Der Heilige Geist möchte uns beeinflussen

Teil 6 und 7 der Reihe „Der Heilige  Geist“ von Juli 2011

Der Heilige Geist möchte uns beeinflussen, mit uns kommunizieren, uns führen und leiten. Wir werden uns mit einigen Dingen beschäftigen, die Er in unserm Innern tut


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Comments

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 6

    17.07.2011

    Pastor Bayless Conley

    Hallo und herzlich willkommen, unser Thema ist immer noch der Heilige Geist. Diese Serie war bisher sehr gut. Heute werden wir uns mit Seinem Wirken in unserm Innern beschäftigen, mit manchen Segnungen und mit Dingen, die Er in uns und durch uns tun möchte. Wissen Sie, Er wohnt nicht nur in uns, um uns sozusagen als stiller Beobachter zu begleiten. Der Heilige Geist möchte uns beeinflussen, mit uns kommunizieren, uns führen und leiten. Wir werden uns mit einigen Dingen beschäftigen, die Er in unserm Innern tut. Wenn Sie keine Bibel besitzen, hören Sie einfach zu. Wenn doch, nehmen Sie sie zur Hand und holen Sie sich einen Stift zum Unterstreichen und um vielleicht Notizen zu machen. Ich denke, in der heutigen Predigt werden Sie ein paar Dinge hören, die für Ihr Leben mit dem Herrn hilfreich sein werden. Lernen wir etwas über den Heiligen Geist.

    Gut, Johannes Kapitel 14 – schlagen Sie das bitte auf. Johannes, Kapitel 14.

    Dies ist der dritte Teil unseres Bibelstudiums über den Heiligen Geist. Johannes, Kapitel 14, wir schauen uns Vers 16 an. Hier fangen wir an.

    Johannes 14,16-17

    „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird – wo sein? – in euch.“

    Als Jesus den Jüngern das sagte, begriffen sie, dass alles weitere, was Er über den Heiligen Geist und sein zukünftiges Wirken sagte, überwiegend von innen heraus geschehen würde. Er bleibt bei euch, wird aber in euch sein. Von da an spricht Jesus oft mit ihnen über den Heiligen Geist und über den Dienst des Heiligen Geistes. Er würde ihnen von innen heraus dienen, und anderen Menschen durch sie, auf der Grundlage dessen, was Er in ihnen tun würde. Schauen wir uns näher an, wie der Heilige Geist im Leben von uns Gläubigen wirkt. Schauen Sie sich Vers 26 desselben Kapitels an.

    Johannes 14,26-27

    „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam.“

    Er redet in diesen Versen über drei Dinge, die der Heilige Geist tut. Wir schauen sie in umgekehrter Reihenfolge an. Ich möchte es jeweils kurz erläutern. Zunächst einmal gibt Er uns Frieden. Jesus spricht in Vers 26 davon, dass der Heilige Geist kommen wird. Er wird kommen, und dann sagt Er: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Diesen Frieden gibt uns Jesus dadurch, dass der Heilige Geist kommt. Das hängt direkt mit seiner Aussage davor zusammen. Der Apostel Paulus sagte in Römer 14,17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Das Reich Gottes besteht in Gerechtigkeit, Freude und Frieden im Heiligen Geist. Es ist sein Friede. Er sagte: „Meinen Frieden gebe ich euch.“ Das ist nicht der Friede, den die Welt hat, der instabil und flüchtig, heute vorhanden und morgen zerbrochen ist. Die Umstände sind gut, die Sonne scheint, man bekommt eine Prämie ausgezahlt oder es passieren andere gute Dinge, alles ist im grünen Bereich und Frieden breitet sich aus. Aber wenn sich ein Sturm zusammenbraut, Blitze zucken und es regnet, ist der Friede plötzlich dahin. Das ist nicht der Friede, den Jesus gibt. Der Friede, der vom Heiligen Geist kommt, ist in jeder Hinsicht übernatürlich. Er ist nicht von Umständen abhängig. Er ist unabhängig davon, ob Menschen einen gut oder schlecht behandeln. Ist irgendjemand hier schon einmal schlecht behandelt worden? Sicher!

    Wissen Sie, ich erinnere mich – und ich denke, Gottes Friede offenbart sich bei uns auf verschiedene Art und Weise, ich erinnere mich an zwei Erlebnisse, die ich hatte, kurz nachdem ich gläubig wurde. Ich war ein ganz junger Christ, als ich diese sehr außergewöhnlichen und besonderes starken Erfahrungen machte. Kurz davor war ich noch an Drogen und Alkohol gebunden und war mit verrückten Leuten zusammen gewesen und bin das erste Mal Christen begegnet. Ich hatte keine Ahnung, dass es hyper-religiöse böse Christen gibt. Die gibt es! Ich dachte, alle seinen nur wunderbar! Es gab da einen Mann, der hyper-religiös war. Er kannte die Bibel, setzte sie aber als Waffe gegen Menschen ein, die er nicht mochte oder die seine Ansichten nicht teilten. Er schlug damit auf jeden ein. Er wurde bereits aus etlichen Gemeinden der Stadt ausgeschlossen. Später war ich in einer Versammlung, die seinetwegen unterbrochen werden musste. Er wurde raus gebeten, weil er die Versammlung störte. Ich war gerade erst zum Glauben gekommen, all das war mir absolut neu. Ich war völlig ahnungslos, unerfahren im Glauben und dachte nur: „Ist das alles stark! Diese Leute singen zu Jesus!“ Ich bin im Gottesdienst und der Mann nimmt mich auf’s Korn und kommt zu mir. Ich hatte ihn erst einmal nur gesehen. Es war total seltsam aber absolut wunderbar. Ich stand hier und er war drei Schritt entfernt. Ich war wie unter einer Käseglocke. Plötzlich war ich total von Gottes Gegenwart eingehüllt und dachte nur: „Wow, was ist das? Was für ein Frieden!“ Dann kam er und legte los! Er schrie mich ungefähr fünf Minuten lang an. Ich stand nur da und lächelte, nach dem Motto: „Ich verstehe kein Wort. Das ist eine starke Erfahrung!“ Dieser erstaunliche Friede ist unbeschreiblich. Dann dachte er, er sei mit mir fertig, und ging weg. Die Gegenwart Gottes hob sich. Ich weiß noch, dass ich dachte: „Das war seltsam aber absolut klasse!“

    Ich erlebte das als junger Christ noch einmal. Jemand, dem ich vorher von Jesus erzählt hatte, kam auf mich zu, als ich gerade in meinem kleinen 63er VW-Bus saß. Ich kurbelte die Scheibe herunter und erlebte wieder diese Käseglocke. Es war wie eine Decke des Friedens und der Gegenwart Gottes. Er schrie mich an. Ich konnte sehen, wie die Adern an seinem Hals hervortraten. Er schrie mich längere Zeit an. Ich lächelte nur. Das provozierte ihn noch mehr. Irgendwann drehte er sich um und ging weg. Es war eine Manifestation des Friedens Gottes. Ich erinnere mich genau daran.

