Jakobs Stab


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  • Jule sagt:

    Jakobs Stab – Teil 1 – Stöcke und Steine – Teil 4
    Pastor Bayless Conley – 06.07.2008

    Hallo Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Sie sollten sich kein bisschen davon entgehen lassen. Nehmen Sie Ihre Bibeln, setzen Sie sich und lassen Sie uns gemeinsam das Wort Gottes über einen Teil des Lebens von Jakob hören. Er erlebte erstaunliche Dinge. Als er das Haus seines Vaters verließ, hatte er nichts als einen Stab in seiner Hand. Als er wieder kam, hatte er Herden, Diener und Wohlstand. Er tat etwas, was dazu führte, dass er vom Habenichts zum Gesegneten wurde. Wir werden sehen, was das war. Wir sind mitten in der Serie ‚Stöcke und Steine‘ und ich setze sie heute fort. Damit Sie wissen, worum es geht, falls Sie die Sendungen nicht sahen, – wir hatten folgenden Ansatz: Im Alten und Neuen Testament spricht Gott von der Schöpfung als etwas Leben- digem, die mehr als nur biologisches Leben hat, als ob sie Dinge, die geschehen, weiß und mitbekommt. Er sagt, dass die Erde in Wehen liegt, stöhnt und auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes wartet. Er sagt, dass Bäume klatschen und Menschen mit geistlichen Fortschritten applaudieren. Er sagt, dass Steine schreien. Jesus sagte: „Wenn sie still sind und mich nicht preisen, werden sofort die Steine schreien.“

    Josua platzierte einen Stein und sagte: „Ich und mein Haus, wir werden dem Herrn dienen.“ Alle anderen sagten: „Wir sind dabei, werden das Gleiche tun.“ Er sagt: „Gut, der Stein hat es gehört. Er hörte, was Gott zu uns sagte; er hörte, was wir sagten und er wird ein Denkmal sein.“ Habakuk sagte: „Selbst die Steine in deinem Haus werden gegen dich zeugen und die Balken werden ihnen antworten, weil sie die Dinge gesehen haben, die in deinen vier Wänden geschahen.“ Das ist offensichtlich metaphorisch. Dennoch hatte ich den Gedanken: Was wäre, wenn die Steine und Stöcke zu uns reden könnten?“ Was würden Sie uns wohl über die Dinge, die sie sahen und hörten, sagen? So haben wir einfach in den letzten Wochen verschiedene Stöcke interviewt. Wir sprachen mit dem Stock, den Mose in das Wasser bei Mara warf, darüber, was wir aus seinen Beobachtungen lernen können. Wir sahen uns ein paar weitere Stöcke an. Heute werden wir uns ein paar Stäbe, sozusagen Spazierstöcke, ansehen und etwas von ihnen lernen.

    Der Erste gehörte einem Mann namens Jakob. Er war der Sohn des Isaak, des Sohnes Abrahams. Jakob war ein kleiner Betrüger. Später wurde er Israel genannt. Jakob bedeutet Umstürzler, Betrüger. Später wurde er Prinz vor Gott genannt, aber als er noch ein Betrüger war, erschwindelte er sich das Geburtsrecht seines Bruders Esau. Esau war so wütend, er wollte Jakob umbringen. Jakob flüchtet von seiner Mutter und seinem Vater und aus deren Land 650 Km weit, um Verwandte zu finden. Dort sieht er ein Mädchen namens Rahel, die Tochter seines Onkels Laban. Er verliebt sich in das Mädchen und vereinbart mit dem Onkel: „Ich arbeite sieben Jahre lang, wenn du mich das Mädchen heiraten lässt.“ Laban sagt: „In Ordnung.“ Aber in der Hochzeitsnacht geschah etwas. Janet und ich sprachen darüber, wir dachten uns, Jakob muss wohl recht viel getrunken haben … etwas zu viel Wein. Er wacht morgens auf und liegt nicht mit Rahel im Bett. Er liegt mit Lea im Bett, der älteren Schwester Rahels. Sie war nicht so hübsch wie Rahel und er geht zu Laban und sagt: „Du hast mich betrogen!“ Der Betrüger wird betrogen. Wir ernten immer, was wir säen. Nur Umkehr beendet den Kreislauf von Saat und Ernte. Wenn wir nicht umkehren, werden wir die Früchte ernten, die wir säten … gute oder schlechte. Die Bibel sagt: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“ Jakob erntete also etwas von dem, was er säte.

