Der Knecht des Hauptmanns von Kapernaum

Der 3. Teil der Reihe „Heilungen im Lukasevangelium“


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Comments

  • Jule sagt:

    Heilungen im Lukasevangelium – 3. Woche 09.11.2008

    Hallo und willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden uns zwei erstaunliche Geschichten aus dem Lukasevangelium ansehen. Eine, wo Jesus sagte, dass ein Mann großen Glauben hat und eine andere, wo der Betreffende gar keinen Glauben hatte, weil er tot war. Wir können dadurch ein paar erstaunliche Lektionen lernen. Nehmen Sie Ihre Bibel und lassen Sie uns zum Wort Gottes kommen.

    Lukas 7, ab Vers 1. Diese Geschichte wird auch in Matthäus 8 berichtet. Lesen wir die Geschichte über den römischen Hauptmann. Ich werde sie nur kurz kommentieren.

    Lukas 7:1-10
    „Nachdem er aber alle seine Worte vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum. Eines Hauptmanns Knecht aber, der ihm wert war, war krank und lag im Sterben. Als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm und bat ihn, dass er komme und seinen Knecht gesund mache. Als diese aber zu Jesus hinkamen, baten sie ihn inständig und sprachen: Er ist würdig, dass du ihm dies gewährst, denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut. Jesus aber ging mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht! Denn ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen, sondern sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und ich habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin!, und er geht; und zu einem anderen: Komm!, und er kommt; und zu meinem Sklaven: Tu dies!, und er tut es. Als aber Jesus dies hörte, wunderte er sich über ihn; und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: Ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben gefunden. Und als die Abgesandten in das Haus zurückkehrten, fanden sie den Knecht gesund.“

    Eine starke Geschichte, stimmt’s? Wir haben kürzlich bereits anhand dieser Geschichte gelehrt. Ich möchte Ihnen kurz fünf Gedanken über den Hauptmann mitteilen. Fünf wichtige Gedanken, bevor wir fortfahren. Der Erste befasst sich mit dem Motiv der Bitte. Das Motiv der Bitte finden wir in Vers 2.

    „Eines Hauptmanns Knecht aber, der ihm wert war, war krank und lag im Sterben.“ Er liebte diesen Mann! Das stand im krassen Gegensatz zu der damals vorherrschenden Haltung der Römer gegenüber den Sklaven. Im Römischen Reich gab es mehr Sklaven als freie Menschen. Die Tatsache, dass er diesen Mann liebte und seine Heilung anstrebte, war an sich schon außergewöhnlich. Dieser Mann war anders als der typische Römer in gehobener Stellung, besonders im Militär.

    Er hätte sagen können: „Ich habe viel in diesen Mann investiert. Er wäre nur schwer zu ersetzen. Was tue ich, wenn ich ihn verliere? Dieser Mann bringt mir sehr viel ein. Er kennt meine Angelegenheiten und ich bräuchte viel Zeit, um an seiner Stelle jemand anders einzuarbeiten. Ich kann mir diesen Verlust nicht leisten.“ Es ging absolut nicht um den eigenen Vorteil. Das wurde von diesem Hauptmann nicht einmal am Rande erwähnt, obwohl der Mann für ihn arbeitete.

    Ich denke, manche Menschen haben eine verkehrte Motivation und erhalten deswegen nicht das Erbetene.

    Jakobus 4:3 sagt:
    „Ihr bittet und empfangt nicht, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“

    In der alten King James steht das Gleiche.