    Das erlebte ich nur in diesen Situationen, aber ich habe den Frieden Gottes in tausend Variationen erlebt – manchmal mitten in Drucksituationen, manchmal war ich ganz allein im Gebet und plötzlich umgab mich Gottes Gegenwart und ein stark spürbarer Friede. Man möchte nur weinen und sagen: „Gott, Du bist gut. Du bist gut. Du bist so gut!“

    Ich erinnere mich an den Kauf des Grundstücks in der Sausalito Street, wo wir damals bauen wollten. Es war ein riesiges Projekt für uns und wir wollten damals einen Kredit von zwei Millionen Dollar aufnehmen, was für mich eine unermessliche Summe war. ch erinnere mich daran, wie ich zu unserer damaligen Bank ging, mit der stellvertretenden Leiterin sprach, die ich kennen gelernt hatte, und sagte: „Wir würden gerne als Gemeinde einen Kredit aufnehmen.“ Sie sagte: „Wie viel brauchen Sie denn? Das ist kein Problem, Bayless, ihr seid gute Kunden.“ Ich sagte: „Zwei Millionen Dollar.“ Sie wurde kreidebleich und fing an zu stottern, als ich ihr das sagte. Schließlich liehen sie uns die benötigte Summe und wir zahlten sie enorm schnell zurück. Aber ich weiß noch, was ich an dem Abend vor der Unterzeichnung der Dokumente dachte. Ich sagte: „Gott, ich habe wirklich Angst. Wenn das danebengeht – bist Du fein raus – aber meine Adresse haben sie.“ Mir graute einfach davor, die Dokumente zu unterzeichnen. Aber es stand fest, dass ich es am kommenden Morgen tun musste, sonst würde der Deal platzen. Ich betete längere Zeit darüber und war dennoch voller Sorge. Ich schlief ein und wachte am nächsten Morgen auf uns verspürte tief in mir den Frieden Gottes. Es war das Erste, was ich beim Erwachen empfand. Ich sah darin ein Zeichen, dass Gott sagte: „Macht das!“

    Wissen Sie warum? Kolosser 3,15 sagt gemäß der Amplified Bible: „Der Friede Christi wirke in euren Herzen als ein Schiedsrichter, der all eure Fragen beurteilt und abschließend klärt.“ Ein Schiedsrichter sagt: „Der Ball ist im Aus; der ist ok; das ist ein Tor; Abseits; spielt weiter; nein, Du musst vom Platz; hier darfst du nicht stehen,“ und der Schiedsrichter hatte eingegriffen. Ich habe die wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben aufgrund dieses Friedens, der vom Heiligen Geist kommt, getroffen. Ich denke wirklich, dass ich solche Situationen nicht deswegen immer wieder erlebt habe, weil ich besonders geistlich bin, sondern weil viele für mich beten; aufgrund der Gebete der Gläubigen.

    Aber Jesus sagte: „Frieden wird auf euch kommen und das ist das Wirken des Heiligen Geistes.“ Wenn wir Philipper 4,6 gehorchen, dort steht: „Sorget euch um …“ Ausgenommen große Sachen, über die darf man sich Sorgen machen! Nein, dort steht: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ Wer kennt diesen Bibelvers? Wer wird momentan durch bestimmte Dinge in seinem Leben versucht, sich Sorgen zu machen? Kommt schon, ich hebe beide Hände. Wenn ich beide Füße heben und hier noch stehen könnte, würde ich es tun. Da gibt es Dinge. Wissen Sie, das ist nicht einmal eine Verheißung, dass Gott unser Gebet erhören wird. Wir wissen, dass Er das tut, weil es woanders versprochen wird. Aber dort steht: „Sorgt euch um nichts, lasst eure Anliegen vor Gott kommen, in Gebet und Flehen mit Danksagung.“ Der nächste Vers sagt Folgendes. Wenn Sie das tun, wird der Heilige Geist dies tun: „Und der Friede Gottes …“ – der übernatürliche Friede Gottes, von dem Jesus sprach – „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ Wenn Sie mit Gott über die Dinge sprechen, wird Er Ihnen Frieden geben. Wenn Sie sich an Vers 6 halten, hält Er sich an Vers 7.

    Und manche, das weiß ich einfach – das ist kein Wort der Erkenntnis, es ergibt sich aus der Anzahl der Anwesenden – manche von Ihnen erleben gerade eine Zerreißprobe. Die Probleme wirken sich körperlich auf Sie aus, auf Ihren Appetit, auf Ihren Schlaf, auf Ihre Leistungsfähigkeit, sie nehmen Ihnen Ihre Lebensfreude. Diese Dinge nehmen Ihnen die Lebensqualität, die Gott Ihnen geben möchte. Vielleicht haben sie auch Einfluss auf das Zusammenleben mit Ihrem Mann, Ihrer Frau oder sogar mit Ihren Kindern. Wissen Sie, Sie müssen mit Jesus darüber sprechen. Gott wird Ihnen Frieden geben. Jesus sagte: „Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Wenn ich gehe, wird der Heilige Geist kommen. Er wird euch lehren und bestimmte Dinge tun. Ich gebe euch Frieden – nicht den instabilen, flüchtigen Frieden der Welt, sondern ich gebe euch meinen Frieden.“ Reden Sie gemäß Philipper 4,6 mit Gott. Danken Sie Ihm im Gebet und der Friede Gottes wird Ihr Herz und Ihr Denken bewahren.

    Nehmen wir uns etwas Zeit. Das, was Euch gerade bewegt, vertraut es Gott an, liebe Geschwister.

    Vater im Himmel, wir kommen in Jesu Namen. Wir haben ganz persönliche Anliegen, Gott. Wir leben in einer gefallenen Welt. Es gibt einen Abtrünnigen, den Teufel, und er ist unser Feind und geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Gott, manch einer von uns hat Fehler gemacht. Wir haben Dinge verbockt und bestimmte Dinge belasten uns. Vater, wir wissen, dass Du größer bist als all das. Du bist größer als unsere finanziellen Probleme. Du bist größer als unsere Eheprobleme. Du bist größer als alle Anliegen, die unsere Kinder betreffen. Du bist größer als alle Krankheit, Dir können wir alles anvertrauen. Gott, wir bekennen, dass uns unsere Probleme zu groß sind. Es übersteigt unsere Möglichkeiten, aber wir schauen auf Dich, Gott. Du bist allem gewachsen! Wie der Psalmist sagt: „Unsere Seele wartet nur auf Gott. Nur von Ihm kommt meine Rettung. Von Ihm kommt meine Befreiung.“ Herr, wir schauen jetzt auf Dich und bitten Dich, in unser Leben einzugreifen. Und Vater, während wir uns ganz und gar auf Dich ausrichten – und ich weiß, dass jetzt konkrete Anliegen vor Dich kommen – Herr, wollen wir Dir auch danken. Wir danken Dir von Herzen. Danke, dass Du dieses Gebet erhörst. Danke, dass Du Dich um uns kümmerst. Danke, dass Erhörungen folgen werden, Vater im Himmel. Wir legen jetzt alles in Deine Hände. Alles, was uns innerlich bedrückt, geben wir Dir, o Gott. Wir geben es Dir ganz und gar und geben Dir jeden Stress und jede Sorge. Es soll uns nicht mehr beschäftigen. Gott, vielen Dank jetzt für Deinen Frieden, der durch den Heiligen Geist kommt. Herr, wir wissen vielleicht nicht, wie die Lösungen aussehen, aber wir legen die Dinge in Deine Hände, damit Du sie lösen kannst, in dem mächtigen Namen Jesu. Amen.

