2 Feigenbäume


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  • Jule sagt:

    Stöcke und Steine # 11 21.09.2008
    zwei Feigenbäume

    Freund, wir werden uns heute zwei Bäume in der Bibel ansehen. Zwei Feigenbäume, die in sehr ungewöhnlichen und wichtigen Situationen eine Rolle spielten. Eine hatte mit Nathanael zu tun. Die andere mit einem Feigenbaum, zu dem Jesus sprach. Ja, Jesus redete zu Bäumen. Sie werden dadurch etwas über Glauben lernen, etwas über die Gaben des Geistes und die Gnade Gottes.

    Öffnen Sie Ihre Bibel und lassen Sie uns gemeinsam ins Wort gehen.

    Markus 11:11-14
    „Und er zog in Jerusalem ein, in den Tempel. Und als er über alles umhergeblickt hatte, ging er, da es schon spät an der Zeit war, mit den Zwölfen nach Betanien hinaus. Und als sie am folgenden Tag von Betanien weggegangen waren, hungerte ihn. Und er sah von Weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl etwas an ihm fände; und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und er begann und sprach zu ihm: Nie mehr in Ewigkeit soll jemand Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es.“

    Er geht also nach Jerusalem, erledigt dort Dinge und geht zurück nach Bethanien. Wir steigen bei Vers 20 wieder ein, am nächsten Tag.

    Markus 11:20-26
    „Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird euer Vater, der im Himmel ist, eure Übertretungen auch nicht vergeben.“

    Wenn wir den Feigenbaum interviewten, den Jesus verfluchte, könnte er uns wunderbare Geschichten erzählen. Jesus nutzte die Gelegenheit, als die Jünger sahen, dass der Baum verdorrt war, nachdem Jesus ihn verfluchte, um über Glauben und einige Prinzipien des Glaubens zu lehren. Wenn wir fragen würden: „Herr Feigenbaum, wie sehen sie das?“, gäbe es sicher vier klare Lektionen.

    Erstens, Glaube entspringt einer Beziehung. Jesus sagte: „Habt Glauben an Gott,“ das bedeutet, an eine Person. Dem Herrn glauben bedeutet, Jesus Christus zu glauben. Er ist der Anfänger und der Vollender unseres Glaubens. Er kam von Ihm, Er vollendet ihn und Er ist auch in der Zwischenzeit daran beteiligt. Ich sage das, weil ich häufig Menschen über Prinzipien des Glaubens unabhängig von einer Beziehung lehren hörte, als seien es Prinzipien, die einfach so wirken. Freund, es geht um Glauben an Gott. Gott ist derjenige, der den Berg bewegt und die Gebetserhörung bewirkt. Sicher sind es Prinzipien, aber sie beschreiben, wie Glaube an Gott zum Ausdruck kommt. Wir dürfen nie vergessen, dass es um Glaube an eine Person geht. Obwohl ein Prinzip zur Sprache kommt, geht es um Glauben an unseren Vater und Glauben an den Herrn Jesus Christus und nicht darum, unabhängig von einer Beziehung nach Prinzipien zu handeln. Ich kann mir Glauben ohne eine Beziehung gar nicht vorstellen. Glaube entsteht in und kommt aus der Beziehung zu Gott.

    Zweitens hat Glaube mit dem Herzen und mit dem Mund zu tun. Jesus verfluchte den Baum, der Baum verdorrte und Er sagte: „Habt Glauben an Gott.“ Und dann sagt Er: „Ich sage euch, wer zu diesem Berg sagen wird: (Vers 23) Hebe dich empor und wirf dich ins Meer, und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.“

    Unser Herz und unser Mund müssen eins sein, damit Glaube wirken kann. Er zweifelt nicht in seinem Herzen. Das griechische Wort für Zweifeln lautet hier diakrino. Es bedeutet wörtlich, eine andere Ansicht zu haben oder zu opponieren. Unser Herz und unser Mund müssen harmonieren, damit Glaube wirken kann. Mein Herz und Mund können nicht verschiedene Dinge sagen und gleichzeitig glauben. Es wird nicht gehen. Herz und Mund müssen im Einklang sein, damit der Berg weicht, der ein Bild für das Hindernis, die ausweglose Situation und die Schwierigkeit in Ihrem Leben ist, die einfach unbeirrt bestehen bleibt. Sie wird sich kein bisschen ändern, wenn Herz und Mund nicht in Einklang sind.

