Elia – wie können wir mit Erschöpfung umgehen?

aus dem 2. Teil der Ansprache „Erschöpfung bekämpfen und besiegen“


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Comments

  • Jule sagt:

    Schauen Sie sich bitte mit mir 1.Könige 19 an. Ich erzähle die Vorgeschichte. Götzendienst war in Israel weit verbreitet. Und der Prophet Elia sagte gemäß Gottes Verheißung: „Wenn mein Volk anfängt, Götzen anzubeten, werde ich den Himmel verschließen und es wird nicht regnen.“ Und Elia nahm diese Verheißung Gottes, betete entsprechend und verkündete dann, es werde keinen Regen mehr geben. Der Himmel war dann tatsächlich verschlossen und es regnete ungefähr dreieinhalb Jahre nicht mehr. Er ruft zu einer Machtprobe auf dem Berg Karmel auf. Ahab und ganz Israel versammeln sich auf dem Karmel, auch alle Propheten Baals… es waren vierhundert. Sie waren Isebels Lakaien. Sie alle versammelten sich dort. Sie kennen die Geschichte. Eine große Machtprobe.

    Elia sagt: „Ihr bringt ein Opfer und ich bringe ein Opfer. Der Gott, ob es Baal ist oder der Herr, der mit Feuer antwortet, ist der Gott, dem wir dienen werden.“ Alle sagen: „Faire Sache! Das klingt fair.“

    Wenn Sie die Geschichte von Elia lesen, war sein Leben ein Soloauftritt. Alles in seinem Leben machte er alleine. Er hatte einen Diener, den er nie beanspruchte. Also wandert Elia auf den Gipfel des Karmel, verhöhnt den ganzen Tag die Baalspropheten, beschimpft sie und macht sich über sie lustig, während sie den ganzen Tag ihren Gott anrufen, ohne dass etwas passiert. Schließlich sagte Elia: „Okay, ich bin dran.“ Also gräbt er einen riesigen Graben und baut einen Altar. Und dann trägt er 12 große Steine ganz alleine. Er hackt alles Holz selbst, legt es auf den Altar, tötet einen Bullen, nimmt das ganze Fleisch, legt es auf den Altar und sagt ihnen dann, sie sollen Wasser darauf gießen.

    Und sie gießen es aus, füllen den Bottich… sie kennen die Geschichte. Aber er tut alles alleine. Er schleppt die Steine, er baut den Altar, er schlachtet das Tier, er legt das Fleisch auf den Altar und dann betet er. Gott antwortet mit Feuer, alle sagen: „Der Herr ist Gott!“ Und Elia sagt: „Gut, schnappt euch die falschen Propheten.“ Sie ergreifen alle 400. Sie wandern bis zum Fuß des Karmel, zum Bach Kidron und Elia tötet alle 400 alleine. Das kostet etwas Kraft. Und dann marschiert er wieder bis zum Gipfel des Karmel und predigt. Eine Erweckung bricht aus und Menschen kommen zu Gott zurück.

    Danach hält er eine Gebetsversammlung. Dann geht er von dort weg und sagt dem König, dass Regen fallen wird, und rennt bis nach Jesreel, der Sommerresidenz. Und dann hört er davon, dass wir jetzt hier einsteigen werden bei 1.Könige 19:1… er war sehr fleißig.

    1.Könige 19:1-3
    „Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast! Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.“

    Er kehrte nie zu seinem Diener zurück und wir hören nie wieder von ihm.

    1.Könige 19:4
    „Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.“

    Er hat all das getan. Er stieg auf den Berg und stieg wieder herab. Er tötete all diese Männer. Er predigte, er leitete das Gebetstreffen. Er rennt nach Jesreel zur Sommerresidenz und jetzt rennt er bis nach Beerscheba und flieht vor Isebel.

    Beerscheba war 160 Kilometer entfernt. Und er lief nicht unter der Salbung des Geistes Gottes. Und dann lässt er seinen Diener dort zurück, geht eine Tagereise alleine weiter, sitzt unter einem Baum und sagt: „Ich möchte sterben! Gott, bring mich einfach um.“ Er denkt an Selbstmord! Kein Wunder!

    Er ist ausgelaugt, Geist, Seele und besonders körperlich.

    Hier ist die Antwort. Sind Sie bereit? 1.Könige 19:5.

    1.Könige 19:5-8
    „Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er sah sich um, und siehe, zu seinem Haupt lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.“

    Elia ist erschöpft. Dinge gerieten aus den Fugen. Er ist total gestresst und übermüdet. Und die Antwort… dieselbe Antwort für jemanden von Ihnen, vielleicht sogar für viele: Machen Sie ein Nickerchen.

    Er legte sich hin und schlief und aß ein gutes Essen. Wissen Sie, was er dann tat? Er legte sich nochmals hin und schlief. Wissen Sie, was er danach tat? Er aß eine gute Mahlzeit.

    Manche von Ihnen sind total übermüdet, haben sich total verausgabt. Sie hielten sich für Superman oder Superfrau. „Aber das Werk Gottes ist so wichtig.“ Ja, das stimmt. Aber wenn Sie Ihren Lauf vollenden wollen, müssen Sie lernen, zu delegieren und erkennen, dass sie nicht alles alleine machen können. Manche von Ihnen brauchen nur etwas Schlaf. Sie brauchen eine gute Nachtruhe, ein gutes Frühstück und müssen wieder ins Bett. Dann kurz aufstehen und wieder etwas essen. Es würde Ihnen absolut gut tun. Und wissen Sie, warum? Ihr Körper ist ausgelaugt und alle Gebete der Welt werden Ihre körperliche Kraft nicht wiederherstellen. Selbst wenn die Hand Gottes auf Ihnen ist… ja, der Herr ist die Kraft unseres Lebens… selbst wenn Gottes Hand auf Ihnen ist und Sie salbt und Ihnen Seine Kraft gibt, um Dinge zu erledigen, wissen Sie, müssen Sie sich trotzdem ausruhen.

