Gottes Berufung und Seine Absichten

Teil 5 und 6 der Reihe „Begegne dem Sturm“

diese Ansprache ähnelt vom Inhalt sehr der Ansprache „Aus stürmischen Zeiten lernen“, die als Sendungsmitschnitt vorhanden ist


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Comments

  • Jule sagt:

    Begegne dem Sturm / Teil 5
    29.05.2011
    Pastor Bayless Conley

    Willkommen zur heutigen Sendung. Wir beschäftigen uns nach wie vor mit Stürmen. Vielleicht fragen Sie sich: „Warum sprechen Sie so ausführlich darüber?“ Nun, wir müssen so viele Stürme durchstehen. Ich weiß nicht genau, wie es bei Ihnen ist, aber manchmal passieren bestimmte Dinge.

    Wir leben in einer gefallenen Welt, es läuft nicht alles so, wie Gott es sich gedacht hat und Er hat uns nicht versprochen, dass wir keine Schwierigkeiten haben würden. Er hat uns nicht verheißen, dass alles wie am Schnürchen läuft. Er hat uns nicht gesagt, dass wir nie angegriffen werden würden.

    Vielmehr hat Er uns das Gegenteil vorausgesagt! Die Bibel sagt: Denkt nicht, dass etwas Seltsames passiert, wenn ihr das Feuer starker Versuchungen erlebt, die zu eurer Prüfung gesandt werden.

    Wir werden zu kämpfen haben und werden Stürme erleben. Wir sprechen deswegen darüber, weil Gott uns einen Ausweg bereitet hat, damit wir all das ertragen können. Bevor sich die ersten Probleme zusammenbrauen, hat Gott bereits Lösungen geschaffen. Tatsache ist, dass Gott Ihnen in Ihrer momentanen Not helfen möchte. Ob Sie es glauben oder nicht, Gott liebt Sie. Er kennt Ihren Namen. Für Ihn sind Sie kein x-beliebiger Mensch in der grauen Masse. Er kennt Sie in- und auswendig und liebt Sie mehr als Sie je begreifen werden. Schauen Sie sich doch die heutige Sendung an. Ich vertraue darauf, dass Gott dadurch zu Ihnen reden wird. Kommen wir zum Wort Gottes.

    In den vergangenen Wochen habe ich über Stürme und über verschiedene Dinge gesprochen, die wir aus den Stürmen in der Bibel lernen können. Wir werden uns gleich einen Sturm in Apostelgeschichte, Kapitel 27 anschauen. Unser übergeordnetes Thema ist: „Gottes Berufung und Seine Absichten.“

    Wir werden uns am Anfang und am Ende dieser Sendung damit beschäftigen, weil diese Begebenheit damit anfängt und endet. Aber zwischen der Verkündung von Gottes Absichten und ihrer Erfüllung habe ich vier Lektionen entdeckt. Bei der ersten Lektion geht es um die Wahrnehmung, bei der zweiten um die Sichtweise, bei der dritten um Bewahrung und bei der vierten um Ausdauer.

    Wahrnehmung, Sichtweise, Bewahrung und Ausdauer.

    Starten wir mit Gottes Absichten. In diesem Fall geht es um Gottes Absichten und Seine Berufung für den Apostel Paulus.

    Apostelgeschichte 19:21 „Als das geschehen war, nahm sich Paulus im Geist vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen.“

    Sagen Sie alle: „Ich muss.“ Das war keine spontane Entscheidung, die er Hals über Kopf traf.

    „Ach, Rom würde ich auch gerne kennenlernen. Das Kolosseum möchte ich sehen – und gutes italienisches Essen wäre auch nicht schlecht.“ Er sagte, dass er sich im Geist vornahm, erst nach Jerusalem und dann unbedingt nach Rom zu reisen. Und dann lassen Sie uns bitte Apostelgeschichte 23 anschauen. In Kapitel 23:11 steht:

    Apostelgeschichte 23:11 „In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach: Sei guten Mutes! Denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so musst du sie auch in Rom bezeugen.“

    Wissen Sie, es brechen gute Zeiten an, wenn unser „Muss“ mit dem „Muss“ des Herrn übereinstimmt.

    Der Herr selbst bestätigt hier seine Berufung und Sendung. Schauen Sie sich jetzt in Kapitel 25 an, wie Paulus vor dem römischen Stadthalter Festus steht. Hier sehen wir, dass seine Berufung durch die Aussage eines heidnischen Stadthalters bestätigt wird. Das erinnert an Kaiphas, den Hohepriester, der unwissentlich über den Opfertod Christi sprach und weissagte, dass Er für die Sünden der Menschen sterben würde. Festus sagt in Apostelgeschichte 25:12 Folgendes:

    Apostelgeschichte 25:12 „Dann besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: Auf den Kaiser hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du gehen.“

    Und dann noch Kapitel 27, wo Paulus gerade mitten im Sturm ist. Wir lesen ab Vers 23.

    Apostelgeschichte 27:23-24 „Denn ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, stand in dieser Nacht bei mir und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren.

    Jetzt bestätigte der Engel seine Sendung: „Du musst vor dem Kaiser stehen und vor ihn gebracht werden.“

    Und dann heißt es in

    Apostelgeschichte 28:14 „Dort fanden wir Brüder und wurden von ihnen gebeten, sieben Tage dazubleiben. Und so kamen wir nach Rom.“

    Und nun noch der Anfang von Vers 16:

    Apostelgeschichte 28:16 „Als wir nach Rom hineinkamen …“

    Es war Gottes Absicht, dass Paulus nach Rom fahren sollte. Genau, wie Gott ihm einen bestimmten Platz und eine bestimmte Aufgabe zuwies, so hat Er auch für Sie einen bestimmten Ort und eine bestimmte Aufgabe vorgesehen. Es wird wahrscheinlich nicht Rom sein, doch Sie müssen vielleicht umziehen, denn Sie haben eine Berufung von Gott. Sie sollen Ihm in einer ganz bestimmten Weise dienen und müssen in Ihrem Leben etwas Bestimmtes für Gottes Reich tun. Doch wenn Sie das „was“ und das „wo“ erkannt haben und das Ziel ansteuern, werden Sie auf dem Weg wahrscheinlich ein paar Stürme erleben. So ging es Paulus. Lassen Sie uns Apostelgeschichte 27, ab Vers 1 lesen.

