Jona lernt durch den Sturm Gehorsam

Aus der Reihe „Begegne dem Sturm“

der zweite Teil von Teil 1 und der ganze Teil 2


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Comments

  • Jule sagt:

    Kommen wir zu einem weiteren Sturm, einem ganz anders gearteten Unwetter. Lassen Sie uns das Buch Jona anschauen, Kapitel 1. Viele kennen die Geschichte von Jona.
    Eine Frau predigte einmal – ich denke, es war auf einem Flohmarkt. Einige hörten ihr zu. Ein Atheist kam vorbei, stand eine Weile dabei und hörte ihr zu. Sie sprach über Jona. Und er sagte: „Hey, glauben Sie wirklich, dass Jona von einem Wal verschluckt wurde?“ Die Bibel sagt nicht, dass er von einem Wal verschluckt wurde, sondern von einem großen Fisch, aber sie sagte: „Ja.“ Er sagte:
    „Und was, wenn nicht?“ Sie sagte: „Nun, die Bibel sagt, dass es so war.“ Er sagte: „Was ist, wenn Sie in den Himmel kommen und Jona gar nicht dort ist?“ Sie sagte: „Dann müssen Sie ihm ihre Fragen stellen.“
    Ich glaube, dass Jona von einem großen Fisch verschluckt wurde. Lesen wir die Geschichte.

    Jona 1:1-5 „Und das Wort des Herrn geschah zu Jona, dem Sohn des Amittai: Mache dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und verkündige gegen sie! Denn ihre Bosheit ist vor mich aufgestiegen. Aber Jona machte sich auf, um nach Tarsis zu fliehen, weg vom Angesicht des Herrn. Und er ging nach Jafo hinab, fand ein Schiff, das nach Tarsis fuhr, gab den Fahrpreis dafür und stieg hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weg vom Angesicht des Herrn. Da warf der Herr einen gewaltigen Wind auf das Meer, und es entstand ein großer Sturm auf dem Meer, so dass das Schiff zu zerbrechen drohte.

    Da fürchteten sich die Seeleute und schrien um Hilfe, jeder zu seinem Gott. Und sie warfen die Geräte, die im Schiff waren, ins Meer, um ihre schwierige Lage zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und schlief fest.“

    Beachten Sie Folgendes: Als Jona sich entschloss, Gott nicht zu gehorchen und vor Gottes Auftrag zu fliehen, ging er immer weiter hinab. In Vers 3 steht, dass er nach Jaffo hinab ging – zu den Schiffen.

    Er fand ein Schiff, das nach Tarsis fuhr und stieg ins Unterdeck hinab. Dann heißt es, dass Jona sich hinlegte und fest schlief. Er verschlief das Reden Gottes. Ungehorsam Gott gegenüber bewirkt nichts Positives. Es geht immer weiter abwärts und man verliert dabei. Beachten Sie: Er beschließt, nach Tarsis, dem heutigen Spanien, zu fahren. Kein anderer Ort in der damaligen Welt war weiter von Ninive entfernt. Wenn Sie sich entschließen, von Gott wegzulaufen, stellt der Teufel immer Mittel und Wege bereit. Das Schiff lag da und wartete auf ihn. Es heißt, dass der Herr einen Sturm schickte.

    Wir werden uns fragen, warum. Wir sehen hier eine sehr wichtige Lektion. Vielleicht sagen Sie: „Das stimmt mit meiner Theologie nicht überein. Ich denke nicht, dass Gott jemals einen Sturm schickt.“

    Dann sollten Sie Ihre Theologie ändern, weil die Bibel sagt, dass der Herr den Sturm schickte.

    Sie segeln los, Jona bekennt den Seeleuten schließlich: „Nun, ich bin ein Prophet Gottes. Ich war Ihm ungehorsam, und wenn ihr wollt, dass der Sturm aufhört, dann werft mich ins Meer.“ Man kann den Sturm auch einfacher loswerden. Gehorchen Sie Gott einfach. Entscheiden Sie sich, zu tun, was Er möchte. Sie warfen Jona ins Meer. Der Sturm legte sich und der Herr ließ einen großen Fisch kommen, der Jona verschluckte. Ist Ihnen klar – als Jona sagte, sie sollten ihn ins Meer werfen und als er dann über Bord ging und im Meer landete, wusste er nicht, dass der Herr einen großen Fisch gesandt hatte. Jona dachte, dass er sterben würde. Jona war eher bereit zu sterben als Gott zu gehorchen. Allein Gottes Gnade sorgte dafür, dass der große Fisch dort war. Der Typ ist stur und er steigert sich darin sogar noch. Es heißt, dass er drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches war. Und dann steht im zweiten Vers von Kapitel 2: „Und Jona betete…“. Offenbar will er wirklich nicht nach Ninive! Ich hätte schon gebetet, wenn ich über die Reling geflogen wäre! Ich hätte sofort intensiv im Geist gebetet. Jona wird vom Fisch verschluckt und: „Nein, nein, nein, nein, nein.“

