Drei wichtige Lebensabschnitte


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Comments

  • Jule sagt:

    Drei wichtige Lebensabschnitte 1/2
    17.05.2014
    Pastor Bayless Conley

    Die Bibel spricht von verschiedenen Lebensabschnitten, die wir alle durchmachen müssen. Deshalb sollten wir feststellen, in welchem Abschnitt wir uns gerade befinden, damit wir wissen, was zu tun ist. Heute geht es um drei wichtige Lebensabschnitte.
    In Prediger 3:1 heißt es: Prediger 3:1
    „Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit.“

    Danach wird eine Reihe von Dingen aufgelistet, für die es eine bestimmte Zeit gibt. Und wie gesagt, soll es uns heute um drei verschiedene Abschnitte gehen. Für alles gibt es die richtige Zeit. Die erste hat mit Worten zu tun. Bitte schlagen Sie einmal das Buch vor dem Buch Prediger auf, nämlich die Sprüche, Kapitel 15, Vers 23. In Sprüche 15:23 heißt es:

    Sprüche 15:23
    „Ein Mann hat Freude an der treffenden Antwort seines Mundes, und ein Wort zu seiner Zeit, wie gut!“

    Das richtige Wort zur richtigen Zeit, wie gut ist das. Ein Wort der Ermutigung, des Trostes, des Rates, der liebevollen Korrektur zur richtigen Zeit und in der richtigen Art und Weise kann großen Einfluss haben. Und es ist wichtig zu begreifen, dass oft das Timing genauso wichtig ist wie der Inhalt.

    Ein Arzt sagte zu seinem Patienten: „Ich habe schlechte und schlechtere Nachrichten für Sie.“ Der Patient sagte: „Also gut, schießen Sie los.“ Der Arzt sagte: „Die schlechte Nachricht ist: Sie haben noch 24 Stunden zu leben.“ Der Patient fragte: „Was könnte noch schlimmer sein?“ Der Arzt sagte:
    „Ich habe gestern vergessen, es Ihnen zu sagen.“

    Die Bibel sagt das in Sprüche 12:25: „Kummer im Herzen des Mannes drückt es nieder, aber ein gutes Wort erfreut es.“ Wir leben in einer Gesellschaft, in einem Land voller Kummer. Wir leben in einer Welt voller Kummer und so liegen viele Länder, Städte, Völker der Welt unter einer Decke von Niedergeschlagenheit. Das lässt sich durch ein gutes Wort ändern. Gott sucht nach Menschen, die ein Wort der Ermutigung sprechen können, ein Wort des Trostes. Ein gutes Wort zu einem bekümmerten, schweren Herzen kann alles ändern. Aber es geht nicht nur um das Wort, sondern darum, dass es zur rechten Zeit und in der richtigen Weise gesagt wird. Schlagen Sie einmal Sprüche 25:11 auf. Ich mag diesen Bibelvers sehr.

    Sprüche 25:11
    „Goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort, geredet zu seiner Zeit.“

    Damals gab es sehr filigran gearbeitete Silberkörbe. Man hat also wunderbar reife, knackige goldene Äpfel, die in diesen wunderschönen silbernen, handgearbeiteten Körben serviert werden. Das ist angenehm fürs Auge und für den Gaumen. Die Früchte sind reif und duften und alles ist herrlich verlockend. Wer würde das schon ablehnen? Wenn man nun also jemanden sieht, der etwas zu essen braucht, dann kann man sagen: „Ich habe hier einen alten, verschrumpelten, mehligen Apfel und ich habe eine alte, gebrauchte, fettige Papiertüte. Da werfe ich ihn hinein. Hier, bitte schön. Ich meine, du hast doch Hunger?“ Dieser Apfel wird mit Sicherheit abgelehnt. Niemand würde abstreiten, dass man essen muss. Aber wenn man goldene Äpfel in einem silbernen Korb serviert, werden sie sicher angenommen. Und das alles hat mit dem richtigen Zeitpunkt zu tun. Die Äpfel sind reif – nicht überreif, nicht unreif. Das Timing und die Art, wie etwas präsentiert wird, sind wichtig. „Ein Wort, geredet zu seiner Zeit“.

    Die Formulierung „zu seiner Zeit“ ist eine direkte Übersetzung aus dem Hebräischen – „in der richtigen Zeit“. Ein Wort zur richtigen Zeit ist wie Äpfel aus Gold in einem silbernen Korb.

    Übrigens: Das Wort, das Salomo hier für „geredet“ gewählt hat, betont mehr den Zeitpunkt und die Umstände von dem, was gesagt wird als die verbale Kommunikation an sich. Salomo hätte viele andere Wörter verwenden können, aber dieses spezielle Wort in der hebräischen Sprache betont die Umstände und den Zeitpunkt von dem, was gesagt wird und nicht nur die Botschaft, die kommuniziert wird. Wissen Sie, man kann das Richtige sagen, aber wenn man es zu spät sagt, ist das so, als ob man jemandem einen Rettungsring zuwirft, der bereits ertrunken ist. Oder wenn es zu zeitig ist, ist der Betreffende vielleicht noch nicht bereit, es zu hören.

