Das Reden in anderen Sprachen

Teil 3 bis 5 der Reihe „Der Heilige Geist“ von Juli 2011


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Comments

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 3

    26.06.2011

    Pastor Bayless Conley

    Liebe Freunde, wir beschäftigen uns in dieser Serie mit dem Heiligen Geist – mit Seinem Wirken in uns, an uns und durch uns. Ich hoffe, dass Sie die vorigen Sendungen sahen. Doch falls nicht, so wird Ihnen die heutige Predigt bestimmt gefallen. Treffen Sie doch die Entscheidung, diese komplette Serie zu sehen. Sie werden davon profitieren.

    Unser heutiges Thema ist das Reden in anderen Sprachen. Wir werden uns dazu ein paar Bibelstellen ansehen und herausfinden, was die Bibel über dieses Phänomen sagt. Ist es für heute? Ist es für uns? Was bringt es, in Sprachen zu reden? Ist es eine Gabe für Gläubige heute? Oder gibt es das heute nicht mehr? Zu diesem Thema gibt es so viele Fragen. Wissen Sie, die Aussagen der Bibel dazu sind ziemlich eindeutig. Ich hoffe, dass Sie eine Bibel besitzen, die Sie jetzt zur Hand nehmen können und dass Sie sich hinsetzen und mit mir zusammen das Thema der Erfüllung mit dem Heiligen Geist studieren: Der Nutzen, die Anwendung – wenn überhaupt – im heutigen Gemeindeleben. Ich denke, Sie werden davon profitieren und dadurch gesegnet werden. Vater, bitte gib doch jedem Zuschauer, der ein offenes Herz hat, den Geist der Weisheit und der Offenbarung. Möge Gottes Wort heute für sie lebendig werden, in Jesu Namen. Gut, kommen wir zum Wort Gottes.

    Vergangene Woche und heute spreche ich über Auswirkungen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist, verschiedene Merkmale, die wir im Neuen Testament finden. In

    Epheser 5:18 steht:
    „Und berauscht euch nicht mit Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes.“

    Die Aussage „werdet voll Geistes“ ist nicht Gegenstand theoretischer Erörterungen, nicht nur eine Verheißung, die wir genießen, sondern ein Gebot, dem wir gehorchen sollen. Werdet voll Geistes.

    In der vorigen Woche schauten wir uns einige Merkmale eines geisterfüllten Lebens an. Zunächst sahen wir, dass jemand, der voll Geistes ist, singt, sich freut und dankbar ist. Unmittelbar nach dem Gebot, voll Geistes zu werden, heißt es: „redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen“, was eine direkte Folge des Gebots ist, voll Geistes zu werden.

    Wir fanden auch heraus, dass jemand, der vom Geist erfüllt ist, vom Geist geführt wird. Jesus war vom Geist erfüllt und Er erlebte Führung. Wir sahen auch, dass die geistliche Wahrnehmung in anderer Weise zunehmen wird. Sie werden in der Lage sein zu erkennen, wie Gott wirkt und zu hören, was Er sagt, wenn Sie voll Geistes sind. Ihnen werden sich Dinge erschließen und Sie werden manches erkennen, was Sie sonst nicht erkennen würden.

    Wir entdeckten, wenn jemand voll Geistes ist – am Beispiel von Barnabas in der Bibel – dann kommen durch denjenigen andere Menschen zum Herrn und werden im Glauben gestärkt. Wer vom Geist erfüllt ist, wird nicht Spaltung und Niedergang bewirken, vielmehr wird er Gottes Handeln fördern.

    Es heißt, er war voll Geistes und viele Menschen fanden zum Herrn, wurden gestärkt und ermutigt und blieben dem Herrn treu. Das sind Früchte eines geisterfüllten Lebens. Menschen, die mit jemandem zusammen sind, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, wollen dem Herrn treu bleiben. Sie wollen Teil einer Gemeinde bleiben und wollen weiter geistlich wachsen. Aber ein Mensch, der von einem anderen Geist erfüllt ist, bewirkt das Gegenteil – Niedergang und Trennung. Menschen fallen ab. Das ist die Frucht eines falschen Geistes.

    Wir haben herausgefunden, dass Kühnheit eine Eigenschaft, eine Frucht und ein Merkmal geisterfüllten Lebens ist. In Apostelgeschichte 4 geht es um dieselbe Gruppe, mit der wir uns noch näher beschäftigen werden. Zunächst, in Kapitel 2, wurden sie vom Heiligen Geist erfüllt. In Kapitel 4 wurden sie erneut gefüllt.

    Wir sollten immer wieder erfüllt werden. Das Verb in der Aufforderung in Epheser 5:18 steht im Griechischen in der Verlaufsform. Es bedeutet buchstäblich: unaufhörlich immer wieder erfüllt werden.

    Wir sollten immer wieder den Heiligen Geist erleben. Wir sollten regelmäßig vom Heiligen Geist erfüllt und erneuert werden. Gott möchte nicht, dass unser Leben öde ist und wir stagnieren. Er möchte, dass wir wachsen. Ich möchte Ihnen sagen: Gott hat noch mehr für Sie, liebe Freunde. Gott hat noch viel mehr. Wir können Ihn noch intensiver und stärker erleben. In Apostelgeschichte 4 beteten sie, dass Gott ihnen Kühnheit geben möge. Es heißt: Sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und verkündeten das Wort Gottes voller Kühnheit. Das bedeutet nicht, dass Sie aggressiv oder laut werden, sondern dass Sie keine Angst mehr vor Ablehnung und menschlichem Widerspruch haben – dass Sie kühn die Dinge aussprechen, die Gott Ihnen gegeben hat.

    Schließlich beschäftigten wir uns mit der Tatsache, dass ein Leben im Heiligen Geist Kraft freisetzt.

    Jesus sagte: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt. Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an die Enden der Erde.

    Wissen Sie, die Gemeinde könnte etwas mehr Kraft vertragen – Kraft zum Predigen, Kraft zum Dienst, Kraft im Alltag unter notleidenden Menschen. Gott möchte Sie gebrauchen und Er möchte mich gebrauchen. Wir kommen hier zusammen, um neue Kraft zu tanken, Gott anzubeten, gemeinsam das Wort zu studieren und um daraus zu lernen. Aber unser wahrer Auftrag spielt sich draußen ab, stimmt’s? Dort brauchen wir die Kraft mehr als irgendwo sonst – wo die Menschen Trauer, Not und Tod ausgesetzt sind; worauf wir die Antwort haben, nämlich Jesus Christus.

    Ich möchte ein weiteres Merkmal eines geisterfüllten Lebens anschauen, über das sehr viel in der Bibel steht. Es ist das Reden in neuen Sprachen. Darüber werde ich heute früh sprechen. Jesus selbst sagte in Markus, Kapitel 16, Vers 17, innerhalb des Missionsbefehls, Folgendes: „Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden.“ Jesus selbst sagte, dieses Zeichen würde Gläubigen folgen.

    In der Apostelgeschichte ist von fünf Ereignissen die Rede, wo Gläubige erstmals vom Heiligen Geist erfüllt oder im Heiligen Geist getauft werden. Es gibt beide Formulierungen in der Bibel: Mit Heiligem Geist oder in den Geist getauft und vom Heiligen Geist erfüllt werden. Manchmal ist die Rede davon, dass der Heilige Geist empfangen wird. In der Apostelgeschichte wird von fünf Ereignissen berichtet, in denen Menschen erstmals erfüllt werden und die Geistestaufe erleben. Diese wollen wir uns näher anschauen, weil es Gemeinsamkeiten gibt. Apostelgeschichte 2:1.

    Apostelgeschichte 2:1-4 „Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich… Mir gefällt es, wenn Gott plötzlich wirkt! Plötzlich entstand… vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“

    Gut, sie fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. Das geschah als erstes, nachdem sie vom Geist erfüllt waren.

    Jemand sagt: „Wozu der Wind und die Feuerzungen? Was hat das denn bloß zu bedeuten?“

    Nachdem Jesus von den Toten auferweckt wurde und zum Vater auffuhr, so sagte Er den Gläubigen:
    „Ich werde die Verheißung des Vaters senden, von der ich bereits sagte, dass dann der Heilige Geist kommen wird.“

    In Johannes 16 erzählte Jesus den Jüngern davon. Können Sie sich vorstellen, mit Jesus im selben Raum zu wohnen, zu essen und zu schlafen – über drei oder dreieinhalb Jahre – die Wunder aus nächster Nähe zu sehen, manchmal sogar selbst aktiven Anteil an den Wundern zu haben – zum Beispiel, als die Fische und die Brote verteilt und die 5000 gespeist wurden? Es war ein fortwährendes Wunder, das durch die Hände der Apostel geschah. Und Jesus sagt Ihnen am Vorabend Seiner Kreuzigung Folgendes: „Männer, es ist gut für euch, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht gehe, wird der Heilige Geist nicht kommen. Wenn ich aber gehe, sende ich Ihn zu euch.“

    Der Heilige Geist bringt große Vorteile mit sich. Das war für sie sicher schwer zu verkraften. „Jesus, wir finden es hier sehr schön mit Dir. Bleib hier.“ Jesus sagte: „Nein, es ist gut für euch, dass ich weggehe.“ Der Heilige Geist bringt uns wirklich sehr viele Vorteile.

    Das ist also die Erfüllung der Verheißung, dass der Heilige Geist erstmalig auf die Erde gesandt wird, um Gläubige zu erfüllen und in ihnen zu wohnen. Wissen Sie, bis zu diesem Zeitpunkt, unter dem Alten Bund, kam der Heilige Geist auf Menschen, wohnte jedoch nicht in ihnen. Er war nur auf den Menschen. Und Gott führte Israel unter dem Alten Bund nachts auf ihrer Wanderung durch die Wüste – am Tag mittels einer Wolkensäule – und wie führte Er sie nachts? Durch eine Feuersäule. Wenn die Wolkensäule sich plötzlich bewegte, brachen sie ihre Zelte ab und sagten: „Gut, Gott führt uns weiter.“

    Und sie folgten der Feuersäule.