    Ich habe das kurz nach meiner Errettung erlebt. Ich besuchte eine kleine Pfingstgemeinde und sagte scherzhaft, dass ich der Einzige unter 103 Jahren sei. Das war sicher nicht der Fall, aber ich fühlte mich so. Ich wurde wegen meines Aussehens von ein paar Leuten in der Gemeinde nicht sehr freundlich aufgenommen. Ich passte aus vielen Gründen nicht hinein und manche mieden mich. Ich denke, manche hatten Angst, mit mir zu reden. Aber ich nahm jedes Wort der Predigt des Pastors begierig auf und hörte zu, als ob mein Leben von dem abhinge, was er sagte. Ich erinnere mich, dass er fast beiläufig eine Geschwulst in seinem Gesicht erwähnte. Er sagte: „Jedes Mal, wenn ich dieses Ding in meinem Gesicht sah und es spürte, berührte ich es und sagte: ‚Du bist verflucht, in Jesu Namen.‘“ Er sagt: „Nach einer Weile fiel es einfach ab, es fiel direkt in meine Hand, einfach so.“ Er sagte es fast beiläufig und ich sagte: „Wie?“ So etwas hatte ich noch nie im Leben gehört! Und dann las ich diese Worte von Jesus, der den Baum verfluchte, der daraufhin verdorrte und Jesus sagte dann: „Habt Glauben an Gott. Sprecht zu eurem Berg. Zweifelt nicht in euren Herzen, dann wird es geschehen.“

    Manche erinnern sich, dass ich diese Geschichte erzählte… und ich komme aus einem bestimmten Grund darauf zurück.

    Als ich frisch verheiratet war, hatte ich eine Warze an meinem Fuß und dachte: „Ich werde tun, was mein Pastor tat. Ich werde tun, was Jesus sagte.“ Ich berührte sie und sagte: „Du bist verflucht in Jesu Namen.“ Ich spielte ein Spiel mit Janet, das sie nicht sehr mochte. Mehrmals in der Woche hielt ich ihr meinen Fuß vors Gesicht und sagte: „Schau dir das Ding an.“ Und sie schlug mein Bein weg. Und ich sagte: „Ich möchte nur, dass du sie siehst und bestätigst, dass sie da ist. Sie wird verschwinden. Ich habe sie im Namen Jesu verflucht.“ Ich berührte das Ding ständig und sagte: „Du bist verflucht, in Jesu Namen.“ Sie ging nicht weg, sie wuchs. Sie schien um so mehr zu wachsen, je mehr ich sie verfluchte. Ich hielt sie vor ihr Gesicht und sie schlug mein Bein weg. Schließlich tat es weh, wenn ich Schuhe trug. Ich spürte sie ständig. Eines Abends hielt ich sie ihr vor die Nase: „Sieh sie dir an!“ Und sie schlug mein Bein zur Seite. Am Morgen war sie weg. Sie wurde nicht mit der Zeit kleiner. Als ich ins Bett ging, war sie da und dann spurlos verschwunden! Ich weiß nicht, was mit ihr geschah, vielleicht hat Gott sie dem Teufel verpasst. Keine Ahnung, sie war weg.

    Jesus sagte: „Bring dein Herz und deinen Mund in Einklang.“

    Denken Sie kurz darüber nach. Das größte Wunder, das ein Mensch erleben kann, ist die Errettung.

