Heilung eines Aussätzigen

Teil 1 der Serie „Heilungen im Lukasevangelium“


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Comments

  • Jule sagt:

    Heilungen im Lukasevangelium – 1. Woche 26.10.2008

    Pastor Bayless Conley

    Ich bin sehr froh, dass Sie heute diese Sendung sehen. Wir werden anhand des Lukasevangeliums über Heilung sprechen. Lukas war Arzt und berichtete einige Dinge über Jesus, den „Heiler“, die aus ärztlicher Sicht sehr interessant sind. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

    Bitte schlagen Sie mit mir Lukas, Kapitel 5 auf. Wir befassen uns jetzt mit dem Thema Heilung und ich werde besonders herausstellen, was das Lukasevangelium darüber sagt. Wir beginnen in Vers 12 von Lukas 5.

    Lukas 5:12-14

    „Und es geschah, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voller Aussatz; und als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wich der Aussatz von ihm. Und er gebot ihm, es niemand zu sagen: Geh aber hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis!“

    Der Arzt Lukas bemerkte etwas, was den anderen Schreibern der Evangelien nicht auffiel, während sie diese Geschichte notierten. Lukas gebraucht einen medizinischen Begriff, was er häufig tut, und schreibt nicht nur, dass der Mann Aussatz hatte, sondern, dass er voller Aussatz war. Er hatte ihn am ganzen Körper. Damit ist Aussatz in seiner schlimmsten und entstellendsten Form gemeint. Er war voller Aussatz. Man durfte ihn nicht berühren und menschlich gesehen war er auch unheilbar krank.

    Ihm konnte nicht geholfen werden. Mir gefällt, dass dort steht, dass er Jesus sah.

    Wenn Sie den Segen Gottes in Ihrem Leben haben wollen und die Heilung, die Christus geben kann, müssen Sie Ihn zuallererst sehen. Er sah Jesus. Er musste von seinem Leiden weg sehen, von seinem verstümmelten Körper und den offenen Wunden. Er musste sich vielleicht von allem Versagen der Vergangenheit und allen vergangenen unerhörten Gebeten abwenden. Sicher hat dieser Mann schon vor dieser Zeit gebetet! Bestimmt hat er gefleht und Fragen gehabt und sicher machte er sich viele Gedanken. Aber er legte all das ab und sah nur auf Jesus. Wenn es darum geht, von Gott zu empfangen, ist entscheidend, worauf wir sehen. Wir müssen Jesus sehen.

    Ich denke, eins meiner Lieblingskapitel im Alten Testament ist Jesaja 53. Es wird im Alten Testament das großartige Kapitel der Erlösung genannt. Ungefähr 700 Jahre vor Christi Kreuzigung sah Jesaja durch den Heiligen Geist die Kreuzigung Christi und den Grund für Seine Leiden. Vieles in diesem Kapitel handelt davon, dass wir durch Sein Leiden Frieden und Heilung erfahren und natürlich davon, dass unsere Sünden durch Sein Leiden

    Als ich einmal über dieses Kapitel nachdachte, fiel mir etwas auf. Es sind nur 12 kurze Verse, aber in diesen 12 Versen werden die Worte „Er“, oder „Ihm“ und „Seine“, die sich auf Jesus beziehen, nicht weniger als 49 Mal gebraucht. Mir fiel besonders auf, dass es der Schlüssel zu diesem großartigen Heilungskapitel ist, auf Jesus zu sehen. Wenigstens 49 Mal wird in 12 Versen auf Ihn Bezug genommen. Freund, der Schlüssel für Heilung und dafür, die Segnungen Gottes zu empfangen, ist, auf Jesus zu sehen. Hören Sie: Sie müssen Ihre Augen vom Prediger und vom Arzt abwenden. Das heißt nicht, dass Sie nicht zum Arzt gehen. Wenn Gott Ihnen etwas auf diesem Wege gibt, ist das wunderbar. Aber dieser Mann ist nur ein Gefäß und ist sicher der Erste, der das zugesteht. Ärzte heilen nicht. Sie können nur dabei helfen, dass der Körper die gottgegebenen Heilungskräfte entfaltet.