    Ich denke, Feuerzungen kamen deshalb auf jeden, weil Gott damit sagen wollte: „Das ist derselbe Heilige Geist, derselbe Gott, der die Israeliten durch die Wüste führte, derselbe Heilige Geist, der alle Wunder im Alten Testament wirkte. Damals führte Er alle gemeinsam von außen und jetzt jeden Einzelnen von innen heraus.“ Jesus sagte: „Er ist mit euch und Er wird in euch sein.“ Auf jeden kamen die Feuerzungen. Sie wurden mit dem Geist erfüllt. Als erstes fingen sie an, in anderen Sprachen zu reden. Dann gingen sie alle gemeinsam nach draußen auf die Straße. Das waren viele Menschen. Alle redeten in Sprachen – ein bisschen chaotisch. Wissen Sie, ich fand heraus, dass Gott nicht immer sensibel mit Suchenden umgeht.

    Man hört oft, dass wir Unkundige nicht vor den Kopf stoßen sollen. Ich denke, das ist gut. Wir sollen mit Menschen, die auf der Suche sind, feinfühlig umgehen. Manchmal verfallen wir in einen bestimmten pfingstlerischen Stil oder in eine kirchliche Gangart und sprechen Kanaanäisch. Dann kommen Menschen zu uns, haben den Eindruck, sie seien auf einem anderen Stern und sagen:
    „Ich finde keinen Zugang zu euch!“ Also entwickelte jemand den Ansatz, dass wir Suchenden gegenüber sensibel sein müssen, dass wir Menschen nicht unnötig verärgern oder vor den Kopf stoßen sollen. Das ist schon weise. Aber wissen Sie, Gott geht nicht immer so vor. Wenn ich Gott wäre, hätte ich sie nicht auf die Straße gehen und dort in Sprachen reden lassen. Manche waren verärgert, manche verstanden es nicht, manche hielten sie für betrunken, aber Gott machte das nichts aus. Es war Sein Plan.

    Da waren sie also nun – auf der Straße – und Petrus steht auf und fängt an, zu predigen. Hören Sie, was er in Vers 33 sagt, um das Geschehen zu erklären, oder es genauer zu erklären.

    Apostelgeschichte 2:33.

    Apostelgeschichte 2:33 „Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und hört.“

    Beachten Sie, dass er sagte: „was ihr seht und hört.“ Schauen Sie sich jetzt Vers 38 an, ein paar Verse weiter unten.

    Apostelgeschichte 2:38-39 „Petrus aber sprach zu ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

    Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzu rufen wird.“

    Petrus sagte ihnen: „Dies ist…“ Anfangs sprach er darüber, dass sich jetzt eine Prophetie von Joel erfüllt, usw., und dann sagte er: „Jesus sandte die Verheißung des Vaters, den Heiligen Geist. Das ist es, was ihr jetzt seht und hört.“ Und er sagte: „Diese Verheißung gilt euch, aber nicht nur für diese Generation, sondern auch für eure Kinder. Sie werden das auch erleben, diese Taufe im Heiligen Geist. Und es hört auch nicht mit der Generation eurer Kinder auf.“ Danach sagt er: „Diese Verheißung gilt auch für alle, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzu rufen wird.“

    Ich bin einer von denen, die Pfingsten sehr fern waren… etwa 2000 Jahre entfernt. Aber ich bin jemand, den Gott, der Herr, hinzu gerufen hat und die Verheißung gilt mir und auch allen anderen, die heute leben.

    Lesen wir weiter, Apostelgeschichte 10. Ich habe das Argument gehört: „Nun, Gott tat das nur, weil Er Seine Gemeinde in Gang bringen musste. Das war sozusagen die Initialzündung. Es geschah zu Pfingsten, war aber dann vorüber.“ Apostelgeschichte 10 fand zehn Jahre nach Pfingsten statt. Wenn das so wäre, dann hatte Gott Seine Gemeinde bis dahin noch nicht in Gang gebracht. Es liegen zehn Jahre dazwischen. In Apostelgeschichte 10 kam Petrus in das Haus des Cornelius. Er predigt über den auferstandenen, wunderwirkenden Retter. Apostelgeschichte 10:44.

    Apostelgeschichte 10:44-45 „Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde.“

    Woher wussten sie das denn?

    Apostelgeschichte 10:46 „Denn sie hörten, wie die Menschen in Sprachen redeten und Gott lobten. Da ergriff Petrus das Wort.“

    Er sagte: „Wer könnte ihnen jetzt noch die Taufe verweigern, wo sie genau wie wir den Heiligen Geist empfangen haben?“ Später muss Petrus in Jerusalem erklären, warum er Heiden besuchte und erzählt, was passierte. Achten Sie darauf, was er in Vers 15 sagte, als er in Jerusalem davon berichtete.

    Apostelgeschichte 11:15-16 „Als ich aber anfing zu reden, fiel der Heilige Geist auf sie ebenso wie am Anfang auf uns. Da dachte ich an das Wort des Herrn, als er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden.“

    Hier werden alle, die im Haus sind, im Heiligen Geist getauft. Woher wussten sie, dass sie vom Heiligen Geist erfüllt wurden? Sie fingen an, in Sprachen zu reden. Sie hörten, dass sie in Sprachen redeten und Gott lobten.

    Ich habe auch Folgendes gehört und es ist etwas dran: „Nun, in Jerusalem wurde der Heilige Geist den gläubigen Juden gegeben und hier kam zum ersten Mal eine Gruppe von Nichtjuden zum Glauben an Christus und wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt, ohne sich zunächst dem Judentum zuzuwenden.“ Das ist wahr. Aber dann fügte jemand hinzu: „Dann hörte das auf und Gott hörte auf, so zu wirken, weil die Gemeinde jetzt in Gang gekommen ist. Es gab eine Initialzündung für die gläubigen Juden und eine für die gläubigen Heiden. Damals war es Gott wichtig, dass in Sprachen geredet wurde, aber das ist jetzt vorbei.“ Das ist nicht wirklich der Fall. Apostelgeschichte 19 ereignet sich etwa 20 Jahre nach Pfingsten. Die erste Ausgießung des Heiligen Geistes liegt jetzt 20 Jahre zurück. Apostelgeschichte 19:1.

    Apostelgeschichte 19:1-2 „Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“

    Allein diese Frage zeigt mir, dass ich nicht alles vom Heiligen Geist bekomme, was Er zu geben hat, sobald ich Jesus annehme. Ich bin durch den Geist geboren. Der Heilige Geist tut etwas in meinem Innern, was Jesus als eine geistliche Geburt bezeichnet. Ich werde trainiert für den Himmel. Meine Sünden wurden durch das Blut Jesu abgewaschen. Lassen Sie sich nichts einreden, liebe Freunde: Glaube an Christus bringt Sie in den Himmel, Glaube allein. Das steht fest. Aber Paulus fragte:
    „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Offenbar ging es um ein Wirken des Heiligen Geistes nach der Errettung, denn wenn es automatisch bei der Errettung stattgefunden hätte, hätte er nicht zu fragen brauchen: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Und sie sagten: „Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“

    Lassen Sie uns Vers 6 ansehen.

    Apostelgeschichte 19:6 „Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“

    Zwanzig Jahre nach Pfingsten. In Apostelgeschichte 2 fiel der Heilige Geist auf sie. Wir lesen in Apostelgeschichte 10: „Der Heilige Geist fiel auf sie.“ Hier empfingen sie den Heiligen Geist durch Handauflegung. Doch sie redeten in Sprachen und empfingen noch eine weitere geistliche Gabe.

    Sie fingen an, zu weissagen.

    Schauen wir uns nochmals Apostelgeschichte 9 an. Wir lesen hier, was Paulus selbst erlebte. Er war früher ein Mörder und verfolgte die Gemeinde.

    Hier stoppe ich kurz. Ich denke, ich sollte Folgendes sagen. Egal, wer Sie sind und was Sie getan haben – wenn Sie denken, dass Gott Sie nicht liebt, Ihnen nicht helfen und Sie nicht freisetzen wird, lieber Freund, ist das nicht wahr. Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde.

    Dieser Mann, Saulus von Tarsus, war ein Mörder. Er ließ Angehörige und Ehepartner ins Gefängnis sperren. Er war ein böser Mensch. Er kämpfte mit aller Macht gegen die Gemeinde. Er tat es zwar aus Unwissenheit, aber die Tatsache bleibt bestehen. Wissen Sie, dann hatte er eine Begegnung mit Jesus Christus, wurde von all seinen Sünden reingewaschen und wurde eins der bedeutendsten Vorbilder, vielleicht sogar das bedeutendste der gesamten Kirchengeschichte. Ich versichere Ihnen: Gott wird Ihnen vergeben und Gott wird Sie gebrauchen. Genial, wie Er unsere Vergangenheit tilgen kann. Es mag sein, dass wir für vergangene Schuld geradestehen müssen, aber in Gottes Buchhaltung bedeckt das Blut Christi unsere Sünde nicht nur, wenn wir an Christus glauben, es beseitigt sie. Wirklich!

    Er ist jedenfalls auf dem Weg nach Damaskus, um Christen in einer anderen Stadt zu verfolgen und begegnet Jesus, während er dorthin reitet, wird durch einen Laserstrahl vom Himmel vom Pferd geschossen, fällt zu Boden und Jesus sagt ihm: „Warum schlägst du gegen den Stachel aus?“ Und er fragt: „Wer bist du, Herr?“ Und Er sagt: „Ich bin es, Jesus, den du verfolgst.“ Offenbar nimmt Jesus es persönlich, wenn Menschen, die zu Seiner Gemeinde gehören, verfolgt werden. Er nimmt es persönlich, wenn Sie eine schwere Zeit durchmachen. Er nimmt es persönlich, wenn Sie misshandelt werden. Er achtet auf diese Dinge. Paulus glaubt ab diesem Moment an Christus. Er hat so etwas wie Schuppen auf den Augen, kann nichts sehen und muss in die Stadt geführt werden. Und der Herr sagt: „Warte dort, dir wird gesagt werden, was du tun sollst.“ Gott gibt einem Mann namens Hananias eine Vision. – Solche Dinge sollten öfter in der Gemeinde geschehen! – Hananias hat eine Vision. Der Herr sagt: „Geh zu Saulus von Tarsus und leg ihm Hände auf. Ich möchte, dass du ihm dienst.“ „Herr, er ist schrecklich. Ich weigere mich.“

    Der Herr sagte ihm: „Dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug. Du musst hingehen.“ Hananias kommt zu ihm und merkt, dass Saulus von Tarsus bei seiner Begegnung mit Jesus wiedergeboren wurde, denn er nennt ihn Bruder Saul. Er hätte ihn nicht einfach so Bruder genannt. Schauen Sie, was passiert. Apostelgeschichte 9:17.

