Entdecke das Leben, das Gott schenkt


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Comments

  • Jule sagt:

    Entdecke das Leben, das Gott schenkt
    23.02.2014
    Pastor Bayless Conley

    In der alten King-James-Bibel, vor allem in Psalm 119, sagt der Psalmist David immer wieder: „Herr, erquicke mich.“ Und das Wort „erquicken“ bedeutet „mit Leben erfüllen“. Das Leben Gottes ist die Antwort auf all unsere Bedürfnisse sowohl geistlich als auch emotional und körperlich. Wir brauchen Sein Leben. Und wie erfahren wir dieses Leben? Darüber werden wir heute sprechen.

    In Johannes, Kapitel 4, spricht Jesus an einem Brunnen mit einer Frau aus Samaria. Wir lesen die Geschichte ab Vers 10 und hier heißt es:

    Johannes 4:10-14
    „Jesus antwortete: Wenn du wüsstest, welche Gabe Gott für dich bereithält und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Herr, sagte die Frau, du hast doch nichts, womit du Wasser schöpfen kannst; und der Brunnen ist tief. Woher willst du denn das Quellwasser haben? Bist du etwa größer als unser Stammvater Jakob, der uns diesen Brunnen hinterließ? Kannst du uns besseres Wasser geben als das, was er mit seinen Söhnen und seinen Herden trank? Jesus erwiderte: Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig werden. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst bekommen. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm eine Quelle werden, aus der Wasser für das ewige Leben heraussprudelt.“

    Gut. In jedem, der an Ihn glaubt, wird diese Quelle werden, aus der Wasser für das ewige Leben heraussprudelt. Es gibt verschiedene griechische Wörter, die im Neuen Testament mit Leben übersetzt werden. Manche stehen für das körperliche, biologische Leben, andere für das seelische Leben und manche bezeichnen die Lebensweise. Aber dieses Wort ist einzigartig. Es steht für die göttliche Lebensweise, die als ewiges Leben übersetzt wird. Das ist das griechische Wort Zoe. Es wird in ihm eine Quelle werden, aus der Wasser mit dem Leben Gottes sprudelt. Sie sehen, Zoe ist das, was ein Mensch empfängt, wenn er Jesus annimmt. Das Leben Gottes dringt in sein Inneres und macht ihn zu einer neuen Schöpfung in Christus Jesus und zu einem Wohnort Gottes. Man kann keinen neuen Wein in alte Schläuche füllen. Sie sind ein geistliches Wesen. Sie leben in einem Körper, aber Sie sind ein geistliches Wesen. Ihr Geist ist befleckt von Sünde, doch die Bibel sagt, alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Und mit dieser sündigen Natur in uns muss etwas passieren, bevor Gott in uns wohnen kann. Bevor der neue Wein hineinkommen kann, muss der Schlauch erneuert werden. Das Leben Gottes kommt in uns hinein, es verändert uns und macht uns zur Wohnung Gottes. Seit dem Moment, in dem ich gerettet wurde, habe ich das Leben Gottes in mir, in meinem Herzen. Zoe, ewiges Leben, das Leben Gottes.

    Bitte schlagen Sie mit mir Johannes, Kapitel 5 auf. Wir wollen uns ein paar Verse über das ewige Leben, das Leben Gottes, ansehen.

    Johannes 5:26
    „Denn wie der Vater aus sich selbst heraus Leben [Zoe] hat, hat auch der Sohn Leben aus sich selbst heraus…“

    Das ist dasselbe Wort. Dieses ewige Leben ist das Leben Gottes. Es ist die Essenz Gottes, die Lebenskraft Gottes. Es ist das Leben, das Jesus und der Vater teilen. Johannes, Kapitel 6, Vers 47:

    Johannes 6:47
    „Ja, ich versichere euch: Wer mir vertraut, hat das ewige Leben.“

    … hat Zoe, das Leben Gottes. Er hofft nicht, es zu bekommen, wenn er stirbt; er hat es jetzt. Wer glaubt, hat das Leben Gottes. Jesus sagte in Johannes 10:10: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu zerstören. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben, das Leben Gottes, und es im Überfluss haben.“ Als wir gerettet wurden, kam das Leben Gottes in uns hinein. Und, wie Jesus sagte, es ist wie eine lebendige Quelle, die in jedem Bereich unseres Lebens hervorsprudeln soll.