    Nach dem Gottesdienst kam einmal eine Frau zu mir. Wir hatten als Gemeinde gebetet. Wir sind aufgestanden, haben gemäß Philipper 4,6 gebetet und haben, soweit ich weiß, das Ablegen unserer Sorgen auch physisch zum Ausdruck gebracht. Sie kam dann ein oder zwei Wochen später zu mir. Ich wusste etwas über ihre Situation. Ihr Ehemann war im Ausland im Einsatz und verteidigte unsere Freiheit in einem sehr gefährlichen Umfeld. Falls Angehörige des Militärs oder Veteranen unter uns sind, sollen Sie wissen, dass wir Sie lieben und dass wir Ihren Einsatz schätzen. Gott sei Dank für Euch. Wenn Ihr Mann, Ihre Frau oder Ihre Kinder dort stationiert sind oder dort dienen – selbst wenn Sie administrative Aufgaben haben – wir schätzen unsere Armee. Gott sei Dank für das, was Sie tun. Gott sei Dank! Wir nehmen das nicht leicht, wirklich nicht! Ihr Mann war im Einsatz in einem sehr gefährlichen Gebiet. Viele Soldaten kamen um und sie hatte diese Sorge Gott anvertraut. Sie kam zu mir und erzählte mir, dass er dort ist. Ich wusste davon. Sie sagte: „Pastor, ich kann nicht ruhig schlafen, ich bin unruhig und finde keine Ruhe. Es wirkt sich auf so viele Bereiche aus. Gedanken quälen mich, dass er nicht unversehrt zurückkehren wird. Aber an diesem Sonntag – der entweder ein oder zwei Wochen zurücklag – warf ich diese Sorge auf Ihn. Seither habe ich jede Nacht gut geschlafen und mir nie wieder Sorgen um ihn gemacht. Ich hatte einfach tiefen Frieden.“ Dann sprach sie nicht mehr weiter und ich fragte Sie: „Gut, was ist jetzt Dein Anliegen?“ Sie fragte: „Ist das in Ordnung? Ich fühle mich fast verpflichtet, mir Sorgen zu machen, als ob etwas nicht stimmt, wenn ich mir keine Sorgen mache.“ Und ich sagte: „Das ist absolut in Ordnung!“ Sie genoss einfach den Frieden Gottes und hatte den Eindruck, keine gute Ehefrau zu sein, weil sie sich keine Sorgen mehr machte. Aber sie hatte diese Last Gott abgegeben.

    Was immer Sie heute Gott abgegeben haben, machen Sie sich darüber nie wieder Sorgen. Der Teufel mag mit Merkzetteln an Ihrem Fenster vorbeihuschen und sagen: „Schau her, schau her, schau her!“, und versuchen, sie Ihnen anzudrehen. Weigern Sie sich. Sagen Sie einfach: „Teufel, wenn Du unbedingt willst, dann verhandle mit Gott darüber, denn ich habe sie Sache Ihm gegeben. Er hat die Angelegenheit in der Hand, nicht ich.“ Geben Sie nicht einmal in Ihren Gedanken Raum dafür. Sie sollten sich nur dann wieder dieser Sache zuwenden, wenn der Heilige Geist Sie auffordert, in bestimmter Weise nochmals deswegen zu beten, weitere Dinge zu tun, Gott deswegen zu preisen oder dergleichen. Wir sind natürlich offen, Gottes Willen zu tun, wollen uns aber diese Last, die uns fertig macht, nicht wieder aufbürden lassen. Jesus sagte: „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, und ich gebe euch Ruhe. Nehmt mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe für eure Seelen finden.“ Jesus trägt unsere Lasten und der kostbare Heilige Geist möchte uns Frieden geben.

    Gut, schauen wir uns nochmals Johannes 14 an, Vers 26. Wir gehen von hinten nach vorne. Wir begannen mit Vers 27. Der zweite Teil von Vers 26 lautet:

    Johannes 14,26

    „Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

    Er wird uns an alles erinnern, was Jesus uns gesagt hat. Markieren Sie bitte diese Stelle in Ihren Bibeln, schauen wir uns Apostelgeschichte 11 an. Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal darüber gesprochen, aber diese Wahrheit ist so wichtig – leicht zu überlesen, aber sehr wichtig! Petrus hatte eine Vision. Ein großes Tuch voller unreiner Tiere, kam vom Himmel. Gemäß dem Gesetz des Mose waren sie unrein. Juden durften nicht davon essen. Und eine Stimme sagte: „Steh auf, schlachte und iss.“ Und er sagt: „Nein, das werde ich nicht tun, Herr. Nie habe ich etwas Unreines gegessen.“ Das passiert drei Mal. Er fragt sich: „Was sollt das bedeuten?“ Plötzlich klopft jemand an. Männer kamen von dem Haus des Kornelius, weil ein Engel dem römischen Hauptmann Kornelius begegnet war und gesagt hatte: „Lass Petrus holen. Er wird Dir Dinge sagen, die Du hören musst.“ Petrus begleitet sie, kommt zum Haus des Kornelius, predigt über Christus, sie werden errettet, der Heilige Geist fällt auf sie; sie fangen an, in neuen Sprachen zu reden, manche weissagen. Sie taufen sie. Petrus kommt nach Jerusalem zurück und bekommt Schwierigkeiten. Die jüdischen Christen sind sehr böse auf Petrus. Pfingsten ist zehn Jahre her und die Gemeinde besteht zu 100 Prozent aus Juden. Damals gab es keine gläubigen Nichtjuden. Christi Auferstehung lag schon zehn Jahre zurück! Die Apostel und die Jünger dachten, man kann nur über das Judentum zum Glauben an Christus kommen. Man muss beschnitten sein, das Gesetz halten, sich zum Judentum bekehren und konnte nur so gerettet werden. Das war damals absolut radikal: Ein ganzes Haus voller Nichtjuden wurden gerade errettet und im Heiligen Geist getauft. Petrus sagt: „Wer sollte ihnen die Taufe verwehren, da Gott ihnen die Gabe des Heiligen Geistes gab, so wie auch uns. Sie sind nicht weniger errettet als wir.“ Also tauften sie sie auf den Namen Jesus. Er kommt in seine Gemeinde nach Jerusalem zurück und alle sind wütend, besonders manche Gruppierungen.

    Apostelgeschichte 11,1-3

    „Die Apostel und die Brüder in Judäa hörten, dass auch die Nichtjuden die Botschaft Gottes angenommen hatten. Als nun Petrus nach Jerusalem zurückkehrte, machten sie ihm Vorwürfe: »Du bist zu Leuten gegangen, die nicht zu unserem Volk gehören! Du hast sogar mit ihnen gegessen!“

    Sie waren sogar wütend, weil Petrus in ihr Haus hineinging. Wir lesen ab Vers 4 weiter.

    Apostelgeschichte 11,4

    „Da erzählte ihnen Petrus ausführlich, was geschehen war:“

    Er sagt ihnen genau, wie es dazu kam. Wir kommen zu Vers 15, und er schildert die Ereignisse immer noch.

