Unser Begehren setzt die Gaben frei

Teil 1 der Reihe „Der Heilige Geist – Gaben des Geistes“, von der es leider bisher keine Hördateien gibt


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Comments

  • Jule sagt:

    Der Heilige Geist – Gaben des Geistes Teil 1 / 06.01.2007
    Pastor Bayless Conley

    Predigt:

    Beim Lesen der Apostelgeschichte fällt etwas Erstaunliches und Verblüffendes auf: Es geschehen recht regelmäßig übernatürliche Dinge. Menschen wurden geheilt, der Heilige Geist offenbarte Dinge, die niemand hätte wissen können. Und Menschen lesen das und sagen manchmal: „Oh, hätte ich doch damals gelebt, als die Gaben des Geistes wirkten und Übernatürliches geschah.“ Sie sehnen sich nach der Vergangenheit. Aber wissen Sie was? Wir leben in jenen Tagen. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit, und derselbe Heilige Geist wirkt wie im Anfang, auch heute in den Gläubigen, treibt sie an und erfüllt sie. Wir werden über die Gaben des Heiligen Geistes und einige dieser übernatürlichen Manifestationen reden, die Gott wirken möchte, um Menschen zu helfen und sie zu segnen. Hosea sagte:

    Hosea 4:6

    „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis….“

    In Jesaja heißt es:

    Jesaja 5:13

    „Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis….“

    Lernen wir also etwas über die Gaben des Heiligen Geistes. Ich denke, es wird Sie interessieren.

    Bitte schlagen Sie Hebräer, Kapitel 2, auf. Wir beginnen heute über die Gaben des Geistes zu sprechen. Wegen der begrenzten Zeit werden wir Ihnen heute und nächste Woche einen kurzen Überblick über die Gaben des Geistes geben. Das hat wirklich Substanz und etliches Beachtens- und Erwägenswertes. Der Herr möge uns heute abend inspirieren. Wenn Sie mehr über die Gaben des Geistes lernen wollen – darüber lehrten wir bereits ausführlich – gibt es eine mehrteilige Serie, die Sie bestellen können. Ich meine, sie heißt ‚Die Gaben des Geistes“. Es gibt sechs Teile. Sie werden heute abend Segen empfangen.

    Hebräer 2:2-4

    „Denn wenn das durch Engel verkündete Wort fest war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechte Vergeltung empfing, wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Rettung missachten? Sie ist ja, nachdem sie ihren Anfang damit genommen hatte, dass sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben, wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.“

    Erkennen Sie, dass es um die Botschaft der Errettung geht, die gepredigt wurde? Unter anderem wurde sie durch Zeichen und Wunder, Machttaten und Gaben des Heiligen Geistes bestätigt. Mit Gaben und Machttaten des Geistes bestätigt Gott die Botschaft der Errettung. Bevor wir hier weitergehen, möchte ich ein Fundament legen, denn ich denke, dass einige von uns eine Veränderung des Denkens brauchen, was die Manifestationen, das Wirken und die Austeilung der Gaben des Heiligen Geistes betrifft. Das ist ein Schlüssel: Bestätigung der Botschaft der Errettung. Schauen Sie mit mir in den Römerbrief, Kapitel 15. Dies sind nur wenige Verse. Es gibt viele, viele andere, die dieselbe Wahrheit ausdrücken. In Römer 15:18 sagt der Apostel Paulus:

    Römer 15:18-19

    „Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

    Beachten Sie: Paulus sagt, dass die völlige Verkündigung des Evangeliums Christi… überall wo er hinging… „in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes“ geschah. Diese begleiteten die Verkündigung des Evangeliums. Er trennte die Manifestationen – Zeichen und Wunder, die Gaben des Heiligen Geistes – nicht von der Predigt. Das sollte für uns nicht befremdlich sein; und ich werde Ihnen sagen, warum. Lesen Sie mit mir in Markus, Kapitel 6. Der Apostel Paulus übernahm sein Publikum vom Herrn Jesus. Markus 16:15 – was habe ich getan? Das wird ein langer Abend. Ich lege sonst zwei Dinge nicht so knapp hintereinander. Hoffentlich sind also die Ersten weg. Lassen Sie uns also bitte Lukas… nein, Markus, Kapitel 16 aufschlagen. Markus 16… Jemand sagt: „Der Heilige Geist ist ganz bestimmt nicht hier heute abend! Jedenfalls hilft Er Pastor Bayless nicht!“

