Bileam und Gehasi


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  • Jule sagt:

    Stöcke und Steine – Teil 10 14.09.2008

    Bileam und Gehasi

    Hallo, Freund, willkommen zur heutigen Sendung. Lassen Sie Ihre momentane Beschäftigung ruhen und setzen Sie sich vor den Fernseher. Wenn Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie. Wir werden uns eine der erstaunlichsten Geschichten der Bibel ansehen, eine aufrüttelnde und verblüffende Geschichte. Sie handelt von jemandem, der von Gott mächtig gebraucht wurde, einem Propheten, der sogar prophetisch über das Erscheinen des Messias redete. Doch am Ende kam er völlig vom Weg ab und war nicht nur Gott ungehorsam, sondern brachte das Volk Gottes zu Fall und instruierte einen heidnischen König, wie er Gottes Volk irreführen kann. Eine erstaunliche Geschichte im Alten Testament spricht sehr detailliert über ihn. In der Offenbarung wird Bileam, der Prophet, auch genannt. In den Briefen ist auch von ihm die Rede. Er kam wegen seiner Habgier vom Weg ab und riss viele mit. Es wird Ihnen gefallen.

    Wir beginnen mit der Geschichte von Bileam. Bileam war ein Seher oder ein Prophet, der dafür bekannt war, dass er verfluchen und segnen konnte. Was er verfluchte, war verflucht und was er segnete, war gesegnet. Und der König von Moab sah Israel aus Ägypten ausziehen und bekam Angst. Er holt Bileam zu sich und sagt: „Dieses Volk wird alles Land einnehmen. Verfluche sie doch für mich.“ Und die Botschafter, die zu Bileam kamen, sagten ihm, was Balak, der König von Moab sagte. Und Bileam sagte: „Nun, weißt du, ich muss darüber beten. Ich kann nichts tun, was Gott nicht gutheißt.“ Und der Herr sagte zu Bileam: „Geh nicht mit ihnen. Verfluche diese Menschen nicht, denn sie sind gesegnet.“ Nun, Bileam kommt wieder und erzählt den Botschaftern nicht die ganze Geschichte. Er sagt nur: „Gott sagt, ich kann nicht gehen.“ Sie reisen ab und König Balak denkt sich: „Er versucht nur, einen höheren Preis zu erzielen.“ Er schickt weitere ehrenwertere Botschafter und sagt: „Du verstehst das nicht. Der König von Moab bietet dir Silber und Gold an. Du erhältst quasi einen Blankoscheck. Soviel du willst! Er wird dir sehr viel Ehre erweisen. Komm einfach und verfluche die Israeliten.“ Statt zu sagen: „Du weißt schon, dass ich es nicht tun kann,“ sagte er: „Lass mich darüber beten.“ Er dachte an ein Haus voller Silber und Gold, denke ich. Und Gott sagte: „Wenn sie kommen, um dich abzuholen, kannst du mitgehen.“ Aber der alte Bileam wartet nicht darauf. Er sattelte seinen Esel und geht einfach so mit ihnen los. Er missachtet Gottes Anweisungen. Er ist ungeduldig und wartet nicht. Gott wird etwas ärgerlich. Hier steigen wir in die Geschichte ein.

    4.Mose 22:22-32
    „Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er ging. Und der Engel des Herrn stellte sich in den Weg, um ihm entgegenzutreten. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Diener waren bei ihm. Und die Eselin sah den Engel des Herrn mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen, und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Feld weiter; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken. Da trat der Engel des Herrn in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen; eine Mauer war auf der einen und eine Mauer auf der andern Seite. Und die Eselin sah den Engel des Herrn und drückte sich an die Wand und drückte den Fuß Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal. Da ging der Engel des Herrn noch einmal weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Weg war, um auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin den Engel des Herrn sah, legte sie sich hin unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stock. Da öffnete der Herr den Mund der Eselin, und sie sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun schon dreimal geschlagen hast? Bileam sagte zu der Eselin: Weil du Mutwillen mit mir getrieben hast. Hätte ich doch ein Schwert in meiner Hand! Gewiss hätte ich dich jetzt erschlagen! Und die Eselin sagte zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis zum heutigen Tag? War es je meine Gewohnheit, dir so etwas zu tun? (Welcher Esel drückt sich so gewählt aus?) Und er sagte: Nein. Da enthüllte der Herr die Augen Bileams, und er sah den Engel des Herrn mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen; und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht. Und der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun schon dreimal geschlagen?“