    Ich sprach oben mit ein paar Leuten und denke, dass manche Menschen den Sinn von Kirche aus den Augen verloren haben. Ein sehr, sehr wichtiger Aspekt des Wortes Gottes wurde in den vergangenen Jahren weitergegeben. Manche nennen es die Glaubenslehre. Ich persönlich denke, dass man nicht genug über Glauben an Gottes Wort, die Wichtigkeit des Vertrauens auf Gott, die Verlässlichkeit Seines Wortes, Gottes unveränderliches Wesen und Seine Vertrauenswürdigkeit hören kann. Aber manche sind total auf den eigenen Nutzen ausgerichtet. Es geht um „mich“. Ehrlich gesagt denke ich, dass diese Botschaft manche anspricht, weil sie habgierig sind. Manche Menschen haben es leider darauf abgesehen und geben die Botschaft dementsprechend weiter. Freund, es geht nicht um uns. Natürlich ist Gott an unseren Nöten interessiert, verstehen Sie mich richtig.

    Gott ist ein Gott des Segens.

    Gott ist ein Gott der reichlichen Versorgung.

    Gott ist ein Gott der Heilung.

    Aber es geht um weit mehr. Wenn unser Leben nicht mehr als das beinhaltet, sind wir unausgewogen und haben irgendwo etwas verloren. Gott sagte dem Pharao in Ägypten: „Lass mein Volk ziehen, damit sie Mir dienen.“ Es ist in Ordnung, Gott um Segen zu bitten und Dinge haben zu wollen… offen gesagt, denke ich, dass wir um zu wenig bitten und Gott begrenzen… aber unser Motiv ist von großer Bedeutung.

    Und dieser Hauptmann, der hundert Soldaten unter sich hatte, Diener hatte und scheinbar recht wohlhabend war… hatte den Juden eine Synagoge gebaut. Er investierte in die jüdische Nation, weil er dort etwas von Gott sah, dass er in den heidnischen Religionen der Römer, an denen er auch besonders als Soldat Anteil hatte, nicht erlebte. Er bat um Hilfe und schickte die Ältesten der Juden los, weil ihm dieser Mann viel bedeutete. Wir finden nicht den geringsten Hinweis, dass es darum ging: „Mann, wenn ich den verliere, ist das eine echte Einbuße.“ Er dachte nicht einmal daran. Ich meine, wir müssen die Motive bedenken.

    Zweitens: Die Klarheit der Bitte. In Vers 3 sandte er Älteste der Juden, die Ihn bitten sollten, zu kommen und seinen Knecht zu heilen. Er benennt sein Anliegen ganz klar. Er bittet nicht nur um einen Segen: „Schaut mal, ob dieser Jesus uns segnen kann.“ Es gab keine unausgesprochene Bitte.

    Ich denke, wir sind manchmal zu vage, wenn wir zu Gott kommen. Wir müssen konkret werden. Wenn Sie zu ihrem Bankschalter gehen würden, ohne Ihr Anliegen zu nennen – wie weit kämen Sie wohl?

    Sie warten in der Schlange, sind an der Reihe, werden gefragt: „Was kann ich für Sie tun?“ „Nun, ich nenne mein Anliegen nicht.“ Der kleine Knopf unter dem Schalter wird wohl bald gedrückt werden.

    Sicher kennt Gott Sie besser als ein Bankangestellter und weiß, was wir brauchen, bevor wir Ihn bitten. Manche sagen daraufhin: „Er weiß sowieso, was ich brauche, bevor ich Ihn bitte. Also werde ich nicht bitten.“ Lesen Sie den nächsten Vers. Es heißt: „Deswegen betet…“ der folgende Vers sagt, dass wir Ihn trotzdem bitten müssen.

    Gut, der dritte Gedanke: Er bittet in Demut. Er bittet in Demut. Die jüdischen Ältesten, die zu Jesus kamen, sagten: „Derjenige, für den Du das tun sollst, verdient es. Er ist dessen würdig. Er hat uns eine Synagoge gebaut. Er liebt unser Land.“ Wir lasen doch, was der Mann über sich selbst sagte:

    „Jesus, ich selbst hielt mich nicht für würdig, zu Dir zu kommen, und mein Haus ist auch nicht Deiner würdig. Weder ich noch mein Haus werden Dir gerecht, Jesus! Er sagte das zweimal. Schauen wir uns doch das Ende von Vers 4 an.

