Das zukünftige Gericht Gottes

aus der Reihe „Gottes Strenge“ – Teil 2


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Comments

  • Jule sagt:

    Ich will noch über eine dritte Art des Gerichts sprechen und zwar über das zukünftige Gericht Gottes.

    Wahrscheinlich können Sie diesen Vers auch auswendig.

    Hebräer 9:27 sagt:
    „Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“

    Nachdem wir sterben, heißt es, gibt es ein Gericht, ein zukünftiges Gericht. Im 1.Timotheus 5:24 wird es so formuliert:

    1.Timotheus 5:24
    „Die Sünden mancher Menschen sind allen offenbar und kommen vorher ins Gericht; manchen aber folgen sie auch nach.“

    Irgendwann ist jeder an der Reihe. Und auch für uns Gläubige gibt es ein Gericht. Nach unserem irdischen Leben werden wir alle vor dem Richterstuhl Christi stehen. Wir werden vor diesem Richterstuhl nicht hinsichtlich unserer Errettung gerichtet. Sie wurde uns zuteil, als wir Christus als unseren Retter annahmen, aber wir werden nach unseren Werken gerichtet werden. In Römer 15 und auch in 2.Korinther 5 ist die Rede davon. Bitte schauen Sie sich schnell mit mir 2.Korinther 5 an…

    2.Korinther 5:9.

    2.Korinther 5:9-11
    „Deshalb setzen wir auch unsere Ehre darein, ob daheim oder in der Fremde, ihm wohlgefällig zu sein. Denn wir müssen (sagen Sie alle: ‚müssen‘) alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib vollbracht (oder während seines Lebens auf der Erde), dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses. Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überzeugen wir Menschen…“

    Vor diesem Richterstuhl werden wir… wir werden, wie gesagt, nicht im Hinblick auf die Errettung gerichtet, es geht nicht darum, ob wir in den Himmel kommen oder nicht, sondern um unsere Werke.

    Unsere Motive werden ans Licht kommen und wir werden gerichtet werden. Das Gericht bezieht sich darauf, wie wir mit Mitteln, Talenten und dem Einfluss umgingen, den Gott uns gab. Wir werden danach gerichtet werden, wie wir andere behandelten, ob wir Gottes Willen erfüllten, Seinen Willen in unserem Leben suchten. Dieser Tag wird darüber entscheiden, ob wir einen Preis bekommen oder nicht. Das ist ein ziemlich ernüchternder Gedanke. Und, hören Sie, ich wäre kein guter Pastor, wenn ich nicht darüber mit Ihnen sprechen würde. Die Worte des Paulus verunsichern mich. Er sagt: „Wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi stehen.“ Und dann sein nächster Ausspruch: „Weil wir aber den Schrecken des Herrn kennen…“ das Wort Schrecken bedeutet Alarm. Und ich denke: „ Gut, Paulus, du hast die Hälfte des Neuen Testaments geschrieben…unvorstellbare Opfer gebracht… und ich lese nach, was du getan hast. Manchmal fühle ich mich nicht einmal errettet und du redest darüber, vor dem Richterstuhl Christi zu stehen und du bist alarmiert?“ Das verunsichert mich!

    Hören Sie: Ich werde vor Jesus stehen müssen und vor Ihm Rechenschaft über den Umgang mit den Mitteln geben, die Er mir gab. Ich muss Ihm antworten, ob ich Seinen Willen in meinem Leben tat; ob ich Ihn überhaupt ernsthaft gesucht habe; ob ich Sein Reich und Seine Gerechtigkeit an die erste Stelle setzte oder ob es um mein Reich ging, während Sein Reich in meinem Leben kaum eine Rolle spielte. Und Sie müssen das auch. Jeder von uns wird vor diesem Richterstuhl stehen und es wird ein Tag des Schreckens sein. Bedenket nicht nur die Güte, sondern auch die Strenge Gottes.

    Wissen Sie, im alten China… und meines Wissens ist das eine wahre Geschichte… gab es einen Mann, der irgendwie als Flötist in das königliche Orchester gelangte. Er konnte keine einzige Note spielen, aber wenn das Orchester spielte, hielt er die Flöte an die Lippen und gab vor, zu spielen.

    Er erhielt ein kleines Gehalt und war versorgt. Alles war großartig, bis der Kaiser eines Tages von jedem im Orchester ein Solo hören wollte. Der Mann wusste, er ist erledigt. Ihm blieb keine Zeit, das Instrument zu lernen, also stellte er sich krank. Aber der königliche Arzt lässt sich nicht täuschen.