    Interessante Frage, oder? Ich denke, wir werden uns verantworten müssen. Ich bin sogar sicher, dass wir Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie wir unsere Tiere behandeln. Die Bibel sagt, ein gerechter Mann kümmert sich um das Leben seiner Tiere. Der Engel sagte: „Warum hast du deinen Esel dreimal geschlagen? … wenn er mir nicht aus dem Weg gegangen wäre, hätte ich dich sicher schon umgebracht und ihn am Leben gelassen.“ (Ich mag den Esel lieber als dich, Bileam.)

    Schließlich darf er gehen, gibt aber nur vor, dass der Herr es so sagt. Drei Mal versucht er, die Israeliten zu verfluchen. Drei Mal kommen nur Segnungen aus seinem Mund.

    Ich denke, wenn wir den Stab, mit dem Bileam den Esel schlug, interviewen könnten, würde er uns eine Geschichte erzählen. Zunächst möchte ich den Teil der Geschichte, den wir lasen, genauer ansehen und danach zurück gehen und einige darin enthaltene allgemeine Dinge betrachten.

    Zunächst denke ich, dass die Lektion nicht gefehlt hätte, dass Hürden und Hindernisse für unser Vorankommen von Gott errichtete Blockaden sein können, die uns vor Irrtum, Sünde oder Schaden bewahren sollen. Statt diese Blockaden zu verfluchen, sollten wir sie sorgfältig prüfen und darüber beten.

    Ich sage nicht, dass jedes Hindernis, jede Blockade in unserem Leben, von Gott kommt. Bestimmt nicht! Wir haben einen Feind, den Teufel, der unser Vorankommen mit Gott total stoppen möchte. Manchmal sind die Hindernisse im Leben einfach Auswirkungen der gefallenen Welt. Ich glaube jedoch, dass es Zeiten gibt, in denen uns die Motive unseres Herzens, die uns antreiben, nicht wirklich bewusst sind. Vielleicht haben wir nicht wirklich über unsere Motivation nachgedacht oder waren nicht bereit dazu. In solchen Fällen glaube ich, dass Gott in Seiner Gnade den Weg in unserem Herzen und den Umständen versperrt, damit wir nicht dort ankommen, wohin uns unsere Motivation führen würde.

    Einmal kam ein Mann zu mir, der eine Affäre mit der Frau seines Bruders hatte. Es kam heraus und Sie können sich die Auswirkungen auf seine Ehe vorstellen. Sie zerbrach, seine Frau und die Kinder waren bestürzt. Sein Bruder war nicht gerade glücklich über die Ereignisse. Seine Mutter und sein Vater waren unbeschreiblich traurig. Die ganze Familie wurde erschüttert. Er saß weinend da und sprach mit mir. Ich stellte ihm eine Frage, auf die er nicht vorbereitet war. Ich sagte: „Von dem Moment an, als du über diese Versuchung nachgedacht hast, bis zum Zeitpunkt, wo du sie tatsächlich umgesetzt hast… hat Gott da für Hindernisse gesorgt? Sein Blick sagte mir: „Was hast du gefragt?“ Ich wiederholte es: „Hat Gott für Hindernisse gesorgt? Hat Gott dir Dinge in den Weg gestellt, während du dieser Versuchung Raum gabst und Schritte in diese Richtung gingst?“ Er sagte tatsächlich: „Keine Ahnung.“ Ein paar Tage später kam er wieder zu mir und sagte: „Bayless, ich musste immer über deine Frage nachdenken.“ Er sagte: „Die Antwort ist: Gott sorgte für viele Hindernisse, aber ich ging über alle hinweg.“

