Die Wichtigkeit von körperlicher Nähe in der Ehe

aus der Reihe „Gottes Weisheit für eine großartige Ehe“ –  auszugsweise aus Teil 5-7


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Comments

  • Jule sagt:

    Und jetzt zum dritten Punkt, der wirklich wichtig ist. Es muss Nähe geben, körperliche Nähe. Wenn Sie verheiratet sind, ist sie die Einzige, mit der Sie Ihre körperlichen Bedürfnisse legal stillen können. Das gilt natürlich für beide Partner gleichermaßen. Wir brauchen körperliche Nähe und Vertrautheit in der Beziehung. Daran muss gearbeitet werden und es muss darüber gesprochen werden. Vielleicht ist es manchen sehr unangenehm, aber Sie müssen darüber reden. Meine Damen, falls er unsensibel ist und es nicht versteht… finden Sie einen guten Ansatz. Es hat viel mit unserem Ego zu tun. Dort ist zwar Vorsicht geboten und doch wollen wir Dinge erfahren. Für die Männer gilt das auch. Wir müssen in der Lage sein, über unsere sexuelle Beziehung offen und ehrlich zu sprechen. Die meisten Männer sind, wie gesagt, ganz anders als Frauen. Eine Frau ist wie ein Bügeleisen. Nach dem Einschalten wird es langsam warm. Die Männer ähneln Gasflammen – sofort voll da. Ein Mann kann nach zehn Minuten fertig sein und bereits schlafen und schnarchen, während die Frau nicht einmal wirklich erregt ist. Sie liegt frustriert neben ihm im Bett, während er wie ein gestrandeter Wal auf der anderen Seite liegt, schnarcht und nichts davon merkt. Wir müssen fähig sein, über diese Dinge offen zu sprechen.

    Es gibt gutes Material darüber, gute Bücher. Wenn Ihnen das lieber ist, kaufen Sie sich ein Buch und lesen Sie es beide. Unterstreichen Sie die Dinge, die Ihnen gefallen und die Sie ansprechen und dann tauschen Sie die Bücher und schauen Sie die Unterstreichungen an. Es ist jedenfalls wichtig, in diesen Bereichen zu kommunizieren.

    Ich möchte Ihnen auch in Hinblick auf Ehebruch und diese Dinge etwas sagen. Seien Sie vorsichtig mit Kontakten zu Fremden vom anderen Geschlecht. In den Sprüchen sagt Salomo, was Beziehungen zerstört und zu Ehebruch führt. Es beginnt mit Schmeichelei. Immer wieder spricht er von der schmeichelnden Rede der fremden Frau und sagt, dass derjenige in ein tiefes Loch fällt, der mit ihr Ehebruch begeht. Es gilt für beide Seiten. Wenn Sie nach Komplimenten hungern und die entsprechende Bestätigung nicht von Ihrem Mann bekamen, klingt ein Kompliment von irgendeinem Mann ganz passabel. Zum Beispiel: „Habe ich Sie nicht gerade im Badeanzug auf der Sportillustrierten gesehen?“ Oder: „Hast du abgenommen? Du siehst wirklich super aus!“ „Sind Ihre Beine versichert?“

    Was es auch sein mag, so dumm es auch klingt, wenn Sie zuhause nichts bekommen, kann die Fantasie damit durchgehen. Oder eine Frau sagt: „Hoffentlich behandelt Sie Ihre Frau gut. Ich hoffe, Sie weiß, was für einen Schatz Sie in Ihnen hat. Hätte ich jemanden wie Sie, wäre ich unendlich glücklich.“ Das mag abwegig klingen… hören Sie: Jeder, der in der Arbeitswelt steht oder ins Fitnessstudio geht, hört so etwas oft. Und wenn Sie das nicht, wie es Janet sagte, im Keim ersticken und diesem Gedanken begegnen, wird es zu dem, wovon Paulus sagte: „Die Waffen unseres Kampfes sind mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen.“ Dort rollt er es quasi von hinten auf. Er spricht davon, Festungen einzureißen, Gedankenfestungen niederzureißen und jeden Gedanken gefangen zu nehmen. Dort findet der Kampf statt. Es fängt mit einem Gedanken an. Wenn Sie ihn nicht gefangen nehmen… vielleicht war es ein spontanes Kompliment von jemandem für Ihr Aussehen oder: „Sie sind stark!“ oder: „Sie sind hübsch oder attraktiv“, oder: „Mensch, Sie sind genial!“ Oder: „Sie sind ein bemerkenswerter Mensch.“ Was es auch ist, wenn Sie den Gedanken nicht gefangen nehmen und sagen: „Moment mal, das muss ich mir ansehen,“ dann wird daraus eine Festung oder eine Vorstellung. Plötzlich kommt Ihnen der Gedanke: „Eigentlich bin ich unglücklich. Wenn ich einen solchen Partner hätte, wäre ich glücklich. Warum macht meine Frau das nicht? Warum macht mein Mann das nicht?“ Bald stellen Sie sich vor, Sie wären mit der Person zusammen. Wenn es dann nicht niedergerissen wird, wird es zu einer Festung, etwas, was Sie nicht mehr loswerden. Schließlich denken Sie pausenlos an diese Person und daran, mit ihr Sex zu haben, von ihr in den Arm genommen zu werden oder wie eine Ehe mit dieser Person oder jener wäre. Wenn es erst eine Festung geworden ist, werden Sie es bei nächster Gelegenheit in die Tat umsetzen. Der Teufel wirkt durch diese Festungen in Ihrem Sinn, aber alles beginnt mit einem Gedanken. Halten Sie Ihre Ehe rein und gesund in Jesu Namen. Amen.

    Es steht fest, dass gute Ehen nicht einfach vom Himmel fallen. Man muss an ihnen arbeiten. Eine großartige Ehe basiert nicht nur auf Leidenschaft. Wenn Sie sich auf Hollywood ausrichten und daraus ableiten, was eine gute Beziehung und eine gute Ehe ist, Freund, werden Sie schwer enttäuscht sein, weil die Leidenschaft Ebbe und Flut ähnelt. Und wenn Sie sagen: „Ich habe nicht mehr die Leidenschaft wie am Anfang meiner Ehe, etwas stimmt nicht, ich brauche einen neuen Partner.“

    Freund, die Ehe gründet sich auf Prinzipien und auf Leidenschaft. Wir finden die besten Prinzipien für eine gottgefällige und großartige Ehe in Gottes Wort.