    Apostelgeschichte 11,15-18

    „‘Ich hatte aber noch kaum begonnen, zu ihnen zu sprechen, da kam der Heilige Geist auf sie herab, genauso wie damals am Anfang auf uns. Mir fiel sofort das Wort ein, … sagen Sie alle: Dann fiel mir ein … das der Herr gesagt hatte: Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet mit dem Geist Gottes getauft werden. Da war mir klar: Gott hatte ihnen das gleiche Geschenk gegeben wie damals uns, als wir zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen waren. Wie hätte ich mich da Gott in den Weg stellen können?‘

    Als die Apostel und die anderen das hörten, gaben sie ihren Widerstand auf. Sie priesen Gott und sagten: ‚Also hat Gott auch den Nichtjuden den Weg eröffnet, zu ihm umzukehren und das wahre Leben zu gewinnen.‘“

    Gut, dann haben Sie es begriffen. Sie fanden sich mit der Tatsache ab, dass Heiden allein durch Glauben an Christus gerettet werden können. Das wurde der Gemeinde zum ersten Mal klar. Pfingsten lag zehn Jahre zurück. Petrus sagte, was alles im Haus geschah. „Das ist nicht im Einklang mit meiner Ausbildung und meinen Prinzipien. Das ist mir völlig fremd.“ Er sagt: „Da fiel mir ein …“ Wer ließ ihn in diesem Moment daran denken? Der Heilige Geist. Jesus sagte: „Wenn Er kommt, wird Er euch unter anderem an alles erinnern, das ich euch gesagt habe.“ Das war der krönende Abschluss seiner Argumentation. Und sie nahmen es an. Ich finde es interessant, dass etwas so Wichtiges – es ist mir deshalb wichtig, weil ich einer der Heiden aus einer späteren Generation bin, der errettet wurde. Ich bin froh, dass es nach 2000 Jahren nicht immer noch unklar ist. Das wäre doch schrecklich, nicht wahr? Es ist also eine große Sache. Immerhin hat es Einfluss auf den Rest der Welt.

    Und wie gibt Gott Petrus zu verstehen, dass er in dieser extrem wichtigen Frage festen Boden unter den Füßen hat? Was war das entscheidende Argument von Petrus, das alle überzeugte? Ich erinnerte mich. Sie wussten, dass Jesus gesagt hatte: „Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Ich denke, dass es unter anderem deshalb für uns Gläubige so wichtig ist, Gottes Wort zu verinnerlichen. Wenn Sie es nicht hineinlegen, kann der Heilige Geist es nicht hervorholen. Legen Sie es hinein, wenn Sie es jetzt nicht brauchen, dann wird der Heilige Geist es Ihnen geben, wenn Sie es brauchen. Junge Christen: Verschlingt eure Bibeln! Ältere Christen: Hört nicht auf, sie zu verschlingen! Legen Sie es in Ihr Inneres, dann kann der Heilige Geist Sie daran erinnern, wenn Sie es dringend brauchen. Der Heilige Geist wird mit den Dingen arbeiten, die Sie in Gottes Wort lesen. Die Worte Jesu und andere Dinge, die Gott in seinem Wort sagt, wird der Heilige Geist gebrauchen. Wenn Sie in einer Gemeinde sind, in der Gottes Wort gepredigt wird, wird der Heilige Geist das gebrauchen und Sie daran erinnern.

    Ist das nicht erstaunlich? Der Heilige Geist erinnert uns an Dinge. Natürlich können wir uns nicht an Dinge erinnern, die wir noch nie wussten. Es ist unsere Aufgabe, unser Inneres und unser Denken mit Gottes Wort zu füllen. Jemand sagte einmal sehr treffend: „Wenn Sie Ihr Herz mit Gottes Wort füllen, wenn es nicht erforderlich ist, wird der Heilige Geist es aus Ihrem Herzen hervorholen, wenn es erforderlich ist.“ Er erinnert uns an alles, was Jesus uns gesagt hat. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für den Dienst des Heiligen Geistes. Er ist ständig bei mir und ebenso auch bei Ihnen. Er wir uns nie verlassen oder im Stich lassen. Wir können uns auf Ihn verlassen, wenn wir unter Druck sind und Hilfe brauchen. Sein Wirken ist ganz real, liebe Freunde. Das ist keine Fantasterei, die ich mir ausgedacht habe. Wir können wirklich mit Gott leben und mit Ihm sprechen, und sein Geist kann uns trösten, uns Klarheit geben, uns führen und stärken. Das hat Hand und Fuß, liebe Freunde. Wir leben und reden mit dem Gott, der das Universum schuf.

    Jesus sagte: „Ich lasse euch nicht verwaist zurück, sondern werde kommen und in euch wohnen.“ Er kam zu uns in der Person des Heiligen Geistes. Der Vater und der Sohn leben in uns durch den Heiligen Geist. Gott redet mit uns durch den Heiligen Geist. Er gibt uns Klarheit über Sein Wort, durch den Heiligen Geist. Vielleicht haben Sie den Heiligen Geist noch nicht empfangen, seit Sie gläubig wurden. Natürlich ist die Wiedergeburt vom Heiligen Geist gewirkt, aber liebe Freunde, der Heilige Geist hat mehr für uns. Es ist eine Sache, vom Heiligen Geist berührt worden zu sein, aus dem Geist geboren zu sein, und eine andere, vom Heiligen Geist erfüllt zu sein. Gott möchte, dass Sie erfüllt werden. Bleiben Sie dabei, denn die Serie geht noch weiter. Diese Serie ist wirklich großartig. Gott segne Sie.

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 7

    24.07.2011

    Pastor Bayless Conley

    Hallo liebe Freunde, willkommen zu unserer heutigen Sendung. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, in unserer Gemeinde über den Heiligen Geist zu sprechen, über sein Wirken, seine Gaben, über das, was Er für uns tun möchte und was Er in uns und durch uns tun möchte. Wenn Sie es gehört haben, wissen Sie, dass es ein sehr umfangreiches Thema ist. Falls Sie jetzt erst zugeschaltet haben – wir vertiefen das Thema noch. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und setzen Sie sich bitte. Wir haben uns besonders damit beschäftigt, was Jesus über den Heiligen Geist sagt. Wenn Er kommt, erinnert Er uns unter anderem an alles, was Jesus uns lehrte. In der vorigen Sendung erzählte ich ein paar Beispiele, und am Anfang der heutigen Predigt erzähle ich, wie der Sohn eines jungen Mannes durch das Wirken des Heiligen Geistes bei einem tragischen Unfall bewahrt wurde. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

    Bevor wir unsere Gemeinde gründeten, war ich ein paar Jahre Copastor. Ich lehrte längere Zeit über die Gaben des Heiligen Geistes gemäß 1. Korinther 12,13 und 14. Wir verbrachten damit einige Wochen. Das Hauptthema eines Abends war – es ist mir selbst total ins Herz gefallen – dass die Gaben des Geistes nicht fließen, weil jemand besonders reif ist. Manche setzen das voraus: „Sie hat geweissagt, also ist sie reif. Sie ist eine geistliche Riesin.“ Oder: „Er hat ein Wort der Erkenntnis und der Heilige Geist wirkte.“ Vielleicht legte er jemandem die Hände auf und derjenige wurde geheilt. „Oooo, er ist ja so reif!“ Die Gaben des Geistes wirken nicht, weil Menschen reif sind oder weil jemand den Herrn schon lange kennt. Die Gaben des Geistes wirken, wenn wir Verlangen nach ihnen haben. Verlangen setzt sie frei. Lesen Sie das Kapitel durch, wo der Apostel Paulus unter der Inspiration des Heiligen Geistes über die Gaben des Geistes spricht. Immer wieder sagt er Dinge wie: „Strebet nach den besten Gaben. Brennt darauf, zu weissagen. Seid begierig nach den Gaben des Geistes. Strebt ernstlich danach.“ Dann spricht er nochmals über dieses Verlangen. Das sind die Begriffe, die er im Zusammenhang mit den Geistesgaben gebraucht. Verlangt danach, sucht sie, strebt ernstlich danach, seid begierig. Lasst nicht locker!

