das Gebet um Offenbarung

aus der Reihe „Gebete und Bitten“


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Comments

  • Jule sagt:

    Gebete und Bitten – Teil 5 16.03.2008

    Bayless
    Willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden über ein Gebet des Neuen Testaments sprechen, dessen Wichtigkeit ich nicht genug betonen kann. Ich habe es für mich selbst immer und immer und immer wieder gebetet. Und ich habe es für so viele Leute gebetet, dass ich nicht mehr weiß, wie oft ich das Gebet gebetet habe. Es ist sehr wichtig. Nehmen Sie Ihre Bibel – Epheser, Kapitel 1.

    Predigt:
    Die letzten Wochen haben wir über Gebete und Bitten gesprochen, verschiedene Gebete und Bitten, die die Bibel uns ermutigt zu beten. Wir werden heute damit fortfahren. Wir schauen uns das Gebet um Offenbarung an, das wir in Epheser, Kapitel 1 finden.

    Bevor wir uns diese Verse ansehen, möchte ich eine Geschichte aus 2. Könige, Kapitel 6 erwähnen.
    Der assyrische König ist sehr frustriert, weil jedes Mal, wenn er seine Truppen zum Angriff auf Israel sendet, sie ihm einen Schritt voraus sind. Er ruft seine Offiziere und sagt: „Wir haben einen Verräter bei uns. Wer ist für den König von Israel?“ Einer der Männer sagt: „Eure Majestät, das ist nicht der Fall. Das Problem ist ein Prophet namens Elisa. Er sagt dem König Israels, was du in deinem Schlafzimmer redest.“ Und so fragt er: „OK, wo ist er?“ Sie finden heraus, dass Elisa in der Stadt Dotan ist. Des nachts sendet der assyrische König seine Truppen und umstellt die Stadt.

    Als am Morgen die Sonne aufgeht, kommt Elisas Diener raus, sieht die Armee, die die Stadt belagert und erkennt, dass sie in der Klemme stecken. Er weckt Elisa auf und sagt: „Meister, was sollen wir tun? Und Elisa gibt eine merkwürdige Antwort: „Fürchte dich nicht. Auf unserer Seite sind mehr, als auf ihrer Seite.“ Sein Diener dachte: „Du zählst merkwürdig: Wir sind zwei und Tausende bei ihnen.“ Dann betete Elisa: „Herr, öffne seine Augen, damit er sieht.“ Und Gott öffnete seine Augen und er sah die Berge voller Engel in feurigen Streitwagen.

    Die Öffnung der Augen des Dieners schuf nicht die Heerschar der Engel. Sie waren bereits da. Alle Befreiung, alle Rettung, alle Kraft, die sie brauchten, war bereits da, allerdings unerkannt durch Elisas Diener. Elisa sah sie vielleicht nicht mit seinen physischen Augen, aber die Augen seines Herzens waren erleuchtet und er wusste etwas im Herzen, was sein Diener nicht wusste. Und ich will Ihnen heute sagen: Ganz gleich, wie unmöglich Ihre Umstände zu sein scheinen, wie groß das Hindernis ist, da sind mehr auf Ihrer Seite als gegen Sie sind! Sie brauchen einfach nur geöffnete Augen.

    Und das ist, was Paulus für die Epheser betete, indem er uns ein Modellgebet gab, dass die Augen ihres Verständnisses, die Augen ihres Herzens für drei Dinge erleuchtet würden. Wir lesen ab Epheser 1:15.

    Epheser 1:15-20 „Deshalb höre auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf, für euch zu danken, und ich gedenke eurer in meinen Gebeten, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überschwängliche Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat.“

    Paulus betet für drei Dinge für die Epheser: Dass die Augen ihres Herzens geöffnet und erleuchtet werden, erstens, was ihren Ruf betrifft, zweitens ihr Erbe, und drittens die Kraft und Autorität, die für sie verfügbar ist.