    Und Laban sagte: „Das ist unsere Sitte, die älteste Tochter ist zuerst dran. Ich werde dir auch Rahel geben. Ich gebe sie dir sogar gleich, du musst aber weitere sieben Jahre für mich arbeiten.“ Er tut es, gibt weitere sieben Jahre. Danach arbeitet er weitere sechs Jahre und in dieser Zeit versucht Laban, ihm alles abzuluchsen … sich jeden Segen zu erschwindeln, den Gott Jakob geben möchte. Man denkt, Jakob müsste am Ende verarmt sein, aber ganz im Gegenteil – er hatte extremen Erfolg in dieser Situation, als sein Onkel versuchte, ihn zu betrügen. Bitte schauen Sie sich den letzten Vers von 1.Mose 30 an. Er handelt von dieser Zeit in Jakobs Leben.

    1.Mose 30:43 „Und der Mann breitete sich mehr und mehr aus, und er bekam viele Tiere, Mägde und Knechte, Kamele und Esel.“

    Damals wurde der Reichtum eines Menschen nach seinen Herden, Plantagen oder Ähnlichem bemessen. Die Landwirtschaft herrschte vor. Er war also nicht nur etwas wohlhabend, nicht nur wohlhabend, sondern überaus wohlhabend. Die Geschichte geht weiter. Jetzt ist Laban auf ihn böse, die Brüder reden: „Du stahlst den Reichtum unseres Vaters.“ Und Gott spricht zu Jakob und sagt: „Ich möchte, dass du zurückgehst in dein Vaterland.“ Er lädt also jeden und alles ein und tritt die Heimreise an. Auf der Rückreise hört er, dass Esau, sein Bruder, kommt, um ihn zu treffen. Keine guten Nachrichten. Er teilt also seine großen Herden und sein Gesinde in zwei große Gruppen. Falls Esau eine angreift, kann die andere fliehen. Dann beginnt er zu beten. Es ist erstaunlich, wie Angst uns manchmal zum Beten bringt. Manchmal beten sogar Menschen, die gar nicht an Gott glauben. „Gott, ich glaube nicht an Dich; aber wenn es Dich gibt, bitte hilf mir!“ Jakob fängt also an zu beten, weil er vor seinem Bruder Esau Angst hat. Er beginnt das Gebet:

    „Gott, ich möchte Dich daran erinnern, dass Du gesagt hast, ich soll hierher kommen.“ Im Grunde: „Ich kann nichts dafür, ich folge Dir nur.“ Dann sagt er in seinem Gebet etwas Erstaunliches, etwas, was mir auffällt.

    1. Mose 32:10-11 „Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, ich will dir wohltun -, Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, als ich hier über den Jordan ging, und nun sind aus mir zwei Lager geworden.“

    Als Jakob seinen Vater und seine Mutter verließ, als er das Land verließ, was Abraham verheißen war und den Jordan passierte, besaß er nur einen Stab. Einen Spazierstock, mehr hatte er nicht. Ein Stab. Und jetzt sagt er: „Gott, ich kehrte zurück und Du hast aus mir zwei Lager gemacht. Ich habe Herden; Kamele; Esel; ich habe Diener in meinem Haushalt; ich bin ein sehr sehr wohlhabender Mann geworden.“ Ich frage mich, ob wir diesen Spazierstock interviewen und fragen können: „Herr Stock, haben Sie ein besonderes Ereignis mitbekommen, als Jakob wegging und Sie sein einziger Besitz waren, was den Reichtum, den er später bekam, erklären würde? Sein Onkel Laban versuchte ihn zu betrügen und dennoch erlebte er enormes Wohlergehen. Trotz der Umstände und der Menschen, die ihn ruinieren wollten, erlebt er Wohlergehen. Geschah etwas … etwas Bemerkenswertes?“

