Die 3 unterschiedlichen Taufen im NT

Teil 5 der Reihe „Der Heilige Geist“ von Juli 2011


Posted in Bayless Conley, Heiliger Geist and tagged , , , , , , with 1 comment.

Comments

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 5
    10.07.2011

    Pastor Bayless Conley

    Rückblende:

    Ich denke wirklich, dass es darum geht, sich hinzugeben. Wissen Sie, der Heilige Geist ist immer bereit, genau wie hier im Gebäude immer Strom verfügbar ist. Wenn Sie den Schalter betätigen, geht plötzlich das Licht an. So ist der Heilige Geist. Er ist immer bereit, jederzeit. Aber manchmal ist unser Kopf im Weg, unsere frühere religiöse Prägung oder unser mangelndes Verständnis. Vieles kann dazwischen kommen. Deswegen ist es so gut, sich diese Dinge im Wort Gottes anzusehen. Ich weiß, es gibt Menschen, die Jesus von ganzem Herzen lieben, die auf dem Weg zum Himmel sind, die ein Verlangen danach haben, dass andere errettet werden – somit können wir wunderbare Gemeinschaft haben – und doch sehnen sie sich im Innern nach einer tieferen Erfahrung. Sie sehnen sich nach dem Übernatürlichen. Sie brauchen gute Unterweisung. Wichtig ist, wie gesagt, dass wir uns hingeben.

    Bei meinem Freund auf dem Motorrad und bei manch anderen geht es wie von selbst. Für manche ist es so leicht, vom Geist erfüllt zu werden. Warum fällt es nicht allen so leicht? Mir fiel es zum Beispiel nicht ganz so leicht.

    Hallo liebe Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Unser Thema ist der wunderbare Heilige Geist. Gott sei Dank dafür, dass Jesus, nachdem Er in den Himmel auffuhr und sich zur Rechten des Vaters setzte, uns den Heiligen Geist gesandt hat. Ein Zeichen für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder die Geistestaufe ist das Reden in anderen Sprachen. Wir sprachen bereits darüber und werden heute noch näher darauf eingehen. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, der wir heute unter anderem nachgehen wollen. Wussten Sie, dass im Neuen Testament von drei verschiedenen Taufen die Rede ist? Es gibt die Wassertaufe, die Taufe in den Leib Christi und die Geistestaufe. Bei jeder Taufe gibt es einen Täufer, einen Täufling und ein Element, in das man getauft wird. Auch damit werden wir uns heute beschäftigen. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand, nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie uns gemeinsam aus dem Wort Gottes lernen. Gott segne Sie.

    Die Geistestaufe ist eine separate Erfahrung nach der Errettung. Lassen Sie uns schnell etwas im Kapitel 4 des Johannesevangeliums lesen. Jesus spricht hier mit der Frau am Jakobsbrunnen über das Thema Errettung. Johannes 4:13.

    Johannes 4:13-14 „Jesus gab ihr zur Antwort: ‚Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt, bis ins ewige Leben.‘“

    Jesus spricht hier über Errettung und vergleicht das Wirken des Heiligen Geistes damit, dass in einer Person eine Quelle zu sprudeln beginnt. Gut, eine Quelle oder ein Brunnen erhält Leben. Er vergleicht das Wasser mit dem lebensspendenden ewigen Leben. Das ist ein echtes Wirken des Heiligen Geistes. Aber schauen Sie sich an, was Er in Johannes 7 beim Laubhüttenfest über denselben Heiligen Geist sagt. Johannes 7:37.