    Apostelgeschichte 27:1 „Nachdem feststand, dass wir nach Italien segeln sollten, wurde Paulus mit einigen anderen Gefangenen dem Hauptmann Julius vom kaiserlichen Regiment übergeben.“ Vers 4.

    Apostelgeschichte 27:4 „Von dort fuhren wir ab und segelten im Schutz von Zypern hin, weil die Winde uns entgegen waren.“

    Kennen Sie das? Er ist dahin unterwegs, wo er hinfahren soll und sofort kommt Gegenwind auf. Sie steigen danach in ein anderes Schiff um und wir lesen in Vers 7 weiter. Dort steht:

    Apostelgeschichte 27:7 „Wir kamen aber viele Tage nur langsam vorwärts und gelangten mit Mühe bis auf die Höhe von Knidos, denn der Wind hinderte uns; und wir fuhren im Schutz von Kreta hin, bis auf die Höhe von Salmone.“

    Sie kamen langsam voran. Denken Sie manchmal, dass vieles schneller gehen könnte? Mit Mühe!

    Er sagte: „Mit Mühe, weil der Wind uns hinderte.“ Spüren Sie manchmal, dass es unsichtbare Kräfte gibt, die verhindern wollen, dass Sie das Ziel, dass Ihnen Gott ins Herz gelegt hat, erreichen? Nun, schließlich legen sie in einem kleinen Hafen auf der Insel Kreta an, Vers 8.

    Apostelgeschichte 27:8 „und als wir mit Mühe daran entlangfuhren, kamen wir an einen Ort, Guthafen genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasäa war.“

    Ab hier wollen wir aus der Geschichte lernen, indem wir die Reise des Paulus verfolgen. Zunächst wollen wir etwas über Wahrnehmung lernen, genau genommen über innere Wahrnehmung. Lassen Sie uns den Vers 9 ansehen, dort steht:

    Apostelgeschichte 27:9-13 „Da aber schon geraume Zeit verflossen war und die Schifffahrt gefährlich wurde, weil auch das Fasten bereits vorüber war, warnte sie Paulus und sprach zu ihnen: Ihr Männer, ich sehe, dass diese Schiffsreise mit Schädigung und großem Verlust nicht nur für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben verbunden sein wird! Aber der Hauptmann glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr als dem, was Paulus sagte. Da aber der Hafen ungeeignet war zum Überwintern, gab die Mehrzahl den Rat, auch von dort abzufahren, um, wenn irgend möglich, nach Phönix zu gelangen, einem Hafen von Kreta, der gegen Südwest und Nordwest offen liegt, und dort zu überwintern. Da nun ein schwacher Südwind wehte, meinten sie, sie hätten ihre Absicht erreicht, lichteten die Anker und segelten nahe bei der Küste von Kreta hin.“

    Paulus nimmt bestimmte Dinge wahr und sagt: „Männer, ich sehe, dass die Reise große Gefahren und Verluste mit sich bringen wird.“

    Wissen Sie, seine Sicht gründete sich nicht auf äußere Fakten, er nahm das in seinem Geist wahr. Genau wie die Bibel in Markus 2:8 von Jesus sagt, dass Er in Seinem Geist erkannte, was sie im Stillen dachten: „Er ist ein Lästerer, niemand kann Sünden vergeben, außer Gott selbst.“

    Jesus erkannte das nicht durch Äußeres. Die Bibel sagt, Er erkannte es in Seinem Geist. Genau das war hier auch bei dem Apostel Paulus der Fall. Erinnern Sie sich, wir lasen in Vers 11, dass der Hauptmann dem Besitzer und dem Steuermann, dem Kapitän des Schiffes, mehr glaubte. Sie sagten: „Nein, wir sollten abfahren.“ Der Besitzer des Schiffes sollte Bescheid wissen, er ist ein Experte.

    Niemand kaufte ein Schiff und nutzte es geschäftlich, ohne solides Grundwissen – auch was günstiges oder ungünstiges Wetter angeht. Er hatte sicher viel investiert. Gut möglich, dass er sein ganzes Vermögen für das Schiff aufwandte. Dann sagt der Steuermann, der Kapitän des Bootes: „Wir müssen abfahren.“ Wenn jemand sich auskennt, dann er! Er kennt sich mit den Jahreszeiten aus, mit Ebbe und Flut, mit den Winden und den Strömungen. Er weiß, wo Sandbänke sind. Er kennt die versteckten Riffe. Und er sagt: „Wir müssen abfahren.“ Die Experten sagen also: „Lasst uns keine Zeit verlieren.“

    Und in Vers 12 steht, dass die Mehrzahl den Rat gab, abzufahren. Die allermeisten sagten also: „Genau das müssen wir tun!“ Die Mehrzahl riet ihnen, die Segel zu setzen. Dann lesen wir in Vers 13, dass ein leichter Südwind aufkam, der sie in ihrem Vorhaben bestärkte. Selbst die Umstände erschienen Ihnen günstig zu sein. Alle Ampeln standen auf Grün. Die Experten sagen: „Ihr solltet abfahren.“, die Mehrheit sagt: „Wir müssen abfahren.“ Selbst die Umstände signalisieren: „Alles klar, perfekt! Alles läuft nach Plan.“ Aber Paulus nahm in seinem Geist etwas wahr, was der Meinung der Experten, der Mehrheit und den Umständen widersprach. Wenn Sie die Geschichte lesen, sehen Sie, wer am Ende recht behielt – offensichtlich Paulus. Er erkannte: „Nein, diese Reise endet in einer Katastrophe mit vielen Verlusten.“ Sehen Sie, jeder Gläubige hat ein Zeugnis im Innern und nimmt innerlich Dinge wahr, aber nicht jeder hört darauf.