    Schließlich, nach drei Tagen, zitiert er aus den Psalmen. Er kannte sie recht gut. Er zitiert viele fast wörtlich und sagt dann im Grunde: „Okay, Gott, ich tue das, was Du willst.“ Und Gott sorgt dafür, dass der Fisch Jona auf trockenes Land ausspuckt. Dann zieht er weiter nach Ninive, damals die größte Stadt der Welt, und predigt, dass die Stadt zerstört werden wird, wenn sie nicht umkehren. Wissen Sie was? Vom ärmsten Obdachlosen auf der Straße bis hinauf zum König kehrten alle um. Der König legte sein Gewand ab und kleidete sich in Sack und Asche. Und er befahl, dass selbst die Tiere – selbst den Tieren wurde Sack und Asche angelegt. Und für alle wurde ein Fasten ausgerufen. Sie fasteten und flehten mit aller Kraft zu Gott um Gnade. Schauen Sie, wie Gott auf ihr Flehen um Gnade reagiert. Jona 3:10.

    Jona 3:10 „Und Gott sah ihre Taten, dass sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Und Gott ließ sich das Unheil gereuen, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und er tat es nicht.“

    Schauen wir mal, wie Jona auf Gottes Barmherzigkeit reagiert. Jona 4:1.

    Jona 4:1-3 „Und es missfiel Jona sehr, und er wurde zornig. Und er betete zum Herrn und sagte: Ach, Herr! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich schnell nach Tarsis!

    Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte, und einer, der sich das Unheil gereuen lässt. Und nun, Herr, nimm doch meine Seele von mir! Denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe!“

    Er sagt: „Gott, Du weißt, das ich nicht herkommen wollte, weil ich dachte, Du würdest ihnen vielleicht vergeben! Ich wusste doch, dass Du gut bist! Ich kannte Dein Mitleid. Auf meine Predigt hin könnten sie umkehren und Du würdest ihnen Gnade erweisen. Und ich wollte nicht, dass diesen Leuten Barmherzigkeit zuteil wird. Deswegen wollte ich nicht herkommen. Und jetzt bring mich einfach um, Gott, damit ich das nicht mit ansehen muss!“ Und dann setzt sich Jona vor der Stadt auf den Vorsprung eines Felsens und denkt: „Vielleicht ändert Gott ja seine Meinung und löscht sie aus.“

    Und der Herr ließ über Jona eine Pflanze aufwachsen, die ihm Schatten spendete. Und Jona freute sich über die Pflanze. Aber dann schickte der Herr einen Wurm, der die Pflanze befiel und sie zerstörte. Die Pflanze ging ein. Dann ließ der Herr einen heißen Ostwind aufkommen, der Jona zu schaffen machte. Und Jona ärgerte sich, dass die Pflanze eingegangen war. Gott sagt: „Jona, ist es richtig, dass du dich wegen der Pflanze ärgerst?“ Er sagt: „Ja, bis zum Tod!“ Und Gott sagte: „Du bist betrübt wegen dieser Pflanze, die an einem Tag gewachsen ist. Du hast sie weder gepflanzt noch bewässert oder dich um sie gekümmert. Sollte ich kein Mitleid mit dieser Stadt von über 120.000 Menschen haben, die nicht zwischen rechts und links unterscheiden können? Sie leben in geistlicher Finsternis, noch dazu ist dort viel Vieh. Hör zu: Das Vieh ist mehr wert als die Pflanze. Die Menschen sind wertvoller als die Pflanze. Sie sind nach meinem Ebenbild geschaffen.“

    Mein Freund, vielleicht wurden Sie verraten. Gott kann Ihr gebrochenes Herz heilen. Vielleicht sind Sie in einem Sturm wie Jona und Ihre Situation kann sich nur bessern, wenn Sie sagen: „Gott, in Ordnung, ich werde gehorsam sein.“ Denn vieles ist von Ihrem Gehorsam Gott gegenüber abhängig – in Ihrem eigenen Leben und im Leben derer, denen Sie in Seinem Auftrag dienen sollen. Unser Thema ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft, also müssen Sie nächste Woche wieder einschalten.

    Ich komme jetzt zum Schluss und möchte Ihnen noch sagen, dass Gott Sie liebt. Er liebt Sie leidenschaftlich – mehr als Sie je begreifen können. Vertrauen Sie Ihm Ihr ganzes Leben an, Sie werden es nie bereuen! Gott segne Sie.

    Begegne dem Sturm / Teil 2
    08.05.2011
    Pastor Bayless Conley

    Rückblende:

    Und Gott sorgt dafür, dass der Fisch Jona auf trockenes Land ausspuckt. Dann zieht er weiter nach Ninive, damals die größte Stadt der Welt, und predigt, dass die Stadt zerstört werden wird, wenn sie nicht umkehren. Wissen Sie was? Vom ärmsten Obdachlosen auf der Straße bis hinauf zum König kehrten alle um.

    Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Wir beschäftigen uns mit Stürmen. Unser Thema ist: Begegne dem Sturm. Die Bibel spricht von verschiedenen Stürmen mit unterschiedlichen Ursachen.

    Bevor wir uns heute mit einem speziellen Sturm beschäftigen, wiederholen wir eine kurze Passage.

    Wir sprachen über Jona. Es gab einen gewaltigen Sturm und das kleine Boot, auf dem sich Jona befand, hatte sehr zu kämpfen – eine beeindruckende Geschichte. Manche entfesseln einen Sturm, weil sie ungehorsam sind. Wir werden darauf näher eingehen und uns dann mit anderen Stürmen befassen. Tatsache ist, dass Gott Ihnen helfen möchte – und nicht nur Ihnen, sondern auch anderen Menschen durch Sie. Er möchte Sie segnen, möchte aber auch andere durch Sie segnen. Er liebt Sie, möchte aber durch Sie auch andere lieben. Wenn Sie eine Bibel besitzen, schlagen Sie sie doch bitte auf. Es ist kein Zufall, dass Sie jetzt diese Sendung sehen. Lassen Sie uns gemeinsam Gottes Wort lesen und dadurch geistlich wachsen. Gott segne Sie.

    Jona 3:10 „Und Gott sah ihre Taten, dass sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Und Gott ließ sich das Unheil gereuen, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und er tat es nicht.“

    Schauen wir mal, wie Jona auf Gottes Barmherzigkeit reagiert. Jona 4:1.

    Jona 4:1-3 „Und es missfiel Jona sehr, und er wurde zornig. Und er betete zum Herrn und sagte: Ach, Herr! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich schnell nach Tarsis! Denn ich wusste, dass Du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte, und einer, der sich das Unheil gereuen lässt. Und nun, Herr, nimm doch meine Seele von mir! Denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe!“

    Er sagt: „Gott, Du weißt, dass ich nicht herkommen wollte, weil ich dachte, Du würdest ihnen vielleicht vergeben! Ich wusste doch, dass Du gut bist! Ich kannte Dein Mitleid. Auf meine Predigt hin könnten sie umkehren und Du würdest ihnen Gnade erweisen. Und ich wollte nicht, dass diesen Leuten Barmherzigkeit zuteil wird. Deswegen wollte ich nicht herkommen. Und jetzt, bring mich einfach um, Gott, damit ich das nicht mit ansehen muss!“ Und dann setzte sich Jona vor der Stadt auf den Vorsprung eines Felsens und denkt: „Vielleicht ändert Gott ja Seine Meinung und löscht sie aus.“

    Und der Herr ließ über Jona eine Pflanze aufwachsen, die ihm Schatten spendete. Und Jona freute sich über die Pflanze. Aber dann schickte der Herr einen Wurm, der die Pflanze befiel und sie zerstörte. Die Pflanze ging ein. Dann ließ der Herr einen heißen Ostwind aufkommen, der Jona zu schaffen machte. Und Jona ärgerte sich, dass die Pflanze eingegangen war. Gott sagt: „Jona, ist es richtig, dass du dich wegen der Pflanze ärgerst?“ Er sagt: „Ja, bis zum Tod!“ Und Gott sagte: „Du bist betrübt wegen dieser Pflanze, die an einem Tag gewachsen ist. Du hast sie weder gepflanzt noch bewässert oder dich um sie gekümmert. Sollte ich kein Mitleid mit dieser Stadt von über 120.000 Menschen haben, die nicht zwischen rechts und links unterscheiden können? Sie leben in geistlicher Finsternis, noch dazu ist dort viel Vieh. Hör zu: Das Vieh ist mehr wert als die Pflanze. Die Menschen sind wertvoller als die Pflanze. Sie sind nach meinem Ebenbild geschaffen.“

    Es wird nichts darüber gesagt, dass Jona in dieser Angelegenheit je Gottes Gnade und Mitgefühl bejaht hat.

    Gut, Gott, warum hast Du einen Sturm gesandt? Gott versuchte, Jona zu überzeugen, sein Mitgefühl und seine Liebe zu den Verlorenen zu teilen. Darüber hinaus grenzte Gott niemanden aus, obwohl es keine Juden waren. Jona dachte nicht, dass diesen Assyrern – Ninive war die Hauptstadt von Assyrien – Barmherzigkeit und Gnade gewährt werden sollten. Sie waren sehr böse. Er wurde zu ihnen geschickt, weil sie reif für Bestrafung waren. Wenn sie nicht umgekehrt wären, wären sie vernichtet worden. Wir erfahren aus der weltlichen Geschichtsschreibung, dass die Assyrer an Orten, die sie eroberten, niemals Truppen stationierten, um nach dem Rechten zu sehen. Die Menschen fürchteten sich, aufzubegehren, weil sie Männern bei lebendigem Leib die Haut abzogen und die Häute an der Stadtmauer aufhängten und ähnliche Gräuel verübten, die die Menschen derartig einschüchterten, dass sie nie rebellierten und versuchten, ihre Freiheit zurückzugewinnen, nachdem ihr Land besetzt wurde. Jona denkt: „Das Gebot der Stunde ist nicht Gnade, sondern Vernichtung. Sie sind Feinde Israels und ich will dort nicht predigen.“ Letzten Endes brachten sie Israel Verderben.