    Lukas 7:4
    „Er ist würdig, dass du ihm dies gewährst (er verdient es).“

    Der Hauptmann greift dasselbe Wort auf. Sie sagten:

    Lukas 7:5-7
    „Denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut. Jesus aber ging mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht! Denn ich bin nicht würdig (ich verdiene es nicht) dass du unter mein Dach trittst. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen …“

    Sie sagten: „Er ist würdig.“ Er sagte: „Ich bin es nicht!“ Er hat einfach Ehrfurcht und begegnet Jesus in Demut.

    Freund, ich weiß, dass Er unser Retter ist. Wir sind keine Bettler, sind willkommen in Gottes Familie und sollen kühn vor den Thron der Gnade kommen. Dennoch gibt es da eine göttliche Abstufung zwischen uns. Wenn ich Jesus tatsächlich sehen würde… wir singen davon… „Schau auf in Sein Antlitz, so schön.“

    Wenn Jesus hier hereinkommen würde, ich würde wohl nicht aufschauen. Ich denke, ich läge auf meinem Angesicht und würde mich scheuen, Ihn anzusehen. Nicht, dass ich Angst vor Ihm hätte, aber Er ist der heilige Sohn Gottes! Seine Bitte war voller Demut. „Er hat uns die Synagoge gebaut. Er liebt unser Land.“ Er dachte nicht, dass Er dadurch die Gegenwart Jesu oder die Heilung verdient hätte.

    Sie könnten sagen: „Letztes Jahr gab ich fünfzig Prozent meines Einkommens an die Kirche.“ „Ich war 25 Jahre meines Lebens auf dem Missionsfeld.“ „Ich habe mein Leben dem Predigen geweiht.“ Wir können uns dadurch keine Gebetserhörung verdienen, mein Freund. Wir kommen nicht aufgrund unserer Werke und unseres Charakters, sondern aufgrund Seiner Werke und Seines Charakters.

    Wir brauchen Demut, um das zu erkennen. Der Hauptmann war demütig.

    Natürlich betonen wir am meisten den Glauben, der der Bitte zugrunde lag. Er sagte: „Jesus, sprich nur ein Wort und mein Knecht wird geheilt werden. Auch ich bin jemand, der unter Befehlsgewalt steht.“ Das heißt: „Jesus, ich verstehe, dass Du unter Befehlsgewalt stehst. Weil Du unter Gottes Autorität stehst, gehorchen Dir die Dinge. Ich stehe auch unter der Autorität meiner Vorgesetzten, deswegen gehorchen mir meine Untergebenen. Ich stehe unter Befehlsgewalt. Ich habe Befehlsgewalt. Jesus, ich weiß, Du stehst unter der Autorität des Himmels und hast daher Autorität.

    Ich brauche nur ein Wort von Dir, mehr nicht.“ Jesus sagte, das sei großer Glaube. Bedenken Sie das einmal. Jesus sagte: „So großen Glauben,“ und Er staunte darüber, „fand ich nicht einmal in Israel.“

    Eine große Menge Israeliten war dort versammelt.

    Petrus stand dort. Er war ein Israelit.

    Johannes stand dort. Er war ein Israelit.

    Andreas stand da. Er war ein Israelit.

    Matthäus war dort.

    Jesus sagt im Grunde: „Ja, dieser Außenstehende hat mehr Glauben als ihr alle! Den fand ich bei keinem, der Woche für Woche in der Synagoge sitzt und bereits von klein auf das Wort Gottes beigebracht bekam. Sie wurden regelrecht gedrillt. Sie sind Teilhaber des Bundes, sie erben die Verheißungen. In keinem von ihnen fand ich den Glauben, den dieser Außenstehende hat.“

    Glaube findet man an ungewöhnlichen Orten. Manchmal haben diejenigen, die am leichtesten Glauben erlangen könnten, am wenigsten davon. Es mag manchmal daran liegen, dass wir Glauben analysieren, in 10 Millionen Teile zerlegen und versuchen, etwas daraus abzuleiten oder damit zu verbinden. Wir kennen alle Prinzipien. Im Grunde bedeutet es einfach zu vertrauen. Es ist recht einfach. Doch er hatte großen Glauben.

