Treue und Sexualität – auch in Gedanken

aus Teil 2 der  Reihe “Die Zehn Gebote für die Ehe”


Posted in Bayless Conley, zwischenmenschliche Beziehungen and tagged , , , , , , , with 2 comments.

Comments

  • Jule sagt:

    Kommen wir zum Sechsten Gebot. Bitte lesen Sie mit mir

    2. Mose 20:14

    „Du sollst nicht ehebrechen.“

    In bezug auf Gott ist es geistlicher Ehebruch, wenn wir andere Dinge über Ihn stellen. In der Bibel lesen wir überall davon. Okkultismus oder andere Religionen nennt Gott geistlichen Ehebruch. In einer Ehe gibt es im Grunde nichts, was mehr zerstört als Untreue, als Ehebruch. Seien Sie Ihrem Ehepartner treu, nicht nur im Handeln, sondern auch in Gedanken. Auch hier ging Jesus noch einen Schritt weiter. Hören Sie, was Er in Matthäus 5:27-28 sagt:

    Matthäus 5:27-28

    „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.“

    Einen anderen Menschen als den Ehepartner zu begehren, erstickt eine Ehe. Liebe gibt, Begehren nimmt. Liebe dient, Begehren fordert. Liebe nährt, Begehren erstickt. Sex ist etwas Gutes – etwas sehr Gutes. Gott hat ihn für die Ehe erschaffen. Er ist ein Geschenk von Gott. Aber forderndes Begehren hat selbst in der Ehe keinen Platz. Und Janet hat auch hierzu etwas Wichtiges zu sagen. Ich denke, wir sollten ihr zuhören.

    Janet Conley auf Video: Als wir frisch verheiratet waren, erzählte mir die Frau des Pastors in der Gemeinde, zu der wir gehörten, von einem Vorfall aus ihrem Leben. Sie fuhr ziemlich oft zu einer bestimmten Tankstelle, öfter, als sie tanken musste. Der Grund war ein Angestellter dort, der ihr irgendwie gefiel. Aber sie war eine verheiratete Frau. Plötzlich wurde ihr klar, was sie da tat und sie sagte, sie musste es im Keim ersticken. Gott machte ihr bewusst, was da vorging und sagte ihr, sie müsse es im Keim ersticken. Die Gedanken an jenen Mann, von ihm zu träumen und darüber nachzudenken, wie sie in seiner Nähe sein könnte und wie schön das doch wäre und Ähnliches. Aber Gott sagte zu ihr: „Du musst diese Sache im Keim ersticken.“ Und sie hat mir davon erzählt.

    Wissen Sie, ich glaube, in jeder Beziehung kommen einmal solche Gedanken auf. Doch diese Gedanken müssen im Keim erstickt werden, denn wenn man ihnen nachgeht, handelt man bald auch danach. Ihre erste Aktion war, zur Tankstelle zu fahren. Und wenn man so etwas nicht im Keim erstickt, im Ansatz stoppt, wird es nur weiter wachsen. Man muss sagen: Das ist nicht richtig; das führt zu nichts. – Und das hat mir sehr geholfen. Es war gut für mich, das gleich am Beginn unserer Ehe zu hören. Ich habe es nie vergessen.

    Bayless Conley: Ein sehr wichtiger Hinweis. Ich glaube, wir können unsere Ehen affärensicher machen. Dazu möchte ich zum Schluss noch drei Gedanken weitergeben. Über die anderen Gebote sprechen wir in der nächsten Sendung.

    Ich wusste nicht genau, wie lange wir brauchen, aber ich bemühe mich, pünktlich zu enden. – Drei Gedanken dazu, wie Sie Ihre Ehe affärensicher machen können.

    • Erstens: bestärkende Kommunikation;

    • Zweitens: Gemeinschaft;

    • Drittens: Nähe.