    Die Juden und auch Jona selbst grenzten sich stark ab und wollten nicht, dass andere Anteil an dem Segen, der Barmherzigkeit und der Gunst haben sollten, die Gott ihnen erwies, denn es waren ja Heiden. „Die Assyrer sollen vernichtet werden! Ninive soll niederbrennen!“ Gott versucht, Jona und uns beizubringen, dass Seine göttliche Herrschaft niemanden ausgrenzt. Und doch hatten Jona und Gottes Volk eine elitäre Haltung, die Gott nicht ehrte.

    Daraus können wir einiges lernen. Die Geschichte von Jona finde ich in mancher Hinsicht erstaunlich.

    Jona ist verbittert. Er ist ungehorsam. Er muss von einem Fisch verschluckt werden und drei Tage in dessen Bauch verbringen, bevor er Gott gehorcht. Und dann gehorcht er, allerdings im Zorn! Es macht keinen Spaß, einem zornigen Prediger zuzuhören. Wenn Sie jemals einen zornigen Prediger haben predigen hören – das taugt einfach nichts! Und Jona predigt im Zorn. Er hasst diese Leute!

    Er ist Gott zwar gehorsam, aber nur widerwillig. Er ist verbittert. Er möchte nicht, dass sie umkehren, dass ihnen Barmherzigkeit widerfährt, dass ihnen Vergebung zuteil wird – und er predigt. Wissen Sie, Gott hat Jona nicht bitter werden lassen. Gott ließ weder Zorn noch Hass in Jona aufkommen. Gott versuchte, Jona in den Rhythmus Seines Mitgefühls für diese geistlich blinden Menschen zu bringen. Aber Jona übernahm nie Gottes Sicht. Und doch – obwohl Jona voller Bitterkeit ist und obwohl er ungehorsam ist, was Gott nicht bewirkt hatte, gebraucht Gott ihn. Gott verursachte es nicht, aber nichts passiert, ohne dass Gott es nicht vorher wüsste. Er weiß, wie wir uns entscheiden werden.

    Wir haben einen freien Willen. Er zwingt uns keine Entscheidungen auf, weiß aber doch von vornherein, wie wir uns entscheiden werden. Und Er machte das zu einem Zeichen, das auf Christus hinweist. Bedenken Sie das! Er bedient sich des Hasses, der Rebellion, der Vorbehalte und der elitären Haltung dieses Mannes und baut all das in Seinen Plan ein, um auf den Retter der Welt hinzuweisen. Gott ist grandios, absolut grandios! Denken Sie nicht, dass Er aus Ihren Fehlern nichts machen könnte, denn das kann Er! Schauen wir uns Matthäus, Kapitel 12 an. Manch einer denkt:
    „Ich habe alles total vermasselt.“ Nein, liebe Freunde, Gott ist größer als Ihr ganzer Schlamassel. Er ist größer als Ihre Fehler. Sie überraschen Ihn nicht. Er kann all das in Ihrem Leben benutzen und alles zum Guten wenden. Matthäus, Kapitel 12. Wir lesen ab Vers 38. Dort steht:

    Matthäus 12:38-40 „Dann antworteten ihm einige der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Lehrer, wir möchten ein Zeichen von dir sehen! Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein.“

    Jonas Leben wies auf Jesus hin. Als Jona im Bauch des Fisches war, was Sie in Jona, Kapitel 2 nachlesen können, vergleicht er es mit dem Aufenthalt in der Hölle. Bei seiner Rettung sagte er:
    „Gott, Du hast mich aus der Grube geholt.“ Und als Jesus starb, war Er drei Tage im Totenreich.

    Er wurde auferweckt. Er machte Seine Nachfolger zu einer neuen geistlichen Nation. Von daher sollten Sie verstehen, dass Gott alle Völker und alle Nationen in Seine Familie aufnehmen möchte.

    Aber wissen Sie, die Urgemeinde ähnelte Jona in mancher Hinsicht. Sie grenzten sich ab. Wussten Sie, dass die Gemeinde in den ersten zehn Jahren nur aus Juden bestand? Es gab erst nach Apostelgeschichte, Kapitel 10, Nichtjuden in der Gemeinde. Das war zehn Jahre nach Pfingsten.