    Wissen Sie, was der Stab sagen würde? „Sicher.“ Es steht in der Bibel. Schauen wir uns 1.Mose 28 an. Dieses Kapitel handelt davon, dass er seine Eltern verließ und in das Land Haran zu seinen Verwandten zog. Dort besitzt Jakob nicht einmal ein Kissen. Er muss einen Stein als Kissen nehmen und er hat einen Traum. In seinem Traum sieht er eine große Leiter, auf der Engel aus dem Himmel herab und von der Erde hoch steigen. Neulich dachte ich darüber nach und mir kam der Gedanke: Was passiert, wenn sich zwei Engel begegnen? Einer geht hoch, einer runter. Müssen beide runter gehen? Oder müssen beide hochgehen? Oder fliegt einer von der Leiter weg, während der andere herunter geht, fliegt dann zurück und geht weiter hoch? Wenn er von der Leiter wegfliegen kann, wozu braucht er denn überhaupt eine Leiter? Keine Ahnung, aber ich dachte darüber nach. Gott spricht aus dem Himmel über der Leiter und sagt: „Das Land, auf dem du gerade lagerst, werde ich dir geben, wie ich es deinem Großvater Abraham versprochen habe. Es wird dir gehören. Ich werde mit dir sein. Ich werde mich um dich kümmern.“ Dann wacht Jakob auf und tut etwas Erstaunliches. Vergessen Sie nicht, ihm gehört nur ein Stab. Hören Sie, was er in Vers 20 sagt, nachdem er aufwacht.

    1. Mose 28:20-22 „Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der Herr mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.“

    Er gelobt, Gott den Zehnten von allem zu geben, als er nur einen Stab hatte! Er gelobte es nicht aus seinem Überfluss heraus und ich denke, wir sehen, dass es ein ständiges Zeichen seiner Dankbarkeit Gott gegenüber sein sollte, eine ständige Proklamation, dass Gott seine Quelle ist und dass alles, was er in seinem Leben empfing, letztlich aus der Hand Gottes kam. Und wir können auch erkennen, dass es eine ständige Proklamation seines Glaubens sein sollte, ein Ausdruck seines Glaubens, denn Gott diesen Monat den Zehnten Ihres Einkommens zu geben, bevor man weiß, wie der nächste Monat sein wird, erfordert Glauben.

    Der Zehnte wird erstmals bei seinem Großvater Abraham im 1.Mose 14 erwähnt. Abraham gab den Zehnten genau aus diesen beiden Gründen. Erstens als Ausdruck von Dankbarkeit. Er gewann gerade einen Krieg gegen eine Überzahl und es war ein Ausdruck von Dank Gott gegenüber. Jedes Mal, wenn Jakob Gott den Zehnten gab, sagte er damit:

    „Danke, Gott, mein Besitz kam von Dir.“ Zweitens war es ein Ausdruck von Abrahams Glauben. Wenn Sie die Geschichte in 1.Mose 14 lesen, wird das deutlich. Er sagte: „Gott, Du allein begegnest meiner Not. Dir gehört Himmel und Erde und kein Mensch wird sagen können, dass er Abraham reich gemacht hat, nur Du allein, Gott.“

    Das war vor dem Gesetz. Das ist der Punkt; das ist der Ursprung des Zehnten, wie wir ihn in der Bibel sehen. Es war nicht ein Gesetz, das wir erfüllen müssen, sondern ein Ausdruck der Dankbarkeit und des Glaubens Gott gegenüber. Später wurde es ins Gesetz integriert und Maleachi sagt: „Gott sagt: Prüft mich hierin.‘“ Wiederum kein gesetzlicher Hammer. Gott sagt: „Prüft mich und seht, ob ich nicht die Fenster des Himmels öffne und so viel Segen herab schütte, dass ihr ihn nicht unterbringen könnt.“ Jesus sagt im Lukasevangelium, zum Thema Zehnten, dass wir ihn geben sollen. Nach der Auferstehung wird es im Hebräerbrief, Kapitel 7, als ein Prinzip erwähnt, das Christen anwenden sollen. Ich denke an diese Geschichte und Jakob hat nur einen Stab und sagt: „Gott, ich werde Dich ehren und Dir vertrauen. Und ich werde es tun, indem ich Dir von allem, was Du mir gibst, den Zehnten geben werde.“ Jahre später kommt er zurück und ist erstaunlich reich geworden. Ich denke, diese beiden Tatsachen hängen gewiss zusammen.

