wie der Sohn eines jungen Mannes durch das Wirken des Heiligen Geistes bei einem tragischen Unfall bewahrt wurde. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

    Bevor wir unsere Gemeinde gründeten, war ich ein paar Jahre Copastor. Ich lehrte längere Zeit über die Gaben des Heiligen Geistes gemäß 1. Korinther 12,13 und 14. Wir verbrachten damit einige Wochen. Das Hauptthema eines Abends war – es ist mir selbst total ins Herz gefallen – dass die Gaben des Geistes nicht fließen, weil jemand besonders reif ist. Manche setzen das voraus: „Sie hat geweissagt, also ist sie reif. Sie ist eine geistliche Riesin.“ Oder: „Er hat ein Wort der Erkenntnis und der Heilige Geist wirkte.“ Vielleicht legte er jemandem die Hände auf und derjenige wurde geheilt. „Oooo, er ist ja so reif!“ Die Gaben des Geistes wirken nicht, weil Menschen reif sind oder weil jemand den Herrn schon lange kennt. Die Gaben des Geistes wirken, wenn wir Verlangen nach ihnen haben. Verlangen setzt sie frei. Lesen Sie das Kapitel durch, wo der Apostel Paulus unter der Inspiration des Heiligen Geistes über die Gaben des Geistes spricht. Immer wieder sagt er Dinge wie: „Strebet nach den besten Gaben. Brennt darauf, zu weissagen. Seid begierig nach den Gaben des Geistes. Strebt ernstlich danach.“ Dann spricht er nochmals über dieses Verlangen. Das sind die Begriffe, die er im Zusammenhang mit den Geistesgaben gebraucht. Verlangt danach, sucht sie, strebt ernstlich danach, seid begierig. Lasst nicht locker!

    Ich predigte, wie gesagt, darüber – und spüre gerade, dass ich das neu betonen muss – dass Gott aufgrund unseres Verlangens wirkt. Das, was wir haben spiegelt unser Verlangen wieder. Ich predigte also: Begehrt die Geistesgaben. Ich wiederholte das immer und immer wieder. Ich spürte ein Drängen, das zu tun. Ich sagte: „Wir müssen die Gaben begehren. Wir müssen die Gaben begehren.“ Ich wohnte eine Zeit lang im Haus des Hauptpastors Dann heirateten Janet und ich und zogen in eine eigene kleine Wohnung. Sie hatten einen kleinen Jungen und ein kleines Mädchen. Und etwa eine Woche nach diesem Abend waren sie bei Freunden zu Besuch und alle Jungen spielten oben in einem Zimmer. Ihr Sohn war damals vielleicht vier Jahre alt. Die älteren Jungen entschlossen sich, ein Fenster zu öffnen und über das Fensterbrett auf das Dach zu klettern. Die größeren Jungen taten das und kletterten über das Fensterbrett auf’s Dach. Die Eltern hatten keine Ahnung davon. Und der kleine Vierjährige folgte ihnen. Es war der Sohn meines Pastors. Er rutschte auf dem Fensterbrett aus und stürzte aus dem zweiten Stock hinab. Die Frau des Pastors war nach dem gemeinsamen Essen gerade dabei, abzuwaschen. Er fiel vor ihren Augen zu Boden. Sie schreit, alle rennen hinaus und er liegt reglos mit nach hinten verdrehten Armen auf dem Boden. Er ist bewusstlos. Mein Pastor Dan sagte: „Bayless, es war kein Lebenszeichen mehr zu spüren.“ Er sagte: „Ich hob meinen Sohn hoch, hielt ihn in meinen Armen und schrie: „Gott, hilf mir!“ Und er sagte: „Ich hörte deine Stimme: ‚Begehrt die Geistesgaben. Begehrt die Geistesgaben.‘“ Und er fing an zu rufen: „O Gott, ich begehre die Gaben des Geistes! Ich begehre die Gaben des Heiligen Geistes!“ Er streckte sich nach Gott aus. Und er sagte: „Etwas traf mich plötzlich am Kopf und floss durch meinen Körper bis hin zu den Füßen.“ Und er sagte: „Ich spürte, wie es wieder hochkam und durch meine Arme in meinen Sohn hineinfloss. Er kam plötzlich zu sich, schaute mich an und sagte: ‚Hallo Papa!‘, löste sich aus meinen Armen und rannte ins Haus.“ Er hörte vielleicht meine Stimme, aber es war das Wirken des wunderbaren Heiligen Geistes. Er erinnert uns an Dinge. Hören Sie: In der Gemeinde zu sein, in einer gesegneten Atmosphäre, in der Bibel zu lesen, Gemeinschaft zu haben und über die Dinge Gottes zu reden ist wichtig, weil der Heilige Geist diese Dinge gebraucht. Und in Krisen und wenn wir Antworten brauchen, erinnert Er uns an diese Dinge – wenn wir es nötig haben. Gott sei Dank in Ewigkeit!