    Ich las einmal eine Geschichte über einen Mann in einer Zeit, in der die Wirtschaftslage ganz ähnlich war wie die in den letzten Jahren in unserem Land. In der Branche, in der er ausgebildet war und arbeitete, gab es viele Entlassungen. Seine Firma war besonders stark betroffen und er verlor seine Arbeit. Bisher kannte er nichts anderes. Er war es gewohnt, in Anzug und Krawatte in einem klimatisierten Büro zu sitzen, mit Sekretärin und schöner Musik. Aber jetzt konnte er keine Stelle finden und so nahm er auf einer örtlichen Baustelle einen Job als Handlanger an, nur um seine Familie zu ernähren. Mit einer Stange über den Schultern schleppte er Zement zur fünften Etage eines Hauses, das gerade gebaut wurde. Das war für ihn sehr, sehr ungewohnte Arbeit. Statt sanfter Musik über die Stereoanlage hörte er überall Radios heulen. Statt höfliche, freundliche Menschen um sich zu haben, war der Umgangston hier ziemlich rau. Und er verstand nicht ganz, dass der „Neue“ in der Mannschaft immer Spießruten laufen musste. Er verstand nicht, dass er als der „Neue“ immer aufgezogen wurde, dass es einfach zu dieser Kultur und Umwelt gehörte. Also, alle machten ihm das Leben schwer. Er bekam die schwersten Aufgaben. Er war immer die Zielscheibe aller Witze und Hänseleien. Für ihn brach seine ganze Welt zusammen. Sein Vorarbeiter war der Schlimmste von allen. Irgendwann kam er an den Punkt, dass er sagte: „Ich gebe auf. Ich kann nicht mehr. Keine Ahnung, was danach kommt, aber ich kann es nicht mehr ertragen. Ich arbeite noch bis Mittag und dann kündige ich.“ Es wurde Mittag und er wollte gerade zum Vorarbeiter gehen und kündigen, da gab ihm der Vorarbeiter den Umschlag mit dem Lohnscheck der vergangenen Woche. Und zum ersten Mal sprach der Vorarbeiter freundlich mit ihm und sagte: „Im Lohnbüro arbeitet eine Frau, die sagt, dass sie Sie kennt. Sie sagt, dass sie manchmal auf Ihr Kind aufpasst. Sie sagt, Sie sind ein anständiger Kerl.“ Der Mann war schockiert. Der Vorarbeiter ging weiter und der Mann öffnete seinen Umschlag. Darin waren der Lohnscheck und eine Karte von der Frau im Büro, die in die gleiche Kirche ging wie er und seine Familie. Sie war Sonntagsschulmitarbeiterin und passte auf sein Kind auf. Und auf der Karte stand: „Wenn ein Glied des Leibes leidet, leiden wir alle. Ich bete für dich.“ Das machte ihm wieder Mut und brachte ihn wieder auf die Beine. Es gab ihm die Kraft und den Mut, weiterzumachen.

    Wie viele Menschen in Ihrer und meiner Welt brauchen dieses Wort der Ermutigung? Wie viel ist verloren gegangen, weil diese Worte nicht ausgesprochen wurden? Zu Dante Rossetti, einem berühmten Dichter und Künstler des 19. Jahrhunderts, kam einmal ein alter Mann. Der alte Mann sagte: „Herr Rosetti, tut mir leid, Sie zu stören, aber könnten Sie sich diese Zeichnungen anschauen und mir sagen, ob der Künstler Talent hat oder nicht?“ Rossetti sagte: „Sicher, gern.“ Und er begann, jede Zeichnung genau zu studieren und nahm sich viel Zeit dafür. Dann schaute er den alten Mann an und sagte: „Diese Zeichnungen zeugen von großem Talent. Von wem auch immer sie stammen, er hat eine große Karriere vor sich. Man muss ihm jede nur mögliche Gelegenheit und Unterstützung geben, denn ich habe nur sehr selten ein solches Talent gesehen. Es muss geschliffen und entwickelt werden, aber es ist da. Von wem sind die Zeichnungen? Von Ihrem Sohn?“ Der alte Mann ließ den Kopf hängen und sagte: „Nein. Ich habe sie vor über vierzig Jahren angefertigt. Ich wünschte, damals hätte mich jemand so ermutigt, denn ich habe den Mut verloren und aufgegeben. Seitdem habe ich nie wieder etwas gezeichnet.“

    Wie viele Menschen haben aufgegeben? Wie viele Menschen haben nicht den nächsten Schritt gemacht, weil eines von Gottes Kindern vielleicht nicht sensibel oder mutig genug war, zu ihnen zu gehen und ein Wort der Ermutigung zu sagen? Gott sucht nach Menschen, die sich mitteilen, die
    „goldene Äpfel“ austeilen. Ein Wort zur richtigen Zeit kann großen Einfluss haben, wenn wir bereit sind, es zu sprechen. Selbst wenn es um Worte der Korrektur geht. Schauen Sie bitte einmal in den nächsten Vers:

    Sprüche 25:12
    „Ein goldener Ohrring und ein Halsgeschmeide aus feinem Gold, so ist ein weiser Mahner für ein hörendes Ohr.“

    Natürlich muss der andere immer noch reagieren. Das ist mit dem hörenden Ohr gemeint. Aber über den Mahner heißt es, dass nur ein weiser Mahner wie kostbarer Schmuck aus feinem Gold ist. Auch das ist wieder ein Bild von etwas Angenehmem. Es geschieht zur richtigen Zeit, in der richtigen Art und Weise. Es ist unwahrscheinlich, dass es abgelehnt wird.

    Ich habe schon seit vielen Jahren einen sehr guten Freund, aber manchmal ist er ein ziemlicher Wichtigtuer. Das ist einfach so eine seltsame Sache. Manches in unserem eigenen Leben merken wir einfach nicht. Es ist wie wenn jemand Mundgeruch hat: Alle anderen im Raum merken es, nur die Person selbst nicht. Natürlich könnte ich mich selbst unter die Lupe nehmen und würde einige ziemlich auffällige Fehler erkennen, die ich bisher nicht gesehen habe. Und mein Freund merkt einfach nicht, dass er manchmal ziemlich aufgeblasen ist. Ich mag ihn gern und er ist ein echter Freund, aber das ist einfach so eine Sache. – Und wir hatten einen gemeinsamen Bekannten, den er einmal wegen etwas zurechtwies. Wahrscheinlich hatte er recht mit dem, was er sagte, aber der Zeitpunkt und die Art und Weise waren nicht gut. Es geschah öffentlich, obwohl es hätte unter vier Augen stattfinden sollen. Und in seiner Korrektur war mein Freund so herablassend, dass sie wohl deshalb auf Ablehnung stieß.

    Wir müssen nicht nur über die richtige Botschaft nachdenken, sondern auch über den richtigen Zeitpunkt und die richtige Art und Weise dafür – ein goldener Apfel. Die Frage ist jetzt also: Woher weiß ich, mit wem ich wann und wie reden soll? Ich habe keine Ahnung! – Doch, ich habe eine Ahnung. Jesaja 50. Bitte schlagen Sie diese Stelle einmal auf. Woher weiß ich, was ich zu wem sagen soll und wann und wie ich es sagen soll? Okay, Jesaja 50. Die Verse, die wir lesen werden, beschäftigen sich prophetisch mit dem Herrn Jesus Christus. Wenn wir noch weiter lesen würden, ließe sich leicht erkennen, dass der Text sich um Jesus dreht. Aber im Prinzip sind auch wir damit gemeint, wir als Christen. Jesaja 50 ab Vers 4:

    Jesaja 50:4-5
    „Der Herr, Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich erkenne, den Müden durch ein Wort aufzurichten. Er weckt mich, ja Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Der Herr, Herr hat mir das Ohr geöffnet, und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen.“