    Gott hat sich viele Gedanken um Sie gemacht, auch wenn Sie es nicht haben. Vor Grundlegung der Welt hat Er Dinge für Sie geplant. Er hat Sie auf bestimmte Weise begabt. Er gab Ihnen bestimmte Gaben, bestimmte Dinge zu tun. Indem Sie das tun, finden Sie Erfüllung und werden zum Segen. In Epheser 2:10 heißt es:

    Epheser 2:10
    „Denn wir sind sein Gebilde… das bedeutet wörtlich, wir sind handgemacht von Gott… in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

    Etwas, was der Heilige Geist in mein Herz gegeben hat, ist ein Aspekt, den ich Ihnen mitteilen will: Wenn es darum geht, Gottes Berufung zu verstehen und zu erfüllen, beginnt es meistens mit dem Klaren und schreitet dann zu dem fort, was noch unklar ist. Wenn wir das Offensichtliche tun, von dem wir wissen, dass Gott es will, indem wir tun, was offenbart wurde, fängt der Herr an, unsere Augen für das zu öffnen, was gegenwärtig noch versteckt oder unklar ist. Hier sind einige Dinge, die alle Gläubigen berufen sind zu tun. Das sind die offensichtlichen, klar gesagten und offenbarten Dinge. Das ist der Bereich, wo wir beginnen. Nicht dass wir diese Dinge irgendwann nicht mehr tun, aber ich glaube, es ist eine Voraussetzung, dass wir uns dem widmen, was Gott klar gesagt hat, bevor Er uns die besonderen Dinge anvertraut, die wir berufen sind zu tun. Denn wenn ich nicht in dem treu sein kann, was klar gesagt, offenbart und offensichtlich ist, warum sollte Er mir die nächste Phase anvertrauen? Ich zähle es kurz einmal auf, wahrscheinlich zu schnell zum Aufschreiben. Hören Sie es einfach:

    Johannes 13:34: wir sind berufen, einander zu lieben.
    Römer 12:10: wir sind berufen, einander höher zu achten und zu ehren.
    Römer 15:7: wir sind berufen, einander aufzunehmen.
    Römer 16:16: wir sind berufen, einander zu grüßen.
    1.Korinther 12:25: wir sind berufen, für einander zu sorgen.
    Galater 5:13: wir sind berufen, einander zu dienen.
    Epheser 4:32: wir sind berufen, zu einander freundlich zu sein und zu vergeben.
    Epheser 5:21: wir sind berufen, uns einer dem anderen unterzuordnen.
    Kolosser 3:16 wir sind berufen, einander zu ermahnen und zu lehren.
    1.Thessalonicher 4:18: wir sind berufen, einander zu trösten.
    1.Thessalonicher 5:11: wir sind berufen, einander zu erbauen.
    Hebräer 3:13: wir sind berufen, einander zu ermahnen.
    Hebräer 10:14: wir sind berufen, auf einander Acht zu haben.
    Jakobus 5:16: wir sind berufen, füreinander zu beten.
    1.Petrus 3:18: wir sind berufen, Mitleid miteinander zu haben.
    1.Petrus 4:9: wir sind berufen, gastfreundschaftlich zu sein.
    1.Petrus 4:10: wir sind berufen, einander zu dienen, und
    1.Johannes 1:7: wir sind berufen, Gemeinschaft miteinander zu haben.

    Das sind Dinge, zu denen wir alle berufen sind. Und interessanterweise finden die meisten Punkte die größte Ausdrucksmöglichkeit, wenn wir uns in Gottes Haus versammeln oder wenn wir uns in unseren Häusern als Gläubige versammeln. Dort ist der Kontext, wo diese Dinge ihren Ausdruck finden. Wie ich bereits sagte: Ich glaube, unsere Energie in diese bekannten und offenbarten Dinge zu investieren, ist eine Voraussetzung, dass Gott unsere Augen für unsere Berufung und Begabung öffnet.