    Das Größte! Wie geschieht es? Römer 10: 9-10: Ich glaube in meinem Herzen, dass Gott Jesus von den Toten auferweckte, bekenne Ihn mit meinem Mund als Herrn und bin errettet. Herz und Mund werden eins und das bewirkt Errettung. Eben bin ich noch zur Hölle unterwegs und in Ewigkeit getrennt von Gott. Kurz darauf habe ich Kontakt zu Gott und bin unterwegs zum Himmel. Eben noch bin ich im Einflussbereich des Teufels, des Fürsten der Kräfte der Finsternis. Kurz darauf bin ich im Reich Seines geliebten Sohnes. Eben noch bin ich von Gott getrennt, geprägt von Sünde, kurz darauf ist mein Geist erneuert, mein Herz ist von Gottes Leben erfüllt.

    Wie geschah es? Mein Herz und mein Mund kamen zusammen. Das größte aller Wunder! Warum halten wir es für seltsam, dass geringere Dinge wie meine Ehe, meine Gesundheit, meine Finanzen oder meine Gefühle beeinflusst werden können, wenn mein Herz und Mund eins werden? Sie tun das am besten, indem Sie Ihr Herz mit Gottes Verheißungen füllen und dann auch Ihren Mund. Die Basis dafür ist, wie gesagt, Beziehung. Es ist kein Prinzip, das losgelöst von der Beziehung zu Gott funktioniert. Ich finde heraus, was Gott sagt, ich fülle mein Herz damit und danach meinen Mund. Und Er sagte: „Die Kraft ist freigesetzt.“

    Die dritte Lektion, die der kleine Feigenbaum sicher nicht ausgelassen hätte, ist, dass Glaube dem Schauen vorausgeht.

    Nachdem Jesus das Prinzip nannte, zum Berg, dem Hindernis, zu sprechen, sprach Er darüber, wie sich Glaube an Gott im Gebet auswirkt. In Vers 24 sagt Er: „Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“

    Wenn ihr betet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Viele Menschen wollen erst etwas haben und dann glauben. Jesus sagte: „Nein, ihr müsst glauben, bevor ihr Dinge erhaltet.“

    Und was sollen wir glauben? Wir sollen glauben, dass wir es im Gebet empfangen und nicht erst, wenn Dinge anders aussehen, ich ein Zeichen bekomme oder mich besser fühle, sondern wenn ich bete. Die Amplified Übersetzung sagt: „Glaube, dass es dir gewährt wurde, und du wirst es erhalten.“

    Ich muss glauben, dass Gott ein „Ja“ auf mein Gebetsanliegen gestempelt und die Antwort abgeschickt hat, bevor irgendetwas sichtbar wird. Laut Jesus wirkt Glauben an Gott im Gebet auf diese Weise. Ein starker Gedanke, nicht wahr?

    Bedenken Sie diese ganze Szene mit dem Feigenbaum. Er bleibt in Bethanien. Wir wissen nicht wo… vielleicht im Haus von Maria, Martha und Lazarus. Jesus, Maria, Martha und Lazarus… das ist die Gruppe der Singles im Neuen Testament… dort lebten sie. Er übernachtet vielleicht in ihrem Haus.

    Er ist am Morgen auf dem Weg nach Jerusalem. Ein Feigenbaum steht in der Ferne. Er untersucht den Baum und findet nichts. Er verflucht ihn. Das tut Er nicht leise. Die Bibel sagt, dass die Jünger es hörten. Er handelte sehr entschlossen. Sie gingen weiter nach Jerusalem. Hätte der Baum anders ausgesehen, hätten es die Jünger bemerkt. Sie sagten nichts und gingen weiter nach Jerusalem. Er befasste sich mit den Geldwechslern und jenen, die im Tempel Tauben verkauften. Danach gehen sie auf demselben Weg zurück, vorbei an dem Feigenbaum. Die Jünger verlieren kein Wort. Hätte es eine Veränderung gegeben, hätten sie etwas gesagt. Sie gehen nach Bethanien hinein. Am nächsten Morgen, 24 Stunden später, gehen sie nach Jerusalem zurück. Petrus sagt: „Rabbi, schau den Baum an, den du verflucht hast! Er ist verdorrt!“

    24 Stunden lang sah man keine Veränderung. Jesus wusste aber, dass der Baum tot war, als Er zu ihm sprach. Die Bibel sagt, er vertrocknete an den Wurzeln. Es fing im Verborgenen an, bei den Wurzeln, und wurde schließlich sichtbar. So ist Glaube. Glaube ist die Substanz des Erhofften, ein Beweis unsichtbarer Dinge. Ich muss glauben, dass ich Dinge im Unsichtbaren empfange, bevor ich sie jemals im Sichtbaren haben kann.