    Ich predigte, wie gesagt, darüber – und spüre gerade, dass ich das neu betonen muss – dass Gott aufgrund unseres Verlangens wirkt. Das, was wir haben spiegelt unser Verlangen wieder. Ich predigte also: Begehrt die Geistesgaben. Ich wiederholte das immer und immer wieder. Ich spürte ein Drängen, das zu tun. Ich sagte: „Wir müssen die Gaben begehren. Wir müssen die Gaben begehren.“ Ich wohnte eine Zeit lang im Haus des Hauptpastors Dann heirateten Janet und ich und zogen in eine eigene kleine Wohnung. Sie hatten einen kleinen Jungen und ein kleines Mädchen. Und etwa eine Woche nach diesem Abend waren sie bei Freunden zu Besuch und alle Jungen spielten oben in einem Zimmer. Ihr Sohn war damals vielleicht vier Jahre alt. Die älteren Jungen entschlossen sich, ein Fenster zu öffnen und über das Fensterbrett auf das Dach zu klettern. Die größeren Jungen taten das und kletterten über das Fensterbrett auf’s Dach. Die Eltern hatten keine Ahnung davon. Und der kleine Vierjährige folgte ihnen. Es war der Sohn meines Pastors. Er rutschte auf dem Fensterbrett aus und stürzte aus dem zweiten Stock hinab. Die Frau des Pastors war nach dem gemeinsamen Essen gerade dabei, abzuwaschen. Er fiel vor ihren Augen zu Boden. Sie schreit, alle rennen hinaus und er liegt reglos mit nach hinten verdrehten Armen auf dem Boden. Er ist bewusstlos. Mein Pastor Dan sagte: „Bayless, es war kein Lebenszeichen mehr zu spüren.“ Er sagte: „Ich hob meinen Sohn hoch, hielt ihn in meinen Armen und schrie: „Gott, hilf mir!“ Und er sagte: „Ich hörte deine Stimme: ‚Begehrt die Geistesgaben. Begehrt die Geistesgaben.‘“ Und er fing an zu rufen: „O Gott, ich begehre die Gaben des Geistes! Ich begehre die Gaben des Heiligen Geistes!“ Er streckte sich nach Gott aus. Und er sagte: „Etwas traf mich plötzlich am Kopf und floss durch meinen Körper bis hin zu den Füßen.“ Und er sagte: „Ich spürte, wie es wieder hochkam und durch meine Arme in meinen Sohn hineinfloss. Er kam plötzlich zu sich, schaute mich an und sagte: ‚Hallo Papa!‘, löste sich aus meinen Armen und rannte ins Haus.“ Er hörte vielleicht meine Stimme, aber es war das Wirken des wunderbaren Heiligen Geistes. Er erinnert uns an Dinge. Hören Sie: In der Gemeinde zu sein, in einer gesegneten Atmosphäre, in der Bibel zu lesen, Gemeinschaft zu haben und über die Dinge Gottes zu reden ist wichtig, weil der Heilige Geist diese Dinge gebraucht. Und in Krisen und wenn wir Antworten brauchen, erinnert Er uns an diese Dinge – wenn wir es nötig haben. Gott sei Dank in Ewigkeit!

    Gut, schauen wir uns nochmals kurz Johannes 14 an. Der dritte Aspekt aus Vers 26. Ich wiederhole:

    Johannes 14,26

    „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren.“

    Sagen Sie alle: „Er wird mich lehren.“ Der großartige Lehrer wohnt in uns. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie, nur weil Sie den Heiligen Geist haben, auf keinen anderen hören müssen. Denn er wird Sie durch andere lehren und Ihnen Dinge direkt offenbaren. Frage: Was wird Er lehren? Ich zitiere und Sie können sich diese Stelle aufschreiben. 1. Korinther 2,12. Hören Sie gut zu.

    1. Korinther 2,12

    „Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.“ Wir haben nicht den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott empfangen. Wozu? Damit wir die Dinge kennen. Sagen Sie alle: Damit ich die Dinge kenne. Damit ich die Dinge kenne, die mir von Gott geschenkt worden sind. Er wird über die Dinge lehren, die uns durch das Opfer Christi geschenkt worden sind. Wir haben ein gesegnetes Erbe. Zugegeben, der Löwenanteil dieses Erbes bezieht sich auf den Himmel, und doch gehört Ihnen auch hier unten ein gewaltiges Erbe. Es ist nicht gut, davon keine Ahnung zu haben. Hosea sagte: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“ Jesaja sagte: „Mein Volk kommt in Gefangenschaft, weil sie keine Erkenntnis haben

    “ Sicher kennen Sie diese altbekannte aber wahre Geschichte. Ich glaube, es war John Wesley, der eine Frau besuchte, die nicht mehr lange zu leben hatte, um ihr von Jesus zu erzählen. Sie war schon bettlägerig und wohnte in einer schlechten Gegend in einer heruntergekommenen Wohnung. Als er mit ihr sprach, sah er an der Wand ein eingerahmtes Dokument hängen. Er erkundigte sich nach dem Dokument und sie sagte: „Nun, das gehörte der Frau, der ich früher diente.“ Sie war jahrelang Magd einer sehr reichen Frau und diente ihr. Und sie sagte: „Als sie vor vielen Jahren starb, hinterließ sie mir nur dieses Dokument und ich hielt es in Ehren.“ Er sagte: „Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich es mir ausleihen und es begutachten lassen würde?“ Sie sagte: „In Ordnung, aber Sie müssen mir versprechen, es wiederzubringen.“ Wahre Geschichte! Er ging und ließ es begutachten. Es war ein Testament. Alle fragten sich, was mit dem Testament der Frau passiert war. Die Sache war die, dass die Magd nicht lesen konnte. Eine große Summe Geld und ein Haus fielen ihr laut der Erbschaft zu. Sie fand es nie heraus. Sie lebte all die Jahre in Armut und war jetzt so alt, dass sie nichts mehr davon hatte. Sie hätte aber ein sehr angenehmes Leben haben können. Aufgrund ihres Mangels an Erkenntnis konnte sie diese Dinge nicht genießen. Der Heilige Geist wird uns unter anderem zeigen, was uns von Gott geschenkt worden ist.