    Ich denke, der Stab hätte auch gemerkt, dass es nicht über Nacht geschah. Das müssen wir erkennen. Manche Menschen haben kurzsichtige Erwartungen, wenn es darum geht, dass Gott ihren Nöten begegnet. Ich fand vor langer Zeit heraus, dass Gott nicht am Ersten und Fünfzehnten jedes Monats eingreift. Es ist ein Prozess und Gott hat immer die langfristige Sicht in unserem Leben. Schauen Sie bitte Kapitel 31 an. Jakob führt hier ein sehr scharfes Gespräch mit seinem Onkel Laban. Wir lesen ab Vers 38, Jakob spricht gerade:

    1.Mose 31:38-41 „Zwanzig Jahre bin ich nun bei dir gewesen; deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner Herde habe ich nicht gegessen. Das Zerrissene habe ich nicht zu dir gebracht, ich habe es ersetzen müssen; von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es gestohlen sein bei Tag, mochte es gestohlen sein bei Nacht. So erging es mir: Am Tag verzehrte mich die Hitze und der Frost in der Nacht, und mein Schlaf floh von meinen Augen. Zwanzig Jahre bin ich nun in deinem Haus gewesen; vierzehn Jahre habe ich dir für deine beiden Töchter gedient und sechs Jahre für deine Herde, und du hast meinen Lohn zehn mal verändert.“

    Das geschah also nicht über Nacht. Zwanzig Jahre! Ganz offensichtlich hat Jakob manch sehr schwere Zeiten erlebt und durchgemacht. Selbst in all den Jahren, als Laban versuchte, sich jeden Segen, den Gott ihm geben wollte, zu erschwindeln, beschützte Gott ihn. Aber, Freund, es geschah nicht über Nacht. Ich kann mich mit Jakob identifizieren, der nur einen Stab hatte. Als ich errettet wurde, besaß ich kaum etwas. Ich lebte sogar eine Zeit lang in einem Auto. Aber ich bin seit 30 Jahren errettet, etwas länger, 31, 32 ungefähr, und ich kann mich an kein einziges Mal erinnern, nachdem ich als ganz junger Christ über den Zehnten erfuhr, wo ich Gott nicht als Erstes mit dem Zehnten von allem, was Er mir gab, ehrte. In all diesen 31 oder 32 Jahren, ob ich viel oder wenig hatte. Wenn ich ein paar Flaschen in einem Geschäft abgab… damals in Oregon bekam man 5 Cent pro Stück, das entspricht heute vielleicht 25 Cent, und ein paar Dollar erhielt, gab ich den Zehnten davon. Niemals als gesetzliche Pflicht, vielmehr drückte es immer aus: „Gott, alles, was ich bekomme, kommt von Dir.

    Ich möchte Dir einfach danken.“ Ein Ausdruck des Glaubens, dass Gott mein zukünftiger Versorger ist. Ich dachte mir immer, wenn ich Ihm nicht wegen eines Zehnten vertrauen kann, dann nie mit meinem ganzen Leben. Und wenn ich Ihm nicht wegen des Zehnten vertrauen würde, aber behauptete, ich würde Ihm mein ganzes Leben anvertrauen, würde ich mit zweierlei Maß messen. Ich werde Ihnen etwas vorlesen. Es ist eine Geschichte … ein Erlebnis, was Donald Miller hatte, der Autor des Buches ‚Blue Light Jazz‘. Er erzählt über etwas, was sich zwischen ihm, Donald Miller, einem seiner Freunde namens Kurt und seinem Pastor Rick abspielte. Er nennt auch seine Gemeinde, die ‚Imagoday‘ heißt. Das ist Latein und heißt: ‚Ebenbild Gottes‘. Nur damit Sie wissen, wer in dieses Geschehen involviert war.

