Die Tochter des Jairus

Teil 5 der Reihe „Heilungen im Lukasevangelium“


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Comments

  • Jule sagt:

    Heilungen im Lukasevangelium – 5. Woche 23.11.2008

    Pastor Bayless Conley

    Wir studieren gerade das Lukasevangelium im Hinblick auf körperliche Heilung. Es ist interessant, dass Lukas, der Arzt war, manchmal Begriffe aus der Medizin verwendete und manche Dinge anders beschrieb als die anderen Evangelisten. Heute werden wir uns ein paar Geschichten ansehen, die mich persönlich im Bezug auf Heilung mehr getröstet und inspiriert haben als irgendwelche anderen Geschichten in der gesamten Bibel. Ich denke, die heutige Sendung wird Sie segnen.

    Lukasevangelium, wieder Kapitel 8, Vers 40.

    Lukas 8:40-42
    „Es geschah aber, als Jesus zurückkehrte, nahm ihn die Volksmenge auf, denn alle erwarteten ihn.

    Und siehe, es kam ein Mann mit Namen Jaïrus – und er war Vorsteher der Synagoge – und fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen; denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und diese lag im Sterben. Während er aber hinging, drängten ihn die Volksmengen.“

    Ich möchte Sie auf etwas hinweisen, was ich für wichtig halte, nämlich auf die Demut des Jaïrus.

    Dieser Mann ist Vorsteher der Synagoge. Er wird von allen respektiert. Er ist der Lehrer. Er ist der Mann mit den Antworten. Wer Eheprobleme hat, bespricht sie mit Jaïrus. Wer Fragen bezüglich der Schrift hat, geht zu Jaïrus. Und jetzt fällt er vor allen in seiner Heimatstadt diesem Tischler aus Galiläa zu Füßen, diesem umherziehenden Rabbi, mit dem manche seiner Kollegen nicht übereinstimmten und den manche von ihnen nicht mochten. Das bedurfte großer Demut. Er sagte vor allen: „Ich habe nicht alle Antworten. Ich brauche Hilfe.“

    Ich denke, das ist die beste Haltung, die wir haben können, wenn wir zu Gott und zu Jesus kommen. Wir sollten nicht zulassen, dass unser dummer Stolz uns davon abhält, vor Jesus niederzufallen. Wir brauchen das!

    Beachten Sie, dass es heißt: „Während er aber mit Jesus ging, drängten ihn die Volksmengen.“

    In der Amplified Bible heißt es: „Sie drängten ihn und drohten ihn zu ersticken.“

    Das griechische Wort, was hier als „drängten“ übersetzt wird, bedeutet buchstäblich erwürgen. Das zeigt uns sehr klar, dass Ihn alle bedrängten. Jesus wird von allen Seiten bedrängt. Sie sind kaum in der Lage, voranzukommen. Er kann kaum noch atmen. Sie erstickten Ihn fast, weil ein solcher Andrang herrschte. Lesen wir weiter.

    Lukas 8:43-45
    „Und eine Frau, die seit zwölf Jahren mit einem Blutfluss behaftet war und, obgleich sie ihren ganzen Lebensunterhalt an die Ärzte verwandt hatte, von niemand geheilt werden konnte, kam von hinten heran und rührte die Quaste seines Gewandes an; und sogleich hörte ihr Blutfluss auf. Und Jesus sprach: Wer ist es, der mich angerührt hat? Als aber alle es abstritten, sprach Petrus: Meister, die Volksmengen drängen und drücken dich!“

    „Jesus, alle berühren dich!“ Vers 46.

    Lukas 8:46-48
    „Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerührt; denn ich habe gespürt, dass Kraft von mir ausgegangen ist. Als die Frau aber sah, dass sie nicht verborgen blieb, kam sie zitternd und fiel vor ihm nieder und berichtete vor dem ganzen Volk, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt habe und wie sie sogleich geheilt worden sei. Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden!“

    Hier gibt es einige sehr wichtige Dinge.