    Gut, schauen wir uns nochmals kurz Johannes 14 an. Der dritte Aspekt aus Vers 26. Ich wiederhole:

    Johannes 14,26

    „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren.“

    Sagen Sie alle: „Er wird mich lehren.“ Der großartige Lehrer wohnt in uns. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie, nur weil Sie den Heiligen Geist haben, auf keinen anderen hören müssen. Denn er wird Sie durch andere lehren und Ihnen Dinge direkt offenbaren. Frage: Was wird Er lehren? Ich zitiere und Sie können sich diese Stelle aufschreiben. 1. Korinther 2,12. Hören Sie gut zu.

    1. Korinther 2,12

    „Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.“ Wir haben nicht den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott empfangen. Wozu? Damit wir die Dinge kennen. Sagen Sie alle: Damit ich die Dinge kenne. Damit ich die Dinge kenne, die mir von Gott geschenkt worden sind. Er wird über die Dinge lehren, die uns durch das Opfer Christi geschenkt worden sind. Wir haben ein gesegnetes Erbe. Zugegeben, der Löwenanteil dieses Erbes bezieht sich auf den Himmel, und doch gehört Ihnen auch hier unten ein gewaltiges Erbe. Es ist nicht gut, davon keine Ahnung zu haben. Hosea sagte: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“ Jesaja sagte: „Mein Volk kommt in Gefangenschaft, weil sie keine Erkenntnis haben

    “ Sicher kennen Sie diese altbekannte aber wahre Geschichte. Ich glaube, es war John Wesley, der eine Frau besuchte, die nicht mehr lange zu leben hatte, um ihr von Jesus zu erzählen. Sie war schon bettlägerig und wohnte in einer schlechten Gegend in einer heruntergekommenen Wohnung. Als er mit ihr sprach, sah er an der Wand ein eingerahmtes Dokument hängen. Er erkundigte sich nach dem Dokument und sie sagte: „Nun, das gehörte der Frau, der ich früher diente.“ Sie war jahrelang Magd einer sehr reichen Frau und diente ihr. Und sie sagte: „Als sie vor vielen Jahren starb, hinterließ sie mir nur dieses Dokument und ich hielt es in Ehren.“ Er sagte: „Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich es mir ausleihen und es begutachten lassen würde?“ Sie sagte: „In Ordnung, aber Sie müssen mir versprechen, es wiederzubringen.“ Wahre Geschichte! Er ging und ließ es begutachten. Es war ein Testament. Alle fragten sich, was mit dem Testament der Frau passiert war. Die Sache war die, dass die Magd nicht lesen konnte. Eine große Summe Geld und ein Haus fielen ihr laut der Erbschaft zu. Sie fand es nie heraus. Sie lebte all die Jahre in Armut und war jetzt so alt, dass sie nichts mehr davon hatte. Sie hätte aber ein sehr angenehmes Leben haben können. Aufgrund ihres Mangels an Erkenntnis konnte sie diese Dinge nicht genießen. Der Heilige Geist wird uns unter anderem zeigen, was uns von Gott geschenkt worden ist.

    Er vermittelt uns nicht nur Kopfwissen, sondern tiefe innere Gewissheit. Wer von Ihnen weiß, dass es einen Unterschied macht, ob man viel von der Bibel im Kopf oder im Herz hat. Erinnern sie sich – ich glaube es gibt sie noch, ich habe sie nur länger nicht benutzt – solche Zeitungsautomaten …, es muß sie noch geben … Man wirft eine Münze ein und nimmt sich dann die Zeitung heraus. Haben Sie jemals erlebt, daß die Münze nicht hineingefallen ist? Was macht man dann? Wie jeder gute Amerikaner prügelt man auf das Ding ein, oder? Bumm, bumm, bumm, man prügelt darauf ein. Ja wissen Sie, der Groschen muss fallen bevor das Wort seine Kraft entfalten wird. Das größte Problem in der Gemeinde, heute, ist unverdaute Lehre. Der Heilige Geist ist der, der uns dabei hilft die Theologie zu verdauen. Er gibt uns Licht im Hinblick auf das Wort.

