Wir bekommen genau das, was wir erwarten

Teil 1 der Reihe „Echte Erwartung“


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Comments

  • Jule sagt:

    Echte Erwartung / Teil 1
    28.11.2010
    Pastor Bayless Conley

    Hallo Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden über große Erwartungen sprechen.

    Vieles, was Gott in unserem Leben tut, hängt damit zusammen, ob wir viel oder wenig erwarten.

    Ich spreche heute darüber, wie Sie Ihre Erwartung steigern können. Erwarten Sie Großes von Gott.

    Ich denke, wir entehren Gott manchmal mit unseren unscheinbaren Gebeten und durch unseren mageren Glauben. Ich glaube, die Predigt wird Ihnen helfen. Nehmen Sie Ihre Bibel, falls Sie eine dabei haben. Kommen wir gemeinsam zum Wort.

    Schlagen Sie mit mir den Philipperbrief auf. Paulus war in einem römischen Gefängnis, als er diesen Brief an die Gemeinde in Mazedonien schrieb. Bitte lesen Sie mit mir Kapitel 1, ab Vers 19.

    Philipper 1:19 „Denn ich weiß: Das wird zu meiner Rettung führen durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes Jesu Christi, entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, dass ich in nichts zuschanden werde, sondern dass in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hoch gepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.“

    Paulus sagt hier eindeutig, dass er erwartet, gerettet zu werden. Er spricht davon, aus dem Gefängnis entlassen und befreit zu werden, indem Gott eingreift und ihn herausholt. In Vers 19 sagte er: „Denn ich weiß: Das wird zu meiner Rettung führen durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes Jesu Christi.“ Und zwar deswegen, weil die Christen beteten und er wusste, dass der Geist Jesu Christi ihm helfen würde. Das griechische Wort für „Hilfe“ bedeutet, dass alles Notwendige gegeben wird. Der Heilige Geist wird die nötige Weisheit, die nötige Kraft, die nötige Geduld und die nötigen Wunder geben. Was immer erforderlich ist, kann der Heilige Geist geben. Gott gab uns eine Möglichkeit, diese Hilfe zu erleben – das Gebet. Also sagte er: „Denn ich weiß, dass das zu meiner Rettung führen wird, weil ihr betet und weil mir klar ist, dass der Heilige Geist alles Notwendige geben wird und geben kann.“

    Achten Sie darauf, was er anfangs in Vers 20 sagt: „Gemäß meiner festen Erwartung…“

    „Ich weiß, dass ihr betet, ich weiß, dass der Heilige Geist alles Notwendige geben kann“, aber das steht in einem bestimmten Verhältnis zu etwas, es besteht ein bestimmter Zusammenhang mit etwas, entsprechend meiner festen Erwartung.

    Ein Großteil dessen, was wir mit Gott erleben, hängt direkt mit unserer tatsächlichen Erwartung zusammen. Paulus nennt hier zwei Dinge, die er konkret erwartet. Das eine ist irdisch, das andere ewig. In Vers 19 nannte er seine feste Erwartung, aus dem Gefängnis befreit zu werden und zwar indem Gott eingreift. Seine zweite Erwartung bezog sich auf die Ewigkeit, dass Christus durch sein Leben verherrlicht wird oder auch dadurch, dass er, wenn nötig, für Christus stirbt. Eine Erwartung bezog sich auf das Irdische, die andere auf das Ewige.

    Liebe Freunde, auch unsere Erwartung muss sich auf diese beiden Bereiche erstrecken. Wenn unsere Erwartung nur irdisch ist, nämlich dass wir geheilt, gesegnet und befreit werden und im Überfluss leben, ist das an sich in Ordnung. Aber wenn uns diese zweite Ebene der Erwartung fehlt, nämlich dass Gott durch unser Leben verherrlicht wird und dass Sein Einfluss und Sein Reich durch mich, Sein Werkzeug und Sein Kind, zunehmen wird – wenn wir also die Ewigkeit nicht einbeziehen, werden wir zu selbstsüchtigen und fleischlichen Christen. Gott sprach zum Pharao: „Lass mein Volk ziehen…“ Soweit geht es um irdische, materielle Dinge. „…damit sie mir dienen!“ Das ist geistlich.