    Wissen Sie, die Bibel sagt in

    Römer 8:14
    „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“

    Und dann heißt es direkt danach in

    Vers 16
    „Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist…“

    Nicht mit unserem Verstand oder mit unseren Gefühlen, sondern mit unserem Geist. Alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes. Und der Heilige Geist bezeugt Dinge zusammen mit unserem Geist. Gott leitet Seine Kinder, indem Er ihnen im Geist Dinge bezeugt. Die Bibel sagt in

    Sprüche 20:27
    „Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn.“

    Mit anderen Worten: Wenn Gott uns Klarheit und Erkenntnis gibt, tut Er es durch unseren Geist. Es ist sehr wichtig, dass wir lernen, auf Eindrücke und Impulse einzugehen, die der Heilige Geist in unseren Geist legt, denn wir können viel Unglück und sogar Tod verhindern, wenn wir darauf achten. Ich wiederhole es noch mal: Jeder, der an Jesus Christus glaubt, erlebt das, aber nicht jeder hört darauf. Die meisten Menschen hören auf die Experten und auf die Mehrheit und treffen ihre Entscheidungen aufgrund von günstigen Umständen. Aber Gott führt uns ganz anders. Der Geist bezeugt unserem Geist bestimmte Dinge. Er erleuchtet uns durch unseren Geist.

    Ich habe das schon mehrmals erzählt. Als unsere Jungs klein waren, hatten sie ein Etagenbett. Ich hatte als Kind genau das gleiche Bett. Sie hatten mich schon eine Weile bearbeitet, ich solle das Bett auseinander nehmen. Jeder wollte ein Bett für sich an einer Seite des Zimmers haben. Ich hatte das immer wieder verschoben und gesagt: „Ja, das mache ich. Ich mache das.“ Eines Morgens musste ich dringend los zu einem Termin. Ich hatte gerade noch genug Zeit, um dort rechtzeitig anzukommen. Ich ging den Flur entlang und fühlte mich komisch. Ich fühlte mich seltsam in meinem Geist. Ich hielt kurz inne und mir kam der Gedanke: „Nimm das Bett jetzt auseinander.“ Das schaffe ich jetzt nicht. Dann komme ich 45 Minuten zu spät zu meinem Termin. Also ging ich weiter den Flur entlang und fühlte mich wieder komisch. Ich drehte mich zum Kinderzimmer um und hatte ein gutes Gefühl, wandte mich der Haustür zu und fühlte mich schlecht. Ich sagte: „Ich hasse es, zu spät zu kommen. Nein, ich werde pünktlich sein.“ Ich ging weiter und wurde innerlich unruhig. Ich schaute zum Kinderzimmer zurück: „Ich denke, ich muss jetzt das Etagenbett umbauen. Dann komme ich eben eine Dreiviertelstunde zu spät.“ Ich holte mein Werkzeug und nahm das Bett auseinander. Spencer schlief unten – er war etwa vier Jahre alt. Harrison schlief oben. Als ich fertig war, setzte sich jemand auf das ehemals obere Bett, in dem Harrison schlief, und es brach zusammen. Es handelte sich nicht nur um ein paar Latten unter der Matratze, sondern um eine zwei Zentimeter dicke Spanplatte, die so groß wie die ganze Matratze war, eine riesige Platte, den Federrahmen und die Matratze. Wenn ich nichts gemacht hätte, hätte Spencer im unteren Bett gelegen, Harrison wäre in sein Bett gestiegen und das obere Bett wäre zusammengebrochen und auf unseren Kleinen gefallen. Ich sagte: „Wisst Ihr, ich bin froh, dass ich zu spät gekommen bin.“ Ein Unfall und große Verluste blieben uns erspart. Gott sprach nicht mit einer hörbaren Stimme zu mir. Ich hörte keine Stimme vom Himmel. Mir ist kein Engel erschienen. Es war nur eine innere Wahrnehmung, ein Impuls.

    Ich denke, jeder von uns denkt rückblickend: „Weißt du, irgendwie wusste ich, dass ich mit dem Typen nicht zusammenarbeiten sollte. Ich hatte den Impuls, von dieser Investition Abstand zu nehmen.“ Etwas sprach dagegen, aber oft übergehen wir dieses Reden im Innern, weil wir voller Tatendrang sind. Das können sowohl positive als auch negative Eindrücke sein. Ich meine nicht nur warnende Impulse. Manchmal denkt man: „Irgendetwas sagte mir, dass ich mich nicht dafür entscheiden, sondern stattdessen einer anderen Sache hätte nachgehen sollen, und ich habe nicht darauf gehört. Wir müssen lernen, den inneren Eindrücken und Hinweisen des Heiligen Geistes nachzugehen.

    Kommen wir zur zweiten Lektion. Es geht um die richtige Sichtweise im Hinblick auf den Verlust.

