Die Bitte um Befreiung

aus der Reihe „Gebete und Bitten“


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Comments

  • Jule sagt:

    Beten und Bitten Teil 1
    17.02.2008
    Pastor Bayless Conley

    Bayless
    Ich freue mich, dass Sie heute eingeschaltet haben. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie bitte.
    Ich werde heute zu Ihnen über Gebete und Bitten sprechen. Wir beginnen heute mit einer Lehrreihe, die unsere Gemeinde sehr gesegnet hat. Ich schaute mir in den Psalmen drei Arten von Bitten an, die gemäß Gottes Willen sind. Die erste Bitte ist um Befreiung. Die zweite ist um Verlangen. Die dritte Bitte ist um Verbreitung. Sie werden dadurch gesegnet werden.

    Predigt:

    Psalm 20:2-6 sagt:
    „Der Herr erhöre dich am Tag der Drangsal, der Name des Gottes Jakobs mache dich unangreifbar. Er sende dir Hilfe aus dem Heiligtum, und von Zion aus unterstütze er dich. Er gedenke aller deiner Speisopfer, und dein Brandopfer wolle er annehmen! Er gebe dir nach deinem Herzen, und alle deine Pläne erfülle er! Jubeln wollen wir über dein Heil, im Namen unseres Gottes das Panier erheben. Der Herr erfülle alle deine Bitten!“

    Mir gefällt der letzte Teil von Vers 6: „Der Herr erfülle alle deine Bitten!“ Es werden zwei Bitten in den Versen erwähnt, die wir uns anschauen wollen. Und wir schauen uns eine weitere Bitte an einer anderen Stelle an. Die erste ist eine Bitte um Befreiung. Die zweite ist eine Bitte um Verlangen. Die dritte ist eine Bitte um Verbreitung. Eine Bitte um Befreiung, eine Bitte um Verlangen, eine Bitte um Verbreitung.

    Schauen wir in Vers 2: „Der Herr erhöre dich…“, was voraussetzt, dass Sie Ihn angerufen haben.

    „Der Herr erhöre dich am Tag der Drangsal.“

    Kennt jemand außer mir einen Tag der Drangsal? Ja, wir haben das alle erlebt. Es sagt hier, dass Gott uns antwortet, erstens, indem Er uns verteidigt; zweitens, indem Er uns Hilfe sendet und drittens, indem Er uns stärkt. Und ich sage Ihnen: Ganz gleich, welche Art von Befreiung Sie brauchen, Gott hat sie.

    Wenn Sie Weisheit brauchen – Gott hat sie.

    Wenn Sie Führung brauchen – Gott hat sie.

    Wenn Sie Heilung brauchen – Gott hat sie.

    Wenn Sie Stärke brauchen – Gott hat sie.

    Wenn es Gunst ist oder eine Tür zu einer Gelegenheit – Gott hat, was Sie brauchen.

    Merken Sie sich die Stelle, wir kommen dahin zurück und schauen Sie mit mir in Psalm 50. Wir werden die Verse 14 und 15 von Psalm 50 lesen.

    Psalm 50:14-15 „Opfere Gott Dank, und erfülle dem Höchsten deine Gelübde; und rufe mich an am Tag der Not; ich will dich erretten, und du wirst mich preisen!“

    Das ist eine starke Bestätigung: „Rufe mich an am Tag der Not; ich will dich erretten, und du wirst mich preisen!“ Beachten Sie, er sagte davor: „Opfere Gott Dank, und erfülle dem Höchsten deine Gelübde.“

    Nehmen Sie sich Zeit, Ihn zu preisen und halten Sie gemachte Versprechen, besonders solche, die Sie in Notzeiten gemacht haben. Nochmals frage ich: Hat jemand von Ihnen schon mal Versprechen gemacht, als Sie in Not waren? „Gott, befreie mich hieraus, rette mich und ich verspreche Dir…“

    Es ist erstaunlich, zu was für Dingen wir in der Not bereit sind, die sonst unter der Oberfläche bleiben und die wir sonst gerne weiter bereit sind zu ertragen. Es ist vielleicht nichts Sündiges, fällt aber vielleicht unter die Kategorie von Last, wovon der Hebräerbrief spricht: Dinge, die unseren geistlichen Fortschritt hindern. „Gott, ich reinige mein Haus, wenn Du mich hindurch bringst.“ Ich habe entdeckt, dass Gott auf Kredit arbeitet. Er nimmt Sie bei Ihrem Wort. Wenn Sie versprechen, sich mit etwas zu befassen, dann hilft Gott Ihnen. Aber der Punkt ist: Sie müssen Ihr Versprechen halten.

