Fürbitte für unsere Verfolger

aus der Reihe “Gebete und Bitten”


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Comments

  • Jule sagt:

    Gebete und Bitten – Teil 2
    24.02.2008

    Im Buch Hosea sagt der Herr:
    „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“
    In Jesaja sagt der Herr: „Mein Volk geht in Gefangenschaft aus Mangel an Erkenntnis.“

    Ich glaube, dass auch im Leben derer, die Gott lieben und die dem Herrn dienen wollen, oftmals keine Frucht da ist, weil ein Mangel an Wissen und Erkenntnis besteht. Alle Gläubigen wollen beten. Wir werden heute Erkenntnisse über Gebet erlangen, die Ihr Leben verändern werden. Sind Sie bereit? Sind Sie bereit? Hier ist das Erste, was Jesus über Gebet lehrte. Es muss also wichtig sein.

    Matthäus 5:43-44
    „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen.“

    Betet für eure Verfolger. Betet für eure Feinde. Das Wort hier für „die euch verfolgen“, heißt wörtlich, die euch nachjagen, um euch zu schaden. Es ist nicht die Rede von jemand, der Sie indirekt ungewollt verletzt, sondern von jemand, der mutwillig versucht, Ihnen zu schaden.

    Jesus sagte:
    „Betet für sie.“Jetzt denkt vielleicht jemand: „Aber Er sagte nicht, wie wir für ihn beten sollen. Vielleicht kann ich beten, dass er einen Unfall hat oder versehentlich Gift schluckt.“ Nein, man muss es im gleichen Geiste verstehen wie den Rest des Verses: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch fluchen. Tut denen Gutes, die euch hassen und betet für die, die euch missbrauchen und verfolgen.“

    Unser Gebet für sie sollte Ausdruck der Liebe Gottes in unserem Herzen sein, anstatt Ausdruck von Rache. Es gibt verschiedene Dinge, für die wir beten sollten und es sind eine Reihe Segnungen damit verbunden. Erstens: Wir sollten beten, dass sie Buße tun und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen und den Schlingen des Teufels entkommen, wie es in 2.Timotheus 2:25-26 steht, da sie vom Teufel für seinen Willen gefangen worden sind.

    Egal, wie viel Unbehagen und Kummer sie Ihnen bereitet haben, es sind Menschen, für die Christus gestorben ist. Es sind Leute, die Gott so sehr liebt, dass Er Seinen Sohn sandte, für sie zu sterben. Und wenn sie Christus nicht finden, werden sie ewig von Gott getrennt sein.

    Wenn wir für sie beten, beten wir nicht, dass Gott ihnen in ihrer Bosheit Erfolg gibt, sondern dass sie davon befreit werden. Wenn wir beten, kann sich ein Weg und Kanal öffnen, damit Gott in ihr Leben eingreift und sich ihnen offenbart, damit sie aus ihrer Bosheit gerettet werden.

    Zweitens: Wenn wir für unsere Feinde beten, müssen wir ihnen vergeben. Indem wir unseren Feind lieben, ihn segnen und für unsere Verfolger beten, reißen wir die Wurzel der Bitterkeit aus unserem eigenen Herzen heraus.

    Sicher kennen Sie die Geschichte vom „Grafen von Monte Christo“, einem Mann voller Bitterkeit und dem Wunsch nach Vergeltung und Rache. Seine frühere Verlobte will ihn wieder in die Welt des Mitgefühls zurückholen, doch er sagt ihr wörtlich: „Versuche nicht, mir meinen Hass zu stehlen.“

    Das war die einzige Realität, die er zu dem Zeitpunkt kannte und er fühlte sich durch Liebe bedroht wie viele Menschen. Sie sind so vertraut mit ihrem Hass und ihrer Feindschaft gegen die, die Ihnen Unrecht taten, dass sie sich sehr bedroht fühlen, wenn man ihnen von Vergebung und Liebe erzählt. Freund, Sie tun sich einen Gefallen, wenn Sie vergeben. Sie werden feststellen, dass Sie einen Gefangenen freilassen, der Sie selber waren. Unvergebenheit ist wie Säure. Sie schädigt das Gefäß, in dem sie ist, mehr als den Gegenstand, über den man sie ausgießt.

    Jesus selbst war uns ein Beispiel, als Er am Kreuz hing, umgeben von Seinen Verfolgern. Sie verspotteten Ihn, doch Er betete: „Vater, vergib ihnen. Sie wissen nicht, was sie tun.”