    Und es ist eine gute Geschichte. Er sagte: Einer meiner Freunde, Kurt, lehrte mich vor kurzem über den Zehnten. Es war seltsam, von Kurt über den Zehnten belehrt zu werden, denn Kurt ist eigentlich kein Gemeindemensch. Er geht hin und so, hasst es aber. Normalerweise belehren Leute, die in die Kirche gehen und es hassen, nicht andere über den Zehnten. Aber Kurt hatte ein gutes Wort für mich. Kurt arbeitet in einem Möbel- geschäft, flucht ständig, erzählt dreckige Witze, gibt aber so halbwegs den Zehnten. Er hatte früher ein großes Gefäß auf seiner Kommode, die voller Geld war. Wenn er seinen Gehaltsscheck einreichte, hob er zehn Prozent Bargeld in Münzen von der Bank ab, nahm das Geld nach Hause und legte es in das Gefäß. Es müssen ein paar Tausend Dollar darin gewesen sein! Ich war einmal bei ihm und sah ‚South Park‘ und Kurt meckerte, weil ihm das Möbelgeschäft nicht genug bezahlte, um sich das ersehnte Motorrad zu kaufen. „Nun“, sagte ich ihm, „Du musst Tausende von Dollars in dem stinkenden Gefäß haben, Kurt. Nimm das.“ Damals wusste ich noch nicht, dass das sein Zehnter war. „Kann ich nicht.“ „Warum?“ „Kann ich nicht.“ „Warum?“ „Es gehört mir nicht, Miller.“

    Kurt lehnte sich auf seinem Lehnstuhl zurück und blickte über seine Bierdose zu mir. „Es gehört dir nicht?“, fragte ich. „Wer bewahrt denn wohl sein Angespartes auf deiner Kommode?“ und deutete auf sein Schlafzimmer. Er lächelte etwas peinlich berührt.
    „Es gehört Gott.“ „Gott!“, rief ich. „Ja! Das ist mein Zehnter!“, rief er zurück. Ich war, ehrlich gesagt, etwas geschockt. Wie gesagt, er sah nicht wie jemand aus, der den Zehnten gibt. Ich denke, dass er an neun von zehn Sonntagen nicht zur Kirche ging. Und wenn er ging, moserte er nur rum. „Warum bringst du es nicht in die Kirche und gibst es ihnen?“, fragte ich. „Ich war eine Weile nicht in der Kirche, deswegen.“ „Kurt,“ sagte ich ihm, „Du bist der interessanteste Mensch, den ich kenne.“ „Danke, Don. Magst Du ein Bier?“ „Ja.“

    Kurt ging zum Kühlschrank und öffnete ein paar ‚Henrys‘. „Gibst Du den Zehnten, Don?“ Ich sah ihn einfach an. Ich konnte es nicht fassen! Ich sollte von einem Mann über den Zehnten belehrt werden, der vielleicht „Bikes and Babes“ liest. „Nun, Kurt, das tue ich wohl nicht.“ Nachdem ich das sagte, schüttelte Kurt enttäuscht seinen Kopf. Ich fing an, mich wirklich schuldig zu fühlen. „Das ist eine Schande, Don.“ Kurt kippte beim Sprechen seine Flasche nach hinten und unterstrich den Satz mit einem Rülpser. „Das ist daneben. Ich gebe von Kindheit an den Zehnten, würde unter keinen Umständen eine Zahlung auslassen.“ „Träume ich das?“, fragte ich ihn. „Träumst du was, Don?“