    Ich denke, Bileam hätte besser einen verstauchten Fuß als zwei gesunde Beine, die ihn in die Hölle bringen. Manchmal müssen wir die Hindernisse auf unserem Weg ernst nehmen, statt sie zu verfluchen, weil sie vielleicht da sind, damit wir die Motivation unseres Herzens bedenken.

    Ich denke, eine weitere Lektion ist, dass Habgier eine Sünde ist, die uns blind macht und von Gott wegbringt. Eins der Zehn Gebote steht in 2.Mose 20:17: Du sollst nicht das Haus oder die Frau deines Nächsten begehren oder seinen Weinstock, seinen Olivenhain, seinen Esel oder seinen Ochsen, sein Motorrad, seinen Ferrari oder was auch immer. Begehrt nichts, dass eurem Nachbarn gehört. Das ist eines der Zehn Gebote.

    Gott befasst sich mit dieser Herzensangelegenheit. Unser Verlangen soll nur ein gesundes Streben zum Beispiel nach einem besseren Leben oder nach Überfluss zum Segen anderer sein… kein Verlangen, das zur Habsucht wird.

    Der Apostel Paulus sprach im Neuen Testament recht viel über Habgier und Gier. In Kolosser 3 sagte er sogar, dass Habgier Götzendienst ist. Das bringt uns dazu, Dinge über Gott zu stellen. Genau das tat Bileam. Er stellte sein Verlangen nach Reichtum und Ehre über Gott, sein Gewissen und sogar über die möglichen Auswirkungen. Ich denke, dass er sich anfangs willentlich gegen sein Gottesbewusstsein und die Konsequenzen stellte. Danach war er sich seiner Blindheit nicht mehr bewusst. Schließlich wurde Bileam ein Feind Gottes und ein Feind von Gottes Volk.

    Er versuchte drei Mal, sie zu verfluchen. Er ließ Balak sogar sieben Altäre bauen, um Gott friedlich zu stimmen und das Richtige zu tun und um die Bosheit seines Herzens religiös zu verbrämen und dennoch kamen nur Segnungen aus seinem Mund. Lassen Sie uns das Kapitel 20 anschauen.

    4.Mose 24:10-11
    „Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Hände zusammen; und Balak sagte zu Bileam: Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, jetzt bereits dreimal! Und nun fliehe an deinen Ort! Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch belohnen, siehe, der Herr hat dir den Lohn verwehrt.“

    4.Mose 24:25 – 25:1-3
    „Und Bileam machte sich auf, ging weg und kehrte an seinen Ort zurück; und auch Balak ging seines Weges. Und Israel blieb in Schittim. Und das Volk fing an Unzucht zu treiben mit den Töchtern Moabs; und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein, und das Volk aß und warf sich nieder vor ihren Göttern. Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel.“

    Im Verlauf der Geschichte bricht eine Plage unter dem Volk aus. Gott richtete sie, weil sehr viele Männer, auch die Prinzen Israels, sich von den moabitischen Frauen locken ließen und mit ihnen sexuelle Beziehungen hatten und auch in den Tempeln an Orgien teilnahmen. Der König von Moab konnte sie nicht verfluchen. Also verführte er sie durch die Mädchen dazu, hereinzukommen und brachte sie durch ihre sexuellen Handlungen dazu, in den Götzentempeln anzubeten.

    Die Frage ist: Wie ist das überhaupt passiert? Dieses Volk, von dem Gott sagte: „Sie sind nun mal gesegnet und du kannst sie nicht verfluchen.“ Es führte dazu, dass sie sich quasi selbst verfluchten. Wie ist das passiert? Wie kam Balak, der König von Moab, auf diesen Plan?