    Wenn wir nur irdische, materielle und äußerliche Dinge erwarten und keine ewigen, wird es uns wie den Israeliten ergehen, von denen in den Psalmen steht, dass sie in der Wüste voller irdischer Begierde waren. Sie wollten unbedingt Fleisch haben. Das Manna reichte ihnen nicht mehr. Die Bibel sagt, dass Gott ihrer Bitte entsprach, aber ihre Seele verkümmern ließ. Er erfüllte ihre natürlichen Bedürfnisse, geistlich aber waren sie total vertrocknet und verdorrt. Freunde, körperlich und materiell gesegnet und gleichzeitig geistlich vertrocknet zu sein entspricht nicht Gottes Plan für Sein Volk.

    Lassen Sie mich die Worte Jesu an die Christen in Laodizea aus Offenbarung, Kapitel 3 lesen:

    Sie sagten: „Wir brauchen nichts!“ Ihnen fehlte es an nichts, an keiner Segnung im Sichtbaren.

    Sie sagten: „Wir brauchen überhaupt nichts!“ Und Jesus sagte: „Ihr begreift es nicht. In Wahrheit seid ihr arm, elend und erbärmlich, blind und nackt und seht es nicht, weil ihr nur auf das Sichtbare ausgerichtet seid.“

    Ein Großteil der Dinge, die wir erleben und von Gott empfangen, sind abhängig von unserer festen Erwartung. Mir gefällt dabei das Wort „fest“. Es ist keine wilde Fantasterei, sondern etwas, was wir ernstlich erwarten und ernsthaft glauben. Bitte schauen Sie sich mit mir Psalm 27 an, eine sehr bekannte Stelle. Psalm 27:13.

    Psalm 27:13 „Ach, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des Herrn zu schauen im Land der Lebendigen…!“

    Erwartung. „Ich wäre verzweifelt, wenn ich mir nicht sicher wäre, das Gute des Herrn zu schauen – nicht erst im Himmel, sondern im Land der Lebenden.“ Er spricht vom irdischen Leben.

    Der folgende Vers unterstreicht das nochmals. Vers 14 sagt: „Harre auf den Herrn…“ und das Wort „harre“ bedeutet, geduldig zu warten. Die Amplified Übersetzung macht das deutlich. Dort steht: „Warte geduldig…“

    Psalm 27:14 „Warte geduldig auf den Herrn! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre (warte geduldig) auf den Herrn!“

    Sie müssen verstehen, was der Psalmist sagt. Er sagt: „Ich habe meine Lektion gelernt. Ich wäre verzweifelt, ich wäre zusammengebrochen und hätte aufgegeben, wenn ich nicht erwartet hätte, Gottes Güte in meinem Leben im Land der Lebenden zu sehen, wenn ich Gottes Eingreifen nicht erwartet hätte. Nehmt diese Lektion an: Wartet erwartungsvoll auf Gott. Erwartet, Gutes zu erleben.
    Erwartet Gutes in Euren Familien. Erwartet eine gute Zukunft.“

    In Klagelieder 3:25 sagt die Amplified Bibel: „Der Herr ist gut zu denen, die voller Hoffnung und Erwartung auf Ihn harren.“

    Generell bekommen Sie das, was Sie ernsthaft erwarten, Gutes oder Schlechtes. Selbst bei ganz alltäglichen Dingen zeigt sich die Kraft der Erwartung. Unser Thema geht darüber hinaus – aber selbst im Alltag!