    Der fünfte Gedanke, der mich in dieser Geschichte des Hauptmannes beschäftigt, ist die Bereitschaft Jesu, die Bitte zu erfüllen. Das Motiv der Bitte, die Klarheit der Bitte, die Demut, mit der gebeten wurde, der Glaube, der hinter der Bitte stand und die Bereitschaft Jesu, die Bitte zu erfüllen. Vers 6 sagt: „Jesus aber ging mit ihnen.“ Keine Zurückhaltung, kein Zögern. Nach Matthäus sagte Jesus: „Ich werde kommen und ihn heilen.“ Er ging auf den Hauptmann zu, um dieser Not zu begegnen, noch bevor Er seinen großen Glauben bemerkte.

    Ich denke, sobald wir unsere Augen auf Gott richten und anfangen, zu Ihm zu rufen… selbst wenn unser Glaube sehr mangelhaft und unreif ist und nicht als groß bezeichnet werden kann, bewegt sich Jesus auf uns zu. Ich denke nicht, dass Er unwillig oder zögerlich ist. Gebet hat nicht damit zu tun, Gottes Unwillen zu überwinden. Vielmehr beanspruchen wir Gottes größte Bereitschaft. Jesus wollte scheinbar unbedingt seinen Tagesablauf ändern, um der Not des Mannes zu begegnen.

    Gut, lassen wir diese Geschichte hinter uns. In Lukas 7:11-17 finden wir eine weitere interessante Geschichte.

    Lukas 7:11-17
    „Und es geschah bald darauf, dass er in eine Stadt ging, genannt Nain, und seine Jünger und eine große Volksmenge gingen mit ihm. Als er sich aber dem Tor der Stadt näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und eine zahlreiche Volksmenge aus der Stadt war mit ihr. Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sprach zu ihr: Weine nicht! Und er trat hinzu und rührte die Bahre an, die Träger aber standen still; und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter. Alle aber ergriff Furcht; und sie verherrlichten Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden, und Gott hat sein Volk besucht. Und diese Rede über ihn ging hinaus in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend.“

    Diese Witwe verlor ihren Mann und jetzt auch noch ihren einzigen Sohn, sagt die Bibel. Jetzt ist sie ganz allein. Als Jesus sie sah, heißt es, hatte Er Mitleid mit ihr. Es heißt nicht, dass Er Mitleid mit dem jungen Mann hatte, der starb. Der war im Paradies. Er hatte Mitleid mit der Mutter.

    Menschen, die entschlafen sind, die das irdische Leben verließen… besonders, wenn wir ganz sicher sind, dass sie eine Beziehung zu Gott hatten und dass sie den Namen Jesu anriefen, müssen uns nicht leid tun. Christus ist mein Leben, Sterben Gewinn. Der Apostel Paulus sagte: „Ich habe Verlangen, abzuscheiden und bei Christus zu sein, was weit besser ist.“ Dieser Junge wäre an dem Ort gewesen, der Abrahams Schoß genannt wurde. Denn Christus wurde erst später auferweckt und ermöglichte Menschen, in den Himmel zu kommen. Er war im sogenannten Paradies. Jesus hatte kein Mitleid mit ihm, sondern Er hatte Mitleid mit der Mutter. Und Mitleid bringt Ihn zum Handeln.

    Markieren Sie bitte diese Stelle in Ihrer Bibel und schauen Sie sich bitte mit mir ein paar Verse an.

    Das ist sehr, sehr wichtig! Der Herr sah sie. Er hatte Mitleid mit ihr und deswegen tat Er etwas.

    Schauen wir uns bitte Matthäus 14 an. Das sind nur ein paar der vielen Verse, die wir ansehen könnten.