    Merken Sie sich die Stelle im Epheserbrief und schauen wir in Apostelgeschichte, Kapitel 11. Das ist nur eines von vielen Beispielen der Bibel, die dieses Prinzip veranschaulichen. Wir wollen uns dies anschauen.

    Apostelgeschichte 11:25-30
    „Er zog aber aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen; und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden. In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; sie trat auch unter Klaudius ein. Sie beschlossen aber, dass, je nachdem wie einer der Jünger begütert war, jeder von ihnen zur Hilfeleistung den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas senden sollte; das taten sie auch, indem sie es durch die Hand des Barnabas und Saulus an die Ältesten sandten.“

    Barnabas und Saulus, später Apostel Paulus genannt, haben ein Jahr lang mit den Christen in Antiochia Gemeinschaft. Sie lehren dort. Dann wurden sie ausgewählt, Hilfsgüter nach Judäa zu bringen. Keine besonders aufregende Arbeit. Sie gehen nicht nach Jerusalem, wo das Zentrum ist, sie lehren nicht in der Muttergemeinde, von wo aus sich alles verbreitet. Sie sind in Antiochia, der ersten Heidenkirche. Sie sind ein Jahr dort und dann sammeln sie ein Opfer. Sie müssen auf eine weite Reise gehen und sind nicht mal diejenigen, die die Sachen einkaufen und verteilen. Sie übergeben es den Ältesten. Das war gewiss keine glamouröse Aufgabe und dennoch fällt alles, was sie in dem Zeitraum taten, unter die Kategorie der Beispiele, die wir gerade lasen. Die Dinge, die klar und offensichtlich sind. Sie hatten Gemeinschaft miteinander. Sie dienten anderen. Sie erwiesen Gastfreundschaft. Sie übten Erbarmen durch das aus, was sie taten. Sie sorgten füreinander. Sie erbauten ganz sicher die Gläubigen in Judäa. Sie trösteten einander. Sie ermahnten und lehrten. Sie waren freundlich. Sie dienten. Sie kümmerten sich, achteten andere und liebten einander. Die Dinge, die wir berufen sind zu tun. Das waren die bekannten Dinge, die klaren Dinge, die offenbarten Dinge. Und von dort geht es in etwas anderes über. Schauen wir in Apostelgeschichte 12:25.

    Apostelgeschichte 12:25 „Barnabas aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit.“

    Wenn sie nicht ihren Dienst getan hätten, das Offensichtliche und das Klare zu tun, wozu Gott uns alle berufen hat, dann wäre es nie dazu gekommen, was wir in den nächsten Versen lesen.

    Apostelgeschichte 13:1-4 „Es waren aber in Antiochia, in der dortigen Gemeinde, Propheten und Lehrer: Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manaen, der mit Herodes, dem Vierfürsten, auferzogen worden war, und Saulus. Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie; und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleucia.“

    Und sie begannen, was wir heute ihre erste Missionsreise nennen. Barnabas und der Apostel Paulus gründeten Gemeinden in der damals bekannten Welt. Gott tat Wunder durch sie. Städte wurden vom Evangelium erschüttert. Dann fing Paulus an, Briefe an die Gemeinden zu schreiben, die sie gegründet hatten, die heute unser Neues Testament sind. Aber sie begannen mit dem Klaren, mit dem Offensichtlichen, mit Gottes Ruf für alle Gläubigen. Und dann bewegte Gott sie: „Sondert sie mir für das Werk aus, zu dem ich sie berufen habe.“ Sie wären nie für die nächste Phase ausgesondert worden, hätten sie nicht das andere getan. Jetzt öffneten sich die Fenster für das, was vorher unklar, und vielleicht verborgen war, obwohl ich sicher bin, dass da Anzeichen und Verlangen und Einsichten im Herzen von Paulus und Barnabas für diese Dinge waren. Aber jetzt ist es für alle klar.

