Konkrete Merkmale eines geisterfüllten Lebens

Teil 1 der Reihe „Der Heilige Geist“ von Juli 2o11


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Comments

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 1

    12.06.2011

    Pastor Bayless Conley

    Liebe Freunde, ich bin sehr begeistert über unsere neue Serie über den Heiligen Geist. Heute werden wir darüber sprechen, wie ein geisterfülltes Leben konkret aussieht. Wissen Sie, das ist so reichhaltig und wir können so viel daraus lernen. Wir brauchen das so nötig, um Jesus nachfolgen zu können. Ich hoffe, dass Sie sich entschließen, sich keine der Folgen der Serie über den Heiligen Geist entgehen zu lassen. Es wird ein Segen für Sie sein.

    In Epheser 5:18 steht:
    „Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes.“

    Die Aussage „werdet voll Geistes“ ist keine Lehre, über die wir diskutieren sollen. Es ist ein Befehl, dem wir gehorchen sollen. Werdet voll Geistes! Das beinhaltet natürlich die Erfahrung der Erfüllung mit dem Heiligen Geist, geht aber weit darüber hinaus. Es ist keine einmalige Erfahrung. Vielmehr steht hier das Verb im Griechischen in der Verlaufsform. Die Übersetzung „werdet voll Geistes“, könnte auch lauten: „werdet immer wieder vom Geist erfüllt.“ Wissen Sie, die erste Erfüllung mit dem Heiligen Geist wird in Apostelgeschichte, Kapitel 2, beschrieben. Wussten Sie, dass dieselben Menschen in Kapitel 4 erneut erfüllt wurden? Wir sollten immer wieder vom Geist erfüllt werden, immer wieder neu belebt und erfrischt werden vom Heiligen Geist.

    Wissen Sie, Jesus verglich den Heiligen Geist mehrmals mit Wasser. In Johannes 4 sagte Er, Errettung bedeutet, dass der Heilige Geist in uns eine Quelle lebendigen Wassers wird. In Johannes 7 sagte Er über die Kraft des Heiligen Geistes, dass sie wie ein Strom aus unserem Innern fließen wird. Erneut der Vergleich mit Wasser. Das bringt mich darauf, dass manche Menschen geistlich ziemlich trocken sind. Manche sind nur ein bisschen nass, andere tummeln sich im tiefen Wasser. Ich denke, Gott ruft uns alle ins tiefe Wasser und möchte, dass wir durchtränkt und von Seinem Heiligen Geist erfüllt werden. Wenn wir erfüllt werden können, können wir auch halb voll oder fast leer sein. Jemand sagt: „Ich wurde 1978 vom Geist erfüllt. Seitdem niemals wieder, aber 1978 wurde ich erfüllt.“

    Wie ich bereits am Anfang sagte, möchte ich über konkrete Merkmale eines geisterfüllten Lebens sprechen. Sind Sie bereit?

    Nun zum ersten Punkt: Gesang, Freude und ein dankbares Herz. Lesen wir Epheser 5:18.

    Epheser 5:18-20 „Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes; redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

    Ein geisterfülltes Leben ist ein Leben voll Gesang und Musik. Jemand sagte einmal: „Ich kann keinen Ton halten, auch nicht, wenn du mir direkt ins Ohr singen würdest.“ Das spielt keine Rolle, Sie können Gott trotzdem einen fröhlichen Lärm bereiten. Wir sollen Ihm spielen – wortwörtlich bedeutet dies, für Gott die Saiten unsers Herzens zu zupfen, während wir Ihm spielen. Wir sollen zueinander mit Psalmen und Lobgesängen reden – das sind alte und neue Anbetungslieder. Ich glaube, mit geistlichen Liedern meint Er Lieder, die der Heilige Geist uns spontan gibt, wenn wir Gott intensiv anbeten.