    Der Herr muss Petrus eine Vision zeigen und auf übernatürliche Weise wirken, nur damit er zu Kornelius geht, in das Haus eines Heiden. Petrus ist dort. Er predigt über Christus, über die Auferstehung und über die Wunder Gottes. Sie werden errettet. Sie werden vom Heiligen Geist erfüllt.

    Dann kommt Petrus nach Jerusalem zurück und muss zum Rapport antreten. Die Leiter der Gemeinde fragen: „Was hast du gemacht? Du warst im Haus eines Heiden! Mit denen haben wir nichts zu tun! Du hast den Heiden gepredigt!“ Und Petrus sagte: „Nun, Gott gab ihnen den Heiligen Geist, wie am Anfang auch uns.“ Dann sagten sie: „Nun, dann können wohl auch die Heiden gerettet werden.“ Zehn Jahre! Sie lehrten und glaubten, um als Christ zu leben, muss man zuerst Jude werden, sich beschneiden lassen, das Gesetz des Mose halten und man kann nur durch die Tür des Judentums zum Christentum gelangen. Zehn Jahre! Und dann, in Apostelgeschichte 15, treffen sich einige Zeit später die Apostel und die Ältesten in Jerusalem und formulieren endlich folgenden Beschluss: „Die Heiden können gerettet werden, ohne das Gesetz des Mose zu befolgen, allein durch Glauben an Christus.“ Viele Jahre später. Diese Haltung brachte Gott keine Ehre.

    Aber wir müssen uns folgende Frage stellen: Wie ist es mit uns? Ist Jonas Haltung unter uns verbreitet? Gibt es Menschen, die unserer Meinung nach Gottes Vergebung und Gnade nicht verdienen? Vielleicht jene, deren Sexualleben nicht mit der biblischen Lehre im Einklang ist und die Sie abstoßend finden? Sie empfinden Zorn und Bitterkeit diesen Menschen gegenüber und möchten nicht, dass Gott sie mit einbezieht.

    Wissen Sie, als ich Christ wurde, war ich voller Unmoral. Und Jesus nahm mich in Seine Familie auf und fing an, an mir zu arbeiten. Während ich Gottes Wort kennenlernte, wurde ich zunehmend von innen heraus verändert. Und die Gemeinde, in die ich ging? Sie waren ziemlich elitär und exklusiv.

    Die meisten mieden mich regelrecht. Ich sah nicht aus wie sie, ich sprach nicht wie sie und sicher hatten einige auch Angst vor mir, weil mein Reden und mein Aussehen sie verunsicherte. Manchmal bestand die Begrüßung in dieser Gemeinde nur darin, dass sie mir sagten, es sei eine Sünde, so lange Haare zu haben. Wirklich! Freunde, wir dürfen niemanden ausgrenzen. Manchmal bin ich schon etwas erstaunt – manche von Ihnen tingelten früher durch Clubs, hurten herum, nahmen Drogen, machten alles Mögliche, Sie klauten und so weiter. Sie wurden errettet und Gott hat an Ihnen gearbeitet. Sie wurden verändert. Jetzt besteht Ihr Freundeskreis fast nur aus Christen und manche sitzen auf ihrem kleinen Thron, strecken ihren Finger teleskopartig aus und sagen: „Du perverser Typ! Du machst dies und jenes – wir hassen dich! Und du, dich wird Gott richten!“ Moment mal, wie waren Sie früher drauf? Ist noch jemand außer mir „in Arbeit‘? Gott sei Dank, Er arbeitet noch an Ihnen!

    Ich meine damit absolut nicht, dass wir Gottes Standards lockern und Abstriche von Gottes Wort machen sollen. Aber wir müssen dem Heiligen Geist eine Chance geben, im Leben von Menschen zu wirken und dürfen nicht vergessen, wo wir selbst herkommen. Das ist wahr!

    Haben wir Jonas Haltung, nicht aber seine Aufrichtigkeit? Manche sind ein wenig wie Jona, kaschieren es aber gut. Wissen Sie, ich mag Jona. Immerhin war er ehrlich: „Jona, ist es richtig, dass du wegen der Pflanze böse bist?“ „Ja, bis zum Tod!“ „Sollte ich diesen Menschen keine Barmherzigkeit erweisen?“ „Nein, Du solltest sie umbringen und mich gleich mit!“ Wenigstens war er ehrlich!

    Ich sprach einmal mit jemandem über einen bestimmten Politiker in unserem Land, der Christus als seinen Retter angenommen hatte. Ihm gefielen seine politischen Ansichten und manche seiner Initiativen nicht. Derjenige sagte mir wörtlich: „Wenn er ein Christ ist, möchte ich nicht in den Himmel.“

    Er dachte, er habe die Gnade Gottes nicht verdient, weil er eine andere politische Ansicht und Meinung vertrat. Freunde, das ist absolut nicht die Art Jesu. Manchmal können auch lehrmäßige Differenzen Menschen ausgrenzen.