    Kürzlich las ich einen Bericht über eine Begebenheit in den 60’ern. Ein Lehrer hatte ein paar Zahlen vertauscht. Sie machten mit allen Kindern in einer Klasse einen Intelligenztest. Bei ein paar Kindern wurden die Nummern ihrer Schließfächer statt der Ergebnisse der Tests angegeben. Sie stellten die Ergebnisse zu – und die Schließfächer hatten hohe Nummern. All diesen Kindern wurde gesagt, dass sie sehr intelligent seien und hohe Punktzahlen beim Intelligenztest erreicht hätten, was nicht der Fall war, es waren nur die Schließfachzahlen. Aber sie brachten bessere Leistungen als die Kinder mit höheren Intelligenzquotienten, weil ihnen gesagt wurde: „Ihr seid besonders intelligent. Wir erwarten viel von euch!“ Dieses Beispiel ist absolut irdisch, aber wie ich schon sagte: „Sie bekommen in der Regel, was Sie fest erwarten, Gutes und Schlechtes.“

    Es gibt eine Geschichte über einen Mann, der vor der Stadt an der Hauptstraße saß. Er hatte dort einen kleinen Stand, verkaufte seine Ware und Reisende kamen vorbei. Ein Mann kam zu ihm.

    Er wollte in die Stadt ziehen und sagte: „Guter Mann, können sie mir sagen, wie die Menschen in dieser Stadt sind? Ich ziehe hierher und würde das gerne wissen.“ Der Mann schaute ihn kurz an und fragte: „Wie waren die Menschen in der Stadt, aus der sie kommen?“ Er sagte: „Sie waren schrecklich. Man konnte keinem trauen. Wir hassten unsere Nachbarn und wollten so schnell wie möglich wegziehen.“ Der alte Mann entgegnete: „Ich muss ihnen leider sagen, dass die Menschen in dieser Stadt nicht anders sein werden.“ Er fuhr weiter. Kurz darauf kommt ein weiterer Reisender vorbei und fragt: „Hallo, ich habe eine Frage. Wie sind die Menschen in dieser Stadt?“ Er sagte: „Wissen sie, ich habe einen neuen Job und wir müssen hierher ziehen.“ Und er fragte: „Wie waren denn die Menschen in der Stadt, aus der sie kommen?“ Er: „Sie waren wunderbar! Wir liebten unsere Nachbarn und zogen sehr ungerne weg. Die Menschen waren großzügig und freundlich.“ Er sagte: „Ich bin sicher, sie werden erleben, dass die Menschen in dieser Stadt genauso sind.“ Erwartung!

    Lassen Sie uns 2. Könige, Kapitel 7 lesen. 2. Könige, Kapitel 7. In der Stadt herrscht Hungersnot.

    Eine feindliche Armee hat die Stadt eingekesselt. Es gibt nichts zu essen. Es war so extrem, dass manche in der Stadt bereits Kannibalismus betrieben. Und inmitten dieser schrecklichen Umstände spricht ein Prophet namens Elisa das Wort des Herrn. Wir lesen ab Vers 1. „Da sagte Elisa…“,

    2. Könige 7:1-2

    „Da sagte Elisa: Hört das Wort des Herrn! So spricht der Herr: Morgen um diese Zeit wird ein Maß Weizengrieß für einen Schekel verkauft werden und zwei Maß Gerste für einen Schekel im Tor von Samaria. Da antwortete der Anführer, auf dessen Arm sich der König stützte, dem Mann Gottes und sagte: Siehe, wenn der Herr Fenster am Himmel machte, könnte wohl so etwas geschehen? Er aber sagte: Siehe, du wirst es mit deinen eigenen Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen!“

    Elisas Vorhersage war schon recht seltsam. Doch Gott wirkte dieses unfassbare Wunder. Es geschah und zwar auf eine interessante Art und Weise. Vier Aussätzige spielten dabei eine entscheidende Rolle. Ich rate Ihnen, wenn Sie Zeit haben, die ganze Geschichte zu lesen, weil sie sehr lehrreich ist. Aber der Offizier des Königs zeigte keinerlei positive Erwartung. Er sagte: „Selbst wenn der Herr die Fenster des Himmels öffnen würde, könnte das niemals passieren!“ Er hat keinerlei positive Erwartungen. Schauen wir, was geschieht. Lassen Sie uns in Vers 17 weiterlesen, nachdem das Wunder passiert ist. Dort heißt es…