    Es hieß auch, dass wir in jeder Situation Gott allezeit für alles danken sollen, in wirklich jeder Situation. Das sind die Zeichen oder Merkmale eines geisterfüllten Lebens. Mürrische Menschen, die ständig herummeckern, sind nicht geisterfüllt, nicht wahr? Jemand, der wirklich geisterfüllt ist, kann innerlich ein Lied anstimmen und immer etwas finden, wofür er danken kann, egal, wie die Umstände sein mögen. Jemand formulierte einmal folgende weisen Worte: „Kein Tag ist zu öde, keine Nacht zu lang. Jemand, der Jesus wirklich vertraut, findet einen Anlass zu frohem Gesang.“ Das ist so wahr! Wissen Sie, in

    1. Thessalonicher 6:1 sagt die Bibel:
    „Ihr seid unsere Nachahmer geworden und die des Herrn, indem ihr das Wort in viel Bedrängnis mit Freude des Heiligen Geistes aufgenommen habt.“

    Ist es nicht interessant, dass er diese beiden Dinge miteinander verknüpft hat? Ihr empfingt das Wort in großer Bedrängnis und die Freude des Heiligen Geistes. Sie können in großer Bedrängnis voller Freude sein. Sie können mitten in einer Prüfung die Freude des Heiligen Geist erleben. Das hängt nicht von den Umständen ab.

    Ich denke, das wirkt sehr anziehend auf unsere Umwelt. Menschen beobachten Sie und wissen, dass bei Ihnen nicht alles rund läuft. Ihre Nachbarn wissen von Schwierigkeiten, aber Sie lächeln dennoch. Sie sind innerlich voller Freude. Sie haben ein Lied auf den Lippen. Und die Leute denken: „Entweder sind sie verrückt oder sie haben etwas, was ich nicht habe. So oder so sind sie besser dran als ich.“ Ich denke, das zieht Menschen zum Evangelium.

    Lassen Sie uns kurz die Apostelgeschichte anschauen. Apostelgeschichte, Kapitel 13, Vers 50. Dort steht:

    Apostelgeschichte 13:50-52 „Aber die Juden hetzten die gottesfürchtigen Frauen und die Angesehenen und die Vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. Da schüttelten diese den Staub von ihren Füßen gegen sie und gingen nach Ikonium. Die Jünger aber wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.“

    Werdet vom Heiligen Geist erfüllt; werdet von Freude erfüllt. Diese Dinge gehen Hand in Hand. Achten Sie wieder einmal auf die Umstände. Die Jünger werden massiv verfolgt und aus dem Gebiet vertrieben und es heißt, dass sie voller Freude waren. Alle, die durch sie Jünger Jesu wurden, erlebten massive Verfolgung! Bedenken Sie, sie kamen gerade erst zum Glauben, wurden erst kürzlich Christen. Und diejenigen, die das Evangelium verkündet und die Gemeinde gegründet und etabliert hatten, wurden verfolgt und mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt. Was denken nun die frisch Bekehrten? „Wow! Wenn die Gründer so behandelt werden, was passiert dann mit uns? Wenn so mit den Gründern umgesprungen wird, wie wird es erst der Gemeinde gehen, wenn die Gründer weg sein werden?“ Wissen Sie, so dachten sie absolut nicht. Sie wurden von Freude erfüllt – inmitten der massiven Verfolgung. Das sind Merkmale des geisterfüllten Lebens: Dinge finden, für die wir dankbar sein können, einen Grund zur Freude finden, Gott im Herzen singen und spielen.

    Ich möchte noch einmal auf diesen Bibelvers eingehen: „Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern.“ Ich glaube, dass sind Lieder, die vom Heiligen Geist inspiriert sind. Wissen Sie, meine Frau und ich nahmen uns eine Auszeit. Mir war gar nicht bewusst, wie müde ich offenbar war. Ich nahm mir viel Zeit, um zu beten und auszuruhen. Ich weiß noch, eines Tages, nach ein paar Wochen, ging ich spazieren. Ich war in einer öden Gegend. Ich lief herum und plötzlich, während ich Gott anbetete, kamen mir lauter spontane Lieder und ich dachte: „Bayless, das hast du schon lange nicht mehr erlebt. Du wurdest nicht neu erfüllt!“ Während ich umherlief, kamen mir diese spontanen Lieder. Und wissen Sie was? Seitdem erlebe ich das jeden Tag. Aber wissen Sie, was passiert, wenn Sie Ihren ganz normalen Alltag bewältigen so wie wir alle? Wenn Sie mit Dingen zu kämpfen haben und Glauben aufbringen müssen, ist das so, als ob Sie Geld von der Bank abheben. Und wenn Sie weniger einzahlen als Sie abheben, entsteht ein Defizit. Ich denke, wir können geistlich ins Minus kommen. Ein geistliches Defizit können Sie unter anderem daran erkennen, dass Ihnen die Lieder ausgehen, Lieder, die der Heilige Geist spontan eingibt. Wissen Sie, Er wird Ihnen Lieder eingeben und Sie werden ganz spontan Lobpreis auf den Lippen haben. Das ist ein Merkmal des geisterfüllten Lebens.