    Die Antwort steht in demselben Buch. Markieren Sie bitte diese Stelle und schlagen Sie bitte 4.Mose 31 auf. Mose spricht hier und gibt uns die Antwort.

    4.Mose 31:16
    „Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Söhnen Israel ein Anlass geworden, in der Sache mit dem Peor eine Untreue gegen den Herrn zu begehen, sodass die Plage über die Gemeinde des Herrn kam.“

    Bileam ging zwar weg, kam aber schon bald wieder und sagte: „Vielleicht kann ich sie nicht verfluchen, aber ich habe einen Rat für dich. Du musst diese schönen Moabiterinnen, die ich sah, in das Lager Israels schicken, damit sie diese Jungs verführen. Bring sie dazu, sexuell zu sündigen, und dann führt eine Sünde zur nächsten. Bring sie in den Tempel und sie werden anbeten und sich niederbeugen, wenn du sie dazu brachtest, sexuell zu sündigen.

    Merken Sie sich diese Stelle und schauen Sie bitte in die Offenbarung. Jesus spricht über Bileam, und zwar nicht sehr positiv. Offenbarung, Kapitel 2. Der Herr spricht zu einer der Kirchen in Kleinasien und sagt in Vers 14 Folgendes:

    Offenbarung 2:14
    „Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, sodass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.“

    Bileam berät Balak: „Das musst du tun, so bringst du Israel zu Fall.“ Ähnliche Dinge geschahen in dieser Gemeinde in Kleinasien. – Gut, Bileam, warum?

    Blättern Sie ungefähr eine Seite zurück, schauen Sie in das Buch Judas, direkt vor der Offenbarung.

    Judas 11
    „Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben …“

    Bileam handelte aus Habgier, er empfing einen Lohn. Er konnte das Haus voller Silber und Gold nicht vergessen. Also verkaufte er seinen Platz in der Geschichte und in der Ewigkeit, weil er dafür vom König von Moab Reichtum und Ehre empfing.

    Bileam schmorte in den vergangenen 3000 Jahren in der Hölle. Denken Sie, er hält es immer noch für ein gutes Geschäft? Wohl kaum!

    Er hatte den Stock, … wenn wir ihn interviewten… mit dem er den Esel schlug, immer dabei. Er kannte Bileam vorher und auch in der Zeit, als er im Innersten korrumpiert und schließlich ein Feind Gottes wurde. Ich frage mich, ob wir diesen Stock interviewen und fragen könnten: „Hast du etwas Symptomatisches beobachtet?“ Erzählst du uns etwas darüber? Vielleicht hat jemand, dessen Herz Habsucht und Gier verfallen ist, besondere Merkmale? Ich bin sicher, der Stab würde schreien: „Ja, sicher!“ Erstens: Ungeduld.

    Als der Herr Bileam sagte: „Du kannst mit ihnen mitgehen, wenn sie dich abholen kommen,“ konnte er nicht warten. Er sattelte morgens seinen Esel und ging mit ihnen mit. Er war einfach ungeduldig. Habgierige Menschen sind ungeduldig und sagen sich: „Ich mach‘s mir leicht und nehme eine Abkürzung. Ich werde den Lauf der Dinge nicht abwarten. Komm mir lieber nicht in die Quere!“ Sie sind von Ungeduld gekennzeichnet.

    Sicher haben Sie das auch schon miterlebt. Es scheint ein allgemein gültiges Gesetz zu sein. Jemand geht an den Strand, macht ein Lagerfeuer und röstet ein paar Marshmallows. Ein Marshmallow wird aus dem Feuer geholt und brennt noch. Jemand kann es nicht abwarten. Es wird ausgepustet und vom Spieß genommen. Bumm! Fünf kleine Feuer, an jeder Fingerkuppe eins. Die Fingerabdrücke sind 6 Monate futsch und der brennende Marshmallow klebt noch da. Derjenige weiß nicht, wohin damit. Er wirft ihn sich ausgerechnet in den Mund! Jetzt ist der Gaumen hinüber! Nur weil man nicht auf das Abkühlen warten will. Ungeduld.