    In Apostelgeschichte 27,14 finden wir heraus, wie es weiterging. Dort steht:

    Apostelgeschichte 27:14-15 und 20

    „Aber nicht lange danach erhob sich von dorther ein Sturmwind, Eurakylon genannt. Als aber das Schiff mit fortgerissen wurde und dem Wind nicht widerstehen konnte, gaben wir es preis und ließen uns treiben.“

    Und jetzt Vers 20:

    „Tagelang sahen wir weder Sonne noch Sterne, und der Orkan tobte so heftig weiter, dass schließlich keiner mehr an eine Rettung glaubte.“

    Die Lage war sehr ernst. Tagelang sah man weder Sonne, Sterne, noch den Mond. Die Männer hatten nicht einmal einen Kompass, mit dessen Hilfe sie den Kurs hätten halten können. Sie navigierten ausschließlich nach den Sternen. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir, dass der Sturm mindestens zwei Wochen lang tobte. Sie trieben wie ein Korken im Mittelmeer! Als sie endlich Land sahen, sagt die Bibel, wussten sie nicht, wo sie waren. Es hätte die Küste Afrikas, Asiens oder die Küste eines europäischen Landes sein können, da das Mittelmeer an all diese Länder grenzt. Sie hatten keine Ahnung, wo sie waren. Alle Hoffnung auf Rettung war dahin. Vers 21:

    Apostelgeschichte 27:21 „Und als man lange nichts gegessen hatte, trat Paulus mitten unter sie und sprach: Liebe Männer, man hätte auf mich hören und nicht von Kreta aufbrechen sollen, dann wäre uns Leid und Schaden erspart geblieben.“

    Ähnliches hatte er bereits vor der Abreise gesagt. Von Leid und Schaden hatten sie bereits etwas gehört. Vers 22.

    Apostelgeschichte 27:22-25 „Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein (Kopf hoch!), denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen! In dieser Nacht trat zu mir nämlich ein Engel des Gottes, dem ich angehöre und dem ich auch diene, und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind! Darum seid guten Mutes (Kopf hoch!), ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, dass es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist.“

    Sie hatten ihre ganze Ladung und viel kostbare Zeit verloren. Das Schiff selbst wird auch noch zerstört werden und Paulus sagt: „Kopf hoch! Seid guten Mutes! Seid ermutigt! Die Verluste waren groß, aber seid dankbar für alles, was ihr noch habt. Ihr lebt noch und ihr werdet überleben. Freut euch über das, was euch bleibt und was Gott euch zugesagt hat, statt im Kummer über die Verluste zu versinken, obwohl eure Verluste vielleicht auf Sturheit, Stolz oder eigene Dummheit zurückzuführen sind.“

    Der Hauptmann und der Kapitän des Schiffes hätten sich selbst zerfleischen können, was viele tun:

    „Mensch, ich hätte auf Paulus hören sollen! Warum habe ich ihn bloß ignoriert? Als er anfing zu reden, hatte ich irgendwie den Eindruck, dass es wahr ist. Keine Ahnung, warum, aber ich wusste es einfach intuitiv und hörte nicht darauf. Jetzt stecken wir in dieser misslichen Lage und ich verliere alles, mein ganzes Vermögen, vielleicht sogar mein Leben! Wie dumm! Warum muss ich immer so stur sein?

    Warum muss es immer nach mir gehen? Warum habe ich nicht auf meine Frau gehört? Warum habe ich den Rat meiner Freunde nicht angenommen? Sie versuchten, mich zu warnen. Sie sprachen mit mir, und jetzt sitze ich in der Tinte. Warum habe ich nicht gehört?“

    Vielleicht haben Sie ein Haus verloren, vielleicht Ihre Firma. Vielleicht haben Sie kostbaren, hart erarbeiteten Besitz verloren. Vielleicht ging eine Beziehung zu Bruch. Mein Freund, Sie können sich selbst anklagen bis Jesus wiederkommt, aber Sie sind besser dran, wenn Sie sich auf das konzentrieren, was Ihnen geblieben ist. Sie leben noch. Atmen Sie noch? Können Sie noch klar denken? Wunderbar! Sind Sie gesund? Fantastisch! Ist Ihre Familie intakt? Super! Besitzen Sie ein Auto? Nicht schlecht! Die meisten Menschen hatten nie ein Auto und werden auch nie eins haben.

    Sie sind reich! Statt über die Verluste zu jammern, freuen Sie sich über den Rest! Wissen Sie – nicht immer, aber oft können verlorene Dinge wiedererlangt oder ersetzt werden.

    Genau das geschah in dieser Geschichte. Die verlorenen Güter wurden ersetzt. Man gab sie ihnen.

    Sie erhielten auf der Insel, auf der sie gestrandet waren, ein neues Segelschiff. Letzten Endes gelangten sie nach Rom. Wissen Sie, es gibt einen Vers in 2. Chronik 25, der mich über die Jahre immer wieder ermutigt hat, besonders dann, wenn ich einen Verlust erlitten oder etwas eingebüßt habe. Manchmal fehlte mir Weisheit, manchmal lag es an Umständen, die ich nicht beeinflussen konnte oder am Fehlverhalten oder am Wortbruch anderer, die nicht das taten, was sie mir versprochen hatten.

    In 2. Chronik steht eine Begebenheit, die Amazja, der König von Juda, erlebte. Er wollte in den Krieg ziehen, war der Meinung, dass er nicht genug Soldaten hatte und verpflichtete 100.000 Söldner zu einem exorbitanten Preis. Es kostete ihn ein Vermögen. Dann kam ein Prophet und sagte: „Diese Männer sollten nicht mit dir in den Krieg ziehen. Du solltest sie entlassen und nach Hause schicken.“

    Wissen Sie, was Amazja sagte: „Was ist mit dem Geld, das ich investiert habe? Was ist mit dem Vermögen, das ich ausgegeben habe?“ Und der Prophet sagte: „Der Herr ist fähig, dir weitaus mehr zu geben.“ Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich dieser Vers in der Vergangenheit getröstet und gestärkt hat: „Der Herr ist fähig, dir weitaus mehr zu geben.“

    Sie haben ein Haus verloren, eine Beziehung ging kaputt, eine Firma? Sie wurden arbeitslos? Der Herr ist fähig, Ihnen weitaus mehr zu geben. Ja, das kann Er tun!