    In Psalm 66:13 heißt es:
    „Ich will dir erfüllen meine Gelübde, zu denen sich meine Lippen aufgetan haben und die mein Mund ausgesprochen hat in meiner Not.“

    Prediger 5:4 sagt:
    „Besser, du gelobst nicht, als dass du gelobst und nicht erfüllst.“

    Wenn Sie also unerledigte Dinge mit Gott haben und Gott etwas versprochen haben, dann müssen Sie es halten. Es ist besser, nichts zu versprechen, als etwas zu versprechen und nicht zu erfüllen.

    Wenn es hier heißt, erfülle dem Höchsten deine Gelübde und rufe Ihn an und Er wird dich befreien, redet das nicht von finanziellen Versprechen, um ein Wunder von Gott zu empfangen. Von solchen Dingen sollten Sie sich fernhalten. Dieser Vers und andere wurden bereits so verdreht. „Versprechen Sie 1.000 Euro und dann, sagt Gott, rufen Sie Ihn an und Sie empfangen Ihr Wunder.“ Und einige Leute wurden manipuliert und überredet, dies zu tun. Seien Sie bitte klüger, ja? Sie können nicht für ein Wunder Gottes bezahlen. Es wurde alles auf Golgatha bezahlt.

    Ich verstehe, dass Gott jemand so führen kann, seinen Glauben an Gott durch Geben auszudrücken.
    Ich verstehe das und verneine es nicht. Aber einige Leute haben es völlig aus dem Kontext genommen. Ich kann manchmal nicht glauben, dass Leute darauf reagieren. Wie gesagt, der Preis wurde bereits bezahlt. Mir gefällt die Übersetzung dieser Verse in der Message Bibel: „Bereite für mich einen Tisch des Lobes. Ehre Gott mit gehaltenen Versprechen. Rufe um Hilfe, wenn du in Not bist. Ich helfe dir und du wirst mich ehren.“

    Preisen Sie Gott eine Weile, halten Sie alle Versprechen und dann beten Sie, wenn Sie in Not sind.
    Wie beten Sie, wenn Sie in Not sind? „Hilf!“ Das ist ein gutes Gebet, wenn Sie in Not sind.

    Vor einigen Jahren waren Janet und ich in einer schlimmen finanziellen Krise. Aus meiner Sicht entzog es sich unserer Kontrolle. Wir hatten einige Dinge unternommen. Ich traf mich mit unserem Finanzmanager vor einer Predigtreise und er sagte: „Wir stehen finanziell gut da.“ Ich sagte: „Großartig.“ Wir hatten ein Budget erstellt und alles war gut. Als ich von der Reise zurückkam, traf er mich im Haus und gab mir einen Stapel Papiere und sagte: „Ich habe leider einen Fehler gemacht.“ Und er sagte mir nicht mal, was es war oder wie viel es war. Ich musste die Papiere analysieren und es selbst ausrechnen. Es war unglaublich. Ich war geschockt. Normalerweise bin ich recht gelassen mit Dingen. Ich habe nicht viele Hochs und Tiefs. Ich bin recht stabil. Aber dies überraschte mich so sehr und war so gewaltig, dass ich dachte: „Es ist aus. Wir sind finanziell erledigt.“ Mich überkam eine düstere Stimmung. Meine Frau war geängstigt, denn ich redete 24 Stunden nicht mit ihr. Sie sprach mich an und ich ging einfach vorbei und antwortete nicht mal. Es ist schwer zu beschreiben, wie düster ich mich fühlte.

    Am nächsten Tag setzte ich mich auf den Bordstein vor dem Haus und dachte: „Gott, was soll ich nur tun? Es ist aus!“ Ich fühlte mich verletzlich und sehr schlecht. Plötzlich hörte ich den Heiligen Geist sagen: „Du musst einfach tun, was du predigst.“ Ich wollte das nicht hören. Dann dachte ich: „Ich sage allen, dass sie das tun sollen. Ich sollte es doch selbst tun.“ Sicher dachten einige meiner Nachbarn, ich wäre ein Narr, aber ich stand vor meinem Haus auf der Straße auf. Ich hob meine Hände und fing an, Gott laut zu preisen und betete einfach Gott vor meinem Haus an und dankte Ihm. Und die Schwere verließ mich und ich spürte plötzlich: „Weißt du was? Ich glaube, wir schaffen es!“ Ich konnte plötzlich wieder klar sehen. Und ich betete einfach: „Gott, ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bitte Dich um Hilfe. Bitte übernimm es für mich.“

    Ich spürte, dass ich mit Gott in Verbindung getreten war und dass es gut werden würde. Ich wusste nicht wie. Ich ging zurück ins Haus, sprach wieder mit meiner Frau und in der nächsten Woche lösten sich all die Probleme. Gott tat einige ungewöhnliche Dinge. Er hatte uns geholfen. Und ich sage Ihnen: Er will Ihnen helfen. Ganz gleich, wie Ihr mühseliger Tag aussieht, ob es ein Hurrikan höllischer Ausmaße ist oder ein Zyklon des Streits, ein Tornado der Versuchungen, ein Regen der Verzweiflung, durch welchen Sturm Sie auch gehen, ein Tsunami der Krankheit, ein Erdbeben feindlicher Angriffe gegen Sie, was immer es ist, eine Flut finanziellen Ruins, ein Wind schlechter Nachrichten, eine Flutwelle von Nöten – Freund, Gott hat eine Antwort am Tag Ihrer Not, wenn Sie zu Ihm rufen.