    Aber wir müssen auf Jesus sehen.

    Als er Jesus sah, heißt es, fiel er auf sein Angesicht und bat Ihn und sprach: „Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.“ Ich will in diesem Vers zwei Dinge zeigen. Zunächst seine Haltung und dann seine Bitte. Beachten Sie seine Haltung und seine Bitte, nachdem er Jesus sah.

    Seine Haltung. Er fiel auf sein Angesicht. Seine Haltung spiegelte die geistliche Einstellung seines Herzens wieder. Es war eine Haltung der Demut, Ehrerbietung und Unterordnung. Ein Geringerer kommt zu einem Größeren. Wir sollten mit derselben Herzenshaltung zu Jesus kommen.

    Bedenken Sie, dass dieser Mann vieles erlitten hatte. Er hätte dort mit den Händen in die Seite gestemmt stehen und sagen können: „Du bist also Gottes Stellvertreter. Du bist der Prophet, von dem gesprochen wird. Ich muss mal kurz mit Dir reden. Ich habe das nicht verdient. Was könnte ich getan haben, um so etwas zu verdienen? Weißt Du, wie sehr ich gelitten habe? Ich habe jeden Tag Schmerzen. Mein Fleisch verrottet. Ich war verheiratet. Ich verlor meine Familie. Ich kann nicht arbeiten. Meine Frau muss betteln, um für sich und die Kinder zu sorgen und ich darf mich ihnen nicht nahen. Ich bin aus der Gesellschaft ausgestoßen, darf niemandem nahen. Ich muss ausrufen: ‚Unrein!‘ Ich bin verstoßen! Was habe ich nur getan? Das ist nicht fair! Wie konnte Gott das zulassen?

    Verbittert? Logisch bin ich verbittert und ich habe allen Grund dazu.“

    Wir sehen keine Spur von dieser Haltung bei ihm. Er fiel auf sein Angesicht und betete an. Obwohl ich sicher bin, dass er Fragen hatte, waren dort sicher Menschen, die vielleicht Ähnliches erlebten, aber eine ganz andere Haltung hatten. Sie waren verbittert und zornig und gaben Gott die Schuld an ihrer Situation.

    Freund, wenn das auf Sie zutrifft und Sie gelitten haben, hören Sie: Ihr Leiden berührt Ihn. Erheben Sie Ihre Faust nicht gegen Gott. Sie zeigen es vielleicht nicht, aber tun Sie es auch nicht innerlich.

    Gott ist nicht Ihr Problem. Er ist Ihre Antwort. Jesus kam, um den Vater zu offenbaren. Er sagte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“

    Wir werden gleich den Vater und Seinen Willen in Aktion sehen. Die Bibel sagt, Gott widersteht den Stolzen und gibt den Demütigen Gnade. Dieser Mann mit seiner demütigen Herzenshaltung fand die Gnade der Heilung.

    Als Zweites müssen wir seine Bitte ansehen. Es heißt, er flehte Jesus an. Das war weder leichtfertig noch halbherzig. Er legte alles in diese Bitte hinein. Jakobus sagt uns, dass das ernstliche Gebet eines Gerechten viel bewirkt. Damit ist ein von Herzen kommendes Gebet aus tiefstem Innern gemeint. Er flehte Jesus an und seine Bitte war: „Wenn du willst, kannst du mich reinigen.“ Er wusste, dass Jesus dazu fähig ist, war sich aber Seines Willens in der Angelegenheit nicht sicher. Das geht vielen Menschen so: „Herr, ich weiß, dass Du es kannst. Bist Du aber auch willens?“ „Jesus, wenn Du willst, kannst Du mich reinigen.“ Jesus klärte das sofort. Er sagte: „Ich will. Sei gereinigt!“ Er streckte sich aus und berührte ihn und das war die erste Berührung, die dieser Mann seit langem erlebte. Und, Freund, Sie müssen Ihn zu Ihrem eigenen Herzen sagen hören: „Ich will.“ Jesus hat sich nicht verändert. Es ist immer noch Sein Wille. Er ist immer noch ein Heiler. Jesus ist der Wille Gottes in Aktion und es muss in unseren Herzen feststehen, dass Er will.