    Erstens: Ich möchte unterstreichen, dass diese Heilung, die Heilung der blutflüssigen Frau, kein souveränes Handeln Gottes war. Schauen Sie, was Jesus in Vers 48 sagte: „Tochter, geh hin in Frieden, dein Glaube hat dich geheilt.“ Was hat sie geheilt? Ihr Glaube. Das ist keine Fangfrage.

    Das hat Jesus gesagt. Er sagte: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt.“ Offensichtlich kam die Heilung von Jesus, geschah aber durch ihren Glauben an Ihn, an Seine Fähigkeit und Willigkeit zu heilen. Es war, wie gesagt, kein souveränes Handeln Gottes. Jesus dreht sich nicht um und sagt: „Hey, du hast im himmlischen Lotto gewonnen! Es ist dein Glückstag! Gut, Gabriel, dreh‘ das Rad erneut und wir werden sehen, wessen Name dann erscheint.“ Nein, sie streckte sich aus. Sie berührte Ihn. Er wusste nicht einmal, wer Ihn berührte. Er musste sich umschauen: „Jemand hat mich berührt. Wer war es?“ Und Petrus sagte: „Sieh mal, alle berühren Dich!“ Er sagte: „Nein, nein, nein. Diese Berührung war anders.“

    Schauen Sie einmal, was Markus darüber sagt: „Jesus blickte umher, um die zu sehen, die dies getan hatte.“ Es war nicht nur eine Berührung – vielmehr hatte sie durch ihren Glauben Kraft von Ihm empfangen.

    Viele, viele Menschen berührten Ihn, manche vielleicht aus Neugier. Schließlich war Er ja sozusagen ein Megastar. Wir suchen ja die Nähe von berühmten Menschen. Manche hofften vielleicht, dass etwas passieren würde. Manche wurden einfach in der Menge zu Ihm gedrängt. In einem solchen Gedränge – vielleicht kennen Sie das – hat man darauf manchmal keinen Einfluss. Sie gehen einfach mit der Masse. Aber keine dieser Berührungen ließ Kraft von Jesus ausgehen. Es war eine Berührung des Glaubens. Er sagte: „Ich spürte, dass Kraft von mir ausgegangen ist.“

    Das gleiche Wort finden wir in

    Apostelgeschichte 10:38:
    „Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren.“

    Er war mit Heilungskraft gesalbt und ihr Glaube ließ diese Kraft von Ihm fließen, woraufhin Er stehen blieb. Er erwartete es nicht. Er wusste nicht, dass sie da ist. Sie initiierte es. Das ist der Punkt. Sehr wichtig!

    Markus nennt noch drei Dinge, die hier nicht extra erwähnt werden. Es heißt: „Als sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Volksmenge von hinten und rührte sein Gewand an.“

    Sie hatte von Ihm gehört. Sie muss von einem Jesus gehört haben, der heilte. Da fiel der Same des Glaubens in ihr Herz, der später aufging, sprosste und wuchs. Sie hörte. Glaube kommt aus dem Hören. Sie muss von einem heilenden Jesus gehört haben, von einem Jesus voller Mitleid, von einem Jesus, der bereit war, Zerbrochene aufzubauen und Ausgestoßene zu berühren.

    Zweitens steht im Evangelium nach Markus, dass sie sagte… das Verb steht im Griechischen in der Verlaufsform. Sie sagte ständig: „Wenn ich ihn nur anrühre, werde ich geheilt werden.“ Sie hörte davon, dann sagte sie es, und zwar immer wieder: „Wenn ich ihn nur anrühre, weiß ich, dass ich geheilt werden werde.“ Sie sagte es immer wieder, das geht aus dem Griechischen hervor.

    Und drittens handelte sie. Sie berührte Ihn. Das griechische Wort besagt, dass sie sich an Sein Gewand klammerte, es ergriff! Das war keine vorsichtige Berührung. Mann, sie packte es!