    Gut, der zweite Punkt: Wenn Sie vom Geist erfüllt sind, wird Er Sie führen. Es ist viel leichter, Sein Reden und Seine Stimme zu hören. Markieren Sie diese Stelle in der Apostelgeschichte, weil wir darauf zurückkommen werden und schlagen Sie weiter vorne das Johannesevangelium auf. Jesus spricht hier ausführlich über Seinen Weggang. Er verbringt unmittelbar vor Seiner Festnahme und der Kreuzigung Zeit mit Seinen Jüngern. Und das, was Ihm am wichtigsten ist und was Er ihnen unbedingt ans Herz legen möchte, sagt er ihnen jetzt, kurz, bevor Er sie verlassen wird. Er spricht überwiegend über das Kommen und den Dienst des Heiligen Geistes. Bitte schauen Sie sich kurz den Vers 16 aus Kapitel 14 im Johannes-Evangelium an. In Johannes 14:16 sagte Er:

    Johannes 14:16-17 „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, dass er bei euch sei … bis ihr etwas Schlechtes macht. Dann wird Er weggehen, weil Gott bis in alle Ewigkeit böse auf euch sein wird. Tut mir leid, das ist die falsche Übersetzung. Er wird euch einen anderen Helfer geben, dass er wie lange bei euch sei?

    … in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird wo sein? in euch.“

    Das ist wichtig, weil Jesus von da an viel über den Dienst des Heiligen Geistes redet. Alles, was Er dazu sagte, muss vor diesem Hintergrund verstanden werden. Alle Dinge, die der wunderbare Heilige Geist gemäß dem, was Jesus lehrte, tun würde, wird Er von innen heraus tun. Er ist mit euch und Er wird in euch sein. Dann fängt Jesus an, über das Wirken des Geistes zu sprechen – und das sind Dinge, die Er tut, sobald Er in uns ist. Er sagt, Folgendes wird geschehen, sobald ihr mit dem Geist erfüllt sein werdet. Johannes 16:13.

    Johannes 16:13 „Wenn aber der Geist der Wahrheit gekommen ist, wird er euch leiten … natürlich in unserm Innern. Er ist bei euch und Er wird in euch sein.

    … er wird euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“

    Wenn Er kommt, wird Er euch leiten. Denken Sie an Petrus an der Küste. Die Gemeinde bestand zehn Jahre lang ausschließlich aus Juden. Es gab keine nichtjüdischen Gläubigen. Sie glaubten, dass man nur errettet werden kann, indem man sich beschneiden lässt und sich zum Judentum bekennt, dass man nur über das Judentum ein Christ werden konnte. Selbst die zwölf Jünger Jesu glaubten das zehn Jahre lang. Apostelgeschichte 10 ereignet sich zehn Jahre nach Pfingsten. Petrus ist auf dem Dach. Er fastet gerade und sieht in einer Vision ein Tuch aus dem Himmel kommen. Es sind unreine Tiere darin und eine Stimme sagt: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss.“ Er sagt: „Nein, Herr, ich habe nie etwas Unreines gegessen. Die Tiere sind unrein. Das ist gegen das mosaische Gesetz. Ich tat das nie und werde es nie tun.“ Das passiert drei Mal und Gott spricht zu ihm: „Was Gott für rein erklärt hat, das erkläre du nicht für unrein!“

    Gott machte ihm klar, dass die Juden die Heiden für unrein halten und nichts mit ihnen zu tun haben wollen. All das verändert sich in Christus. Wie gesagt, Pfingsten ist zehn Jahre her. Petrus ist dort oben. In der Zwischenzeit hatte Kornelius, ein heidnischer römischer Hauptmann, eine Begegnung mit einem Engel und ließ Petrus holen nach Gottes Anweisungen. Als die Boten aus dem Haus des Kornelius ankommen, ist Petrus auf dem Dach seines Hauses und fragt sich, was die Vision bedeuten soll. Die Bibel sagt: „Der Heilige Geist sprach: ‚Drei Männer suchen dich. Folge ihnen ohne Bedenken.‘“ Das ist ein Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Jesus sagte: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird Er zu euch reden. Er wird euch führen, Er wird euch sagen, was in Zukunft geschehen wird.“