    „Diese Unterhaltung.“ Ich zeigte wechselseitig auf ihn und mich. „Don, ich will dir sagen: Du solltest den Zehnten geben. Das ist nicht dein Geld, es ist Gottes Geld. Du solltest dich schämen, etwas von Gott zu stehlen und so weiter. Du schreibst christliche Bücher und alles und gibst Gott nicht einmal sein Geld zurück.“ „Du musst mir kein so schlechtes Gewissen machen. Du hast dein Geld ja auch nicht wirklich Gott gegeben. Es liegt da auf deiner Kommode.“ Kurt lehnte sich über die große Lehne seines Stuhles mit einem Jack Nicholson Grinsen im Gesicht und sagte: „Darüber mach dir mal keine Sorgen, großer Junge. Es ist Gottes Geld und Er wird es bekommen. Ich habe nie 10 Cent von Gott gestohlen und werde nie damit beginnen.“ Ich konnte ehrlich nicht fassen, wie mir geschah! Ich gehe zu Kurt, um South Park zu sehen und erlebe eine Bedrückungspredigt eines Fundamentalisten. Kurt ging zwei Wochen später in das Sekretariat einer Kirche, um all sein Geld abzugeben, mehr als 3000 Dollar. Ich fühlte mich so schuldig, dass ich nicht schlafen konnte. Ich traf mich hinterher mit Rick und bekannte, dass ich an Imagoday kein Geld gab. Rick besuchte mich und wir belogen einander über unsere Leistungen beim Bank drücken und ich platzte heraus: „Ich gebe kein Geld an die Gemeinde, Rick! Keine 10 Cent“

    „Okay,“ sagte er. „Interessante Art, das Thema zu wechseln. Warum? Warum gibst du kein Geld an die Gemeinde?“
    „Weil ich kein Geld habe. Alles geht für Miete und Lebensmittel weg.“ „Hört sich schwierig an,“ sagte er voller Mitgefühl. „Also bin ich befreit?“, fragte ich. „Nein“, sagte er. „Wir wollen dein Geld haben.“ „Wie viel?“, fragte ich. „Wie viel verdienst du?“ „Keine Ahnung, vielleicht 1000 pro Monat.“ „Dann wollen wir 100 und du solltest auch wissen, wie viel du verdienst. Etwas Gutes daran, einen Teil seines Geldes wegzugeben, ist, dass man sich Gedanken darüber macht, wo sein Geld bleibt. Gott möchte nicht, dass wir nachlässig mit unserem Geld umgehen, Don.“ „Aber ich brauche Geld für die Miete.“ „Du musst auch Gott vertrauen.“ „Ich weiß. Ich denke nur, es wäre einfacher, Gott zu vertrauen, wenn ich zusätzliches Geld dafür hätte.“ „Das wäre dann kein Glaube, oder?“ „Nein.“ „Mein Freund, ich möchte klar sagen, dass ich diesen Teil meines Dienstes absolut nicht mag, weil es so klingt, als würde ich um dein Geld bitten. Mir ist egal, ob wir dein Geld haben oder nicht. Wir haben genug. Ich will dir sagen, dass dir sehr viel entgeht, Don.“ „Sehr viel was?“ „Die Frucht des Gehorsams,“ sagte er mit sehr pastoraler Miene. „Wenn wir Gottes Willen tun, sind wir gesegnet und geistlich gesund. Gott möchte, dass wir einen Teil unseres Geldes für Sein Werk auf der Erde geben. Indem du von allen Einkünften Geld abzweigst, vertraust du, dass Gott dich versorgt. Er möchte, dass du diese Angst davor, Ihm zu vertrauen, überwindest. Das ist furchterregend, aber als Nachfolger Christi müssen wir es tun.“ In der folgenden Woche lehrte ich mein Konto, wo ungefähr 8 Dollar drauf waren, und gab es der Gemeinde.