    Ich erinnere mich… es ist lange her… und vielleicht sind einige hier, die damals in dieser Versammlung waren. Ich denke, es war ein Sonntagabend… im alten Gebäude. Es bot nur 160 Menschen Platz. Ich lehrte über die Geschichte der blutflüssigen Frau und sprach über einige der Dinge, die ich auch Ihnen gerade sagte.

    Da war eine Frau, die erst seit Kurzem in der Gemeinde war. Deshalb kannten wir sie nicht besonders gut. Ihre Augen wurden aufgetan. Der Eingang Deiner Worte erleuchtet, sagte der Psalmist. Viele Dinge wurden ihr klar. Sie dachte bei sich, wie sie uns später sagte: „Wenn der Glaube dieser Frau Kraft von Jesus ausgehen ließ, glaube ich, dass mein Glaube Jesu Heilungskraft freisetzen kann.“

    Sie setzte sich während meiner Predigt hin und listete all ihre Krankheiten auf. Es standen fünf oder sechs Dinge auf ihrer Liste. Zwei weiß ich noch ganz genau. Sie hatte ein recht ernstes Herzproblem und sehr schwere Diabetes. Bereits ihr Großvater war daran erkrankt, die Krankheit war erblich. Erst mussten seine Zehen amputiert werden und dann seine Füße. Es lag an der Art des Diabetes. Schließlich starb ihr Großvater daran. Bei ihrem Vater war es genauso. Er hatte bereits seine Zehen verloren. Und ein Fuß, denke ich, wurde amputiert. Es war derselbe Verlauf. Bei ihr war es so, sagte sie, dass sie seit zwei Jahren jeden Tag blutete. Wenn sie nach Hause kam und ihre Socken auszog, waren sie voll geronnenem und frischem Blut. Sie hatte große Fissuren zwischen den Zehen und unter den Füßen, die aufgrund des Diabetes niemals aufhörten zu bluten. Wir wussten das nicht. Wir kannten sie nicht näher. Sie kam nach vorne und wir beteten mit ihr und einigen anderen Leuten.

    Keine Fanfare oder dergleichen. Dann kommt sie in der folgenden Woche wieder und erzählt. Sie tat, was diese Frau tat, die niederfiel und die ganze Wahrheit sagte. Inzwischen war sie wieder beim Arzt.

    Ihr Herzproblem… ihr Herz war normal. Ihre frühere Herzkrankheit war verschwunden. Sie sagte: „Ich betete an diesem Abend.“ Sie sagte: „Als ich am nächsten Tag von der Arbeit kam, zog ich meine Socken aus und es war das erste Mal seit zwei Jahren kein Blut in meinen Socken. Sie sagte: „Ich bog meine Zehen auseinander und zog an meinen Füßen.“ Sie sagte: „Ich versuchte, meine Füße zum Bluten zu bringen, aber sie bluteten nicht.“ Auch der Diabetes war geheilt. Ich sage niemandem, er soll sein Insulin wegwerfen… aber sie kam an den Punkt. Ihre Ärzte bestätigten, dass sie es nicht mehr brauchte. Vollkommen geheilt. Freund, Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

    Denken Sie nur an Jaïrus. Sie wissen noch, er kam zu Jesus und sagte: „Meine kleine Tochter liegt im Sterben.“

    Ich bin sicher, es war schwer für ihn zu kommen. Er weiß, dass sie im Sterben liegt. Er hatte von Jesus gehört und denkt: „Mann, er ist in der Lage, das zu tun. Aber ich muss hier sein, wenn das Ende kommt. Aber vielleicht können wir das abwenden, wenn ich hingehe.“

    Er war sicher hin und her gerissen, entschied sich aber zu gehen. „Jesus, komm! Meine einzige Tochter liegt im Sterben.“ Jesus sagt: „Ich werde kommen.“ Es war sicher eine Qual für ihn, als er das Gedränge sah und die Menge sich ungefähr so schnell bewegte. Jaïrus sagte: „Oh nein, wir müssen uns beeilen! Es ist sehr ernst!“ Dann kommt das Geschehen um die blutflüssige Frau dazwischen.