    Oder Philippus – in der Stadt Samaria war eine große Erweckung im Gange. Ein Engel sprach zu ihm: „Verlasse den Ort der Erweckung. Geh allein in die Wüste.“ Er sagt: „Okay.“ Er geht in die Wüste und sieht unterwegs einen Wagen mit dem großen Gefolge eines Eunuchen der äthiopischen Königin Kandake. Jener ist sehr, sehr einflussreich. Er sitzt in diesem Wagen und liest eine Schriftrolle. Und der Heilige Geist sagte: „Halte dich zu dem Wagen – viele kennen die Geschichte. Er tat es. Der äthiopische Eunuch liest in der Schriftrolle von Jesaja über Jesus und sagt: „Ich begreife das nicht. Von wem ist hier die Rede? Spricht der Prophet von sich selbst oder von jemand anderem?“ Und Philippus fängt an zu reden und predigt über Christus. Er wird errettet und im Wasser getauft. Aber, wie gesagt, es hieß: „Der Geist sprach zu Philippus. In der alten King James Übersetzung heißt es: „Geh und halte dich zu diesem Wagen.“ Führung durch den Heiligen Geist.

    Einmal las ich intensiv in der Bibel. Es war ein Freitagabend in unserem Haus. Ich spürte, dass Gott mir wirklich etwas aufs Herz gelegt hatte. Ich ging dem Thema mehr und mehr nach und suchte Gott. Plötzlich klingelt das Telefon. Mein Freund Murray Thom aus Neuseeland versuchte mich zu erreichen. Während das Telefon klingelte, schickte er mir eine SMS. Dort standen genau die Verse, die ich gerade las… ausgerechnet diese! Dann nahm ich den Hörer ab und er sagte: „Ich hatte den Eindruck, dass ich dir das jetzt schicken sollte.“ Ich würde sagen, das kam vom Heiligen Geist.

    Ich erinnere mich – ich bereitete mich auf einen Mittwochabend wie heute vor und saß im Büro. Der Gottesdienst sollte in einer halben Stunde beginnen. Ich war dabei, zu beten und Gott zu suchen und hatte vergessen, mein Telefon auszuschalten. Das Telefon klingelt. Ich schaue darauf, möchte es abschalten und sehe, dass Philip Baker aus Perth in Australien anruft. Also sagte ich: „Hallo Philip, gleich fängt der Gottesdienst an, aber ich wollte dich wenigstens kurz sprechen.“ Er sagte: „Das ist super. Ich fühlte mich geleitet, dir Folgendes zu sagen…“ Er zitierte die Anfangsverse meiner Predigt. Ich dachte: „Vielen Dank! Das ist eine sehr gute Bestätigung!“ Der Heilige Geist möchte uns leiten und Er möchte uns führen. Das sind Merkmale eines geisterfüllten Lebens.

    George Stormont war ein guter Freund von mir, ein englischer Prediger, der etwa zwanzig Jahre Pastor in den U.S. A. war. Seine Frau und er sind jetzt im Himmel. Früher kam George öfters in unsere Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg – während des Krieges und direkt danach war er Pastor einer Gemeinde in England. Sie brauchten ein Gebäude. Ihr Gemeindegebäude wurde durch Bombenangriffe zerstört. Es war nichts mehr davon übrig. Es wurde völlig zerstört. Er fühlte sich geleitet… an einem Nachmittag war ihm einfach danach, ein Mitglied seiner Gemeinde zu besuchen. Also ging er hin und klopfte an die Tür. Sie sagten: „Oh, Pastor Stormont, komm doch rein!“ Er setzte sich, sie setzten eine Kanne Tee auf und derjenige erwähnte ein Haus, das zum Kauf angeboten wird. Plötzlich spürte George, dass er deswegen gekommen war. Er sagte: „Entschuldigt mich, ich werde den Tee nicht trinken. Ich muss los.“ Er geht raus, läuft die Straße entlang und findet das Haus. Er schaute durch die Fenster hinein und sah sich alles an. Das Haus war schon zu. Ein Polizist kam, um nachzuschauen, wer da herumschnüffelte. Und George sagte: „Ich habe keine bösen Absichten. Ich bin Pastor und hörte, dass dieses Gebäude leer steht.“ Und der Polizist sagte: „Zufällig kenne ich den Besitzer des Hauses. Hier ist seine Adresse.“ Er nahm die Adresse entgegen und ging sofort zu diesem Mann. Noch vor Sonnenuntergang hatte die Gemeinde ein neues Gebäude, weil er den Eindruck hatte, er solle mit jemandem einen Tee trinken.