    Matthäus 14:14
    „Und als er ausstieg, sah er eine große Volksmenge, und er wurde innerlich bewegt über sie und heilte ihre Kranken.“

    Er wurde von Mitleid ergriffen und heilte ihre Kranken. Mitleid bewegt uns. Wegen Seines Mitleids heilte Er die Kranken. Schauen Sie Matthäus 20 an. Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 20.

    Zwei Blinde kamen zu Jesus. Vers 32… Matthäus 20:32.

    Matthäus 20:32-34
    „Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll? Sie sagen zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden. Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und sogleich wurden sie sehend, und sie folgten ihm nach.“

    Schauen Sie bitte ein paar Seiten weiter in das Evangelium nach Markus, Kapitel 1.

    Markus 1:40-42
    „Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen. Und er… Wie lauten die folgenden drei Worte?… war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.“

    Jesus wird von Mitleid bewegt, Er heilt die Menge.

    Jesus wird von Mitleid bewegt, Er öffnet Blinden die Augen.

    Jesus wird von Mitleid bewegt, Er reinigt den Aussätzigen.

    Jesus wird von Mitleid bewegt, Er erweckt einen jungen Mann von den Toten.

    Frage: Ist Jesus immer noch so? Die Bibel nennt Ihn einen barmherzigen gnädigen und treuen Hohepriester. Bedenken Sie, was wir lasen. Als Jesus diese trauernde Mutter sah, wurde Sein Herz durch diesen Anblick berührt und Er handelte daraufhin. Jesus ist sicher derselbe und ich würde gerne etwas Kühnes sagen, wenn Sie gestatten: Wir müssen sensibel sein, um das Gleiche zu tun, weil Christus in uns lebt. Wenn sich dieses Mitleid in Ihnen regt – Sie sehen etwas Bestimmtes, Sie sehen einen Menschen, der leidet, und wissen, dass Sie dieses Mitleid nicht selbst produziert oder sich ausgedacht haben… Sie spüren plötzlich Gottes Herz, Gottes Mitgefühl und Sein Verlangen für denjenigen.

    Mein Freund, es ist an der Zeit, der Person zu dienen. Es ist Zeit, aktiv zu werden und etwas zu tun.

    Ob Sie am Strand, in einem Laden oder im Foyer einer Kirche sind, gewöhnlich führt Gott uns durch Mitleid und was wir anschauen, wird unser Herz beeinflussen.

    Ich erinnere mich an zwei Heroinabhängige, einen jungen Mann und dessen Freundin. Sie lebten zusammen. Es war der Bruder eines Bikers, der errettet wurde und in unserer Gemeinde war. Er fragte mich, ob ich mit ihnen reden würde. Also sprach ich mit diesem Mann und seiner Freundin.

    Beide waren währenddessen high. Sie nickten irgendwie und kratzten sich, während ich sprach.

    Etwa eine Stunde zuvor hatten sie sich einen Schuss gesetzt. Sie ist im sechsten Monat schwanger.

    Beide sind schon lange heroinabhängig. Ich versuchte mit ihnen zu reden und sie sind quasi abwesend. Sie sagten mir, dass sie das Kind abtreiben würden. Sie sagte: „Ich will das Baby nicht, nicht bei unserem momentanen Lebensstil. Ich weiß, dass mein Baby heroinabhängig ist. Das Kind kommt in keinem Fall gesund zur Welt. Ich werde das Kind abtreiben.“ Ich sprach mit ihnen, aber ich kam einfach nicht durch. Eine Stunde verbrachte ich mit ihnen und dann gingen sie. Ich kam an diesem Abend nach Hause, erzählte meiner Frau davon und betete ein wenig für sie. Während ich an diesem Abend neben meiner Frau im Bett lag, stieg plötzlich ein starkes Mitleid in mir auf, das nicht von mir stammte, und ich schluchzte und schluchzte. Ich kniete mich neben das Bett und schluchzte unaufhörlich für dieses kleine ungeborene Kind. Ich konnte nicht aufhören, zu weinen! Ich versuchte zu beten und seufzte, stöhnte, betete, kämpfte und redete in Sprachen. Dabei verging ungefähr eine Stunde. Dann hob es sich und ich fühlte mich gut. Ich sah sie lange nicht wieder und eines Tages kamen sie in die Gemeinde. Sie hat die Drogen abgesetzt, entschied sich für das Baby und das Baby kam völlig normal zur Welt, ohne Anzeichen von Heroinabhängigkeit. Die einzige Erklärung dafür war, dass Gott eingegriffen hat. Wenn ich gesagt hätte: „Ach, ich bin müde.“ – vielleicht hätte Gott einen Gehorsameren gefunden.