    Er vermittelt uns nicht nur Kopfwissen, sondern tiefe innere Gewissheit. Wer von Ihnen weiß, dass es einen Unterschied macht, ob man viel von der Bibel im Kopf oder im Herz hat. Erinnern sie sich – ich glaube es gibt sie noch, ich habe sie nur länger nicht benutzt – solche Zeitungsautomaten …, es muß sie noch geben … Man wirft eine Münze ein und nimmt sich dann die Zeitung heraus. Haben Sie jemals erlebt, daß die Münze nicht hineingefallen ist? Was macht man dann? Wie jeder gute Amerikaner prügelt man auf das Ding ein, oder? Bumm, bumm, bumm, man prügelt darauf ein. Ja wissen Sie, der Groschen muss fallen bevor das Wort seine Kraft entfalten wird. Das größte Problem in der Gemeinde, heute, ist unverdaute Lehre. Der Heilige Geist ist der, der uns dabei hilft die Theologie zu verdauen. Er gibt uns Licht im Hinblick auf das Wort.

    Ich sprach einmal mit einem Mann über göttliche Heilung. Er gehörte mit seiner Frau und der ganzen Familie zur Gemeinde. Das war vor vielen Jahren. Es war ihm neu und er fragte sich: „Kann ich das annehmen oder nicht?“ Ich sagte: „Forsche in der Bibel nach. Mach es wie die Beröer. Die Bibel sagt, die Beröer waren edler als die Thessalonicher, weil sie täglich in den Schriften forschten, ob es sich so verhielte.“ Ich sagte: „Durchforsche die Bibel zu dem Thema, dann wird Gott offenbaren, ob es wahr ist oder nicht.“ Er sagte: „Das mache ich, das mache ich.“ Ich hörte länger nichts mehr von ihm, bis er eines Tages in mein Büro kam. Das war zu einer Zeit, als es keine PCs gab. Es gab keine Handys. Damals gab es nichts von alldem. Es gab nur gigantische Computer. Er kommt zu mir ins Büro. Es klopft drei Mal und ich öffne die Tür. Er brachte einen riesigen Computer mit einem riesigen Stapel Papier darauf mit. Er kommt seitwärts herein, schiebt die Tür auf, stellt den Computer ab und hat stapelweise Papier dabei. Er sagt: „Ich habe jeden Vers aus der ganzen Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung ausgedruckt, der etwas mit Krankheit, Heilung oder Heilungsdienst zu tun hat.“ Er sagt: „Es ist wahr, es ist wahr, es steht so in der Bibel! Ich habe es in Gottes Wort entdeckt!“

    Er predigte 20 Minuten und ich musste jeden Vers in den Papierbergen nachlesen, die aneinander klebten und die jeden Vers enthielten, in dem die Worte krank oder Krankheit, geheilt, gequält oder alles, was dem nur ähnelte, vorkamen. Ich saß da und er hat diesen riesigen Bildschirm auf meinen Schreibtisch gestellt. Er hat Berge von Ausdrucken und ließ mich alles nachlesen, während er über Heilung predigte. Wissen Sie, was passierte? Er beschäftigte sich mit der Bibel und der Heilige Geist fing an, ihn zu lehren. Es kam von hier nach dort. Liebe Freunde, hier nützt es uns etwas!

    Manchen sind diese Gedanken nicht neu. Ich werde den Punkt nicht vertiefen, aber Veränderung ist ein Prozess, in dem der Heilige Geist wirkt. Alles klar? Ich weiß, dass viele diesen Prozess nicht mögen, aber Gott wirkt dadurch. Wir wollen alles sofort haben: „Gott, tu es einfach. Ich muss doch nicht etwa beten? Ich muss Dich doch nicht etwa suchen? Ich will mich nicht ändern und nur immer rufen: ‚Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe, Hilfe!‘“ Es ist ein Prozess. Er beginnt mit Information. Sie brauchen Informationen. Die finden Sie in Gottes Buch, okay? Information, Nachsinnen. Dabei fangen Sie an, das Wort in Ihrem Innern von allen Seiten zu beleuchten. Sie lesen es unter Gebet. Sie denken darüber nach. Sie lesen es laut. Sie lesen es immer und immer wieder. Information, Nachsinnen und dann nimmt der Heilige Geist die Dinge, über die wir nachsinnen und gibt uns Offenbarung. Und Offenbarung veranlasst mich zur Tat? Dann folgt die sichtbare Veränderung. Viele Christen wollen direkt von der Information zur Veränderung gelangen: „Ich habe einfach keine Zeit, um lange nachzusinnen und dergleichen. Gott, hilf mir einfach!“ Manchmal hilft uns Gott, weil Er einfach gut ist. Er ist so gut! Aber Er möchte, dass wir erwachsen werden und verstehen, wozu der Prozess gut ist. Im Normalfall wirkt Gott innerhalb dieses Prozesses. Und eine wichtige Aufgabe des Heiligen Geistes ist es, uns zu lehren. Aber Er bringt uns nicht nur Kopfwissen bei, Er lehrt uns im tiefsten Innern. Wir nehmen die Information auf und während wir darüber nachsinnen und es uns innerlich vor Augen führen, gibt uns der Heilige Geist Offenbarung. Daraus ergibt sich ein neues Verhalten. Dieses veränderte Verhalten setzt Veränderungen frei. Gott bewirkt das in unserem Leben. Obwohl der Heilige Geist in alledem wirkt, haben auch wir Anteil daran. Liebt Ihr mich immer noch? Selbst diejenigen, die das Wort „Prozess“ … liebt Ihr mich noch? Das war nicht sehr überschwänglich, aber das ist kein Problem.

    Gut, kommen wir noch schnell zu ein paar weiteren Gedanken im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist als unserem Lehrer. 1. Johannes, schauen wir uns das Kapitel 2 an. Vielleicht kommen wir zum Johannesevangelium zurück, wenn die Zeit es zulässt. 1. Johannes, Kapitel 2. Noch ein paar Dinge, die sich daraus ergeben, dass der Heilige Geist uns lehrt. Zunächst zeigt Er uns die Dinge, die uns gehören. In diesem Buch wird das, was uns gehört, geoffenbart. Aber es muss von unserem Kopf in unser Herz kommen. Genau das bewirkt der Heilige Geist.

    1. Johannes 2,18-19

    „Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist. Von uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber sie blieben nicht, damit sie offenbar würden, dass sie alle nicht von uns sind.“

    Hören Sie sich Vers 19 aus der Living Bible an. Es ist ganz einfach. „Die Leute, die jetzt gegen Christus sind, gehörten früher zu unseren Gemeinden, aber wirklich dazugehört haben sie nie, sonst wären sie geblieben.“

    1. Johannes 2,20

    „Doch ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles.“

    1. Johannes 2,27

    „Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt (wo?) in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge; und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in ihm bleiben.“ Der Heilige Geist betont, wenn von der Salbung, die wir haben, die Rede ist, Sein eigenes Wirken. Es geht darum, dass der Heilige Geist uns lehrt. In diesem Zusammenhang lehrt uns der Heilige Geist im Hinblick auf die Menschen, die gegen Christus sind, die Antichristen – Menschen, mit einem falschen Geist. Der Heilige Geist warnt uns. Sie tragen kein Schild mit der Aufschrift: „Hallo, ich bin ein falscher Prophet. Wer auf mich hört, dessen Leben endet im Chaos.“ Oder:„Hallo, ich manipuliere Menschen und habe böse Motive. Wenn ich Ihre Sympathie gewinne, mache ich Sie fertig und nehme Sie aus, wie eine Weihnachtsgans.“

    Nein, sie sind Wölfe im Schafspelz, sagte Jesus. Sie riechen wie Schafe. Sie sehen aus wie Schafe. Sie blöken wie Schafe. Sie sind mit anderen Schafen zusammen, sind aber Wölfe in Schafspelzen. Und Gott warnt uns unter anderem durch die Salbung des Heiligen Geistes in unserem Innern.

