Die Frau, die Jesu Füße küsst

aus der Reihe “Drei Geschichten des Glaubens”


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Comments

  • Jule sagt:

    Schauen wir uns die dritte Person in unserer Serie an: die Sünderin. Ab Vers 36 im gleichen Kapitel steht:

    Lukas 7:36-46
    „Es bat ihn aber einer der Pharisäer, dass er mit ihm essen möge; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tisch. Und siehe, da war eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Tisch lag, brachte sie eine Alabasterflasche mit Salböl, trat von hinten an seine Füße heran, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes. Dann küsste sie seine Füße und salbte sie mit dem Salböl. Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sagt: Lehrer, sprich! Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; da sie aber nicht zahlen konnten, schenkte er es beiden. Wer nun von ihnen wird ihn am meisten lieben? Simon aber antwortete und sprach: Ich nehme an, der, dem er das meiste geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt.“

    Lukas 7:47-50
    “Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. Er aber sprach zu ihr: Deine Sünden sind vergeben. Und die, die mit zu Tisch lagen, fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet. Geh hin in Frieden!“

    Die Frau ist offensichtlich als Sünderin bekannt. Simon sagt zu sich selbst: „Wenn dieser Mann wüsste, wer sie ist und was sie ist, würde er sich nicht von ihr anfassen lassen.“ Es gibt nicht viel, wofür eine Frau damals bekannt sein konnte. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit war sie eine Prostituierte. Aber was können wir nicht alles von ihr lernen! Erstens: Sie drückt ihren Glauben durch Taten aus. Sie hat von Jesus gehört und glaubt, dass Er das hat, was ihrem Leben fehlt. Also geht sie zu Ihm. Ich finde es erstaunlich, dass sie es überhaupt geschafft hat, Simons Haus zu betreten. Sie muss sehr einfallsreich gewesen sein. Als sie eintritt, sitzen alle nach orientalischer Sitte auf Kissen, mit den Füßen hinter sich. Sie tritt hinter Jesus, kniet nieder, weint und fängt an, Seine Füße mit ihren Tränen zu waschen und mit ihren Haaren zu trocknen. Sie glaubt, dass Jesus sie trotz ihrer Vergangenheit nicht wegschicken wird. Nur gut, dass sie nicht versucht hat, die Füße von Simon zu waschen. Das hätte wohl ganz anders geendet. Nein, sie kommt zu Jesus. Auch einige von Ihnen müssen kommen. Handeln Sie. Er schickt Sie nicht weg.

    Vielleicht denken Sie, wenn Sie zu Gott kommen, schickt Er Sie weg. Ich sage Ihnen etwas: Er schickt Sie nicht weg. Was auch immer Sie getan oder nicht getan haben – Er liebt Sie. Glaube drückt sich durch Taten aus. Kommen Sie zu Ihm.

    Das Zweite, das wir von dieser Frau lernen können, ist, dass umso mehr Heiligung geschieht, je größer die Sünde ist. Jesus erzählt ein kurzes Gleichnis. Er sagt: „Simon, hör zu. Ein Mann hat 500 Denare Schulden, ein anderer 50. Beim einen ist es der Lohn von anderthalb Jahren, beim anderen von anderthalb Monaten. Keiner kann die Schuld zurückzahlen. Beiden wird die Schuld erlassen. Wer wird den Gläubiger mehr lieben?” Und Simon antwortet: „Der, dem die größere Schuld erlassen wurde.“ Jesus sagt: „Richtig. Ganz genau. Viel Vergebung, viel Liebe.“ In der Bibel steht, als aus Saulus, dem Verfolger, Paulus der Prediger wurde, wurde sein Eifer noch viel größer. Manchen unter uns ist nur zu sehr bewusst, wie groß die Schuld ist, die von dem Einen bezahlt wurde, der nichts schuldig war. Und als Drittes und Letztes: Der Glaube rettet und schenkt Frieden mit Gott. In Vers 50 sagt Jesus: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in Frieden.“ Das steht auch im Epheserbrief:
    „Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ Frieden mit Gott bekommen Sie durch keine Spende, sei sie noch so umfangreich, großzügig oder sogar aufopfernd. Frieden mit Gott bekommen Sie nur durch Glauben. Im Glauben können Sie die Hand ausstrecken und das empfangen, das Gott Ihnen in Seiner Gnade anbietet: Vergebung, Frieden, Rettung, Heilung und ein Neuanfang. Das können Sie sich nicht verdienen. Sie müssen es nur annehmen.

    Ich hoffe, Sie haben etwas aus dieser Predigt mitgenommen. Ich habe sie auf jeden Fall sehr gern gehalten. Zwei Dinge möchte ich jetzt noch tun. Zum einen möchte ich allen danken, die diese Sendungen unterstützen. In der Bibel steht, es ist richtig, denjenigen Materielles zu geben, die Ihnen geistlich dienen. Es gibt einige, die uns treu immer wieder unterstützen. Und ich bin sicher, dass Gott dafür sorgen wird, dass dies auch noch anderen Menschen ein Anliegen wird. An dieser Stelle möchte ich all denen danken, die uns so treu unterstützen. Und das Zweite: Wenn Sie Jesus noch nie Ihr Leben anvertraut haben, dann bitte ich Sie nur um dieses eine: Lassen Sie Jesus in Ihr Leben kommen. Sagen Sie Ja zu Ihm. Sie könnten in diesem Moment ganz woanders sein. Sie könnten etwas ganz anderes machen. Warum schauen Sie mir zu? Es muss einen Grund dafür geben: einen geistlichen Hunger tief in Ihrem Herzen. Vielleicht suchen Sie schon länger nach Gott. Sehen Sie das hier als Seine Berührung. Er sagt Ihnen: „Ich habe dein Herz gesehen. Hier bin ich.“ Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Rufen Sie Ihn an. Er wird Sie nicht enttäuschen. Auf Wiedersehen.

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