    Ich war eine Zeit lang in Arizona und arbeitete mit einem Mann an einem Haus. Er sagte: „Bayless, du bist doch Christ, stimmt’s?“ Ich sagte: „Ja, ich bin Christ.“ Er sagte: „Meine Frau sagt mir immer wieder, dass ich zur Hölle fahren werde.“ Ich sagte: „Das kann schon sein.“ Er sagte: „Nun, sie sagt, ich komme in die Hölle, weil ich nicht in Sprachen bete. In ihrer Gemeinde wird gelehrt, dass jeder, der nicht zu ihrer Gemeinde gehört und der nicht in Sprachen redet, in die Hölle kommt.“ Ich sagte:
    „Hör zu, ich spreche jeden Tag in anderen Sprachen. Ich glaube an die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und ich halte sie für sehr wichtig. Aber Glaube an Jesus Christus bringt dich in den Himmel und hält dich von der Hölle fern, ob du in Sprachen redest oder nicht.“

    Ich erzählte ihm folgenden Witz, den Sie vielleicht kennen: „Jemand stirbt und kommt in den Himmel.

    Petrus trifft ihn am Perltor und sagt: ‚Komm mit, ich zeig dir den Himmel.‘ Und er geht mit ihm los.

    Eine Gruppe von Menschen steht da und betet Gott ganz still und ehrfurchtsvoll an. Er fragt: ‚Petrus, was sind das für Leute?‘ Er sagt: ‚Das sind Presbyterianer.‘ Er sagt: ‚Aha.‘ Er führte ihn etwas weiter zu einer Gruppe, die ihrer Anbetung etwas mehr Ausdruck verliehen. Manche hoben ihre Hände und sagten Amen. Ab und zu hörte man ein ‚Halleluja‘. Er fragt: ‚Petrus, was sind das für Leute?‘ Er sagt:
    ‚Das sind Baptisten.‘ Sie gehen etwas weiter. Sie kommen zu einem Hang und Petrus klettert hinauf und schaut über die Kante. Der Mann schaute ebenfalls hinunter. Dort rennen Menschen hin und her, jubeln und reden in Sprachen und hüpfen vor Begeisterung. Er fragt: ‚Petrus, wer sind diese?‘ Er sagt:
    ‚Psssst, das sind Pfingstler. Sie denken, sie seien die Einzigen hier oben.‘

    Ich erzählte ihm den Witz. Er lachte; ich lachte. Er erzählte ihn später seiner Frau. Sie lachte nicht.

    Eben war ich noch Gottes Werkzeug, um ihrem verlorenen Mann das Evangelium zu bringen, doch plötzlich wurde ich in ihren Augen ein Handlanger des Teufels. Das ist diese elitäre Haltung: „Du gehörst nicht zu unserem Club.“

    Ich erinnere mich, dass ich als sehr junger Christ in eine Gemeinde ging. Sie hatten mich sogar zum Gottesdienst abgeholt. Ich hatte sie angerufen. Die Nummer hatte ich aus dem Telefonbuch. In diesem Gottesdienst waren nur der Pastor, seine Frau und ihr Sohn anwesend. Sie luden mich ein, nach vorne zu kommen. Wir knieten am Altar und beteten eine Weile und dann predigte er. Es war eine alte Kirche, wo man ein paar Treppen zur Kanzel hochsteigt und wo der Prediger buchstäblich über der Gemeinde steht. Ich saß so da. Ich sage Ihnen, Feuer sprühte aus seinen Augen und er stotterte und spuckte und predigte sehr energisch. Er predigte über die Wassertaufe. Ich war frisch dabei, ich war ein ganz junger Christ und war bereits getauft. Er predigte, wenn man nicht ausschließlich im Namen Jesu getauft wird – das heißt, wenn derjenige, der einen untertaucht, sagt:
    „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes,“ oder irgend etwas anderes, dann ist man nicht errettet. Er sagte: „Du musst getauft sein und derjenige darf nur ‚Im Namen Jesu‘ sagen, sonst landest du in der Hölle.“ Meine Nerven lagen ziemlich blank! Er legte los und sagte: „Oral Roberts ist vielleicht ein guter Prediger, aber er landet in der Hölle, weil er nicht ausschließlich im Namen Jesu getauft wurde.“ Er predigte weiter und sagte: „Billy Graham hilft vielleicht vielen Menschen, aber er öffnet ihnen das Tor zur Hölle!“ Jetzt war ich endgültig auf 180.

    Ich dachte: „Gut, ich bin getauft. Ich weiß aber nicht, was der Mann gesagt hat. Ich war unter Wasser.