    Hier geht es darum, empfänglich für den Heiligen Geist zu sein. Die Botschaft – „Ich habe ein Wort“ -, der richtige Zeitpunkt, die Art und Weise, wie ich die Botschaft übermittle. Und dann geht es auch um den richtigen Empfänger, um den, der müde ist. Der Heilige Geist kann uns die Ohren öffnen und uns all das zeigen – wer unsere Worte braucht und worin die Botschaft besteht, wie wir sie weitergeben sollen und wann. Und es ist ganz normal, dass der Heilige Geist mit Gottes Kindern kommuniziert.
    Jesus sagte: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er zu euch sprechen. Wenn er kommt, wird er das nehmen, was dem Vater und mir gehört, und es euch offenbaren und übermitteln. Er wird euch zukünftige Dinge zeigen.“ Aber zuerst brauchen wir das „Ohr eines Jüngers“, bevor wir die Zunge eines Jüngers haben können. Wir müssen sensibel sein und auf den Heiligen Geist hören. Jesus sagte in Matthäus 10, dass der Heilige Geist die Fähigkeit hat, uns die richtigen Worte zur richtigen Zeit zu geben. Am Anfang von Jesaja 51:16 sagt Gott: „Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt.“ In Jesaja 57:19 sagt Gott: „Ich werde die Frucht der Lippen schaffen.“

    Das Wichtigste ist, zur Verfügung zu stehen und empfänglich zu sein, denn in unserer persönlichen Welt gibt es jemanden, der ein Wort zur rechten Zeit braucht. Jemand, mit dem wir arbeiten, mit dem wir studieren, jemand in unserer Nachbarschaft oder unserem Alltag oder ein Verwandter braucht einen „goldenen Apfel“.

    Hat jemand von Ihnen Kinder? Ihre Kinder brauchen viele „goldene Äpfel“. Der kleine Junge sagt:
    „Papa, ich will Dart spielen. Ich werfe und du sagst: Gut gemacht!“ – Die Kinder brauchen unser Lob, unsere Ermutigung. Ihre Frau oder Ihr Mann braucht das hin und wieder ebenfalls. Also gut. 1. Petrus 1. Ich möchte noch über einen zweiten wichtigen Lebensabschnitt reden. Es geht um Phasen der Anfechtungen und Probleme. Ab Vers 3:

    1. Petrus 1:3-7
    „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden. Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi.“

    In Vers 6 heißt es: „… die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid.“ Der Ausdruck „eine kleine Zeit“ im Griechischen bedeutet „eine kurze Phase“. In anderen Bibelübersetzungen ist die Rede davon, für eine Weile Prüfungen ausgesetzt zu sein oder Schweres erleiden zu müssen. Wir alle machen Problemzeiten durch. Deshalb möchte ich aus diesen und einigen anderen Versen in 1. Petrus sieben Gedanken weitergeben, die Ihnen vielleicht helfen, wenn Sie gerade eine Phase voller Anfechtungen erleben.

    Der erste Gedanke ist: Es ist nur eine Phase. Alle Phasen haben ein Ende. Die Zeiten ändern sich. Und vielleicht fühlen sich Ihre Probleme jetzt tonnenschwer an, aber ich möchte Ihnen sagen: Das wird sich zwangsläufig ändern.

    In unserer Gegend erleben wir gerade den Übergang zwischen den Jahreszeiten. Gestern Abend hat es geregnet und war kalt, als ich hierher kam. Aber die Jahreszeiten wechseln. Ich weiß, Amerikaner aus dem Mittleren Westen und von der Ostküste denken, in Südkalifornien gibt es nur zwei Jahreszeiten, nämlich Sommer und weniger Sommer. Das sehen wir anders. Aber man muss sehr aufmerksam sein, um in unserer Gegend die vier Jahreszeiten voneinander unterscheiden zu können.

    Mir gefällt die Übersetzung, dass wir diese Anfechtungen „für kurze Zeit“ erleben. Für eine kurze Zeit. Mit anderen Worten, es wird nicht ewig dauern! Die Phase der Prüfungen wird enden; das dürfen wir nicht vergessen. Die Dinge werden sich zwangsläufig wieder ändern. Zweitens: Wir dürfen nicht aufhören zu vertrauen. In Phasen der Anfechtung muss unser Glaube sozusagen „online“ bleiben.
    Werfen Sie nicht das Handtuch; geben Sie nicht auf. In diesen Versen ist viel vom Glauben die Rede. In Vers 5 heißt es: „… die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet“, in Vers 7: „… die Bewährung eures Glaubens…“ In Vers 8: „… den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt.“ In Vers 5 und Vers 7 spricht Petrus vom Glauben, in Vers 8 spricht er davon, an Gott zu glauben oder Ihm zu vertrauen, und zwar dann, wenn wir mitten in den Anfechtungen stecken. Halten Sie an Gottes Wort fest. Loben Sie Gott dafür, dass Er Ihnen Antworten schenken wird. Bleiben Sie im Glauben. Das bringt mich zum dritten Punkt: Wer am Glauben festhält, der wird gehalten. Vertrauen Sie weiter und Sie werden bewahrt. Noch einmal Vers 5:

    „… die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden.“

    Mit der Rettung, von der hier die Rede ist, ist die endgültige Rettung gemeint. Wenn Jesus Christus wiederkommt, bekommen wir einen neuen Körper. Am Ende schafft Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde. Wir haben das Finale unserer Rettung noch nicht erlebt. Bis dahin leben wir in einer gefallenen Welt. Wir haben einen Feind, den Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Nicht alles in dieser Welt funktioniert richtig und wir brauchen Bewahrung. Wodurch werden wir bewahrt? Durch Gottes Kraft im Glauben. Wenn wir vertrauen, werden wir bewahrt. Und das Wort „bewahrt“ bedeutet geschützt oder bewacht.

    Das gleiche Wort beschreibt an anderer Stelle, dass eine Gruppe von Soldaten etwas bewacht und schützt. Und das Wort für „Kraft“ ist das gleiche griechische Wort, das im Neuen Testament sonst mit „Wunder“ übersetzt ist. Der Gedanke dabei ist: Wenn Gott ein Wunder tun muss, um uns zu schützen und zu bewahren, bis Jesus Christus kommt, wird Er es tun. Wir müssen nur weiter vertrauen. Wir werden bewahrt, bewacht, geschützt durch Gottes Kraft, die Wunder tun kann. Und das gilt bis zu jenem letzten Tag, an dem wir unsere Rettung in Vollendung sehen werden. Danken Sie Gott für Seine Kraft und vertrauen Sie weiter.