    Bestärkende Kommunikation, Gemeinschaft und Nähe. Es ist sehr wichtig, einander zu bestärken. Schreiben Sie sich bitte folgende Bibelstelle auf: Hohelied 7:1-6. Dort macht Salomo seiner Braut Komplimente über ihre äußere Erscheinung, ihren Körper. Das war sehr wichtig, denn wenn Sie Hohelied, Kapitel eins lesen, sehen Sie, dass die Braut in dieser Hinsicht unsicher war. Sie war ein Mädchen vom Land und sie sagte: „Starrt mich nicht an, weil meine Haut so dunkel ist.“ Sie war braun gebrannt von ihrer Arbeit im Weinberg und gegenüber den gepflegten Hofdamen fühlte sie sich unsicher. Und Salomo baute sie auf, wo sie sich am unsichersten fühlte.

    Meine Damen, ich will Ihnen ein Geheimnis verraten. Sagen Sie Ihrem Mann nicht, dass ich das gesagt habe, aber er ist wie ein kleiner Junge in einem Erwachsenenkörper. Sie müssen ihn bewundern, und zwar ganz offen. In Epheser 5:33 steht: „Die Frau habe Ehrfurcht vor dem Mann.“ Die Amplified Bible überträgt den Grundtext hier so, dass besonders deutlich wird, dass die Frau ihren Mann über alle Maßen bewundern soll. Die Welt da draußen ist hart. Wenn wir Männer nach Hause kommen und uns erwartet eine Frau, die uns bewundert und hilft, ist das besser als Gold. Sie können uns Flügel verleihen oder Ketten anlegen. Ich bitte Sie: Helfen Sie uns zu fliegen. Wir brauchen Bestätigung von Ihnen. Wenn wir etwas richtig machen, sagen Sie es uns. Reiben Sie uns nicht jeden Fehler unter die Nase. Ich meine, wir müssen natürlich schon wissen, was wir falsch machen, aber wir brauchen viel Bestätigung. Und, Männer, wir müssen auch unsere Frauen bestätigen. Das ist besonders wichtig in den Bereichen, in denen Sie merken, dass Ihre Frau irgendwie unsicher ist.

    Es ist schon seltsam. Wir sind seit 25 Jahren hier in Cottonwood und wenn wir nach Hause kommen, frage ich meine Frau noch immer: „Was hast du über meine Predigt gedacht?“ Ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Sie ist ehrlich zu mir, aber selbst wenn sie denkt, ich hätte es besser machen können, verpackt sie es so, dass es ermutigend bleibt. Das brauchen wir Männer.

    Ein zweiter Gedanke. Wenn Sie Ihre Ehe affärensicher machen wollen, ist Gemeinschaft sehr wichtig. Tun Sie Dinge gemeinsam, selbst in der Freizeit. Es ist schon seltsam. Manche Männer sagen: „Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir haben geheiratet und sie hat sich verändert. Sie hat mich getäuscht.“ Und ich frage: „Was meinen Sie?“ „Na, am Anfang unserer Beziehung hat sie mit mir Fußball geschaut oder ist mit mir zu einem Baseballspiel gegangen oder wir haben zusammen Golf gespielt. Das war super. Ich dachte, ich habe meine Traumfrau gefunden. Sie mag Fußball! Aber seit wir verheiratet sind, schaut sie nicht mal ein Spiel im Fernsehen mit mir. Sie meint, sie hätte Fußball sowieso noch nie gemocht.“ Wissen Sie, warum sie zuerst mit ihm Fußball geschaut hat? Sie hat versucht, sich ihn zu angeln. Sie hat Zeit mit ihm verbracht. Das war wichtig. Und vom Standpunkt des Mannes aus wirkt es so, als hätte sie sich jetzt verändert. Umgekehrt ist es aber ganz genauso! Er hat ihr immer Rosen gekauft und kleine süße romantische Geschenke gemacht. „Er hat mich auf einen Kaffee eingeladen und wir haben uns unterhalten und dann sind wir am Strand spazieren gegangen. Und das macht er jetzt gar nicht mehr. Er hat sich verändert.“ Ich glaube, manchmal denken wir Männer: „Jetzt habe ich sie doch. Warum soll ich das ganze Zeug immer noch machen?“