    Jesus bleibt stehen: „Nein, Moment mal! Jemand hat mich angerührt. Jemand hat mich angerührt.“

    Und Zeit vergeht. Petrus sagt: „Schau mal, alle haben dich angerührt, Jesus. Was soll das?“ „Nein, nein, nein, das war anders.“ Und Jaïrus… schaute auf seine kleine Sonnenuhr… und… Jesus unterhält sich mit der Frau. Die Frau nimmt sich die Zeit und erzählt, was sie dachte, was sie tat, warum sie Ihn berührte und was geschah. Schauen Sie mal, was Jaïrus in der Zwischenzeit sagte.

    Genau! Nichts. Quälende Ungewissheit! Er sagte nichts. Er wartete geduldig, obwohl menschlich gesehen jeder Augenblick äußerst wichtig ist. Lukas 8:49

    Lukas 8:49-50
    „Während er noch redete, kommt einer von dem Haus des Synagogenvorstehers und sagt zu ihm: Deine Tochter ist gestorben. Bemühe den Lehrer nicht! Als aber Jesus es hörte, antwortete er ihm:…

    „Ich wusste, ich hätte mich nicht so lange mit der Frau aufhalten sollen! Tut mit leid Jairus! Mein Pech!“ Nein, Jesus antwortete ihm:

    „… fürchte dich nicht, glaube nur! Und sie wird gerettet werden.“

    Sicher sind hier heute abend ein paar Leute, denen etwas Übles mitgeteilt wurde. Vielleicht einen medizinischen Befund oder etwas anderes, was für sie genauso schrecklich ist wie der Bericht über seine Tochter, den Jaïrus von dem Boten hörte. Jesus sagte: „Hab keine Angst. Glaube nur.“

    Ich möchte Sie einfach ermutigen: Geben Sie Angst keinen Raum. Widerstehen Sie ihr und gründen Sie Ihren Glauben auf Gott.

    Jesus kommt an und wirft alle Ungläubigen hinaus. Wir lesen ab Vers 51 weiter.

    Lukas 8:51-53
    „Als er aber in das Haus kam, erlaubte er niemand hineinzugehen außer Petrus und Johannes und Jakobus und dem Vater des Kindes und der Mutter. Alle aber weinten und beklagten sie. Er aber sprach: Weint nicht! Denn sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft. Und sie lachten ihn aus, da sie wussten, dass sie gestorben war.“

    Auch die anderen Evangelien sagen, dass er ausgelacht wurde. Sie weinen um die arme tote Tochter und im Nu wird ihr Lachen zu Spott und Gelächter. Diese Menschen waren sehr unaufrichtig. Schauen Sie, was Jesus tat:

    Lukas 8:54-56
    „Er aber trieb sie alle hinaus, ergriff ihre Hand und rief und sprach: Kind, steh auf! Und ihr Geist kehrte zurück, und sogleich stand sie auf; und er befahl, ihr zu essen zu geben. Und ihre Eltern gerieten außer sich; er aber gebot ihnen, niemand zu sagen, was geschehen war.“

    Es hat seinen Grund, dass Jesus diejenigen rauswarf, die Ihn verspotteten und die sich über Ihn lächerlich machten.

    Wenn Sie in einer kritischen Lage sind, müssen Sie sich von den ewigen Zweiflern und Menschen, die andere verspotten und verhöhnen, trennen. Als Hiskia von Jesaja hörte: „Bring deine Angelegenheiten in Ordnung, denn du wirst sterben.“, sagt die Bibel, dass er sein Angesicht zur Wand wandte. Er wandte sich von allen anderen ab und allein Gott zu. Und, Freund, es gibt einige Leute… vielleicht sogar mit guten Absichten… aber es wäre gut, besonders in kritischen Phasen Ihres Lebens, sich etwas von ihnen zu distanzieren.

