Phasen der Anfechtungen und Probleme

aus der Reihe „Drei wichtige Lebensabschnitte“, hier bei dem Mitschnitt vorspulen bis ihr beim 3/3 seid 😉


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Comments

  • Jule sagt:

    Ich möchte noch über einen zweiten wichtigen Lebensabschnitt reden. Es geht um Phasen der Anfechtungen und Probleme. Ab Vers 3:

    1. Petrus 1:3-7
    „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden. Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi.“

    In Vers 6 heißt es: „… die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid.“ Der Ausdruck „eine kleine Zeit“ im Griechischen bedeutet „eine kurze Phase“. In anderen Bibelübersetzungen ist die Rede davon, für eine Weile Prüfungen ausgesetzt zu sein oder Schweres erleiden zu müssen. Wir alle machen Problemzeiten durch. Deshalb möchte ich aus diesen und einigen anderen Versen in 1. Petrus sieben Gedanken weitergeben, die Ihnen vielleicht helfen, wenn Sie gerade eine Phase voller Anfechtungen erleben.

    Der erste Gedanke ist: Es ist nur eine Phase. Alle Phasen haben ein Ende. Die Zeiten ändern sich. Und vielleicht fühlen sich Ihre Probleme jetzt tonnenschwer an, aber ich möchte Ihnen sagen: Das wird sich zwangsläufig ändern.

    In unserer Gegend erleben wir gerade den Übergang zwischen den Jahreszeiten. Gestern Abend hat es geregnet und war kalt, als ich hierher kam. Aber die Jahreszeiten wechseln. Ich weiß, Amerikaner aus dem Mittleren Westen und von der Ostküste denken, in Südkalifornien gibt es nur zwei Jahreszeiten, nämlich Sommer und weniger Sommer. Das sehen wir anders. Aber man muss sehr aufmerksam sein, um in unserer Gegend die vier Jahreszeiten voneinander unterscheiden zu können.

    Mir gefällt die Übersetzung, dass wir diese Anfechtungen „für kurze Zeit“ erleben. Für eine kurze Zeit. Mit anderen Worten, es wird nicht ewig dauern! Die Phase der Prüfungen wird enden; das dürfen wir nicht vergessen. Die Dinge werden sich zwangsläufig wieder ändern. Zweitens: Wir dürfen nicht aufhören zu vertrauen. In Phasen der Anfechtung muss unser Glaube sozusagen „online“ bleiben.
    Werfen Sie nicht das Handtuch; geben Sie nicht auf. In diesen Versen ist viel vom Glauben die Rede. In Vers 5 heißt es: „… die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet“, in Vers 7: „… die Bewährung eures Glaubens…“ In Vers 8: „… den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt.“ In Vers 5 und Vers 7 spricht Petrus vom Glauben, in Vers 8 spricht er davon, an Gott zu glauben oder Ihm zu vertrauen, und zwar dann, wenn wir mitten in den Anfechtungen stecken. Halten Sie an Gottes Wort fest. Loben Sie Gott dafür, dass Er Ihnen Antworten schenken wird. Bleiben Sie im Glauben. Das bringt mich zum dritten Punkt: Wer am Glauben festhält, der wird gehalten. Vertrauen Sie weiter und Sie werden bewahrt. Noch einmal Vers 5:

    „… die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden.“

    Mit der Rettung, von der hier die Rede ist, ist die endgültige Rettung gemeint. Wenn Jesus Christus wiederkommt, bekommen wir einen neuen Körper. Am Ende schafft Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde. Wir haben das Finale unserer Rettung noch nicht erlebt. Bis dahin leben wir in einer gefallenen Welt. Wir haben einen Feind, den Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Nicht alles in dieser Welt funktioniert richtig und wir brauchen Bewahrung. Wodurch werden wir bewahrt? Durch Gottes Kraft im Glauben. Wenn wir vertrauen, werden wir bewahrt. Und das Wort „bewahrt“ bedeutet geschützt oder bewacht.

    Das gleiche Wort beschreibt an anderer Stelle, dass eine Gruppe von Soldaten etwas bewacht und schützt. Und das Wort für „Kraft“ ist das gleiche griechische Wort, das im Neuen Testament sonst mit „Wunder“ übersetzt ist. Der Gedanke dabei ist: Wenn Gott ein Wunder tun muss, um uns zu schützen und zu bewahren, bis Jesus Christus kommt, wird Er es tun. Wir müssen nur weiter vertrauen. Wir werden bewahrt, bewacht, geschützt durch Gottes Kraft, die Wunder tun kann. Und das gilt bis zu jenem letzten Tag, an dem wir unsere Rettung in Vollendung sehen werden. Danken Sie Gott für Seine Kraft und vertrauen Sie weiter.

    Der vierte Gedanke: Wir müssen auch unsere Freude behalten, unseren Humor. Das wird uns helfen, die Prüfungen zu überstehen. In Vers 6 heißt es: „Darin“ – und damit ist die Zeit der Anfechtungen gemeint – „jubelt ihr.“ Und auch in Vers 8 ist wieder die Rede davon, mit „unaussprechlicher und verherrlichter Freude“ zu jubeln. Bewahren Sie sich die Freude und Ihren Humor!