    Apostelgeschichte 9:17-18 „Da machte sich Hananias auf den Weg und ging in jenes Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: ‚Saul, mein Bruder! Der Herr selbst – Jesus, der dir auf deiner Reise hierher erschienen ist – hat mich geschickt. Er möchte, dass du wieder sehen kannst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst. ‘

    Im selben Augenblick war es, als würden Schuppen von Saulus‘ Augen fallen: Er konnte wieder sehen! Saulus stand auf und ließ sich taufen.“

    Hananias legte ihm die Hände auf, damit er mit dem Heiligen Geist erfüllt wird. Und ganz offensichtlich, obwohl hier nicht steht, dass der Apostel Paulus in Sprachen redete, weissagte oder dergleichen, redete er zweifellos in Sprachen, weil er später Folgendes schrieb – ich zitiere aus

    1. Korinther 14:8, seinem Brief an die Gemeinde in Korinth. Diese Gemeinde wollte ständig in Sprachen reden! Das war an sich gut, aber sie übertrieben es. Sie unterbrachen die Predigt mit ihrem Sprachengebet. Sie hatten keine Richtlinien, also schrieb er ihnen 1. Korinther 12:13 und 14, um ihnen einige Richtlinien im Umgang mit den Geistesgaben und dem Sprachengebet innerhalb einer Ortsgemeinde zu geben. Diese Leute redeten extrem häufig in Sprachen und Paulus schrieb ihnen Folgendes:

    1. Korinther 14:18
    „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“

    Er muss viel in Sprachen gebetet haben, um mehr in Sprachen zu beten als diese Gemeinde, denn sie wollten es ständig tun! Und er musste ihnen sagen: „Wenn ihr in der Gemeinde seid, ist es besser, in einer herkömmlichen Sprache zu lehren.“ Scheinbar wollte selbst der Prediger vor der Gemeinde in Sprachen reden, ohne dass jemand etwas davon gehabt hätte. Sie sagten sich: „Es ist bestimmt ein Segen für ihn, aber uns bringt es nichts.“ Ich stelle mir vor, wie der Apostel Paulus auf dem Schiff im Mittelmeer ist, auf einem Esel von Stadt zu Stadt reitet und durch die staubigen Straßen geht und dabei fortwährend in Sprachen betet. „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Es heißt hier nicht ausdrücklich, dass er damit anfing, als er vom Heiligen Geist erfüllt wurde.

    Wir wissen aber, ob damals oder etwas später, dass er anfing, in Sprachen zu beten. Das ist unbestreitbar.

    Nun, ich hoffe, Sie haben gut zugehört, als wir uns die Bibelstellen ansahen, wo Gläubige den Heiligen Geist beziehungsweise die Geistestaufe empfingen. Wir fanden heraus, dass ein Anzeichen – manche sagen: Das erste physische Zeichen der Erfüllung mit dem Heiligen Geist – darin bestand, dass sie in anderen Sprachen redeten, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab. Am Schluss ging es um den Apostel Paulus, für den Hananias betete, damit er wieder sehen und vom Heiligen Geist erfüllt werden möge. Wir wissen, dass der Apostel Paulus in anderen Sprachen redete, weil er den Korinthern schrieb: „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Er profitierte sehr davon und sein Dienst auch. Er gab den Korinthern bestimmte Richtlinien und Anweisungen für den Gebrauch des Sprachengebetes im Gottesdienst.

    Wir werden uns diese Dinge genauer ansehen und ich hoffe, dass Sie wieder dabei sein werden. Aber jetzt möchte ich kurz aus meinem Leben erzählen.

    Ich kam vor über 35 Jahren zu Christus. Davor war ich drogenabhängig und trank. Und die Menschen, die dazu beigetragen haben, dass ich zu Christus fand – ich wurde in einer kleinen Missionsstation errettet – waren geisterfüllte Gläubige, die in anderen Sprachen redeten und an die Geistesgaben glaubten. Ich habe das also schon als junger Christ erlebt und wurde vom Heiligen Geist erfüllt.

    Ich erlebte die Geistestaufe in derselben Missionsstation, in der ich mein Leben Jesus gegeben hatte.

    Das ist über 35 Jahre her und seitdem habe ich über 35 Jahre lang – jeden Tag seit meiner Geistestaufe – in Sprachen geredet. Ich kann Ihnen versichern, es hat mir gut getan. Es hat mich Jesus näher gebracht. Ich bin kein schräger seltsamer Christ geworden. Ich glaube, dass es für jeden ist, der geistlichen Hunger hat. Wir werden das Thema noch eingehender studieren. Liebe Freunde, ich bete, dass Sie mehr erfahren wollen und dabeibleiben. Bis zur nächsten Sendung. Möge Gott Sie reichlich segnen.

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 4

    03.07.2011

    Pastor Bayless Conley

    Allein diese Frage zeigt mir, dass ich nicht alles vom Heiligen Geist bekomme, was Er zu geben hat, sobald ich Jesus annehme. Ich bin durch den Geist geboren. Der Heilige Geist tut etwas in meinem Innern, was Jesus als eine geistliche Geburt bezeichnet. Ich werde trainiert für den Himmel. Meine Sünden wurden durch das Blut Jesu abgewaschen. Lassen Sie sich nichts einreden, liebe Freunde: Glaube an Christus bringt Sie in den Himmel, Glaube allein. Das steht fest. Aber Paulus fragte:

    „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Offenbar ging es um ein Wirken des Heiligen Geistes nach der Errettung, denn wenn es automatisch bei der Errettung stattgefunden hätte, hätte er nicht zu fragen brauchen: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“

    Und sie sagten: „Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.“

    Lassen Sie uns Vers 6 ansehen.

    Apostelgeschichte 19:6 „Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“

    Ich freue mich sehr, dass Sie heute eingeschaltet haben. Wir sprechen über den Heiligen Geist, über Merkmale eines geisterfüllten Lebens. Eins dieser Merkmale, das wir uns heute unter anderem anschauen wollen, ist das Reden in anderen Sprachen. Ich werde in der Predigt weitere biblische Beispiele anführen, wo Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und auch ein bisschen von meinen eigenen Erfahrungen und denen meines Vaters sprechen. Ich denke, das wird Sie ermutigen.

    Vielleicht sind Ihnen diese Dinge neu. Ich bete, dass Sie Gottes Wort gegenüber offen sind.

    Ich traf vor langer Zeit eine Entscheidung, die der Psalmist David so formulierte: „Herr, ich halte deine Ordnungen in jeder Hinsicht für richtig.“ Ob ich sie verstehe oder nicht, ob sie meinem bisherigen Verständnis entsprechen oder nicht – wenn ich in etwas in der Bibel sehe, nehme ich es an. „Gott, wenn Du das gesagt hast, dann stimmt es.“ Ich denke, wir müssen Gottes Wort mit dieser Einstellung lesen. Ich bete, dass Sie unser Bibelstudium heute bereichert. Ich bete, dass Ihr Verlangen nach Gottes Geist und Ihr Hunger, Ihn besser kennen zu lernen, zunimmt – denn Gott stillt unseren Hunger und unseren Durst. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand, wenden wir uns gemeinsam Gottes Wort zu.

    Schauen wir uns nochmals Apostelgeschichte 9 an. Wir lesen hier, was Paulus selbst erlebte. Er war früher ein Mörder und verfolgte die Gemeinde.

    Hier stoppe ich kurz. Ich denke, ich sollte Folgendes sagen. Egal, wer Sie sind und was Sie getan haben – wenn Sie denken, dass Gott Sie nicht liebt, Ihnen nicht helfen und Sie nicht freisetzen wird, lieber Freund, ist das nicht wahr. Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde.

    Dieser Mann, Saulus von Tarsus, war ein Mörder. Er ließ Angehörige und Ehepartner ins Gefängnis sperren. Er war ein böser Mensch. Er kämpfte mit aller Macht gegen die Gemeinde. Er tat es zwar aus Unwissenheit, aber die Tatsache bleibt bestehen. Wissen Sie, dann hatte er eine Begegnung mit Jesus Christus, wurde von all seinen Sünden reingewaschen und wurde eins der bedeutendsten Vorbilder, vielleicht sogar das Bedeutendste der gesamten Kirchengeschichte. Ich versichere Ihnen: Gott wird Ihnen vergeben und Gott wird Sie gebrauchen. Genial, wie Er unsere Vergangenheit tilgen kann. Es mag sein, dass wir für vergangene Schuld geradestehen müssen, aber in Gottes Buchhaltung bedeckt das Blut Christi unsere Sünde nicht nur, wenn wir an Christus glauben, es beseitigt sie. Wirklich!

    Er ist jedenfalls auf dem Weg nach Damaskus, um Christen in einer anderen Stadt zu verfolgen, und begegnet Jesus, während er dorthin reitet, wird durch einen Laserstrahl vom Himmel vom Pferd geschossen, fällt zu Boden und Jesus sagt ihm: „Warum schlägst du gegen den Stachel aus?“ Und er fragt: „Wer bist du, Herr?“ Und Er sagt: „Ich bin es, Jesus, den du verfolgst.“ Offenbar nimmt Jesus es persönlich, wenn Menschen, die zu Seiner Gemeinde gehören, verfolgt werden. Er nimmt es persönlich, wenn Sie eine schwere Zeit durchmachen. Er nimmt es persönlich, wenn Sie misshandelt werden. Er achtet auf diese Dinge. Paulus glaubt ab diesem Moment an Christus. Er hat so etwas wie Schuppen auf den Augen, kann nichts sehen und muss in die Stadt geführt werden. Und der Herr sagt: „Warte dort, dir wird gesagt werden, was du tun sollst.“ Gott gibt einem Mann namens Hananias eine Vision. – Solche Dinge sollten öfter in der Gemeinde geschehen. – Hananias hat eine Vision. Der Herr sagt: „Geh zu Saulus von Tarsus und leg ihm Hände auf. Ich möchte, dass du ihm dienst.“

    „Herr, er ist schrecklich. Ich weigere mich.“ Der Herr sagte ihm: „Dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug. Du musst hingehen.“ Hananias kommt zu ihm und merkt, dass Saulus von Tarsus bei seiner Begegnung mit Jesus wiedergeboren wurde, denn er nennt ihn Bruder Saul. Er hätte ihn nicht einfach so Bruder genannt. Schauen Sie, was passiert. Apostelgeschichte 9:17.