    Ich bin überzeugt, dass Gott uns führen und leiten möchte. Das ist ein Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Ich denke, das sollte für uns Gläubige die Norm sein. Manchmal kann es sehr unterschwellig sein: „Keine Ahnung, warum, aber ich denke, ich sollte ihn einfach zum Tee besuchen,“ oder: „Ich soll denjenigen anrufen.“ Oder vielleicht auch: „Ich habe einen Bibelvers auf dem Herzen. Ich werde anrufen und es ihm sagen.“ Kurz bevor ich heute nach vorne kam, musste ich an jemanden denken.

    Ich ging heraus. Mein Handy hat hier einen Empfang wie in einer Eishöhle. Nur an zwei Stellen funktioniert es. Also schrieb ich eine SMS, lief schnell an meinen speziellen Ort – und „alles klar, angekommen!“ Dann musste ich schnell zurücklaufen. Ich hatte ein ermutigendes Wort für jemanden und dachte, ich sollte es ihm schicken. Ob das eine große Bedeutung hat oder nicht, keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass es vom Heiligen Geist kam. Wir müssen für so etwas offen sein. Je mehr wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, umso häufiger wird das passieren.

    Und dann heißt es hier am Ende dieser Passage in Johannes 16 sogar, dass Er uns Zukünftiges sagen wird. Gott kennt natürlich die Zukunft. Er wird Ihnen nicht alles sagen, aber Er wird Ihnen das Zukünftige sagen, das Sie wissen müssen. Er möchte Ihnen ein paar zukünftige Dinge zeigen. Ihr Geschäftsleute: Gott möchte Sie führen und Ihnen zukünftige Trends und Entwicklungen zeigen. Sie können Ihrer Zeit voraus sein, wenn Gott Sie leitet – und das wird Er tun! Ich sage Ihnen: Es ist wunderbar, im Geschäftsleben vom Heiligen Geist erfüllt zu sein!

    Gut, der dritte Punkt. Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 7 an – ein weiteres Merkmal eines geisterfüllten Lebens. Es ist mit dem vorigen Punkt verbunden. Ich möchte es nennen: Vermehrte geistliche Wahrnehmung. Himmlische Dinge erschließen sich Ihnen. Es unterscheidet sich von dem, was ich gerade über Führung sagte. Ich werde Ihnen erläutern, was ich meine – natürlich hängen diese Dinge zusammen. Vermehrte geistliche Wahrnehmung. Himmlische Dinge erschließen sich. Apostelgeschichte 7:55. Es ist die Rede vom einem Jünger des Herrn, der als Märtyrer starb, Stefanus.

    Apostelgeschichte 7:55-56 „Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen, und er sprach: ‚Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!'“

    Er war voll Heiligen Geistes und sagte: „Ich sehe die Himmel geöffnet.“ Das muss nicht genau so aussehen, wie wir es hier lesen und wie er es erlebte, obwohl das auch passieren kann. Ich glaube, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Ich wiederhole das: Ich denke, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, fällt es uns leichter, Gottes Wirken und verborgene Dinge zu erkennen. Interessanterweise wird das Wort, was hier mit „fest aufschauen“ übersetzt wird: „Er war voll Heiligen Geistes und schaute fest zum Himmel auf,“ nur 14 Mal in der Bibel erwähnt. Und in 11 von 14 Fällen im Zusammenhang mit dem Übernatürlichen. Hochinteressant! Er ist vom Heiligen Geist erfüllt, schaute auf und der Himmel wurde geöffnet. Von den 14 Erwähnungen, in 11 von 14 Fällen… und nur drei Mal steht es im Zusammenhang mit etwas Natürlichem. Im Grunde immer, wenn das Wort „aufschauen“ auch in unterschiedlichen Übersetzungen im Neuen Testament steht, wirkt der Heilige Geist und Dinge fangen an zu geschehen. Ich nenne es den „Heilig-Geist-Blick“.