    Ein paar Tage später kam ein weiterer Scheck. Ich gab davon 10% der Gemeinde. Dann schrieb ich einen Artikel für eine Zeitschrift in Atlanta. Als ich den Scheck meinem Konto gut schrieb, schrieb ich einen Scheck für die Gemeinde. Mehrmals nacheinander wurde ich gebeten, bei Freizeiten und in Konferenzen zu sprechen, die gut bezahlen. Jedes Mal habe ich der Gemeinde einen Scheck geschrieben. Seit damals, seit dem Gespräch mit Rick, gab ich mindestens 10 Prozent von jedem verdienten Dollar, genau wie Kurt. Er spricht später darüber, dass er ein Sparkonto eröffnet hat. Dort deponierte er 10 Prozent und gab den Zehnten. Er sagte: „Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich planen.“ Dann sagt er: „Das Beste kommt noch. Das Beste sind die Auswirkungen des Zehnten auf meine Beziehung mit Gott. Früher fühlte ich mich immer so, als ob ich vor Gott mir selbst die Daumen drückte, wie ein Kind in der Gegenwart seines Vaters, nachdem er schlimme Lügen erzählt hat. Gott wusste, was los war und liebte mich nicht weniger, als ich Ihm etwas vorenthielt. Ich fühlte mich nur in Seiner Gegenwart nicht rein und sie wissen, welche Auswirkungen das haben kann.“

    Übernehmen wir es von Kurt, unserem Bier trinkenden Freund, der die ‚Bikes and Babes‘ Zeitschrift liest: Wir müssen Gott mit den Erstlingen unseres Einkommens ehren. Wir bringen dadurch unseren Dank Ihm gegenüber zum Ausdruck und unseren Glauben, dass wir Ihm in Zukunft vertrauen. Ich denke, wir sollten Gott nicht berauben, Ihm weder die Ehre, die Ihm gebührt, noch die Gelegenheit, uns zu segnen, nehmen. Wir werden noch weiter über Jakobs Stab sprechen, über etwas, was er sein ganzes Leben mit sich trug. In Hebräer 11:21 heißt es, dass Jakob im Glauben, als er im Sterben lag, die Söhne Josephs segnete, indem er sich auf seinem Stab abstützte und anbetete. Wir werden gleich lesen, wie Jakob seine Enkel Manasse und Ephraim segnete. Die Bibel sagt, er hatte seinen Stab dabei. Der Stab hat viel gesehen. Lassen Sie uns doch bitte 1.Mose 41 anschauen. Ich möchte einen Vers lesen, der von diesen beiden Söhnen handelt, die Joseph in Ägypten hatte. Ab Vers 51.

    1.Mose 41:51 „Und Josef gab dem Erstgeborenen den Namen Manasse. Denn Gott hat mich vergessen lassen all meine Mühe und das ganze Haus meines Vaters. Und dem zweiten gab er den Namen Ephraim. Denn Gott hat mich fruchtbar gemacht im Land meines Elends.“

    Manasse bedeutet ‚vergessen‘. Ephraim bedeutet ‚doppelte Frucht‘. Diese Namen brachten klar zum Ausdruck, was Jakob durchmachte. Sie zeigen auch ein Prinzip, das häufig in der Bibel steht. „Du hast mich meine Mühe vergessen lassen, die Betrügereien, das Leiden, den Schmerz, die Sklaverei, die Einsamkeit. Alles, was ich durchmachte, hast Du mich vergessen lassen, Gott.“ Gott hat es nicht aus seinem Gedächtnis getilgt, er konnte sich an alle Erlebnisse erinnern. Aber was den Schmerz, den Ärger und die einhergehende Frustration anbetraf, war er frei davon. So meint er das, dass wir Dinge in Gottes Hände legen und Ihm abgeben und dadurch von ihnen befreit werden. Er sagte auch: „Du ließest mich nicht nur all meine Mühe, sondern auch das Haus meines Vaters vergessen.“ Er hat nicht vergessen, dass sein Vater Jakob hieß und er elf Brüder hatte. Das meint, dass er die Dinge, die seine Brüder ihm antaten, Gott abgab. Er hat die Tatsache geklärt und überwunden, dass seine Brüder böse zu ihm waren, ihm das Leben schwer machten und ihn immer ausschlossen und verhöhnten.