    Ich sprach einmal mit einem Mann über göttliche Heilung. Er gehörte mit seiner Frau und der ganzen Familie zur Gemeinde. Das war vor vielen Jahren. Es war ihm neu und er fragte sich: „Kann ich das annehmen oder nicht?“ Ich sagte: „Forsche in der Bibel nach. Mach es wie die Beröer. Die Bibel sagt, die Beröer waren edler als die Thessalonicher, weil sie täglich in den Schriften forschten, ob es sich so verhielte.“ Ich sagte: „Durchforsche die Bibel zu dem Thema, dann wird Gott offenbaren, ob es wahr ist oder nicht.“ Er sagte: „Das mache ich, das mache ich.“ Ich hörte länger nichts mehr von ihm, bis er eines Tages in mein Büro kam. Das war zu einer Zeit, als es keine PCs gab. Es gab keine Handys. Damals gab es nichts von alldem. Es gab nur gigantische Computer. Er kommt zu mir ins Büro. Es klopft drei Mal und ich öffne die Tür. Er brachte einen riesigen Computer mit einem riesigen Stapel Papier darauf mit. Er kommt seitwärts herein, schiebt die Tür auf, stellt den Computer ab und hat stapelweise Papier dabei. Er sagt: „Ich habe jeden Vers aus der ganzen Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung ausgedruckt, der etwas mit Krankheit, Heilung oder Heilungsdienst zu tun hat.“ Er sagt: „Es ist wahr, es ist wahr, es steht so in der Bibel! Ich habe es in Gottes Wort entdeckt!“

    Er predigte 20 Minuten und ich musste jeden Vers in den Papierbergen nachlesen, die aneinander klebten und die jeden Vers enthielten, in dem die Worte krank oder Krankheit, geheilt, gequält oder alles, was dem nur ähnelte, vorkamen. Ich saß da und er hat diesen riesigen Bildschirm auf meinen Schreibtisch gestellt. Er hat Berge von Ausdrucken und ließ mich alles nachlesen, während er über Heilung predigte. Wissen Sie, was passierte? Er beschäftigte sich mit der Bibel und der Heilige Geist fing an, ihn zu lehren. Es kam von hier nach dort. Liebe Freunde, hier nützt es uns etwas!

    Manchen sind diese Gedanken nicht neu. Ich werde den Punkt nicht vertiefen, aber Veränderung ist ein Prozess, in dem der Heilige Geist wirkt. Alles klar? Ich weiß, dass viele diesen Prozess nicht mögen, aber Gott wirkt dadurch. Wir wollen alles sofort haben: „Gott, tu es einfach. Ich muss doch nicht etwa beten? Ich muss Dich doch nicht etwa suchen? Ich will mich nicht ändern und nur immer rufen: ‚Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe!‘“ Es ist ein Prozess. Er beginnt mit Information. Sie brauchen Informationen. Die finden Sie in Gottes Buch, okay? Information, Nachsinnen. Dabei fangen Sie an, das Wort in Ihrem Innern von allen Seiten zu beleuchten. Sie lesen es unter Gebet. Sie denken darüber nach. Sie lesen es laut. Sie lesen es immer und immer wieder. Information, Nachsinnen und dann nimmt der Heilige Geist die Dinge, über die wir nachsinnen und gibt uns Offenbarung. Und Offenbarung veranlasst mich zur Tat? Dann folgt die sichtbare Veränderung. Viele Christen wollen direkt von der Information zur Veränderung gelangen: „Ich habe einfach keine Zeit, um lange nachzusinnen und dergleichen. Gott, hilf mir einfach!“ Manchmal hilft uns Gott, weil Er einfach gut ist. Er ist so gut! Aber Er möchte, dass wir erwachsen werden und verstehen, wozu der Prozess gut ist. Im Normalfall wirkt Gott innerhalb dieses Prozesses. Und eine wichtige Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, uns zu lehren. Aber Er bringt uns nicht nur Kopfwissen bei, Er lehrt uns im tiefsten Innern. Wir nehmen die Information auf und während wir darüber nachsinnen und es uns innerlich vor Augen führen, gibt uns der Heilige Geist Offenbarung. Daraus ergibt sich ein neues Verhalten. Dieses veränderte Verhalten setzt Veränderungen frei. Gott bewirkt das in unserem Leben. Obwohl der Heilige Geist in alledem wirkt, haben auch wir Anteil daran. Liebt Ihr mich immer noch? Selbst diejenigen, die das Wort „Prozess“ … liebt Ihr mich noch? Das war nicht sehr überschwänglich, aber das ist kein Problem.