    Wissen Sie, in Apostelgeschichte 3, als Petrus den gelähmten Bettler anschaute, wurde er kurz darauf geheilt. Sie kennen die Geschichte. Sie gehen zur Stunde des Gebets in den Tempel. Dort sitzt ein Bettler. Er ist schon wer weiß wie lange dort. Er war während des gesamten Dienstes von Jesus dort, ohne geheilt zu werden. Und dann ging Petrus zur Stunde des Gebets hin. Die Bibel sagt über Petrus, dass er ihn fest anblickte. Plötzlich blieb sein Blick an diesem gelähmten Bettler hängen. Ich sage Ihnen – hören Sie, dafür hätte sich das Eintrittsgeld heute schon gelohnt: Der Heilige Geist wird Ihre Augen gebrauchen. Manchmal bleibt Ihr Blick an jemandem hängen und Gott zeigt Ihnen die wahren Hintergründe. Der Himmel öffnet sich und Gott fängt an, über die Person oder die Situation zu Ihnen zu reden, weil Gott eingreifen und Menschen helfen möchte.

    Petrus sah ihn an und sagte: „Schau uns an.“ Der Mann schaute in der Erwartung auf, etwas zu empfangen. Petrus sagte: „Silber und Gold habe ich nicht, aber was ich habe, gebe ich dir,“ und ergriff ihn bei der Hand. Sofort wurden seine Füße und seine Knöchel stark und er wurde geheilt. Aber vorher schaute er ihn mit diesem Heilig-Geist-Blick an. In Apostelgeschichte 10 sah Kornelius gespannt den Engel an, der ihm erschienen war.

    In Apostelgeschichte 11 erwähnte Petrus, als er erzählte, dass ein Tuch herabkam, dass er es gespannt anschaute, woraufhin er Offenbarung von Gott bekam, was ich vorhin sagte. Schauen Sie sich mit mir Apostelgeschichte 14 an. Das ist eine markante Stelle. Apostelgeschichte 14:8.

    Apostelgeschichte 14:8-10 „Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, der niemals umher gegangen war. Dieser hörte Paulus reden. Als der ihn fest anblickte… (genau, das ist unsere Formulierung. Er blickte ihn fest an. Hier steht dasselbe griechische Wort. Er sah ihn eindringlich an. Er schaute ihn aufmerksam an.)… und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme: Stell dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.“

    Ich möchte hier stoppen. Wie kann man jemanden anschauen und wissen, dass derjenige Glauben hat, geheilt zu werden? Welche Farbe hat der Glaube? Wie sieht er aus? In diesem Moment tut der Betreffende nichts. Man könnte sagen: „Sicher, Glaube sieht man an entsprechenden Taten.“ Das stimmt, denn Glaube ist eine Handlung. Aber dieser Mann war noch verkrüppelt. Er ist noch nie gelaufen. Und Paulus schaut ihn an und erkennt seinen Glauben. Es war dieser „Heilig-Geist-Blick“. Plötzlich zeigte Gott ihm etwas. Ich glaube, dass Gott so etwas tun möchte. Ich glaube, solche Dinge sollten Teil des normalen Gemeindelebens sein. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist und dieser Wahrnehmung, einem „Heilig-Geist- Blick“, der uns Geheimnisse des Himmels erschließt.

    Wissen Sie, Jesus sagte, es ist förderlich und gut für uns, wenn Er weggeht. Das sagte Er den Jüngern, aber es gilt natürlich auch für uns. Er sagte, es sei gut, dass Er sie verlassen würde, weil der Vater dann die Gabe des Heiligen Geistes senden würde. Jesus sagte: „Ich bin bei euch, Er aber wird in euch sein.“ Jemand, der immer mit uns ist und uns leitet, der uns zunehmend geistliche Erkenntnis gibt.

    Ich sprach heute darüber. Ich kann nur sagen: Gott sei Dank für den Heiligen Geist. Liebe Freunde, vielleicht haben Sie den Heiligen Geist noch nicht empfangen. Vielleicht haben Sie bisher wenig über den Heiligen Geist gehört. Ich hoffe wirklich, dass Sie die ganze Serie anschauen werden, weil wir zu phänomenalen Dingen kommen werden, die sehr hilfreich für Ihr Leben mit Gott sein können. Wissen Sie, bevor wir uns wiedersehen, müssen Sie wissen, dass Gott bei Ihnen ist. Er liebt Sie. Er wird Sie niemals verlassen oder im Stich lassen. Vertrauen Sie Ihm immer. Bis zum nächsten Mal

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