Welchen Stellenwert geben wir unserer Ehe?

aus dem 1. Teil der Reihe „Ehe und Familie“ von Bayless und Janet Conley


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Comments

  • Jule sagt:

    Ehe und Familie / Teil 1
    02.02.2014
    Pastorenehepaar Bayless und Janet Conley

    Von allen Sendungen, die wir ausstrahlen, bekommen wir die meisten Rückmeldungen, wenn wir Themen wie Beziehungen und Ehe ansprechen. Ganz besonders wenn meine Frau Janet und ich gemeinsam vorn stehen und die Predigt halten. Wir sind seit mehr als 31 Jahren verheiratet. Sie muss wirklich eine Heilige sein, dass sie es so lange mit mir ausgehalten hat. Und in der folgenden Sendung wollen wir genau darüber sprechen: über Ehe und Familie.

    Janet ist zuerst dran. Und ich will Ihnen etwas sagen: Für sie ist nichts tabu. Wenn sie predigt, werde ich regelmäßig rot, weil sie Geschichten über uns erzählt, die ich niemals dort vorn preisgeben würde. Meistens erzählt sie etwas über mich. Machen Sie sich also auf einige Überraschungen gefasst. Aber es wird Ihnen in Ihren Beziehungen weiterhelfen. Wissen Sie, wenn Sie eine gute Beziehung, eine gute Ehe führen, ist auch alles andere besser. Aber wenn es in Ihrer Beziehung nicht gut aussieht, dann ist es ungefähr so, wie es dieses Sprichwort ausdrückt: „Eine gute Ehe ist wie der Himmel auf Erden, aber eine schlechte Ehe ist wie die Hölle auf Erden.“ Ob Sie nun eine gute oder eine schlechte Ehe führen, es kann immer besser werden. Gott will Ihnen dabei helfen. Greifen Sie zur Bibel, bleiben Sie dran und reden wir über Beziehungen.

    JANET: Also, „Ehe und Familie“. Kennen Sie die Geschichte von dem Paar auf Hochzeitsreise? Sie wollen in einem Hotel übernachten. Aber der jungen Frau ist es ein bisschen peinlich, dass sie erst ganz frisch verheiratet ist. Sie sagt: „Ich fühle mich komisch. Ich will nicht, dass man merkt, dass wir frisch verheiratet und auf Hochzeitsreise sind. Ob wir wohl irgendetwas machen können, damit alle denken, wir wären schon lange verheiratet?“ Sie fragt ihren Mann: „Hast du eine Idee, was wir machen können?“ Darauf er: „Klar. Du trägst die Koffer.“ Meine Güte, was?

    Also gut. „Ehe und Familie“. Als Erstes möchte ich über den hohen Stellenwert der Ehe sprechen. Ich lese Hebräer 13:4 aus der Elberfelder Übersetzung. Da steht: „Die Ehe sei ehrbar in allem und das Ehebett unbefleckt!“ Dass es so eine Anweisung gibt, zeigt doch, dass Gott der Ehe einen besonderen Stellenwert einräumt. Meinen Sie nicht auch? „Die Ehe sei ehrbar in allem.“ Ehrbar, kostbar und von hohem Wert.

    Das erinnert mich an die Geschichte von dem Händler, der eine sehr wertvolle Perle fand. Als er die Perle fand, wurde alles andere zweitrangig neben dem Anliegen, die Perle zu bekommen. Dieser Vers zeigt uns, dass unsere Ehen wie diese wertvolle Perle sind. Andere Dinge sollten zweitrangig werden. Außer Gott natürlich. Anderes sollte zweitrangig sein neben dem Anliegen, eine gesunde, wachsende, blühende Ehebeziehung zu führen. Und ich sage Ihnen eines: Es lohnt sich, in eine gesunde Ehe zu investieren. Wer von Ihnen verheiratet ist, wird zustimmen. Unsere Ehe beeinflusst so vieles. So viel in unserem Leben hängt von unserer Ehe ab: die Atmosphäre zu Hause, die Prägung unser Kinder in Hinblick auf Beziehungen, die Sicherheit unserer Kinder, mit welchen Gedanken Sie zur Arbeit gehen und so weiter. Von unserer Ehe hängt so viel ab. Deswegen ist sie es wert, dass man ihr einen hohen Stellenwert einräumt. Und man merkt, was einen hohen Stellenwert hat. Ich weiß, was bei mir einen hohen Stellenwert hat. Ich muss nur meine Kreditkartenrechnungen anschauen, meine Kontoauszüge, meinen Zeitplan und meine Termine. Womit Sie Ihre Zeit verbringen und wofür Sie Ihr Geld ausgeben, zeigt, was Ihnen in Ihrem Leben wichtig ist.

