Aufrichtigkeit

aus Teil 3 der  Reihe “Die Zehn Gebote für die Ehe”


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Comments

  • Jule sagt:

    Nun machen wir da weiter, wo wir letztes Mal aufgehört haben. In

    2. Mose 20:15 heißt es:
    „Du sollst nicht stehlen.“

    Seien Sie ein aufrichtiger Mensch. Wenn Sie betrügen und Winkelzüge suchen, vielleicht bei der Arbeit, bei Ihren Kunden oder in anderer Hinsicht, wird es Ihrem Ehepartner sehr schwer fallen, Sie zu respektieren. Aufrichtigkeit ist für eine gesunde Beziehung enorm wichtig. Zunächst einmal soll man nicht stehlen. Es ist falsch zu stehlen. Aber Zeit stehlen ist zum Beispiel auch Diebstahl. Wenn jemand Sie zum Arbeiten in seiner Firma eingestellt hat und Sie erledigen jeden Tag stundenlang private Dinge in Ihrer Arbeitszeit, dann bestehlen Sie Ihren Arbeitgeber. Wenn man so handelt, geht nach und nach die persönliche Integrität verloren. Unser Ehepartner sollte stolz auf unsere Aufrichtigkeit sein können. Wenn Sie sich eine gute Ehebeziehung wünschen, müssen Sie aufrichtig sein. Das ist ein Muss.

    Vor Jahren las ich einmal eine Geschichte, die mich tief bewegt hat. Sie handelt von einer Pastorenfamilie, der ein Hund zugelaufen war. Einer der Söhne hatte ihn gefunden. Der Hund passte wunderbar in die Familie und alle liebten ihn. Die Kinder liebten den Hund heiß und innig. Nach einigen Wochen erfuhr ein Mann, dass dieser Pastorenfamilie ein Hund zugelaufen war. Er rief dort an und sagte: „Ich habe gehört, dass Sie einen herrenlosen Hund gefunden haben. Mein Hund ist weggelaufen und er sieht so und so aus.“ Und er beschrieb den Hund, der der Familie zugelaufen war, bis ins kleinste Detail. Aber die Kinder liebten den Hund so sehr. Der Pastor wusste eigentlich, dass der Anrufer der Besitzer des Hundes war, doch er sagte: „Also… es gibt ja viele Hunde, die so aussehen. Das muss nicht heißen, dass es Ihr Hund ist. Hat Ihr Hund ein ganz besonderes Kennzeichen, an dem wir erkennen würden, ob es Ihr Hund ist?“ Und der Mann sagte. „Ja. An seinem Schwanz sind in dem schwarzen Fell drei borstige weiße Haare.“ Dann meinte er: „Ich komme jetzt und hole meinen Hund ab.“ Der Pastor nahm den Hund in Augenschein, und richtig, da waren die drei weißen Borsten. Er dachte: „Das wird meinen Jungs das Herz brechen“, also holte er eine Pinzette und zog die drei weißen, borstigen Haare aus dem Schwanz des Hundes. Der Mann kam, schaute sich den Hund an und sagte: „Das ist mein Hund.“ Der Pastor erwiderte: „Sagten Sie nicht etwas von drei weißen Haaren im Schwanz? Wo sind die denn?“ Aber sie waren weg. Der Pastor sagte: „Tut mir leid, aber ich kann Ihnen den Hund nicht geben. Meine Jungs lieben ihn. Und wenn es Ihr Hund wäre, hätte er die weißen Haare.“ Und ich werde nie vergessen, was dieser Pastor über seine Lüge und den Diebstahl schrieb: „An jenem Tag bekamen wir einen Hund, aber ich verlor drei Söhne für Christus.“ Seine Söhne sahen, dass er nicht lebte, was er predigte.

    Das trifft auch für die Ehe zu. Untergraben Sie nicht Ihre Integrität. Ein guter Name ist etwas sehr, sehr Wertvolles. Und wenn Sie unehrlich sind, können Sie keinen guten Namen haben. Vor allem Ihre Familie, Ihr Ehepartner sollte Ihnen Aufrichtigkeit bescheinigen können. Wenn Sie sich eine gute Ehe, eine sehr gute Ehe wünschen, dann seien Sie ein ehrlicher Mensch und stehlen Sie nicht.

  • Jule sagt:

    Wir kommen zu Vers 16 und dem nächsten Gebot. Dort heißt es:
    „Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen.“

    Seien Sie ehrlich. Seien Sie nicht hinterhältig. Jemand, der seine Mitmenschen anlügt, ist kein guter Partner für eine Ehe. Ehrlichkeit und Vertrauen bilden das Herzstück einer guten Ehe. Bei der Videoaufzeichnung habe ich Janet gefragt, für wie wichtig sie Ehrlichkeit in einer Ehe hält und ob es einen bestimmten Lebensbereich gibt, in dem es besonders nötig ist, dass die Ehepartner ganz ehrlich miteinander umgehen. Ihre Antwort ist wirklich sehr interessant. Können wir bitte sehen, was Janet dazu zu sagen hat?