    Lassen Sie uns für einen Moment darüber nachdenken, wie das Leben Gottes uns beeinflussen kann. Erstens beeinflusst es uns geistlich. Es kann unseren Geist buchstäblich erquicken. Es löscht die Sünde in uns aus und macht uns neu. Am Anfang genieße ich das Leben Gottes in meinem Geist.

    Doch es kann mehr als das. Wenn Gott heilt, tut Er das immer, indem Er den Kranken an Seinem Leben teilhaben lässt. Dasselbe kraftvolle Leben Gottes bringt einem kranken Körper Heilung. In 2. Korinther 4:10 sprach der Apostel Paulus im Zusammenhang mit den Gefahren, den Prüfungen und allem, was er durchgemacht hatte, über das Leben, das Zoe von Jesus, das an unserem sterblichen Körper aus Fleisch und Blut sichtbar wird.

    Ein Beispiel: Die Stadt Lystra. Die Menschen hatten ihn gerade noch als einen Gott gepriesen, doch nur wenige Minuten später änderten sie ihre Meinung und steinigten ihn. Das geschah in der Stadt. Sie wussten, was sie taten. Und nachdem sie ihn gesteinigt hatten, legten sie seinen Körper nicht etwa sorgfältig in eine Kiste und fuhren ihn weg. Hier heißt es, sie schleiften ihn aus der Stadt hinaus. Sie glaubten, er sei tot. Sie schleiften seine Leiche hinaus, aber die Bibel sagt, die Christen umringten ihn und er stand wieder auf. Was war das? Das war das Leben von Jesus, das an seinem sterblichen Körper sichtbar wurde. Es heilte ihn und richtete ihn wieder auf.

    In Offenbarung, Kapitel 11 werden die zwei Zeugen Gottes getötet und ihre Leichen werden auf die Straße geworfen. Dreieinhalb Tage später kam der Atem von Zoe, der Atem von Gottes Leben in sie und weckte sie von den Toten auf. Wenn das Leben Gottes jemanden von den Toten auferwecken kann, kann es auch einen Kranken heilen. Wenn es einen toten Körper auferwecken kann, kann es auch einen kranken Körper heilen.

    Gehen wir noch einen Schritt weiter. Eines Tages werden wir einen neuen Körper bekommen, der dem Seinen gleicht. Wir haben einen Körper aus Fleisch und Blut; Jesus hat einen verherrlichten Körper und eines Tages wird sich unser Körper verändern. In der Bibel heißt es dazu, das Sterbliche wird vom Leben, von Zoe, verschlungen werden. Diese Kraft, dieses Leben, das Gott und Sein Sohn haben, ist so stark, dass es einen kranken Körper heilen, einen toten Körper auferwecken und einen sterblichen Körper unsterblich machen kann. Freunde, das alles ist gemäß Jesus in der Quelle, die in Ihnen ist. In ihm wird eine Quelle werden, aus der das Leben Gottes hervorsprudelt.

    Ich glaube, dass das Leben Gottes auch unseren Sinn beeinflussen und uns in schwierigen Zeiten Frieden geben kann. In Apostelgeschichte 3:15 wird Jesus der Fürst des Lebens, der Fürst von Zoe genannt und in Jesaja 9:6 nennt man Ihn Friedefürst. Er ist der Fürst des Lebens, der Friedefürst. Beides ist miteinander verknüpft. Es ist das Leben Gottes, das uns Frieden gibt. In Römer 8, Vers 6 heißt es, die Gesinnung des Geistes ist Leben und Frieden. Zoe und Frieden, das Leben Gottes und Frieden, sind miteinander verknüpft. Das ist das Leben, das Gott hat. Es ist Überfluss und Fülle in allen Bereichen unserer Existenz. In Römer 6:4 steht, dass wir durch die Taufe mit Christus in den Tod hinein begraben und ebenso wie Er durch die herrliche Macht des Vaters von den Toten auferweckt wurden und dann heißt es, dass auch wir nun in dieser neuen Wirklichkeit, in Zoe, leben sollen. Leben bedeutet Verhalten, also das, was Sie in jedem Bereich Ihres Lebens ausleben. Das Leben Gottes sollte also meine Ehe, meine Familie und meine Beziehungen beeinflussen. Es sollte meine Arbeitsstätte beeinflussen. Es sollte sich überall auswirken, wo ich hingehe, wenn ich in der neuen Wirklichkeit dieses übernatürlichen Lebens Gottes lebe, das Jesus uns geschenkt hat.