    Johannes 7:37-39 „Am letzten Tag, dem größten Tag des Festes, trat Jesus vor die Menge und rief: ‚Wer Durst hat, soll zu mir kommen und trinken! Wenn jemand an mich glaubt, werden aus seinem Inneren, wie es in der Schrift heißt, Ströme von lebendigem Wasser fließen.‘ Er sagte das im Hinblick auf den Heiligen Geist, den die empfangen sollten, die an Jesus glaubten. Der Geist war zu jenem Zeitpunkt noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht in seiner Herrlichkeit offenbart worden war.“

    Wieder wird der Heilige Geist mit Wasser verglichen, doch etwas ist anders. Hier spricht Jesus über das Empfangen des Heiligen Geistes. Errettung ist die Quelle, die aus dem Innern eines Menschen hervorgeht und bis ins ewige Leben fließt. Hier fließen Ströme aus ihrem Innern. Ein Strom bringt Kraft hervor. Ein Strom verändert Dinge. Ein Strom bringt Dinge in Bewegung. Und genau das tut der Heilige Geist. Wir werden mit dem Heiligen Geist erfüllt, damit Gott durch uns fließen und anderen helfen kann. Derselbe Heilige Geist, der in Ihnen eine echte Wiedergeburt hervorbringt, erfüllt Sie.

    Es ist nur eine weitere Erfahrung, aber derselbe Heilige Geist. Bitte schauen Sie sich mit mir Johannes 1 an. Ich weiß, viele kennen das, aber denken Sie darüber nach. Johannes 1:29.

    Johannes 1:29 „Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Seht, das ist Gottes Opferlamm, das die Sünde aller Menschen wegnimmt.“

    Wer ist der Meinung, dass Jesus das Lamm Gottes ist, das die Sünden der Menschen wegnimmt?

    Wer weiß, wann Er Ihre Sünden wegnahm – wann Sie das erlebt haben? Gut, ich weiß auch, wann das bei mir passiert ist. Schauen wir uns Johannes 1:32 an.

    Johannes 1:32-33 „Weiter bezeugte Johannes: Ich sah den Geist Gottes wie eine Taube vom Himmel herabkommen und auf ihm bleiben. Ich kannte ihn bis dahin nicht; aber der, der mich gesandt und mir den Auftrag gegeben hat, mit Wasser zu taufen, hatte zu mir gesagt: ‚Der, auf den du den Geist herabkommen siehst und auf dem er bleiben wird, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.‘“

    Ich weiß, wann Jesus meine Sünden wegnahm und ich weiß auch, wann Er mich mit dem Heiligen Geist taufte. Offensichtlich sind das zwei unterschiedliche Erfahrungen, die beide von Jesus gewirkt werden.

    Jemand sagt vielleicht: „Aber ich dachte, ich empfing den Heiligen Geist, als ich errettet wurde!“

    Natürlich in einem gewissen Maß. Wie gesagt, lässt der Heilige Geist die Wiedergeburt in Ihnen zur Realität werden. Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie nicht in den Himmel kommen, nicht Teil des Leibes Christ oder generell minderwertig sind, weil Sie nicht in Sprachen reden. Ich mag es gar nicht, wenn Menschen so etwas sagen! Wie gesagt, wir kommen allein durch Jesus in den Himmel. Ich denke, die Geistestaufe trägt dazu bei, dass mehr vom Himmel auf die Erde kommt, während wir hier sind.

    Lassen Sie uns jetzt 1. Korinther 12 anschauen. Es ist eine Sache, aus dem Geist geboren und etwas anderes, vom Geist erfüllt zu sein. Ich möchte einen vielzitierten Vers anschauen. 1. Korinther 12:13.

    1. Korinther 12:13

    „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden mit einem Geist.“

    Jemand sagte einmal: „Hier steht, dass ich Teil des Leibes Christi bin, also bin ich im Heiligen Geist getauft.“ Beachten Sie: Es geht hier nicht um die Geistestaufe. Hier steht: in einen Leib hinein getauft.

    Schauen Sie bitte zu mir. Ich werde das genau erklären. Im Neuen Testament ist von weiteren Taufen die Rede, aber es gibt im wesentlichen drei Taufen, die für uns Gläubige wichtig sind. Das Neue Testament spricht von drei hauptsächlichen Taufen. Es gibt die Wassertaufe, die Taufe in den Leib Christi und die Geistestaufe. Drei Taufen. Bei jeder Taufe müssen drei Dinge gegeben sein. Es muss einen Täufer geben, einen Täufling und ein Element, in das man getauft wird. Bei der Wassertaufe ist es irgendjemand, ein Prediger oder Ältester oder wer auch immer, der die Taufe durchführt. Jemand, der kürzlich Christus angenommen hat, ist der Täufling. Und das Element, in das man getauft wird, ist Wasser. Man wird völlig untergetaucht. Der Täufling wird untergetaucht und kommt wieder hoch.