    Schauen Sie mit mir in Psalm 107. Wir sehen hier ein sehr interessantes Muster, denn der Psalmschreiber berichtet hier von verschiedenen Nöten, die Menschen erleben und wie man aus diesen Nöten befreit wird.

    Psalm 107:4-5 „Sie irrten in der Wüste, auf ödem Weg, sie fanden keinen bewohnten Ort. Hungrig waren sie und durstig, ihre Seele verschmachtete.“

    Hier ist die Not, keinen Weg zu erkennen. Hatten Sie je das Gefühl, Sie wanderten in einer Wüste? Es ist, als wanderten Sie in einem Irrgarten und seien im Dunkel, ohne eine klare Richtung und Ihre Seele ist niedergeschlagen, … es betrübt Sie in Ihrer Seele. Sie denken vielleicht gerade: „Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Sie haben das Gefühl, Ihr kleines Boot ist auf dem Meer der Sinnlosigkeit verloren und Sie wissen nicht, was zu tun ist. Wie kommen Sie aus dieser Art von Notlage heraus?

    Psalm 107:6-7 „Da schrieen sie zum Herrn in ihrer Not: Aus ihren Bedrängnissen errettete er sie. Er leitete sie auf rechtem Weg, so dass sie zu einem bewohnten Ort gelangten.“

    Gottes Antwort für sie war Wegweisung, die kam, als sie in Ihrer Not einfach zu Ihm riefen. Schauen Sie in Psalm 107:10

    Psalm 107:10-11 „Die Bewohner des Dunkels und der Finsternis lagen gefesselt in Elend und Eisen, denn sie waren widerspenstig gewesen gegen die Worte Gottes und hatten verachtet den Rat des Höchsten.“

    Hier ist die Not des Gefangenseins, die scheinbar aufgrund falscher Entscheidungen entstanden war, nicht auf Gott zu hören, Ihn nicht zu suchen und manchmal ist unser Gefängnis selbst fabriziert. Vielleicht befinden Sie sich heute in einer Art Gefangenschaft. Vielleicht durch illegale oder verschriebene Drogen. Vielleicht sind Sie an Alkohol oder Pornographie gebunden und haben den Eindruck, als habe Satan Sie an der Leine. Sie sind kurz frei und dann bang! Er zieht wieder an der Leine und Sie denken: „Ich war tatsächlich die ganze Zeit nicht frei.“ Vielleicht ist es ein Gefängnis von Depression oder Furcht, das Sie gefangen hält. Wie kommen Sie aus solche einer Notlage heraus?
    Schauen Sie in Psalm 107:13.

    Psalm 107:13-14 „Da schrieen sie zum Herrn um Hilfe in ihrer Not: aus ihren Bedrängnissen rettete er sie. Er führte sie heraus aus Dunkel und Finsternis, er zerriss ihre Fesseln.“

    Er bringt Freiheit. Und es ist recht einfach, Freund. Sie riefen zu Gott in ihrer Not. Schauen Sie in

    Psalm 107:17 „Toren litten wegen ihres gottlosen Weges und wegen ihrer Sünden.“

    Hier ist die Rede von Leiden und Krankheit.

    Psalm 107:19-20 „Dann aber schrieen sie zum Herrn um Hilfe in ihrer Not: aus ihren Bedrängnissen rettete er sie. Er sandte sein Wort und heilte sie, er rettete sie aus ihren Gruben.“

    Sie riefen zum Herrn. Er sandte Sein Wort und heilte sie. Als Nächstes ist die Rede von Leuten in Schiffen auf dem Meer. In Vers 25 heißt es:

    Psalm 107:25-27 „Er redete und bestellte einen Sturmwind, und der trieb seine Wellen hoch. Sie stiegen zum Himmel empor, sie sanken hinab in die Tiefen, es verzagte in der Not ihre Seele. Sie taumelten und schwankten wie ein Betrunkener, es versagte all ihre Weisheit.“

    Stürme des Lebens kommen zu uns allen. Vielleicht befinden Sie sich gerade in einem Sturm und fühlen sich so. Sie haben den Eindruck, als würden Sie gleich sinken. Sie sind am Ende Ihrer Weisheit. Sie haben keine Antworten. Ihre Ehe ist kurz vor dem Auseinanderbrechen. Vielleicht ist es ein finanzieller Sturm, etwas an Ihrem Arbeitsplatz, Sie werden hin und her geworfen und es sieht aus, als ob Sie sinken. Wie reagieren Sie, wenn Sie in solch einer Notlage sind?