    Jesus sagte in der Offenbarung in einem Brief an eine Gemeinde: „Ihr müsst umkehren und zu eurer ersten Liebe zurückkehren und die ersten Werke tun. Ihr seid von dem abgekommen, was ihr hattet.“ Das trifft genauso auf die Ehe zu. Finden Sie Dinge, die Sie zusammen tun können. Setzen Sie sich hin und schauen Sie das Fußballspiel mit ihm an. Gehen Sie mit ihr am Strand oder im Wald spazieren. Gehen Sie mit ihr shoppen. In manchen Geschäften gibt es sogar bequeme Sessel, da können Sie sich hinsetzen, während Ihre Frau in der Umkleide ist. Solche Geschäfte mag ich. Aber es ist wichtig, dass Sie Zeit miteinander verbringen, auch Freizeit. Vielleicht sind Sie beide ja so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Aber vielleicht können Sie ja eine Liste mit zehn Dingen schreiben, die Sie gern machen oder die Sie gern einmal ausprobieren würden. Sie können auch eine Rangfolge festlegen: fünf Punkte für etwas, das Sie richtig gern tun und einen Punkt für etwas, das ganz okay ist. Und dann vergleichen Sie Ihre Listen. Wenn es Schnittmengen gibt, dann tun Sie diese Dinge gemeinsam. Pflegen Sie Ihre Gemeinschaft. Wir reden von Qualitätszeit, aber Qualität kommt auch aus Quantität. Es läuft immer wieder auf das eine hinaus: Verbringen Sie Zeit miteinander.

    Bayless Conley:

    Ich hoffe, Sie konnten bisher schon einige wichtige Impulse aus dieser Serie mitnehmen. Ich glaube, je weiter wir mit den Zehn Geboten für die Ehe kommen, desto besser wird es. Die Zehn Gebote sind Gottes Eheversprechen an Sein Volk, nicht nur eine Liste von Dingen, die wir nicht tun dürfen oder tun müssen. Aber wenn Gottes Volk eine lebendige, gesunde Beziehung zu Ihm haben will, müssen alle Elemente vorhanden sein. Und es gibt so viele Übertragungsmöglichkeiten! Die Zehn Gebote gelten für die Ehe und auch für jede andere Beziehung. Deswegen schalten Sie doch nächste Woche wieder ein, denn es wird immer besser. Und zum Schluss heute möchte ich noch eines sagen: Es ist kein Zufall, dass Sie mir so lange zugehört haben. Vielleicht brauchen Sie gerade dringend Hilfe; vielleicht bricht Ihr Leben gerade zusammen. Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie Gott wichtig sind. Er liebt Sie, Er kennt Ihre Situation. Bitten Sie Ihn noch heute um Hilfe. Er wird Ihnen helfen!

  • Jule sagt:

    Die Zehn Gebote für die Ehe / Teil 3/5
    29.01.2012
    Pastor Bayless und Janet Conley

    BAYLESS CONLEY: Herzlich willkommen zu unserer heutigen Sendung! Janet ist wieder dabei und wir wollen unsere Reihe über die Zehn Gebote der Ehe fortsetzen. Wissen Sie was? Wir haben festgestellt, dass eine gute Ehe nicht einfach so „passiert“. Stimmt’s, Schatz?

    JANET CONLEY: Hallo!… nein, man muss daran arbeiten. Aber es lohnt sich und die Ehe wird dadurch einfach immer besser.