    Ich habe einen sehr reichen Freund, der Fehler machte, an die Falschen geriet, alles verlor und obendrein noch Schiffbruch in seiner Ehe erlitt. Wissen Sie, statt über all seine dummen Fehler zu trauern und sich den Rest seines Lebens anzuklagen, sagte er: „Gott, ich werde es richtig machen. Ich werde Dich anbeten und Dir für alles danken, was ich habe. Ich bin gesund, ich habe Erfahrung, und ich werde von vorne anfangen und werde alles, was ich tue, für Dich tun.“ Wissen Sie was? Seine Ehe wurde wiederhergestellt – ziemlich erstaunlich! Ich habe sie übrigens getraut. Er hat auch seinen Reichtum wiedererlangt. Das ist nicht immer der Fall, aber Ihre Sichtweise im Hinblick auf Verluste ist entscheidend.

    Ich habe einen anderen Freund. Er ist schon lange ein enger Freund von mir. Er traf einige Fehlentscheidungen und verlor das Haus, in dem er wohnte, und ein anderes Grundstück. Er verlor beides. Er traf weitere dumme Entscheidungen, verlor seine Freiheit und wurde eine ganze Weile eingesperrt. Er war im Gefängnis. Früher sprach er mit mir immer nur über all die Dinge, die er verloren hatte: „Ach hätte ich bloß noch dies und das und jenes.“ Aber etwas veränderte sich in seinem Leben – sehr zum Positiven! Er besuchte nochmals eine Schule. Er ist so alt wie ich, ging aber nochmals zur Schule. Er freut sich über die Dinge, die er hat. Er ist jetzt bereits seit einigen Jahren absolut nüchtern und clean. Es ist fantastisch! Er strebt an, seine Herzenswünsche umzusetzen – Dinge, die er liebend gerne tut. Er ist wieder in der Schule und ist dankbar für die Dinge, die Gott ihm gegeben hat. Nein, er hat nicht alles wiederbekommen, was er verloren hat, aber er hat jetzt die richtige Sichtweise, die Gottes Segen in sein Leben fließen lassen wird. Er kann sein Leben und seine momentanen Umstände jetzt einfach genießen! Unsere Sichtweise!

    Wissen Sie, ich denke, wir sind gut beraten, auf den Segen in unserem Leben zu schauen statt Verlusten nachzutrauern oder Defizite und Versäumnisse zu beklagen. Vergegenwärtigen Sie sich, was Gott für Sie getan hat, wovon Er Sie befreite und was Er Ihnen gegeben hat. Wer auch immer jetzt unsere Sendung sieht – auch Sie können ein paar Segnungen aufzählen. Immerhin besitzen Sie einen Fernseher, haben zumindest Zugang zu einem Fernseher oder auch zum Internet. Sie besitzen einen Computer oder dürfen einen benutzen. Das ist nicht schlecht. Wissen Sie, wie viele Menschen nicht einmal das haben? Sie können meinen Worten folgen. Sie sind bei klarem Verstand. Sie können mich sehen. Ihre Augen sind gesund. Sie können mich hören, Ihre Ohren sind gesund. Sie müssen irgendwie den Fernseher oder den Computer angeschaltet haben. Es gibt bestimmte Segnungen in Ihrem Leben und selbst wenn Sie klein anfangen müssen, dann legen Sie los und danken Sie Gott für diese Dinge. Wenn Sie Kleidung haben, sollten Sie Gott dafür danken. Wenn Sie heute früh bei klarem Verstand aufgewacht sind, sollten Sie Gott dafür danken. Wenn wir eine Haltung der Dankbarkeit haben und unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dann kann Gott größere Dinge in unserem Leben tun. Wir wurden gesegnet. Nehmen Sie sich doch heute die Zeit, Ihre Segnungen bewusst zu betrachten und Gott dafür zu danken. Sie werden staunen, was dieser einfache Schritt bewirken kann. Sie werden im Innern verändert und dadurch kann Ihr ganzes Leben anders werden.

    Gott segne Sie, bis zum nächsten Mal.

  • Jule sagt:

    Begegne dem Sturm / Teil 6
    05.06.2011
    Pastor Bayless Conley


    Bei der dritten Lektion geht es um Bewahrung, genau genommen um die Kraft der Bewahrung, die von einem Menschen, der treu ist und Glauben hat, ausgeht – die bewahrende Kraft treuer gläubiger Menschen. Lassen Sie uns nochmals Apostelgeschichte 27 aufschlagen, Vers 23. Paulus spricht und sagt:

    Apostelgeschichte 27:23-24 „Denn ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, stand in dieser Nacht bei mir und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren.“

    Er hätte auch sagen können: „Weißt du, Paulus, du musst vor den Kaiser gestellt werden. Alle anderen werden ertrinken, dich aber werde ich retten.“ Nein, die Bibel sagt, dass Gott ihm alle geschenkt hat, die mit ihm unterwegs waren. Schauen Sie sich Apostelgeschichte 27,37 an.