    Diese beiden Dinge sind die Grundlage für Glauben. Das sagten wir schon sehr oft. Nur zu wissen, dass Gott willig ist, reicht als Grundlage für Glauben nicht aus. Sie müssen glauben, dass Gott fähig und willens ist.

    Es ist interessant… wir schlagen es jetzt nicht auf, aber im Markusevangelium wird die gleiche Geschichte erzählt. In Kapitel 1 und ungefähr in den Versen 40-42. Er kam und sagte: „Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.“ Und Jesus berührte ihn und sagte: „Ich will. Es ist mein Wille!“ Eine Übersetzung sagt: „Natürlich will ich es!“ Und Markus sagt es so: „Sofort, nachdem Jesus das sagte, wurde er geheilt.“ Jesus musste sozusagen zuerst seine Theologie zurechtrücken. Machen Sie daraus nicht mehr, als ich damit sagen will. Er musste diese Frage beantworten. Diese Frage musste für diesen Mann beantwortet werden, bevor Kraft von Jesus zu ihm fließen konnte. Gleich, nachdem Er das sagte, floss diese Kraft in seinen Körper. Wie gesagt, es ist wichtig, dass wir Gott aus der Schrift zu unserem eigenen Herzen reden hören: „Ja, ich will. Es entspricht meinem Plan. Ich liebe Dich wirklich. Ich enthalte Dir nichts vor.“

    Vers 14 ist recht interessant. Jesus gebot ihm, es niemandem zu sagen. Ich denke, das tat Jesus, weil er sich wegen der zunehmenden Massen immer schlechter fortbewegen konnte. Aber Er sagte: „Sag es niemandem, aber geh und zeig dich dem Priester. Opfere für deine Reinigung, wie es Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.“ Geh und zeig dich dem Priester. Es soll dokumentiert werden. Hören Sie: Jede Heilung, die Jesus vollbringt, hält der ärztlichen Prüfung stand. Sie sollten nicht zögern, zum Arzt zu gehen. Freund, wenn es eine echte Heilung ist, kann sie vom Arzt bestätigt werden.

    Und das Opfer… wir werden es jetzt nicht aufschlagen, aber es steht im 3. Mose, Kapitel 14 und ist sehr interessant. Wenn ein Aussätziger gereinigt wurde… wenn bei jemandem Aussatz festgestellt wurde, mussten sie außerhalb des Lagers leben und weitere Dinge mussten geschehen. Aber wer gereinigt und vom Aussatz geheilt werden würde, sollte sich den Priestern zeigen, damit diese es überprüfen. Sie mussten sich verschiedenen Zeremonien unterziehen. Und erst nach einer bestimmten Zeit durften sie sich wieder frei in der Gesellschaft bewegen. Aber bei dem Opfer, von dem Jesus sagte, er solle es dem Priester opfern, nahmen sie zunächst zwei Vögel – zwei lebende Vögel. Wenn der Aussätzige gereinigt und die Heilung bestätigt war, töteten sie einen der Vögel und besprengten den geheilten Menschen mit dessen Blut. Dann tauchten sie den lebenden Vogel in das Blut des toten und… wusch… dann ließen sie den lebendigen Vogel frei. Dieses Bild und diese Handlung weisen auf das Kreuz hin, Freund. Jesus starb, Sein Blut bedeckte uns und durch Seinen Tod sind wir befreit worden.

    Natürlich sehen wir darin eine Analogie zur Sünde, denn Theologen und Historiker, die Kirchenväter und die jüdische Gesellschaft, soweit wir die Geschichte zurückverfolgen können, sahen Aussatz immer als ein Sinnbild für Sünde, mehr als jede andere Krankheit. Weil sie so zerstörerisch und tückisch ist und fortschreitet, wird sie mit der Sünde verglichen. Natürlich lernen wir daraus, dass Jesus der Vogel war, der für uns geopfert wurde, obwohl wir voller Sünde waren, so wie dieser Mann voller Aussatz war. Wenn Sein Blut uns bedeckt, können wir völlig geheilt und freigelassen werden.