    Psalm 107:28-29
    „Dann aber schrieen sie zum Herrn in ihrer Not: und er führte sie heraus aus ihren Bedrängnissen. Er verwandelte den Sturm in Stille, und es legten sich die Wellen.“

    Sehen Sie hier ein Muster? Sie geraten in Not, manchmal aus eigenem Verschulden, aber sie rufen zu Gott in ihrer Not und Er rettet sie. Er befreit sie.

    Damals lebte ich in Oregon als junger Christ und war mit einigen Freunden bei den Klamath Wasserfällen. Als wir zur Stadt Ashland zurückfuhren, war da eine kleine zweispurige Straße, die zwei Straßen miteinander verband. Es war mitten im Winter. Wir hatten starken Schneefall gehabt. Als wir diese Straße entlang fuhren, hatte ich die tolle Idee, auf diese kleine Seitenstraße zu fahren. Es war nicht mal eine richtige Straße. Und so fuhren wir mit meinem kleinen 63-er Volkswagenbus hinein und meinem großen 36 PS Motor. Es ist wahr, er hatte 36 PS. Wir rutschten im Schnee. Wir fuhren mehrere Meilen und ich schaffte es, den Bus hoffnungslos im Schnee festzufahren. So fuhren wir hin und her und ich versuchte aus dem Schnee raus zu kommen und plötzlich fängt der Motor an zu qualmen. Ich öffnete die Motorhaube und der Ventilationsriemen ist weg. Ich suchte den Ventilationsriemen 10 Minuten erfolglos. Der Motor hatte ihn wohl gegessen. Er war weg. Ich dachte: „Oh, großartig. Selbst wenn ich uns hier rauskriege, können wir nirgends hin. Ich kann meinen luftgekühlten Minibus nicht ohne Ventilationsriemen fahren.“ Ich war niedergeschlagen. Und die Sonne ging unter. Es fing an kalt zu werden. Ich wusste, es würde nachts unter Minus werden. Wir würden nicht sterben, aber eine furchtbare Nacht haben. Alle sind ärgerlich mit mir. Ich würde am nächsten Tag meilenweit laufen müssen, nur um die Straße zu erreichen. Und wenn ich Hilfe finden würde, müsste ich einen solchen Riemen für einen seltenen VW Bus auftreiben. Ich dachte: „Ich brauche Hilfe!“ Ich öffnete meine Bibel und schlug Psalm 107 auf. Ich hatte ihn nie zuvor gelesen. Ich las jeden Vers ganz langsam und dachte darüber nach. Ich sagte: „OK, sie sind in Not und rufen und Gott hilft ihnen. Sie sind in Not wegen ihrer eigenen Dummheit und Gott hilft ihnen trotzdem.“ Ich war ein wenig dadurch ermutigt. Ich erinnere mich, wie ich meinen Kopf auf das Lenkrad legte und sagte: „Gott, es ist meine Schuld, dass wir hier feststecken. Hilf mir!“ Und während mein Kopf auf dem Lenkrad war, hörte ich eine Stimme zu meinem Herzen sagen: „Sieh noch mal im Motor nach.“ Das ist Unsinn! Aber ich tat es und ich öffnete die Haube und da liegt der Ventilationsriemen. Er war vorher nicht da! Er liegt einfach da. Also brachte ich den Riemen an. Vielleicht schuf Gott einen, ich weiß es nicht. Wir steckten noch fest. Aber zehn Minuten später hörte ich im Dunkeln einen Wagen kommen. Es ist ein Jeep mit Vierradantrieb und vier Betrunkenen. Es war gut, dass sie fuhren, denn sie waren zu betrunken, um zu laufen. Ich winkte sie zu uns und sie zogen uns raus und ich erinnere mich, wie ich dem einen Mann sagte: „Ich habe gebetet und Gott hat euch als Antwort gesandt.“ Er sah mich an, als hätte ich ihm eine nasse Makrele ins Gesicht geschlagen, als ich ihm das sagte.

    Ich will Ihnen damit sagen: In welcher Not Sie auch sind, was immer es ist, Gott will Ihnen helfen. Ihm sind Ihre Probleme nicht fremd und Er will Ihnen helfen. Wenn Sie Ihn um Befreiung bitten, verspricht Er: „Wenn du mich anrufst, werde ich dich befreien!“

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