    Markus 16:15

    „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“

    Wie viele glauben das? „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.“

    Markus 16:16-20

    „Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.“ Amen.

    Das Wort bestätigen. Welches Wort? Es ist das Wort des Evangeliums, das sie ausgesandt waren, zu predigen, bestätigt durch nachfolgende Zeichen. Ich sage das, weil wir unbewusst ein Denken kultivieren können, dem gemäß diese wundervollen Gaben und Wirkungen des Geistes nur für uns hier drinnen sind. Und wir meinen, dass sie etwas sind, das wir nur innerhalb der Gemeinderäume, während unserer Versammlungen erleben, was sicher seinen Wert hat. Sicher offenbart sich der Heilige Geist in mancher Weise, wenn wir zusammenkommen. Wenn wir aber dem biblischen Muster treu sind, sollten wir die Gaben des Geistes mehr außerhalb als innerhalb der Gemeinde erwarten und erleben. Wir sollten erwarten, es erfahren und vertrauen, dass da draußen mehr passiert als hier; Gott sei Dank für Wunder auch hier. Und Gott wirkt sicher auch hier.

    Wir sandten mehrere unserer Geschäftsleute nach Neuseeland zu einer Konferenz, um sich mit einigen Männern zu treffen, die dort Geschäfte zum Wohl des Reiches Gottes machen. Nach der Rückkehr sagte einer: „Pastor, die haben dieses völlig verrückte Ding da in Auckland.“ Es war ein Gebäude seitlich an einem Berg, einer Art mehrstufiger Berg. Eigentlich eine Skipiste in einem Gebäude. Mit all dem Schnee darin. Mitten im Sommer geht man dort rein und fährt Ski. Und zwar in einem Gebäude. Das Ganze ist abgekapselt und drinnen ist es kalt. Man fährt die kurze Abfahrt runter, mit dem Schlepp- oder Sessellift wieder hoch und wieder runter – und das alles in einem Gebäude! Das ist wirklich super. Aber was für eine Tragödie, wenn die Berge draußen unbeachtet blieben! Besonders, wenn man noch nie in Süd Neuseeland war. Nichts anderes kommt den Schweizer Alpen so nahe. Toll, man kann drinnen Ski fahren. Aber das wurde für draußen erfunden. Dank sei Gott für die Gaben, die hier drinnen wirken. Wundervoll. Einige davon sind besonders für Versammlungen geeignet… prophetische Gaben und manche Manifestationen. Aber dennoch! Überwiegend sollten wir die Gaben auf dem Weg von Jerusalem nach Illyrien erwarten, als Bestätigung der Predigt des Evangeliums.

    Viele Gemeinden fischen nur in ihrem Taufbecken nach verlorenen Seelen. Sie gehen nicht raus, dorthin, wo die Verlorenen sind. Um die Verlorenen zu gewinnen, müssen wir zu ihnen gehen. Gott hat Interesse an verletzten Menschen, aber bei uns kann sich eine Haltung entwickeln, dass alles Wesentliche innerhalb der Gemeinde passiert und wenn wir nicht aufpassen, entwickeln wir eine „segne mich, damit ich gesegnet bin“ – Haltung, die tief sitzt und unser Leben prägt. Gott will, dass wir rausgehen. Jesus sagte, dass wir in die Welt gehen und das Evangelium predigen sollen. Die Welt ist das Feld und was die Gaben des Geistes angeht, so wird Gott unter uns wirken und wir danken Ihm dafür. Wir werden über die Gaben des Geistes reden und darüber, wie wir sie der verlorenen und sterbenden Menschheit bringen können.