    Wir sagen damit: „Mein altes Leben ist mit Christus beerdigt worden. Ich komme mit neuem Leben heraus.“ Aber wenn Sie vor der Wassertaufe Jesus nicht Ihr Leben geben, werden Sie nur nass.

    Das ist total sinnlos. Aber durch die Wassertaufe sagen Sie Gott, dem Teufel, der ganzen Umgebung, Ihrer Familie und allen, die sich dafür interessieren: „Mein altes Leben ist vorbei und beerdigt und ich habe jetzt ein neues Leben in Christus.“ Die Wassertaufe ist ein Gebot des Herrn, das Sie befolgen sollten. Gut, es gibt eine zweite Taufe, die Taufe in den Leib Christi. Sie vollzieht sich, wenn Sie errettet werden. Der Heilige Geist nimmt Sie, taucht Sie vollständig unter und Sie werden ein Teil des wunderbaren Leibes Christi, der aus Gläubigen in aller Welt besteht. Schauen Sie sich den Vers an, den wir gerade lasen: „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen.“ Wer ist hier der Täufer? Der Heilige Geist. In was werden Sie getauft?

    In den Leib Christi.

    In der kleinen Missionsstation, als ich „ja“ zu Jesus gesagt hatte, nahm mich der Heilige Geist und tauchte mich in den Leib Christi – taufte mich in den Leib Christi hinein. Wissen Sie was? Wir wurden miteinander verbunden. Ob Sie mich mögen oder nicht, ich gehöre zum Leib Christi mit allem Eigenartigen und Sonderbaren – wie Weinen im Kino. Dennoch gehöre ich zum Leib, okay?

    Und dann die Geistestaufe. Der Täufling ist derjenige, der Verlangen hat und (nach mehr) sucht.

    Jesus sagte: Wer durstig ist, der komme zu mir. Das Element, in das hineingetauft wird, ist der Heilige Geist. Und der Täufer ist Jesus. Johannes sagte: „Er nimmt die Sünden der Welt weg und er wird euch im Heiligen Geist taufen.“ Ich möchte alles haben, was Jesus in mir tun möchte. Ich vertraue Ihm völlig – voll und ganz, in jeder Hinsicht.

    Ein paar Minuten haben wir noch. Wir sprechen heute über ein bestimmtes Merkmal. Verstehen Sie mich richtig: Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was der Heilige Geist in unserem Leben tut und sein möchte. Letzte Woche sahen wir uns sechs Auswirkungen an und diese wollen wir näher betrachten.

    Das ist nicht alles, sondern nur ein Teil, okay? Die Frage: Reden alle in Sprachen? Oder können alle in Sprachen reden? Im gleichen Kapitel: 1. Korinther 12:29.

    1. Korinther 12:29-30

    „Sind etwa alle Apostel? (Die Antwort lautet: natürlich nicht.)

    Sind etwa alle Propheten? (Natürlich nicht.)

    Sind etwa alle Lehrer? (Nein.)

    Haben etwa alle Wunderkräfte? (Offensichtlich nicht.)

    Haben alle Gnadengaben der Heilungen? (Nein.)

    Reden alle in Sprachen? (Nein.) Können alle auslegen?“

    Nein, in diesem Zusammenhang gilt: Nein, absolut nicht. Nicht alle reden in Sprachen. Aber Sie müssen verstehen – bitte folgen Sie meinen Gedanken und hören Sie gut zu: Es gibt zwei Arten der Sprachenrede. Er spricht hier von einer Dienstgabe, die in einer Ortsgemeinde ausgeübt wird. Am vergangenen Mittwoch, falls Sie hier waren, hat jemand in Sprachen geredet, was für alle ausgelegt wurde. Darum geht es hier. Gehen Sie zum Vers 28 zurück. Dort steht:

    1. Korinther 12:28

    „Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer.“

    Er spricht also von Menschen, die zum Dienst in Ortsgemeinden eingesetzt wurden. Dann fährt er fort und bezeichnet die Einzelnen anhand der Gaben, die ihren Dienst begleiten.