    In der Apostelgeschichte, Kapitel 7 betete Stephanus, als sie ihn wegen seines Glaubens an Christus steinigten: „Gott, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“

    Und dieselbe Liebe wurde ausgegossen in das Herz jedes Gläubigen und sucht Ausdruck im Gebet und in guten Taten. Ich las kürzlich eine Geschichte über einen Bruder im Herrn in einem Land, wo die Gläubigen an manchen Orten sehr verfolgt und sogar getötet werden. Die Regierung tut nur wenig, denn die meisten im Land haben eine andere religiöse Überzeugung.

    Dieser Mann war sehr arm. Er arbeitete in einer Ziegelei und wurde vom Besitzer oft bedroht, weil er Bibelstunden hielt, wo er mit anderen hungrigen Leuten studierte. Eines Tages wurde aus den Drohungen Gewalt. Der Besitzer und mehrere andere Männer verprügelten ihn und banden seine Hände hinten an ein Motorrad und schleiften ihn durch die Ziegelei. Sein Fleisch war zerrissen, sein Kopf schwer verletzt und seine Rippen gebrochen und er konnte lange Zeit nicht laufen. Schließlich ging er wieder arbeiten und setzte seine Bibelstunden fort, trotz neuer Gewaltandrohungen.

    Ich zitiere Ihnen, was dieser Mann sagte: „Ich habe keinen Zorn auf meinen Chef oder meine Verfolger. Ich habe ihnen völlig vergeben im Namen des Herrn.“

    Freund, wenn Sie Christ sind, wurde dieselbe Liebe laut Römer 5:5 in Ihr Herz gegossen. Es verhindert, dass Bitterkeit in unserem Leben Wurzeln schlägt, wenn wir unseren Feinden vergeben und die segnen, die uns schaden wollen und es positioniert uns, Segen zu empfangen.

    Schauen Sie mit mir 1.Petrus, Kapitel 3 an.

    1.Petrus 3:8-9„
    Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, und vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil, segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt.“

    Wenn Sie denen, die Ihnen schaden und Sie verunglimpfen, mit einem Segen vergelten, sorgt Gott dafür, dass Sie einen Segen ernten. Die Amplified Übersetzung sagt:
    „Im Gegenteil, segnet sie, betet für ihr Wohlergehen, ihr Glück, ihren Schutz, habt echtes Mitgefühl und liebt sie.“
    Es heißt weiter, dass Sie denselben Segen empfangen, den Sie für sie erbeten, also Wohlstand, Glück und Schutz für Sie selbst.

    Einige von Ihnen wissen, dass meine Frau Krankenschwester ist. Sie erneuert ihre Lizenz ständig, obwohl sie seit mehr als 24 Jahren nicht mehr in diesem Beruf gearbeitet hat. Aber als wir heirateten, arbeitete sie mehrere Tage pro Woche als Krankenschwester, während ich in einer kleinen Gemeinde diente. Mein Gehalt reichte nicht für uns beide. Sie hatte eine Oberschwester, die etwas gegen sie hatte. Wir wussten nicht, warum, aber diese Frau sah es als ihre Aufgabe, Janet das Leben schwer zu machen. Sie tat, was sie konnte, damit Janet keine Vergünstigungen bekam, die ihr zustanden und machte ihr das Leben schwer.

    Diese Frau und die meisten anderen Schwestern dort hatten andere religiöse Überzeugungen. Teilweise hatte es sicher mit Janets Christsein zu tun. Sie war die einzige Christin, die dort arbeitete. Sie kam oft nach Hause und weinte. Als junger Ehemann wollte ich natürlich meine Frau verteidigen und schützen. Ich wollte diese Frau erwürgen.
    Aber anstatt das zu tun, setzten wir uns auf die Couch und schlugen in der Bibel 1. Petrus 3:8-9 auf, und wir beteten für diese Frau. Und wir vergalten ihr mit Segen.

    Janet kam am nächsten Tag nach Hause und setzte sich auf die Couch und diese Frau hatte es wieder getan. Am nächsten Tag kam sie heim und die Frau hatte es wieder getan und hatte ihr das Leben schwer gemacht. Aber wir beteten beständig für sie und segneten sie.

    Eines Tages kam Janet mit einem großen Scheck heim, zumindest nach unseren damaligen Verhältnissen. Unsere Miete betrug damals 265 Dollar monatlich. Alles ist relativ, nicht wahr? Es war eine große Summe für uns.Ich fragte: „Woher kommt der?“ Sie sagte: „Den gaben sie mir bei der Arbeit. Es ist Urlaubsgeld und hier- und dafür.“
    Es war Geld, das ihr eigentlich nicht zustand.