    Ich hörte ihn nicht! Was ist, wenn er das Falsche gesagt hat?“ Es war, als ob Gott sagen würde:
    „Es spielt keine Rolle, dass du unter Wasser warst. Wenn er das Falsche sagte, ha! Dann ist deine Rettung null und nichtig. Auch wenn du Buße getan und an Mich geglaubt hast, landest du in der Hölle!“

    Hören Sie: Die Wassertaufe ist wichtig. Wenn Sie errettet sind, müssen Sie getauft werden. Das hat uns Jesus gesagt. Wenn Sie das auf die leichte Schulter nehmen, bezweifle ich, dass Sie wirklich errettet sind. Es ist ein Gebot von unserem Herrn Jesus Christus. Sie müssen sich taufen lassen.

    Damit identifizieren wir uns mit dem Tod, dem Begräbnis und der Auferstehung Jesu Christi: „Mein altes Leben ist vorbei; jetzt habe ich ein neues Leben unter der Herrschaft von Jesus Christus.“

    Das ist ein sehr wichtiger Schritt in Ihrem Glaubensleben. Aber wenn Sie Gott nicht wirklich erlebt haben und nicht wiedergeboren sind, bevor Sie ins Wasser gehen, gehen Sie als trockener Teufel hinein und kommen als nasser Teufel heraus.

    Aber mein Punkt ist, dass dieser Mann seine eigene Lehre hatte. Lehre ist sehr wichtig, aber wir müssen den Dingen auf den Grund gehen. Ich meine die Haltung, die manche Christen im Hinblick auf Lehre oder andere Dinge haben: „Diese Leute gefallen uns nicht. Mit denen wollen wir nichts zu tun haben. Gott kann kein Mitleid mit diesen Menschen haben. Sie verdienen Gottes Gnade nicht.“

    Hören Sie, das ist nicht Gottes Art. Dass wir wissen, worum es bei der Errettung und Erlösung wirklich geht, können wir nicht daran ablesen, wie gut wir Lehre und geistliche Formeln wiedergeben können, sondern an unserer Bereitschaft und an unserem Engagement, das Evangelium von Jesus Christus, die gute Nachricht der Liebe Gottes den sündigen Nationen und unseren sündigen Nachbarn weiterzugeben. Wir können an unserer Lehre arbeiten und hoffentlich ist sie in Ordnung und im Einklang mit dem Buch, aber wenn Sie nur lehrmäßige Haarspalterei betreiben, ohne Menschen für Christus zu gewinnen, dann haben Sie das Thema verfehlt.

    Immer und immer wieder versuchte Gott, Jona klarzumachen: „Jona, ich liebe die Nationen! Selbst dieses Land, das deiner Meinung nach meine Gnade und Vergebung nicht verdient hat, liebe ich.“

    Jesus starb für die Sünden der ganzen Welt und wurde von den Toten auferweckt. Wir müssen in unserem Herzen sagen: „Ich werde ihnen die Gute Nachricht erzählen. Ich werde geben und beten, damit Menschen Jesus kennenlernen können.“

    Es ist interessant, dass Jona nach Ninive geschickt wurde, weil sie reif waren für Gottes Gericht.

    Das Land war voller Bosheit und Gott wollte das Land richten und es vernichten. Aber ein Land oder ein Mensch, der reif ist für das Gericht, ist auch reif für Gnade, ist auch so weit, radikal umzukehren.

    Sie haben manche Menschen vielleicht aufgegeben und denken: „Keine Chance! Sie sind zu weit weg und zu tief drin.“ Wundern Sie sich nicht, wie radikal sie sich bekehren würden, wenn Sie nur genug Liebe für sie hätten und ihnen von Jesus erzählen würden. Jona wollte nicht gehen, weil er ihnen die Möglichkeit der Veränderung vorenthalten wollte. Wir müssen die Botschaft bringen. Entweder müssen Sie selbst gehen oder jemand anderem dazu verhelfen. Sie müssen gehen, loslassen oder andere unterstützen. Lassen Sie jemanden los, den Sie festhalten – einen guten Bekannten oder Verwandten: „Nein, geh nicht! Ich möchte das nicht!“ So sind wir manchmal.

    Ich bekam heute früh eine Email von meiner Tochter. Ich habe drei Wochen lang nichts von ihr gehört – drei Wochen! Sie ist gerade in Uganda und war in sieben anderen Ländern. Aber ich sagte: „Nein, Mädchen, mach das nicht!“ Sie war manchmal in großer Gefahr während der letzten sieben Monate.

    Ich verfolge genau, wo sie gerade ist und sagte mir: „Man, dort sind Aufstände! Oh, da ging eine Bombe hoch – und sie war in der Stadt!“ Es ist so einiges passiert, aber sie trägt einen Ruf Gottes in ihrem Innern.

    Wenn Sie selbst nicht gehen, müssen es andere tun. „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige.“ Vielleicht müssen Sie Menschen loslassen. Wir alle müssen dazu beitragen. Wir müssen beten. Wir müssen Finanzen bereitstellen, damit das Haus Gottes seinen Auftrag erfüllen und im Namen Jesu wirken kann.