    BAYLESS CONLEY: Immer besser…, also nehmen Sie die Bibel zur Hand, wenn Sie eine haben und tun Sie etwas für Ihre Ehe! Wir werden gemeinsam darüber nachdenken, wie wir Gottes Eheversprechen an Sein Volk, die Zehn Gebote, auf die menschliche Ehe anwenden können. Es gibt dazu in der Bibel viel zu entdecken. Ganz gleich, ob Sie verheiratet sind, unverheiratet, geschieden, ob Sie heiraten wollen oder nicht – Sie werden auf jeden Fall etwas für Ihr Leben mitnehmen können, während wir dieses Thema miteinander behandeln. Willst du noch etwas sagen, bevor wir loslegen, Schatz?

    JANET CONLEY: Hören Sie gut zu und wenden Sie es an. Sie werden sehen, wie sich etwas tut, denn es ist Gottes Wort und Gott weiß, was am besten für uns ist.

    BAYLESS CONLEY: Ja, so ist es.

    Kommen wir zum nächsten Gebot. Bitte lesen Sie mit mir

    2. Mose 20:14
    „Du sollst nicht ehebrechen.“

    In bezug auf Gott ist es geistlicher Ehebruch, wenn wir andere Dinge über Ihn stellen. In der Bibel lesen wir überall davon. Okkultismus oder andere Religionen nennt Gott geistlichen Ehebruch. In einer Ehe gibt es im Grunde nichts, was mehr zerstört als Untreue, als Ehebruch. Seien Sie Ihrem Ehepartner treu, nicht nur im Handeln, sondern auch in Gedanken. Auch hier ging Jesus noch einen Schritt weiter. Hören Sie, was Er in

    Matthäus 5:27-28 sagt:
    „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.“

    Einen anderen Menschen als den Ehepartner zu begehren, erstickt eine Ehe. Liebe gibt, Begehren nimmt. Liebe dient, Begehren fordert. Liebe nährt, Begehren erstickt. Sex ist etwas Gutes – etwas sehr Gutes. Gott hat ihn für die Ehe erschaffen. Er ist ein Geschenk von Gott. Aber forderndes Begehren hat selbst in der Ehe keinen Platz. Und Janet hat auch hierzu etwas Wichtiges zu sagen. Ich denke, wir sollten ihr zuhören.

    JANET CONLEY AUF VIDEO: Als wir frisch verheiratet waren, erzählte mir die Frau des Pastors in der Gemeinde, zu der wir gehörten, von einem Vorfall aus ihrem Leben. Sie fuhr ziemlich oft zu einer bestimmten Tankstelle, öfter, als sie tanken musste. Der Grund war ein Angestellter dort, der ihr irgendwie gefiel. Aber sie war eine verheiratete Frau. Plötzlich wurde ihr klar, was sie da tat und sie sagte, sie musste es im Keim ersticken. Gott machte ihr bewusst, was da vorging und sagte ihr, sie müsse es im Keim ersticken. Die Gedanken an jenen Mann, von ihm zu träumen und darüber nachzudenken, wie sie in seiner Nähe sein könnte und wie schön das doch wäre und Ähnliches. Aber Gott sagte zu ihr: „Du musst diese Sache im Keim ersticken.“ Und sie hat mir davon erzählt. Wissen Sie, ich glaube, in jeder Beziehung kommen einmal solche Gedanken auf. Doch diese Gedanken müssen im Keim erstickt werden, denn wenn man ihnen nachgeht, handelt man bald auch danach. Ihre erste Aktion war, zur Tankstelle zu fahren. Und wenn man so etwas nicht im Keim erstickt, im Ansatz stoppt, wird es nur weiterwachsen. Man muss sagen: Das ist nicht richtig; das führt zu nichts. – Und das hat mir sehr geholfen. Es war gut für mich, das gleich am Beginn unserer Ehe zu hören. Ich habe es nie vergessen.