    Wissen Sie, warum Jesus sich im Schiff hinlegte und schlief, ohne den Sturm mitzubekommen? Weil er erschöpft war! Er hatte den Massen gedient. Selbst Jesus ruhte sich aus und schlief.

    Schauen Sie sich mit mir Matthäus, Kapitel 11 an. Ich möchte weitergehen. Der zweite Bereich, in dem wir Ruhe brauchen, hat mit unserer Seele zu tun. Wir brauchen Erholung für unseren Körper und auch für unsere Seele. Matthäus 11:28. Jesus spricht und sagt:

    Matthäus 11:28-30 „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. (Sagen Sie alle „Ruhe“). Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

    Jesus spricht hier über Ruhe für die Seele. Und wenn Er sagt: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen“, spricht der Urtext davon, eine Last bis zur totalen Erschöpfung zu tragen. Und diese Last ist eine Last, die die ganze Welt trägt und die sie langsam umbringt. Es ist die Last des Stolzes und die ermüdende Anstrengung, sich selbst zu lieben. Ruhe für unsere Seele empfangen wir, wenn wir Jesu Demut und Sanftmut annehmen. Jesus sagte: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.“ Jesu Joch ist Seine Demut und Seine Sanftmut. Und Er sagte: „Wer dieses Joch auf sich nimmt, wird Ruhe für seine Seele finden.“

    Ich erinnere mich an eine große Versammlung in Übersee. Ich war einer der Hauptsprecher und Menschen aus aller Welt waren dort. Und der Veranstalter der Konferenz sagte: „Soundso aus Indonesien ist hier! Es ist so gut, dich hier zu haben!“ Alle klatschten. „Und Soundso ist hier. Sie kommen aus Großbritannien. Und Soundso,“ und sie gingen weiter, immer der Reihe nach. Und ich ertappte mich bei dem Gedanken: „Ich kann kaum erwarten, dass ich an der Reihe bin.“ Als mir klar wurde, was ich dachte, schämte ich mich und sagte: „Gott, ich wusste nicht, dass das in mir ist.“ Ich erinnere mich, dass ich abends in mein Hotelzimmer ging, mich hinkniete und rief: „Gott, Stolz ist so etwas Hässliches. Mir ist so wichtig, was Menschen von mir halten. Ich will Anerkennung haben und etwas in mir strebt nach Beifall. Gott, bitte hilf mir, das aus meinem Leben zu schaffen!“

    Unter diesem ermüdenden Joch muss niemand stehen. Es wird Sie umbringen! Wir müssen uns nicht vergleichen, konkurrieren oder denken: „Das muss ich übertreffen!“

    Wenn man Menschen aus diesem oder jenem Land begegnet, gibt es immer einen Marco Polo, der mehr Länder bereist hat als man selbst! Wenn wir uns nicht länger verteidigen oder vor den schlechten Meinungen oder kritischen Worten anderer schützen müssen, wenn wir zufrieden sind, auch wenn niemand uns wertschätzt und wir wissen, dass Gott auf uns schaut und dass egal ist, was andere denken und ob ich anerkannt werde, kommt eine wunderbare Ruhe in unsere Seelen. Sie müssen keinen guten Eindruck hinterlassen. Sie müssen nicht bangen, dass Menschen Ihre Unvollkommenheiten entdecken. Wir müssen keine Angst haben, etwas Dummes zu sagen oder als Depp dazustehen. Wir können einfach wir selbst sein. Was für eine Erholung!

    Aber wenn wir diese Bürde tragen: „Ich muss immer als klug dastehen und ich will als schön angesehen werden.“ Hören Sie: Die Welt taumelt unter den Lasten von Stolz und Täuschung… dem Versuch, jemand anders zu sein, die richtige Kleidung zu tragen, die neuesten Sprüche zu kennen, zu wissen, was angesagt ist und was nicht.

    Wissen Sie, ich muss etwas bekennen. Ich kenne keine coolen Handshakes. Ich sehe Leute all das tun und denke: „Unsinn!“ Wenn Sie mir je die Hand schütteln, werden Sie denken: „Er ist total uncool.“

    Ich weiß einfach nicht, wie… ich sprach neulich… und begrüßte einen Mann per Handschlag, eine andere Variante kenne ich nicht. Mein Freund Monty in der Gemeinde und ich tun das seit der Schulzeit. Und er kannte den Handschlag. Ich sagte: „Weißt du, das ist der einzige Handschlag, den ich kenne.“ Er sagte: „Ich auch.“ Na und? Wenn Sie einfach, so gut es geht, offen und ehrlich vor Gott sind, ist es doch ganz egal, was andere denken!

    Jesus hat buchstäblich gesagt, wenn wir Seine Sanftmut übernehmen und dieses Joch auf uns nehmen, werden wir Ruhe für unsere Seelen haben. Haben Sie keine Angst, dass jemand sieht, wie Sie wirklich sind. Beugen wir uns und kommen wir unter dieses wunderbare Joch der Sanftmut, um Ruhe für unsere Seelen zu finden.

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