    Obwohl diese Analogie einfach nicht zu übersehen ist, ist hier eindeutig von körperlicher Heilung die Rede. Obwohl dieses Bild auf die Sünde und unsere Befreiung davon durch Jesus hinweist, geht es hier eindeutig um eine körperliche Heilung, die uns auf Golgatha hinweist. Heilung, mein Freund, ist Teil der Versöhnung durch Christus. Durch Seine Wunden sind wir geheilt.

    Er sagte: „Sage es niemand.“ Aber schauen Sie, was in Vers 15 geschieht.

    Lukas 5:15-16

    „Aber die Rede über ihn verbreitete sich umso mehr; und große Volksmengen versammelten sich, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Er aber zog sich zurück und war in einsamen Gegenden und betete.“

    Er zog sich oft zurück und betete, damit Er neue Kraft schöpfen konnte. Sie können nichts geben, wenn Sie nichts aufnehmen. Jesus verstand dieses Prinzip und zog sich oft zurück und verbrachte Zeit mit dem Vater.

    Bitte beachten Sie, dass die Menschen aus verschiedenen Gründen zusammenkamen. Sie kamen, um zu hören und geheilt zu werden, nicht nur, um geheilt zu werden. Sie kamen, um zu hören und geheilt zu werden. Wenn Sie die Evangelien studieren, werden Sie sehen, wie Jesus überall wirkte, wo Er hinging: Er lehrte, Er predigte und dann heilte Er. Er kam nur sehr selten einfach herein und heilte. Fast immer… die Schrift verkündet, dass Er das in jeder Synagoge tat und überall, wo Er hinreiste. Er lehrte und predigte und heilte danach. Die Menschen verstanden, dass das Seine Methode ist und kamen, um zu hören und um geheilt zu werden. Markieren Sie doch diese Stelle und gehen Sie bitte mit mir zu Lukas 6,Vers 17.

    Lukas 6:17-18

    „Und als er mit ihnen herabgestiegen war, trat er auf einen ebenen Platz und eine große Schar seiner Jünger und eine große Menge des Volkes von ganz Judäa und Jerusalem und von der Seeküste von Tyrus und Sidon, die kamen, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden; und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.“

    Sie kamen, um zu hören und geheilt zu werden.

    Viele Menschen wollen nur Gebet empfangen, sind aber weniger interessiert daran, zu hören. Aber die Massen kamen, um zu hören und um geheilt zu werden. Ich möchte Ihnen beide Seiten dieser Medaille nennen. Da ist zunächst die Seite des Dienstes. Wir alle sind berufen. Die Bibel sagt: „Die Zeichen werden denen folgen, die glauben. In meinem Namen werden sie Kranken die Hände auflegen und sie werden genesen.“ Ich nehme an, wenn wir Hände haben, müssen wir uns dafür verantworten, wenn wir vor Jesus stehen am Richterstuhl Christi. Wenn Sie gläubig sind und Hände haben, haben Sie gemäß diesem Vers eine Verpflichtung. Gläubige werden Kranken Hände auflegen und sie werden genesen. Wenn Sie Menschen dienen, legen Sie nicht einfach Hände auf und beten Sie nicht einfach für Sie und dann: „Oh, vielleicht sollte ich Ihnen etwas aus der Bibel erzählen“, quasi als Schlussgedanke. Wir müssen zuerst die Schrift weitergeben.

    Markieren Sie auch diese Stelle und schauen Sie bitte mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 14 an. Eine kurze interessante Geschichte. Apostelgeschichte 14, ab Vers 7. Apostelgeschichte 14:7 sagt… vielmehr Vers 6.