    Ich habe einen Freund. Wir haben vor ungefähr zehn Tagen wieder Kontakt aufgenommen, nachdem wir uns ein paar Jahre aus den Augen verloren hatten. Seine Frau und er waren schon etliche Jahre im Dienst und dienten Jesus. Sein Hintergrund ähnelt meinem, nur noch schlimmer. Er nahm auch Drogen, wie ich. Aber er jagte sich jeden Tag eine Nadel in den Arm und finanzierte sein Leben mit einer Pistole. Er beraubte Menschen. Seine Frau war auch heroinabhängig. Sie waren getrennt und eine Frau bot ihm an, ihm eine Dröhnung zu bezahlen, wenn er ein Flugzeug nehmen und ein christliches Rehazentrum besuchen würde. Ich denke, es war Teen Challenge in Missouri oder sonst irgendwo. Er ist einverstanden und sie bezahlt. Er setzt sich eine Nadel, nimmt ein Flugzeug und steigt aus, ohne einen Menschen zu kennen. Jemand aus dem christlichen Reha-Zentrum holt ihn ab.

    Also war er da. Sie kommen an und sie hatten gerade eine Versammlung. Der Leiter der Einrichtung predigt eine Botschaft und sagt: „Es ist jemand hier, der Jesus annehmen muss.“ Er sagte: „Ich bin der einzige Neue hier.“ Und der Mann ließ nicht locker. Er sagte nur: „Es ist jemand hier, der Jesus annehmen muss.“ Und der Mann sagte: „Geh nach vorne.“ Er sagte: „Nein, ich gehe nicht.“ Der Mann ließ nicht locker: „Es ist jemand hier, der Christus annehmen muss. Dein Leben muss verändert werden.“ Und der Mann sagte: „Wir können nicht essen, bis er fertig ist. Geh nach vorne!“ Und er ging nicht. Der Mann blieb einfach dran und sagt: „Jemand ist hier, der Christus annehmen muss. Du musst jetzt nach vorne kommen.“ Und er sagte, dass der Mann anfing, ihn zu hauen und sagte: „Wir haben Hunger, geh nach vorne!“ Er geht wütend nach vorne und es ist ihm peinlich. Der Mann sagte: „Gib mir die Hand,“ und fängt an, für ihn zu beten. Und er sagte: „Während er betete, bekam ich plötzlich Klarheit in meinem Herzen.“ Er sagte: „Jesus, wenn Du mein Leben verändern kannst, kannst Du es haben,“ und wurde errettet. Alle anderen kamen zu ihm und legten ihm ihre Hände auf. Er hatte keinerlei Entzugserscheinungen. Jahrelang hatte er Heroin genommen und hatte keinerlei Entzugserscheinungen. Verändert durch ein Wunder!