    1. Korinther 12:28b

    „… sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen.“

    Und dann sagt er:

    1. Korinther 12:29

    „Sind alle Apostel? Sind alle Propheten?“

    Nein, nein, nein, nein.

    1. Korinther 12:30

    „Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen?“

    Gut, sind alle in der Gemeinde zum Dienst eingesetzt worden, um in Sprachen zu reden? Nein, offensichtlich nicht! Nicht jeder ist dazu berufen so wie auch nicht jeder ein Apostel ist. In diesem Zusammenhang ist die Antwort also eindeutig nein. Nicht jeder in der Gemeinde ist zu diesem Dienst eingesetzt – einige schon. Es ist ein größeres Maß an Inspiration auf jemandem, der etwas in Sprachen sagt, was ausgelegt werden muss.

    Das persönliche Sprachengebet, das jemand bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist empfängt, soll nicht in der Gemeinde ausgelegt werden. Es richtet sich an Gott. Schauen Sie sich 1. Korinther 14:2 an.

    1. Korinther 14:2

    „Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.“

    Gut, er spricht zu Gott, nicht zu Menschen. Niemand versteht ihn. Aber bei der Gabe der Sprachenrede und der Auslegung für die Gemeinde versteht es jemand. Der Heilige Geist gibt ihnen die Auslegung. Und wenn Sie die Sprachenrede auslegen, versteht sie jeder. Sie richtet sich an Menschen. Aber hier geht es um die persönliche Sprachenrede, die ich empfange, wenn ich vom Heiligen Geist erfüllt werde, die sich an Gott richtet. Niemand versteht das. Das ist nicht für euch gedacht, das betrifft nur mich und Gott. Da gibt es einen Unterschied. Aber wenn meine Sprachenrede der Gemeinde gilt, dann versteht sie jemand. Wenn derjenige sie dann auslegt, versteht sie jeder.

    Der Zweck ist jeweils völlig verschieden. Ihr persönliches Sprachengebet soll in Ihrer eigenen Gebetszeit und im gemeinsamen Sprachengesang in der Anbetung eingesetzt werden – das halte ich für völlig in Ordnung. Wie gesagt, gab Paulus dieser Gemeinde Richtlinien, weil ihr Verhalten sehr unausgewogen war. Aber manche sind so übertrieben vorsichtig, dass sie nicht einmal das Echte haben wollen, das uns gegeben wurde. Paulus sagte am Anfang dieses Abschnitts: „Eifert nach geistlichen Gaben und seid im Hinblick auf geistliche Gaben nicht unwissend.“ Er gebietet uns, in diesem Bereich nicht unwissend zu sein, und doch setzen manche alles daran, bloß nichts darüber zu erfahren. Aber er möchte, dass wir diese Dinge verstehen.

    Das bringt uns zu einer weiteren Frage, mit der ich schließen werde. Welche positiven Auswirkungen hat das Sprachengebet? Wozu ist es gut? Was ist der Sinn und Zweck? Eins haben wir bereits gelesen: Wer in Sprachen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Wer meint, es könnte nützlich sein, mit Gott zu reden? Ja, das bringt uns sehr viel. Schauen Sie sich an, was dabei passiert.

    1. Korinther 14:4.

    1. Korinther 14:4

    „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“

    Wenn ich in Sprachen rede, erbaue ich mich selbst – wörtlich: stärke ich mich selbst. Im Deutschen können wir diese Formulierung des Griechischen am besten so wiedergeben: Er lädt sich auf wie eine Batterie oder sie lädt sich auf wie eine Batterie.

