ABC für Eltern mit Kindern

aus dem 1. Teil der Reihe “Ehe und Familie” von Bayless und Janet Conley


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Comments

  • Jule sagt:

    BAYLESS: Meine Predigt besteht aus zwei Teilen. Und in jedem davon habe ich ein ABC für Sie. Das erste ist ein ABC für Eltern mit Kindern und das zweite ein ABC für Beziehungen zwischen Mann und Frau.

    Also, das ABC für Eltern mit Kindern:

    A steht für Aufmerksamkeit.
    Ihre Kinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit.

    In Epheser 6:4 steht: „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn!“ Erziehung braucht Zeit. Sie ist nicht in einem Augenblick erledigt.
    Und zum Großteil geschieht Erziehung durch ein gutes Vorbild und nicht durch Befehle. Nicht dadurch, dass Sie Ihren Kindern sagen, was sie tun und lassen sollen, sondern durch Ihr Beispiel, durch Ihr Vorbild. Es mag zwar sein, dass Ihre Kinder tun, was Sie sagen, wenn Sie dabei sind. Aber wenn Sie nicht da sind, werden Sie so handeln, wie Sie es ihnen vorgemacht haben. Und das tun wir die ganze Zeit. Wir erziehen immer und wir sollten es bewusst tun.

    In Sprüche 29:15 lesen wir über das Korrigieren von Kindern: „Ein sich selbst überlassener Junge macht seiner Mutter Schande.“ Mit anderen Worten: Ein Kind braucht Aufmerksamkeit. Auch ein Kind auf richtige Art und Weise zurechtzuweisen, braucht seine Zeit.

    Als unsere Kinder klein waren, war im Restaurant manchmal eines ungezogen und dachte, es käme damit durch, weil wir in der Öffentlichkeit waren. Und ich dachte: „O, Mann, ich will das jetzt nicht machen müssen. Aber ich muss.“ Und dann sagte ich: „Komm mit.“ „Papa, nein!“ Und ich: „Doch, komm mit.“ Dann gingen wir zum Auto oder zur Toilette und ich redete mit ihm und sagte: „Du weißt, du hast etwas falsch gemacht. Und zwar aus dem und dem Grund. Wir haben schon mal darüber geredet. Du bist ein guter Junge (oder ein gutes Mädchen), aber weißt du was? Jede Tat hat Konsequenzen.“ Dann beteten wir miteinander und umarmten uns und ich sagte: „Schau, Papa vergibt dir. Wir reden nie wieder darüber.“ Und dann ist die Beziehung wiederhergestellt. Aber das richtig zu machen und nicht im Ärger oder Zorn zu handeln, braucht Zeit.

    Unsere Kinder brauchen unsere Aufmerksamkeit. Ich weiß, dass manchmal beide Eltern arbeiten. Wenn man dann heimkommt, ist man müde und will nur noch vor dem Fernseher sitzen und sich ausruhen. Trotzdem: Schalten Sie ihn aus und machen Sie etwas mit Ihren Kindern. Stellen Sie Fragen. Interessieren Sie sich für ihre Welt. Auch wenn Sie abends erschöpft ins Bett fallen – das ist es wert. Später werden Sie sagen: „Gott sei Dank habe ich das getan.“ Es zahlt sich wirklich aus.

    Folgendes habe ich schon einmal erzählt. Wir mussten unser Haus wegen Termiten ausräuchern lassen. Und ich hatte die Angelruten in der Garage vergessen. Ich hatte unserem Sohn Spencer versprochen, mit ihm angeln zu gehen. Ich hatte ihn dafür sogar von der Schule freistellen lassen. Ich ging also hin und fragte: „Kann ich noch mal in die Garage?“ „Warum?“ „Ich muss noch die Angelruten holen. Ich gehe mit meinem Sohn angeln.“ Der Mann rollte mit den Augen und sagte: „Das ist aber schön.“ Ich fragte: „Kann ich noch mal rein?“ „Ja.“ Also ging ich rein und holte die Ruten. Als ich zurückkam, stand er mit hängendem Kopf da. Es war ein großer, kräftiger Mann. Ich dachte, er würde gleich anfangen zu weinen. Er sah mich an und sagte: „Mister, ich sage Ihnen was: Sie machen das richtig. Ich habe meine Kinder nicht aufwachsen sehen. Ich war nicht für sie da. Ich hatte nie Zeit für sie. Gehen Sie nur mit Ihrem Sohn angeln.“

    Wissen Sie, solche Dinge sind kein Luxus. Sie sind notwendig. Wir hatten immer viel um die Ohren. Wirklich immer. Aber ich habe es trotzdem auch geschafft, Baseballtrainer zu sein. Manchmal ging es direkt vom Turnen zu einem Basketballspiel zum Baseballtraining und so weiter… Es schien kein Ende zu nehmen. Aber die Zeit hat sich gelohnt. Und eines habe ich immer gemacht, seit die Kinder ganz klein waren: Ich bin mit jedem von ihnen einmal im Monat ausgegangen. Jeder bekam einen ganzen Tag. Ich habe sie aus der Schule genommen und gesagt: „Papa ist heute den ganzen Tag für dich da. Wir machen heute das, was du willst.“ Und dann sind wir zum Strand gegangen oder surfen oder sonst irgendwas. Und wenn ich zurückschaue, denke ich daran, dass unsere Tochter Rebekah jeden Monat ein Date mit ihrem Vater hatte. Einen ganzen Tag lang. Sie ist also ihr Leben lang mit einem Gentleman ausgegangen. Als sie dann mit Jungen ausging, wusste sie, wer ein Idiot war und wer nicht. Denn sie war ihr Leben lang mit einem Mann ausgegangen, der sie so behandelte, wie man ein Mädchen behandeln sollte. Die Aufmerksamkeit und die Zeit haben sich gelohnt.

    Gut. B steht für Bestärken.

    In Sprüche 22:6 steht: „Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß; er wird nicht davon weichen, auch wenn er älter wird.“

    „Seinem Weg gemäß“ heißt auch „nach seinen Gaben und Neigungen“. Bestärken Sie Ihr Kind in seinen Begabungen statt es in eine Form zu pressen, die Ihnen gefällt.

    In der Bibel steht in den Psalmen, dass der Herr vom Himmel auf die Kinder der Menschen herabschaut. Er formt jedes einzelne Herz anders und Er sieht alle ihre Werke. In anderen Worten: Das Lebenswerk eines Menschen soll aus seinen individuellen Voraussetzungen, Gaben und Neigungen hervorgehen. Aber was tun wir so oft? Und zwar weil auch wir nur davon geprägt sind, wie unsere Eltern uns erzogen haben?

    Wir sagen zu unseren Kindern: „Du musst dies und jenes tun“ und versuchen sie in eine Form zu pressen, in die sie vielleicht gar nicht hineinpassen. Und dann können sie ihre von Gott gegebenen Gaben nie nutzen und nie aufblühen. Wir als Eltern haben eine großartige Chance ihnen zu helfen.

    Gut. C. C steht für christlich.

    Erziehen Sie Ihre Kinder im Glauben. Nehmen Sie sie mit in die Kirche. Machen Sie den Gemeindebesuch zur Pflicht. Lehren Sie Ihre Kinder, den Herrn, Seine Leute und Sein Haus zu lieben.

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