    Ich denke, ein paar Mal in meinem Leben musste Gott einen anderen suchen, weil Er versuchte, mein Herz zu bewegen, ich aber zu müde oder zu beschäftigt war. Gott heilt und wirkt nach wie vor, doch Er tut es durch Seine Gemeinde: Christus in euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit.

    Einmal sah ich ein Video und ich kannte den Pastor. Er ist ein südafrikanischer Pastor. Es war eine große Evangelisation. Er war einer der Sprecher. Viele Schwerkranke waren dort. Eine Frau lag völlig gelähmt an der Seite. Sie hatte einen Unfall. Einige der Redner hatten bereits für sie gebetet. Ihr Kind, das ungefähr fünf Jahre alt war, stand neben ihr. Seine Mutter musste hineingetragen werden. Sie kann sich nicht mehr um ihr Kind kümmern. Sie kann dem Kind nicht mehr Mutter sein. Einer der anwesenden Pastoren, der Mann, den ich kenne, sagte: „Plötzlich kam wie aus dem Nichts ein solches Mitleid für das Kind auf mich. Was wird nun aus diesem kleinen Kind mit der kranken Mutter?“

    Er sagte: „Ich konnte nicht anders.“ Er ging hin und der Kameramann war so geistesgegenwärtig, es komplett auf Video aufzunehmen. Erstaunliches Filmmaterial! Er hob den Jungen hoch, schloss ihn in die Arme und fing an, hemmungslos zu schluchzen. Während er das Kind im Arm hält und schluchzt, kommt die Kraft Gottes auf die Mutter und sie steht völlig geheilt von ihrer kleinen Matte auf. Er betete nicht einmal für sie, sah sie nicht einmal an. Aber durch Mitleid kamen die Gegenwart und die Kraft Gottes in die Situation hinein.

    Der Herr ist immer noch voller Mitleid! Ich denke, das sollte uns bewusst sein, wenn wir mit unseren Anliegen zu Ihm kommen. Und auch in unserem Leben sollten wir sagen: „Herr, hier bin ich. Sende mich, ich bin bereit! Es gibt leidende Menschen in meiner Nachbarschaft. In meinem persönlichen Umfeld gibt es Menschen, die leiden, und ich bin bereit, ein Gefäß zu sein, das Du gebrauchst.“

    Sein Geist wohnt in uns und Er möchte durch uns wirken.

    Am Ende der Begebenheit sagten alle: „Gott hat Sein Volk besucht.“ Möge Gott uns in einer solchen Art heimsuchen, dass die Umgebung aufstehen und sagen muss: „Gott ist hier!“ Nach einer Übersetzung rufen sie aus: „Gott ist wieder hier!“ Das brauchen wir unbedingt! Normale Gottesdienste bringen uns nicht weiter. Wir brauchen Seine Gegenwart in einem größeren Ausmaß, als wir sie je erlebten. Möge Er uns besuchen! Mögen die Umgebung und die ganze Region sagen: „Gott ist wieder hier!“ Mögen die Schlagzeilen der Zeitungen lauten: „Gott ist wieder hier!“