    2. Könige 7:17-20

    „Der König hatte aber den Offizier, auf dessen Arm er sich stützte, zur Aufsicht über das Tor bestellt. Und das Volk trat ihn im Tor nieder, so dass er starb, geradeso wie der Mann Gottes geredet hatte, der, als der König zu ihm herabkam, es vorausgesagt hatte. Es war ja geschehen, als der Mann Gottes zum König geredet hatte: Zwei Maß Gerste werden morgen um diese Zeit für einen Schekel verkauft werden und ein Maß Weizengrieß ebenso für einen Schekel im Tor von Samaria, da hatte der Offizier dem Mann Gottes geantwortet und gesagt: Siehe, wenn der Herr auch Fenster am Himmel machte, könnte wohl so etwas geschehen? Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen eigenen Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen. So geschah es ihm nun: Das Volk trat ihn im Tor nieder, so dass er starb.“

    Er bekam genau das, was er erwartete. Er dachte und sagte, dass es unmöglich sei und es bewahrheitete sich für ihn. Obwohl das Wunder vor seinen Augen geschah, konnte er nichts davon genießen. Es kann sein, dass Gott andere segnet und dass Sie nichts davon abbekommen, weil Sie gemäß Ihrer Erwartung bestimmte Grenzen gesetzt haben.

    Ich glaube, Gott möchte, dass wir viel erwarten. Ich möchte dafür ein paar Gründe nennen. Wir sprechen hier nicht nur über die normalen Auswirkungen von Erwartung.

    Ich möchte ein paar übernatürliche Gründe dafür nennen, große Ziele anzustreben und große Erwartungen an Ihre Zukunft und an das kommende Jahr zu haben. Sind Sie bereit? Lassen Sie uns im 2. Petrusbrief das Kapitel 1 anschauen. Der erste Grund, Großes zu erwarten, ist, dass Gott uns überaus große und kostbare Verheißungen gab. Wir sollten Großes erwarten, weil Gott uns großartige Verheißungen gibt. In 2. Petrus 1:4 steht:

    2. Petrus 1:4

    „durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht,“

    Wir erfahren hier unter anderem, dass wir durch eine Verheißung Anteil an der Natur Gottes bekommen. Die Verheißung verbindet uns mit Gottes Wesen. Es ist das Leitungssystem, durch das Gottes Wesen zu uns fließt. Was immer Sie auch brauchen, die Antwort liegt in Gottes Wesen. Sein Wesen ist Gesundheit, es ist Frieden und es ist Überfluss. Wir empfangen Gottes Wesen durch die Verheißungen. Beachten Sie jedoch, dass Er sie nicht einfach Verheißungen nennt. Er spricht von großen Verheißungen, nicht nur von großen, sondern von überaus großen. Er sagt sogar, dass sie überaus groß und kostbar, wertvoll sind. Die Liste der Dinge, die Gott in der Bibel kostbar nennt, ist kurz. Nicht viele Dinge werden als kostbar bezeichnet. Spontan fällt mir ein Beispiel ein, das Petrus nennt. Er sagt, dass wir nicht mit vergänglichen Dingen wie Silber und Gold erkauft wurden, sondern mit dem kostbaren Blut Christi. Wer hält das Blut Christi für kostbar? Was die Formulierung angeht, setzt Gott die Verheißungen damit gleich. Wir sollten große Dinge erwarten, weil Er uns große Verheißungen gibt. Vers 5 aus Psalm 130 sagt nach der Amplified Übersetzung: „Ich hoffe auf den Herrn und warte voll Vertrauen auf sein Wort.“

    Zweitens sollten wir große Erwartungen haben, weil wir von Menschen wissen, denen Gott früher geholfen hat. Bitte schlagen Sie mit mir Hebräer 6 auf, ein paar Seiten vorher. Hebräer 6:12. Uns wird von Menschen berichtet, denen Gott in der Vergangenheit half. Hebräer 6:12.