    Apostelgeschichte 27:37 „Insgesamt befanden sich 276 Personen an Bord.“

    276 Personen wurden aufgrund eines Einzigen verschont. Schauen Sie sich Vers 41 an.

    Apostelgeschichte 27:41-44 „Kurz darauf lief das Schiff auf eine Sandbank auf. Während der Bug fest eingerammt war, wurde das Heck des Schiffes von der Brandung zertrümmert. Jetzt wollten die Soldaten alle Gefangenen töten, damit keiner von ihnen an Land schwamm und entkam. Doch der Hauptmann Julius hinderte sie daran, weil er Paulus retten wollte. Er befahl zunächst allen Schwimmern, über Bord zu springen und so das Ufer zu erreichen. Dann sollten die anderen versuchen, auf Brettern und Wrackteilen an Land zu kommen. Auf diese Weise konnten sich alle retten.“

    Das römische Gesetz forderte, dass jede Wache die Flucht eines Gefangenen mit dem eigenen Leben bezahlen musste. Die Soldaten dachten: „Wenn ein paar Männer entfliehen, bis wir das Ufer erreichen, werden wir dafür büßen. Das wird einige von uns ihr Leben kosten. Wir bringen sie um und entgehen der Gefahr.“ Aber der Hauptmann griff ein und sagte: „Nein, das werdet ihr nicht tun, weil einer der Gefangenen Paulus ist. Tut ihnen nichts.“ Es geht hier nicht nur um 276 Männer, sondern ein weiteres Mal werden alle Gefangenen wegen eines Einzelnen verschont.

    Wussten Sie, dass Gott Abraham sagte, Er würde die ganze Stadt Sodom verschonen, wenn dort nur zehn Gerechte sein würden? Die Stadt Zoar wurde aufgrund von Lot verschont. Potiphars ganzes Haus wurde wegen Joseph gesegnet. Böse Menschen möchten die Kinder Gottes am liebsten auslöschen und erkennen nicht, dass die Welt um ihretwillen noch besteht. Die Treue eines einzelnen Menschen vor Gott kann enorm viele andere segnen und bewahren.

    Weil Paulus Gottes Auftrag treu ausführte und alles, was Gott ihm verheißen hatte, glaubte, wurde nicht nur er selbst, sondern obendrein unzählige andere Menschen bewahrt.

    Vor Jahren hörte ich einmal ein Interview mit einem Hollywood-Star. Er war damals ein sehr bekannter Schauspieler. Ich weiß nicht einmal, ob er heute noch lebt. Heute wäre er schon sehr alt. Aber er wurde errettet und begann, mit diesem Prediger und Missionar, den ich sehr bewunderte, zu reisen.

    Und sie gingen an einige der gefährlichsten Orte der Welt. Ich erinnere mich an dieses Interview mit diesem Hollywood-Star und der Interviewer fragte ihn: „Haben sie keine Angst davor, an diese gefährlichen Orte zu fahren?“ Und der Mann antwortete: „Nun, eigentlich habe ich das Gefühl, am sichersten Ort auf der Erde zu sein, solange ich bei ihm bin.“ Und er verwies auf diesen Missionar.

    Er hatte etwas verstanden.

    Mögen wir Männer und Frauen sein, durch deren Gegenwart die Fabriken und Geschäfte, wo wir arbeiten, gesegnet sind, dass unsere Umgebung bewahrt wird, weil wir da sind. Wir machen einen Unterschied. Die Hand Gottes auf unserem Leben und das Ziel und die Bestimmung unseres Lebens wirken sich nicht nur auf uns, sondern auf jeden um uns herum aus. Und zwar auf unsere Kollegen, unsere Verwandten und unsere Nachbarn. Bewahrung um Paulus willen.

    Und zuletzt geht es um Ausdauer. Und ich spreche über die Ausdauer des Feindes. Es beginnt, als Paulus nach Rom aufbricht, um seiner Bestimmung und seinem Ruf nachzukommen. Er ist mit Gegenwind und schwierigen Verhältnissen konfrontiert und es eskaliert in einem zwei Wochen langen Sturm, wo sie weder Sterne, Sonne oder Mond sehen und endet mit Schiffbruch… ich glaube, all das sollte ihn daran hindern, Gottes Willen für sein Leben zu erfüllen. Aber wissen Sie was? Die Angriffe sind noch nicht vorbei. Apostelgeschichte 28:1 sagt:

    Apostelgeschichte 28:1-4:
    „Als wir in Sicherheit waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta hieß. Ihre Bewohner waren sehr freundlich. Sie zündeten ein Feuer an und nahmen uns bei sich auf; denn es hatte zu regnen begonnen, und es war sehr kalt. Paulus sammelte trockenes Reisig und warf es ins Feuer. Von der Hitze aufgescheucht, fuhr plötzlich eine Schlange heraus und biss sich an seiner Hand fest. Die Inselbewohner sahen die Schlange an seiner Hand und riefen entsetzt: „Das muss ein Mörder sein. Er ist dem Meer entkommen, und nun straft ihn die Göttin der Rache!“

    Wirklich, dem Mann ist keine Pause vergönnt. In Judäa war er zu Unrecht im Gefängnis, er musste verlangen, vor Cäsar gebracht zu werden, wird als Gefangener nach Rom gebracht, trieb wochenlang wie ein Korken auf dem Meer. Das Schiff zerschellt und er muss an Land schwimmen. Sie kommen schließlich an Land und er wird von einer Schlange gebissen! Einer Giftschlange. Hier gibt es einen interessanten Aspekt – er sammelt Reisig für das Feuer. Er entfachte das Feuer und die Schlange kam aufgrund der Hitze heraus.

    Wenn Sie für Jesus ein Feuer entfachen, wird die Schlange auftauchen. Wenn Sie anfangen, für Gott zu brennen, garantiere ich Ihnen, dass die Schlange kommen und Sie herausfordern wird. Sie wird versuchen, Ihr Geschäft, Ihre Gefühle, Ihren Körper oder Ihre Kinder zu beißen. Jemand sagt: „Der Teufel macht mir nie Schwierigkeiten, Pastor.“ Vielleicht liegt es daran, dass Sie ihn in keiner Weise bedrohen.