    Die Ehe war Gottes Idee. Gott hatte eine Ehe, noch bevor Er eine Kirche hatte. Und es ist interessant, weil Gott Israel in der Bibel in mancher Hinsicht als Seine Braut ansieht. Im Buch Jeremia sagte Er:

    „Ihr wart eine untreue Frau mir gegenüber.“ Bis zu dem Punkt, dass Er sie verwarf und ihnen einen Scheidebrief gab. In Hesekiel und Hosea verwendet der Herr das Gleichnis, dass Er mit Seinem Volk verheiratet ist. Im Neuen Testament werden wir, die Gemeinde, Braut Christi genannt. Das Bild ist also aktuell. Und Gott sagt über die engste Beziehung, die man sich auf der Erde vorstellen kann:

    „Ich möchte dir mindestens so nah sein. Ich möchte eine solche Beziehung zu dir haben.“

    Und nachdem Gott Sein Volk aus der Sklaverei, aus Ägypten, brachte, spricht Er sie in sehr romantischer Weise an: „Ich habe euch auf Adlersflügeln getragen und zu mir gebracht.“ Und direkt danach gibt Er ihnen die Zehn Gebote. Aber das ist nicht einfach eine Liste von Ge- und Verboten.

    Mehr als alles andere scheinen es Ehegelöbnisse für Sein Volk zu sein. Gott sagte: „Wenn ihr eine langfristige, gesunde und wachsende Beziehung zu mir haben wollt, müsst ihr Folgendes tun.“

    Wir finden all das im 2.Mose, Kapitel 20. Bitte schauen Sie es sich mit mir an, weil wir es letzte Woche nicht geschafft haben. Wir werden etwas wiederholen, damit Sie voll im Bilde sind. Wir betrachten sie als Gelübde zwischen Gott und Seinem Volk. Denn wenn Ihre Beziehung langlebig, aufregend und gesund sein soll, müssen diese Prinzipien etabliert sein. Und sie enthalten auch großartige Lektionen und Impulse im Hinblick auf uns und unsere Ehen, die Beziehung zwischen Mann und Frau. Wenn Sie die Zehn Gebote ab Vers drei ansehen, sagt Er: „Ihr werdet keine anderen Götter neben mir haben.“ Gott möchte den ersten Platz in unserem Leben haben. Er möchte keine Mode sein oder die zweite Geige spielen. Und wenn Sie eine gute Ehe haben wollen, meine Herren, dann muss Ihre Frau die Nummer eins sein, nicht Ihre Arbeit, nicht Ihre Kinder, nicht Ihre Mutter, sondern Ihre Frau. Und wenn Sie als Frau eine großartige Ehe haben wollen, muss Ihr Ehemann die unangefochtene Nummer eins sein unter allen Beziehungen. Anders geht es nicht.

    Im nächsten Gebot sagte Gott: „Ihr werdet keine anderen Götter neben mir haben.“ Und Er sagte:

    „Du sollst dir kein Götterbild machen,“ in Vers 4, „auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen.“ Gott sagt hier: „Dient keinem Ersatz an meiner Stelle.“

    Im Verlauf der Geschichte haben die Gläubigen das getan. Wir haben Götzen und Bilder gemacht und Menschen fallen vor ihnen nieder und beten sie an und das ist ein Ersatz. Gott sagt: „Liebt doch mich und keinen Ersatz.“

    Manchmal lieben wir auch in der Ehe letztlich einen Ersatz. Pornografie ist ein Ersatz. Der Mann oder die Frau, die sich damit abgibt, richtet ihre Energie, ihre sexuelle Energie und ihre Leidenschaft auf einen Stellvertreter. Das ist ein stellvertretender Liebhaber. Ihre Arbeit kann ein Ersatz sein. Ein Mann kann all seine Leidenschaft und Energie in seine Arbeit investieren. Eine Frau kann all ihre Energie in ihre Kinder investieren und ihre Kinder lieben. Alles scheint wunderbar, bis er in Rente geht oder die Kinder erwachsen werden und das Haus verlassen. Dann entsteht eine schwere Krise, weil es falsche Prioritäten in der Ehe gab. Wir müssen unsere Beziehung immer weiter kultivieren und fördern und keinen Ersatz zulassen.

    Dann heißt es, wir sollen Seinen Namen nicht zu Nichtigem aussprechen und leichtfertig oder frivol reden. Wenn Sie eine gute Beziehung zu Gott haben wollen, müssen Sie gut über Ihn reden. Und Worte und Gutes zu sagen über Ihren Partner ist sehr, sehr wichtig in einer Ehebeziehung.

    Danach sprach Er über das Einhalten eines Sabbat. Gott sagt, wenn ihr eine gute Beziehung zu mir haben wollt, müssen wir exklusive Zeit miteinander haben. Vielmehr nicht nur exklusiv, sondern extravagant: „Ich möchte einen ganzen Tag.“ In Ihre Ehe müssen Sie Zeit investieren. Wir leben in einer sehr hektischen Welt, stimmt‘s? Tatsache ist, wenn Sie keine Zeit mit Ihrem Mann oder Ihrer Frau einplanen, werden Sie keine haben. Wir brauchen… gute Ehen benötigen exklusive Zeiten, manchmal außergewöhnliche Zeiten. Wir sprachen darüber.

    Sie merken, worum es hier geht.

  • Jule sagt:

    Gottes Weisheit für eine großartige Ehe – Teil 6 05.04.2009

    Pastor Bayless und Janet Conley

    Willkommen zur heutigen Sendung, Sie sollten sich davon keine einzige Minute entgehen lassen.

    Und übrigens: Einen schönen Palmsonntag! Besonders in dieser Zeit des Jahres feiern wir die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Meine Frau und ich sprechen über das Thema Ehe und jetzt sind wir im Hohelied. Meine Güte! Es gibt einige, ich will nicht sagen, gewagte, aber doch anschauliche Darstellungen der körperlichen Liebesbeziehung in diesem Buch, über das wir sprechen werden. Das ist fantastisch! Gott schuf die Liebe. Gott schuf den Sex. Gott schuf die Ehe und Er nennt die Dinge beim Namen. Ich liebe dieses Buch. Und wenn in Ihrer Beziehung die Liebe erloschen ist, kann unser Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckte, auch eine erstorbene Liebe wieder erwecken. Was immer sich gerade in Ihrem Leben abspielt, ich glaube, Sie werden etwas von dieser Lehre haben. Nehmen Sie sich eine Bibel, wenn Sie eine haben. Sehen wir uns gemeinsam das Hohelied an.

    Ich werde mich ein paar Minuten mit dem Hohelied beschäftigen. Es ist ein Buch über Romantik und Ehe. Wir können es auf Gott und Israel und Christus und die Gemeinde beziehen, aber hauptsächlich geht es um romantische Liebe in der Ehe. Es offenbart Gottes Bestätigung der ehelichen Beziehung.

    Es zeigt, dass Nähe und Sexualität in der Ehe uns sättigen, Spaß machen und erfüllen sollen. Das Buch ist voll von poetischer Sprache und bedeutsamer Symbolik und wir können unendlich viel daraus lernen.