    Gut, kommen wir noch schnell zu ein paar weiteren Gedanken im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist als unserem Lehrer. 1. Johannes, schauen wir uns das Kapitel 2 an. Vielleicht kommen wir zum Johannesevangelium zurück, wenn die Zeit es zulässt. 1. Johannes, Kapitel 2. Noch ein paar Dinge, die sich daraus ergeben, dass der Heilige Geist uns lehrt. Zunächst zeigt Er uns die Dinge, die uns gehören. In diesem Buch wird das, was uns gehört, geoffenbart. Aber es muss von unserem Kopf in unser Herz kommen. Genau das bewirkt der Heilige Geist.

    1. Johannes 2,18-19

    „Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist. Von uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber sie blieben nicht, damit sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind.“

    Hören Sie sich Vers 19 aus der Living Bible an. Es ist ganz einfach. „Die Leute, die jetzt gegen Christus sind, gehörten früher zu unseren Gemeinden, aber wirklich dazugehört haben sie nie, sonst wären sie geblieben.“

    1. Johannes 2,20

    „Doch ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles.“

    1. Johannes 2,27

    „Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt (wo?) in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge; und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in ihm bleiben.“ Der Heilige Geist betont, wenn von der Salbung, die wir haben, die Rede ist, Sein eigenes Wirken. Es geht darum, dass der Heilige Geist uns lehrt. In diesem Zusammenhang lehrt uns der Heilige Geist im Hinblick auf die Menschen, die gegen Christus sind, die Antichristen – Menschen, mit einem falschen Geist. Der Heilige Geist warnt uns. Sie tragen kein Schild mit der Aufschrift: „Hallo, ich bin ein falscher Prophet. Wer auf mich hört, dessen Leben endet im Chaos.“ Oder:„Hallo, ich manipuliere Menschen und habe böse Motive. Wenn ich Ihre Sympathie gewinne, mache ich Sie fertig und nehme Sie aus, wie eine Weihnachtsgans.“

    Nein, sie sind Wölfe im Schafspelz, sagte Jesus. Sie riechen wie Schafe. Sie sehen aus wie Schafe. Sie blöken wie Schafe. Sie sind mit anderen Schafen zusammen, sind aber Wölfe in Schafspelzen. Und Gott warnt uns unter anderem durch die Salbung des Heiligen Geistes in unserem Innern.

    Ich las einmal, was ein Mann mit einem Neubekehrten erlebte. Es geschah hier in L. A. Er ging mit dem Neubekehrten eine Straße entlang und jemand stand an der Straßenecke und predigte, eigentlich ganz prima. Aber der Mann stammte aus einer Sekte. Er war kein Christ. Er gehörte zu keiner christlichen Organisation. Diese Sekte verwendete einige Bibelstellen, war aber alles andere als biblisch. Er predigte und sie standen ein paar Minuten dort und hörten zu. Der Mann war ein Mentor des Neubekehrten und machte sich etwas Sorgen, weil der Mann ihn offenbar faszinierte. Er konnte sehr gut reden und die Predigt war sehr überzeugend. Nachdem sie etwa fünf Minuten zugehört hatten, gingen sie weiter. Als sie weitergingen, fragte er ihn – so stand es in dem Artikel, den ich las: „Was hältst Du von dem Mann?“ Er sagte: „Nun, er kann gut predigen, aber während er redete, sagte etwas in meinem Innern: ‚Lügner, Lügner‘“ Was war das in seinem Innern? Das war der Heilige Geist. Diese Salbung wohnt in jedem von uns. Das ist ein Aspekt Seines Dienstes, um uns zu schützen, damit wir nicht vom Weg abkommen. Es ist nicht die Gabe des Misstrauens. Man muss nicht einmal errettet sein, um diese Gabe zu haben. Ich lasse das mal kurz auf Sie wirken. Wir sollen wirklich nicht misstrauisch werden. Darum geht es absolut nicht. Aber manchmal kommen Sie mit Menschen zusammen und denken: „Keine Ahnung, was los ist, aber mein Geist ist unruhig. Immer, wenn ich denjenigen treffe, empfinde ich etwas Negatives.“ Sie müssen lernen, darauf zu achten.