    Apostelgeschichte 9:17-18 „Da machte sich Hananias auf den Weg und ging in jenes Haus. Er legte Saulus die Hände auf und sagte: ‚Saul, mein Bruder! Der Herr selbst – Jesus, der dir auf deiner Reise hierher erschienen ist – hat mich geschickt. Er möchte, dass du wieder sehen kannst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst. ‘

    Im selben Augenblick war es, als würden Schuppen von Saulus‘ Augen fallen: Er konnte wieder sehen! Saulus stand auf und ließ sich taufen.“

    Hananias legte ihm die Hände auf, damit er mit dem Heiligen Geist erfüllt wird. Und ganz offensichtlich, obwohl hier nicht steht, dass der Apostel Paulus in Sprachen redete, weissagte oder dergleichen, redete er zweifellos in Sprachen, weil er später Folgendes schrieb – ich zitiere aus

    1. Korinther 14,8, seinem Brief an die Gemeinde in Korinth. Diese Gemeinde wollte ständig in Sprachen reden! Das war an sich gut, aber sie übertrieben es. Sie unterbrachen die Predigt mit ihrem Sprachengebet. Sie hatten keine Richtlinien, also schrieb er ihnen 1. Korinther 12,13 und 14, um ihnen einige Richtlinien im Umgang mit den Geistesgaben und dem Sprachengebet innerhalb einer Ortsgemeinde zu geben. Diese Leute redeten extrem häufig in Sprachen und Paulus schrieb ihnen Folgendes:

    1. Korinther 14:18

    „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Er muss viel in Sprachen gebetet haben, um mehr in Sprachen zu beten als diese Gemeinde, denn sie wollten es ständig tun!

    Und er musste ihnen sagen: „Wenn ihr in der Gemeinde seid, ist es besser, in einer herkömmlichen Sprache zu lehren.“ Scheinbar wollte selbst der Prediger vor der Gemeinde in Sprachen reden, ohne dass jemand etwas davon gehabt hätte. Sie sagten sich: „Es ist bestimmt ein Segen für ihn, aber uns bringt es nichts.“ Ich stelle mir vor, wie der Apostel Paulus auf dem Schiff im Mittelmeer ist, auf einem Esel von Stadt zu Stadt reitet und durch die staubigen Straßen geht und dabei fortwährend in Sprachen betet. „Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle.“ Es heißt hier nicht ausdrücklich, dass er damit anfing, als er vom Heiligen Geist erfüllt wurde. Wir wissen aber, ob damals oder etwas später, dass er anfing, in Sprachen zu beten. Das ist unbestreitbar.

    Es gibt noch eine letzte Passage in der Apostelgeschichte, in Kapitel 8, in der Gläubige vom Heiligen Geist erfüllt wurden. Wir lesen ab Vers 5.

    Apostelgeschichte 8:5-8 „Und Philippus kam hinab in eine Stadt von Samaria und verkündigte ihnen Christus. Und die Volksmenge achtete einmütig auf das, was Philippus sagte, als sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus; es wurden aber auch viele Gelähmte geheilt und solche, die nicht gehen konnten. Und es war große Freude in jener Stadt.“

    Gehen Sie jetzt zu Vers 14.

    Apostelgeschichte 8:14-16 „Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Diese kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus.“

    Ich möchte hier stoppen und darauf eingehen. Okay – in Jerusalem hören sie davon, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hat. Sie kommen zu ihnen, um zu beten, dass sie den Heiligen Geist empfangen, weil sie ihn noch nicht empfangen haben. Offensichtlich empfingen sie Ihn nicht durch den Glauben an Christus. Jemand sagt: „Nein, Petrus und Johannes kamen, damit sie errettet würden.“ Das sehe ich nicht so. So steht es nicht hier. Es heißt, sie hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte. Die Bibel sagt, wir sind wiedergeboren – nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen durch das lebendige und ewige Wort Gottes. Sie nahmen das Wort an.

    Es heißt auch, dass sie getauft wurden, allerdings nur auf den Namen des Herrn Jesus. Gemäß Jesu Worten sind sie bereits gerettet, denn Jesus sagte in Markus 16: „Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet werden.“ Kommen Sie, rufen Sie es aus: Gerettet! Sie glaubten also an den Namen Jesus und wurden in Wasser getauft. Doch eine Erfahrung fehlte ihnen offenbar. Also kommen die Apostel, um für sie zu beten, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden bzw. den Heiligen Geist empfangen, da Er bisher auf keinen von ihnen gefallen war. Sie waren nur auf den Namen Jesus getauft worden.

    Apostelgeschichte 8:17-21 „Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Als aber Simon sah,…

    Er war ein verwirrter Zauberer.

    Apostelgeschichte 8:18

    Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können! Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott!“

    Petrus und Johannes kamen aus Jerusalem, legten ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist. Man merkte es ihnen körperlich an, denn Simon sah, dass der Heilige Geist durch die Handauflegung der Apostel gegeben wurde. Er sah etwas. Erinnern Sie sich, was Petrus vorher in Apostelgeschichte 2 gesagt hatte? Sie haben den Vers laut gelesen. Er sagte: „Was ihr hier seht und hört, ist die Verheißung des Vaters, die Jesus sandte.“ Simon sieht hier, dass der Heilige Geist gegeben wird.

    Jemand sagte einmal: „Nun, er sah wohl, dass sie sich freuten.“ Nein, wir lasen in Vers 8, bevor Petrus und Johannes kamen, war große Freude in der Stadt. Das kann es nicht gewesen sein. Sie waren bereits voller Freude. Ist es nicht naheliegend, dass Simon und auch alle anderen aus dem gleichen Grund, der an den anderen Stellen erwähnt wird, wussten, dass sie den Heiligen Geist empfangen hatten? Sie fingen an, in anderen Sprachen zu reden. Und vielleicht gab es noch weitere Geistesgaben. Was Petrus ihm in Vers 21 sagte, spielt auch darauf an. Er sagte: „Du hast weder Anteil noch Erbe an dieser Sache.“ Das Wort „Sache“ bedeutet wortwörtlich „Worte“. Dieses griechische Wort kommt mehrmals im Neuen Testament vor und bedeutet: Kommunikation, Redewendung, Worte, Rede, Sprecher, Vortrag und Äußerung. „Du hast weder Anteil noch Anrecht an diesen Äußerungen, an diesem Reden, was du hier hörst, Simon. Dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.“

    Wissen Sie, vor meiner Errettung war ich schwer drogensüchtig, trank übermäßig und tat andere schlimme Dinge. Ich war tief in östliche Religion verstrickt und in anderes wirres Zeug. Ich wurde in einer kleinen Missionsstation errettet, wirklich radikal errettet! In dieser Stadt kannte ich zwei Gemeinden. In eine gingen alle Hippies… solche wie ich. Alle Langhaarigen mit langen Bärten, die einen ähnlichen Hintergrund hatten wie ich. Und es gab noch eine andere Gemeinde. Es war eine traditionelle Pfingstgemeinde und ich denke, ihre Aufnahmekriterien waren, dass man mindestens hundert Jahre alt sein musste, um Mitglied zu werden. Ich war ganz jung im Glauben und traf mich mit einigen dieser jüngeren Leute. Sie gingen in diese Gemeinde und ich dachte: „In diese Gemeinde möchte ich auch gehen.“ Aber ich spürte, dass Gott in meinem Herzen sagte: „Nein, das möchtest du nicht wirklich.“ Ich kannte sie. Sie waren Christen, rauchten aber immer noch Hasch und schliefen mit Frauen. Sie schliefen miteinander. Ich brauchte eine radikale Dosis Heiligung. Wissen Sie, ich rauchte genug Hasch, um die ganzen USA zuzudröhnen und hatte keine Lust mehr auf dieses Umfeld. Ich hatte keinerlei Ambitionen, unter Menschen zu sein, die nach dem Gottesdienst miteinander ins Bett gingen. Ich hatte den Eindruck, dass Gott mich in die andere kleine Pfingstgemeinde schickt, weil sie die Notwendigkeit von Heiligung betonten. Hören Sie: Das war mir alles neu. Die Hälfte ihres Handelns irritierte mich sehr. Aber sie lehrten aus der Bibel und das liebte ich. Ich war ein ganz junger Christ und sah so aus: Meine Haare waren etwa so lang. Ich trug an einer Seite einen langen Zopf mit einer Feder darin. Ich hatte einen langen roten Bart. Und die Gemeinde war voller älterer Menschen.

    Die meisten hatten Angst, mit mir zu sprechen. Wirklich! Die wenigen, die sich trauten, sagten dann Folgendes. Nicht etwa: „Hallo“, oder „Ich heiße …“, oder „Willkommen in unserer Gemeinde“. Die ersten Worte, die ich öfter hörte, waren: „Sagt die Bibel nicht, dass es eine Sünde ist, wenn Männer lange Haare haben?“ Dann drehten sie sich um und gingen. So wurde ich in der Gemeinde begrüßt!

    Aber ich ging dennoch hin. Ich sage Ihnen: Der Heilige Geist wirkte, sie beteten für Menschen, ich sah Heilungen und wir beteten Gott an. Damals dachte ich, Gott kennt nur drei Akkorde. Ja – und zwar D, A und G – in jedem Lied. Manche Texte verstand ich nicht. Wir sangen: „Over in Beulah Land“. Ich erinnere mich genau: Wir sangen dieses Lied und ich fragte denjenigen, der neben mir stand: ‚Was bedeutet Beulah Land‘ Er sagte: ‚Keine Ahnung.“ … over in Beulah Land. Kulturell passte ich da nicht wirklich hin, aber wenn man Gott liebt und unbedingt mehr von Jesus und von geistlichen Dingen erfahren möchte, ist das egal. Ich betete Gott an, sang diese Lieder und hob dabei meine Hände.