    Ich erinnere mich an eine Geschichte… besser gesagt, ich habe sie fest im Gedächtnis. Einige von Ihnen werden den Namen John G. Lake kennen. Er startete einen erstaunlichen Dienst in Südafrika, der heute immer noch besteht. Einer der Leiter dieses Dienstes, der ungefähr 80 Jahre später noch besteht, ist ein Freund von uns. Er hatte einen der größten Heilungsdienste, den die Welt in den letzten Jahrhunderten sah, vielleicht sogar seit den Tagen, von denen wir in der Apostelgeschichte lasen. Ein erstaunlicher Heilungsdienst! Als sein Dienst sich nach Washington verlagerte, wurden dort 100.000 medizinisch bestätigte Heilungen dokumentiert. Ich hatte das Vorrecht, vor einigen Jahren seine Tochter und seinen Schwiegersohn zu hören. Sie waren damals bereits älter. Sie erzählten die Geschichte. Ich glaube ihnen. Sie hatten keinen Grund, Seemannsgarn zu spinnen. Sie erzählten, als Lake und seine Familie… sie hatten mehrere Kinder… in Südafrika waren, hatte einer der Jungs, einer seiner Söhne, eine Pistole in die Finger gekriegt und spielte damit herum. Es gab einen Unfall.

    Ein Schuss löste sich aus Versehen und durchschlug den Oberkörper seiner Mutter. Die Pistole war großkalibrig. Lake hatte die Einstellung, absolut keine Medizin und keine Ärzte in Anspruch zu nehmen. Ich halte das für etwas extrem.

    Ich denke, Ärzte verstehen, dass Krankheit ein Feind ist. Sie tun, was sie können, um sie mit menschlichen Mitteln zu bekämpfen. Wir sind im selben Team. Gott sei Dank für sie!

    Aber er hatte diese Haltung im Hinblick auf sein eigenes Leben, seine Familie und seinen Dienst. Er stand dazu. Die Tochter, die jetzt eine ältere Frau war, erzählte mir und einigen anderen, dass John alle hinauswarf und sie in ein Bett legte… ihr Oberkörper hatte eine Schussverletzung…, ihre Hand hielt und ihr die ganze Nacht hindurch Gottes Verheißungen ins Ohr flüsterte. Ich weiß auch noch ein weiteres Detail der Geschichte. Sie sagte, dass er die größte Afrikanerin an die Tür setzte, damit niemand an ihr vorbeikam, mit der Anweisung: „Lass niemand in dieses Haus, der keinen Glauben an Gott hat.“ So wurde sie an der Tür des Hauses postiert, diese Frau, die durch seinen Dienst zu Christus kam und die dazu gehörte. Sie ließ niemand ins Haus, der keinen Glauben an Gott hatte. Am nächsten Morgen stand Frau Lake auf und erledigte die Hausarbeit. Sie war geheilt!

    Ich denke, nichts ist für unseren Gott zu schwer. Wie gesagt, ich glaube diese Geschichte. Dieses ältere Ehepaar hatte keinen Grund, da oben zu sitzen und Lügen zu verbreiten. Jesus weiß, wann Sie lügen. Ich erinnere mich besonders an diesen Punkt: Lass niemand hinein, der keinen Glauben an Gott hat.

    Jesus warf alle Spötter und Lästerer hinaus. Dann wurde das kleine Mädchen auferweckt und Jesus sagte: „Gebt ihr etwas zu essen,“ und zwar, damit sie wieder zu Kräften kommt. Selbst wenn Sie übernatürlich geheilt wurden, müssen Sie sich um die normalen Dinge kümmern. Sie müssen essen und für sich sorgen. Manche Menschen vernachlässigen das. Kein Wunder, dass sie ständig krank sind.