    JANET CONLEY AUF VIDEO: Ich glaube, Wahrheit ist das Fundament für eine Ehe. Ohne Wahrheit gibt es keine Sicherheit für eine Ehe. Ich denke, einer der größten Bereiche in einer Ehe ist wahrscheinlich das Geld und es ist sehr wichtig, dass man einander im Umgang mit Geld vertrauen kann. Ich weiß, dass der Umgang mit Geld sich auf jeden anderen Bereich des Lebens auswirkt. In der Bibel gibt es viele Stellen über das Gebet und den Glauben und viele andere Dinge, aber die Bibel hat auch jede Menge über Geld zu sagen. Und wie wir mit Geld umgehen und es verwalten, betrifft so einige Bereiche unseres Lebens. Also ist es sehr wichtig, dass wir in der Ehe in diesem Bereich ganz ehrlich miteinander umgehen. Ich weiß noch, als wir frisch verheiratet waren, da hatten wir eine Abmachung, dass wir alle Ausgaben über 25 Dollar miteinander absprechen. Das war vor 25 Jahren am Anfang unserer Ehe. Wir wussten beide noch nicht so genau, wie der andere mit Geld umgeht, also hat diese Methode gut funktioniert. Und so haben wir es auch weiterhin gehalten… nie etwas hinter dem Rücken des anderen zu tun, keine Kreditkarten zu haben und so weiter. Ich glaube, Geld kann zu einem echten Problemthema werden, wenn die Partner nicht offen damit umgehen. Manchmal ist es sicher schwierig, über Geld zu reden. Das kann daran liegen, aus was für einer Familie man kommt oder man ist einfach, wie man ist. Der eine ist vielleicht sehr konservativ und der andere geht sehr locker mit Geld um. Dann kann es zu Konflikten kommen. Aber ich glaube, Gott kann auch Gegensätze zusammenführen. Natürlich kann Geld ein Konfliktthema sein. Aber ich denke, Gottes Absicht ist eher, eine Balance zu schaffen. Er kann die Unterschiede zwischen jemandem, der sehr strikt mit Geld umgeht und jemandem, der sehr frei damit umgeht, ausgleichen. Dafür müssen die Partner aber darüber reden. Also achten Sie einfach darauf, dass Sie wirklich offen miteinander sind. Sprechen Sie bewusst darüber, auch wenn es schwer ist oder Sie verunsichert. Aber Geld ist ein Thema, mit dem Sie offen umgehen müssen. Ihre Ehe wird auf jeden Fall davon profitieren.

    BAYLESS CONLEY: Sagen Sie alle: „Schatz, wir müssen übers Geld reden…“ und über vieles andere auch. In all den Jahren, in denen schon so viele Ehepaare bei mir in der Seelsorge waren, war ein unehrlicher Umgang mit Geld mehr als einmal ein großes Problem. Also entscheiden Sie sich bewusst zur Ehrlichkeit. Gewöhnen Sie es sich gar nicht erst an, die Wahrheit aufzuhübschen.

    Vor Jahren, in einer anderen Gemeinde, in der ich Pastor war, hatte ein junger Mann viele Probleme. Seine Ehe war kaputtgegangen und er hatte jede Menge Beziehungsprobleme. Und aus irgendeinem Grund schien er blind dafür zu sein. Er war nicht unfähig, sondern eher nicht bereit, ganz ehrlich zu sein. Eines Tages kam er mit einer Halskrause in die Kirche. Ich fragte ihn: „Was ist denn passiert?“ Er sagte: „Ach, ich hatte einen Autounfall.“ Ich sagte: „Wirklich? Das ist ja furchtbar! Soll ich für Sie beten?“ Er meinte: „Nein, nein, nein, ist schon okay.“ Ich fragte: „Warum?“ Er sagte: „Ich verklage die andere Fahrerin. Mir geht es gut, aber wenn ich die Halskrause abnehme, kann ich den Prozess nicht gewinnen.“ Und ich dachte mir: „Das sagt viel über einen Menschen aus.“

    Ich habe einmal eine Geschichte von einem Mann gehört, der jemanden wegen eines Autounfalls verklagte. Bei dem Unfall hatte er sich die Schulter verletzt. Der Anwalt, der mit ihm redete, fragte: „Wie hoch können Sie denn seit dem Unfall Ihren Arm heben?“ Der Mann sagt: „Ach, nur bis hier unten.“ Fragt der Anwalt: „Wie hoch konnten Sie den Arm vor dem Unfall heben?“ „O, davor ging es bis hier oben!“

    Seien Sie ehrlich.

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