    Statt vor dem Kaiser zu stehen, kam dieser Betrüger ins Gefängnis und beging Selbstmord. Und die Beschreibung der Umstände seines Selbstmords brachte eine Redewendung hervor, die in die englische Sprache eingegangen ist. Sie sagten: „Er weigerte sich, zu musizieren.“ (Bedeutung: Die Suppe auslöffeln). Daher kommt diese Redewendung. Aber ich sage Ihnen, vor dem Richterstuhl Christi wird jeder von uns seine Suppe auslöffeln. Wir alle! Sie sind Haushalter. Sie haben bestimmte Mittel, die Gott Ihnen gab. Sie haben Einfluss, den Gott Ihnen gab. Ist Sein Reich bei Ihnen an erster Stelle? Sind Ihnen ewige Seelen wichtig? Lieben Sie Gottes Haus wie Gott Sein Haus liebt? Brennt ein Feuer für Jesus in Ihrem Herzen? Haben Sie bewusst darüber gebetet und versucht, Gottes Willen oder Plan für Ihr Leben zu finden? Über diese Dinge werden wir Rechenschaft ablegen. Unsere Motivation, hören Sie, alles Verborgene wird ans Licht kommen! Die Bibel sagt im

    Prediger 12:14
    „Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.“

    Es wird alles offenbar werden und wir bekommen entweder einen Preis oder verlieren ihn für alle Ewigkeit vor diesem Richterstuhl.

    Die Ungläubigen erwartet ein ganz anderes Gericht und zwar auch ein unentrinnbares. Bitte schauen Sie sich mit mir Offenbarung 20:11 an… dieses Gericht werden Gläubige nicht erleben, aber Ungläubige nach ihrem Tod sehr wohl. Offenbarung 20:11.

    Offenbarung 20:11-15
    „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“

    Ernüchternd ist gar kein Ausdruck! Was könnte noch ernüchternder sein als das? Die Hölle ist nicht ewig. Sie ist ein Ort der Verwahrung. Es heißt, die Hölle muss die Toten schließlich preisgeben und dann werden sie vor Gott stehen müssen und ihr Leben wird verlesen. All ihre Taten, gute und schlechte, werden offenbar. Aber das wichtigste Buch ist das Buch des Lebens. Wenn sie darin nicht verzeichnet sind, werden sie in den Feuersee geworfen. Das ist der sogenannte zweite Tod. Alles wird in Flammen aufgehen. Die Bibel sagt, der Rauch ihrer Qualen steigt in Ewigkeit auf.

    Die einzige Möglichkeit, diesem Gericht zu entkommen, ist, in des Lammes Buch des Lebens eingeschrieben zu werden. Und das geschieht, indem wir Jesus Christus als Herrn und Retter annehmen. Jesus sagte in

    Johannes 5:24
    „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“

    Gott sei Dank, ich werde dem Gericht am weißen Thron entgehen! Durch Gottes Barmherzigkeit und Liebe bleibt es jedem erspart, der diese Gnade annimmt. Ich erinnere mich an eine Geschichte von

    H. A. Ironside, die ich vor Jahren las. Es ging um einige Pioniere, die durch die Weiten der Prärie zogen. In weiter Ferne wurde Land zum Siedeln vorbereitet. Sie stiegen in ihre Planwagen, die von Ochsen gezogen wurden. Es ging langsam voran und eines Tages sind sie schockiert, weil sie eine langgezogene Rauchwolke aus dem Westen auf sich zukommen sehen. Sie erkennen, dass es ein Steppenbrand ist. Das Gras brennt wie verrückt und der Wind weht in ihre Richtung. Sie konnten nicht entkommen und würden alle in den Flammen umkommen. Diese Rauchwolke erstreckte sich meilenweit in jede Richtung. Jemand ist geistesgegenwärtig und bekommt eine Idee. Er befiehlt, dass hinter ihnen das Gras in Brand gesteckt wird. Sie setzen das Gras in Brand. Der Wind weht das Feuer in diese Richtung und verbrennt die ganze Umgebung. Sobald das Feuer erlosch, fuhren sie mit allen Wagen und dem ganzen Tross auf das verkohlte Gebiet. Als die Flammen von Westen her immer näher kam, die Flammen hochschlugen und sie die Hitze spürten, hieß es, dass ein kleines Mädchen aufschrie: „Wir werden alle verbrennen!“ Ein Mann sah sie an und sagte: „Ganz sicher nicht! Wo es einmal gebrannt hat, kann es keinen zweiten Brand geben.“

    Für mich ist das ein Bild jener, die in Christus in Sicherheit sind, so wie das alte Gedicht sagt: „Ihn traf die Rache des Allmächtigen, die die Welt in die Hölle gerissen hätte. Er ertrug es für ein erwähltes Volk und wurde so zu unserem Zufluchtsort.“ Das Feuer des göttlichen Gerichts wütete in Christus, als Er am Kreuz hing. Und jetzt stehe ich in Ihm an diesem Ort, der bereits niedergebrannt ist und bin in Sicherheit. Das Feuer des Zornes Gottes verbrannte Ihn an meiner statt. Und wenn ich jetzt Jesus Christus annehme, bin ich völlig geborgen und sicher.

    Die gute Nachricht ist: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben und dem schrecklichen Gericht entkommen können.