    Schauen wir uns zum Schluss noch Vers 41 an. Das muss schnell gehen. Vers 41, das sagt Jesus gleich danach.

    Matthäus 12:41 „Die Einwohner von Ninive werden euch am Gerichtstag verurteilen, denn nach Jonas Predigt kehrten sie um zu Gott. Der hier vor euch steht, ist aber größer als Jona!“

    Wissen Sie, ich möchte nicht, dass die Einwohner Ninives einen von Ihnen im Gericht verurteilen.

    Jona war ein zorniger Prediger und die Menschen kehrten um. Heute steht kein zorniger Prediger vor Ihnen. Ich bringe Ihnen die Botschaft der Liebe Gottes. Gott ist nicht böse auf Sie. Gott liebte Sie so sehr, dass Er Seinen eigenen Sohn sandte, um für Sie zu sterben, damit Sie eine Beziehung zu Ihm haben können. Es geht nicht um Rituale, Zeremonien oder um eine endlose Liste von Ge- und Verboten, die man einhalten muss. Es geht um eine Beziehung zu Gott – eine lebendige, echte, dynamische, persönliche Beziehung.

    Ich war einmal in Mexiko und zeltete dort. Ich saß an einem Feuer. Das war vor 34 … vor 33 Jahren.

    Ich hatte etwas Kaffee auf dem Feuer und ein paar Bohnen hatte ich auch gekocht. Ich saß dort ganz allein und jemand kam zu mir – ein Obdachloser. Mein Zelt war in der Nähe des Strandes. Er kam zu mir und sagte: „Hallo“. Wir sprachen Spanisch. Ich fragte ihn, ob er etwas mit mir essen möchte.

    Ich gab ihm und seinem Hund etwas zu essen. Er setzte sich neben mich ans Feuer. Damals sprach ich nicht gut Spanisch, aber ich hatte einige Schriften von T. L. Osborn auf Spanisch dabei. Ich fragte:
    „Darf ich dir das vorlesen?“ Er sagte: „Ja.“ Ich weiß noch, das Traktat hatte den Titel: „Salvación o Religión“, „Errettung oder Religion, “ und es ging darum, was der Unterschied ist. Also las ich es vor.

    Es war ziemlich lang und ausführlich. Ich las es komplett auf Spanisch und stolperte über einige Worte. Ich war fertig, schaute auf und der Mann saß dort, ihm liefen die Tränen! Er sagte: „Der Mann, der das geschrieben hat, hat einen starken Glauben.“ Ich sagte: „Ja, das stimmt, aber all das ist für dich.“ Dieser Mann, der mit mir in der Nähe des Strandes am Feuer saß, hatte sein ganzes Leben lang nur von Regeln und Geboten und von einer harten, kalten Religion gehört. Zum ersten Mal hörte er davon, dass er eine Beziehung zu Gott haben kann. Und er betete. Ich konnte genug Spanisch, um mit ihm zu beten. Er betete an meinem kleinen Feuer mit mir und gab sein Leben Jesus. Ich denke, nicht einmal sein Hund konnte ihn danach wiedererkennen.

    Ich sagte, ein Land, das reif ist für das Gericht, ist auch reif für Gnade. Ich denke, das gilt auch für einzelne Menschen. Manche schauen auf bestimmte Leute herab und denken: „Das ist ein hoffnungsloser Fall. Warum hat Gott ihn nicht schon längst beseitigt? Wissen Sie, genau das sind die Kandidaten, aus denen radikale Gläubige werden können. Denken Sie an den Apostel Paulus. Vorher hieß er Saulus von Tarsus. Er war ein Mörder. Ich denke, vielleicht haben ja manche damaligen Christen – er war berüchtigt – gedacht: „Mensch, wenn Gott ihn nur beseitigen würde.“ Vielleicht beteten einige sogar, dass er sterben möge, dass Gott ihn umbringen möge. Aber wissen Sie was?

    Er wurde zu einem erstaunlichen Gläubigen, der die Welt veränderte. Vielleicht gibt es in Ihrem Umkreis Menschen, die absolut böse sind. Wissen Sie, Gott liebt sie, Jesus starb für sie und Sie müssen für sie beten, dass sie das Licht des herrlichen Evangeliums erkennen, dass ihr Leben dramatisch verändert wird, dass sie errettet werden, die Wahrheit erkennen und sie dann anderen weitergeben. Vielleicht sehen Sie gerade unsere Sendung und haben ein wildes, chaotisches Leben hinter sich und haben viele üble Dinge getan. Ich möchte Ihnen sagen: Gott liebt Sie. Jesus starb für Sie. Er wurde von den Toten auferweckt und es ist an der Zeit, dass Sie Seinen Namen anrufen und errettet werden

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