    Wir steigen im ersten Kapitel ein. Bitte schauen Sie sich mit mir das Hohelied an. Im ersten Kapitel haben wir zunächst über das junge hübsche Mädchen Sulamith gesprochen. Sie war ein Mädchen vom Lande, die in Salomos Weinbergen im Norden gearbeitet hatte. Es handelt von der Liebe zwischen ihr und König Salomo. Wenn wir das zweite Kapitel des Buches ansehen, finden wir dort ein paar praktische Ratschläge für die Ehe. Wir haben zwar momentan leider nicht die Zeit, alle Details anzusehen, aber als wir heute zusammensaßen, dachten wir, es wäre sinnvoll, folgende Dinge weiterzugeben. Das Erste: Hohelied 2:3-4.

    Hohelied 2:3-4
    „Sulamith: „Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten zu sitzen, gelüstet es mich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß.“

    Sulamith zu den Töchtern Jerusalems: „Er hat mich ins Weinhaus hineingeführt, und sein Banner über mir ist Liebe.“

    Erstens: Schämen Sie sich nicht, Ihre Liebe und Zuneigung zu Ihrem Ehepartner in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ein Banner wird in aller Öffentlichkeit gezeigt. Es drückt etwas aus, was alle sehen können.

    Und hier spricht Sulamith über ihre Beziehung zu Salomo. Und wissen Sie: „Er hat mich ins Weinhaus hineingeführt.“ Dort sind viele Menschen: „Sein Banner über mir ist Liebe.“ Die Living Bible gibt Vers 4 so wieder: „Er bringt mich in das Weinhaus und jeder kann sehen, wie sehr er mich liebt.“ Salomo verheimlichte seine Liebe zu seiner Braut nicht. Sein Verhalten zeigte, dass er sie liebte.

    Im 1.Mose 26 ist von Abimelech, dem König der Philister, die Rede. Er wusste, dass Isaak mit Rebekka verheiratet war… ich liebe die alte King James Übersetzung. Dort steht, er sah, dass er mit ihr scherzte. Ich denke, die neuere Übersetzung sagt, er liebkoste sie. Er schäkerte mit ihr, küsste sie, nahm sie in den Arm und rannte ihr nach, wie sich Männer verhalten in einer gesunden Ehe.

    Wir sind jetzt fast 27 Jahre verheiratet und unsere Kinder sehen ständig, dass ich Janet küsse. Ich tue das seit 27 Jahren. Ich denke, es gab eine Zeit, wo sie es unangenehm fanden (lit. ekelig) und dachten: „Oooh!“ Ich halte gerne ihre Hand. Ich küsse sie gerne. Wir gehen nicht weiter vor den Kindern, aber wir küssen uns, ich nehme sie in den Arm und wir zeigen unsere Zuneigung. Ich lege gern meinen Arm um sie und unsere Kinder sind in dieser Atmosphäre aufgewachsen. Es ist einfach absolut normal für mich, das zu tun und es ist eins der Dinge, die wir in diesem Buch sehen.

    Sie sagt in Vers 6 des selben Kapitels sogar: „Er lege seine Linke unter mein Haupt und umarme mich mit seiner Rechten!“ Männer, Ihr müsst Eure Frauen umarmen! Das ist wichtig.

    Janet Conley: Das ist wirklich wichtig! Es ist wirklich wichtig für mich. Wenn er mich umarmt, vermittelt mir das Sicherheit. Und ich denke, Männer sind von Gott dafür angelegt und geschaffen, die Familie zu leiten und voraus zu denken, so ähnlich wie der Kapitän eines Schiffes. Vielleicht fährt das Schiff und die See ist stürmisch, dann kommt der Kapitän an Deck und sagt: „Alles ist in Ordnung! Das ist halb so wild. Nicht so schlimm.“ So geht es mir einfach, wenn seine Arme mich umfangen. Es wird alles gut werden… Ruhe und Sicherheit… und ich denke, das ist wirklich wichtig. Wenn Sie eine Weile verheiratet sind, müssen Sie sich vielleicht daran erinnern, einander weiterhin zu küssen und zu umarmen, weil Sie den Ehepartner vielleicht für selbstverständlich halten: „Ich weiß, dass er mich liebt und ich liebe ihn auch, das ist einfach so.“ Aber nehmen Sie doch einfach als Bestätigung seine Hand und legen Sie Ihre Hand auf sein Bein. Er liebt es, wenn ich ihn am Kopf streichele. Zum Beispiel beim Fernsehen oder so… nehmen Sie sich bei den Händen oder tun Sie irgendetwas…

    Bayless Conley: Wir müssen uns etwas einfallen lassen.

    Janet Conley: Den Rücken streicheln…

    Bayless Conley: Liebling, was ist mit jemandem, der aus einer Familie kommt, wo der Papa Mama niemals Liebe erwiesen hat? Vielleicht kam das in der Familie einfach nicht rüber oder wurde nicht vermittelt. Manche tun das nicht einfach von sich aus, so wie ich oder manch anderer. Was würdest Du jemandem sagen, der kein solches Vorbild hatte?

    Janet Conley: Derjenige soll einfach in die Bibel schauen und es als wichtig ansehen, weil Gott sagt, dass das etwas bringt und sich dann vornehmen, es umzusetzen. Und ich denke, wenn Sie es tun… wenn Sie tun, was Gott sagt, fängt es an, Ihnen Spaß zu machen. Ich wuchs in einem Haushalt auf… wir waren sehr… wir redeten miteinander und so, aber umarmten und drückten uns eher selten. Ich wurde nie geküsst. Ich wurde von einem Jungen geküsst, bevor ich jemals… mein Papa hat mir nie einen Kuss gegeben. Das war einfach… ich wusste, dass er mich mochte, dass er mich liebte und dass ich ihm wichtig war, aber er umarmte mich nie. Das war also etwas, wozu ich mich regelrecht entscheiden musste und es ist wunderbar!

    Bayless Conley: Gut, tun Sie das! Hohelied 2:8 ist wirklich interessant.

    Hohelied 2:8-9
    „Horch, mein Geliebter! Siehe, da kommt er, springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Mein Geliebter gleicht einer Gazelle oder einem jungen Hirsch. Siehe, da steht er vor unserer Hauswand, schaut durch die Fenster herein, blickt durch die Gitter.“

    Sie ist im Innern des Hauses. Er blickt hinein. Es heißt, er kommt, springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Jemand, der einen anderen jagt, kann über Berge und Hügel kommen, aber nicht über eine Wand. Sehr interessant. Die Person hinter der Mauer muss freiwillig herauskommen. Schauen Sie, was er ihr sagt, seinem Mädchen Sulamith hinter der Mauer. Er kam über Berge und Hügel, um sie zu holen, aber jetzt gibt es eine Barriere. Er sagt in Hohelied 2:10:

    Hohelied 2:10
    „Mein Geliebter erhebt seine Stimme und spricht zu mir: „Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!“

    Komm hinter der Mauer hervor. Lesen wir weiter, Vers 11.