    Der vierte Gedanke: Wir müssen auch unsere Freude behalten, unseren Humor. Das wird uns helfen, die Prüfungen zu überstehen. In Vers 6 heißt es: „Darin“ – und damit ist die Zeit der Anfechtungen gemeint – „jubelt ihr.“ Und auch in Vers 8 ist wieder die Rede davon, mit „unaussprechlicher und verherrlichter Freude“ zu jubeln. Bewahren Sie sich die Freude und Ihren Humor!

    A. W. Tozer sagte: „Christen schulden es der Welt, übernatürliche Freude auszustrahlen.“ Das sehe ich genauso. Damit komme ich direkt zu einem fünften Gedanken. Schlagen Sie bitte mit mir 1. Petrus 5:8 auf. Der fünfte Gedanke ist: Wir müssen wissen, wer unser Feind ist. „Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen.“

    Im Textzusammenhang erfahren wir, dass die Leiden, die Christen auf der ganzen Welt ertragen müssen, vom Teufel kommen. Petrus sagt ganz deutlich: „euer Widersacher, der Teufel“. Ihr Widersacher ist nicht Gott, nicht Ihre Schwiegermutter, nicht Ihr Chef. Nein. Ihr Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe. Widerstehen Sie ihm und bleiben Sie fest im Glauben. Denken Sie daran, dass Sie nicht der Einzige sind, der dieses Leid durchmacht. Und hier wird der Teufel dafür verantwortlich gemacht. Nun wäre es ganz falsch, alle unsere Probleme dem Teufel in die Schuhe zu schieben. Damit tun wir ihm viel zu viel Ehre an. Aber manche unserer Probleme, ein Teil unseres Leides, hat eine übernatürliche Ursache. Für manches, was in Ihrer Ehe oder bei Ihren Kindern oder in Ihrem Unternehmen passiert, ist direkt der Teufel verantwortlich. Er will Sie blockieren und verschlingen. Er will Ihnen alle Energie, alle Zeit, alle Gefühle, alle Ressourcen stehlen, indem Sie ständig kleine Feuer austreten müssen. Der Teufel kann unser Leben vereinnahmen und über vereinnahmte Christen freut er sich besonders. Er mag Christen, die noch viel Aufmerksamkeit benötigen. Aber Gott wünscht sich Christen, die in ihrem Glauben vorangehen. Manche von uns müssen begreifen, dass wir einen Feind haben. Wir stehen in einem geistlichen Konflikt. Und hier heißt es, wir müssen dem Teufel fest im Glauben widerstehen. Der Glaube kommt aus dem Hören und das Hören aus Gottes Wort. Widerstehen Sie dem Teufel mit Gottes Wort. Im Jakobusbrief heißt es: „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.“ Jesus sagte: „Ich gebe euch Vollmacht über die Macht des Feindes. Nichts soll euch schaden. Ihr werdet sogar auf Schlangen und Skorpione treten.“ Und Er sagte: „Alle Vollmacht im Himmel und auf der Erde ist mir gegeben. Geht in meinem Namen und treibt böse Geister aus.“

    Ich möchte Sie was fragen: Wann haben Sie dem Teufel zum letzten Mal aktiv widerstanden? Ich meine, Sie persönlich. Wann haben Sie dem Teufel zum letzten Mal widerstanden? Wann haben Sie gesagt: „Okay, das reicht jetzt. Ich merke, was hier los ist. Teufel, das war’s. Ich lasse mir das nicht länger gefallen. Gottes Wort sagt das und das. Darin ist mein Glaube verankert. Also verschwinde aus meinem Leben, aus meiner Ehe, aus meinem Unternehmen. Ich widerstehe dir im Namen von Jesus.“ Wann haben Sie das zum letzten Mal getan? Ich glaube, manche hier müssen einmal intensiv beten. Sie haben einen Feind!

    Wir haben über das Leid gesprochen, das der Teufel überall in der Kirche verursacht. Das bringt mich zu einem sechsten Gedanken: Gott hat die Probleme zwar nicht gemacht, aber Er kann sie trotzdem gebrauchen, um bei Ihnen etwas Gutes zu bewirken. Wissen Sie, nichts kann Gott überraschen. Er kann die Angriffe des Feindes gebrauchen. Er kann unsere dummen Fehler gebrauchen und für uns etwas Gutes daraus machen. In der Bibel heißt es: „Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen.“ Haman wurde an seinem eigenen Galgen gehängt. Alles, was er versuchte, um die Juden auszurotten, fiel wieder auf ihn zurück und am Ende gewannen die Juden. Gott hat so eine Art, die Pläne des Feindes auf den Kopf zu stellen. Schauen wir uns Vers 10 an. Und denken Sie an den Zusammenhang: Wir haben einen Feind, den Teufel. Wir müssen ihm widerstehen. Petrus spricht hier besonders von dem Leid, das vom Feind unserer Seele verursacht wird. – Wir kommen zu Vers 10:

    1. Petrus 5:10
    „Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen.“

    Der Teufel ist derjenige, der Unruhe schafft. Und doch arbeitet Gott an uns, macht uns ruhig, stärkt uns und lässt uns reifen. Die Unruhe kommt nicht von Gott, aber in Seiner Allmacht und Allwissenheit gebraucht Er sie, um etwas Gutes für uns zu bewirken. Das mag uns nicht gefallen, aber die Art und Weise, wie wir auf Probleme reagieren, macht uns zu dem, was wir sind. Es trägt dazu bei, uns zu Menschen zu machen, die in ihrem Leben Gottes Willen tun. Und auch wenn es im Moment nicht danach aussieht, kann es sein, dass unsere gegenwärtigen Probleme wichtig für unseren zukünftigen Erfolg sind.

    Das Gute an Phasen der Anfechtung und Versuchung ist, dass sie wirklich nur eine Phase sind. Alle Phasen gehen einmal zu Ende. Wenn Sie gerade schwere Zeiten durchmachen, dann fassen Sie Mut. Hilfe ist unterwegs. Solche Lebensabschnitte gehen zu Ende. Auf Ihrem Weg mit Gott warten noch gute Dinge auf Sie. – Bis zum nächsten Mal. Gottes Segen.