    Das sehen wir auch hier, ein markantes Merkmal von Habsucht. „Ich kann nicht auf Gott warten. Ich kann nicht abwarten, bis die Dinge so laufen, wie es richtig ist.“ Am Ende verbrennen Sie sich und andere Menschen verbrennen sich auch. Ungeduld umgibt diejenigen, die von Gier getrieben werden.

    Zweitens denke ich, dass einen Habsucht und Gier für das Offensichtliche blind machen können. Bileam ist ein Seher. Er ist ein Prophet. Wenn wir die Geschichte lesen, fängt er oft an zu weissagen: „So spricht Bileam, dessen Augen geöffnet sind.“ Aber der Esel sah den Engel und er nicht. Sein Esel hatte mehr geistliche Klarheit als er. Er bemerkte nicht einmal, dass sich sein Esel seltsam verhielt… ziemlich anders als sonst! Er ging unbeirrt weiter. Selbst als der Esel zu ihm sprach, ist Bileam derart geistlich benebelt, dass er sich verhält, als sei das ganz normal. Bileam, dein Esel spricht mit dir! Du brauchst das Gold des Königs von Moab nicht. Du hast einen sprechenden Esel! Wenn du reich werden willst, verkauf ihn! Dieser Esel drückt sich sehr gewählt aus und sagt: „Nun, legte ich dir gegenüber je ein solches Verhalten an den Tag?“ Und er sagt: „Eigentlich nicht.“ Seine Gedanken kreisen scheinbar nur darum, Geld und Ruhm zu erlangen und er kann das Offensichtliche nicht mehr erkennen. Er ist in diesem Bereich blind, verblendet durch seine Gier und seinen Stolz.

    Ich denke, habsüchtige Menschen sehen das Offensichtliche oft nicht. Ihre Familie kann zerfallen. Sie verlieren ihre Kinder und merken es nicht, weil sie nur ein Ziel im Leben haben: Reich werden. Verstehen Sie mich richtig. Ich bin bestimmt nicht gegen Reichtum. Falls Sie es so verstehen, entspricht das nicht meinem heutigen Thema. Ich denke, die Bibel ist wahr. Gott freut sich über das Wohlergehen seines Dieners. Wohlstand ist ein wunderbarer Diener, aber ein schrecklicher Herr. Es geht hauptsächlich um unser Herz und nicht darum, ob Gott uns segnen möchte oder nicht. Ich glaube, Er möchte es. Aber unser Herz soll sich fügen. Ich denke, dass manche Menschen, deren höchstes Lebensziel das Erlangen von Reichtum ist, für manches Offensichtliche in ihrer Umgebung blind sind. Sie sehen nicht die Spur der Verletzung und Zerstörung von Menschen, die sie hinterlassen. Sie sehen nicht, dass ihre Familie zerfällt. Manchmal sehen sie auch ihren eigenen geistlichen Niedergang nicht.

    Ich denke, die Geschichte macht deutlich, dass habsüchtige Menschen auf jeden böse sind, der ihnen in die Quere kommt. Bileam sah seinen Esel als ein Hindernis zwischen sich und seinem Ziel. Und er schlug auf den Esel ein.