    Gestern sprach ich mit einem alten Freund. Wir hatten lange nichts voneinander gehört. Ich dachte, es würde zehn Minuten dauern, aber es wurden eineinhalb Stunden daraus. Schließlich schaute ich auf mein Telefon. Ein kleines rotes Dreieck in Form einer Batterie leuchtete immer wieder auf und man sah keinen Balken mehr. Ich sagte: „Lieber Bruder, mein Telefon wird gleich ausgehen. Die Batterie ist fast tot.“ Sie war wirklich tot. Wissen Sie, was ich tat? Ich sagte nicht: „Ich brauche ein neues Telefon. Dieses kann man vergessen.“ Nein, ich holte mein kleines Ladegerät, schloss es an und nach ein paar Stunden war der Akku wieder voll. Und wenn ich in Sprachen bete – und unter anderem habe ich es deswegen in den letzten 33 Jahren jeden Tag getan – werde ich innerlich mit Kraft aufgeladen. Geistliche Kraft fließt in mich hinein. Wer in Sprachen betet, erbaut sich selbst.

    Schauen Sie sich 1. Korinther 14:16 an. Hier sehen wir einen weiteren Grund. Er unterweist sie wieder und sagt ihnen, wie es zu handhaben ist. Er sagt: „Denn wenn du mit dem Geist preist…“ Aus dem Zusammenhang der vorigen Verse geht hervor, dass er vom Sprachengebet spricht.

    1. Korinther 14:16-17

    „Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst? Denn du sagst wohl gut Dank, aber der andere wird nicht erbaut.“

    Gut, wieder geht es darum, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun. Sie danken Gott beim Sprachengebet und preisen Ihn, aber jemand anderes sagt: „Das bringt mir absolut nichts.“ Das war eins der Probleme der Gemeinde in Korinth. Sie wollten die ganze Zeit in Sprachen beten. Aber beachten Sie, obwohl er sie korrigierte, sagte er ihnen: „Zugegeben, die Anwesenden verstehen es nicht, aber die Danksagung ist an sich gut.“ Ich kann Gott sehr gut in anderen Sprachen danken.

    Wir lasen ja in Apostelgeschichte 10: „Denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott priesen.“

    Manchmal ist unser „Halleluja“, „Danke, Jesus“ und „Ich liebe Dich, Gott“ zwar gut, drückt aber nicht das aus, was ich wirklich sagen möchte! Es bringt einfach nicht die Dankbarkeit für all das zum Ausdruck, was Jesus Christus für mich getan hat. Gott sei Dank für die Geistestaufe, denn sie erschließt mir eine ganz andere Ebene. Wenn ich alleine bin, kann ich die Hände heben und anfangen, Gott aus meinem Geist heraus anzubeten und Ihm zu danken und dabei meinen extrem begrenzten Verstand umgehen.

    Schauen Sie sich 1. Korinther 14:14 an. Das ist eine weitere positive Auswirkung. Dort steht:

    1. Korinther 14:14-15

    „Denn wenn ich in anderen Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist untätig.

    Und dann sagt er: Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten; ich will mit dem Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.“

    Ich glaube, er spricht hier davon, dass Sie eventuell Ihre eigenen Gebete auslegen oder nur in Sprachen beten. Natürlich beinhaltet es auch das Beten in Ihrer Muttersprache. Doch beachten Sie, dass er sagt: „Wenn ich in anderen Sprachen bete, so betet mein Geist. Sagen Sie alle: Mein Geist betet. Mein Geist betet. Ich bin ein geistliches Wesen so wie Sie auch, geschaffen nach Gottes Ebenbild. Dieser Teil von Ihnen wurde wiedergeboren. Wenn ich in anderen Sprachen bete, kommuniziert mein Geist mit Gott. Wer in Sprachen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Die Amplified Bible sagt: „Mein Geist betet durch den in mir wohnenden Heiligen Geist.“

    Der Punkt ist: Mein Geist betet. Meine Sensibilität für geistliche Dinge nimmt aus folgendem Grund zu, wenn ich im Heiligen Geist bete: Gott führt mich durch meinen Geist. Wenn Gott zu mir redet, spricht Er zu meinem Geist. Wenn Gott mir Klarheit verschafft, wirkt Er aus meinem Geist heraus. Der Geist des Menschen ist die Leuchte des Herrn, heißt es in den Sprüchen. Wenn ich in Sprachen bete, so hat das Sprachengebet denselben Ursprung wie die Stimme Gottes, die mich führt. Wenn Sie in Sprachen beten, möchte Ihr Verstand gerne dazwischenfunken: „Hör auf damit. Das bringt mir nichts.“

