Phöbe – eine unscheinbare Heldin

aus der Reihe „Gottes unscheinbare Helden“ – Teil 1


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Comments

  • Jule sagt:

    Von all den Predigten, die ich in den letzten Jahren gehalten habe, hat diese eine besondere Bedeutung für mich. Ich versuche immer das zu predigen, was ich von Gott höre und ich glaube von ganzem Herzen, dass diese Botschaft besonders wichtig ist. Ich würde sie am liebsten auf der ganzen Welt predigen. Ich möchte sie in jede Gemeinde hineintragen und sie all ihren Mitgliedern und Mitarbeitern verkünden. Diese Predigt gewährt uns einen ganz neuen Blick darauf, wie und durch wen Gott wirkt. Und ich glaube, einige von Ihnen werden durch diese Botschaft sehr ermutigt werden. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand, wenn Sie eine haben, und lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen. Freunde, Sein Wort kann unser Leben verändern. Es wird uns auferbauen. Es wird uns unser Erbe als Gläubige aufzeigen. Gut, fangen wir an.

    Schlagen Sie Römer, Kapitel 16 auf. Unter den Christen gibt es einige sehr bekannte Männer und Frauen. Auch in der Gesellschaft gibt es überaus bekannte, heldenhafte Menschen, aber es gibt auch viele unscheinbare Helden. Hinter jedem Menschen, der im Rampenlicht steht und sich großer Berühmtheit erfreut, stehen tausend andere, die das, was dieser Mensch tut, überhaupt erst möglich gemacht haben. Wenn all die Menschen im Hintergrund nicht mehr da sind, kann auch derjenige, der im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, nichts mehr tun. Und auch bei allem, was Gott in der Welt tut, stehen einige bekannte Menschen im Vordergrund. Sie sind bekannt, sie sind begabt und wir danken Gott für sie. Aber was sie tun, ist nur möglich, weil im Hintergrund Tausende für sie beten und wirken. Darüber will ich heute sprechen, vor allem über Römer, Kapitel 16. Hier beendet Paulus seinen Brief an die Gemeinde in Rom. Er richtet ihnen Grüße von verschiedenen Personen aus und bittet sie seinerseits darum, einige Personen von ihm zu grüßen. Wir beginnen in Vers 1. Er sagte:

    Römer 16:1-2
    „Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä ist, damit ihr sie aufnehmt im Herrn, wie es sich für Heilige geziemt, und ihr in allen Dingen beisteht, in denen sie euch braucht; denn auch sie ist vielen ein Beistand gewesen, auch mir selbst.“

    Hier haben wir also eine große Glaubensheldin, über die jeder spricht und deren Namen jeder kennt: Phöbe. Ja, sie war eine bedeutende Frau Gottes. In Vers 1 sagt Paulus: „Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe. Ich will Ihnen ein wenig über sie erzählen. Ich will sie Ihnen vorstellen.“ Und er sagte: „Sie ist eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä.“ Das Wort, das hier für Diener steht, wird in der Bibel auch mit Diakon oder Priester übersetzt. Paulus benutzt immer dasselbe Wort, ob er nun von Timotheus spricht, von sich selbst und Apollos als Diener Christi oder von dieser Frau, Phöbe, als Dienerin Gottes. Legen Sie bitte für einen Moment ein Lesezeichen in Ihre Bibel. Wir wollen uns kurz ansehen, wie Paulus dieses Wort in Epheser, Kapitel 3 in bezug auf sich selbst benutzt. Wir kommen gleich zum Römerbrief zurück. Epheser 3:7. Am Ende von Vers 6 spricht Paulus über das Evangelium. „Das Evangelium…“

    Epheser 3:7
    „… dessen Diener ich geworden bin…“ – das ist dasselbe griechische Wort, das er benutzte, um Phöbe als „eine Dienerin in der Gemeinde in Kenchreä“ zu beschreiben – „… dessen Diener ich geworden bin gemäß der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirkung seiner Kraft.“

    Nun, wie war Paulus zum Diener geworden? Verdiente er sich diese Stellung durch gute Werke? Oder durch seine Bildung? Bildung ist sicher von Vorteil, vor allem, wenn man weiß, was ein Mangel daran bewirkt. Aber obwohl Bildung, Beziehungen und all diese Dinge wichtig sind, wird ein Mann oder eine Frau nur zum Diener gemäß der Gabe der Gnade Gottes, die ihm oder ihr nach der Wirksamkeit Seiner Kraft gegeben ist. Paulus wurde zum Diener des Evangeliums, weil Gott ihn auserwählt und ihm die Gabe dafür geschenkt hatte und weil der Heilige Geist wirkte. Und dasselbe galt auch für Phöbe. Sie war eine Dienerin der Gemeinde. Sie hatte die Gabe der Gnade Gottes, die durch ihr Leben wirkte und auch der Heilige Geist wirkte durch ihr Leben. Und in Römer 16 sagte er: „Steht ihr bei, worin immer sie euch braucht.“ Okay. „Wenn sie nach Rom kommt, steht ihr zur Seite. Diese Frau ist eine kostbare Dienerin dieser Gemeinde. Unterstützt sie in allem, was sie von euch braucht.“ Offensichtlich war sie in einer klar definierten leitenden Position. Und dann sagte er: „Denn auch sie ist vielen ein Helfer gewesen, auch mir selbst.“

    Hören Sie, wie W. E. Vine das Wort Helfer in seinem Griechisch-Wörterbuch zur Bibel definiert: „Das ist ein würdevolles Wort, das offensichtlich anderen Worten gleichen Sinnes vorgezogen wurde. Es drückt aus, welch hohe Achtung man der Frau zollte, die als die Beschützerin vieler Menschen galt.“

    Gemäß dem Ursprung dieses Wortes sagt Paulus hier also: „Sie hat mich und viele andere beschützt.“ Und doch wird sie nur hier erwähnt – eine große Frau Gottes, aber relativ unscheinbar. Gott gebrauchte sie, um Seine Gemeinde zu bauen, Seine Diener zu beschützen und vieles zu organisieren, aber wir wissen nicht viel über sie.

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