    Das mache ich bis heute so. Ich weine öfters. Meine Tochter macht sich darüber lustig. Wir gehen ins Kino und ich muss weinen. Ich weinte in jedem Gottesdienst. Ich weinte einfach. Ich saß dort, sie lehrten aus der Bibel. Jemand sagte: „Öffnet eure Bibeln“ und ich fing an zu weinen. Ich weiß noch, als ich das erste Mal in einen christlichen Buchladen ging, weinte ich. Ich war errettet! Ich habe so lange nach Jesus gesucht, ohne zu wissen, dass ich Ihn suchte. In dieser Gemeinde wurde viel getanzt. Das war zwar das Letzte, was ich wollte, aber ich dachte mir: „Ich tue es dennoch.“ Ich ging nach vorne und tanzte mit all diesen Leuten. Stellen Sie sich vor: Mein Zopf flog umher und ich tanzte vor dem Herrn. Ja, das tat ich!

    In dieser Gemeinde gab es ein paar pfingstliche Gepflogenheiten. Der Heilige Geist wirkte sehr authentisch, aber es gab ein paar traditionelle Elemente, die nicht unbedingt biblisch waren. Ich war vorne, umgeben von vielen Menschen, die beteten und weinte wieder einmal.

    Der Pastor schaute mich an und sagte: „Dieser junge Mann braucht den Heiligen Geist!“ „Komm zu uns nach oben.“ Und sie bildeten ein Spalier – ja! Sie formten zwei Reihen von jeweils etwa 12 Leuten und ich musste hindurch laufen. Man geht an einer Seite hinein und wenn man am anderen Ende herauskommt, sollte man vom Heiligen Geist erfüllt sein. Ich ging in das Spalier und sie fingen an zu hüpfen, zu rufen und mir in Sprachen in die Ohren zu schreien. Und das ist die reine Wahrheit: Jemand fing an, mir auf den Rücken zu schlagen und sagte: „Bleib dran! Bleib dran! Bleib dran!“ Inzwischen packte mich jemand von vorne und rief: „Lass los! Lass los! Lass los!“ Jemand anders kitzelte mich am Hals, während mir Leute von beiden Seiten in Sprachen ins Ohr schrieen. Sie setzten mir sehr zu. Ich geriet total in Panik! Dieses Spalier schien endlos zu sein! Es dauerte ewig. Und ich dachte mir: „Die lassen nicht locker, bis ich in Sprachen rede.“ Also fing ich an, Spanisch zu sprechen. Wirklich! Nur, damit sie von mir ablassen. Und der Pastor sagte: „Nein, das ist nicht das Wahre.“ Es ist mir etwas peinlich, es zuzugeben – aber nur, um dort wegzukommen, dachte ich mir etwas aus. Es war nicht vom Heiligen Geist. Ich dachte es mir aus und das war mir völlig klar. Es war ugabugu ugabugubugu. Sie sagten: „Okay“, verfrachteten mich an die Seite der Bühne und beachteten mich nicht mehr.

    Trotz dieser Erfahrung hatte ich immer noch Verlangen nach der wirklichen Erfüllung mit dem Heiligen Geist, weil ich sie in der Bibel sah. Ich brannte darauf.

    Es gab einen kleinen Gebetsraum an der Seite des Saales. Einmal war ich nachmittags allein in der Gemeinde und ging in diesen Raum. Ich weiß noch, dass eine Frau dort war. Sie kniete, ihr Gesicht war tränenüberströmt und sie betete Gott an. Sie fing an, in Sprachen zu reden und in Sprachen zu singen. Der Raum war von der heiligen Gegenwart Gottes erfüllt. Ich erinnere mich: Ich kniete mich hin und sagte: „Gott, ich habe ein solches Verlangen. Erfüll mich mit Deinem Geist.“ Worte sprudelten aus meinem Innern hervor und ich sprach sie aus. Es waren nur drei oder vier Worte, aber ich blieb treu dran.

    Ich ging wieder in die kleine Missionsstation, in der ich errettet worden war – das war vielleicht eine Woche danach – und hatte diese wenigen Worte immer wieder ausgesprochen. Ein paar Leute waren dort. Ich erinnere mich, wir stellten uns im Kreis auf und hielten uns an den Händen und plötzlich war es wie ein Dammbruch und eine Flutwelle des Sprachengebets schoss aus meinem Innern hervor.

    Wir alle redeten in Sprachen und priesen gemeinsam Gott. Von da an bis heute – das ist über 33 Jahre her – gab es keinen Tag in meinem Leben, an dem ich nicht in Sprachen geredet habe.

    Dreiunddreißig Jahre!

    Ich betete für einen Freund um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und nichts passierte. Wir waren jung im Glauben. An diesem Abend fuhr er mit seinem Motorrad durch seine Wohngegend, kam ein paar Tage später zu mir und sagte: „Ich fuhr auf meinem Motorrad umher und plötzlich bekam ich meine Sprache und fing an, in Sprachen zu reden.“

    Mein Vater – meine Eltern gehören zu unserer Gemeinde. Ihr kennt meinen Papa. Sie erkennen ihn daran, dass er eine Augenklappe trägt und Süßigkeiten verteilt. Er war früher Zahnarzt, ob Sie es glauben oder nicht. Als ich wieder zu meinen Eltern nach Hause kam, nachdem ich viele Jahre weg gewesen war, war ich voller Eifer für Jesus, hatte allerdings keinerlei Weisheit und versuchte, allen die Botschaft aufzuzwingen. Ich weiß noch, mein Vater schaute mich einmal an und sagte: „Du gefielst mir besser, als du Drogen genommen hast!“ Man muss dazu wissen, wie massiv ich damals vorging. Ich lernte jedenfalls, mich zurückzunehmen, weise zu sein und versuchte, mich vom Heiligen Geist leiten zu lassen. Folgendes passierte kurz darauf. Papa gab sein Leben Jesus und erzählte anderen vom Herrn. Ich hatte bei uns zuhause ein besonderes Erlebnis. Mein Büro war damals in unserem Haus. Ich lag auf dem Boden und pries den Herrn und plötzlich spürte ich, dass Jesus hereinkam. Ich meine damit nicht nur die Gegenwart Gottes. Jesus selbst war da, ohne Zweifel. Ich spürte, dass Er im Raum war. Ich schaute nicht einmal auf. Es war ein absolut heiliger Moment! Mein Gesicht war dem Boden zugewandt, ich weinte und spürte, dass Er mich fragte… ich hörte folgende Worte: „Gibt es etwas, was ich für dich tun könnte?“ Ich habe eine Begegnung mit Jesus Christus! Und Er fragt mich, ob es etwas gibt, was Er für mich tun könnte! Mir fiel absolut nichts ein. Mein Kopf war völlig leer. Mir fiel nur mein Vater ein. Ich lag dort mit meinem Gesicht zum Boden, weinte und sagte: „Herr, ich möchte so gerne, dass mein Papa die Erfüllung empfängt.“ Damit meinte ich die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Mehr sagte ich nicht. Mir war, als würde der Herr sagen: „Okay.“ Plötzlich war Seine Gegenwart nicht mehr spürbar. Ich erzählte niemandem davon. Zwei Wochen später war ich im Haus meiner Eltern. Ich half ihm, einige Sachen in seinen LKW zu laden. Er stieß mir mit dem Ellenbogen in die Rippen und sagte: „Stell Dir vor…“ Ich fragte: „Was?“ Er sagte: „Ich rede in Sprachen.“ Ich weiß nicht, wie das passiert ist. Ich weiß nur, wer es bewirkt hat.

    Ich denke wirklich, dass es darum geht, sich hinzugeben. Wissen Sie, der Heiligte Geist ist immer bereit, genau wie hier im Gebäude immer Strom verfügbar ist. Wenn Sie den Schalter umlegen, geht plötzlich das Licht an. So ist der Heilige Geist. Er ist immer bereit, jederzeit. Aber manchmal ist unser Kopf im Weg, unsere frühere religiöse Prägung oder unser mangelndes Verständnis. Vieles kann dazwischen kommen. Deswegen ist es so gut, sich diese Dinge im Wort Gottes anzusehen. Ich weiß, es gibt Menschen, die Jesus von ganzem Herzen lieben, die auf dem Weg zum Himmel sind, die ein Verlangen danach haben, dass andere errettet werden – somit können wir wunderbare Gemeinschaft haben – und doch sehnen sie sich im Innern nach einer tieferen Erfahrung. Sie sehnen sich nach dem Übernatürlichen. Sie brauchen gute Unterweisung. Wichtig ist, wie gesagt, dass wir uns hingeben.

    Bei meinem Freund auf dem Motorrad und bei manch anderen geht es wie von selbst. Für manche ist es so leicht, vom Geist erfüllt zu werden. Warum fällt es nicht allen so leicht? Mir fiel es zum Beispiel nicht ganz so leicht. Manch anderer sieht es sich vielleicht nur an und sagt: „Okay“, ohne alles übermäßig analysieren zu müssen. Keine Ahnung – ganz sicher weiß ich jedenfalls, dass unsere Hingabe entscheidend ist.