    Ich liebe das, was Paulus in Vers 5 tat. Es ist wunderbar. Dort steht:

    Apostelgeschichte 28:5 „Aber Paulus schleuderte das Tier ins Feuer, ohne dass ihm etwas geschehen wäre.“

    Hören Sie: Wenn die Schlange aufkreuzt und versucht, in Ihrem Geschäft zuzuschnappen – in Ihren Finanzen, Ihrem Körper, Ihren Gefühlen – dann müssen Sie sie abschütteln. Sie müssen aufstehen und sagen: „Jetzt reicht’s! Du kriegst meine Kinder nicht! Lass die Finger von meinem Geld. Lass die Finger von meiner Ehe! Ich überlass dir meine Gefühle nicht! Es reicht, Teufel! Ich widerstehe dir im Namen Jesu Christi, dem Sohn des lebendigen Gottes.“ Die Bibel sagt, unterwerft euch Gott. Widersteht dem Teufel und er wird von euch fliehen. Wann haben Sie das letzte Mal etwas abgeschüttelt?

    Wenn der Teufel daherkommt und Gottes Pläne stoppen möchte – wenn wir Kurs halten und Dinge abschütteln, sorgt Gott dafür, dass die Waffen des Feindes ihn selbst treffen. Die Bibel sagt in

    Sprüche 26:27 „Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück.“

    Die Message Bible vereinfacht das ein wenig: „Bosheit und Arglist schlagen zurück.“

    Was war geschehen? Der Teufel versucht, ihn durch Sturm, Schiffbruch und eine Schlange zu stoppen.

    Apostelgeschichte 28:6-10 „Gespannt warteten die Leute darauf, dass sein Arm anschwellen oder Paulus plötzlich tot umfallen würde. Doch als sie auch nach langer Zeit nichts Ungewöhnliches beobachten konnten, änderten sie ihre Meinung. Jetzt sagten sie: „Er muss ein Gott sein!“ Ganz in der Nähe der Küste lag das Landgut, das dem Statthalter der Insel gehörte. Er hieß Publius. Von ihm wurden wir freundlich aufgenommen, und wir blieben drei Tage dort. Während dieser Zeit bekam der Vater des Publius Fieber und erkrankte an der Ruhr. Paulus ging zu ihm, betete, legte ihm die Hände auf, und der Kranke war wieder gesund. Als das bekannt wurde, kamen auch alle anderen Kranken der Insel und ließen sich heilen. Sie beschenkten uns überreich, und bei unserer Abfahrt versorgten sie uns mit allem, was wir brauchten.“

    Nun, der Plan des Teufels ging wohl etwas nach hinten los. Auf der Insel brach eine kleine Erweckung aus. Stellen Sie sich vor, wie das auf den Hauptmann und den Kapitän des Schiffes und all die anderen dort wirkte. Sie dachten vielleicht, sie müssten sterben und Paulus steht auf, es wird nichts darüber gesagt, dass Paulus auf dem Schiff vorher jemals öffentlich betete oder predigte. Bestimmt gab es einige Gebetstreffen, bei denen Aristarchus und Lukas dabei waren, vielleicht noch einige andere Gläubige auf dem Schiff, doch jetzt ergriff er quasi die Führung. Und er steht auf und sagt:

    „Der Gott, zu dem ich gehöre und dem ich diene, sandte Seinen Engel. Und ich sage euch, dass dies geschehen wird, und dass euer Leben verschont wird.“ Und dann bekommt er Brot und sagt: „Jeder muss etwas essen.“ Und er sagt Dank und beginnt, vor allen zu beten und Gott anzubeten. Und dann geschieht alles genau so, wie er es vorausgesagt hatte. Sie kommen an Land, eine Schlange beißt ihn, er schüttelt sie ab ins Feuer, er erwähnt es noch nicht einmal. Und der Vater des Statthalters der Insel wird geheilt. Daraufhin bringen alle Bewohner der Insel Ihre Kranken und sie werden geheilt.

    Der Hauptmann steht dabei und denkt: „An dieser Geschichte von Jesus muss etwas dran sein.“

    Der Schiffseigner oder der Kapitän sagt: „Ich denke, sie haben recht, Herr Hauptmann. Da ist was dran.“

    Ich bezweifle, dass es zu diesem Zeitpunkt noch irgendeinen Ungläubigen gab! Jede Aktion des Teufels schadete ihm selbst, und damit sind wir wieder bei Gottes Absichten.

    Erinnern Sie sich, Jesus sagte: „Du musst in Rom mein Zeuge sein.“ Lassen Sie uns Apostelgeschichte 28:16 anschauen. Dort steht:

    Apostelgeschichte 28:16 „Als wir aber nach Rom kamen, übergab der Hauptmann die Gefangenen dem Obersten der Leibwache; Paulus aber wurde gestattet, für sich zu bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte.“

    Von da an begleitete ihn während seiner Zeit in Rom immer eine römische Wache. Er versammelt die jüdischen Leiter aus Rom und er erzählt Ihnen von Christus. Einige von ihnen glaubten, einige glaubten nicht. Und schauen Sie, wie sie darauf reagierten, was Paulus ihnen nach seiner Predigt sagte, Apostelgeschichte 28,28. Er sagt:

    Apostelgeschichte 28:28-31 „So sollt ihr nun wissen, dass das Heil Gottes zu den Heiden gesandt ist; und sie werden auch hören!

    Und als er das gesagt hatte, gingen die Juden weg und hatten viel Wortwechsel miteinander. Paulus aber blieb zwei Jahre in einer eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen; und er verkündigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit aller Freimütigkeit und ungehindert.“

    Zwei Jahre lang hatte er also eine Wohnung und predigte völlig ungehindert. Bitte schauen Sie sich einmal an, welche Auswirkungen das hatte. Schlagen wir Philipper, Kapitel 1 auf. Diesen Brief schrieb Paulus an die kleine Gemeinde, die er in der römischen Provinz Philippi gründete. Philipper, Kapitel 1.