  • Jule sagt:

    Drei wichtige Lebensabschnitte 2/2
    24.05.2014
    Pastor Bayless Conley

    Hallo! Schön, dass Sie eingeschaltet haben. Wir sprechen über: „Drei wichtige Lebensabschnitte“. Es ist wichtig zu wissen, in welchem Abschnitt man sich befindet, damit man richtig reagieren kann. Wir haben bereits über Phasen der Anfechtung gesprochen. Auf irgendeine Weise haben wir alle schon solche Zeiten durchlebt. Heute geht es weiter mit einem weiteren Lebensabschnitt, von dem in der Bibel die Rede ist. Ich bete darum, dass Gott Ihnen hilft, Sein Wort zu verstehen, wenn wir heute gemeinsam darüber nachdenken. Und wenn Sie eine Bibel haben, dann schlagen Sie sie jetzt auf!
    In Hesekiel 34, ab Vers 23 heißt es:
    Hesekiel 34:23-26
    „Und ich werde einen Hirten über sie einsetzen, der wird sie weiden: meinen Knecht David, der wird sie weiden, und der wird ihr Hirte sein. Und ich, der Herr, werde ihnen Gott sein, und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein. Ich, der Herr, habe geredet. Und ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und werde die bösen Tiere aus dem Land austilgen; und in der Wüste werden sie sicher wohnen und in den Wäldern schlafen können. Und ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen; und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regengüsse des Segens werden es sein.“

    Bei prophetischen Aussagen wie dieser hier gibt es immer mehrere Ebenen. Sie galten für Gottes Volk damals und sie gelten für uns als Gottes Volk heute. Das Volk Gottes lebte zu jener Zeit in der Zerstreuung, weil ihre geistlichen Leiter mehr an ihrem eigenen Nutzen interessiert waren. Sie hatten das Volk manipuliert, um sich selbst zu profilieren statt die Herde gut zu weiden. Und Gott wurde zornig und sagte: „Das muss aufhören.“ Und hier erklärte Gott, was Er tun würde. Er sagte, Er würde einen Hirten über sie setzen, Seinen Knecht David. Aber als Hesekiel das aufschrieb, war David bereits seit 400 Jahren tot. Also ist es nicht im wörtlichen Sinn gemeint, dass David eingesetzt werden sollte. Hesekiel sagte hier etwas über Jesus voraus, denn König David war eine Vorschattung auf Jesus Christus. Jesus ist der eine Hirte, den Gott über die Gemeinde gesetzt hat. Und Gott sagte dem Volk hier, dass sie mitten in der Wüste sicher schlafen konnten und dass die wilden Tiere fort waren. Es ist ein Bild von Ruhe und Frieden und Sicherheit. Das alles bekommen wir, wenn wir Jesus unser Leben anvertrauen. Hesekiel sprach durch Gottes Geist auch einige Missstände an. Er sprach über die damals herrschende Ungerechtigkeit und Gott ließ ihn sagen: „Ich liebe mein Volk, und ich werde mir nicht ewig anschauen, wie sie unterdrückt und ausgenutzt werden. Ich werde eingreifen.“ Und das tat Gott auch.

    Doch in diesen Aussagen steckt auch eine Voraussage über Jesus Christus, dass Er als der große Hirte kommen würde. Und Jesus selbst sagte: „Ich bin der große Hirte der Schafe. Der bezahlte Arbeiter flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, aber der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe. Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und folgen mir.“ Jesus ist dieser Hirte und Er bringt uns Frieden und Sicherheit. Hesekiel spricht also auch prophetisch über uns in unserer Zeit und unserer Phase der Heilsgeschichte. In Verbindung damit gibt Gott auch ein Versprechen: „Ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen; und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regengüsse des Segens werden es sein.“ Das ist eine Vorausschau auf das Kommen des Heiligen Geistes und Seinen belebenden Einfluss. An anderer Stelle bezeichnet die Bibel den Heiligen Geist als Regenschauer, der kommt und das Land fruchtbar macht und Wachstum und Erfrischung bringt.

    Aber es gibt auch eine wörtliche Erfüllung, einen physischen, greifbaren Segen. Es sollte so sein wie bei dem Frühregen und Spätregen, der auf das Land fallen sollte, in dem Gottes Volk lebte. Dieser Regen sollte das Land reich machen. Die Feldfrüchte würden heranwachsen und reifen. Es sollte reichliche Ernten geben. Die Ernte war damals für das Volk Israel das Maß für Reichtum und Segen, weil sie in einer von Landwirtschaft geprägten Gesellschaft lebten. Danken wir Gott, dass Er uns den Heiligen Geist geschickt hat, der mit Seinem belebenden Einfluss in unserem Leben wirkt. Aber der Heilige Geist bringt uns auch ganz greifbaren Segen. Es gibt Lebensabschnitte mit Reichtum und Chancen, die wir selbst nie erreichen könnten. Auch darauf deutet diese Verheißung hin. Der Regen kommt zu seiner Zeit und der Segen ebenfalls. Wer von Ihnen könnte eine Phase des Segens gebrauchen? Ja. Diejenigen von Ihnen, die eben nicht die Hand gehoben haben, können einfach zuhören. Wer von Ihnen möchte gesegnet werden? Ich erkläre es Ihnen. Den Grund nennt Hesekiel am Anfang von Vers 26. Gott lässt sagen: „Ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen. Ich werde sie zum Segen machen.“ Und dann sagt Gott: „Ich werde den Regen fallen lassen. Es werden Regengüsse des Segens sein. – Aber zuerst“, sagt Er, „werde ich sie zum Segen machen.“ Das ist Gottes Hauptgrund, warum Er uns zum Segen macht: damit wir ein Segen sein können.

    Gott sagte zu Abraham: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“ Und hier sagt Gott über Sein Volk, über die Herde Seiner Weide damals und auch über alle Menschen heute, die Jesus Christus als ihren Hirten haben: „Ich werde sie zum Segen machen.“ Er wird uns zum Segen machen! Und dann werden diese Regengüsse des Segens kommen und wir werden Lebensabschnitte voller Segen erleben. Aber am Anfang steht Gottes Prinzip: Ja, Er will uns segnen, Er wird uns segnen. Aber wir sollen begreifen, dass wir nicht nur für uns selbst gesegnet sind. Wir werden gesegnet, um ein Segen zu sein. Und ich glaube, es gibt Zeiten, in denen Gott außergewöhnlichen Segen schenkt.
    Diese Zeiten sollten wir nicht als selbstverständlich betrachten.