    Und wenn das in unserem Leben geschieht, dass wir uns in unsere persönliche Berufung hinein bewegen, dann kann es sehr dramatisch und prophetisch sein. Aber meistens geschieht es auf weniger spektakuläre Weise, indem Gott uns die Augen öffnet für die neuen Wege. Es wird uns durch Dinge deutlich, die uns aufregen oder durch ein Verlangen in Ihrem Herzen, das nicht weggeht. Ich glaube, das kann ein Zeichen für das sein, wozu Gott Sie berufen hat.

    Wir wollen es nicht aufschlagen, aber in Apostelgeschichte 7, Vers 23 heißt es, dass es in Moses Herz kam, nach seinen Brüdern und dem Volk Israel zu sehen. Er geht hin und sieht, wie ein Ägypter einen Israeliten bedrückt und schlägt. Es macht ihn so wütend, dass er den Ägypter tötet. Etwas in ihm kochte über: „Das ist nicht richtig, dass sie in Sklaverei sind und misshandelt werden! Sie müssen frei sein!“ Er tötet den Ägypter und begräbt ihn. Am nächsten Tag geht er hin und sieht einige Israeliten kämpfen und er versucht sie zu trennen und zu besänftigen. Einer der Männer sagt: „Willst du mich töten, wie du den Ägypter getötet hast? Wer hat dich zum Richter über uns eingesetzt?“ Und darauf floh Mose in die Wüste. Im weiteren Verlauf sehen wir dieses starke Verlangen in Mose, dieses brennende Verlangen, dass ihn bestimmte Dinge ärgerten, die ein Hinweis auf seine Berufung waren. Er war berufen, ein Befreier zu sein, ein Richter und ein Leiter. Zu dem Zeitpunkt war es nur ein Verlangen seines Herzens. Er hatte noch nicht seine brennende Busch-Erfahrung. Aber Gott offenbart ihm Dinge.

    Es mag Sie überraschen: Es gibt bestimmte Dinge, die Sie verärgern, wenn Sie sie erleben und die andere Leute gar nicht berühren. Es gibt bestimmte Verlangen, die stark in Ihnen brennen, über die andere nie nachdenken. Es kann die Not von Obdachlosen oder vertriebenen Menschen sein, Kinder, die keinen Vater oder kein Vorbild haben. Vielleicht sind es Dinge, die in anderen Ländern passieren, wie Sklavenhandel oder Verfolgung. Und der Punkt ist: Es geht nicht weg. Es brennt in Ihnen, die Sache, über die Sie sich aufregen. Das Verlangen ist unleugbar da. Wann immer Sie der Sache begegnen, überkommt Sie ein brennendes Verlangen, denn es beschäftigt Sie immer wieder. Sie fragen sich: „Warum tut bloß niemand etwas dagegen? Warum verändert das niemand?“ Und Sie führen Ihr geschäftiges Leben weiter und tun nichts und verdrängen das Verlangen mit Arbeit und denken: „Nun ja, ich muss mit meinem Leben fortfahren. Ich muss weitermachen mit dem, was ich zu tun habe.“ Aber es brennt weiter in Ihnen und es kommt zurück. Und Sie werden es nicht los. Sie begraben es unter der Geschäftigkeit des Lebens und dasselbe passiert wieder: Es lodert weiter. Diese Sache wird weiterlodern, wenn ich nichts tue.

    Der Punkt ist: Sie können es nicht loswerden. Und hören Sie: Wir wurden alle von Gott geschaffen, etwas zu tun. Er hat gute Werke vorbereitet vor Grundlegung der Welt, die wir tun sollen, ob es Predigen, Singen, Erziehen, Bauen, Planen, Schulen, Unterstützen ist, … da ist etwas in unserem Inneren.