    Hohelied 2:11-14
    „Denn siehe, der Winter ist vorbei, die Regenzeit ist vorüber, ist vergangen. Die Blumen zeigen sich im Lande, die Zeit des Singens ist gekommen, und die Stimme der Turteltaube lässt sich hören in unserm Land. Der Feigenbaum rötet seine Feigen, und die Reben, die in Blüte stehen, geben Duft. Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm! Meine Taube in den Schlupfwinkeln der Felsen, im Versteck an den Felsstufen, lass mich deine Gestalt sehen, lass mich deine Stimme hören! Denn deine Stimme ist süß und deine Gestalt anmutig.“

    Er sehnt sich nach persönlichem Austausch. Er sagt: „Schau, du bist hinter der Mauer. Du musst herauskommen. Der Winter ist vorüber, es regnet nicht mehr. Die Schwierigkeiten, die dich dazu gebracht haben, die Mauer zu errichten und dich dahinter zurückzuziehen, sind weg. Komm heraus und lass uns reden.“

    Und wenn wir nicht hervorkommen und reden, hervor aus unseren Mauern, können unsere Ehen niemals wachsen, blühen und für Gott ein Wohlgeruch sein. Er gebraucht eine wunderbare Bildersprache: „Der Winter ist vorüber. Gut, einiges ging schief, manches geschah in der Vergangenheit, aber es ist vorüber. Ich kam über die Berge und Hügel und tat mein Bestes, um zu dir zu gelangen. Aber du musst hinter der Mauer hervorkommen und bereit sein zu reden, wenn wir da durchkommen wollen und es besser werden soll.“

    Vielleicht sind Sie heute hier und Sie wurden verletzt in der letzten Beziehung. Vielleicht sogar in einer früheren Ehe. Vielleicht waren Sie mit einem Idioten verheiratet, der Sie missbraucht und verlassen hat. Dann haben Sie neu geheiratet, aber Ihr jetziger Ehepartner muss immer noch für das büßen, was Ihr ehemaliger Ehepartner getan oder unterlassen hat. Also gibt es eine Mauer, die so aussieht:

    „Ich lasse dich an mich heran, aber nur bis hierher.“ Es ist vielleicht nicht wirklich sichtbar, aber so sicher vorhanden wie dieser Tisch. Es kann eine Mauer geben, selbst wegen vergangener Dinge… wegen des früheren Regens, des vergangenen Winters.

    Ich erinnere mich an ehemalige Freunde, und wir… das kam durch Gespräche mit ihnen heraus. Sie war vorher mit jemandem verheiratet, der Drogen nahm, sie sehr misshandelte und verließ. Jahre später heiratete sie einen wunderbaren Mann, der Gott liebte, aber ihre Ehe wurde total monoton.

    Sie kamen und er sagte: „Schau mal…“ Er hatte mir schon früher erzählt: „Bayless, ich versuche sie zu lieben, aber eine Kühle umgibt sie. Und ich komme nur so nah und nicht näher. Das schlug sich auf unsere sexuelle Beziehung nieder und auf alle Bereiche des Lebens.“ Wir sprachen mit ihnen und schließlich brachte sie es ans Licht und sagte: „Nun, wisst ihr, ich habe einfach kein Vertrauen. Mein früherer Mann hat mich verlassen, mich im Stich gelassen, missbraucht und mit kleinen Kindern zurückgelassen. Ich war am Ende. Es ist einfach schwer für mich… und ich weiß, dass er nicht mein früherer Mann ist. Es ist ein neuer Mann, aber es ist schwer für mich, ihn an mich heran zu lassen.“

    Er sagt also: „Komm doch heraus, lass uns reden.“ Diese Dinge können nur so geklärt werden. Und ich nehme an, dass ein paar unsichtbare Mauern in bestimmten Beziehungen vorhanden sind. Janet und ich wissen… wir sprachen heute darüber. Was sagst Du zu dieser Thematik?

    Janet Conley: Es steht fest, dass der Einzige, der hinter der Mauer hervorkommen kann, Sie selbst sind. Mein Ehepartner, Ihr Ehepartner, kann Ihnen nicht helfen… nun, Sie können helfen, können Sie aber nicht hinter dieser Mauer hervorholen. Wir müssen eine Entscheidung treffen. Mir gefällt das, es heißt in Vers 10… beachten Sie die Worte und die Formulierung. Es heißt: „Mein Geliebter erhebt seine Stimme und spricht zu mir: „Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!“

    Ich denke, die Worte ihres Mannes, ihres Ehepartners, ihres Liebhabers, waren bestätigend und ermutigend und liebevoll. Und „Mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm! Denn siehe, der Winter ist vorbei. Jetzt ist die Lage verändert, es ist eine neue Situation.“

    Und man… alle Worte sind einfach sehr ermutigend. Ich denke, das ist sehr bedeutend. Und wenn Sie sich Epheser 5 ansehen… wir sprachen vor kurzem darüber… darüber, wie wichtig Worte für eine Frau sind. Und diese Worte sind ermutigend, liebevoll und bestätigend. Ich denke, dass kann jemanden dazu ermutigen, hinter der Mauer hervor zu kommen. Wenn Sie sagen: „Komm doch, der Regen ist vorüber. Die Situation hat sich verändert. Ich bin nicht dein Papa. Ich bin nicht dein Ex.“

    Solche Dinge… ich denke auch an meinen eigenen Vater. Ich hatte einen wunderbaren Vater, der uns sehr gut versorgte. Er arbeitete sehr hart. Er war moralisch einwandfrei, er war integer und hielt sein Wort. Er war allerdings etwas kritisch und eher kühl. Als wir heirateten, hatte ich etwas Angst, bestimmte Dinge zu sagen und zu tun, da ich darauf gefasst war, Kritik und Missfallen zu ernten.

    Es ähnelt dem, was der Mann hier sagt: „Der Winter ist doch vorbei. Weißt du, es ist ein neuer Tag.