    BAYLESS CONLEY: Ein sehr wichtiger Hinweis. Ich glaube, wir können unsere Ehen affärensicher machen. Dazu möchte ich zum Schluss noch drei Gedanken weitergeben. Wir werden nicht auf alle ausführlich eingehen können. Ich wusste nicht genau, wie lange wir brauchen, aber ich bemühe mich, pünktlich zu enden. – Drei Gedanken dazu, wie Sie Ihre Ehe affärensicher machen können. Erstens: bestärkende Kommunikation; zweitens: Gemeinschaft; drittens: Nähe. Bestärkende Kommunikation, Gemeinschaft und Nähe. Es ist sehr wichtig, einander zu bestärken. Schreiben Sie sich bitte folgende Bibelstelle auf: Hohelied 7:1-6. Dort macht Salomo seiner Braut Komplimente über ihre äußere Erscheinung, ihren Körper. Das war sehr wichtig, denn wenn Sie Hohelied, Kapitel 1 lesen, sehen Sie, dass die Braut in dieser Hinsicht unsicher war. Sie war ein Mädchen vom Land und sie sagte: „Starrt mich nicht an, weil meine Haut so dunkel ist.“ Sie war braun gebrannt von ihrer Arbeit im Weinberg und gegenüber den gepflegten Hofdamen fühlte sie sich unsicher. Und Salomo baute sie auf, wo sie sich am unsichersten fühlte.

    Meine Damen, ich will Ihnen ein Geheimnis verraten. Sagen Sie Ihrem Mann nicht, dass ich das gesagt habe, aber er ist wie ein kleiner Junge in einem Erwachsenenkörper. Sie müssen ihn bewundern, und zwar ganz offen. In

    Epheser 5:33 steht:
    „Die Frau habe Ehrfurcht vor dem Mann.“

    Die Amplified Bible überträgt den Grundtext hier so, dass besonders deutlich wird, dass die Frau ihren Mann über alle Maßen bewundern soll. Die Welt da draußen ist hart. Wenn wir Männer nach Hause kommen und uns erwartet eine Frau, die uns bewundert und hilft, ist das besser als Gold. Sie können uns Flügel verleihen oder Ketten anlegen. Ich bitte Sie: Helfen Sie uns zu fliegen. Wir brauchen Bestätigung von Ihnen. Wenn wir etwas richtig machen, sagen Sie es uns. Reiben Sie uns nicht jeden Fehler unter die Nase. Ich meine, wir müssen natürlich schon wissen, was wir falsch machen, aber wir brauchen viel Bestätigung. Und, Männer, wir müssen auch unsere Frauen bestätigen. Das ist besonders wichtig in den Bereichen, in denen Sie merken, dass Ihre Frau irgendwie unsicher ist.

    Es ist schon seltsam. Wir sind seit 25 Jahren hier in Cottonwood und wenn wir nach Hause kommen, frage ich meine Frau noch immer: „Wie fandest du meine Predigt heute?“ Ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Sie ist ehrlich zu mir, aber selbst wenn sie denkt, ich hätte es besser machen können, verpackt sie es so, dass es ermutigend bleibt. Das brauchen wir Männer.

    Ein zweiter Gedanke. Wenn Sie Ihre Ehe affärensicher machen wollen, ist Gemeinschaft sehr wichtig. Tun Sie Dinge gemeinsam, selbst in der Freizeit. Es ist schon seltsam. Manche Männer sagen: „Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir haben geheiratet und sie hat sich verändert. Sie hat mich getäuscht.“ Und ich frage: „Was meinen Sie?“ „Na, am Anfang unserer Beziehung hat sie mit mir Fußball geschaut oder ist mit mir zu einem Baseballspiel gegangen oder wir haben zusammen Golf gespielt. Das war super. Ich dachte, ich habe meine Traumfrau gefunden. Sie mag Fußball! Aber seit wir verheiratet sind, schaut sie nicht mal ein Spiel im Fernsehen mit mir. Sie meint, sie hätte Fußball sowieso noch nie gemocht.“