    Er schrieb diesen Brief, während er in Rom inhaftiert war, wie wir vorhin lasen, und schickte ihn an die Gläubigen aus der Stadt Philippi in Mazedonien. Schauen Sie es sich an.

    Philipper 1:12-13 „Ich bin froh, euch mitteilen zu können, Geschwister, dass das, was mit mir geschehen ist, die Ausbreitung des Evangeliums sogar noch gefördert hat. Bei der ganzen kaiserlichen Garde und weit darüber hinaus hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass meine Gefangenschaft eine Gefangenschaft wegen Christus ist.“

    Mit der kaiserlichen Garde sind die Prätorianer gemeint, die absolute Elite der römischen Truppen.

    Es sind die Leibwachen der Familien der Herrscher, die bedeutendsten Soldaten Roms mit der besten militärischen Ausbildung. Und er sagt: „Die ganze kaiserliche Garde hat von Christus gehört.“ Und dann sagte er: „Und die übrigen.“ Meinte er alle anderen römischen Soldaten? Vielleicht schon. Aber es wird noch besser. Schauen wir uns Philipper 4:21 an. Das ist erstaunlich!

    Philipper 4:21-22 „Grüßt alle Heiligen in Christus Jesus. Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind. Es grüßen euch alle Heiligen, besonders aber die aus dem Haus des Kaisers.“

    Die Familie des Kaisers! Hier geht es um die kleine Gemeinde in Philippi, die Paulus gründete – um Lydia, die Purpurhändlerin und den römischen Wachmann, die sich dort bekehrt hatten und deren Familien. Und er schreibt: „ Freut euch am Herrn und ich sage euch nochmals: ‚Freut euch!“‘. Am Schluss seines Briefes sagt er: „Schöne Grüße übrigens von Cäsars Familie!“ Einige Mitglieder der Familie des Kaisers wurden Christen. Das war das Machtzentrum der damaligen Welt! Gottes Absichten wurden erfüllt. Erstaunliche Dinge sind geschehen! Hören Sie: Es gibt ein „Muss“ für Ihr Leben. Gott hat Sie berufen, bestimmte Dinge zu tun. Und wenn Sie Kurs halten und Gottes Verheißungen glauben, kann kein Sturm, kein Schiffbruch und keine Schlange verhindern, dass Gottes Wille in Ihrem Leben geschieht. „Der euch berufen hat, ist treu. Er wird es auch tun.“, sagt die Bibel. Ich sage Ihnen, dieser Jesus, der 276 Menschen bewahrt hat, ist real und Sie können Ihn kennenlernen – wirklich! Mir gefällt diese Aussage des Engels: „Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind!“, was besagt, dass Paulus dafür gebetet hatte. Gott schenkte sie ihm. Mit anderen Worten: „Er hat deinem Wunsch entsprochen, all diese Menschen zu bewahren.“

    Ich bin ganz sicher, dass jemand in Ihrem kleinen Lebensschiff für Sie betet. Vielleicht hat jemand aus dem Schiff Ihrer Familie, in der Sie umhersegeln, für Sie gebetet – vielleicht eine Großmutter, eine Mutter, ein Verwandter oder ein Kind. Vielleicht hat jemand aus dem beruflichen Boot, in dem Sie unterwegs sind, für Sie gebetet oder jemand aus dem Boot Ihrer Bekannten.

    Ich erinnere mich, nachdem ich errettet wurde, lag mir meine Familie besonders am Herzen – ich wurde als erster errettet – ganz besonders mein Vater. Denn durch meine Dummheit und meinen Lebensstil hatte ich unsere Beziehung weitgehend zerstört. Damals war er mir gegenüber nicht besonders offen – wahrscheinlich, weil ich jede Menge Eifer, aber keine Weisheit hatte. Ich arbeitete ehrenamtlich in einer christlichen Organisation und eine Frau sah mein Namensschild „Bayless Conley“ und fragte: „Hat dein Vater denselben Nachnamen wie du?“ Ich sagte: „Ja, er heißt so.“

    Sie sagte: „Ich bin Teil einer Frauengebetsgruppe. Ich habe deinen Vater getroffen und wir beten jede Woche für ihn.“ Es gab jemanden in einem der kleinen Boote, in denen er unterwegs war, dem Gott aufs Herz legte, zu beten.

    Ich halte es nicht für Zufall, dass Sie gerade unsere Sendung sehen. Jemand hat für Sie gebetet und Gott möchte Ihr Leben retten. Vielleicht haben Sie im tiefsten Innern um Hilfe geschrieen. Sie haben gesagt: „Gott hilf mir, Gott, sende eine Antwort“, und denken jetzt: „Was ist los, warum hat Gott nicht reagiert?“ Vielleicht ist diese Sendung Gottes Antwort. Vielleicht spricht Gott durch manche Dinge zu Ihnen, die ich heute gesagt habe. Vielleicht wird Ihnen jetzt durch meine Worte klar, dass Gott Ihr Gebet erhört hat, dass Er sich um Sie kümmert und dass Sie nicht verzagen sollen. Geben Sie nicht auf. Gott liebt Sie. Er wird für Sie streiten. Er wird Ihnen helfen. Er wird Sie leiten. Geben Sie nicht auf, liebe Freunde. Lassen Sie mich das einmal sagen: „Auch ich liebe Sie.“ Ich würde gerne von Ihnen hören. Schreiben Sie mir einen Brief oder eine Mail und lassen Sie es mich wissen, ob die Sendung ein Segen für Sie war. Ich freue mich schon auf die nächste Sendung. Seien Sie wieder dabei. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

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