    Diese Situation ist anders. Lass uns vorangehen, komm doch!“

    Das sind liebevolle bestätigende Worte: „Komm, lass uns gehen. Das ist jetzt wirklich anders. Wir können das hinter uns lassen. Der Winter ist vorüber. Lass uns vorangehen.“

    Ich denke, Worte können eine große Rolle dabei spielen, jemandem zu helfen, hinter seiner Mauer hervorzukommen… Worte, die sich an eine Frau richten. Mir gefällt das, weil ich denke, dass er ihr Potential sah und es zutage förderte. Er sagte nur: „Liebling, dies ist ein neuer Tag. Du packst es. Komm, lass uns gehen.“ Und… komm mit mir mit…

    Bayless Conley: Das ist gut. Es bringt nicht viel, gegen die Wand zu schlagen. Normalerweise ziehen sie sich dann noch mehr zurück. Wir sollten mit bestätigenden Worten versuchen, die Person hervorzulocken. Hören Sie: Wenn Sie hinter einer Mauer sind und Ihr Partner vielleicht für die Sünden eines anderen bezahlen muss, kommen Sie hervor. Wie gesagt, beeinträchtigt es das ganze Leben.

    Wenn da eine Mauer ist… Sie können sogar Sex haben, aber wenn da eine Mauer ist, spürt der Partner das. Und so entgeht uns vieles. Der Reichtum und die Fülle, die Gott für unser Leben hat, kann sich dadurch nicht voll manifestieren. Wir wollen Sie einfach ermutigen. Liebe Männer, falls Ihre Frauen hinter der Wand sind; liebe Frauen, falls Ihre Männer hinter der Wand sind, seien Sie geduldig, beten Sie… Geben verändert Dinge… und sagen Sie die richtigen Dinge, ermutigen Sie sie. Und wenn Sie selbst hinter einer Wand sind, kommen Sie hervor. Tatsache ist, wenn Sie im Leben weiterkommen wollen, müssen Sie erneut vertrauen und werden auch erneut in irgendeiner Weise verletzt werden. Das gehört zum Leben dazu. Janet und ich tun das nicht absichtlich, und doch verletzen wir einander manchmal und enttäuschen einander manchmal. Aber das geht allen Menschen so. Niemand ist vollkommen, aber wir arbeiten daran.

    Janet Conley: Ich will noch betonen, … nun, er sagte es bereits… wir müssen wirklich geduldig sein, denn manche Dinge verändern sich nicht über Nacht. Aber liebevolle Worte… die Bibel sagt, Liebe hört niemals auf. Liebevolle Worte werden das Herz des Menschen verändern und Hoffnung hervorbringen: „Ja, ich schaffe es!“ Sie werden vorankommen. Ich ermutige Sie von ganzem Herzen:

    Geben Sie nicht auf und machen Sie Ihrem Partner deutlich, dass Sie ihn nicht aufgegeben haben.

    Wenn es darum geht, Menschen zu lieben, gefällt mir Epheser 5:1 nach der Message Bible. Es handelt von der Liebe Gottes uns gegenüber. Es ist wunderbar formuliert. Ich möchte das einfach lesen. Epheser 5:1 aus der Message Bible. Es heißt: Seine Liebe war nicht zögerlich, sondern überschwänglich. Er liebte nicht, um etwas von uns zu bekommen, sondern um sich uns völlig hinzugeben.“

    Ich denke, wenn unsere Liebe so ist, wird sie nicht versagen. Das was im Innern ist… wie gesagt, ist in jedem Menschen Gold… wird schließlich hervorkommen durch Liebe und Ermutigung.

    Bayless Conley: Das ist gut. Der nächste Vers ist wirklich wichtig, besonders in diesem Zusammenhang. Hohelied 2:15 sagt:

    Hohelied 2:15
    „Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben! Denn unsere Weinberge stehen in Blüte.“

    Hat jemand schon mal den Satz gehört: „Kleine Füchse verderben den Wein?“ Gut, er kommt offensichtlich aus der Bibel und bezieht sich auf die Ehe. In Psalm 128:3 heißt es; „Deine Frau gleicht einem fruchtbaren Weinstock im Innern deines Hauses.“

    Das ist der Kontext. Wir können die kleinen Füchse nur dann fangen, wenn wir hinter der Mauer hervorkommen und aufrichtig, offen und ehrlich miteinander sprechen. Meistens handelt es sich nicht um große Dinge… manchmal doch, aber oft sind es nicht große Differenzen, die eine Ehe zerstören.

    Es sind die kleinen Dinge, um die sich keiner kümmert… sie summieren sich und es entsteht Bitterkeit und Groll. Wissen Sie, was mit dem Wein passierte? Ein größerer Fuchs kam, der hochspringen und sich die Trauben schnappen konnte. Aber die kleinen Füchse konnte die Trauben nicht erreichen, die weiter oben hingen. Was die kleinen Füchse taten, wenn sie an den Wein herankamen, war, den Weinstock unten anzuknabbern, um den Weinstock zu Fall zu bringen. Dann holten sie sich die Trauben. Ein größerer Fuchs zerstörte den Weinstock nicht, ein kleinerer schon. Das ist in der Ehe auch so. Manchmal sind es unbewältigte Kleinigkeiten, Bereiche unseres Lebens, Unstimmigkeiten, Dinge, die wir abtun und nicht verändern. Sie können die Beziehung eines Ehepaares zerstören.

    Janet, ich weiß, dass ich Dich bat, ein paar kleine Füchse anzusprechen. Sag nichts über meine Füchse, okay? Sprich nur generell über Füchse.

    Janet Conley: So, so, ganz generell, nicht wahr? Ich erinnere mich, einmal… eigentlich ein paar Mal … damals waren die Kinder ganz klein. Wir waren mit dem Abendessen fertig, alles musste abgewaschen werden, die Kinder mussten gebadet und ins Bett gebracht werden und dergleichen.

    Ich mache die Küche klar und denke: „Mensch, warum macht er die Kinder nicht fertig zum ins Bett gehen? Er sitzt nur da und sieht fern.“ Ich weiß, das ging sicherlich nur mir allein so!?

    Bayless Conley: Das habe ich einfach nicht bedacht. Entschuldige bitte.

    Janet Conley: Moment, ich erzähl es ihnen. Mir kamen bestimmte Gedanken… das passiert… es stört einen eben: „Kann er nicht einfach… wir wollen doch halbwegs früh schlafen gehen… hätte er mir nicht helfen können?“ Man könnte Schranktüren knallen und etwas Krach machen. Vielleicht kommt ihm der Gedanke, dass man Unterstützung brauchen könnte. Eines Abends dachte ich mir: „Ich werde ihn einfach darum bitten.“ Ich bat ihn: „Weißt Du, könntest Du vielleicht Rebekah und Spencer beim Baden helfen, während ich mich um die Küche kümmere?“ Und er sagt: „Sicher, kein Problem.“ Er bedachte das einfach nicht!

    Bayless Conley: Ich dachte einfach nicht daran.