    Schließen Sie bitte kurz Ihre Augen. Nehmen wir uns kurz Zeit und bedenken wir die Dinge, die wir heute angesprochen haben. Die Tatsache, dass Sünde ein indirektes Gericht nach sich zieht, dass jeder erntet, was er sät. Wenn Sie einige Samen gesät haben, deren Frucht Sie nicht essen wollen, können Sie diesen Prozess nur durch echte Umkehr unterbrechen. Die Schaufel ist in Ihrer Hand, Freund, Gott bietet Ihnen Barmherzigkeit an.

    Manchmal droht ein direktes Gericht Gottes, wenn Sein Volk, Seine Familie…, wenn Ihr geistliches Leben in Gefahr ist. Wenn Seine Gemeinde bedroht ist, greift Er ein und nimmt manchmal die schützende Hand weg.

    Und dann müssen wir über das kommende Gericht nachdenken. Als Gläubige ist es der Richterstuhl Christi. Oh Gott, wir sind uns unserer Schwachheit und unseres Versagens sehr wohl bewusst. Wir fühlen uns wie der Apostel Paulus, wenn wir an den Tag denken, an dem wir vor Dir stehen werden.

    Unsere Seelen sind etwas beunruhigt. Herr, wir wissen, dass wir es mit unserer Willenskraft nicht schaffen können. Die Versuchung ist zu stark. Die Kraft des Fleisches ist zu stark. Die Welt zieht uns zu sehr ab, aber der Heilige Geist kann unseren inneren Menschen stärken. Gott, Dein Wort sagt, Du bist immer treu, einen Ausweg zu schaffen, wenn Versuchung kommt. Und wir erwarten jetzt, dass Du, oh Gott, in uns das wirkst und tust, was wir nicht aus unserer eigenen Kraft tun können. Herr, wir wollen ein integeres Leben führen. Und wir entscheiden uns jetzt, alle vertuschten Sünden ans Licht zu bringen. Wir kehren jetzt um, oh Gott! Wir bitten Dich jetzt, uns zu vergeben und uns Barmherzigkeit zu schenken. Gott, wir werden uns ändern. Wir werden Dinge bereinigen. Hilf uns! Reinige uns, himmlischer Vater. Herr, mögen wir an jenem Tag, wenn wir vor Dir stehen, die Worte hören: „Gut gemacht, du guter und treuer Knecht.“

    Bitte neigen Sie Ihr Haupt und schließen Sie Ihre Augen. Ich möchte Sie einladen, mit mir zu beten.

    Ich habe ein paar Minuten überzogen, aber jetzt nehmen wir uns die Zeit. Wenn Sie heute abend hier sind und nicht wissen, ob Sie vor Gott bestehen können oder Sie wissen, dass zwischen Ihnen und Gott Dinge nicht bereinigt sind und Sie wollen dem Gericht vor dem weißen Thron entgehen… nun, Gott hat Sie in Seiner Barmherzigkeit heute hierher gebracht. Es gibt einen Ausweg. Ich meine nicht, dass jemand nur sagt: „Ja, wenn es eine Feuerleiter gibt, dann benutze ich die jetzt“, denn es geht um weit mehr. Ich spreche von einer Haltung der Hingabe, von einer neuen inneren Einstellung. Ja, wer an den Sohn glaubt, kommt nicht in das Gericht. Das ist so wahr! Aber das christliche Leben ist weit mehr. Es bedeutet nicht nur, dass wir ein kurzes Gebet sprechen, das uns kaum etwas bedeutet und uns nur pro forma aus der Patsche hilft. Es geht darum, unser Herz und unsere Seele Gott hinzugeben. Danach schreit unser Inneres sowieso.

    Ein anderer Liebhaber wird Sie niemals wirklich befriedigen; keine Droge wird Sie jemals befriedigen; noch mehr Besitz wird nicht die Befriedigung bringen, die Sie brauchen. In Ihrem Herzen gibt es eine Leere, die nur die Beziehung zu Gott ausfüllen kann. Gott macht uns zu einem Mitglied Seiner Familie, wenn wir auf Jesus Christus vertrauen. Die Bibel sagt, wenn wir glauben, dass Gott Ihn von den Toten auferweckt hat und Ihm sagen, dass Er unser Herr ist, werden wir errettet. Errettet vom Zorn, ja! Errettet von uns selbst, ja! Errettet bedeutet, dass wir eine Beziehung zu Gott bekommen und darüber hinaus Mitglieder von Gottes Familie werden.

    Wir fangen an, mit unserem Schöpfer zu leben und zu reden. Sind Sie bereit, ein einfaches Gebet mit mir zu beten? Gott erwartet von Ihnen nur, dass Sie es ehrlich meinen. Wenn Sie bereit sind, Jesus in Ihr Leben einzuladen, um von Ihm verändert zu werden, dann kommen Sie mit all Ihrem Gepäck, mit Ihren Sünden und Ihren Blockaden… so wie Sie sind… und Er wird Sie nicht abweisen.

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