    Und Paulus‘ Gebet für die Epheser, dass die Augen ihres Verständnisses erleuchtet werden und dass wir die Hoffnung Seiner Berufung kennen, ist ein wichtiges Gebet. Als Zweites betete er, dass wir den Reichtum der Herrlichkeit Seines Erbes für die Heiligen erkennen. Andere Übersetzungen sagen: „Erkenne das Erbe, dass Er für die Heiligen vorbereitet hat.“ Das sind die Mittel, um die Berufung zu erfüllen. Und wir brauchen die Erkenntnis dieser Dinge. Sonst enden wir wie die Frau, … sie haben die Geschichte vielleicht schon mal gehört, sie illustriert dies gut, … die Charles Spurgeon einmal besuchte. Sie hatte mehrere Jahrzehnte in völliger Armut gelebt. Sie war früher Haushälterin für eine reiche Frau. Als diese Frau starb, besaß die Haushälterin nichts und war sehr krank. Ihr Leben ist fast vorüber. Sie lebte in einer ärmlichen Behausung. Als der Pastor sie besuchte, fällt ihm eine Urkunde in einem Rahmen auf, die an der Wand hängt. Er fragte sie deswegen und sie sagte: „Das ist alles, was meine Herrin mir hinterließ, bevor sie starb. Es ist sehr wertvoll für mich.“ Er fragte, ob er es ausleihen und begutachten lassen könne. Es war ein Testament. Dieser Frau war ein großes Vermögen von der Frau vermacht worden, deren Haushälterin sie war, aber sie konnte nicht lesen. Sie hätte ein eigenes Haus mit Personal und allem haben können, was sie brauchte. Aber sie lebte den Rest ihres Lebens mittellos, weil sie nicht wusste, was ihr gehörte.

    Als ich ein kleiner Junge war, lebten wir eine Zeit bei San Francisco. Seien Sie nicht böse, aber ich bin immer noch ein San Francisco Giants Fan. Und ich war so glücklich, als mir meine Tante Tevy, die für Delta Airlines arbeitete, eine Serviette mitbrachte. Ein Name samt Autogramm war drauf: „Willie Mays.“ Willie Mays war mein Held. Kurze Zeit später gab sie mir einen Baseball… sie hatte das ganze Team im Flugzeug. Jetzt hatte ich einen signierten Baseball mit allen Giants: Felipe Alou, Willie McCovey, Juan Marichal, Willie Mays und all die anderen, die damals spielten. Als Kind verstand ich nicht den Wert der Sache. Wir nahmen ihn mit in den Garten und spielten damit. Wir spielten viele Male Fangen damit. Und später erkannte ich: „Die Schrift auf diesem Ball könnte wertvoll sein.“ Dann legte ich ihn beiseite und verkaufte ihn kürzlich für das Heim für die Ernte. Hätte ich als Junge darauf acht gegeben, wer weiß? Vielleicht hätte ich hundertmal mehr dafür gekriegt, denn er war in keinem guten Zustand.

    Ich glaube, einige Gläubige haben eine ähnliche Haltung gegenüber ihrer Bibel. Das ist Gottes Testament! Das ist Ihre Erb-Urkunde! Sie ist gefüllt mit lauter kostbaren Verheißungen. Wir müssen sie erwartungsvoll, sorgfältig, betend lesen. Und wenn wir Dinge finden, die uns betreffen, dann müssen wir Gott um Erleuchtung bitten und Ihm für diese Dinge danken. Es ist so wichtig!

    Wir haben einen Feind, den Teufel. Er ist unser Widersacher. Er geht als brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Jesus sagte, er kommt zu stehlen, zu töten, zu zerstören. Er wird alles tun, um Sie abzuhalten, Ihr Erbe in Besitz zu nehmen, um Sie im Dunkeln bezüglich Ihrer Berufung zu halten. Darum ist der dritte Teil des Gebets, dass Paulus betet, folgendes: „Das die Augen eures Herzens erleuchtet werden…“

    Epheser 1:19-21 „… was die überschwängliche Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, hoch über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird.“