    Vor kurzem las ich eine Geschichte über einen Mann aus der Unterhaltungsbranche. Er hat ein Vermögen gemacht. Jetzt ist er älter und hat seinen Lebensstil und sein Wertesystem völlig geändert. Es war ein sehr interessantes Interview. Ich las darüber, dass er jetzt mit seinen Enkelkindern Zeit verbringt und sein Leben rückblickend betrachtet und feststellte, dass seine früheren Ziele nicht so wichtig sind. In dem Artikel wurde ihm folgende Frage gestellt: „Würden sie etwas verändern, wenn das rückwirkend möglich wäre?“ Und er sagte: „Ja, etwas schon.“ Er sagte: „Früher hätte ich sie überfahren, wenn sie zwischen mir und meinem Ziel gestanden hätten.“ Er sagte: „Wenn ich jemanden als Bedrohung oder ein Hindernis auf meinem Weg zum Erfolg sah, habe ich denjenigen erledigt.“ Er sagte: „Das war ein großer Fehler!“

    Das ist nun mal das Herz eines gierigen Menschen. Sie sind wütend über jedes erkennbare Hindernis und jeden, der ihnen im Weg steht. Jemand, der habsüchtig oder gierig ist, wird irgendwann Kompromisse machen und durch Halbwahrheiten und Intrigen seinen Willen durchsetzen.

    Gottes Botschaft an Bileam war: „Geh nicht mit ihnen mit. Verfluche die Menschen nicht, denn sie sind gesegnet.“ Aber er geht zu den Boten und sagt ihnen nur die halbe Wahrheit. Er sagt: „Gott sagt, ich kann nicht mitgehen.“ Er sagte ihnen nicht: „Gott sagt, dass die Menschen gesegnet sind und ich sie nicht verfluchen kann.“ Hätte er das gesagt, bamm… und die Tür dieser Gelegenheit wäre ein für alle Mal zu gewesen. Die Tür zu dieser Versuchung wäre zugeschlagen worden, aber er wollte sie offen halten. Er spielte mit der Versuchung. Deswegen hat sie ihn schließlich ergriffen und zu Fall gebracht.

    Je länger wir mit der Versuchung spielen, um so mehr hat sie uns im Griff. Bileam hätte die Versuchung sofort abweisen sollen. So, wie Jesus es tat, als Satan Ihm alle Reiche der Erde anbot. Jesus sagte nicht: „Lass mich darüber beten.“ Er sagte: „Hinter mich, Satan!“ Der Zauberer Simon sagte, als er Petrus Geld anbot: „Gib mir diese Kraft, dass ich Menschen Hände auflegen kann und sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.“ Petrus sagte nicht: „Oh, das ist wirklich viel Geld. Lass mich darüber beten.“ Nein, Petrus sagte: „Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, Simon.“ Knall die Tür der Versuchung schnell zu. Wenn wir aber mit Dingen spielen, uns krumme Wege ausdenken und versuchen, die Situation zu manipulieren und unsere Versuchungen nicht schnell bewältigen, dann geben wir ihnen in unserem Leben Raum und sie werden uns schließlich zu Fall bringen.

    Hören Sie Folgendes: 1. Timotheus 6: 9-10 aus der Living Bible. Es heißt: „Menschen, die reich werden wollen, werden bald viele falsche Dinge tun, um Geld zu erlangen. Dinge, die sie verletzen und für eine böse Haltung sorgen und sie schließlich in die Hölle bringen werden. Denn die Liebe zum Geld ist der erste Schritt zu vielen Sünden. Manche haben sich von Gott abgewandt, weil sie es lieben, und haben sich selbst dadurch viele Schmerzen zugefügt.“

    Wenn wir Habsucht und Gier keinen Raum geben wollen, hören Sie diese drei Dinge. Erstens: Wir müssen großzügig sein. Geben Sie reichlich, beständig und von Herzen.

    Ich las neulich eine Statistik. Ich sah sie nicht zum ersten Mal. Sie besagt, dass jahrelange Umfragen und gesammelte Daten Folgendes ergaben: Je mehr jemand verdient, je besser er wirtschaftlich dasteht, um so weniger gibt er prozentual. Die Statistik stimmt, jedenfalls in unserem Land. Menschen geben prozentual um so weniger, je mehr sie verdienen. Ich bin entschlossen, nicht Teil dieser Statistik zu sein. Ich denke, dass wir prozentual mehr und nicht weniger geben sollen, wenn der Segen zunimmt und wir mehr verdienen.