    Ich habe all das erwähnt, um Ihnen eine Frage zu stellen: Wenn es im Herzen jedes Christen eine Quelle des Lebens gibt – und das ist so, weil Jesus es gesagt hat – warum sind dann so viele Christen niedergeschlagen und entmutigt? Warum sprudelt dieses Leben nicht in unsere Familien hinein und beeinflusst die Menschen, die wir lieben? Warum herrscht es nicht vor, wenn wir versucht werden?
    Warum wirkt es Krankheit und Verzweiflung nicht entgegen? Warum erfahren wir den Einfluss und die Wohltaten dieses Zoe-Lebens nicht? Weil das Wasser, wie bei jeder natürlichen Quelle, herausgeschöpft werden muss. Dieses lebendige Wasser ist in Ihrem Geist und kann jede Not stillen, aber es muss herausgeschöpft werden.

    In den nächsten paar Minuten möchte ich über einen der wichtigsten Wege sprechen, wie wir aus dem Leben Gottes schöpfen können. Sind Sie bereit? Bitte schlagen Sie Offenbarung mit mir auf … nein, entschuldigen Sie. Jesaja, Kapitel 12. Jesaja, Kapitel 12. Wir wollen uns einige Verse ansehen, die Prophetien für unsere heutige Zeit enthalten. Sie weisen auf den Tag der Erlösung hin. Damals galten sie für die Israeliten, aber, wie viele der Prophetien und Verheißungen Gottes, sind sie sehr vielschichtig. Sie galten für damals, aber Gott hat sie in Seiner Allwissenheit und Weisheit so formuliert, dass sie auch speziell für unsere heutige Zeit gelten. Jesaja 12, Vers 1:

    Jesaja 12:1
    „Dann wirst du sagen: Ich preise dich, Jahwe! Du warst zornig auf mich, doch nun hat dein Zorn sich gelegt, und ich empfange deinen Trost.“

    Das galt für damals, doch so weit es uns betraf, schwebte der Zorn Gottes nach wie vor über der menschlichen Rasse. Dann jedoch wurde er auf einen Ort namens Golgatha gelenkt, wo Jesus für uns zum Sündenopfer wurde und die Strafe und der gerechtfertigte Zorn Gottes auf die Sünden der Menschheit entluden sich über Gottes Sohn. Als Folge davon richtet sich der Zorn Gottes nicht mehr gegen uns. Jetzt können wir sagen, dass wir Trost und Gnade empfangen. Und in unserer heutigen Zeit können wir sagen: „Ich preise Dich, o Gott! Dein Zorn richtet sich nicht länger gegen mich, weil Jesus ihn an meiner Stelle auf sich genommen hat. Ich bin frei!“ Wer kann sagen: „Gelobt sei Gott!“? In den weiteren Versen wird noch offensichtlicher, dass das ein prophetisches Reden für unsere heutige Zeit war. Vers 2:

    Jesaja 12:2-3
    „Seht den Gott meines Heils! Ich habe Vertrauen und fürchte mich nicht, denn Jahwe ist meine Stärke, Jah ist meine Freiheit und mein Lied! Voller Freude sollt ihr Wasser schöpfen, Wasser aus den Quellen des Heils.“

    Wie schöpfe ich Wasser aus der Quelle des Heils? Voller Freude. Da ist diese Quelle in mir, aus der das Leben Gottes sprudelt und das ist bei jedem Christen so. Dennoch haben viele Christen dieses Leben noch nie erfahren, weil sie keine Freude haben. Sie ist in ihnen, aber sie hat noch nie ihren Sinn erreicht oder ihren Körper berührt. Sie ist in ihnen, aber sie hat noch nie ihre Ehe beeinflusst, weil sie sich nicht freuen. Einer der größten Eimer, mit dem wir Wasser aus dieser Quelle schöpfen, heißt Freude. Die Freude sollte ein ganz normaler Teil des Lebens in Gottes Reich sein.