    Bitte schlagen Sie mit mir im Neuen Testament die Apostelgeschichte auf, und zwar Kapitel 3. Hier hält Petrus die Pfingstpredigt. Viele Menschen hatten zum Glauben an Jesus gefunden und Petrus erklärte ihnen, was da vor sich ging. Apostelgeschichte 3 und wir lesen ab Vers 19. Petrus sagte:

    Apostelgeschichte 3:19.20-21
    „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn…“

    Das Wort „Zeiten“ steht hier für konkret bestimmte Zeiten und Abschnitte. Es sind besondere Zeiten.
    „… damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn.“ Lesen wir weiter:

    „… und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende! Den muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.“

    Hier spricht Petrus also von drei verschiedenen Dingen. Er spricht von der Rückkehr Jesu auf diese Erde, die noch nicht geschehen ist. Er spricht von der Zeit der „Wiederherstellung aller Dinge“. Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen. Das ist noch nicht geschehen. Und Petrus spricht auch von Zeiten der „Erquickung“, die aus der Gegenwart des Herrn kommen werden.
    Beachten Sie die Mehrzahl. Es sind Zeiten (Mehrzahl!) der Erquickung, die aus der Gegenwart des Herrn kommen. Petrus sagt: „Kehrt um. Bereitet euch vor. Bringt euer Verhältnis zu Gott in Ordnung, damit ihr etwas davon habt, wenn diese Zeiten kommen.“ Und das Wort „Erquickung“ hier bedeutet eigentlich Zeit zum Atemholen, Erholen, Wachsen und Ruhen. Eine Zeit, in der man nicht kämpfen muss.

    Kennen Sie vielleicht auch das Gefühl, als würde eine Welle nach der anderen über Ihnen zusammenschlagen? Als würden Sie schon zum dritten Mal zu Boden gehen? Sie denken: „Wenn ich noch einen finanziellen Rückschlag erleide, weiß ich nicht mehr, was ich machen soll.“ Es gibt Zeiten, in denen Sie kaum zum Atemholen kommen, weil so viel passiert. Erst kommt diese Anfechtung und dann geht jenes Geld, das wir verplant hatten, für etwas anderes drauf. Und es gibt eine Front hier und eine Schlacht da und es kommt eine Welle nach der anderen und Sie kommen überhaupt nicht mehr zu Atem. Aber die Verheißung in diesem Text ähnelt der, die wir bei Hesekiel gelesen haben und ich glaube, beides gehört zusammen. Es wird Zeiten der Erquickung geben und Segenszeiten. Es wird Zeiten geben, in denen Sie einen Gang zurückschalten können und nicht an fünf Fronten gleichzeitig kämpfen müssen. Zeiten, in denen Sie wachsen und auftanken können.

    Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, sehen wir, dass die junge Kirche direkt in eine solche Zeit hineinging. In dieser Zeit waren die Christen besonders freigiebig und Gott versorgte sie auf übernatürliche Art und Weise. Es war eine Zeit, in der sie unglaubliche Gunst erlebten. Es heißt in der Bibel, sogar bei den Menschen, die nicht an Jesus glaubten und den Obersten der Gesellschaft fanden sie Wohlwollen. Es war eine Zeit, in der radikale Bekehrungen geschahen und übernatürliche Heilungen. Und diese Phase hielt eine ganze Weile an. Aber sie endete wie alle Phasen im Leben.
    Dann kam die Verfolgung und die junge Kirche genoss nicht mehr ihr einstiges Ansehen. Zuvor hatten sie so viel gehabt, dass es problematisch wurde. Sie mussten extra Mitarbeiter bestimmen, die die Güter verteilten. Es war eine Zeit, in der sie sehr gut versorgt waren. Doch diese Phase endete. Und im Rückblick muss man sagen, dass die junge Kirche ihren Besitz sehr gut verwaltet hatte. Und ich glaube ehrlich, dass wir als Kirche am Rand einer solchen Zeit der Erquickung stehen. Ich glaube wirklich, dass wir eine Zeit erleben werden, in denen es noch mehr Großzügigkeit gibt und übernatürliche Versorgung von Gott und radikale Bekehrungen und unbeschreibliches Wohlwollen, das man sich mit menschlichem Einfallsreichtum nie erarbeiten könnte. Und wir sollten unser Bestes geben, um gute Verwalter dieses Segens zu sein.

    Bitte schlagen Sie einmal den Galaterbrief auf. Ich möchte Ihnen etwas zeigen, das meiner Überzeugung nach der Grund dafür ist, dass manche Menschen Gottes Segen reicher und häufiger erfahren. Galaterbrief, Kapitel 6, Vers 9. Dort heißt es:

    Galater 6:9-10
    „Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit…“ Alle zusammen: „Zur bestimmten Zeit“ – wenn die Zeit gekommen ist – „… werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. Lasst uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens!“

    Ich glaube, solche Zeiten des Segens gibt es häufiger für Menschen, die jede Gelegenheit ergreifen, Gutes zu tun, die sich ihnen bietet. In Vers 9 sagt Paulus: „Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden!“ Und dann in Vers 10: „Lasst uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken.“ Tippen Sie einmal Ihren Nachbarn an und sagen Sie: „Tun Sie etwas Gutes!“ Zweimal sagt Paulus: „Tut Gutes. Ergreift die Gelegenheit.“ Und dann in Vers 7 steht etwas ganz Entscheidendes: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“ Wenn wir Gutes tun, dann können wir auch in den besonderen Segenszeiten, die Gott schenkt, umso reichlicher ernten. Viele Menschen stehen vor einem Feld, auf das sie nichts gesät haben und beten, dass Gott ihnen eine Rekordernte schenkt. Gott ist gut. Gott ist gnädig. Er ist gut zu den Guten und den Bösen. Er lässt es für Gerechte und Ungerechte regnen. Wir wissen, dass das Gottes Charakter und Wesen ist. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass das Feld bestellt ist. Wir müssen Gutes im Leben von anderen Menschen aussäen, wenn wir Gutes in unserem eigenen Leben ernten wollen. Also machen Sie sich ans Aussäen!