    Hebräer 6:12 „damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen erben.“

    Andere erlebten bereits die Erfüllung von Verheißungen. Die Berichte in der Bibel sind dabei am wichtigsten. Wir haben David und Mose und den Apostel Paulus usw. usw. Aber es gibt auch Menschen in unserem Umfeld. Wer von Ihnen kann wirklich bezeugen, dass er die Erfüllung einer Verheißung Gottes erlebt oder Sein Eingreifen in schwierigen Situationen erfahren hat? Schauen Sie sich das an! Wir haben die Berichte unserer Mitmenschen. Es kostet Sie kaum Mühe, von Menschen zu erfahren, wie Gott ihnen geholfen hat. Sie können Berichte im Internet finden oder in Büchern und Zeitschriften. Es gibt Berichte auf CDs und auf DVDs. Gott hat im Leben von Menschen gewirkt.

    Vor Kurzem war ich in Neuseeland. Ich fuhr mit Freunden raus zum Angeln. Wir fuhren an die Nordspitze Neuseelands und dann noch etwa 130 Kilometer weiter auf dem Meer nach Norden, bis zu den so genannten Drei Königen, ein paar einsamen Felsinseln. Sie sind total zerklüftet, einsam, unberührt, naturbelassen und sehr geeignet zum Fischen. Wir waren dort und tauchten ohne Ausrüstung und harpunierten Fische. Wer nicht weiß, was Freitauchen ist – man taucht ohne Sauerstoffflasche oder andere Geräte. Man springt ins Wasser und taucht, hält die Luft an und jagt Fische mit einer Harpune. Wir fingen dort Königsmakrelen. Einer meiner Freunde war etwa 25 Meter von mir entfernt, wir waren in einer Bucht und ich harpunierte einen Fisch. Es war ein sehr großer Fisch. Ich kämpfte mit ihm und er tauchte ab. Ich hielt die Schnur fest, nachdem ich ihn erwischte und er tauchte etwa 20 Meter tief. Er zog mich mehrmals hinunter und verkeilte sich schließlich unten zwischen Felsen. Er hing fest und ich konnte ihn nicht herausholen. Ich schaute mich um und sah meinen Freund nicht mehr. Ich dachte mir: „Er ist bestimmt um die Klippe herum in die nächste Bucht geschwommen.“ Das große Boot lag in der Nähe vor Anker und ich nahm an, dass sie ihn im Blick hatten, während ich mit dem Fisch kämpfte. Ich machte mir etwas Sorgen um ihn, weil er hinter der Klippe war und ich ihn nicht mehr sah. Aber ich hatte ja mit dem Fisch zu tun. Ich versuchte eine Stunde lang, den Fisch nach oben zu bekommen. Schließlich kam ein kleines Zodiac-Schnellboot vorbei und ich sagte: „Ich brauche Hilfe. Ich hab den Fisch erwischt. Er ist in 20 Meter Tiefe. So tief kann ich nicht tauchen.“ Sie fragten: „Wo ist dein Freund?“ Ich: „Ihr wisst es nicht?“ Sie sagten: „Nein!“

    Darauf ich: „Ich denke, er schwamm um die Klippe herum in die nächste Bucht.“ „Wir helfen dir später. Erst müssen wir ihn finden.“ Sie fuhren los. Ich verbrachte noch weitere 20 Minuten mit dem Fisch, den ich übrigens nie herausbekam. Ein großer Hai kam und fraß ihn, wirklich! Ich ruinierte meine Harpune. Sie kamen nach 20 Minuten wieder. Ich beschäftige mich immer noch mit dem Fisch und sie sagten: „Wir finden ihn nicht.“ Ich dachte, sie wollten mich reinlegen und nannte sie Lügner.