    Lassen Sie mich noch drei Gedanken ansprechen. Erstens: die Tochter des Jaïrus, sagt die Schrift, war etwa 12 Jahre alt. Jairus hatte etwa 12 Jahre Sonnenschein und Fröhlichkeit, 12 Jahre Freude und Glück. Und plötzlich wird das Lebenslicht ausgelöscht. Die blutflüssige Frau, die mit dieser Geschichte untrennbar verbunden ist, hatte 12 Jahre Hölle hinter sich. Die Bibel sagt, dass sie 12 Jahre lang litt. In den anderen Evangelien steht, dass sie ihr ganzes Vermögen für Ärzte ausgab, es aber schlimmer statt besser wurde. Sie war bankrott und aus der Gesellschaft verstoßen. Sie erlebte 12 Jahre der Finsternis, 12 Jahre der Schmerzen und 12 Jahre der Einsamkeit.

    Ich las den Kommentar eines Theologen, der sagte, dass es damals eine Tradition gab, die das levitische Hygienegesetz noch verschärfte. Dies besagte, dass jemand, der Blutungen hatte, gemäß dem mosaischen Gesetz weder jemand berühren noch berührt werden durfte. Sie sollten von der Gesellschaft und der Familie getrennt werden. Diese Frau durfte nicht in dieser Menge sein. Sie durfte weder Jesus noch sonst jemanden berühren. Aber diese Tradition, von der der Kommentar sagte, dass sie das levitische Hygienegesetz noch verschärfte, besagte Folgendes: Wenn jemand diese Blutungen hat, entstanden sie durch Unmoral und sexuelle Sünde in ihrem Leben. Er sagte, wenn jemand chronische Blutungen hatte, hatte das eine Scheidung zur Folge und die Person wurde sozial total verstoßen und wie ein Ausgestoßener behandelt.

    Diese Frau erlebte 12 Jahre der Ächtung, 12 Jahre der Isolation, 12 Jahre der Schmerzen, 12 Jahre der Schwäche, 12 Jahre der Finsternis. Im Gegensatz dazu erlebte Jairus 12 Jahre des Lichtes, 12 Jahre des Lachens, 12 Jahre der Freude.

    Wissen Sie, als ich die Geschichte las, habe ich keine große Waage in Gottes Hand gesehen nach dem Motto: „Gut, blutflüssige Frau, du hast genug gelitten. Wir werden dich jetzt heilen, weil du 12 Jahre lang gelitten hast. Und Jaïrus, Mensch, du hattest 12 gesegnete Jahre. Es ist an der Zeit, dass du etwas über das Leiden lernst. Ich werde dir etwas beibringen. Und wisst ihr, ich habe diese große Waage in meiner Hand. Sie hatte 12 schlechte Jahre und du hattest 12 gute Jahre. Wir werden all das jetzt ausgleichen.“

    So denkt Gott nicht und so handelt Er nicht. Das steht für Gott nicht zur Debatte. In beiden Fällen reagierte Jesus auf Glauben. Manche Menschen denken das Seltsamste: „Ich weiß, wenn ich genug gelitten habe, wird Gott es vielleicht von mir nehmen.“ Oder: „Mir ging es so lange gut, vielleicht bin ich jetzt dran.“ Wir sehen hier nichts davon, außer, dass Jesus auf Glauben reagiert.

    Das bringt mich zu meinem zweiten Schlussgedanken. Und zwar, dass unser Glaube nicht vollkommen sein muss, damit Gott eingreift.