    Es gibt verschiedene Worte, die im Neuen Testament mit „Kraft“ übersetzt werden. Und jedes einzelne kommt in diesen Versen vor. Es ist die einzige Stelle in der Bibel, wo all diese Worte vorkommen. Die überschwängliche Größe von Gottes Kraft, die Er gebrauchte, als Er Christus von den Toten aufweckte, den Sieg über die Hölle, das Grab und alle Mächte der Finsternis errang. Dieselbe Autorität und Kraft wirkt in uns und durch uns als Gläubige. Aber sie wirkt nicht, weil sie etwas hier oben im Kopf wissen. Sie wirkt, weil wir es hier wissen. Darum das Gebet, dass unsere Herzensaugen für diese Dinge erleuchtet werden. Christus, der in erhöhter Stellung neben Gottes Thron sitzt, über allen Mächten und Gewalten, ist auch unser Platz. Im zweiten Kapitel heißt es, dass wir mit Christus in himmlische Orte gesetzt wurden, weit über… nicht ein wenig… weit über allen Mächten und Gewalten.

    Wovon ist hier die Rede? Wir lesen davon in Epheser, Kapitel 6, Sie kennen es sicher. Es heißt dort, wir sollen die ganze Waffenrüstung Gottes anziehen, damit wir gegen die List des Teufels bestehen können. Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Mächte der Finsternis dieser Welt.

    Und hier betet er für die Kirche, dass die Augen ihres Herzens erleuchtet werden für die Größe der Kraft Gottes und der Autorität, die in ihnen als Gläubige wirkt, dieselbe Kraft, die Christus siegreich über alle Werke des Teufels und alle Mächte erhob. In Kolosser, Kapitel 2, wird gesagt, dass Jesus durch das Kreuz und Seine Auferstehung die Mächte der Finsternis entwaffnete. Hören Sie es aus der Amplified Bible: „Durch das Kreuz entwaffnete er die Mächte und Gewalten, die gegen uns waren und stellte sie öffentlich zur Schau.“ Eine andere Übersetzung sagt: „Er warf die kosmischen Kräfte und Gewalten wie ein Kleid ab und stellte sie zur Schau.“ Philipps Übersetzung: „Er deckte sie als besiegt und leer auf, in seiner siegreichen Tat.“ Satan wurde besiegt. Er hatte Autorität über die Menschheit, die er von Adam erhielt, als Adam sündigte und fiel. Aber Gott sei Dank kam Jesus und besiegte den Teufel.

    In Offenbarung 1:18 sagt Jesus: „Ich bin der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich lebe in Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes.“

    Schlüssel repräsentieren Autorität. Jesus, woher hast Du sie? Hebräer 2:14 sagt uns, dass Jesus Fleisch und Blut annahm, um durch Seinen Tod den zu zerstören, der die Autorität des Todes hatte, den Teufel. Für diesen Zweck wurde der Sohn Gottes offenbar, heißt es im 1.Johannesbrief, damit Er die Werke des Teufels zerstörte.

    Wissen Sie, dass fast alles, was Gott für uns hat, durch Offenbarung zu uns kommt? Die Augen unseres Herzens werden erleuchtet, wir erkennen, was unser Erbe ist, was Gott tut und Glaube wird lebendig. Und ich will Sie ermutigen, mein Freund. Beten Sie ernsthaft, dass Gott die Augen Ihres Herzens erleuchtet. Wenn Sie mir jetzt zuschauen und Sie nie Jesus Christus zum Herrn Ihres Lebens gemacht haben, … es ist eine Sache, in Ihrem Kopf zu wissen, dass Jesus der Sohn Gottes ist, aber etwas anderes, es im Herzen erkannt zu haben. Und das ist, wovon wir sprechen. Das ist, wenn die Wahrheit in Ihnen lebendig wird, wenn Sie erleben und schmecken und die Dinge sehen können, die Gott für Sie hat. Ich bete, dass Gott die Augen Ihres Herzens erleuchtet, damit sie mit Licht erfüllt sind über unseren herrlichen Retter, der am Kreuz für die Sünden der Welt starb, von den Toten auferweckt wurde, damit wir gerechtfertigt sind und in Beziehung zu Gott kommen. Rufen Sie heute den Namen Jesus an. Gott segne Sie.

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