    Vor Jahren kamen Leute zu mir und baten mich, Gemeindegelder in ein bestimmtes Projekt zu investieren. Sie nannten all die anderen, die schon dabei waren, von denen einige Millionen an Spendengeldern investiert hatten. Einige von ihnen kannte ich persönlich, die anderen nur dem Namen nach. Ein Freund von mir hatte viel Geld aus seiner Gemeinde hineingesteckt. Es war ein typischer Fall. Erstens klang es zu gut, um wahr zu sein. Wenn es wirklich zu gut ist, um wahr zu sein, wie sie behaupten, ist wahrscheinlich etwas faul. Während Sie mit mir redeten, wurde ich unruhig. Etwas ging mir innerlich gegen den Strich. Der Mann, der mit mir sprach, war ein Freund von mir, und er sagte: „Bayless, hör zu, das ist alles okay. Ich war in ihrer Firma und habe sie persönlich kennen gelernt. Das ist von Gott. Das ist genau das, was Gott jetzt tut. Und dieser und jener, könnten die sich alle irren?“ Ich dachte mir – vom natürlichen Standpunkt aus betrachtet denkt man: „Ja, das wäre super. Man investiert eine bestimmte Summe und macht innerhalb von 30 Tagen 50 Prozent Gewinn. Es hilft der Gemeinde und die kann es gerade gut brauchen.“ Diese menschlichen Gedanken wollen sich einem aufdrängen, aber ich kam nicht über mein inneres Unbehagen hinweg. Ich sagte: „Wisst ihr, Gott möge jeden segnen, der damit zu tun hat.“ Ich sagte: „Nein, ich habe absolut kein Interesse daran.“ Er war sehr sehr enttäuscht und bearbeitete mich weiter. Ich sagte: „Ich möchte darüber nicht mehr reden. Ich bin nicht interessiert.“ Er schickte sogar noch einen Geschäftsmann zu mir, um mit mir zu reden. Ich sagte: „Nein, Gott segne Sie, aber ohne mich.“ Es stellte sich heraus, dass es ein sehr ausgefeiltes Schneeballsystem war. Die Drahtzieher zogen 68 Millionen Dollar aus Gemeinden und Kirchen im ganzen Land ab und landeten dafür natürlich im Gefängnis.