    Danach verschlang er förmlich die Bibel. Er ist oben in seinem kleinen Zimmer und entdeckt die Worte Jesu in Markus 11:23 und 24… ich sagte ja, wie entscheidend die Beziehung ist. Und er sagte: „Ich hatte den Eindruck, der Heilige Geist flüstert mir zu: ‚Das wird bei deiner Frau funktionieren. Wende es bei ihr an.“‘ Er wusste nicht, wo sie war. Sie war in einem Frauengefängnis wegen illegaler Dinge, die sie tat. Also betete er: „Gott, ich… ich bitte Dich, meine Frau freizusetzen und unsere Ehe wieder herzustellen und ich danke Dir, dass Du mich erhört hast.“ Er ging am selben Abend nach unten. In einer Versammlung sagte er: „Ich habe etwas erlebt!“ Sie fragten: „Was, Bruder? Was?“ Er sagt: „Meine Frau wurde frei und wir kommen wieder zusammen. Sie ist befreit!“ Sie sagten: „O, das ist super, Bruder! Hast du einen Brief bekommen?“ Er sagte: „Nein, ich erhielt keinen Brief.“ „Wurdest du angerufen?“ „Nein, ich wurde nicht angerufen.“ Sie fragten: „Woher weißt du es dann?“ Und er zitierte Markus 11:23-24. Sie sagten: „O Mann!“ Am nächsten Abend erzählte er wieder: „Meine Frau und ich kommen wieder zusammen. Sie ist befreit!“ Sie fragten: „Wurdest du angerufen?“ „Nein, ich wurde nicht angerufen.“ „Bekamst du einen Brief?“ „Nein, ich bekam keinen Brief.“ Und er zitiert ihnen wieder Markus 11:23-24. Sie haben genug davon. Er tat das jeden Abend und schließlich entdeckte er, in welchem Frauengefängnis sie ist, rief sie an und erzählte ihr, was passiert ist: „Jesus kam in mein Leben. Er hat mich von Drogen befreit.“ Sie reagierte so: „Hör zu: Ich hasse dich und will nie wieder mit dir reden.“ Bamm! Sie legte den Hörer auf. Am Abend kam er in die Versammlung. „Ich muss etwas erzählen. Meine Frau wurde befreit. Wir kommen wieder zusammen.“ Sie fragten: „Bruder, wurdest du angerufen?“ „Ja, wurde ich tatsächlich.“ Er zitierte ihnen Markus 11:23-24.

    Kurze Zeit darauf hatte ein Richter seine Frau in seine Obhut gegeben. Er erzählte mir, wie er im Gericht erschien: Sein Basecap falsch herum aufgesetzt, Ärmel hochgerollt, überall tätowiert. Sein Strafregister war so lang. Das hätte nicht passieren dürfen, aber er erzählte dem Richter, was er erlebte und der Richter entließ seine Frau in seine Obhut. Dann gab sie ihr Herz Christus. Sie dienen Gott jetzt gemeinsam seit über 30 Jahren

    Habt Glauben an Gott!

    Schauen Sie mit mir bitte das Johannesevangelium, Kapitel 1 an. Ich werde hier mit einem weiteren Feigenbaum sprechen.

    Johannes 1:43-51

    „Am folgenden Tag wollte er nach Galiläa aufbrechen, und er findet Philippus; und Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach! Philippus aber war von Betsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose in dem Gesetz geschrieben und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn des Josef, von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist! Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. Nathanael antwortete und sprach: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? Du wirst Größeres als dies sehen. Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen.“

    Interviewten wir diesen Feigenbaum, unter dem Nathanael saß und vielleicht meditierte, wie es in Israel üblich war… jeder Mann saß unter seinem Feigenbaum und meditierte über Bibelstellen.

    Wenn wir diesen Baum nach Lektionen fragen würden, gäbe es sicher ein paar gute. Eine wäre vielleicht, dass Gott scheinbar immer und überall einen Überrest hat. Andreas, Petrus und Philippus waren aus der Stadt Betsaida. Offenbar auch Nathanael… alle vier. Jesus sprach über Betsaida. Er sagte: „Wehe dir, Betsaida!“ Das galt auch für Kapernaum: „Wehe dir.“ Und Er sagte über diese Städte: „Hätten Sodom und Gomorra gehört, was ihr hörtet und gesehen, was ihr saht, würde es noch heute bestehen.“ Er sagte, das geistliche Niveau war in Sodom und Gomorra höher als in Betsaida und Kapernaum. Er schalt sie wegen ihrer Herzenshärtigkeit und ihres Unglaubens. Und doch finden wir in dieser Stadt, die Jesus böse, hartherzig und ungläubig nannte, diese vier Männer, die Gott suchen und in der Schrift forschen und versuchen, Zeichen des kommenden Messias zu finden.

