Einander nicht zürnen

aus Teil 2 der  Reihe “Die Zehn Gebote für die Ehe”


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Comments

  • Jule sagt:

    Jetzt kommen wir zum Fünften Gebot, 2. Mose 20:13. Das ist ein lebenswichtiges Gebot für die Ehe.

    2. Mose 20:13

    „Du sollst nicht töten.“

    Töten Sie Ihren Ehepartner nicht! Andernfalls ist es schwer, eine glückliche Ehe zu führen. Jesus erklärte das näher und ich möchte einen Teil aus Matthäus 5:21-22 zitieren. Jesus sagte: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: ‚Du sollst nicht töten!‘, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein.“

    Hören Sie gut zu: Wenn Sie sich eine gute, gesunde, beständige Ehe wünschen, müssen Sie lernen, sanft zu sein. Menschen, die schnell wütend werden oder zu Gewalt neigen, zerstören Beziehungen. In manchen Häusern gibt es Löcher in den Türen oder Wänden, nämlich dort, wo er oder sie mit der Faust hingeschlagen hat.

    Es ist schon lange her; ich war mit Freunden bei der Beerdigung eines gemeinsamen Bekannten gewesen, der an einer Überdosis gestorben war. Anschließend saßen wir noch bei einem Freund im Haus zusammen. Wir waren alle völlig niedergeschlagen, aber seine Frau war mit dem Staubsauger im Haus unterwegs. Wir waren total deprimiert und mit Sicherheit hatten wir auch getrunken und Drogen genommen. Und statt zu seiner Frau zu sagen: „Hör mal, Schatz, bitte stell den Staubsauger weg. Das ist jetzt echt unpassend“, stand er ohne ein Wort auf, riss ihr den Staubsauger aus der Hand und schleuderte ihn gegen eine Wand. Dann kam er zu uns zurück und setzte sich wieder. Da schaute ich mich um und sah, dass das Staubsauger-Loch nicht das einzige Loch im Haus war. Und was soll ich sagen – die Ehe hielt nicht. Wenn Sie jähzornig sind, müssen Sie das in den Griff bekommen!

    Und es ist nicht immer nur der Mann, der jähzornig ist. Auch Frauen können ohne viel Anlass ausflippen, mit Gegenständen werfen, fluchen und schlagen. Glauben Sie mir, in all den Jahren habe ich mit genug Paaren geredet. Ich spreche hier von Menschen, die zur Kirche gehören: Sie zerschlagen Geschirr, werfen mit der Fernbedienung, schreien, schlagen. Alles schon passiert.

    Wenn Ihr Freund oder Ihre Freundin leicht an die Decke geht – vielleicht sogar nur beim Autofahren – und leicht verbal oder physisch die Beherrschung verliert, hören Sie: Ziehen Sie lieber gleich die Notbremse und lösen Sie dieses Problem, bevor Sie weitergehen. Heiraten Sie niemanden, der so jähzornig ist. Und wenn Sie der jähzornige Teil sind, dann sagen Sie nicht: „Ich bin nun mal temperamentvoll.“ Sagen Sie nicht: „Ich bin halt heißblütig.“ Nein. Das ist ein erlerntes Verhalten. Vielleicht hätte Ihnen als Kind mal jemand den Hosenboden versohlen sollen, aber spätestens jetzt müssen Sie das in den Griff bekommen.

    Jähzorn ist Gift für eine Ehe und jede andere Beziehung. Wenn Sie jähzornig sind, müssen Sie das unter Kontrolle bekommen oder der Teufel wird Sie dadurch kontrollieren.

    Eine andere häufige Ausdrucksform von Zorn ist, wütend zu schauen und gar nichts mehr zu sagen. Wer so reagiert, benutzt sein Schweigen und seine schlechte Laune, um denjenigen, auf den er wütend ist, zu bestrafen. Auch das ist nicht gesund für eine Ehe. Wenn Sie schnell zornig werden und nur langsam vergeben, wird es schwer sein, mit ihnen zusammenzuleben. Arbeiten Sie daran, schnell zu vergeben und beten Sie darum, Ihren Jähzorn in den Griff zu bekommen. Gott wird Ihnen dabei helfen! Wenn Sie es nicht beherrschen, wird es Sie beherrschen. Es kann Ihrer Ehe, Ihrer Familie und allen anderen Beziehungen schaden.

    Janet hat auch noch etwas dazu zu sagen. Hören wir mal.

    Janet Conley auf Video: Einmal, als die Zwillinge noch recht klein waren – vielleicht ein Jahr oder so – warst du zum Golfen oder irgendetwas anderem unterwegs. Ich war ziemlich wütend auf dich. Du konntest Golfen gehen – schön für dich! – und ich musste mit den Kindern daheim bleiben. Ich erzählte dir davon und beim nächsten Mal gingst du nicht zum Golfen. Aber darüber war ich auch nicht glücklich. Und ich weiß noch, wie ich dachte: „Gott, ich habe ein Problem. Ich bin nicht glücklich, wenn er geht und ich bin nicht glücklich, wenn er bleibt. Irgendwas stimmt nicht.“ Ich erinnere mich, wie ich mich hinkniete – wir hatten einen gelben Sessel und einen gelben Teppich in unserem Wohnzimmer – und betete: „Gott, ich weiß nicht, was los ist, aber du musst mir helfen.“ Dann schlief ich ein. Als ich aufwachte, fiel mir ein Bibelvers ein, den ich vor Jahren von jemandem gehört hatte. Ich lese ihn einmal vor. Es ist

    Hebräer 12:15

    „Achtet darauf, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden.“

    Mir fiel die Aussage über die Bitterkeit wieder ein und ich dachte: „Oh!“ Irgendwie erinnerte mich der Heilige Geist daran, dass ich meinem Vater gegenüber Bitterkeit empfand. Also brachte ich das sofort und an Ort und Stelle, dort vor dem gelben Sessel, vor Gott und bat Ihn, es in Ordnung zu bringen. Das war der Knackpunkt. Aber vorher konnte ich alles, was Bayless tat, nur im Licht dessen sehen, was in meiner Beziehung zu meinem Vater gestört war. Als das geklärt war, sah alles gleich ganz anders aus. Deswegen müssen wir darauf achten, dass unser Herz frei von Altlasten ist. Dann wird alles besser.

    Bayless Conley: Das war ein guter Tag in unserer Ehe! Ich bin froh, dass Janet das erzählt hat. Es gab eine Phase, da war Janet irgendwie ständig wütend auf mich und ich konnte anscheinend nichts richtig machen. Und sie hat gerade ziemlich offen darüber geredet. Manchmal belasten uns Dinge aus der Vergangenheit: Missbrauch oder Misshandlungen oder anderes. Aber Gott hilft uns, das zu bewältigen. Nur werden wir damit nie fertig, wenn wir nicht bereit sind, uns diesen Dingen zu stellen. Wir müssen uns unser Problem eingestehen. Bringen Sie es vor Gott. Gott wird Ihnen helfen, Ihr Problem zu bewältigen, so wie bei meiner Frau.

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