    Aber das ist nur eine Sache, die der Heilige Geist tut. Er hilft uns. Wissen Sie, Sie haben denselben Heiligen Geist wie ich und ich wünschte, ich könnte hier stehen und bezeugen, immer das Richtige getan zu haben. Das ist leider nicht der Fall. Ich möchte nicht, dass Sie meinen, dass wir nur vor negativen Dingen gewarnt werden, denn Er macht sich auch in uns bemerkbar, damit wir mit den richtigen Leuten zusammenkommen. Sind Sie jemals Menschen begegnet und haben sich gedacht: „Ich mag Dich! Ich kenne Dich zwar nicht, aber ich mag Dich.“ Manchmal treffen Sie Leute und sagen: „Keine Ahnung, was es ist, aber Gott ist in besonderer Weise mit dieser Person und ich spüre ein inniges Verlangen, wenn möglich Kontakt zu demjenigen zu haben.“ Vor Jahren war ich in Indiana. Ich war dort in einer Versammlung. Und ich war allein in dem Hotelzimmer, in dem ich untergebracht war. Ich ging hinunter und fand in der Nähe ein Restaurant. Ich saß in dem Restaurant, schaute mich dort um und sah einen Mann und eine Frau – ich nahm an, dass es ein Ehepaar war – die mir im Restaurant gegenüber saßen und etwas aßen. Und als ich sie sah, dachte ich: ‚Wow, ich mag diese Leute!‘ Ich empfand darin Gottes Führung. Ich tue so etwas normalerweise wirklich nicht – mir war nicht ganz wohl dabei. Aber ich stand auf, ging auf die andere Seite und setzte mich auf eine Bank neben den Mann. Ich sagte: „Vielleicht finden Sie das jetzt etwas seltsam.“ Ich sagte: „Ich heiße Bayless“ und ich gab ihnen die Hand. Ich sagte: „Ich saß gegenüber im Restaurant und hatte einfach den Wunsch, Sie kennen zu lernen.“ Und sie sagten: „Ich heiße John und das ist meine Frau Helen.“ Und ich sagte: „Ich besuche hier ein paar Versammlungen.“ Und sie sagten: „Wir sind Pastoren aus Kanada.“ Ich sagte: „Wirklich?“ John und Helen Burns gehören jetzt zu unseren besten Freunden! Manche Dinge, die sie über Kindererziehung lehren, waren für mich besonders hilfreich für die Erziehung unserer Kinder. Das war einfach von Gott. Es liegt etwa 24 Jahre zurück. Es ist sehr lange her und wir sind bis heute befreundet. Sie haben eine großartige Gemeinde in British Columbia und ich denke, der Heilige Geist möchte uns mit Menschen zusammenbringen. Er möchte uns warnen, uns aber auch mit den richtigen Leuten zusammenbringen. Kann jemand dazu Amen sagen?

    Ich möchte mit Folgendem schließen. Diese Salbung oder dieses Zeugnis des Heiligen Geistes gibt uns nicht nur Aufschluss über andere, sondern auch über uns selbst. Wir erkennen dadurch auch Dinge in unserem eigenen Leben. Wir sind im 1. Johannes. Schauen wir uns in Kapitel 3 Vers 24 an. Ich bin fast fertig.

    1. Johannes 3,24

    „Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Ihm und Er in ihm; und daran erkennen wir (Sagen Sie alle: wir erkennen), dass Er in uns bleibt: an dem Geist, den Er uns gegeben hat.“

    Wir raten oder hoffen es nicht. Wir erkennen es an dem Geist, den Er uns gegeben hat.

    Schauen Sie sich 1. Johannes 4,13 an.

    1. Johannes 4,13

    „Hieran erkennen wir (Sagen Sie alle: wir erkennen), dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.“

    1. Johannes 5,6

    „Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut: Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der dies bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit.“

    1. Johannes 5,10

    „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich.“

    Römer 8,16, hören Sie einfach zu:

    „Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“

    Meine Errettung hat nichts von einem Ratespiel. Wir sind uns sicher, weil der Heilige Geist in uns wirkt. Warum sollten Sie einem Retter folgen, den Sie nie gesehen haben? Warum wären Sie bereit, für den Glauben an den Gott, dem Sie dienen, ohne ihn je gesehen zu haben, zu sterben? Woher nehmen Sie die Gewissheit? Woher wissen Sie, dass das, was Sie zu wissen meinen, wahr ist? Durch den Heiligen Geist und Sein Wirken in Ihrem Innern. Woher wissen Sie, dass der Himmel real ist? Woher wissen Sie, dass es die Hölle wirklich gibt? Woher wissen Sie etwas über die Ewigkeit? Woher wissen Sie, dass Sie, wenn Sie sterben, nicht einfach tot sind, wie ein Baum, und das nicht alles vorbei ist? Woher? Nun, jeder, der an Jesus glaubt, hat dieselbe Antwort. Weil ich weiß, dass Er real ist. Ich weiß es einfach. Ich habe Ihn erlebt. Wenn Sie es nicht erlebt haben, ist es schwer zu beschreiben. Wenn Sie es erlebt haben, haben Sie einfach eine Gewissheit. Und falls Sie es nicht wissen, mein Freund, sollten Sie für Gewissheit sorgen. Ich denke, wenn der Gott des Universums in Ihnen lebt, werden Sie Gewissheit haben, da Er die Möbel massiv umräumt, wenn Er einzieht. Wir haben Gewissheit. Wir haben eine absolut unerschütterliche Gewissheit.