    Apostelgeschichte 14:6-7

    „da bemerkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die umliegende Gegend, und sie verkündigten dort das Evangelium.“

    Gut, was taten sie dort? Sie predigten das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus. Jesus rettet, Jesus heilt und Jesus tauft in den Heiligen Geist und wird eines Tages wiederkommen. Sie predigten das Evangelium. Apostelgeschichte 14:8.

    Apostelgeschichte 14:8-9a

    „Und in Lystra saß ein Mann mit gebrechlichen Füßen, der von Geburt an gelähmt war und niemals hatte gehen können. Dieser hörte den Paulus reden;“

    Moment mal, was sagte Paulus gerade? Er sprach vom Evangelium, der guten Nachricht von Jesus.

    Apostelgeschichte 14:9

    „Dieser hörte den Paulus reden; und als der ihn anblickte und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden,“

    Das bedeutet, Paulus erkannte, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden. Stop. Wodurch bekam dieser Mann, der von Geburt an verkrüppelt war und noch nie laufen konnte, Glauben, um geheilt zu werden? Durch die Predigt des Evangeliums. Glaube kommt aus dem Hören und Hören durch das Wort Gottes.

    Apostelgeschichte 14:10

    „…sprach er mit lauter Stimme: Steh aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.“

    Er empfing Glauben, geheilt zu werden. Obwohl er natürlich eine Gabe Gottes ist, kommt er durch das Wort Gottes zustande. Wenn das Wort in unserem Herzen real wird, ist Glaube so selbstverständlich wie das Atmen. So wie wir im Wasser nass werden, es passiert einfach. Wenn wir ständig versuchen zu glauben, ist etwas faul. Ich habe in der Bibel nie gelesen, dass Menschen sagen: „Ich versuche ja, zu glauben.“ Nein, Glaube kommt einfach selbstverständlich zustande, wenn wir das Evangelium hören.

    Generell wird, so weit ich das sehe, herzlich wenig über das Thema Heilung gelehrt. Es überrascht mich, dass wir überhaupt so viele Heilungen erleben. Oft müssen Menschen allerdings erst einmal Dinge verlernen. Ich fand ich immer erstaunlich, dass Jesus sehr häufig von einer Heilung zurückkehrt, gerade jemanden heilt oder zu einer Heilung unterwegs ist, dass es im Alten Testament zahlreiche Verheißungen über Heilung gibt und die Apostelgeschichte von unzähligen Heilungen berichtet und manche Christen, manche Gläubige, nur Folgendes über Heilung gehört haben: „Bei diesen Leuten müssen Sie vorsichtig sein!“ Sie haben nur Negatives gehört. Manche Menschen müssen erst einmal alles Negative, was sie gehört haben, loslassen, bevor sie überhaupt offen sind, etwas Positives zu empfangen. Wer weiß? Vielleicht gingen Ihnen meine Worte heute schon gegen den Strich. Keine Ahnung. Wenn es nicht biblisch ist, nehmen Sie es nicht an. Wenn Sie denken, dass ich gegen biblische Prinzipien verstoße, sollten Sie es keinesfalls annehmen. Wenn Sie denken, ich juble Ihnen meine persönliche Meinung unter, so ist das Ihre Sache. Eins sage ich Ihnen: Glaube kommt aus dem Hören und das Hören durch das Wort Gottes. Das ist Gottes Methode.

    Bitte lassen Sie uns nochmals zum Lukasevangelium kommen. Die Mengen kamen also, um zu hören und geheilt zu werden.