    Janet Conley: Wir als Frauen sind so angelegt, dass wir helfen. Wir fragen von uns aus: „Kann ich dir irgendwie helfen? Was kann ich tun?“ Männer sind eher zum Leiten geschaffen und nicht so sehr, um Details zu bedenken, sondern das Ganze. Nur: „Heute abend gehen wir alle schlafen.“ Für mich wäre es normal zu fragen: „Wie kann ich dir helfen?“ Bei ihnen läuft das etwas anders. Bitten Sie ihn einfach probehalber. Ich weiß nicht, wie er reagieren wird, aber…

    Bayless Conley: Ich sehe das Problem immer noch nicht. Es geht um einen Dreijährigen und einjährige Zwillinge…

    Janet Conley: Da gibt es viel zu tun, weißt Du. Ich wollte nur sagen, diese Probleme können sich auf die Kinder beziehen. Ich habe ihn einfach direkt angesprochen und gefragt – Kommunikation. Auch andere Dinge können zu kleinen Füchsen werden und wenn wir sie nicht klären, können sie größer werden. Wenn sie nicht ausgeräumt werden, gehen sie Ihnen ständig auf die Nerven. Das wird immer schlimmer. Vielleicht die Art, wie er Geld ausgibt. Vielleicht ist das etwas, was Sie wirklich stört. Oder vielleicht die Art und Weise, wie er das Toilettenpapier einhängt. Manchmal… ist das wirklich von Bedeutung? Es gibt schon eine richtige Methode, Toilettenpapier aufzuhängen, weil man dadurch Papier spart. Nun gut… vielleicht betrifft es die Kinder und die Erziehung. Vielleicht ist er strenger mit den Kindern oder auch nachgiebiger und es stört sie sehr. Ab und zu kommt es hoch, aber Sie sprechen nicht wirklich darüber. Oder Sie sprechen darüber und es endet immer im Streit und Sie können sich nicht einigen.

    Es ist sehr wichtig, sich über die kleinen Dinge, die den Weinstock verderben können, ausgiebig zu unterhalten. Das mag manchmal nicht angenehm sein, sondern eher aufreibend, wie ich bereits per Video sagte. Aber nehmen Sie sich dafür Zeit! Wenn Sie das besprechen, geht es darum, einander zu verstehen und nicht: „Du hast Recht und ich liege falsch.“ oder „Ich habe Recht und du liegst falsch!“

    Bemühen wir uns, einander zu verstehen. Versuchen Sie, die Sicht des anderen nachzuvollziehen.

    Wenn Sie sich dann darüber austauschen, können Sie eine Lösung finden, die beide Seiten berücksichtigt und zeigt, dass Sie einander aufmerksam zugehört haben. Sie warten nicht nur, dass Ihr Partner zum Schluss kommt, damit Sie Ihre Sicht bringen können. Sie haben sich eingehend mit der anderen Sicht beschäftigt und können dann eine gemeinsame Strategie verfolgen statt passiv zu bleiben und es vor sich hin gären zu lassen.

    Bayless Conley: Amen. Ich bin nachsichtiger im Hinblick auf die Kinder. Nun, sie sind jetzt alle schon erwachsen, aber ich war immer viel nachsichtiger als Janet, was die Kinder angeht. Das war einer der Bereiche, über die wir sprechen mussten. Manches waren Kleinigkeiten, aber wenn Sie nicht darüber sprechen, entsteht Groll. Es kann kleine Füchse geben, selbst im Bereich des Aussehens. Wir werden offensichtlich älter. Ich sehe nicht mehr genauso aus wie der Bayless, den sie vor fast 27 Jahren heiratete. Ich habe nicht mehr so viele Haare… wir haben uns verändert. Wir sind älter. Aber dennoch ähneln wir den Menschen, die wir vor fast 27 Jahren heirateten.

    Janet Conley: Du siehst super aus!

    Bayless Conley: Danke, Liebling! Vielleicht achten Sie weniger auf Äußerlichkeiten und es ist Ihnen nicht so wichtig, aber sprechen Sie wenigstens miteinander darüber. Wenn Sie etwas am Aussehen des Ehepartners stört und Sie es verdrängen, wird daraus eine Abneigung. Dieser kleine Fuchs kann den Weinstock Ihrer Ehe verderben. So verrückt es auch klingen mag: Mundgeruch kann eine Ehe zerstören. Sie sprechen nicht darüber und denken: „Warum tut er nichts dagegen?“ Sagen Sie es ihm! Besorgen Sie ihm ein Mundwasser. Keine Ahnung – tun Sie irgendetwas!

    Wenn Sie pausenlos reden und den anderen unterbrechen, kann daraus ein kleiner Fuchs werden.

    Zu viel fernsehen kann ein kleiner Fuchs sein. Wie gesagt, verderben die kleinen Füchse den Weinstock. Der Punkt ist: Wenn Sie diese kleinen Dinge nicht klären, kann daraus Groll werden.

    Selbst wenn Sie später, nachdem Sie es gesagt haben, denken: „Wie dumm von mir, mich darüber zu ärgern.“ Aber bis Sie darüber sprechen, können Sie dem Teufel in einem wirklich läppischen Bereich Raum geben und das kann an anderer Stelle zu völlig unverhältnismäßigen Konflikten führen. Es ist sehr wichtig zu lernen, gemeinsam über diese Dinge zu sprechen. Kleine Füchse verderben den Weinstock. Ich denke, in der Ehe und in vielen anderen Bereichen entwickeln sich die kleinen ungeklärten Dinge zu großen Problemen. Manchmal kann ein kleiner Anstoß zu einer dicken Wurzel der Bitterkeit werden, die giftige Frucht in unsere Beziehungen hineinbringt.

  • Jule sagt:

    Bayless Conley: Und in den nächsten Minuten… wir haben nicht viel Zeit… werde ich über die sexuelle Beziehung selbst gemäß dem Hohelied sprechen, wo auch Sex in der Ehe angesprochen wird. Wenn Sie das Kapitel 4 ansehen… es ist ein Prozess, denn anfangs geht es um Worte. Ich weiß, dass Janet darüber einiges sagte, aber hier steht: „Siehe, schön bist du, meine Freundin. Siehe, du bist schön!“ Das waren damals übrigens Komplimente (Hohelied 4:1).

    Hohelied 4:1b-7
    „Deine Augen leuchten wie Tauben hinter deinem Schleier hervor. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die vom Gebirge Gilead hüpfen. Deine Zähne sind wie eine Herde frisch geschorener Schafe…

    Bei der damaligen Bedeutung der Landwirtschaft war das sicher ein großes Kompliment.

    … die aus der Schwemme heraufkommen, jeder Zahn hat seinen Zwilling, keinem von ihnen fehlt er.