    Ich hatte einen Freund, mit dem ich früher gemeinsam Drogen nahm. Ich war schlimm, er war noch schlimmer. Wir nahmen LSD – wir schluckten es – und er tropfte sich eine bestimmte Säure in die Augen, um schneller high zu werden. Ich hatte Angst, das zu tun, er nicht. Wenn ich voll drauf war, war er noch härter drauf. Ich wurde errettet und wir sahen uns lange nicht mehr. Dann traf ich ihn und erzählte Ihm von Christus. Und er machte sich über mich lustig und wollte nichts davon wissen. Aber ich erzählte ihm von Jesus und sagte, was ich erlebt hatte und erzählte ihm das Evangelium. Er war nicht einmal höflich zu mir. Er grinste und sein ganzer Gesichtsausdruck sagte mir: „Bayless, Du bist ein Idiot.“ Ich machte mir nichts daraus. Etwa sechs Monate später rief er mich an. Er war am Telefon und sagte: „Er ist real! Er ist real! Er ist real!“ Er erlebte irgendeine Krise, nahm sich die Kinderbibel von einem seiner Kinder, fing an, darin zu lesen, betete und bat Jesus, in sein Leben zu kommen. Er kam mich besuchen. Wir saßen zusammen vor unserem Haus und er sagte: „Ich kann es gar nicht fassen, Er ist real! Als ich das Gebet sprach, das in der kleinen Bibel stand, habe ich Ihn erlebt!“ Er sagte mir das immer wieder. „Ich weiß, dass er real ist, das wollte ich Dir neulich klarmachen!“ Er ist real!

    Wer bewirkt das? Der Heilige Geist. Ich wurde in einer kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, errettet. Wissen Sie, er ist real! Ich weinte unaufhörlich. Ich schluchzte heftig, weil ich plötzlich erkannte, dass er real ist. Der Heilige Geist erwischte mich wie ein riesiger LKW! Ich weiß, es ist nicht bei allen so krass, aber Freunde, eins tut er ganz bestimmt, Er verschafft Ihnen absolute Klarheit. Wir erkennen, dass Er in uns bleibt. Wir erkennen, dass wir in Ihm bleiben. Es ist kein Raten und kein Hoffen. Ich weiß, dass der Himmel auf mich wartet. Ich weiß, dass es die Hölle gibt. Ich weiß, dass die Bibel Gottes Wort ist. Ich weiß, dass Jesus Gottes Sohn ist. Ich weiß es und daran besteht für mich in meinem Innern nicht der geringste Zweifel durch den Heiligen Geist. Gott sei Dank für Ihn!

    Schauen Sie sich zum Schluss noch einen Vers an. Johannes 15. Schlagen wir das gemeinsam auf.

    Johannes 15,26.

    Johannes 16,26-27

    „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben; und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.“

    Gut, der Heilige Geist bezeugt Dinge und auch wir sollen Dinge bezeugen. Wir müssen unter anderem deswegen mit Menschen über Jesus reden, weil der Heilige Geist das bestätigt. Der Heilige Geist bezeugt das. Wir müssen Menschen auf Jesus ansprechen.

    Ich hoffe, die heutige Sendung hat Ihnen geholfen. Ich weiß (von Gott), dass einer meiner Zuschauer zwar den Herrn liebt, aber innerlich ausgedörrt ist. Sie lieben den Herrn, sind aber müde geworden. Sie lieben den Herrn, aber etwas in Ihrem Innern sagt Ihnen: „Es muss mehr geben.“ Wissen Sie was? Sie müssen vom Heiligen Geist erfüllt werden, und Jesus ist derjenige, der uns im Heiligen Geist tauft. Er wird Sie in diese Erfahrung hineinführen, dass Sie erfüllt werden und überfließen, wenn Sie Ihn nur suchen. Jesus sagte im siebten Kapitel des Johannes – Evangeliums: „Wer Durst hat, der komme zu mir.Und: „Aus eurem Innern werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

    Die Bibel sagt, dass Er das über den Geist sagte, den die empfangen sollten, die an Ihn glauben. Bitten Sie den Herrn, Sie im Heiligen Geist zu taufen und Sie bis zum Überfließen zu erfüllen. Er wird nicht lange zögern, liebe Freunde! Jesus reagiert immer auf unser ehrliches Verlangen. Schalten Sie wieder ein.

    Bis dahin.

Schreibe einen Kommentar