    Ich will Sie etwas fragen: Wann haben Sie Ihrer Frau zum letzten Mal Blumen mitgebracht? Oder wann haben Sie etwas Besonderes für Ihren Mann gemacht? Wann haben Sie Ihrem Ehepartner zum letzten Mal eine liebevolle Nachricht geschrieben? Wann haben Sie Ihrer Frau zum letzten Mal die Autotür aufgehalten? Wann haben Sie zum letzten Mal Ihren Mann an der Tür begrüßt? Oder Ihre Frau? Wann haben Sie zum letzten Mal etwas für Ihren Mann gekocht, das er besonders gern mag?

    Vor kurzem, es ist etwa einen Monat her, bat mich mein Mann, einen Knopf an seine Hose anzunähen. Normalerweise macht er so etwas selbst. Er ist da ziemlich geschickt. Aber bei dieser einen Hose bat er mich darum. Und Sie wissen ja, wie das ist: Man nimmt es und hängt es irgendwohin, wo man es immer sieht, damit man es nicht vergisst. Aber dann vergeht eine Woche. Es vergeht ein Monat. Und man denkt immer: „Ach, jetzt habe ich gerade keine Zeit dafür!“ Oder: „Jetzt habe ich gerade keine Lust dazu.“ Kurz darauf sah ich die Hose da hängen und dachte mir: „Weißt du was? Wenn ich es jetzt gleich mache, dann wird das Bände sprechen. Es wird ihm zeigen, wie wichtig er mir ist. Ich mache es jetzt gleich.“ Und das tat ich. Ich war ganz aufgeregt! Und dann habe ich die Knöpfe falsch herum angenäht. Aber egal, ich habe es gemacht. Und ich weiß, dass ihm das gezeigt hat, wie wichtig er mir ist.

    Wann sind Sie das letzte Mal mit Ihrem Ehepartner ausgegangen? Oder für zwei, drei Tage weggefahren? Am 14. Februar ist Valentinstag. Natürlich muss man nicht auf den Valentinstag warten. Aber er hat etwas Gutes. Oder… Entschuldigung, ich trinke kurz etwas. Nehmen Sie sich Zeit für Sex? Das ist wichtig. Manchmal ist einfach zu viel los. Geben Sie sich einen Kuss vor dem Schlafengehen? Oder: Versuchen Sie, nicht nur oberflächlich miteinander zu reden? Nicht nur über die Rechnungen und die Kinder und so weiter? Sprechen Sie über Gefühle? Sprechen Sie darüber, wie es Ihnen damit geht, was in Ihrem Leben passiert? Wenn Sie wie wir sind, dann haben Sie oft viel um die Ohren.

  • Jule sagt:

    Dann müssen Sie sich wirklich bewusst darum bemühen, dass Ihre Kommunikation stark und gut bleibt. Oder? Und da das so wichtig ist, möchte ich Ihnen eine kleine Übung zeigen. Vielleicht kennen Sie das ja schon. Aber falls nicht, möchte ich sie Ihnen gern vorstellen. Und wenn Sie es schon kennen, ist es eine gute Auffrischung. Es ist etwas ganz Einfaches, aber es zeigt sehr gute Resultate.