    Römer 14:17:
    „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Frieden und Freude im Heiligen Geist.“

    Psalm 118, Vers 15: „Der Klang von Jubel und Heil ist in den Zelten der Gerechten.“

    Nicht der Klang von Klagen, nicht der Klang von Murren, nicht der Klang von „Ich hoffe, er predigt heute nicht so lang“. Der Klang von Jubel und Heil ertönt in den Zelten der Gerechten. Und das Wort Jubel bedeutet wörtlich freudiges Jauchzen und Singen.

    Im Neuen Testament sehen wir etwas sehr Interessantes. Es ist nicht immer so, aber in den meisten Fällen, wo die Freude erwähnt wird, steht sie in Verbindung mit Schwierigkeiten. Wenn von Verfolgung und Schwierigkeiten die Rede ist, taucht auch die Freude auf. Der Apostel Paulus sagte in 2.Korinther 7:4: „Trotz all unserer Bedrängnis bin ich mit überaus großer Freude erfüllt.“ Und im nächsten Kapitel spricht er von den mazedonischen Christen, deren übergroße Freude und tiefe Armut sich in schwerer Bedrängnis in den Reichtum ihrer Freigiebigkeit verwandelten. Sie waren in schwerer Bedrängnis, doch sie hatten auch übergroße Freude. In Jakobus 1:2 heißt es: „Haltet es für reine Freude, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet.“ Jesus sagte in Lukas 6: „Wenn Menschen euch hassen, wenn sie euch absondern und euren Namen als böse verwerfen um des Sohnes des Menschen willen, freut euch und hüpft vor Freude.“ In Philipper heißt es: „Freut euch im Herrn! Ich sage es nochmals: Freut euch!“

    Jetzt denken Sie vielleicht: „Pastor, das muss ein Witz sein! Warum sollte ich mich freuen, wenn ich in Schwierigkeiten stecke, von Feinden umgeben bin oder Mangel leide?“ Unter anderem deshalb, weil Sie brauchen, was die Freude Ihnen gibt. Sie lässt das Leben Gottes fließen, das jede Not stillen kann. Überlegen Sie einmal Folgendes: Erstens: Sie sollten sich klarmachen, dass Freude nicht von Umständen abhängt. Ich weiß, dass manche jetzt sagen: „Du weißt nicht, was bei mir los ist. Ich habe finanzielle Probleme, Probleme in meiner Ehe und noch viele andere. Du kannst nicht erwarten, dass ich mich freue!“ Freunde, Ihre Freude hängt nicht von Ihren Umständen ab. Wir alle freuen uns, wenn die Sonne scheint, wenn wir Rückenwind haben und alle uns lieben. Aber das ist nicht immer der Fall. Manchmal sind Sie von Feinden umgeben oder leiden Mangel. In Ihrem Leben gehen Dinge vor sich, die Ihnen nicht gefallen. Aber Ihre Freude hängt nicht von solchen Dingen ab. Vielleicht brauchen Sie manches, um glücklich zu sein, aber nicht um Freude zu haben. Die Freude hat eine andere Quelle. Wir können Freude haben, ganz gleich wie unsere Umstände aussehen. Zweitens: Sie sollten in allem nach einem Grund suchen, sich zu freuen. Suchen Sie immer einen Grund, sich zu freuen. Bitte schlagen Sie Philipper, Kapitel 1 auf. Das ist einer der Briefe, die Paulus schrieb, während er im Gefängnis in Ketten lag. Philipper, Kapitel 1, Vers 12. Er sagt:

    Philipper 1:12-18
    „Ihr sollt wissen, liebe Geschwister, dass alles, was mir hier zugestoßen ist, die Verbreitung des Evangeliums gefördert hat; denn hier weiß jeder, dass ich für Christus in Ketten liege, sogar die Soldaten der Palastwache. Und die meisten der Brüder hier haben durch meine Gefangenschaft Mut gefasst und wagen es, das Wort Gottes ohne Furcht weiterzusagen. Es gibt zwar einige, die aus Neid und Eifersucht predigen; andere aber verkündigen die Botschaft von Christus mit guten Absichten. Sie tun es aus Liebe zu mir, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin. Die anderen verkündigen das Wort von Christus aus selbstsüchtigen Motiven. Sie sind nicht aufrichtig, weil sie mir die Fesseln noch schmerzhafter machen wollen. Aber was macht das schon? Es wird doch Christus verkündigt! Ob es nun aus ehrlichen Beweggründen getan wird oder nicht, Hauptsache, es wird getan. Und darüber freue ich mich.

    Er war zu Unrecht angeklagt, man hatte ihn zu Unrecht ins Gefängnis geworfen, er lag in Ketten, aber er sagte: „Hey, es hat sich alles zum Guten gewendet. Die ganze Leibgarde, die elitärsten Soldaten, die Ninja-Krieger von Rom, sie alle haben das Evangelium gehört. Und weil ich mich von meinem Umständen nicht habe unterkriegen lassen, wurden Christen, die zuvor ängstlich waren, ermutigt, das Evangelium zu predigen. Das ist eine gute Sache! Ich freue mich darüber.“ Er sagte: „Aber ich sehe, dass manche von ihnen aus falschen, selbstsüchtigen Motiven predigen.“ Und genauso gibt es auch heute Männer und Frauen, die das Evangelium aus den falschen Motiven heraus predigen. Aber Paulus sagte: „Hey, ich freue mich. Zumindest reden sie über Jesus. Ich habe etwas gefunden, über das ich mich freuen kann.“ Und auch wir können in unseren Umständen etwas finden, über das wir uns freuen können.

    Sehen wir uns jetzt Apostelgeschichte, Kapitel 5, Vers 40 an. Apostelgeschichte 5, ab Vers 40:

    Apostelgeschichte 5:40-41
    „Sie riefen die Apostel wieder herein und ließen die Strafe der Geißelung an ihnen vollstrecken. Dann verboten sie ihnen nochmals, im Namen von Jesus aufzutreten, und ließen sie frei. Die Apostel verließen den Hohen Rat und waren voller Freude, dass Gott sie gewürdigt hatte, für den Namen ihres Herrn gedemütigt zu werden.“

    Sie wurden gegeißelt. Sie freuten sich nicht über die Geißelung, aber sie freuten sich über das Vorrecht, dass man sie mit Christus identifizierte.

    Vor ein paar Jahren bekam ich einmal einen Anruf. Unsere Tochter war mit dem Auto ihrer Mutter unterwegs, sie rief an und sagte, dass sie auf dem Pacific Coast Highway einen Unfall gehabt hatte. Ich raste sofort hin. Das Auto ihrer Mutter war nur noch Schrott. Ein paar kleine Mädchen waren bei Rot auf die Straße gerannt und fast überfahren worden. Der Lkw, vor den die Mädchen gelaufen waren, hatte eine Vollbremsung gemacht und war ins Schleudern geraten und unsere Tochter war auf ihn drauf gefahren. Der Lkw war beschädigt. Janets Auto hatte einen Totalschaden. Bis ich dort ankam, hielt Rebekah sich sehr gut, doch als sie mich sah, brach sie in Tränen aus und klammerte sich an mich. Ich hielt sie eine Weile im Arm. Das werde ich nie vergessen. Ich stand da, hielt meine weinende Tochter im Arm und einer der Polizisten sagte: „Autos kann man ersetzen. Kleine Mädchen nicht.“ Es gab viel, wofür ich dankbar sein konnte. Meiner Tochter ging es gut. Sie war nicht verletzt. Auch der Lkw-Fahrer war unverletzt. Die Mädchen, die einfach auf die Straße gelaufen waren, waren ebenso unverletzt. Wir waren versichert. Es gibt vieles, wofür wir dankbar sein können. Ich hätte jammern können, weil wir uns jetzt ein neues Auto kaufen mussten, nachdem wir dieses gerade erst abbezahlt hatten. Aber, hey! Es gibt immer etwas, über das wir uns freuen können. Und wenn Sie absolut keinen Grund zur Freude finden, können Sie sich zumindest darüber freuen, dass Ihr Name im Lebensbuch des Lammes geschrieben steht und Sie in den Himmel kommen. Darüber können wir uns jeden Tag freuen.