    Ich erinnere mich an einen der ersten Jahrgänge unserer Schule des Dienstes. Vor ungefähr dreizehn Jahren… vielleicht ist es noch länger her… hielten sie mit einem Freund von uns, der Evangelist ist, in Mexiko Versammlungen ab. Es waren evangelistische Versammlungen. Die Schüler halfen ihm. Es war ein Missionseinsatz. Als sie wiederkamen, erzählten sie mir folgende Geschichte. Ich hatte sie vergessen, habe aber einen Bericht darüber gelesen, den ich vor 13 Jahren schrieb. Neulich habe ich das zufällig in meinen alten Aufzeichnungen entdeckt. Ich hatte es total vergessen. Sie waren dort in den Versammlungen und viele Menschen wurden errettet. Sie beteten für Menschen und sagten, einige wurden geheilt. Ein Mann brachte entweder seine Tochter oder seinen Sohn, einen jungen Mann, bzw. eine junge Frau. Es handelte sich um irgendeine zehrende Krankheit mit gravierenden Auswirkungen. Die Person konnte sich nicht bewegen und musste in die Versammlungen getragen werden, wo für sie gebetet werden sollte. Der Evangelist war unten und zeigte unseren Schülern, wie man evangelistische Versammlungen durchführt. Er sagte, weil er es so im Geist spürte: „Wissen Sie, Ihr Sohn oder Ihre Tochter (je nachdem) ist noch nicht so weit, dass wir beten können. Bitte kommen Sie jeden Abend wieder und hören Sie das Wort.“ Der Mann wurde sehr zornig und regte sich auf. Ich weiß nicht, ob es an der Entfernung lag, aus der sie kamen. Er sagte: „Wissen Sie, ich kann beten, aber die Vorbereitung fehlt. Bitte kommen sie wieder.“ Der Mann war wütend, war aber einverstanden.

    Er brachte das Kind am nächsten Tag wieder mit. Ich sollte eher den Jugendlichen sagen. Am dritten Abend betete niemand für sie, niemand legte Hände auf. Mitten im Gottesdienst stand das Kind völlig geheilt auf. Das Wort hat sein Werk vollbracht.

    Die andere Seite der Medaille ist das Empfangen. Es gibt ein göttliches Gesetz, eine göttliche Ordnung, und die sieht so aus: Sie können nichts ernten, wo nichts gesät wurde. Unser Glaube wächst durch das Hören. Wir müssen das Wort in unserem Herzen wirken lassen. Manchmal müssen im Innern Dinge verändert und korrigiert werden, bevor wir von Gott empfangen können. Egal, ob es Heilung oder einen anderen Bereich unseres Lebens betrifft. Das bewirkt das Wort.

    Im Epheserbrief heißt es, dass wir durch das Wasser des Wortes gereinigt wurden. Manchmal müssen wir gereinigt werden, quasi als eine Vorbereitung auf eine OP. Wenn eine wichtige Operation ansteht, kommen Sie auch nicht ins Krankenhaus, haben eben noch an Ihrem Auto geschraubt, die Arme sind schmierig, Sie tragen eine schmutzige Hose und sagen: „Herr Doktor, ich habe… wie lange dauert das überhaupt? Eine halbe Stunde?“ Und sagen: „Ich muss in einer dreiviertel Stunde wieder draußen sein. Ich leg mich eben auf den Tisch und sie legen dann mit ihrem Messer los, einverstanden?“ Ihnen wird vielmehr gesagt werden: Ganz so wird es nicht gehen. Die Operation können wir vielleicht in einer halben Stunde durchführen, in maximal 45 Minuten. Sie müssen allerdings 48 Stunden davor ins Krankenhaus kommen. Sie dürfen keine feste Nahrung zu sich nehmen und wir müssen ihr Bein rasieren (oder eben die Umgebung für die anstehende Operation).

    Sie müssen gewaschen sein und können hier nicht völlig verdreckt ankommen und erwarten, dass die OP erfolgreich verläuft. Es leuchtet uns vollkommen ein, dass alles gut vorbereitet werden muss.

    Ich denke, wenn wir zu Gott kommen und uns nach Dingen ausstrecken, müssen wir auch etwas gereinigt werden und es müssen Dinge in unserm Innern geschehen. Es dauert viel länger, die Schienen zu verlegen als der Zug zum Durchfahren braucht. Manchmal müssen wir ein paar Fundamente legen und dem Wort erlauben, uns zu reinigen, indem wir darauf hören und Veränderung in unserem Herzen zulassen. Wir sprechen zwar über körperliche Heilung, aber ich denke Folgendes.