    Eines Tages war ich im Auto unterwegs zum Büro und telefonierte mit einem Freund. Er sagte:
    „Bayless, es ist etwas ganz Unglaubliches passiert. Ich war gerade mit meinem Sohn bei einer Sportveranstaltung und anschließend war ein großes Grillfest. Da traf ich den Vater von einem anderen Kind, das auch dort mitgemacht hatte. Er ist kein Christ, aber wir kamen ins Gespräch und haben uns gleich gut verstanden. Und er hat sich wirklich geöffnet und ich konnte ihm von Jesus erzählen. Es war ein sehr gutes Gespräch und er hat Fragen gestellt und ich konnte ihm erzählen, wie ich selbst zum Glauben gekommen bin.“ Wissen Sie, mein Freund hatte eine ziemlich schlimme Vergangenheit und hat eine radikale Bekehrung erlebt. Davon erzählte er dem anderen Mann und redete noch sehr lange mit ihm. Der Mann war offen für Gott und hatte wirklich Sehnsucht nach Gott. – Irgendwann sagte ich zu meinem Freund: „Du, ich muss jetzt ins Büro“ und dann legte ich auf. Und als ich ins Büro kam, stand da die Schwester des Mannes, von dem mein Freund mir eben erzählt hatte. Ich hatte sie ein Jahr lang nicht gesehen und ein Jahr lang nicht mit ihr geredet. Doch da stand sie im Büro, mit einem großen Korb voller guter hausgemachter Sachen und verteilte sie an alle unsere Mitarbeiter. Und sie sagte: „Ich wollte euch nur etwas Gutes tun. Ihr tut eure Arbeit in der Gemeinde so treu und ich wollte euch einfach etwas Gutes tun.“ Und sie gab mir einen großen Teil von dem, was in ihrem Korb war und das waren wirklich tolle Sachen! Und ich dachte: Das ist zu viel. Ich sagte zu ihr: „Gerade hatte ich ein Telefonat, fünf Sekunden, bevor ich zur Tür reinkam. Am Telefon war ein Freund von mir, der eine Begegnung mit einem Mann hatte, dem er von Jesus erzählen konnte. Und raten Sie mal, wer das war? Er hat mit Ihrem Bruder geredet!“ Sie sagte: „O, Gott ist so gut!“ Und ich dachte: Ja, das ist Er. Aber dann sehe ich dich, und du tust hier etwas Gutes für die Menschen, die zu Gottes Familie gehören – kein Wunder, dass du etwas Gutes in deinem Leben erntest. Es war wie eine Illustration von dem, worüber ich hier rede. Tun Sie Gutes, wenn Sie Gelegenheit dazu haben, „am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens“. Besonders Gottes Familie gegenüber.
    Gott liebt Seine Kinder! Wenn jemand unseren Kindern etwas Gutes tut, dann wollen wir das Gute doch erwidern, oder? So geht es Gott auch mit Seiner Familie.

    Vor Jahren war ich als Prediger bei einer großen Konferenz in Australien. Einer der Mitarbeiter hatte sich extra dafür Urlaub genommen und gesagt: „Ich will dort ehrenamtlich als Fahrer mithelfen. Ich nehme Urlaub, damit ich die Gastredner chauffieren und so Gott dienen kann.“ Das tat er auch. Die Kirche stellte sogar die Wagen zur Verfügung. Der örtliche Autohändler sagte: „Ihr könnt unsere Wagen benutzen.“ Sie stellten die Autos kostenlos zur Verfügung, sodass ein Fahrdienst für die Gastredner eingerichtet werden konnte. Und einige Tage vorher, vielleicht eine Woche zuvor, war sein Auto gestohlen worden. Wir reden hier von Sydney in Australien, einer Vier-Millionen-Stadt. Die Wahrscheinlichkeit, das Auto je wiederzubekommen, ist fast gleich null. Eine Woche später, als er gerade einen Gastredner in einen entlegenen Teil der Stadt fährt, wo er normalerweise nie ist, sieht er auf dem Rückweg ein Auto vor sich… sein Auto! Er rief die Polizei an und sagte: „Letzte Woche wurde mein Auto gestohlen; ich habe Anzeige erstattet. Und ich fahre gerade hinter meinem Auto her!“ Die Polizei fragte, wo er sich gerade befand. Als das Auto parkte, parkte er etwas weiter die Straße hinunter. Die Polizei kam und er bekam sein Auto wieder. Das Einzige, was die Diebe daran verändert hatten, war, glaube ich, dass sie eine brandneue Stereoanlage eingebaut hatten. – Ich meine, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert? Vier Millionen Menschen in der Stadt und gerade in diesem Moment befand er sich in dem Teil der Stadt, in dem er nie zuvor war. Und er bekam sein Auto wieder, inklusive neuer Stereoanlage. Er hatte gesagt: „Ich will etwas Gutes für Gottes Familie tun, für meine Hausgenossen des Glaubens“ und er erntete etwas Gutes in seinem eigenen Leben.

    Ein Freund von mir hat mehr Geldwunder erlebt als man sich vorstellen kann. Ich meine, erstaunliche, verblüffende Dinge, über die man nur den Kopf schüttelt und sagt: „Du machst wohl Witze? Hast du das erfunden?“ Solche Dinge passieren ihm ziemlich regelmäßig, Dinge, die Gottes Fingerabdruck tragen. Manche Menschen fragen: „Warum er?“ Eine Antwort darauf kenne ich: Weil er auch gern anderen Menschen Gutes tut. Dieser Mann ist der großzügigste Mensch, der mir je begegnet ist.
    Besonders großzügig ist er anderen Christen gegenüber. Und ich glaube, dafür erntet er zu gegebener Zeit eben reichlicher und häufiger Gottes Segen. Er nutzt einfach jede Gelegenheit, die sich ihm bietet, um Gutes zu tun. Ich weiß nicht, wie diese Phase sich noch gestalten wird. Ich weiß nicht, wie lange sie andauern wird. Aber ich glaube von ganzem Herzen, dass wir uns in einer Zeit der Erfrischung befinden. Manche werden in finanzieller Hinsicht endlich wieder zu Atem kommen können. Bei anderen sind es andere Bereiche, in denen sie Gunst und Segen und Güte erleben, die von Gott kommen. Aber um diese Zeit maximal nutzen zu können, müssen wir das Prinzip verstehen, von dem Hesekiel sprach. Gott begann mit den Worten: „Ich werde euch zum Segen machen. Ich werde sie zum Segen machen. Es wird Segen im Überfluss kommen. Es wird eine überaus gesegnete Zeit sein.“ Doch zuvor gibt Gott den Grundton an: „Sie werden ein Segen sein.“