    Wissen Sie, so oft blockiert unser Kopf unser Herz. Selbst wenn es um die Erfahrung der Erfüllung mit dem Heiligen Geist geht, denken manche: „Gott wird einfach die Sache in die Hand nehmen, Er wird es einfach machen, aber das tut Gott nicht. Wir müssen uns Ihm in jeder Hinsicht hingeben, auch hierbei. Ich erinnere mich, ich betete vor vielen Jahren für einen Freund. Ich hatte ihn zum Herrn geführt und betete in seinem Haus dafür, dass er vom Heiligen Geist erfüllt wird. Ich legte ihm die Hände auf, wie es in der Bibel steht. Wir kamen vor Gott und nichts passierte. Er redete nicht in Sprachen, es gab keinerlei Manifestationen. Ich spürte aber, dass er innerlich offen war und glaubte, dass Gott mein Gebet erhört hatte, als ich für seine Geistestaufe betete, obwohl im Sichtbaren nichts passierte. Ich sagte nur: „Weißt du, ich glaube, dass Gottes Wort wahr ist. Vielleicht ist dein Kopf einfach im Weg. Gib dich einfach Gott hin, so gut du kannst.“ Ein paar Tage später fuhr er am Abend Fahrrad und plötzlich sprudelte etwas aus seinem Innern hoch und er fing an, in anderen Sprachen zu reden und zu singen – während er auf dem Fahrrad durch die Nachbarschaft fuhr. Er kam und sagte mir: „Bayless, ich habe in anderen Sprachen geredet.“ Es war wohl wirklich so, dass sein Kopf das Hindernis war. Wir sind so sehr von unserem Denken geprägt. Damit will ich nicht sagen, dass wir unseren Verstand ausschalten und aufhören zu denken – ganz bestimmt nicht! Manchmal möchte uns unser Verstand reinreden, aber die Bibel sagt: „Wer in Sprachen redet, spricht aus seinem Geist heraus zu Gott.“ Ihr Kopf möchte sagen: „Nein, nein! Ich möchte das Sagen haben, ich verstehe das nicht!“ Aber die Bibel sagt auch, dass unser Verstand nicht davon profitiert, wenn wir in Sprachen reden, weil wir aus unserm Geist heraus zu Gott sprechen. Ich bete, falls Sie das Problem haben, dass sich Ihr Verstand immer einmischen will und sagt: „Moment mal, ich behalte das unter meiner Kontrolle“, und so verhindert, dass Sie sich von Herzen Gott hingeben. Fassen Sie den Entschluss:
    „Gott, ich gehöre Dir und ich vertraue Dir.“ Jesus versprach, wenn wir um den Heiligen Geist bitten, werden wir keine Schlange und keinen Skorpion bekommen. Gott wird denen, die Ihn bitten, den Heiligen Geist geben. Geben Sie sich Ihm heute hin

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist / Teil 5
    10.07.2011

    Pastor Bayless Conley

    Rückblende:

    Ich denke wirklich, dass es darum geht, sich hinzugeben. Wissen Sie, der Heilige Geist ist immer bereit, genau wie hier im Gebäude immer Strom verfügbar ist. Wenn Sie den Schalter betätigen, geht plötzlich das Licht an. So ist der Heilige Geist. Er ist immer bereit, jederzeit. Aber manchmal ist unser Kopf im Weg, unsere frühere religiöse Prägung oder unser mangelndes Verständnis. Vieles kann dazwischen kommen. Deswegen ist es so gut, sich diese Dinge im Wort Gottes anzusehen. Ich weiß, es gibt Menschen, die Jesus von ganzem Herzen lieben, die auf dem Weg zum Himmel sind, die ein Verlangen danach haben, dass andere errettet werden – somit können wir wunderbare Gemeinschaft haben – und doch sehnen sie sich im Innern nach einer tieferen Erfahrung. Sie sehnen sich nach dem Übernatürlichen. Sie brauchen gute Unterweisung. Wichtig ist, wie gesagt, dass wir uns hingeben.

    Bei meinem Freund auf dem Motorrad und bei manch anderen geht es wie von selbst. Für manche ist es so leicht, vom Geist erfüllt zu werden. Warum fällt es nicht allen so leicht? Mir fiel es zum Beispiel nicht ganz so leicht.

    Hallo liebe Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Unser Thema ist der wunderbare Heilige Geist. Gott sei Dank dafür, dass Jesus, nachdem Er in den Himmel auffuhr und sich zur Rechten des Vaters setzte, uns den Heiligen Geist gesandt hat. Ein Zeichen für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder die Geistestaufe ist das Reden in anderen Sprachen. Wir sprachen bereits darüber und werden heute noch näher darauf eingehen. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, der wir heute unter anderem nachgehen wollen. Wussten Sie, dass im Neuen Testament von drei verschiedenen Taufen die Rede ist? Es gibt die Wassertaufe, die Taufe in den Leib Christi und die Geistestaufe. Bei jeder Taufe gibt es einen Täufer, einen Täufling und ein Element, in das man getauft wird. Auch damit werden wir uns heute beschäftigen. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand, nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie uns gemeinsam aus dem Wort Gottes lernen. Gott segne Sie.

    Die Geistestaufe ist eine separate Erfahrung nach der Errettung. Lassen Sie uns schnell etwas im Kapitel 4 des Johannesevangeliums lesen. Jesus spricht hier mit der Frau am Jakobsbrunnen über das Thema Errettung. Johannes 4:13.

    Johannes 4:13-14 „Jesus gab ihr zur Antwort: ‚Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt, bis ins ewige Leben.‘“

    Jesus spricht hier über Errettung und vergleicht das Wirken des Heiligen Geistes damit, dass in einer Person eine Quelle zu sprudeln beginnt. Gut, eine Quelle oder ein Brunnen erhält Leben. Er vergleicht das Wasser mit dem lebensspendenden ewigen Leben. Das ist ein echtes Wirken des Heiligen Geistes. Aber schauen Sie sich an, was Er in Johannes 7 beim Laubhüttenfest über denselben Heiligen Geist sagt. Johannes 7:37.

    Johannes 7:37-39 „Am letzten Tag, dem größten Tag des Festes, trat Jesus vor die Menge und rief: ‚Wer Durst hat, soll zu mir kommen und trinken! Wenn jemand an mich glaubt, werden aus seinem Inneren, wie es in der Schrift heißt, Ströme von lebendigem Wasser fließen.‘ Er sagte das im Hinblick auf den Heiligen Geist, den die empfangen sollten, die an Jesus glaubten. Der Geist war zu jenem Zeitpunkt noch nicht gekommen, weil Jesus noch nicht in seiner Herrlichkeit offenbart worden war.“

    Wieder wird der Heilige Geist mit Wasser verglichen, doch etwas ist anders. Hier spricht Jesus über das Empfangen des Heiligen Geistes. Errettung ist die Quelle, die aus dem Innern eines Menschen hervorgeht und bis ins ewige Leben fließt. Hier fließen Ströme aus ihrem Innern. Ein Strom bringt Kraft hervor. Ein Strom verändert Dinge. Ein Strom bringt Dinge in Bewegung. Und genau das tut der Heilige Geist. Wir werden mit dem Heiligen Geist erfüllt, damit Gott durch uns fließen und anderen helfen kann. Derselbe Heilige Geist, der in Ihnen eine echte Wiedergeburt hervorbringt, erfüllt Sie.

    Es ist nur eine weitere Erfahrung, aber derselbe Heilige Geist. Bitte schauen Sie sich mit mir Johannes 1 an. Ich weiß, viele kennen das, aber denken Sie darüber nach. Johannes 1:29.

    Johannes 1:29 „Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Seht, das ist Gottes Opferlamm, das die Sünde aller Menschen wegnimmt.“

    Wer ist der Meinung, dass Jesus das Lamm Gottes ist, das die Sünden der Menschen wegnimmt?

    Wer weiß, wann Er Ihre Sünden wegnahm – wann Sie das erlebt haben? Gut, ich weiß auch, wann das bei mir passiert ist. Schauen wir uns Johannes 1:32 an.

    Johannes 1:32-33 „Weiter bezeugte Johannes: Ich sah den Geist Gottes wie eine Taube vom Himmel herabkommen und auf ihm bleiben. Ich kannte ihn bis dahin nicht; aber der, der mich gesandt und mir den Auftrag gegeben hat, mit Wasser zu taufen, hatte zu mir gesagt: ‚Der, auf den du den Geist herabkommen siehst und auf dem er bleiben wird, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.‘“

    Ich weiß, wann Jesus meine Sünden wegnahm und ich weiß auch, wann Er mich mit dem Heiligen Geist taufte. Offensichtlich sind das zwei unterschiedliche Erfahrungen, die beide von Jesus gewirkt werden.

    Jemand sagt vielleicht: „Aber ich dachte, ich empfing den Heiligen Geist, als ich errettet wurde!“

    Natürlich in einem gewissen Maß. Wie gesagt, lässt der Heilige Geist die Wiedergeburt in Ihnen zur Realität werden. Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie nicht in den Himmel kommen, nicht Teil des Leibes Christ oder generell minderwertig sind, weil Sie nicht in Sprachen reden. Ich mag es gar nicht, wenn Menschen so etwas sagen! Wie gesagt, wir kommen allein durch Jesus in den Himmel. Ich denke, die Geistestaufe trägt dazu bei, dass mehr vom Himmel auf die Erde kommt, während wir hier sind.

    Lassen Sie uns jetzt 1. Korinther 12 anschauen. Es ist eine Sache, aus dem Geist geboren und etwas anderes, vom Geist erfüllt zu sein. Ich möchte einen vielzitierten Vers anschauen. 1. Korinther 12:13.

    1. Korinther 12:13

    „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden mit einem Geist.“

    Jemand sagte einmal: „Hier steht, dass ich Teil des Leibes Christi bin, also bin ich im Heiligen Geist getauft.“ Beachten Sie: Es geht hier nicht um die Geistestaufe. Hier steht: in einen Leib hinein getauft.

    Schauen Sie bitte zu mir. Ich werde das genau erklären. Im Neuen Testament ist von weiteren Taufen die Rede, aber es gibt im wesentlichen drei Taufen, die für uns Gläubige wichtig sind. Das Neue Testament spricht von drei hauptsächlichen Taufen. Es gibt die Wassertaufe, die Taufe in den Leib Christi und die Geistestaufe. Drei Taufen. Bei jeder Taufe müssen drei Dinge gegeben sein. Es muss einen Täufer geben, einen Täufling und ein Element, in das man getauft wird. Bei der Wassertaufe ist es irgendjemand, ein Prediger oder Ältester oder wer auch immer, der die Taufe durchführt. Jemand, der kürzlich Christus angenommen hat, ist der Täufling. Und das Element, in das man getauft wird, ist Wasser. Man wird völlig untergetaucht. Der Täufling wird untergetaucht und kommt wieder hoch.