    Ich sagte: „Ihr Lügner!“ Ihr Blick zeigte mir, dass sie die Wahrheit sagten und mir war klar, dass er verschwunden war. Das ist gefährlich. Dort ist niemand, keine weiteren Boote, nur das offene Meer.

    Sehr wenige Menschen fahren so weit raus. Das Wetter kann sich schnell ändern – der Wellengang wurde immer stärker. Sie fragten: „Kann er in die andere Richtung geschwommen sein?“ Ich sagte: „Ich denke nicht.“ Sie meinten: „Wir schauen mal nach.“ Sie fuhren in die andere Richtung und waren etwa 15 Minuten unterwegs. Sie kamen zurück und sagten: „Dort ist er nicht!“ Ich kletterte in das Schnellboot und wir lichteten auch die Anker des großen Bootes. Wir suchten weitere 15-20 Minuten die Küste nach ihm ab. Er war verschwunden. Wir fuhren mit dem großen Boot, der Skipper fuhr fast zwei Kilometer von der Felseninsel weg. Er war sonst wo, die See war rau und ich dachte: „Was machst du nur draußen auf dem offenen Meer?“ Wir beteten alle. Dann sah ihn einer der Männer am Horizont. Er war sogar noch weiter draußen. Eine starke Strömung zog ihn ins offene Meer. Er war weit über zwei Kilometer draußen. Wer öfter am Meer ist, wird wissen, wie gefährlich das ist. Wir fanden die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. Ich habe es bis heute noch nicht ganz verarbeitet. Es war sehr still auf dem Boot in den folgenden Stunden und an jenem Abend. Es war nichts geringeres als ein Wunder, dass wir ihn da draußen gefunden haben, denn durch den Wellengang konnte man kaum etwas erkennen. Er war über zwei Kilometer weit draußen. Da ist weit und breit nichts, nur Tausende Kilometer offenes Meer. Wir fanden ihn und fuhren zurück. Wir priesen Gott und dankten Ihm für Seine Güte. Ich sage Ihnen, Gott greift ein. Es war ein Wunder, das Gott getan hat.

    Wir sollen jedenfalls große Erwartungen haben, weil uns Berichte vorliegen – Berichte aus der Bibel und aus dem Leben unserer Freunde, die Gottes Eingreifen erlebt haben. Liebe Freunde, Gott sitzt nach wie vor auf dem Thron. Er hat regen Anteil am Leben Seines Volkes.

    Drittens sollten wir große Erwartungen haben, weil Gott großartig ist und herrliche Dinge tut. In der Bibel ist von Gottes Größe die Rede.

    In 5. Mose 7 wird Er „der große und ehrfurchtgebietende Gott“ genannt.

    In 1. Mose 15 ist Er unser überaus großer Lohn.

    In Psalm 47 wir Er als großer König bezeichnet.

    In Hebräer 4 ist Er der große Hohepriester.

    In Hebräer 13 ist Er der Oberhirte.

    In Psalm 145 ist Er groß an Barmherzigkeit.

    In Nehemia 1 hat Er große Kraft.

    In Psalm 18 wirkte Er eine große Befreiung.

    In Psalm 76 hat Er einen großen Namen.

    In Psalm 19 gibt Er großen Lohn.

    Ich will Ihnen sagen, warum wir Großes erwarten sollen:

    In Psalm 145 hält Er große Güte bereit.

    In Psalm 92 tut Er große Dinge.

    In Psalm 86 wirkt Er große Wunder.

    In Psalm 19 gibt Er großen Frieden.

    In Psalm 117 erweist Er uns Seine große Güte.

    In Psalm 138 ist Er groß an Herrlichkeit.

    In Jeremiah 27 ist Er groß an Macht.

    In Jeremiah 32 ist Er der große Ratgeber.