    Hätten Sie mich vor meiner Bekehrung mit meinen Bekannten gesehen, wäre es Ihnen vielleicht nie in den Sinn gekommen, dass ich verzweifelt nach Gott suchte. Aber es war der Fall. Gemäß dem alten Spruch: „Man kann das Buch nicht nach dem Einband beurteilen.“

    Philippus sagt zu Nathanael: „Wir fanden Ihn!“ Das bedeutet, sie hatten Ihn gesucht. „Der, über den Mose schrieb und auch die Propheten.“ Sie hatten die Bücher des Mose durchforscht; sie hatten die Bücher der Propheten nach Hinweisen auf den Messias durchsucht. „Wir haben Ihn gefunden!“ Und, Freund, wenn Sie Gott suchen, werden Sie Ihn finden. Wenn Sie von ganzen Herzen wirklich nach Wahrheit suchen, werden Sie sie finden.

    Es ist interessant, Philippus sagt: „Wir haben Ihn gefunden.“ Aber die Wahrheit ist: Jesus fand Philippus, denn in Vers 43 steht, dass Jesus nach Galiläa ging und Philippus fand und zu ihm sagte: ‚Folge mir nach.“‘ Und Philippus berichtet: „Wir fanden Ihn.“

    Vielleicht fanden Sie den Herrn, aber eigentlich fand Er Sie. Ich denke, das zeigt uns auch, dass Gott Menschen mit verschiedenen Methoden erreicht. Man kann Gott nicht festlegen. Sobald Sie meinen, die Methode zu durchschauen, wird Gott es anders machen. Uns wird nicht gesagt, dass jemand Jesus Philippus vorstellte. Er wird nicht gesagt, dass jemand Philippus zu Jesus brachte. Jesus fand ihn einfach… scheinbar ein souveränes Handeln… und sagte: „Folge mir nach!“

    Ich hatte eine Bekannte. Sie war eine der ersten Christen, die ich kennenlernte. Sie kam aus dem Süden und wurde in ihrer Ehe sehr misshandelt. Ihr Mann schlug sie früher ohne Erbarmen. Es war sogar etwas sadistisch. Er schickte ihr Blumen. Wenn Sie Blumen bekam, schlug er sie immer. Eines Tages schickte er ihr ein ganzes Zimmer voller Blumen und sie rannte… rannte um ihr Leben. Sie ging zum Strand. Ich denke, sie war in Santa Monica oder so, lief den Strand entlang und fiel um. Sie sagte mir: Ich ging dorthin, um Selbstmord zu begehen. Ich hatte kein Selbstwertgefühl. Mein Leben steckte in einem dunklen Tunnel. Es ging mehr und mehr bergab. Ich wusste nicht weiter. Ich wollte in den Ozean gehen und ertrinken.“ Sie sagte: „Ich stürzte im Sand und rief verzweifelt aus: ‚O Gott, kannst Du mir helfen?“‘ Es gab keine Antwort. Sie rief nochmals: „Gott, bitte hilf mir.“ Nichts. Dann sagte sie: „Jesus, bitte hilf mir.“ Und sie sagte: „Sobald ich den Namen Jesu nannte, wurden mein Herz und mein Sinn von Frieden erfüllt. Es war, als würden zwei riesige Arme mich hochheben, mich wiegen und halten.“ Und sie weinte und weinte und weinte dort, im Sand liegend. Sie sagte mir: „An diesem Tag am Strand wurde ich errettet.“ Ich halte das für etwas außergewöhnlich! Manchmal kommt Gott plötzlich in das Leben eines Menschen und sucht ihn heim.

    Im Fall von Nathanael gebrauchte Gott Philippus. Philippus geht, findet Nathanael und sagt: „Hey, diesen Menschen musst du treffen.“ Nathanael ist etwas zynisch: Du sagst, Er kommt aus Nazareth?