    Und drittens: Wir sollten den Entschluss fassen, uns zu freuen. Das ist eine Willensentscheidung. „Ich werde mich freuen.“ Bitte schlagen Sie das Buch Habakuk auf. Das ist eines der letzten Bücher im Alten Testament.

    Wenn Sie vom Matthäusevangelium etwa fünf Bücher zurückgehen, finden Sie es. Habakuk. Es hat nur drei Kapitel. Bitte schlagen Sie Kapitel 3, ab Vers 17 auf.

    Habakuk 3:17-18
    Zwar blüht der Feigenbaum nicht, der Weinstock bringt keinen Ertrag, der Ölbaum hat keine Oliven, die Kornfelder keine Frucht, aus dem Pferch sind die Schafe verschwunden, kein Rind steht mehr in den Ställen, dennoch will ich jubeln über Jahwe, will mich freuen über den Gott meines Heils.“

    Für jemanden, der in einer Agrargesellschaft lebt, kann jetzt nichts mehr schief gehen. Alles, was schief gehen konnte, ist bereits schief gegangen. Und doch sagt er: „Ich will mich freuen.“ Er sagt quasi: „Wenn all meine Investitionen schief gehen und ich mein ganzes Geld verliere; wenn ich meinen Job verliere, kein Einkommen mehr habe und alle Rechnungen auf einmal fällig werden; wenn es aussieht, als gäbe es keine Lösung, werde ich mich freuen, weil ich es will.“

    Vielleicht haben Sie unbezahlte Rechnungen, widerspenstige Kinder oder eine andauernde Krankheit, aber Sie können sich freuen. Nicht über diese Dinge, aber trotz dieser Dinge. Und wenn wir anfangen, uns zu freuen, schöpfen wir Wasser aus der Quelle der Erlösung, und, Freunde, Gott kann jede Not stillen. Wenn eine Not oder ein Problem mit dem Leben Gottes in Kontakt kommt, wird immer der Schwächere von beiden nachgeben. Und nichts im ganzen Universum ist stärker als das Leben Gottes. Und hier sagt Habakuk: „Mann, es ist wirklich alles schief gelaufen. Die Ölbäume haben keine Oliven, die Schafe sind verschwunden, der Weinstock… es passiert einfach nichts! Aber ich will mich freuen.“ Sehen wir uns jetzt den nächsten Vers an. Das ist das Ergebnis. Vers 19:

    Habakuk 3:19
    „Denn Jahwe, der Herr, ist meine Kraft. Er macht meine Füße schnell wie Gazellen, lässt mich sicher die Berge beschreiten.“

    Kraft kommt von Gott. Wenn er sagt, dass er unsere Füße schnell wie Gazellen macht, geht es um Gottes Führung. Gott führt und leitet uns. Er lässt mich sicher die Berge beschreiten. Er erhebt mich über alle Schwierigkeiten, über alle Probleme. Freunde, die Erhebung kommt, die Kraft kommt, die Führung kommt, wenn wir uns inmitten unserer Probleme freuen. Jemand sagt: „Nun, wenn dann alles besser wird, werde ich mich freuen.“ Nein, wenn wir wollen, dass die Dinge besser werden, müssen wir lernen, uns zu freuen, bevor sie besser werden.