    Psalm 139 sagt: Die Summe Seiner Gedanken ist groß.

    Klagelieder 3 sagt: Deine Treue ist groß.

    Daniel 4 sagt: Er wirkt große Zeichen.

    Joel 2 sagt: Er hat große Armeen.

    In Matthäus 4 gibt Er große Klarheit.

    Sacharja 8 spricht von Seinem großen Eifer.

    Im Buch Jona sorgt Er für einen großen Fisch, große Winde und gibt große Hoffnung.

    In Joel 3 wird Sein kommender Tag als groß bezeichnet.

    Große Stille kehrt in Markus 4 auf dem stürmischen See ein.

    In Apostelgeschichte 8 bewirkt Er große Freude.

    In Apostelgeschichte 4 gibt Er große Gnade.

    Ich will Ihnen sagen, warum wir große Erwartungen haben sollen.

    1. Korinther 16 sagt: Er öffnete eine große und wirksame Tür.

    In Epheser 2 ist von Seiner großen Liebe zu uns die Rede.

    Hebräer 2 spricht von der großen Rettung, die Er für uns erwirkte.

    2. Petrus 1 spricht von den überaus großen, kostbaren Verheißungen.

    In Offenbarung 18 verleiht Er große Autorität.

    Nach Offenbarung 20 wird Er als Richter auf einem großen weißen Thron sitzen.

    Nach Offenbarung 21 hat Er für uns eine große Stadt bereitet.

    Hören Sie, Seine Weisheit ist unerforschlich, Seine Barmherzigkeit ist unauslöschlich, Seine Gnade ist unerforschlich, Seine Segnungen sind unbegrenzt und Seine Pläne kann niemand stoppen. Seine Führung ist gewiss, Er hat bereits Vorsorge getroffen, Seine Engel sind bereits gesandt und Seine Gemeinde wird herrlich werden. Ich will Ihnen sagen, warum Sie größere Dinge erwarten sollten.

    Seine Fürsorge hört nie auf, Seine Augen sind immer wachsam, Sein Schutz ist unüberwindbar und Er liebt Sie von ganzem Herzen. Seine Größe ist grenzenlos.

    In Jeremia steht: „Rufe mich an und ich werde dir große und machtvolle Dinge zeigen, die du nicht kennst.“

    Kein Wunder, dass König David sagte: „Groß ist der Herr und sehr zu loben.“

    Kein Wunder, dass Jesaja sagte: „Singt und jubelt zum Herrn, dem Felsen Israels.“

    Wir dienen einem großen Gott und wir sollten große Erwartungen haben, weil Er große Dinge tut.

    Ja, große Dinge, große Dinge!

    Ein weiterer Grund ist, dass Jesus Christus uns den Heiligen Geist, den Tröster sandte und sagte:
    „Wenn Er kommt, wird Er von mir zeugen.“

    Sie wissen in Ihrem Herzen, dass alles, was ich sagte, wahr ist. Der Heilige Geist bestätigt, dass wir einem großen Gott dienen, dass Jesus unser großer Hohepriester ist, dass Er der Oberhirte ist und dass Ihm sehr daran liegt, jeder Not bei uns zu begegnen. Sie müssen auf diesen Zeugen in Ihrem Herzen hören, weil alles wahr ist und weil gemäß 1. Johannesbrief keine Lüge in ihm ist.

    Wir sollten große Erwartungen haben, weil Gott groß ist. Er ist grandios. Er tut Großes und Er möchte auch in Ihrem Leben Großes tun. Wenn diese Sendung Sie auferbaut hat oder Sie bereits seit einiger Zeit die Sendung sehen, würden Sie mir den Gefallen tun und uns ein paar Zeilen schreiben?

    Schicken Sie mir eine E-Mail? Es würde mich ermutigen zu hören, dass die Sendung oder die Predigten Ihnen geholfen haben. Würden Sie sich dafür etwas Zeit nehmen? Ich wäre Ihnen dankbar und unser Team auch. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

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