    Natürlich möchte auch ich gesegnet werden. Auch in meinem Leben gibt es Dinge, die ich brauche und von Gott erwarte. Aber zuerst will ich mein Herz ausrichten: „Gott, ich möchte für jemanden die Erhörung seines Gebets sein.“ Ich glaube wirklich, dass Gott von uns Christen etwas erwartet. In der Bibel steht: „Des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“ In solchen Zeiten wird Gott natürlich Menschen segnen, weil er uns segnen will. Aber ich glaube, Gott hält auch nach Menschen Ausschau, die von Herzen sagen: „Gott, ich will nicht nur ein gesegneter, sondern auch ein segnender Mensch sein. Ich will jemand sein, der andere segnet.“ In ein paar Minuten können wir vielleicht darauf antworten. Wenn Sie dabei sind, wenn Sie merken, dass Sie das aus tiefster Überzeugung wollen, dann können Sie auch nach außen sagen: „Gott, ich möchte gesegnet sein, aber ich will auch ganz ernsthaft ein Mensch sein, der Segen gibt.“ Ich möchte Ihnen aber auch noch eine Warnung mitgeben: Gott wird uns auf die Probe stellen. In der Bibel heißt es, Gott prüft die Herzen. Und wenn wir lesen, wie Gott das Herz von Menschen prüft, dann sehen wir, dass Er manchmal von ihnen verlangt, etwas wegzugeben, das ihnen sehr wichtig ist. Es muss nicht unbedingt ein großer Geldwert sein. Aber Gott legt den Finger auf wunde Punkte in unserem Leben und fragt: „Wirst du das loslassen, wenn ich dich darum bitte?“ Ich glaube, manchmal sagen Menschen: „Ja, ich bin dabei. Ich will ein Segen sein.“ Und Gott sagt: „Okay. Du hast 30 Dollar. Bitte gib 28 davon weg.“ „Aber Gott, können wir nicht damit anfangen, wenn ich 2800 Dollar habe?“ Dann sagt Gott: „Der Nächste, bitte.“ Also, eine kleine Warnung: Gott greift uns da, wo wir stehen. Er will, dass wir großzügig sind, ganz gleich in welchem Lebensabschnitt und auf welcher Stufe wir uns befinden. Wir müssen immer da anfangen, wo wir stehen. Wir dürfen nicht sagen: „Gott, sobald ich so weit bin, bin ich dabei. Lass mich nur im Lotto gewinnen, Gott, und dann hast du deinen Mann. Dann hast du deine Frau. Ich werde ein großer Segen für die Kirche sein.“ Gott sagt: „Weißt du was? Wenn ich darauf vertrauen kann, dass du mit den 20 Dollar, die du jetzt hast, das tust, was ich sage, dann kann ich dir später vielleicht auch 40 Dollar anvertrauen.“ Bitte lassen Sie uns gleich miteinander beten. Der allergrößte Segen ist, wenn ein Mensch Jesus Christus als seinen Retter annimmt. Hesekiel schaute in die Zukunft und sah die verstreuten, verwundeten, verzweifelten, verletzlichen Menschen seiner Zeit. Und Gott ließ durch Seinen Geist sagen: „Ich werde ihnen einen Anführer geben und dieses Elend beenden.“ Aber Er schaute auch in unsere Zeit voraus. Er sah die Menschheit als Ganzes: zerstreut, verletzt, verlassen und isoliert. Und Er hat einen Hirten geschickt, Jesus Christus, den Hirten unserer Seelen. Er starb für unsere Sünden am Kreuz und wurde für unsere Rechtfertigung von den Toten auferweckt. Wenn Jesus noch nicht der Hirte Ihres Lebens ist, dann ist vielleicht jetzt die Zeit dafür gekommen. Er starb und stand von den Toten auf und Er ist „reich für alle, die ihn anrufen“, heißt es in der Bibel. Dort steht auch, wer sich an Jesus wendet, wird nicht enttäuscht werden. „Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden.“

    Ich möchte Sie einladen, jetzt mit mir zu beten, ganz gleich wo Sie sind. Vielleicht sind Sie mit einem Freund hier und haben ein riesiges Loch in Ihrem Leben, das Sie mit allem Möglichen füllen wollten. Sie haben versucht, es mit Sex und Beziehungen zu füllen, mit Drogen oder Alkohol. Sie haben versucht, die Leere mit Ritualen oder Geld oder materiellen Dingen zu füllen. Doch nur Gott kann diese Leere füllen und zu Gott kommen wir nur durch Seinen Sohn Jesus. Jesus ist die Brücke. Er ist unser Zugangspunkt zum Vater. Er sagte: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ – Ich möchte jetzt beten. Ganz gleich ob Sie weggelaufen waren und nach Hause kommen müssen oder ob Sie diese Entscheidung zum ersten Mal treffen: Öffnen Sie sich für Gott und beten Sie mit mir. Gott wird Sie nicht wegschicken. – Lassen Sie uns jetzt zusammen beten:

    Gott, ich glaube, dass Jesus Christus Dein Sohn ist. Ich glaube, dass Er am Kreuz für die Sünden der ganzen Welt gestorben ist. Ich glaube, dass Er für meine Sünden gestorben ist, um mich zu retten und in Seine Familie zu holen. Jesus, bitte sei mein Herr und der Hirte meines Lebens. Ich setze mein Vertrauen auf Dich allein und bete in Deinem Namen. Amen.

    Gott segnet uns, um uns zum Segen für andere zu machen. Er segnet uns nicht, damit wir den Segen horten, sondern damit er durch uns hindurch zu anderen fließen kann. Ich möchte Ihnen Mut machen und Gelegenheit geben, ein Segen für andere zu sein. Wenn diese Sendungen Ihnen in Ihrem Leben je geholfen haben, dann helfen Sie uns doch, sie noch zu vielen anderen Menschen zu bringen. Wir strahlen sie bereits in vielen Ländern der Welt in zahlreichen Sprachen aus. Und vielleicht denken manche, wir haben unendlich viel Geld dafür, weil wir nicht direkt um Geld bitten. Wir sind immer auf Gott angewiesen, dass Er uns die notwendigen Finanzen schenkt, damit wir auch weiterhin unsere Arbeit tun können. Wenn Menschen wie Sie uns unterstützen, bringt uns das weiter. Nehmen Sie den Segen, den Gott in Ihr Leben gelegt hat, um ein Segen für andere Menschen zu sein. Melden Sie sich gerne bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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