    Als junger Gläubiger – ich war vielleicht sechs Monate errettet – gab ich allem Zeugnis, das nur lange genug stehen blieb. Wären Sie in meiner Nähe gewesen, hätte ich Sie angesprochen, egal, ob ich Sie kannte oder nicht. Gott liebte meinen Eifer. Mit der Zeit mäßigte Er mich durch etwas Weisheit. Einige von uns, die etwas weiser wurden, haben ihr Feuer verloren. Das ist bedauerlich. Ich erinnere mich, dass ich einmal in dem Park war, in dem ich selbst errettet wurde, nahe dem Ort, wo ich das Evangelium zuerst hörte. Dort war einer der Männer, die im Park arbeiteten. Er war etwa 25 oder 30 Jahre älter als ich. Ich ging zu ihm und erzählte ihm von Christus. Er war total verschlossen, vernagelt. Er argumentierte gern und debattierte über dies und jenes und darüber, dass Jesus nicht der Sohn Gottes sei. Ich betete still: „Heiliger Geist, bitte gib mit etwas, um diesen Mann zu gewinnen. Gib mir etwas, um ihn zu gewinnen.“ Er redete. Ich sah, wie seine Lippen sich bewegten, hörte ihm aber nicht mehr zu. Ich horchte nach innen. Und der Heilige Geist sprach zu meinem Herzen: „Sein linkes Ohr ist taub.“ Das empfand ich innerlich. Ich wünschte, ich hätte genug Glauben gehabt, um das durchzuziehen, aber ich sagte: „Haben Sie auf einem Ohr Hörprobleme?“ Ich wünschte, ich hätte gesagt: „Ihr linkes Ohr ist taub! Richtig?“ Aber das tat ich nicht. Mir fehlte der Glauben, das zu sagen. Ich sagte: „Haben Sie auf einem Ohr Hörprobleme?“ Er sagte: „Ja, mein linkes Ohr ist taub.“ Ich sagte: „Der Heilige Geist sagte mir das eben. Ich glaube, dass Gott ihr Ohr öffnet, wenn ich für Sie beten darf.“ Er sah seine Frau an und sagte: „Ich muss gehen!“ Und weg war er. Er rannte wirklich vor mir weg. Ich weiß nicht, was aus ihm wurde, aber ich weiß, dass ihm eine unentrinnbare Realität offenbar wurde, denn wie hätte ich sonst von seinem Ohr wissen können.

    Wenn wir in den nächsten Wochen über die Gaben des Heiligen Geistes sprechen, dann lassen Sie uns bedenken, dass Gott sie draußen einsetzen möchte. Seien wir erwartungsvoll und dankbar für alles, was Er in unseren Treffen unter uns tut, aber wir wollen dem Heiligen Geist mit Blick auf die Erntefelder vertrauen, durch uns zu wirken, wenn wir das Evangelium den Verlorenen und Sterbenden bringen. Das muss der Grundtenor unseres Handelns sein. Das ist das Motto von Cottonwood Christian Center. Der lebendige Jesus für die sterbende Welt. Wenn unser Tun keine Errettung von Seelen hervorbringt, dann verfehlen wir unser Ziel. Wenn ich das biblische Muster der Geistesgaben betrachte, dann danke ich Gott, dass sie in unseren Versammlungen geschehen, aber noch mehr sehe ich in der Bibel, dass sie draußen geschehen, wo größere Not ist.

    Lesen wir 1.Korinther, Kapitel 12 – ja, das ist das richtige Kapitel, die Stelle stimmt.