    Ich las einmal, was ein Mann mit einem Neubekehrten erlebte. Es geschah hier in L. A. Er ging mit dem Neubekehrten eine Straße entlang und jemand stand an der Straßenecke und predigte, eigentlich ganz prima. Aber der Mann stammte aus einer Sekte. Er war kein Christ. Er gehörte zu keiner christlichen Organisation. Diese Sekte verwendete einige Bibelstellen, war aber alles andere als biblisch. Er predigte und sie standen ein paar Minuten dort und hörten zu. Der Mann war ein Mentor des Neubekehrten und machte sich etwas Sorgen, weil der Mann ihn offenbar faszinierte. Er konnte sehr gut reden und die Predigt war sehr überzeugend. Nachdem sie etwa fünf Minuten zugehört hatten, gingen sie weiter. Als sie weitergingen, fragte er ihn – so stand es in dem Artikel, den ich las: „Was hältst Du von dem Mann?“ Er sagte: „Nun, er kann gut predigen, aber während er redete, sagte etwas in meinem Innern: ‚Lügner, Lügner‘“ Was war das in seinem Innern? Das war der Heilige Geist. Diese Salbung wohnt in jedem von uns. Das ist ein Aspekt Seines Dienstes, um uns zu schützen, damit wir nicht vom Weg abkommen. Es ist nicht die Gabe des Misstrauens. Man muss nicht einmal errettet sein, um diese Gabe zu haben. Ich lasse das mal kurz auf Sie wirken. Wir sollen wirklich nicht misstrauisch werden. Darum geht es absolut nicht. Aber manchmal kommen Sie mit Menschen zusammen und denken: „Keine Ahnung, was los ist, aber mein Geist ist unruhig. Immer, wenn ich denjenigen treffe, empfinde ich etwas Negatives.“ Sie müssen lernen, darauf zu achten.

    Vor Jahren kamen Leute zu mir und baten mich, Gemeindegelder in ein bestimmtes Projekt zu investieren. Sie nannten all die anderen, die schon dabei waren, von denen einige Millionen an Spendengeldern investiert hatten. Einige von ihnen kannte ich persönlich, die anderen nur dem Namen nach. Ein Freund von mir hatte viel Geld aus seiner Gemeinde hineingesteckt. Es war ein typischer Fall. Erstens klang es zu gut, um wahr zu sein. Wenn es wirklich zu gut ist, um wahr zu sein, wie sie behaupten, ist wahrscheinlich etwas faul. Während Sie mit mir redeten, wurde ich unruhig. Etwas ging mir innerlich gegen den Strich. Der Mann, der mit mir sprach, war ein Freund von mir, und er sagte: „Bayless, hör zu, das ist alles okay. Ich war in ihrer Firma und habe sie persönlich kennen gelernt. Das ist von Gott. Das ist genau das, was Gott jetzt tut. Und dieser und jener, könnten die sich alle irren?“ Ich dachte mir – vom natürlichen Standpunkt aus betrachtet denkt man: „Ja, das wäre super. Man investiert eine bestimmte Summe und macht innerhalb von 30 Tagen 50 Prozent Gewinn. Es hilft der Gemeinde und die kann es gerade gut brauchen.“ Diese menschlichen Gedanken wollen sich einem aufdrängen, aber ich kam nicht über mein inneres Unbehagen hinweg. Ich sagte: „Wisst ihr, Gott möge jeden segnen, der damit zu tun hat.“ Ich sagte: „Nein, ich habe absolut kein Interesse daran.“ Er war sehr sehr enttäuscht und bearbeitete mich weiter. Ich sagte: „Ich möchte darüber nicht mehr reden. Ich bin nicht interessiert.“ Er schickte sogar noch einen Geschäftsmann zu mir, um mit mir zu reden. Ich sagte: „Nein, Gott segne Sie, aber ohne mich.“ Es stellte sich heraus, dass es ein sehr ausgefeiltes Schneeballsystem war. Die Drahtzieher zogen 68 Millionen Dollar aus Gemeinden und Kirchen im ganzen Land ab und landeten dafür natürlich im Gefängnis.

    Aber das ist nur eine Sache, die der Heilige Geist tut. Er hilft uns. Wissen Sie, Sie haben denselben Heiligen Geist wie ich und ich wünschte, ich könnte hier stehen und bezeugen, immer das Richtige getan zu haben. Das ist leider nicht der Fall. Ich möchte nicht, dass Sie meinen, dass wir nur vor negativen Dingen gewarnt werden, denn Er macht sich auch in uns bemerkbar, damit wir mit den richtigen Leuten zusammenkommen. Sind Sie jemals Menschen begegnet und haben sich gedacht: „Ich mag Dich! Ich kenne Dich zwar nicht, aber ich mag Dich.“ Manchmal treffen Sie Leute und sagen: „Keine Ahnung, was es ist, aber Gott ist in besonderer Weise mit dieser Person und ich spüre ein inniges Verlangen, wenn möglich Kontakt zu demjenigen zu haben.“ Vor Jahren war ich in Indiana. Ich war dort in einer Versammlung. Und ich war allein in dem Hotelzimmer, in dem ich untergebracht war. Ich ging hinunter und fand in der Nähe ein Restaurant. Ich saß in dem Restaurant, schaute mich dort um und sah einen Mann und eine Frau – ich nahm an, dass es ein Ehepaar war – die mir im Restaurant gegenüber saßen und etwas aßen. Und als ich sie sah, dachte ich: ‚Wow, ich mag diese Leute!‘ Ich empfand darin Gottes Führung. Ich tue so etwas normalerweise wirklich nicht – mir war nicht ganz wohl dabei. Aber ich stand auf, ging auf die andere Seite und setzte mich auf eine Bank neben den Mann. Ich sagte: „Vielleicht finden Sie das jetzt etwas seltsam.“ Ich sagte: „Ich heiße Bayless“ und ich gab ihnen die Hand. Ich sagte: „Ich saß gegenüber im Restaurant und hatte einfach den Wunsch, Sie kennen zu lernen.“ Und sie sagten: „Ich heiße John und das ist meine Frau Helen.“ Und ich sagte: „Ich besuche hier ein paar Versammlungen.“ Und sie sagten: „Wir sind Pastoren aus Kanada.“ Ich sagte: „Wirklich?“ John und Helen Burns gehören jetzt zu unseren besten Freunden! Manche Dinge, die sie über Kindererziehung lehren, waren für mich besonders hilfreich für die Erziehung unserer Kinder. Das war einfach von Gott. Es liegt etwa 24 Jahre zurück. Es ist sehr lange her und wir sind bis heute befreundet. Sie haben eine großartige Gemeinde in British Columbia und ich denke, der Heilige Geist möchte uns mit Menschen zusammenbringen. Er möchte uns warnen, uns aber auch mit den richtigen Leuten zusammenbringen. Kann jemand dazu Amen sagen?