    Wie eine karmesinrote Schnur sind deine Lippen, und dein Mund ist lieblich. Wie eine Granatapfelscheibe schimmert deine Schläfe hinter deinem Schleier hervor. Dein Hals ist wie der Turm Davids, der rund gebaut ist. Tausend Schilde hängen daran, alles Schilde von Helden. Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitze, Zwillinge der Gazelle, die in den Lilien weiden.

    Es nimmt kein Ende.

    Wenn der Tag verhaucht und die Schatten fliehen, will ich zum Myrrhenberg hingehen und zum Weihrauchhügel. Alles an dir ist schön, meine Freundin, und kein Makel ist an dir.“

    Im Epheserbrief heißt es: „Ihr Männer, liebt eure Frauen wie Christus die Gemeinde liebte und sich für sie hingab.“ Und etwas, was Jesus für die Gemeinde tut: Er wäscht sie mit dem Wasser des Wortes, damit sie makellos und ohne Runzeln ist. Hier sehen wir das auch. Er sagt ihr diese Worte und sie sind quasi der Auftakt zu dem körperlichen Aspekt ihrer ehelichen Beziehung, dem Sex. Es beginnt mit diesen liebevollen Worten. Er liebkost sie mit seinen Worten. Er sagt ihr Worte der Liebe.

    Ich denke, wenige Männern erkennen, wie sehr das zu der körperlichen Liebe beiträgt. Die Männer werden erregt, wenn sie ihre Frau in der Dusche sehen. Mehr braucht es nicht. Aber Frauen sind anders. Worte spielen eine große Rolle. Siehst Du das auch so, mein Schatz?

    Janet Conley: Absolut. Für uns ist die Beziehung weitaus wichtiger. Den Männern geht es mehr um den körperlichen Aspekt, uns aber um die Beziehung, weil… weißt Du, an was ich gerade denke? Ich möchte sichergehen, dass Harmonie zwischen uns herrscht und alles in Ordnung ist und er mich nicht nur wegen meines Körpers begehrt, sondern um meiner selbst willen. Das braucht dann halt etwas mehr Zeit…

    Bayless Conley: Jawohl, das stimmt! Alle drei Anteile unseres Wesens sind involviert. Sex ist nicht nur körperlich, so ist er nicht von Gott angelegt und geplant. Der körperliche Aspekt ist gewaltig, aber wenn Sie den seelischen und geistlichen Aspekt wegnehmen und die Frau nicht spürt, dass sie geliebt, geschätzt und geachtet wird, fühlt sie sich nur benutzt. Worte sind so wichtig. Wissen Sie, ein Mann braucht ungefähr so lange, um erregt und bereit zu sein. Einer Frau müssen Sie schon früh gute Dinge sagen, normalerweise zum Frühstück.

    Janet Conley: Sehr Gut!

    Bayless Conley: Zum Beispiel: Ich bin so froh, dass ich Dich geheiratet habe; Du bist hübsch; ich liebe Dich.“ Gut, sie wird schon wissen, worauf Sie aus sind, wenn Sie das beim Frühstück sagen, aber entwickeln Sie das. Worte sind kraftvoll.

    Dann geht es im vierten Kapitel weiter. Es folgt noch viel mehr Romantik. Sie hat Parfüm angelegt, es werden viele Küsse ausgetauscht, es wird gekuschelt und geschmust. Ich wünschte, wir hätten Zeit, ins Detail zu gehen. Die bildliche Sprache ist wunderbar. Das Vorspiel nimmt viel Raum ein. Etwas Wichtiges steht in Vers 6 (Hohelied 4:6). Dort steht:

    Hohelied 4:6
    „Bis der Tag kühl wird und die Schatten fliehen, will ich auf den Myrrhenberg gehen und auf den Weihrauchhügel!“

    Bis zum Morgen. Mit anderen Worten, der Mann hat es nicht eilig. Er überstürzt nichts. Und, Männer, wenn ich Sie ermutigen darf, nehmen Sie sich mit Ihren Frauen Zeit, besonders wenn es um Liebe und Sex geht, seien Sie romantisch und liebevoll. Sprechen Sie mit ihr, streicheln Sie sie. Nehmen Sie sich Zeit zu kommunizieren. Das ist so wichtig. Der ganze Kontext… man spürt das ganz deutlich beim Lesen… legt nahe, sich viel Zeit zu nehmen, obwohl man vielleicht nicht immer Zeit hat.

    Kommunizieren und sich beeilen ist okay, aber es ist besser, sich Zeit zu nehmen.

    Und noch schnell ein paar Bemerkungen. In Vers 12 spricht der Mann über seine Frau und die sexuelle Beziehung. Er sagt:

    Hohelied 4:12
    „Du bist wie ein verschlossener Garten, meine Schwester, meine Braut, wie eine verschlossene Quelle, ein versiegelter Brunnen.“

    Sie ist ein verschlossener oder versiegelter Garten oder eine Quelle. Wörtlich heißt es „verschlossen, verriegelt.“ Ihm wird nichts vorenthalten, sondern er darf etwas genießen, woran sich niemand sonst erfreuen kann… Zuneigung, Romantik und eine intime körperliche Beziehung. Niemand außer dem Mann darf das genießen. Für alle anderen ist es ein verschlossenes Tor.

    Vor dem Hintergrund der Beschreibung der Liebesbeziehung mit bildlicher Sprache möchte ich Ihnen die nächsten Verse zeigen. Hohelied 4:13.

    Hohelied 4:13-15
    „Deine Schösslinge sind ein Lustgarten von Granatbäumen mit herrlicher Frucht, Cyberblumen mit Narden; Narden und Safran, Kalmus und Zimt, samt allerlei Weihrauchgehölz, Myrrhe und Aloe und den edelsten Gewürzen; eine Gartenquelle, ein Brunnen lebendigen Wassers, und Bäche, die vom Libanon fließen!“

    Es geht darum… und er spricht hier über Sex und Romantik. Es sollte aufbauend, erfrischend, anziehend, erfüllend und betörend sein. Es sollte niemals eine Last oder Pflicht sein. Meine Damen, hören Sie: Ihr Mann, Ihr Ehemann, möchte nicht das Gefühl haben, dass Sie nur Ihre Pflicht tun und ihn zufrieden stellen. Hören Sie, es nimmt dem Mann nicht alle Freunde, aber fast alle Freude, wenn Sie dabei nicht aktiv sind. Wenn es so ist: Okay, sie tut ihre Pflicht. „Ich hasse es, muss es aber tun.

    Es ist meine eheliche Pflicht.“ Das wollen wir nicht. Ganz bestimmt nicht! Das will natürlich auch keine Frau. Es sollte… und es ist die Rede von Wohlgeruch und von Strömen… erfrischend, anziehend sein, man sollte sich darauf freuen. Also, Ehemänner und Ehefrauen: Beide Seiten müssen aktiv sein dabei. Und in Kapitel 5…

    Janet Conley: Bevor Du das sagst …

    Bayless Conley: Ja, ich höre!