    Wir sagen damit: „Mein altes Leben ist mit Christus beerdigt worden. Ich komme mit neuem Leben heraus.“ Aber wenn Sie vor der Wassertaufe Jesus nicht Ihr Leben geben, werden Sie nur nass.

    Das ist total sinnlos. Aber durch die Wassertaufe sagen Sie Gott, dem Teufel, der ganzen Umgebung, Ihrer Familie und allen, die sich dafür interessieren: „Mein altes Leben ist vorbei und beerdigt und ich habe jetzt ein neues Leben in Christus.“ Die Wassertaufe ist ein Gebot des Herrn, das Sie befolgen sollten. Gut, es gibt eine zweite Taufe, die Taufe in den Leib Christi. Sie vollzieht sich, wenn Sie errettet werden. Der Heilige Geist nimmt Sie, taucht Sie vollständig unter und Sie werden ein Teil des wunderbaren Leibes Christi, der aus Gläubigen in aller Welt besteht. Schauen Sie sich den Vers an, den wir gerade lasen: „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen.“ Wer ist hier der Täufer? Der Heilige Geist. In was werden Sie getauft?

    In den Leib Christi.

    In der kleinen Missionsstation, als ich „ja“ zu Jesus gesagt hatte, nahm mich der Heilige Geist und tauchte mich in den Leib Christi – taufte mich in den Leib Christi hinein. Wissen Sie was? Wir wurden miteinander verbunden. Ob Sie mich mögen oder nicht, ich gehöre zum Leib Christi mit allem Eigenartigen und Sonderbaren – wie Weinen im Kino. Dennoch gehöre ich zum Leib, okay?

    Und dann die Geistestaufe. Der Täufling ist derjenige, der Verlangen hat und (nach mehr) sucht.

    Jesus sagte: Wer durstig ist, der komme zu mir. Das Element, in das hineingetauft wird, ist der Heilige Geist. Und der Täufer ist Jesus. Johannes sagte: „Er nimmt die Sünden der Welt weg und er wird euch im Heiligen Geist taufen.“ Ich möchte alles haben, was Jesus in mir tun möchte. Ich vertraue Ihm völlig – voll und ganz, in jeder Hinsicht.

    Ein paar Minuten haben wir noch. Wir sprechen heute über ein bestimmtes Merkmal. Verstehen Sie mich richtig: Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was der Heilige Geist in unserem Leben tut und sein möchte. Letzte Woche sahen wir uns sechs Auswirkungen an und diese wollen wir näher betrachten.

    Das ist nicht alles, sondern nur ein Teil, okay? Die Frage: Reden alle in Sprachen? Oder können alle in Sprachen reden? Im gleichen Kapitel: 1. Korinther 12:29.

    1. Korinther 12:29-30

    „Sind etwa alle Apostel? (Die Antwort lautet: natürlich nicht.)

    Sind etwa alle Propheten? (Natürlich nicht.)

    Sind etwa alle Lehrer? (Nein.)

    Haben etwa alle Wunderkräfte? (Offensichtlich nicht.)

    Haben alle Gnadengaben der Heilungen? (Nein.)

    Reden alle in Sprachen? (Nein.) Können alle auslegen?“

    Nein, in diesem Zusammenhang gilt: Nein, absolut nicht. Nicht alle reden in Sprachen. Aber Sie müssen verstehen – bitte folgen Sie meinen Gedanken und hören Sie gut zu: Es gibt zwei Arten der Sprachenrede. Er spricht hier von einer Dienstgabe, die in einer Ortsgemeinde ausgeübt wird. Am vergangenen Mittwoch, falls Sie hier waren, hat jemand in Sprachen geredet, was für alle ausgelegt wurde. Darum geht es hier. Gehen Sie zum Vers 28 zurück. Dort steht:

    1. Korinther 12:28

    „Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer.“

    Er spricht also von Menschen, die zum Dienst in Ortsgemeinden eingesetzt wurden. Dann fährt er fort und bezeichnet die Einzelnen anhand der Gaben, die ihren Dienst begleiten.

    1. Korinther 12:28b

    „… sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Leitungen, Arten von Sprachen.“

    Und dann sagt er:

    1. Korinther 12:29

    „Sind alle Apostel? Sind alle Propheten?“

    Nein, nein, nein, nein.

    1. Korinther 12:30

    „Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen?“

    Gut, sind alle in der Gemeinde zum Dienst eingesetzt worden, um in Sprachen zu reden? Nein, offensichtlich nicht! Nicht jeder ist dazu berufen so wie auch nicht jeder ein Apostel ist. In diesem Zusammenhang ist die Antwort also eindeutig nein. Nicht jeder in der Gemeinde ist zu diesem Dienst eingesetzt – einige schon. Es ist ein größeres Maß an Inspiration auf jemandem, der etwas in Sprachen sagt, was ausgelegt werden muss.

    Das persönliche Sprachengebet, das jemand bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist empfängt, soll nicht in der Gemeinde ausgelegt werden. Es richtet sich an Gott. Schauen Sie sich 1. Korinther 14:2 an.

    1. Korinther 14:2

    „Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.“

    Gut, er spricht zu Gott, nicht zu Menschen. Niemand versteht ihn. Aber bei der Gabe der Sprachenrede und der Auslegung für die Gemeinde versteht es jemand. Der Heilige Geist gibt ihnen die Auslegung. Und wenn Sie die Sprachenrede auslegen, versteht sie jeder. Sie richtet sich an Menschen. Aber hier geht es um die persönliche Sprachenrede, die ich empfange, wenn ich vom Heiligen Geist erfüllt werde, die sich an Gott richtet. Niemand versteht das. Das ist nicht für euch gedacht, das betrifft nur mich und Gott. Da gibt es einen Unterschied. Aber wenn meine Sprachenrede der Gemeinde gilt, dann versteht sie jemand. Wenn derjenige sie dann auslegt, versteht sie jeder.

    Der Zweck ist jeweils völlig verschieden. Ihr persönliches Sprachengebet soll in Ihrer eigenen Gebetszeit und im gemeinsamen Sprachengesang in der Anbetung eingesetzt werden – das halte ich für völlig in Ordnung. Wie gesagt, gab Paulus dieser Gemeinde Richtlinien, weil ihr Verhalten sehr unausgewogen war. Aber manche sind so übertrieben vorsichtig, dass sie nicht einmal das Echte haben wollen, das uns gegeben wurde. Paulus sagte am Anfang dieses Abschnitts: „Eifert nach geistlichen Gaben und seid im Hinblick auf geistliche Gaben nicht unwissend.“ Er gebietet uns, in diesem Bereich nicht unwissend zu sein, und doch setzen manche alles daran, bloß nichts darüber zu erfahren. Aber er möchte, dass wir diese Dinge verstehen.

    Das bringt uns zu einer weiteren Frage, mit der ich schließen werde. Welche positiven Auswirkungen hat das Sprachengebet? Wozu ist es gut? Was ist der Sinn und Zweck? Eins haben wir bereits gelesen: Wer in Sprachen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Wer meint, es könnte nützlich sein, mit Gott zu reden? Ja, das bringt uns sehr viel. Schauen Sie sich an, was dabei passiert.

    1. Korinther 14:4.

    1. Korinther 14:4

    „Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde.“

    Wenn ich in Sprachen rede, erbaue ich mich selbst – wörtlich: stärke ich mich selbst. Im Deutschen können wir diese Formulierung des Griechischen am besten so wiedergeben: Er lädt sich auf wie eine Batterie oder sie lädt sich auf wie eine Batterie.

    Gestern sprach ich mit einem alten Freund. Wir hatten lange nichts voneinander gehört. Ich dachte, es würde zehn Minuten dauern, aber es wurden eineinhalb Stunden daraus. Schließlich schaute ich auf mein Telefon. Ein kleines rotes Dreieck in Form einer Batterie leuchtete immer wieder auf und man sah keinen Balken mehr. Ich sagte: „Lieber Bruder, mein Telefon wird gleich ausgehen. Die Batterie ist fast tot.“ Sie war wirklich tot. Wissen Sie, was ich tat? Ich sagte nicht: „Ich brauche ein neues Telefon. Dieses kann man vergessen.“ Nein, ich holte mein kleines Ladegerät, schloss es an und nach ein paar Stunden war der Akku wieder voll. Und wenn ich in Sprachen bete – und unter anderem habe ich es deswegen in den letzten 33 Jahren jeden Tag getan – werde ich innerlich mit Kraft aufgeladen. Geistliche Kraft fließt in mich hinein. Wer in Sprachen betet, erbaut sich selbst.

    Schauen Sie sich 1. Korinther 14:16 an. Hier sehen wir einen weiteren Grund. Er unterweist sie wieder und sagt ihnen, wie es zu handhaben ist. Er sagt: „Denn wenn du mit dem Geist preist…“ Aus dem Zusammenhang der vorigen Verse geht hervor, dass er vom Sprachengebet spricht.

    1. Korinther 14:16-17

    „Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst? Denn du sagst wohl gut Dank, aber der andere wird nicht erbaut.“

    Gut, wieder geht es darum, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun. Sie danken Gott beim Sprachengebet und preisen Ihn, aber jemand anderes sagt: „Das bringt mir absolut nichts.“ Das war eins der Probleme der Gemeinde in Korinth. Sie wollten die ganze Zeit in Sprachen beten. Aber beachten Sie, obwohl er sie korrigierte, sagte er ihnen: „Zugegeben, die Anwesenden verstehen es nicht, aber die Danksagung ist an sich gut.“ Ich kann Gott sehr gut in anderen Sprachen danken.

    Wir lasen ja in Apostelgeschichte 10: „Denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott priesen.“

    Manchmal ist unser „Halleluja“, „Danke, Jesus“ und „Ich liebe Dich, Gott“ zwar gut, drückt aber nicht das aus, was ich wirklich sagen möchte! Es bringt einfach nicht die Dankbarkeit für all das zum Ausdruck, was Jesus Christus für mich getan hat. Gott sei Dank für die Geistestaufe, denn sie erschließt mir eine ganz andere Ebene. Wenn ich alleine bin, kann ich die Hände heben und anfangen, Gott aus meinem Geist heraus anzubeten und Ihm zu danken und dabei meinen extrem begrenzten Verstand umgehen.