    Gut, er sagte, unser Verstand ist untätig. Manchmal muss ich meinem Kopf einfach sagen: „Sei still! Es geht jetzt nicht um dich!“ Ich bete eine Weile und dann kommt mein Verstand zur Ruhe, ich werde ruhig und werde plötzlich sehr sensibel in meinem Innern. Dann ist es sehr angebracht, in der Bibel zu lesen oder einfach still in Gottes Gegenwart zu verharren. Ich glaube, das kann unser Gebetsleben revolutionieren.

    Obendrein kann es uns Ruhe und Erfrischung verschaffen. Schauen wir uns 1. Korinther 14:21 an.

    Ich bin gleich fertig. Ich weiß, ich habe heute etwas überzogen, aber das müssen Sie erkennen.

    Paulus zitiert den Vers 21 aus Jesaja und sagt:

    1. Korinther 14:21-22

    „Es steht im Gesetz geschrieben: ‚Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen Fremder zu diesem Volk reden, und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.‘ Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen…“

    Diese Weissagung aus dem Alten Testament, sagt der Apostel Paulus, bezieht sich auf die neutestamentliche Erfahrung des Sprachenredens. Ich möchte Ihnen die komplette Weissagung aus Jesaja vorlesen. Sie steht in

    Jesaja 28:11-12
    „Ja, Gott wird einmal mit unverständlicher Sprache und mit einer fremden Zunge reden zu diesem Volk,“ der Apostel Paulus sagt, das hier vom Sprachengebet die Rede ist, „der zu ihnen gesagt hat: ‚Das ist die Ruhe; schafft Ruhe den Müden, und das ist die Erquickung!‘ Aber sie wollten nicht hören.“

    Ruhe und Erquickung breitet sich in unserem Geist aus, wenn wir uns Zeit nehmen, in anderen Sprachen zu beten.

    Ich habe noch jede Menge Notizen, aber keine Zeit mehr. Keiner von uns hat sein Potential in Gott bereits ausgeschöpft und viele wären gerne weiter. Aber Gott sei Dank sind wir schon verändert.

    Wir kommen weiter, stimmt’s? Ich lerne ständig dazu. Und wenn Sie heute hier sind und Jesus als Ihren Retter angenommen haben, möchte ich Ihnen sagen: Es gibt eine weitere Erfahrung nach der Errettung. Wir können vom Heiligen Geist erfüllt werden, den Geist empfangen, bzw. im Heiligen Geist getauft werden. Ich möchte mir dafür nur eine Minute Zeit nehmen, okay? Ich werde es so schlicht und einfach wie möglich machen und werde mit der Versammlung beten.

    Wenn Sie Jesus nie zum Herrn Ihres Lebens gemacht haben, sage ich Ihnen: Er ist real. Er befreit Drogenabhängige wie ich einer war und auch sonst jeden von allem. Er kann Ihr Leben verändern.

    Wir werden gemeinsam ein einfaches Gebet sprechen, um Christus als Retter anzunehmen.

    Wenn Sie das nie taten, dann ist das jetzt Ihre Gelegenheit. Sie können sich jetzt von der Sünde abwenden und ein neues Leben beginnen.

    Danach werden wir den Herrn in einem schlichten Gebet darum bitten, uns mit dem Heiligen Geist zu erfüllen. Wenn Sie Ihn noch nicht empfangen haben, können Sie das jetzt tun. Wenn Sie noch nicht so weit sind, ist das kein Problem. Ich will Sie in keiner Weise zu irgendetwas drängen. Wenn wir dafür beten werden und Sie denken: „Herr, ich muss mehr darüber erfahren“, dann ist das völlig okay. Ich finde das sogar gut. Seien Sie wie die Beröer. Forschen Sie in den Schriften, ob es sich so verhält.