    A. W. Tozer sagte: „Christen schulden es der Welt, übernatürliche Freude auszustrahlen.“ Das sehe ich genauso. Damit komme ich direkt zu einem fünften Gedanken. Schlagen Sie bitte mit mir 1. Petrus 5:8 auf. Der fünfte Gedanke ist: Wir müssen wissen, wer unser Feind ist. „Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen.“

    Im Textzusammenhang erfahren wir, dass die Leiden, die Christen auf der ganzen Welt ertragen müssen, vom Teufel kommen. Petrus sagt ganz deutlich: „euer Widersacher, der Teufel“. Ihr Widersacher ist nicht Gott, nicht Ihre Schwiegermutter, nicht Ihr Chef. Nein. Ihr Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe. Widerstehen Sie ihm und bleiben Sie fest im Glauben. Denken Sie daran, dass Sie nicht der Einzige sind, der dieses Leid durchmacht. Und hier wird der Teufel dafür verantwortlich gemacht. Nun wäre es ganz falsch, alle unsere Probleme dem Teufel in die Schuhe zu schieben. Damit tun wir ihm viel zu viel Ehre an. Aber manche unserer Probleme, ein Teil unseres Leides, hat eine übernatürliche Ursache. Für manches, was in Ihrer Ehe oder bei Ihren Kindern oder in Ihrem Unternehmen passiert, ist direkt der Teufel verantwortlich. Er will Sie blockieren und verschlingen. Er will Ihnen alle Energie, alle Zeit, alle Gefühle, alle Ressourcen stehlen, indem Sie ständig kleine Feuer austreten müssen. Der Teufel kann unser Leben vereinnahmen und über vereinnahmte Christen freut er sich besonders. Er mag Christen, die noch viel Aufmerksamkeit benötigen. Aber Gott wünscht sich Christen, die in ihrem Glauben vorangehen. Manche von uns müssen begreifen, dass wir einen Feind haben. Wir stehen in einem geistlichen Konflikt. Und hier heißt es, wir müssen dem Teufel fest im Glauben widerstehen. Der Glaube kommt aus dem Hören und das Hören aus Gottes Wort. Widerstehen Sie dem Teufel mit Gottes Wort. Im Jakobusbrief heißt es: „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.“ Jesus sagte: „Ich gebe euch Vollmacht über die Macht des Feindes. Nichts soll euch schaden. Ihr werdet sogar auf Schlangen und Skorpione treten.“ Und Er sagte: „Alle Vollmacht im Himmel und auf der Erde ist mir gegeben. Geht in meinem Namen und treibt böse Geister aus.“

    Ich möchte Sie was fragen: Wann haben Sie dem Teufel zum letzten Mal aktiv widerstanden? Ich meine, Sie persönlich. Wann haben Sie dem Teufel zum letzten Mal widerstanden? Wann haben Sie gesagt: „Okay, das reicht jetzt. Ich merke, was hier los ist. Teufel, das war’s. Ich lasse mir das nicht länger gefallen. Gottes Wort sagt das und das. Darin ist mein Glaube verankert. Also verschwinde aus meinem Leben, aus meiner Ehe, aus meinem Unternehmen. Ich widerstehe dir im Namen von Jesus.“ Wann haben Sie das zum letzten Mal getan? Ich glaube, manche hier müssen einmal intensiv beten. Sie haben einen Feind!

    Wir haben über das Leid gesprochen, das der Teufel überall in der Kirche verursacht. Das bringt mich zu einem sechsten Gedanken: Gott hat die Probleme zwar nicht gemacht, aber Er kann sie trotzdem gebrauchen, um bei Ihnen etwas Gutes zu bewirken. Wissen Sie, nichts kann Gott überraschen. Er kann die Angriffe des Feindes gebrauchen. Er kann unsere dummen Fehler gebrauchen und für uns etwas Gutes daraus machen. In der Bibel heißt es: „Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen.“ Haman wurde an seinem eigenen Galgen gehängt. Alles, was er versuchte, um die Juden auszurotten, fiel wieder auf ihn zurück und am Ende gewannen die Juden. Gott hat so eine Art, die Pläne des Feindes auf den Kopf zu stellen. Schauen wir uns Vers 10 an. Und denken Sie an den Zusammenhang: Wir haben einen Feind, den Teufel. Wir müssen ihm widerstehen. Petrus spricht hier besonders von dem Leid, das vom Feind unserer Seele verursacht wird. – Wir kommen zu Vers 10:

    1. Petrus 5:10
    „Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen.“

    Der Teufel ist derjenige, der Unruhe schafft. Und doch arbeitet Gott an uns, macht uns ruhig, stärkt uns und lässt uns reifen. Die Unruhe kommt nicht von Gott, aber in Seiner Allmacht und Allwissenheit gebraucht Er sie, um etwas Gutes für uns zu bewirken. Das mag uns nicht gefallen, aber die Art und Weise, wie wir auf Probleme reagieren, macht uns zu dem, was wir sind. Es trägt dazu bei, uns zu Menschen zu machen, die in ihrem Leben Gottes Willen tun. Und auch wenn es im Moment nicht danach aussieht, kann es sein, dass unsere gegenwärtigen Probleme wichtig für unseren zukünftigen Erfolg sind.

    Das Gute an Phasen der Anfechtung und Versuchung ist, dass sie wirklich nur eine Phase sind. Alle Phasen gehen einmal zu Ende. Wenn Sie gerade schwere Zeiten durchmachen, dann fassen Sie Mut. Hilfe ist unterwegs. Solche Lebensabschnitte gehen zu Ende. Auf Ihrem Weg mit Gott warten noch gute Dinge auf Sie. – Bis zum nächsten Mal. Gottes Segen.

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