    Wissen Sie, warum sie zuerst mit ihm Fußball geschaut hat? Sie hat versucht, sich ihn zu angeln. Sie hat Zeit mit ihm verbracht. Das war wichtig. Und vom Standpunkt des Mannes aus wirkt es so, als hätte sie sich jetzt verändert. Umgekehrt ist es aber ganz genauso! Er hat ihr immer Rosen gekauft und kleine süße romantische Geschenke gemacht. „Er hat mich auf einen Kaffee eingeladen und wir haben uns unterhalten und dann sind wir am Strand spazieren gegangen. Und das macht er jetzt gar nicht mehr. Er hat sich verändert.“ Ich glaube, manchmal denken wir Männer: „Jetzt habe ich sie doch. Warum soll ich das ganze Zeug immer noch machen?“

    Jesus sagte in der Offenbarung in einem Brief an eine Gemeinde: „Ihr müsst umkehren und zu eurer ersten Liebe zurückkehren und die ersten Werke tun. Ihr seid von dem abgekommen, was ihr hattet.“ Das trifft genauso auf die Ehe zu. Finden Sie Dinge, die Sie zusammen tun können. Setzen Sie sich hin und schauen Sie das Fußballspiel mit ihm an. Gehen Sie mit ihr am Strand oder im Wald spazieren. Gehen Sie mit ihr shoppen. In manchen Geschäften gibt es sogar bequeme Sessel, da können Sie sich hinsetzen, während Ihre Frau in der Umkleide ist. Solche Geschäfte mag ich. Aber es ist wichtig, dass Sie Zeit miteinander verbringen, auch Freizeit. Vielleicht sind Sie beide ja so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Aber vielleicht können Sie ja eine Liste mit zehn Dingen schreiben, die Sie gern machen oder die Sie gern einmal ausprobieren würden. Sie können auch eine Rangfolge festlegen: fünf Punkte für etwas, das Sie richtig gern tun und einen Punkt für etwas, das ganz okay ist. Und dann vergleichen Sie Ihre Listen. Wenn es Schnittmengen gibt, dann tun Sie diese Dinge gemeinsam. Pflegen Sie Ihre Gemeinschaft. Wir reden von Qualitätszeit, aber Qualität kommt auch aus Quantität. Es läuft immer wieder auf das eine hinaus: Verbringen Sie Zeit miteinander.

    Und dann das Dritte – und das ist sehr wichtig: Sie brauchen Nähe zueinander, körperliche Nähe. Wenn Sie verheiratet sind, ist Ihr Mann oder Ihre Frau, ist Ihr Ehepartner der Einzige, mit dem Sie körperliche Befriedigung erleben dürfen. Eine Ehebeziehung braucht diese körperliche Nähe und Intimität. Und das ist etwas, woran man arbeiten muss. Man muss auch miteinander darüber sprechen. So peinlich das auch für manche Menschen sein mag, aber Sie müssen darüber reden. Also, meine Damen, wenn er eher ungehobelt ist und Ihre Bedürfnisse nicht versteht, dann reden Sie mit ihm darüber. Tun Sie es behutsam – auch hier braucht ein Mann Bestätigung -, aber sagen Sie ihm, was Sie brauchen. Und für die Männer gilt das genauso. Wir müssen in der Ehe offen und ehrlich über Sexualität reden können. Die meisten Männer sind ganz anders als Frauen veranlagt. Frauen sind so ähnlich wie Bügeleisen – das Aufheizen dauert eine Weile. Männer sind da eher wie Schweißbrenner – immer bereit! Es kann sein, dass der Mann seine zehn Minuten hatte und dann ist er fertig und schläft und schnarcht schon, während sie nicht mal in Stimmung gekommen ist. Und sie liegt frustriert neben ihm im Bett und er sieht aus wie ein gestrandeter Wal, schnarcht friedlich und kapiert gar nichts. Deshalb muss man in der Ehe offen über diesen Bereich sprechen. Wissen Sie, es gibt auch sehr gute Bücher zu dem Thema oder anderes Material. Wenn Ihnen dieses Thema unangenehm ist, dann kaufen Sie sich ein gutes Buch dazu und lesen Sie es beide. Unterstreichen Sie, was Ihnen gefällt oder was Sie anspricht. Und dann tauschen Sie das Buch mit Ihrem Partner und schauen Sie, was der andere unterstrichen hat. Aber die Kommunikation ist wichtig.