    Als Erstes müssen wir großzügig sein. Zweitens muss uns klar sein, dass wir bald vor Gott stehen werden und über unsere Haushalterschaft Rechenschaft ablegen müssen. Niemand von uns ist Eigentümer. Wir dürfen diese Dinge nur benutzen und werden eines Tages Rechenschaft ablegen. Jesus sagte sogar, als Er von Einfluss sprach, dass wir Rechenschaft ablegen müssen. Und Geld und Besitz, materieller Reichtum, ist eine Form von Einfluss. Wir werden uns verantworten müssen. Jesus sagte sogar, dass wir für jedes unnütze Wort, das wir sprachen, zur Rechenschaft gezogen werden. Durch Worte üben wir Einfluss aus. Wir sind Haushalter. Er ist der Eigentümer.

    Und drittens und am Schluss ist es wichtig zu erkennen, dass mehr Besitz Sie nicht glücklich macht. Jesus sagte: „Hütet euch vor der Habsucht. Das Leben eines Menschen besteht nicht aus der Fülle seines Besitzes.“

    Die Bibel sagt, wir sollen lernen, mit den Dingen, die wir haben, zufrieden zu sein. Natürlich können wir für Besseres glauben oder daran arbeiten, zu wachsen und ein größerer Segen zu werden. Das sollte für jeden von uns selbstverständlich sein, … wenn, nicht für uns selbst, dann, um einem anderen zu helfen. Doch es ist so wichtig zu erkennen, dass Besitz nicht entscheidend ist.

    Mit Geld können Sie ein Bett kaufen, aber keine gute Nachtruhe.
    Mit Geld können Sie Gesellschaft erkaufen, aber keine Freundschaft.
    Mit Geld können Sie Medikamente kaufen, aber keine Gesundheit.
    Sie können die besten Lebensmittel kaufen, aber keinen gesunden Appetit.
    Mit Geld können Sie Anteile einer Firma kaufen, aber keinen inneren Frieden.
    Sie können sich ein Ticket für jeden Ort kaufen, außer für den Himmel. Mehr Besitz wird Sie nicht glücklicher machen. Der wirkliche Reichtum… wollen Sie wissen, was der wirkliche Reichtum im Leben ist? Diese Beziehung und auch diese Beziehungen. Das ist der wirkliche Reichtum.

    Die Bibel sagt, dass Gott uns alles reichlich darreicht zum Genuss. Besitz hat seinen Platz im Leben, aber wenn wir unsere Freude daraus beziehen wollen, unsere Zufriedenheit und Erfüllung, dann werden wir sehr arm sein. Freund, Sie müssen in Gott Ihre Zufriedenheit finden. Ich möchte Sie tatsächlich herausfordern. Leben Sie für etwas, das größer ist als Sie selbst? Leben Sie für etwas, was eine ewige Auswirkung haben wird? Jesus lädt uns ein, eine Rolle in diesem großen Schauspiel zu spielen, das sich in unserer Generation auf der Erde abspielt. Es ist ein Kampf um Leben und Tod, es geht darum, das ewige Evangelium einer verlorenen Generation zu bringen. Wissen Sie, Er möchte, dass Sie daran beteiligt sind. Es ist begeisternd, jetzt zu leben. Freund, wenn Gott Sie großartige Dinge erleben lässt, genießen Sie sie. Seien Sie ein Kanal des Segens für andere. Das wird Ihnen Freude bereiten. Versuchen Sie nicht, durch Ihren Besitz Freude und Erfüllung zu erlangen. Finden Sie sie in Gott und leben Sie für etwas Großes. Bringen Sie den Nationen das Evangelium.

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