    Diese Geschichte enthält auch eine wichtige Lektion über das Leben und über unseren Retter. Stellen Sie sich das bildlich vor. Da sind zwei Menschenmengen. Jesus kommt aus Kapernaum. Er führt die Menge als das leibhaftige Leben an und geht auf das Tor der Stadt Nain zu. Aus dem Tor kommt eine andere Menge. Die andere Menge ist von Tod gezeichnet. Die eine Menge wird von Jesus angeführt und die andere, bildlich gesprochen, vom Teufel, obwohl jener gemäß Hebräer 2:14 vor der Auferstehung Christi die Macht des Todes hatte. Jesus kam, um den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hatte, das ist der Teufel… gemäß Hebräer 2:14. Sie sind auf Kollisionskurs, das Leben und der Tod. Einer wird nachgeben müssen. Raten Sie mal, wer! Das Leben ist stärker als der Tod. Jesus kam, um die Werke des Teufels zu zerstören. Satan kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Jesus kam, damit wir Leben im Überfluss haben. Jeder Mensch in der Welt, jeder Anwesende, ist in einer der zwei Gruppen. Sie gehören entweder zur Gruppe der Lebenden oder der Toten. Die Bibel sagt im

    1. Korinther 15:22
    „In Adam sterben alle und in Christus werden alle lebendig gemacht.“

    Die ganze Welt ist in Adam, weil er unser Stammvater war. Adam und Eva waren der Ursprung der Menschheit. Aufgrund seiner Sünde, sagt die Bibel, kam der geistliche Tod auf alle Menschen. Wir alle, die wir das empfangen haben, waren vom Wesen und Leben Gottes abgeschnitten. Wir können nur aus Adam heraus- und in Christus hineinkommen, wenn wir umkehren und glauben. Aber, Freund, die ganze Welt gehört zu einer der beiden Gruppen. Die gute Nachricht lautet: Das Leben ist stärker als der Tod. Ganz egal, wie sehr Sie den Eindruck haben, der Teufel habe Sie im Griff und wie tief Sie gesunken sind… Sie schämen sich über Ihre Taten und werden rot, wenn Sie nur daran denken. Hören Sie: Leben kann Sie befreien. Der Fürst des Lebens kann Sie freisetzen, verändern und erneuern.

    Es ist wirklich erstaunlich zuzusehen, wie sich diese beiden Mengen immer näher kommen. Jesus repräsentiert das Leben und dann ist da diese Menschenmenge des Todes mit dem Jungen aus Nain und der Trauergesellschaft. Er erstaunt mich einfach, dass es nichts gibt, das Jesus nicht überwinden kann. Er sagte: „Ich habe die Schlüssel der Hölle und des Todes.“ Wissen Sie, wenn wir dem Herrn Jesus Christus begegnen und Ihm unser Herz öffnen, findet in unserem Herzen und in unserem Leben eine Auferstehung statt. Wir werden buchstäblich innerlich auferweckt. Die Bibel sagt, dass wir in unseren Übertretungen und Sünden tot und von Gott entfremdet sind. Aber Gott sei Dank für Seine große Barmherzigkeit und dafür, dass Er Jesus sandte und Ihn von den Toten auferweckte. Durch Ihn können wir ewiges Leben bekommen.

    Freund, Sie müssen Ihn zu Ihrem eigenen Herzen sagen hören: „Ich will“. Jesus hat sich nicht verändert. Es ist immer noch Sein Wille. Er heilt nach wie vor. Jesus ist der Wille Gottes in Aktion und es muss in unseren Herzen klar sein, dass Er willens ist.

    Entdecken Sie mit Hilfe der eingeblendeten Informationen Bereiche, in denen Gott in Ihrem Leben oder im Leben eines Verwandten oder guten Freundes Heilung wirken will. Er ist immer noch der Gott, der all unsere Übertretungen vergibt und all unsere Gebrechen heilt.

    Wenn Sie anrufen oder uns online besuchen, denken Sie daran, dass Ihre Spende uns ermöglicht, durch das „Antworten-Programm“ weiterhin einer sterbenden Welt unseren lebendigen Retter zu bringen!

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