    1.Korinther 12:1

    „Was aber die geistlichen Gaben betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr ohne Kenntnis seid.“

    Von wenigen Dingen in der Bibel sagt Gott, dass Er nicht möchte, dass wir unwissend darüber sind, aber das ist eine davon. Und scheinbar… ich weiß nicht warum, gehen Menschen den Dingen, über die Gott sagte, dass wir darüber nicht in Unkenntnis sein sollen, aus dem Weg und bleiben unwissend.

    In Kapitel 12 werden die verschiedenen Gaben genannt und wie Gott sie in Seinem Leib verteilt.

    Kapitel 13 beschreibt den Geist oder die Haltung, in der sie ausgeübt werden sollten, in einem Geist oder einer Haltung der Liebe.

    Kapitel 14 gibt Richtlinien für Ausübung der Sprachengaben, besonders innerhalb der lokalen Gemeinde.

    Also, nicht Kapitel 12 über die Gaben, Kapitel 13 über Liebe. Alle, Kapitel 12, Kapitel 13 und Kapitel 14 handeln von den Gaben des Geistes. Da sind Zusammenhänge. Wenn er in Kapitel 13 fortfährt und jemand sagt: „Sieh doch, die Gaben des Geistes sind vorbei.“, dann sagt er: „Ich zeige euch einen besseren Weg. Jetzt haben wir Liebe.“ Nein, er spricht davon, wie die Gaben des Geistes besser funktionieren können. Er spricht darüber in den ersten Versen: „… wenn ich Glauben habe, so dass ich Berge versetze“, das spricht von der Gabe des Glaubens. Wenn es darum geht, Weisheit zu haben, dann ist das Wort der Weisheit gemeint.

    Von den Gaben heißt es im 12. Kapitel:

    „Ohne Liebe bin ich eine schallende Zimbel, ein tönendes Erz.“

    Sie müssen im Geist der Liebe geschehen. Die Schrift fordert, sogar die Wahrheit in Liebe zu sagen. Manche sagen gern die Wahrheit. Das ist gut, aber die „Isolierung“ muss Liebe sein. Mit einem stromführenden, nicht isolierten Kabel kann man jemanden verletzen. Deshalb isoliert man es. Wer hat jemals ein Kabel mit defekter Isolierung berührt? Man kriegt einen Schlag. Sie können jemanden verletzen, indem Sie die Wahrheit sagen, ohne sie mit Liebe zu „isolieren“. Die Gaben des Geistes müssen in der Haltung und mit den Merkmalen der Liebe gehandhabt werden.

    Wir wollen zusammen Vers 7 anschauen.

    1.Korinther 12:7

    „Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen (aller) gegeben. Und Vers 11.

    1.Korinther 12:11

    „Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.“

    Zwischen Vers 7 und 11 erwähnt er neun Gaben des Geistes, auf die wir gleich näher eingehen. In diesen zwei Versen sehen wir, dass sie zum Nutzen anderer sind. Hauptsächlich sind sie zum Nutzen aller. Dann wirken sie, wie der Geist will. Beachten Sie Vers 11. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will, nicht wie wir wollen.

    Jemand fragt vielleicht: „Müssen wir einfach auf Gott warten, bis etwas passiert?“ Ja und nein. Ja, wir müssen auf Gott warten, weil die Gaben des Geistes nicht wie ein Gartenschlauch an- und abgestellt werden können. Sie wirken, wie der Geist will. Und nein, weil wir etwas tun können, um zu kooperieren und verfügbar zu sein. Das Erste, was wir tun können, um kooperativ und für Gott verfügbar zu sein, ist, die richtigen Motive zu haben. Beachten Sie noch mal Vers 7.

    1.Korinther 12:7

    „Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen (aller) gegeben.

    * Nicht zu eigenem Nutzen.

    * Nicht, um bekannt zu werden.

    * Nicht für die eigene Anerkennung oder um jemand zu werden, sondern zum Nutzen anderer.

    So lange wir den Nutzen der anderen und ihren Segen auf dem Herzen haben, sind wir ein Kanal, den Gott gebrauchen kann. Wehe, wenn unsere Motive unrein werden, wenn es gemischte Motive gibt.