    Als unsere Gemeinde noch sehr jung war, hielten wir unsere Gottesdienste in einem Bürogebäude in der Katella Avenue ab. Damals hatte ich eine absolut phänomenale Sekretärin. Sie konnte so vieles. Sie war eine großartige Sekretärin und in den Gottesdiensten unter der Woche bediente sie das Mischpult. Damals hatten wir nur sechs Kanäle. Sechs Knöpfe zu bedienen war also nicht so schwer. An einem Abend sprachen Janet und ich vor dem Gottesdienst mit ihr, weil sie einfach nicht gut aussah. Mir war schon seit etwa einer Woche aufgefallen, dass sie eine ziemlich seltsame Gesichtsfarbe hatte. Wir fragten: „Ist alles in Ordnung?“ Und sie vertraute sich uns an. Sie war aufgrund einiger Beschwerden zum Arzt gegangen und dieser stellte fest, dass sie eine große Zahl von Tumoren hatte. Sie sagte: „Pastor, ich habe das Röntgenbild gesehen. Es sah aus, als wären unzählige Trauben in mir.“ Und ich glaube, sie litt aufgrund ihrer Erkrankung auch unter Blutarmut.
    Und sie sagte: „Das ist das Problem.“ Dann ging sie zurück zum Mischpult. Natürlich beteten wir mit ihr und ermutigten sie, so gut wir konnten. Und ich weiß nicht mehr genau, ob es in diesem Gottesdienst war oder erst ein paar Tage später, aber als sie wieder einmal am Mischpult stand, schloss sie ihre Augen, hob die Hände und fing einfach an, sich zu freuen. Einige Zeit später fiel uns auf, dass sie wieder viel besser aussah, und so fragten wir sie: „Was ist passiert?“ Und sie sagte:
    „Nun, wisst ihr, ich habe mich einfach während des Gottesdienstes gefreut. Ich weiß, ich hätte meine Augen offen lassen und auf die Band achten sollen. Aber ich habe die Augen geschlossen und mich einfach gefreut und plötzlich kam eine Hitze auf meinen Kopf und ging durch meinen ganzen Körper. Und irgendwie wusste ich, dass ich geheilt bin. Ich war beim Arzt und wurde nochmals geröntgt, aber die Tumore sind nicht mehr zu sehen. Sie sind verschwunden.“

    Wussten Sie, dass es in Jesaja 64, Vers 5 heißt, Gott begegnet denjenigen, die sich freuen? Wollen Sie Gott treffen? Wollen Sie eine Verabredung mit Gott? Ich sage Ihnen, wie das sofort klappt. In der Bibel heißt es, wenn Sie sich freuen, wird Gott Ihnen begegnen.

    Sehen wir uns noch ein paar weitere Verse an. Den ersten werde ich zitieren, den zweiten schlagen wir auf. Der erste ist 1. Mose 26.15. Hier geht es um Isaak. Hier heißt es: „Deshalb schütteten sie alle Brunnen zu, die von den Leuten seines Vaters Abraham gegraben worden waren, und füllten sie mit Schutt.“ Vielleicht fühlen Sie sich heute genauso. Sie wissen, dass Sie gerettet sind und dass eine Quelle in Ihnen ist, weil Jesus das gesagt hat, aber Sie haben das Gefühl, als wäre sie blockiert. Der Feind hat Ihre Quelle mit Schutt gefüllt und Sie sind ausgetrocknet. Nun, wissen Sie was? Nur wenige Verse später in diesem Kapitel lesen wir, wie sie das Werk des Feindes rückgängig machten und die Quellen, die Abrahams Leute gegraben hatten, wieder freilegten. Und das Wasser sprudelte wieder rein und klar daraus hervor. Und heute wollen wir auch den Schutt beseitigen, der in Ihre Quelle geschüttet wurde.

    Ich hoffe, Sie haben aus der heutigen Sendung etwas mitgenommen. Dann möchte ich Sie um einen Gefallen bitten. Wenn Ihnen unsere Sendung geholfen hat oder wenn sie ein Segen für Ihr Leben war, lassen Sie es uns doch bitte wissen. Wir würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören. Das wäre für mich und unser ganzes Team eine große Ermutigung. Wenn Sie die Möglichkeit haben, nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit und schreiben Sie uns eine E-Mail oder einen Brief. Wir würden uns freuen zu erfahren, was sich in Ihrem Leben getan hat und danken Ihnen schon jetzt für Ihre Nachricht.

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