    Ich möchte mit Folgendem schließen. Diese Salbung oder dieses Zeugnis des Heiligen Geistes gibt uns nicht nur Aufschluss über andere, sondern auch über uns selbst. Wir erkennen dadurch auch Dinge in unserem eigenen Leben. Wir sind im 1. Johannes. Schauen wir uns in Kapitel 3 Vers 24 an. Ich bin fast fertig.

    1. Johannes 3,24

    „Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Ihm und Er in ihm; und daran erkennen wir (Sagen Sie alle: wir erkennen), dass Er in uns bleibt: an dem Geist, den Er uns gegeben hat.“

    Wir raten oder hoffen es nicht. Wir erkennen es an dem Geist, den Er uns gegeben hat.

    Schauen Sie sich 1. Johannes 4,13 an.

    1. Johannes 4,13

    „Hieran erkennen wir (Sagen Sie alle: wir erkennen), dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.“

    1. Johannes 5,6

    „Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut: Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der dies bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit.“

    1. Johannes 5,10

    „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich.“

    Römer 8,16, hören Sie einfach zu:

    „Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“

    Meine Errettung hat nichts von einem Ratespiel. Wir sind uns sicher, weil der Heilige Geist in uns wirkt. Warum sollten Sie einem Retter folgen, den Sie nie gesehen haben? Warum wären Sie bereit, für den Glauben an den Gott, dem Sie dienen, ohne ihn je gesehen zu haben, zu sterben? Woher nehmen Sie die Gewissheit? Woher wissen Sie, dass das, was Sie zu wissen meinen, wahr ist? Durch den Heiligen Geist und Sein Wirken in Ihrem Innern. Woher wissen Sie, dass der Himmel real ist? Woher wissen Sie, dass es die Hölle wirklich gibt? Woher wissen Sie etwas über die Ewigkeit? Woher wissen Sie, dass Sie, wenn Sie sterben, nicht einfach tot sind, wie ein Baum, und das nicht alles vorbei ist? Woher? Nun, jeder, der an Jesus glaubt, hat dieselbe Antwort. Weil ich weiß, dass Er real ist. Ich weiß es einfach. Ich habe Ihn erlebt. Wenn Sie es nicht erlebt haben, ist es schwer zu beschreiben. Wenn Sie es erlebt haben, haben Sie einfach eine Gewissheit. Und falls Sie es nicht wissen, mein Freund, sollten Sie für Gewissheit sorgen. Ich denke, wenn der Gott des Universums in Ihnen lebt, werden Sie Gewissheit haben, da Er die Möbel massiv umräumt, wenn Er einzieht. Wir haben Gewissheit. Wir haben eine absolut unerschütterliche Gewissheit.

    Ich hatte einen Freund, mit dem ich früher gemeinsam Drogen nahm. Ich war schlimm, er war noch schlimmer. Wir nahmen LSD – wir schluckten es – und er tropfte sich eine bestimmte Säure in die Augen, um schneller high zu werden. Ich hatte Angst, das zu tun, er nicht. Wenn ich voll drauf war, war er noch härter drauf. Ich wurde errettet und wir sahen uns lange nicht mehr. Dann traf ich ihn und erzählte Ihm von Christus. Und er machte sich über mich lustig und wollte nichts davon wissen. Aber ich erzählte ihm von Jesus und sagte, was ich erlebt hatte und erzählte ihm das Evangelium. Er war nicht einmal höflich zu mir. Er grinste und sein ganzer Gesichtsausdruck sagte mir: „Bayless, Du bist ein Idiot.“ Ich machte mir nichts daraus. Etwa sechs Monate später rief er mich an. Er war am Telefon und sagte: „Er ist real! Er ist real! Er ist real!“ Er erlebte irgendeine Krise, nahm sich die Kinderbibel von einem seiner Kinder, fing an, darin zu lesen, betete und bat Jesus, in sein Leben zu kommen. Er kam mich besuchen. Wir saßen zusammen vor unserem Haus und er sagte: „Ich kann es gar nicht fassen, Er ist real! Als ich das Gebet sprach, das in der kleinen Bibel stand, habe ich Ihn erlebt!“ Er sagte mir das immer wieder. „Ich weiß, dass er real ist, das wollte ich Dir neulich klarmachen!“ Er ist real!

    Wer bewirkt das? Der Heilige Geist. Ich wurde in einer kleinen Missionsstation in Medford, Oregon, errettet. Wissen Sie, er ist real! Ich weinte unaufhörlich. Ich schluchzte heftig, weil ich plötzlich erkannte, dass er real ist. Der Heilige Geist erwischte mich wie ein riesiger LKW! Ich weiß, es ist nicht bei allen so krass, aber Freunde, eins tut er ganz bestimmt, Er verschafft Ihnen absolute Klarheit. Wir erkennen, dass Er in uns bleibt. Wir erkennen, dass wir in Ihm bleiben. Es ist kein Raten und kein Hoffen. Ich weiß, dass der Himmel auf mich wartet. Ich weiß, dass es die Hölle gibt. Ich weiß, dass die Bibel Gottes Wort ist. Ich weiß, dass Jesus Gottes Sohn ist. Ich weiß es und daran besteht für mich in meinem Innern nicht der geringste Zweifel durch den Heiligen Geist. Gott sei Dank für Ihn!

    Schauen Sie sich zum Schluss noch einen Vers an. Johannes 15. Schlagen wir das gemeinsam auf.

    Johannes 15,26.

    Johannes 16,26-27

    „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben; und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.“

    Gut, der Heilige Geist bezeugt Dinge und auch wir sollen Dinge bezeugen. Wir müssen unter anderem deswegen mit Menschen über Jesus reden, weil der Heilige Geist das bestätigt. Der Heilige Geist bezeugt das. Wir müssen Menschen auf Jesus ansprechen.

    Ich hoffe, die heutige Sendung hat Ihnen geholfen. Ich weiß (von Gott), dass einer meiner Zuschauer zwar den Herrn liebt, aber innerlich ausgedörrt ist. Sie lieben den Herrn, sind aber müde geworden. Sie lieben den Herrn, aber etwas in Ihrem Innern sagt Ihnen: „Es muss mehr geben.“ Wissen Sie was? Sie müssen vom Heiligen Geist erfüllt werden, und Jesus ist derjenige, der uns im Heiligen Geist tauft. Er wird Sie in diese Erfahrung hineinführen, dass Sie erfüllt werden und überfließen, wenn Sie Ihn nur suchen. Jesus sagte im siebten Kapitel des Johannes – Evangeliums: „Wer Durst hat, der komme zu mir.Und: „Aus eurem Innern werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

    Die Bibel sagt, dass Er das über den Geist sagte, den die empfangen sollten, die an Ihn glauben. Bitten Sie den Herrn, Sie im Heiligen Geist zu taufen und Sie bis zum Überfließen zu erfüllen. Er wird nicht lange zögern, liebe Freunde! Jesus reagiert immer auf unser ehrliches Verlangen. Schalten Sie wieder ein.

    Bis dahin.

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