    Kann etwas Gutes aus Nazareth kommen?“ Nazareths Ruf war wie der von Betsaida. Als Er kam, hätte Jesus sagen können: „Kann aus Betsaida etwas Gutes kommen?“ Aber Er tat es nicht. Jesus sagte: „Wahrlich, ein Israelit, in dem kein Falsch ist. Kein Trug. Er ist, wie er ist.“ „Woher kennst du mich?“ „Bevor Philippus dich rief, sah ich dich dort unter diesem Baum sitzen, Nathanael.“

    Ich liebe die Reaktion von Philippus, als Nathanael seine Zweifel hatte: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Er sagte: „Komm und sieh.“ Er sagte nicht: „Geh und sieh.“ Er sagte: „Komm und sieh (ich werde dich begleiten).“ Da gibt es einen großen Unterschied.

    Viele werden ihre Vorbehalte verlieren, wenn Sie sagen: „Komm, ich hole dich ab. Lass uns zusammen in die Kirche gehen. Komm und sieh.“ Nicht nur: „Du musst in die Kirche gehen.“ Sondern: „Komm mit. Wir werden uns hinten hinsetzen. Ich verspreche dir, es wird nicht eigenartig für dich sein. Wenn du dich nicht wohl fühlst, setze ich mich weg. Komm einfach und sieh es dir an. Hinterher essen wir etwas.“ Menschen werden kommen. Es entwaffnet sie, wenn Sie sagen: „Komm und sieh es dir an,“ statt „Geh und sieh selbst.“

    Ich weiß noch, wie ein Mädchen mit ihrem Bruder sprach. Er hatte diverse Probleme in seinem Leben.

    Sie sagt: „Komm doch mit mir in die Gemeinde. Komm in meine Gemeinde. Vielleicht findest du ein paar Antworten.“ Er war einverstanden. Und er traf mich. Ich schüttelte den Menschen nach dem Gottesdienst im Foyer die Hände und er traf mich danach. Er sagte: „Sie hat es Ihnen gesagt, stimmt´s?“ So hat er mich begrüßt. Ich sagte: „Wie bitte?“ Er sagt: „Meine Schwester hat Ihnen davon erzählt, stimmt´s!“ Ich sagte: „Ich kann nicht ganz folgen.“ „Sie ist meine Schwester. Sie rief Sie an und sagte Ihnen, dass sie mich mitbringen würde und was Sie sagen sollten, oder? Sie erzählte Ihnen von den Dingen, die ich ihr aus meinem Leben erzählte, und sagte Ihnen, was Sie sagen sollen, oder nicht?“ Ich sagte: „Nein, wirklich nicht.“ Ich brachte es nicht übers Herz zu sagen: „Ich weiß nicht, wer Ihre Schwester ist.“ Er war geschockt, als er herausfand, dass die Dinge, die ich sagte, nicht abgesprochen waren. Es sprach direkt in sein Leben hinein. Er gab sein Leben Christus. Ähnliche Dinge haben sich in der Gemeinde häufig ereignet. Viele Menschen kamen und sagten mir solche Dinge… dachten, jemand, der sie mitnahm… der Punkt ist, sie nahm ihn mit. Wenn wir Menschen mitnehmen, wird Gott sie retten. Er wird sie beeinflussen.

    Zurück zur Geschichte. Die Reaktion Nathanaels auf Jesus ist einfach erstaunlich! Es muss gewesen sein, als Jesus sagte: „Weißt du, du bist eine ehrliche Haut, Nathanael! Es ist kein Trug in dir. Und bevor Philippus dich rief, sah ich dich unter dem Baum.“ Das ist vielleicht etwas überraschend. Aber seine Reaktion darauf ist: „Du bist der Sohn Gottes! Du bist der König Israels!“ Von null auf hundert.

    Warum reagiert er so schnell? Er war total reif!

    Ich denke, es gibt solche Menschen. Pflücken Sie manchmal Früchte vom Baum und denken, Sie müssten daran ziehen und dann fällt die Frucht schon bei einer Berührung in Ihre Hand? Es gibt Menschen in Ihrem Umfeld, die so sind. Sie brauchen nur eine Berührung. Sie brauchen nur ein Wort, dann werden sie ihr altes Leben loslassen und in die Hände des Retters fallen. An ihnen muss nicht viel gezerrt und gezogen werden.