    Ich habe so ziemlich alles gesehen, was man sich vorstellen kann. Ich war in Versammlungen, wo es mir schien – allein Gott weiß es – als ob alles dazu diente, mehr Geld zu bekommen anstatt Menschen zu dienen. Es geschah, um Leute anzulocken und ein Opfer zu erheben. Ich habe solche Dinge erlebt. Wie gesagt, Gott ist der Richter. Er kennt die Wahrheit. Mir kamen Zweifel bei einigen besuchten Versammlungen.

    Das Zweite, was wir beitragen können, ist, Eifer zu haben; das ist sehr wichtig.

    In 1.Korinther 12:31 heißt es:

    „Eifert aber um die größeren Gnadengaben! Und einen Weg noch weit darüber hinaus zeige ich euch.“

    Dieser bessere Weg ist die Ausübung der Gaben in Liebe. Er sagte: „Eifert aber um die größeren Gnadengaben.“

    Jemand fragt: „Was sind die größeren Gaben?“ Die, die Sie brauchen. Wenn Sie krank sind, brauchen Sie wohl niemanden, der prophezeit. Sie brauchen die Gabe der Heilung. Die größere Gabe ist die, die Sie gerade brauchen. Aber diese Worte… vielleicht wollen Sie sie unterstreichen… Eifert aber um die größeren Gnadengaben.“

    Schauen Sie in 1.Korinther 14:1.

    „Strebt nach der Liebe; eifert (da haben wir es wieder) aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!“

    In 1.Korinther 14:12 heißt es:

    „So auch ihr, da ihr nach geistlichen Gaben eifert… (jeder sage „eifert“), so strebt danach, dass ihr überreich seid zur Erbauung der Gemeinde.“

    Hier haben wir den Teil des Eiferns und Strebens. Es dient der Auferbauung der Gemeinde, nicht der eigenen, sondern der Gemeinde. Er spricht vom Eifer nach geistlichen Gaben und dem Überreich-sein, was bedeutet, dass man Überfluss erstrebt. Ernsthaft begehren, eifrig sein, übertreffen wollen. Schauen Sie mit mir in

    1.Korinther 14:39

    „Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht!“

    Es steht da immer wieder: eifert, eifert, eifert; strebt danach. Hören Sie – das allein ist den Aufwand wert: Die Gaben des Geistes werden weder als Antwort auf Nöte noch aufgrund von Reife gegeben. Der Heilige Geist reagiert auf Begehren. Sie werden weder aufgrund von Not gegeben, noch übt jemand die Gaben des Geistes aus, weil er ein reifer Gläubiger ist. Der Heilige Geist reagiert auf Begehren. Und Gott fordert uns nicht wieder und wieder auf, etwas ernstlich zu begehren, wenn Er nicht willig ist, es auszuteilen oder zu geben.

    Wir haben zuhause manches Brennbare. Die Aufschrift besagt: „An einem kühlen Ort aufbewahren.“ Sie würden diese Dinge nie in der Nähe der Heizung aufbewahren oder neben den Kamin stellen, da sie auf Hitze reagieren.

