Die 10 aussätzigen Männer

Teil 7 der Reihe „Heilungen im Lukasevangelium“


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Comments

  • Jule sagt:

    Heilungen im Lukasevangelium
    – 7. Woche 07.12.2008

    Die folgenden 30 Minuten könnten Ihr Leben verändern. Gottes Wort ist lebendig und wirksam, Freund, es kann für diejenigen, die es annehmen, Unglaubliches bewirken. Seien Sie bereit, das Wort Gottes zu empfangen.

    Die nächste Geschichte im Lukasevangelium illustriert sehr deutlich, was es bedeutet, an Jesu Worte zu glauben. Sie beschreibt auch eine Gruppe von Menschen, die daran arbeiten mussten, um in die Ruhe des Glaubens zu kommen. Lukas, Kapitel 17, Vers 11.

    Lukas 17:11-19
    „Und es geschah, als er nach Jerusalem reiste, dass er mitten durch Samaria und Galiläa ging. Und als er in ein Dorf einzog, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von fern standen. Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich unser! Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt. Einer aber von ihnen kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme; und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die Zehn gereinigt worden? Wo sind die Neun? Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehren, um Gott Ehre zu geben außer diesem Fremdling? Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“

    Am Anfang der Geschichte heißt es, dass Er auf dem Weg nach Jerusalem mitten durch Samaria und Galiläa ging. Wir lasen bereits vorher bei Lukas, dass Jesus Seinen Dienst auf der Erde schon fast abgeschlossen hat und es heißt, dass Er sich fest vornahm, nach Jerusalem zu gehen. In Lukas 9 kam Er in eine Stadt der Samariter. Die Jünger hatten vorher alles für Ihn vorbereitet und die Bibel sagt, dass sie Ihn nicht annahmen, weil Er vorhatte, nach Jerusalem zu gehen. Jesus geht hier dennoch durch das Gebiet von Samarien und auch Galiläa hindurch. Obwohl andere Ihn abwiesen, hatten die Aussätzigen, die in dieser Region waren, eine andere Einstellung.

    Sie müssen aufpassen, unter welchen Einfluss Sie kommen. Es könnte Sie Ihre Beziehung zu Gott kosten.

    Diese Zehn wagten, gegen den Strom zu schwimmen und weigerten sich, die vorherrschende Haltung einiger ihrer Mitbürger zu übernehmen. Jene wollten mit Jesus nicht zu tun haben, weil Er auf dem Weg nach Jerusalem war. „Wir werden Ihn nicht einmal in unsere Städte einladen.“ Aber diese Männer hatten eine ganz andere Einstellung.

    Wie gesagt, müssen Sie sehr wachsam sein, unter welchen Einfluss Sie kommen. Gruppendynamik ist etwas sehr Interessantes. Mehr als eine Person sagt etwas und plötzlich gilt es als die Wahrheit.

    Es ist gut, dass diese zehn Männer sich nicht der vorherrschenden Meinung der anderen in Samarien anschlossen. Obendrein waren sie Aussätzige. Daher mussten sie Abstand halten und etwas rufen. Das gehörte zum mosaischen Gesetz. Sie konnten keine sozialen Kontakte pflegen. Sie mussten fernab stehen und laut rufen: „Unrein! Unrein!“ In Vers 12 steht, dass sie Ihm begegneten. Sie müssen nach Ihm gesucht haben. Sicher hätten manche Leute gesagt: „Nun gut, du hast dir vorgenommen, Ihn zu finden. Aber sieh mal, du hast keine Chance, zu Ihm zu gelangen! Dort sind zu viele Menschen.

    Ihr seid Aussätzige. Wie wollt ihr Ihn überhaupt finden? Vergesst es einfach!“ Aber sie gingen dennoch. Sie zeigten dennoch vollen Einsatz.