    Ich war einmal in einer Versammlung… in einem Geschäft in Oregon… und hörte einen Evangelisten predigen. Es war ein junger Mann dort, ca. 19 Jahre alt, der mir auffiel. Ich war damals schon ein reifer alter Mann von 22 oder 23 Jahren. Der Evangelist lud die Menschen am Ende seiner Botschaft nicht ein, Jesus anzunehmen. Wir gingen dann jedenfalls raus, der Parkplatz war groß und dreckig und ich sah den jungen Mann in seinen LKW einsteigen und ging zu ihm. Es war vielleicht nicht so taktvoll, aber ich sagte: „Mann, würdest du nicht gerne Jesus in dein Herz aufnehmen?“ Und er sagte: „Ja!“

    Ich sagte: „Bete mit mir, reich mir deine Hand.“ Und ich sagte: „Sag einfach, was ich sage.“ Ich betete mit ihm und er wurde errettet… gab sein Leben dem Herrn. Es war, als hätte ich die Frucht berührt und schon war sie in meiner Hand. Es gab kein Ziehen, Kämpfen und Ringen. Vielleicht war es die Predigt des Evangelisten.

    Ich bin sicher, dass Gott am Herzen dieses jungen Mannes arbeitete, denn ein 19- jähriger hält sich nicht unbedingt in einem Geschäft auf und hört dort abends einen Evangelisten. Es gibt viele andere Dinge, die junge Menschen gerne tun. Er muss also Hunger nach Gott gehabt haben. Sein Vater kam später zu mir und sagte: „Weißt du, ich war bei der Arbeit. Ich fahre einen Stapler. Ich fuhr am Abend meinen Stapler und der Heilige Geist kam zu mir.“ Er sagte: „Ich wusste nicht, was los war. Ich wusste, es war etwas Gutes. Ich unterbrach meine Arbeit und betete eine Weile in Sprachen.“ Er sagte: „Ich denke, du führtest meinen Sohn gerade zum Herrn.“ Vielleicht war es das Gebet vom Papa, aber er war absolut reif.

    Vielleicht ist es Ihr Nachbar, der seine Mülltonnen zur selben Zeit wie Sie gerade an die Straße bringt und sagt: „Hallo, wie geht´s denn? Vielleicht braucht er nur eine Berührung. Vielleicht ist er so reif.

    Vielleicht ist es die Mutter, die bei der Mannschaft ist, in der Ihre Tochter spielt. Vielleicht braucht sie nur ein Wort. Ich denke, wir kommen ständig mit Menschen zusammen, die nicht viel brauchen. Sie sind einfach reif. Gott wirkte bereits bei ihnen. Sie sind hungrig. Vielleicht hat sie der Verlust eines Freundes über die Ewigkeit nachdenken lassen und es brauchte nur eine Berührung, um sie ins Reich Gottes zu bringen. Aber wir müssen auf sie zugehen, wenn sie errettet werden sollen.

    Wenn Sie eine Beziehung zu Jesus haben, möchte ich Sie ermutigen, kühn zu sein. Seien Sie mutig!

    Reden Sie von dem, was Sie wissen! Ich nehme an, es gibt jemanden in Ihrem Umfeld. Vielleicht Ihr Hausarzt, vielleicht Ihr Nachbar, vielleicht der Verkäufer im Supermarkt. Vielleicht ein Spielkamerad Ihres Kindes. Es ist vielleicht eine der Mütter, die bei den Fußballspielen zusieht, während Ihre Kinder den Ball durch die Gegend schießen. Und sie schreien verzweifelt nach Gott. Sie hungern danach, die Wahrheit zu kennen. Gott sucht nur jemanden, den Er als Gefäß gebrauchen kann. Jemand, der die Wahrheit auf ganz persönliche Art und Weise weitergibt. Warum nicht Sie? Falls Sie Ihr Herz nie Jesus geöffnet haben, falls Sie Ihn nicht kennen, rufen Sie Ihn heute an. Er wird Sie nicht abweisen.

    Es ist das Beste, was Sie je im Leben tun könnten.

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