    Beim letzten Mal sprachen wir über den römischen Hauptmann, von dem Lukas 7 spricht. In Vers 9 dieses Kapitels sagte Jesus, dass er großen Glauben hat. Er sagte: „So großen Glauben habe ich in ganz Israel nicht gefunden!“ Sein Glaube war groß, weil er sagte: „Jesus, Du musst nicht unter mein Dach kommen. Sprich nur ein Wort. Mehr brauche ich nicht. Sprich nur ein Wort. Komm nicht unter mein Dach.“ Aber Jaïrus kommt und möchte, dass Jesus unter sein Dach kommt. Und die blutflüssige Frau sagt: „Ich werde zu Ihm gehen!“ Einer sagt: „Jesus, Du musst nicht in mein Haus kommen. Sag einfach etwas.“ Der andere sagt: „Jesus, Du musst kommen.“ Die andere sagt: „Ich komme zu Dir.“

    Verschiedene Äußerungen des Glaubens, manche reifer als andere. Manche müssen ermutigt werden, keine Angst zu haben, aber Jesus reagiert auf alle. Ich möchte Ihnen sagen, egal, wo Sie heute stehen, vertrauen Sie Ihm! Jesus sagte nicht: „Tut mir leid, Jaïrus, dein Glaube ist nicht groß genug. Sprich mit dem Hauptmann. Er baute die Synagoge, der du vorstehst. Wenn du etwas über Glauben lernen willst, sprich mit ihm und dann treffen wir uns wieder. Ich weiß, dass die Lage ernst ist, aber es reicht einfach noch nicht, Jaïrus. Du musst von dem Hauptmann lernen.“

    Wo wir auch stehen, ich denke, wenn wir nur ein klein wenig Glauben haben, reagiert Gott darauf.

    Hoffentlich nimmt unser Glaube an Reife und Kraft zu und wird stabiler.

    Noch ein dritter Gedanke zum Schluss. Ich möchte Sie noch einmal auf den Mann, der in den Gräbern lebte, hinweisen. Ich denke, so sind wir alle, bevor wir zu Christus kommen. Er kommt ans Ufer unseres Lebens mit der Kraft, alles zu verändern und wir leben unter den geistlich Toten, sind von Gott getrennt… geistlich tot, geistlich von Gott getrennt. Er befreit uns von der Macht der Sünde, der Macht Satans, und stellt unseren Verstand wieder her.

    Wenn ein Mann oder eine Frau zu Christus kommt, denken sie zum ersten Mal klar. Sie fangen an, das Leben richtig zu sehen. Sie fangen an, Dinge in Wahrheit zu erkennen: Himmel, Hölle, Ewigkeit, Erlösung, die Kürze des Lebens, den Wert einer menschlichen Seele. Alles verändert sich. Unsere Sicht des Lebens, unser Verhalten im Leben…, wenn wir Jesus annehmen. Er bringt uns aus den Gräbern und zeigt uns, worum es wirklich geht. Und, Freund, wenn sich nicht alles radikal ändert, wenn unsere Sicht von Dingen und ihre Bewertung sich nicht ändern, frage ich mich, ob wirklich Jesus an den Ufern Ihres Lebens landete.

    Mein Freund, wir können den Himmel gewinnen und der Hölle entgehen. Es gibt eine geistliche Welt.

    Jesus ist der Sohn Gottes. Er starb am Kreuz für die Sünden der Welt. Er ist der einzige Weg zu einer Beziehung mit Gott. Wir müssen nur Jesus gemäß Seinen Aussagen über sich selbst annehmen. Er sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

    Er sagte, Er ist nicht einer von vielen Wegen, Er ist der Weg. Nicht eine von vielen Wahrheiten, Er ist die Wahrheit. Nicht ein Leben unter vielen, sondern „das Leben“. Entweder müssen wir Ihn gemäß Seinen Aussagen annehmen oder Ihn in die lange Liste der Scharlatane und Spinner einreihen, die im Lauf der Zeit geistlichen Schiffbruch erlitten. Ich für meinen Teil glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er ist exakt der, der Er zu sein behauptet. Freund, wenn Sie Ihm nie Ihr Herz öffneten, möchte ich Ihnen sagen, dass Er Sie liebt. Er kennt Ihren Namen. Es ist kein Zufall, dass Sie jetzt die Sendung sehen. Freund, Sie können ewiges Leben bekommen. Sagen Sie heute „ja“ zu Jesus Christus. Sie werden es nie bereuen.

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