    Ich möchte Ihnen sagen: Wenn Sie heute abend hier sind, um Jesu Nähe zu suchen, glaube ich, dass Ihre Mühe belohnt werden wird. Ich glaube, Sie werden Ihn finden. Wer zu Jesus kommen will, muss meistens Hindernisse überwinden. Diese Männer hatten die Mehrheit gegen sich, die damals eine ganz andere Einstellung zu einem Treffen mit Jesus und zu Gemeinschaft mit Ihm hatten. Sie waren durch den Aussatz stigmatisiert und getrennt vom Rest der Gesellschaft. Sicher haben Leute ihnen gesagt: „Das ist ja wie eine Nadel im Heuhaufen. Meine Güte! Versucht es erst gar nicht.“

    Ich denke über diese zehn Männer nach. Ein paar Dinge sind interessant. Offenbar ist der eine nach Jesu Worten ein Samariter. Vielleicht waren all die anderen Juden, vielleicht nur einige, oder sie waren bunt gemischt. Die Frau am Brunnen in Samarien sagte die Wahrheit: „Die Juden verkehren nicht mit den Samaritern.“ Das stimmte. Die Juden sahen die Samariter als Mischvolk an. Sie hatten einerseits jüdisches Blut, hatten sich aber mit den Kanaanitern und den Bewohnern des Landes vermischt. Die Juden wollten nichts mit ihnen zu tun haben. Sie nannten sie Hunde. Die Samariter hatten nichts mit den Juden zu tun und die Juden nichts mit den Samaritern. Und doch sind da diese zehn Männer. Aufgrund ihres Leidens haben sie ihre Differenzen abgelegt. Es ist erstaunlich.

    Wenn wir schwere Zeiten erleben, können wir manchmal Dinge ablegen, die uns von Menschen getrennt haben. Wir müssen uns nur davor hüten, nachdem Gott uns geheilt und wiederhergestellt hat, nicht wieder dem alten Groll Raum zu geben.

    Sicher unterhielten sich die Männer. Sie hatten von Jesus gehört. Sie wussten, dass Er Menschen heilt – auch Aussätzige. Wir haben ja die Geschichte in Lukas 5 gelesen. Der Arzt Lukas sagt, dass dieser Mann voller Aussatz ist… nicht ein wenig davon hat. Er leidet an Aussatz im fortgeschrittenen Stadium. Er kommt zu Jesus, fällt auf sein Angesicht und sagt: „Herr, ich weiß, dass Du es kannst!

    Würdest Du mich bitte heilen?“ Jesus sagt: „Ich will es. Natürlich will ich es!“ Und Er streckt sich aus, legt ihm Hände auf, heilt den Mann und schickt ihn dann zum Priester, ihm zum Zeugnis. Ich bin sicher, dass diese Männer davon hörten. Sicher sagten sie: „Wenn wir nur Jesus dazu bringen können, uns zu berühren, wie Er den anderen berührte! Dann könnten wir geheilt werden! Ich denke nicht, dass Er etwas von Seiner Kraft verlor.“ Dann finden sie Jesus und fangen an, zu Ihm zu rufen.

    Sie rufen um Erbarmen. Sie erheben ihre Stimme: „Jesus, hab Erbarmen mit uns!“ Erbarmen impliziert Heilung. Barmherzigkeit beinhaltet Heilung. Es ist eine Manifestation der Gnade Gottes. Als sie nach Heilung riefen, sah Jesus sie und sagte: „Geht, zeigt euch dem Priester.“ Das erfordert Glauben, denn nach dem mosaischen Gesetz sollten sich nur jene, die bereits gereinigt waren, dem Priester zeigen.

    Ihr Körper ist noch voller Aussatz. Jesus berührt sie nicht. Er sagt nur: „Zeigt euch dem Priester so, wie ihr seid.“

    Jesus sagte ihnen im Grunde: „Ihr seid jetzt geheilt und müsst es aufgrund meines Wortes glauben.“

    Vielleicht argumentierten sie: „Moment, Jesus! Wir haben von dem anderen gehört, den du geheilt hast – du musst uns berühren! Du hast ihn berührt. Du musst uns berühren. Bitte Jesus, berühre uns!