    Wollen Sie es hören? Okay. Es heißt „5 x A täglich“ und steht in dieser kleinen Broschüre. Schauen wir es uns kurz an. Nur ganz schnell. Erstens Anerkennen, dann Anlehnen, dann Aussöhnen, dann Anteilnehmen, dann Amen. Das ist eine kleine Broschüre für Paare von Dr. Roger Tirabassi. Schauen wir uns das etwas genauer an. Es gibt fünf Punkte und jeder dauert nur drei bis fünf Minuten. Ist das in Ordnung? Drei bis fünf Minuten. Okay. Drei bis fünf Minuten. Und man wechselt sich als Paar ab und geht so gemeinsam diese fünf Punkte durch. Also das Erste: Anerkennen. Man sagt zum Beispiel: „Ich fand es schön, dass du mir heute die Autotür aufgehalten hast.“ Oder: „Danke für die Blumen.“ Oder:
    „Danke für die Umarmung.“ Was auch immer. „Du hast die Sitzung heute wirklich gut geleitet.“ Irgendeine Art der Anerkennung. Jeder von Ihnen tut das. Dann kommt das Nächste: Anlehnen. Eine Umarmung. Ein Kuss. Eine Massage. Wir haben nur drei bis fünf Minuten, also machen wir gleich weiter. Das Nächste: Aussöhnen. Sie fragen einander: „Habe ich dich heute irgendwie geärgert, enttäuscht oder verletzt?“ Entweder Sie antworten darauf: „Nicht dass ich wüsste.“ Oder Sie sagen:
    „Weißt du, es hat mich wirklich verletzt und ich habe mich verraten gefühlt, als du das vor allen gesagt hast.“ Oder was auch immer es ist. Und dann sagt der andere: „Es tut mir leid.“ Er bittet um Verzeihung. Er entschuldigt sich und sagt: „Das und das tut mir leid.“ Ohne Erklärungen. Einfach: „Das und das tut mir leid.“ Und dann: „Verzeihst du mir?“ Vergessen Sie nicht, es sind nur drei bis fünf Minuten. Wir haben keine Zeit für lange Erklärungen. Aber indem Sie sagen: „Es tut mir leid“ und „Bitte verzeih mir“, zeigen Sie dem anderen, dass Sie seine Gefühle ernst nehmen. Das ist etwas, das einen sehr verbindet. Aussöhnen. Und dann fragen Sie: „Kann ich heute, morgen oder in dieser Woche irgendetwas für dich tun?“ Und dann reden Sie miteinander darüber. Mit den Kindern reden, die Wäsche zusammenlegen, einkaufen gehen, was auch immer getan werden muss. Und dann das fünfte A: Amen. „Wie soll ich heute für dich beten? Wofür soll ich beten?“ Und dann beten Sie kurz miteinander. Drei bis fünf Minuten. Sie werden staunen, was sich ändert und welche Freude und Tiefe das in Ihre Beziehung bringen wird. Die fünf A. Okay? Schaffen Sie das? Ja! Gut. Es geht darum, wie wir unserer Ehe einen höheren Stellenwert einräumen.

    Nach der Highschool habe ich viele Handarbeiten gemacht. Ich bin in ein Haus gezogen, wo es einen großen Keller gab. Dort hatte ich ganz viel Platz für meine Projekte. Zum Beispiel habe ich mit Krüwellstickerei angefangen. Das ist eine alte Sticktechnik. Für meinen Vater stickte ich den Spruch:
    „Das Beste, das ein Vater für seine Kinder tun kann, ist ihre Mutter zu lieben.“ Das Beste, das ein Vater für seine Kinder tun kann, ist ihre Mutter zu lieben. Er nahm es und hängte es in ihrem Schlafzimmer auf. Dort hing es bis zu seinem Tod. Und es ist so wahr.

    Eine gesunde Ehe tut nicht nur uns gut. Sie tut auch unseren Kindern gut. Und ich glaube, wenn wir unserer Ehebeziehung einen hohen Stellenwert einräumen, haben wir auch starke Beziehungen in der Familie. Meinen Sie nicht auch?

    Ich lese zum Schluss noch einmal diesen Vers aus Hebräer 13: „Die Ehe sei ehrbar in allem.“ Die Ehe sei ehrbar. Sie sei kostbar und von hohem Wert vor allen Dingen. Amen.

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