    Bezüglich geistlicher Gaben sind manche von uns viel zu kühl. Wie sind zu weit vom Feuer weg. Würden wir aber etwas Feuer vom Altar nehmen und anfangen, Gott eifrig zu suchen und zu beten für die Gaben des Geistes zur Auferbauung der Gemeinde, damit andere gesegnet würden – Gott würde uns nicht lange warten lassen. Wir hätten ein kleines Heilig-Geist-Feuer. Aber einige lagern an einem kühlen, trockenen Ort und unsere Herzen sind fast Eis. Der Heilige Geist reagiert auf Begehren. Ich würde gern ein Feuer der Geistesgaben sehen. Ich glaube – das ist das Evangelium nach Bayless – dass wir überwiegend genauso viel von den Gaben des Geistes hatten, wie wir begehrt hatten – bezogen auf die Kirche allgemein. Ich denke, Gott begegnete uns gemäß dem Grad unseres Begehrens und unseres Suchens. Ich denke, da stehen wir. Ich denke, wenn wir wirklich wollen, dass Gott mehr tut – dass Sie heute abend hier sind, spricht dafür… Sie sind hier, weil sie hungrig sind. Wenn wir unser Begehren ankurbeln und Ihn suchen und tun, was die Bibel sagt, Ihn ernstlich begehren… wann wollten Sie zuletzt ernstlich weissagen? Wann eiferten Sie nach geistlichen Gaben? Oder begehrten die größeren Gaben? Wann haben wir das letzte Mal dafür gebetet? Ich spreche davon, für Gott brauchbar zu werden.

    Begehren kann eine erstaunliche Rolle in unserem Leben spielen. Ich denke, Gott hat so viel Raum in uns, wie wir wollen. Den Heiligen Geist und Seine diversen Manifestationen haben wir gemäß unserem Wollen. Denn die Gaben kommen nicht durch Reife, sondern durch Begehren. Jesus sagte, wenn wir hungern und dürsten nach Gerechtigkeit oder einer gesunden Beziehung mit Gott, werden wir gesättigt. Es hat mit Hungern und Dürsten zu tun. In Johannes, Kapitel 7, sagte Er, alle Dürstenden sollen zu Ihm kommen. Denn die Schrift sagt, aus Seinem Innersten werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Sind Sie durstig? Sind Sie hungrig? Begehren Sie, dass Gott Dinge tut? Streben Sie nach Geistesgaben! Eifern Sie nach geistlichen Gaben. Gott wird uns nicht hängen lassen.

    Wir müssen diese „laisser faire“ Haltung – „es kommt, so wie es kommt“ – loswerden. Sobald wir das ablegen, werden die Gaben des Geistes anfangen zu wirken. Lassen Sie uns doch gemeinsam ein mächtiges Wirken Gottes im Gebet begehren.

    Wenige Tage später waren der Hauptpastor, seine Frau und ihre Kinder im Hause eines Freundes. Und der älteste, pardon, der zweitälteste Junge, der Ben heißt, war mit den älteren Jungen oben. Sie spielten im zweiten Stock und die älteren Jungen öffneten dort ein Fenster. Sie gingen raus, krabbelten aus dem Fenster und gingen auf das Dach. Der kleine Junge, der drei oder vier war, entschloss sich, den Größeren zu folgen. Die Mutter war unten. Die Mutter war unten bei der anderen Frau. Sie unterhielten sich beim Abwasch und plötzlich sah sie etwas vom Dach fallen, das wie ein Lappen aussah. Es passierte direkt vor dem Küchenfenster, das zum Hinterhof zeigte. Er verlor das Gleichgewicht, fiel rückwärts aus dem Fenster im zweiten Stock, peng! Er schlug auf. Der Pastor rannte hinaus und sah seinen Sohn bewusstlos mit nach hinten verdrehten Armen dort liegen, wo er hingestürzt war. Er nahm ihn in die Arme und fing an zu weinen. Er sagte mir folgendes: „Bayless, ich hörte dich sagen: ‚Begehrt die Gaben des Geistes.´“ Er sagte: „Ich betete wie nie zuvor und fing einfach an zu rufen: ‚Gott, ich begehre die Gaben des Geistes!´“ Und so schrie er etwa zwei Minuten zum Herrn. „Plötzlich“, sagte er, „traf mich etwas wie ein elektrischer Strom an der Stirn. Es ging runter bis zu den Füßen, wieder hoch zum Kopf, ging hinaus und floss durch meine Arme. Ich spürte, wie es in seinen Körper floss. Er öffnete seine Augen und sagte: ‚Hallo Papa!´ Er sprang runter, ging zurück ins Haus und fing an, mit den anderen Kindern zu spielen.“

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