    Janet Conley: Ich wollte nur sagen, wie Du bereits sagtest, dass wir Frauen uns wirklich dabei investieren, aktiv sind und unser Bestes geben. Ich möchte noch etwas Bestimmtes sagen. Manchmal haben sie so viel Energie und sind stark, während wir schnell müde werden. Aber ich möchte Sie ermutigen: Wenn das der Fall ist, halten Sie sich fit. Investieren Sie Zeit für Ihre Fitness, es lohnt sich. Sie werden viel mehr Spaß dabei haben und nicht so schnell fertig sein. Das ist wahr!

    Bayless Conley: Gut. Es ist eine lohnende Investition. Es lohnt sich wirklich. Gehen Sie zu einem Trainer oder treiben Sie Sport.

    Janet Conley: Das wollte ich nur kurz einwerfen.

    Bayless Conley: Gut, hast Du gemacht. Das hatte ich nicht erwartet. Er verwendet weiterhin diese Analogie. Hohelied 5:1.

    Hohelied 5:1
    „Ich komme in meinen Garten, meine Schwester, meine Braut; ich pflücke meine Myrrhe samt meinem Balsam; ich esse meine Wabe samt meinem Honig, ich trinke meinen Wein samt meiner Milch. Seinen Freunden sagt er: Esst, meine Freunde, trinkt und berauscht euch an der Liebe!“

    Er kam in seinen Garten und genoss es. Jetzt ermutigt er seine Freunde, das Gleiche in ihren Gärten zu tun… nicht in seinem, sondern in ihren eigenen Gärten. Beachten Sie, was er hier sagt. Er sagt: „Ich kam in meinen Garten.“ Janet, erinnert uns das an irgendetwas aus dem Neuen Testament?

    Janet Conley: Ja, im 1. Korinther, Kapitel 7… ich schlage das kurz auf… es heißt,

    1.Korinther 7:3-5 sagt:
    „Der Mann gebe der Frau die Zuneigung, die er ihr schuldig ist, ebenso aber auch die Frau dem Mann.“ – Danach heißt es:

    „Die Frau verfügt nicht selbst über ihren Leib, sondern der Mann; gleicherweise verfügt aber auch der Mann nicht selbst über seinen Leib, sondern die Frau.“

    Als wir heirateten, wurden wir eins und gehören zusammen und können nicht einfach sagen: Nein, jetzt nicht… vielleicht ab und an, wenn wir zu müde sind, aber das ist wie…

    Bayless Conley: Mach weiter, ich höre zu.

    Janet Conley: Du gehörst mir und ich dir. Also haben wir einander etwas zu sagen. Und in Vers 5 heißt es: „Entzieht euch einander nicht, außer nach Übereinkunft eine Zeitlang, damit ihr euch dem Fasten und dem Gebet widmen könnt; und kommt dann wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versucht um eurer Unenthaltsamkeit willen.“

    Mit anderen Worten: Es geht darum, sich einander nicht zu entziehen. Seien Sie sensibel für die Bedürfnisse des Partners. Es sollte, wie wir gesehen haben, erfrischend sein und uns entspannen.

    Und es ist gut, wisse Sie. Manchmal kann man unter Druck sein und er muss vielleicht besonders hart arbeiten oder Ähnliches. Und es ist einfach so gut, füreinander da zu sein, denn es nimmt den Druck weg und Gott möchte, dass es für beide ein Gewinn und ein Genuss ist.

    Bayless Conley: Wissen Sie, Gott schuf den Sex. Er ist absolut super im Rahmen der Ehe. Ich bin ehrlich der Meinung, Sex mit der eigenen Frau zu haben ist vor Gott so heilig wie predigen oder beten. Scham hat da nichts zu suchen. Es ist etwas Gutes. Wir sollten fähig sein, darüber offen und ehrlich zu sprechen. Vielleicht hieß es bei Ihnen früher: „Pst, nein, nein!“ Sie haben darüber zuhause nie gesprochen, heirateten und fühlen sich jetzt nicht wohl dabei, das Thema anzusprechen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen. Ich denke, es sollte uns darum gehen, im Hinblick auf die körperliche Beziehung die Bedürfnisse des anderen zu befriedigen. Streben Sie danach, die Bedürfnisse des Partners zu befriedigen. Was ein Mann sät, was eine Frau sät, werden sie ernten. Es kommt zu Ihnen zurück, ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß. Wenn Sie danach streben, bekommen Sie ein Vielfaches zurück. Vielleicht hat die Frau mehr Interesse an Sex als der Mann oder der Mann mehr als die Frau. Versuchen Sie, die Bedürfnisse des Partners zu befriedigen.

    Ich hielt eine Konferenz für Leiter ab im vergangenen Jahr in Europa. Viele Leiter waren dort und wir hatten eine Zeit von Fragen und Antworten. Einer der Leiter stellte die interessante Frage, ob es okay sei, mit seinem Ehepartner intim zu sein, Sex zu haben und danach zu predigen. So eine Frage hatte ich noch nie gehört und jemand anders gab eine ausführliche Antwort. Ich sagte nur: Ich denke, das ist super, deswegen haben wir am Wochenende sieben Gottesdienste. Das war natürlich ein Witz, aber der Punkt ist: Bemühen Sie sich, die Bedürfnisse Ihres Partners zu erfüllen.

    Ich will jetzt versuchen, zum Schluss zu kommen. Im Hohelied 4:16, inmitten der Verse über Romantik, Umarmungen, Küsse, Sex und verbale Liebkosungen, die die Ehe beschreiben, steht:

    Hohelied 4:16
    Sulamith sagt: „Wach auf, Nordwind, und komm, Südwind! Lass duften meinen Garten, lass strömen seine Balsamöle! Mein Geliebter komme in seinen Garten und esse seine köstlichen Früchte!“

    Sulamith spricht hier und es ist ein großartiges Gleichnis. Der Wind, von dem sie spricht, ist die Gegenwart und der Einfluss des Heiligen Geistes.

    Gottes Geist kann Sie für Ihren Ehepartner attraktiv und begehrenswert machen. Ich weiß, hier sitzen einige, deren Ehe in Not ist. Die körperliche Beziehung ist nicht so, wie Sie sie gerne hätten. Gott kann Ihnen helfen. Sein Wind kann wehen. Der Punkt ist: wir brauchen Gottes Wirken in unserer Ehe genauso wie in allen anderen Bereichen, um sie stärker, erfüllender und aufregender zu machen als sie jetzt ist. Unsere Ehe kann wachsen und auch geheilt werden, wenn sie nicht in Ordnung oder schwer angeschlagen ist. Wir wollen uns jetzt Zeit nehmen und für Ehen beten.

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