    So sehe ich es, okay? Ich denke, wenn jemand eine Zeit lang intensiv sein Herz erforscht und Übergepäck los wird… sich vielleicht von bestimmten Dinge abwendet, Gott ernsthaft sucht und über eine lauwarme Einstellung Buße tut und sagt: „Gott, ich war nicht wirklich Dein Mann. Ich war nicht wirklich Deine Frau. Ich geh zwar in die Kirche und so, hatte aber ein geteiltes Herz. Und, Gott, das werde ich ändern. Und, Herr, ich war nicht wirklich so lieb zu meiner Frau, wie ich es hätte sein sollen.

    Und ich benutze Ausreden. Ich beurteile andere Menschen nach ihren Taten, nur mich selbst nach meinen Motiven. Das war unausgewogen. Es gibt noch andere Bereiche meines Lebens.“

    Gott fängt an, diese Dinge zu beleuchten und wir verändern uns und kommen Gott näher. Wir räumen den Müll aus dem Weg und werden fähig, von Gott zu empfangen. Ich rede hier nicht von Werken und eigenem Verdienst vor Gott. Ich nenne nur ein paar Dinge, die uns im Wege stehen können. Meiner Meinung nach ist es manchmal so: Wenn wir an den Punkt kommen, dass die Heilung geschieht und der Segen kommt, sind die Dinge, die in unserem Innern geschahen und uns näher zu Gott brachten und unseren Charakter veränderten, viel mehr wert als der Segen, den wir anfangs haben wollten.

    Ich glaube wirklich, dass das der Fall ist. Obwohl unsere Krankheit oder was auch immer sicher nicht von Gott kommt, so nutzt Er doch jede Gelegenheit, um uns zu helfen, Ihm näher zu kommen und Sein Werk in uns zu tun, weil Er uns zu Seinem Ebenbild macht.

    Manchmal gibt es… vielleicht ist das nur bei mir so, aber wenn ich in einer Krise war, habe ich mich mehr auf Gott ausgerichtet, als wenn alles gut lief. Ich weiß, das ist nur bei mir so. Pastor B. muss das jetzt bekennen.

    Eins der erstaunlichsten Dinge in der Bibel ist, dass Jesus so sehr gelitten hat. Die Bibel sagt: „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ Bedenken Sie, Jesus hätte ziemlich schnell und schmerzlos sterben können. Nach der Schrift wären dadurch unsere Sünden getilgt worden. Also, Herr, warum hast Du so sehr gelitten? Warum wurde Dein Rücken ausgepeitscht? Warum trugst Du die Dornenkrone? Warum hast Du zugelassen, dass Du gnadenlos geschlagen wurdest? Die Bibel ist auch darin eindeutig: „Durch Seine Wunden sind wir geheilt.“ Die Strafe, die zu unserem Frieden nötig war, kam auf Ihn.

    Jesus bezahlte unsere Sünden mit dem Tod. Sein Leiden, die Striemen auf Seinem Rücken, haben uns Heilung und emotionale Gesundheit erkauft. Mein Freund, Gott hat sich um alle Bedürfnisse von uns Menschen gekümmert.

    Die Bibel ist im Hinblick auf Gottes Fähigkeit und Verlangen, uns zu heilen, eindeutig. Er ist dazu fähig und Jesus demonstrierte die Bereitschaft des Vaters.

    Bayless Conley möchte Ihnen durch sein ausführliches Bibelstudium: „Heilung im Lukasevangelium“ helfen, Gottes Heilungskraft zu verstehen.

    Heilung kann spontan geschehen. Manchmal erwartet Er auch von uns, Sein Wort als letzte Wahrheit zu nehmen und unseren Weg zu gehen. Die Methode bestimmt Er. Das Glauben ist unser Part.

    Freund, Sie müssen Ihn zu Ihrem eigenen Herzen sagen hören: „Ich will“. Jesus hat sich nicht verändert. Es ist immer noch Sein Wille. Er heilt nach wie vor. Jesus ist der Wille Gottes in Aktion und es muss in unseren Herzen klar sein, dass Er willens ist

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