    Also sagte ich: „Schatz, bring ihn zurück. Bring ihn einfach morgen zur Arbeit zurück.“ Sie tat es und kam abends zurück und sagte: „Sie nehmen ihn nicht zurück. Ich soll ihn behalten.“ Ich sagte: „Nimm ihn morgen wieder zur Arbeit mit.” Also nahm sie ihn zum zweiten Mal mit. Als sie wieder heimkam, sagte sie: „Sie nehmen ihn nicht.“ Ich sagte: „Bringe ihn wieder hin. Er steht dir nicht zu.“ Also nahm sie ihn zum dritten Mal mit. Da schritt die Oberschwester ein und sagte: „Janet, das Krankenhaus nimmt ihn nicht zurück. Ich habe unterschrieben. Ich will, dass du ihn annimmst.“

    Also brachte sie ihn wieder heim und sagte: „Die Oberschwester will, dass ich ihn annehme.“ Ich sagte: „Okay, wir behalten ihn.“ Die Frau war völlig verändert und gab Janet von da an Gunst. Und ich glaube, dass dieser Segen direkt mit den Segensgebeten zusammenhing, die wir für diese Frau beteten.

    König David macht eine sehr interessante Aussage in Psalm 35, die Sie später nachlesen können. Der größte Teil des Psalms handelt von Leuten, die seine Feinde sind, die ihm ständig schaden wollen. Sie verspotteten ihn, griffen ihn an, freuten sich über sein Elend. David sagte: „Sie vergalten mir das Gute, das ich für sie tat, mit Bösem.“ Aber im Gegensatz dazu sagte David in Vers 13: „Als sie krank waren, demütigte ich mich, fastete und betete für sie.“ Hier ist eine interessante Aussage Davids.

    Er sagte: „Aber mein Gebet kehrte in mein eigenes Herz zurück.“ Ich glaube, das zeigt, was hierdurch geschehen kann. David sagte: „Sie vergalten mir ständig Gutes mit Bösem. Sie sind meine Verfolger. Sie greifen mich grundlos an. Sie kommen zusammen und planen gegen mich. Ich demütigte mich und betete für sie, aber mein Gebet kehrte zu meinem Herzen zurück.“ In der alten King James Bibel heißt es: „Mein Gebet kehrte in meinen Schoß zurück.“

    Das erste Mal, als ich das richtig betrachtete, sprach ich mit einem befreundeten Pastor darüber. Da war ein Mann in seiner Gemeinde, der ihm und der Gemeinde recht viel Kummer bereitete. Er stiftete viel Unfrieden und Spaltung und hätte fast einen ihrer Dienste mit Waisenkindern zerstört. Es war wirklich schlimm. Er drohte, die Gemeinde wegen einer lächerlichen Sache zu verklagen und bereitete viel Kummer. Aber der Mann wurde sehr, sehr krank und musste ins Krankenhaus. Doch anstatt sich über die Krankheit und das Unglück des Mannes zu freuen, fing mein Freund an, für ihn zu fasten, besuchte ihn im Krankenhaus und betete, dass Gott diesen Mann heilt. Ich vergesse nie, wie er mir die Geschichte erzählte.

    Er sagte: „Bayless, als ich für ihn betete, kehrte mein Gebet in meinen Schoß zurück.” Ich habe das auch schon ein paar Mal erlebt. Es ist, als ob Gott die Arme verschränkt und sagt:

    „Deine Gebete werden ihnen nichts mehr nützen. Sie verharren schon zu lange in ihrer Eigenwilligkeit. Ich ziehe mich zurück und sie ernten, was sie gesät haben.“ Gericht kommt über sie. Nicht, dass Ihre Gebete Ihnen nichts mehr nützen. Das tun sie. Sie positionieren Sie für einen Segen. Sie entfernen die Wurzel der Bitterkeit aus Ihrem Herzen.

    Aber was die andere Person betrifft, ist der Bogen bereits überspannt, so dass Ihre Gebete in Ihren Schoß zurückkehren. Es gelangt nicht mehr von Gott in ihre Situation oder Umstände hinein. Sie prallen ab wie von einem bronzenen Himmel und Gott sagt: „Ich höre deine Gebete. Ich werde dich segnen. Aber was die Person betrifft, nützt es ihr nichts mehr.Sie wird ernten, was sie gesät hat.“

    Das ist ein ernüchternder Gedanke. Das heißt dennoch nicht, dass wir aufhören sollen, für unsere Verfolger zu beten. Aber ich glaube, dass so etwas mit denen passieren kann, die sich Gottes Einfluss nicht beugen wollen und beschließen, anderen weiterhin zu schaden und zu verfolgen

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