    Schauen Sie sich 1. Korinther 14:14 an. Das ist eine weitere positive Auswirkung. Dort steht:

    1. Korinther 14:14-15

    „Denn wenn ich in anderen Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist untätig.

    Und dann sagt er: Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten; ich will mit dem Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.“

    Ich glaube, er spricht hier davon, dass Sie eventuell Ihre eigenen Gebete auslegen oder nur in Sprachen beten. Natürlich beinhaltet es auch das Beten in Ihrer Muttersprache. Doch beachten Sie, dass er sagt: „Wenn ich in anderen Sprachen bete, so betet mein Geist. Sagen Sie alle: Mein Geist betet. Mein Geist betet. Ich bin ein geistliches Wesen so wie Sie auch, geschaffen nach Gottes Ebenbild. Dieser Teil von Ihnen wurde wiedergeboren. Wenn ich in anderen Sprachen bete, kommuniziert mein Geist mit Gott. Wer in Sprachen redet, spricht nicht zu Menschen, sondern zu Gott. Die Amplified Bible sagt: „Mein Geist betet durch den in mir wohnenden Heiligen Geist.“

    Der Punkt ist: Mein Geist betet. Meine Sensibilität für geistliche Dinge nimmt aus folgendem Grund zu, wenn ich im Heiligen Geist bete: Gott führt mich durch meinen Geist. Wenn Gott zu mir redet, spricht Er zu meinem Geist. Wenn Gott mir Klarheit verschafft, wirkt Er aus meinem Geist heraus. Der Geist des Menschen ist die Leuchte des Herrn, heißt es in den Sprüchen. Wenn ich in Sprachen bete, so hat das Sprachengebet denselben Ursprung wie die Stimme Gottes, die mich führt. Wenn Sie in Sprachen beten, möchte Ihr Verstand gerne dazwischenfunken: „Hör auf damit. Das bringt mir nichts.“

    Gut, er sagte, unser Verstand ist untätig. Manchmal muss ich meinem Kopf einfach sagen: „Sei still! Es geht jetzt nicht um dich!“ Ich bete eine Weile und dann kommt mein Verstand zur Ruhe, ich werde ruhig und werde plötzlich sehr sensibel in meinem Innern. Dann ist es sehr angebracht, in der Bibel zu lesen oder einfach still in Gottes Gegenwart zu verharren. Ich glaube, das kann unser Gebetsleben revolutionieren.

    Obendrein kann es uns Ruhe und Erfrischung verschaffen. Schauen wir uns 1. Korinther 14:21 an.

    Ich bin gleich fertig. Ich weiß, ich habe heute etwas überzogen, aber das müssen Sie erkennen.

    Paulus zitiert den Vers 21 aus Jesaja und sagt:

    1. Korinther 14:21-22

    „Es steht im Gesetz geschrieben: ‚Ich will durch Leute mit fremder Sprache und durch Lippen Fremder zu diesem Volk reden, und auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr.‘ Daher sind die Sprachen zu einem Zeichen…“

    Diese Weissagung aus dem Alten Testament, sagt der Apostel Paulus, bezieht sich auf die neutestamentliche Erfahrung des Sprachenredens. Ich möchte Ihnen die komplette Weissagung aus Jesaja vorlesen. Sie steht in

    Jesaja 28:11-12
    „Ja, Gott wird einmal mit unverständlicher Sprache und mit einer fremden Zunge reden zu diesem Volk,“ der Apostel Paulus sagt, das hier vom Sprachengebet die Rede ist, „der zu ihnen gesagt hat: ‚Das ist die Ruhe; schafft Ruhe den Müden, und das ist die Erquickung!‘ Aber sie wollten nicht hören.“

    Ruhe und Erquickung breitet sich in unserem Geist aus, wenn wir uns Zeit nehmen, in anderen Sprachen zu beten.

    Ich habe noch jede Menge Notizen, aber keine Zeit mehr. Keiner von uns hat sein Potential in Gott bereits ausgeschöpft und viele wären gerne weiter. Aber Gott sei Dank sind wir schon verändert.

    Wir kommen weiter, stimmt’s? Ich lerne ständig dazu. Und wenn Sie heute hier sind und Jesus als Ihren Retter angenommen haben, möchte ich Ihnen sagen: Es gibt eine weitere Erfahrung nach der Errettung. Wir können vom Heiligen Geist erfüllt werden, den Geist empfangen, bzw. im Heiligen Geist getauft werden. Ich möchte mir dafür nur eine Minute Zeit nehmen, okay? Ich werde es so schlicht und einfach wie möglich machen und werde mit der Versammlung beten.

    Wenn Sie Jesus nie zum Herrn Ihres Lebens gemacht haben, sage ich Ihnen: Er ist real. Er befreit Drogenabhängige wie ich einer war und auch sonst jeden von allem. Er kann Ihr Leben verändern.

    Wir werden gemeinsam ein einfaches Gebet sprechen, um Christus als Retter anzunehmen.

    Wenn Sie das nie taten, dann ist das jetzt Ihre Gelegenheit. Sie können sich jetzt von der Sünde abwenden und ein neues Leben beginnen.

    Danach werden wir den Herrn in einem schlichten Gebet darum bitten, uns mit dem Heiligen Geist zu erfüllen. Wenn Sie Ihn noch nicht empfangen haben, können Sie das jetzt tun. Wenn Sie noch nicht so weit sind, ist das kein Problem. Ich will Sie in keiner Weise zu irgendetwas drängen. Wenn wir dafür beten werden und Sie denken: „Herr, ich muss mehr darüber erfahren“, dann ist das völlig okay. Ich finde das sogar gut. Seien Sie wie die Beröer. Forschen Sie in den Schriften, ob es sich so verhält.

    Aber wenn Sie heute abend bereits so weit sind, möchte ich Sie ermutigen: Wenn wir das Gebet mit einem Amen beendet haben, öffnen Sie einfach Ihren Mund. Falls Worte kommen, sprechen Sie sie aus, und zwar so laut, dass Sie sie hören können. Wir werden das alle gemeinsam tun. Das ist völlig in Ordnung. Jeder weiß, was wir tun und warum wir es tun. Das sollte uns allen klar sein, besonders nach meiner heutigen Predigt.

    Ich möchte Sie ermutigen: Wenn wir für die Geistestaufe beten und Sie vom Heiligen Geist erfüllt werden wollen, dann hören Sie auf, Englisch oder Deutsch zu sprechen. Einfach, weil Sie nicht zwei Sprachen gleichzeitig sprechen können. Ich kann Englisch und etwas Spanisch sprechen, aber nicht gleichzeitig. Ich kann nicht auf Englisch „Danke, Jesus, ich liebe Dich, Jesus.“ sagen und gleichzeitig in Sprachen beten. Jedes Mal haben wir gelesen, falls es Ihnen aufgefallen ist: Sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt und redeten, was der Heilige Geist ihnen eingab. Mit anderen Worten, der Heilige Geist wirkte auf ihre Sprachorgane ein, aber sie mussten es aussprechen. Sie mussten es aussprechen und der Heilige Geist leitete sie. Er gab es ihnen ein. Noch eine Hilfestellung: Mit geschlossenem Mund können Sie nicht sprechen. Sitzen Sie nicht einfach versteinert da. Öffnen Sie ihren Mund und formen Sie Laute. Im Buch Hiob steht: „Ich werde meinen Mund für den Spätregen weit auftun.“ Der Spätregen ist ein Bild für den Heiligen Geist. Ich möchte Sie ermutigen. Wenn Sie vom Geist erfüllt werden wollen, daran interessiert sind, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Sie können Ihn heute empfangen. Jesus selbst tauft uns im Heiligen Geist. Wir können Ihm vertrauen. Kann jemand Amen sagen?

    Bitte stehen Sie auf. Ich werde ein schlichtes Gebet sprechen. Bitte sprechen Sie mir laut nach.

    Sagen Sie:

    Vater Gott, ich komme zu Dir. Ich danke Dir, dass Du Deinen Sohn Jesus gesandt hast, der am Kreuz starb, um all meine Sünden wegzunehmen. Ich vertraue Ihm allein, dass Er mich befreit und reinigt.

    Jesus, ich glaube, dass Dein kostbares Blut das Lösegeld für die Sünden der Welt ist. Ich bekenne Dich als meinen Herrn und Retter. Ich wende mich von meiner Vergangenheit ab. Ich gebe Dir meine Gegenwart und Zukunft. Von diesem Moment an lege ich mein ganzes Leben und all meinen Besitz in Deine Hände, Jesus. Und ich bitte Dich jetzt, Herr, erfülle mich ganz und gar. Erfülle mich mit dem Heiligen Geist. Ich vertraue Dir, Jesus. Und jetzt werde ich mit der Hilfe des Heiligen Geistes meine Stimme erheben und in anderen Sprachen zum Vater reden. Das bete ich in Deinem Namen, Amen.

    Ich sage es nochmals: Gott sei Dank für die Gabe des Heiligen Geistes. Wissen Sie, ich würde Gott auch ohne Ihn dienen, aber das muss ich Gott sei Dank nicht. Er gibt mir Kraft, Er ist mein Tröster, Er ist mein Beistand, Er erleuchtet mich. Es ist wunderbar, einfach herrlich, wenn der Heilige Geist in unserem Leben wirkt. Wir haben vorwiegend über das Wirken des Heiligen Geistes durch das Sprachengebet gesprochen. Manche nannten es das erste körperliche Anzeichen der Geistestaufe.

    Am Schluss sagten wir, dass unser Geist dadurch zur Ruhe kommt und erfrischt wird. Liebe Freunde, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das wahr ist. Ich hoffe, Sie sahen die vorigen Sendungen. Diese Serie ist noch nicht zu Ende. Wir werden noch mehr über den Heiligen Geist und Sein Wirken in uns, durch uns und für uns sprechen. Ich bete, dass Sie keine Sendung verpassen und möchte Ihnen noch sagen, dass Gott Sie liebt.

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