    Dann möchte ich Ihnen auch noch etwas zum Thema Ehebruch mit auf den Weg geben. Bitte: Seien Sie vorsichtig im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Im Buch der Sprüche sagt Salomo, wenn Menschen sich auf zerstörerische außereheliche Beziehungen einlassen, beginnt das Ganze in den meisten Fällen mit verbalen Schmeicheleien. Er spricht immer wieder über die schmeichelnden Worte einer fremden Frau und den Mann, der in diese Falle tappt und Ehebruch mit ihr begeht. Aber das gilt für Männer und Frauen. Wenn Sie sich nach einem Kompliment sehnen, wenn Sie von Ihrem Ehemann keine verbale Bestätigung bekommen, dann klingt ein Kompliment von einem Kollegen einfach gut. Zum Beispiel:

    „Warst du nicht letzte Woche in dieser Sportzeitschrift… die Frau in dem Badeanzug?“
    „Hast du abgenommen? Du siehst super aus!“
    „Hast du eine Versicherung für diese Beine?“

    Oder so ähnlich. So blöd diese Sprüche auch sind – wenn Sie daheim nie ein Kompliment bekommen, kann die Fantasie schon mal durchgehen. Oder eine Frau sagt:

    „Ich hoffe, deine Frau ist gut zu dir. Ich hoffe, sie weiß, was für einen Schatz sie an dir hat. Mit jemandem wie dir wäre ich für immer glücklich und zufrieden.“

    So kleine Bemerkungen nebenher… in der Firma oder im Fitnessstudio oder wo auch immer… solche Sprüche bekommt man ziemlich oft zu hören. Und wenn Sie nicht, wie Janet gesagt hat, die Sache im Keim ersticken und diese Gedanken stoppen, dann wächst das Ganze immer weiter. Paulus schreibt: „Wir kämpfen mit den mächtigen Waffen Gottes, mit denen wir Festungen zerstören.“ Er beschreibt hier eine Rückwärtsentwicklung. Paulus spricht davon, Festungen und Gedankengebäude zu zerstören und jeden Gedanken gefangen zu nehmen. Es ist ein Schlachtfeld und es beginnt mit einem Gedanken. Wenn Sie den nicht gefangen nehmen… vielleicht war es ein lockeres Kompliment von jemandem über Ihr Aussehen… oder: „Du bist so stark oder hübsch oder gut aussehend.“ oder: „Du bist ein Genie!“ oder: „Du bist ein toller Mensch.“ Was es auch ist: Wenn Sie diesen Gedanken nicht gefangen nehmen und sagen: „Moment mal. Das muss ich mit Vorsicht genießen“ – dann kommt die Fantasie in Fahrt. Und plötzlich sagt etwas in Ihren Gedanken: „Ich bin wirklich nicht glücklich. Wenn ich so jemanden hätte, könnte ich glücklich sein. Warum sagt meine Frau oder mein Mann so etwas nicht?“ Dann fangen Sie bald an, sich mit diesem anderen Menschen vorzustellen. Und wenn Sie an diesem Punkt nicht durchgreifen, wächst der Gedanke zu einer Gedankenfestung, die Sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Am Ende denken Sie die ganze Zeit nur noch über diese Person nach und wie es wäre, mit demjenigen zusammen zu sein. Sie denken an Sex mit ihm oder daran, wie es wäre, mit ihm oder ihr verheiratet zu sein. Und wenn der Gedanke erst zu einer Festung wird, wird bei der nächsten Gelegenheit eine Handlung daraus. Der Teufel arbeitet von diesen Festungen in unserem Kopf aus, aber das alles beginnt mit einem Gedanken. Also schützen Sie Ihre Ehe. Halten Sie sie im Namen von Jesus rein.

Schreibe einen Kommentar