    Aber wenn Sie heute abend bereits so weit sind, möchte ich Sie ermutigen: Wenn wir das Gebet mit einem Amen beendet haben, öffnen Sie einfach Ihren Mund. Falls Worte kommen, sprechen Sie sie aus, und zwar so laut, dass Sie sie hören können. Wir werden das alle gemeinsam tun. Das ist völlig in Ordnung. Jeder weiß, was wir tun und warum wir es tun. Das sollte uns allen klar sein, besonders nach meiner heutigen Predigt.

    Ich möchte Sie ermutigen: Wenn wir für die Geistestaufe beten und Sie vom Heiligen Geist erfüllt werden wollen, dann hören Sie auf, Englisch oder Deutsch zu sprechen. Einfach, weil Sie nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen können. Ich kann Englisch und etwas Spanisch sprechen, aber nicht gleichzeitig. Ich kann nicht auf Englisch „Danke, Jesus, ich liebe Dich, Jesus.“ sagen und gleichzeitig in Sprachen beten. Jedes Mal haben wir gelesen, falls es Ihnen aufgefallen ist: Sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt und redeten, was der Heilige Geist ihnen eingab. Mit anderen Worten, der Heilige Geist wirkte auf ihre Sprachorgane ein, aber sie mussten es aussprechen. Sie mussten es aussprechen und der Heilige Geist leitete sie. Er gab es ihnen ein. Noch eine Hilfestellung: Mit geschlossenem Mund können Sie nicht sprechen. Sitzen Sie nicht einfach versteinert da. Öffnen Sie ihren Mund und formen Sie Laute. Im Buch Hiob steht: „Ich werde meinen Mund für den Spätregen weit auftun.“ Der Spätregen ist ein Bild für den Heiligen Geist. Ich möchte Sie ermutigen. Wenn Sie vom Geist erfüllt werden wollen, daran interessiert sind, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Sie können Ihn heute empfangen. Jesus selbst tauft uns im Heiligen Geist. Wir können Ihm vertrauen. Kann jemand Amen sagen?

    Bitte stehen Sie auf. Ich werde ein schlichtes Gebet sprechen. Bitte sprechen Sie mir laut nach.

    Sagen Sie:

    Vater Gott, ich komme zu Dir. Ich danke Dir, dass Du Deinen Sohn Jesus gesandt hast, der am Kreuz starb, um all meine Sünden wegzunehmen. Ich vertraue Ihm allein, dass Er mich befreit und reinigt.

    Jesus, ich glaube, dass Dein kostbares Blut das Lösegeld für die Sünden der Welt ist. Ich bekenne Dich als meinen Herrn und Retter. Ich wende mich von meiner Vergangenheit ab. Ich gebe Dir meine Gegenwart und Zukunft. Von diesem Moment an lege ich mein ganzes Leben und all meinen Besitz in Deine Hände, Jesus. Und ich bitte Dich jetzt, Herr, erfülle mich ganz und gar. Erfülle mich mit dem Heiligen Geist. Ich vertraue Dir, Jesus. Und jetzt werde ich mit der Hilfe des Heiligen Geistes meine Stimme erheben und in anderen Sprachen zum Vater reden. Das bete ich in Deinem Namen, Amen.

    Ich sage es nochmals: Gott sei Dank für die Gabe des Heiligen Geistes. Wissen Sie, ich würde Gott auch ohne Ihn dienen, aber das muss ich Gott sei Dank nicht. Er gibt mir Kraft, Er ist mein Tröster, Er ist mein Beistand, Er erleuchtet mich. Es ist wunderbar, einfach herrlich, wenn der Heilige Geist in unserem Leben wirkt. Wir haben vorwiegend über das Wirken des Heiligen Geistes durch das Sprachengebet gesprochen. Manche nannten es das erste körperliche Anzeichen der Geistestaufe.

    Am Schluss sagten wir, dass unser Geist dadurch zur Ruhe kommt und erfrischt wird. Liebe Freunde, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das wahr ist. Ich hoffe, Sie sahen die vorigen Sendungen. Diese Serie ist noch nicht zu Ende. Wir werden noch mehr über den Heiligen Geist und Sein Wirken in uns, durch uns und für uns sprechen. Ich bete, dass Sie keine Sendung verpassen und möchte Ihnen noch sagen, dass Gott Sie liebt.

Schreibe einen Kommentar