    Er vergab ihnen, dass sie ihn verkauften … in eine Grube warfen und Sklavenhändlern verkauften. Er hat auch die Tatsache überwunden und vergeben, dass sein Vater nie kam, um ihn zu befreien. Joseph wusste nie, dass seine Brüder seinen Vater belogen und sagten: „Ein wildes Tier tötete und fraß Joseph. Hier ist sein Mantel, mehr ist nicht übrig.“ Sie zeigten Jakob den bunten von Blut getränkten Mantel und sagten ihm: „Das ist das Blut deines Sohnes. Er ist tot, er ist nicht mehr.“ Und als Joseph an Händen und Füßen gebunden verschleppt wurde, sie ihn schlugen und in einer Sprache anschrien, die er nicht kannte, dachte er: „Gleich wird mein Papa kommen und mich retten! Er wird mit Soldaten und all meinen Brüdern kommen. Sie werden kommen. Er würde mich nicht hier zurücklassen!“ Aber der Papa kam nie. Als er versteigert wurde und sie ägyptische Worte schrieen, die er nicht verstand, dachte er: „Mein Papa wird kommen! Er liebt mich! Er würde mich hier nicht allein lassen! Ich weiß, dass er gleich kommen wird!“ Aber Papa kam nie. Joseph wusste nicht, dass sein Vater dachte, er sei tot. Er musste sich mit dem Gedanken abfinden, dass es ihm egal ist. „Vielleicht hasste er mich immer, genau wie meine Brüder, und ich wusste es nur nicht.“

    Aufgegeben und verlassen, aber wissen Sie was? Er übergab das Gott, wurde damit fertig und dann segnete Gott ihn. Im Land seiner Anfechtung, an dem Ort, wo es schwer war, segnete Gott ihn, sogar doppelt, wofür der zweite Sohn, Ephraim, steht. Wir sehen hier ein Prinzip. Wir müssen Gott Dinge abgeben. Die Enttäuschungen, die Dinge, die uns Menschen antaten, die sie nicht hätten tun sollen und die Dinge, die Menschen für uns hätten tun sollen, aber nicht taten, obwohl es angebracht gewesen wäre. Wir müssen diese Dinge Gott abgeben, damit fertig werden und sie überwinden, bevor wir Gottes Segen, sogar doppelte Fruchtbarkeit in unserem Leben, erleben können. Und es ist ein Prinzip in der gesamten Bibel. Wir müssen es abgeben. Erst vergessen, dann Frucht bringen, das ist das Prinzip. Manche Menschen sind Gefangene ihrer Vergangenheit geworden, weil sie vielleicht nicht bereit waren oder nicht wussten, wie sie Dinge loslassen sollten. Wenn wir nicht bereit sind, unsere Vergangenheit zu begraben, werden wir niemals unsere Zukunft erkennen. Ich denke, die Geschichte von Jakob ist ein großartiges Beispiel und auch der Segen von Josephs Söhnen. Gott wird uns helfen. Seine Liebe ist in uns ausgegossen. Wir können vergessen. Wir können von der Vergangenheit frei werden. Mein Freund, Gott wird Ihnen helfen, aber es beginnt mit einer Entscheidung.

    Erstaunliche Dinge können geschehen, wenn wir vergeben, wenn wir loslassen, das Beil begraben und den Stiel nicht für sofortigen Einsatz im Freien lassen. Es kann uns ganz neue Horizonte eröffnen. Ich bete jetzt, wenn Sie in der Vergangenheit festhängen, wenn Verletzung oder vielleicht Missbrauch vorliegt oder Dinge, die sich wie Ketten um sie gelegt haben, dass Gott Ihnen hilft, zu vergeben und diese Dinge loszulassen, damit Sie in die Zukunft hineinkommen können, die Er für Sie hat. In Jesu Namen. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal. Vielleicht bin ich der Einzige, der verraten wurde oder der Dinge erlebt hat, die ich jemandem vergeben musste, und nachdem ich vergeben habe, kam mir ein Gedanke oder etwas erinnerte mich daran und … alle Gefühle brechen wieder auf und der Zorn scheint wieder ganz frisch da zu sein und ich denke: „Mann, ich dachte, das sei erledigt.“ Ich gehe wieder zu Gott und sage: „Gott, ich gab Dir das. Ich habe ihnen vergeben.“ Hat jemand außer mir schon mal so ähnliche Gefühle erlebt?

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