    Wir kennen die Geschichte. Du hast ihn geheilt und ihn dann zu den Priestern geschickt. Du machst das völlig falsch, Jesus. Die Reihenfolge ist falsch. Du musst uns berühren. Wir müssen geheilt werden, dann gehen wir zum Priester. Und dann untersucht uns der Priester, vollendet die Zeremonie und danach werden wir schließlich wieder in die Gesellschaft aufgenommen. Komm schon, Jesus!

    Wir wissen, wie es geht. Jesus, der andere Mann hatte einen Beweis, dass er geheilt war, bevor er zum Priester ging.“ Jesus sagt im Grunde: „Ihr habt alle Beweise, die ihr braucht.“ „Und welche, Jesus?“ „Mein Wort. Zeigt euch dem Priester.“ , und nicht: „heile uns erst, Herr, lass mich etwas sehen; lass mich etwas fühlen.“ Jesus sagte: „Nein, geht, wie ihr seid.“ Es heißt: „Während sie gingen…“ Überprüfen Sie es. Vers 14.

    Lukas 17:14b
    „Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.“

    Auf dem Weg! Nicht als sie da standen, nicht als Jesus die Worte sagte, nicht als sie losgingen, sondern während sie gingen. Einer von ihnen merkte plötzlich: „Hey, mein Aussatz ist weg!“ Er musste umkehren und zurückkommen. Jeder von ihnen musste glauben: „Während sie gingen“.

    Vielen gefällt diese Geschichte nicht. Sie sagen: „Gott, mir gefällt die Geschichte von dem Mann in Kapitel 5 besser.“ Heile mich jetzt, sofortige Manifestation. Man fühlt sich besser: „Wie wunderbar! Ich kann sehen, ich spüre es. Jetzt gehe ich.“ Manchmal sagt Jesus: „Nein, der einzige Beweis, den ich dir gebe, ist mein Wort. Du musst im Glauben losgehen.“

    Während sie gingen, wurden sie gereinigt. Als dieser Mann sah, dass er gereinigt war, kam er zurück, verherrlichte Gott lauthals, fiel auf sein Angesicht und dankte Jesus. Freund, das ist die richtige Reaktion. Gott verdient viel Lob und Dank, weil Er in unserem Leben dermaßen gnädig ist. Wenn Sie von Gott geheilt wurden, Freund, schulden Sie Ihm viel. Sie müssen Ihn preisen und Ihm danken. Und Jesus sagte: „Wurden nicht zehn gereinigt? Ich weiß, dass alle zehn auf dem Weg gereinigt wurden.

    Wo sind die Neun?“ Ich frage mich, ob das Verhältnis heute immer noch gleich ist im Hinblick auf jene, die zurückkommen, um Heilung zu bezeugen und Gott für erhaltene Segnungen zu danken.

    Gehörten Sie zu den 10 oder zu den 90 Prozent? In welche Kategorie gehören Sie, wenn Sie sich die Segnungen und die guten Dinge ansehen, die Gott in Ihrem Leben tat? Fragt Jesus: „Wo bist du?“ Ich denke, wir enthalten Ihm manchmal etwas vor, was Er erwartet.

    Erinnern Sie sich: Jesus ging in das Haus des Pharisäers und eine Frau kam. Sie weinte und wusch Seine Füße mit ihren Tränen und trocknete sie mit ihren Haaren. Und Er sagt: „Simon, ich muss dir etwas sagen. Als ich in dein Haus kam, küsstest du mich nicht. Du gabst mir kein Wasser zum Füße waschen. Du hast mir keine Höflichkeiten erwiesen.“ Jesus vermisste das: „Diese Dinge hättest du tun sollen.“ Ich denke, wir sollten Ihm manche Dinge erweisen. Wir rauben dem Himmel etwas, was sich gebührt und was Ihm gebührt, wenn wir nicht Dank sagen und Ihn in angemessener Weise preisen und segnen.

    Jetzt zu Vers 19: Jesus sagte dem Mann, der zurückkam: „Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich geheilt.“

    Was sagte Jesus, hat diesen Mann geheilt? „Dein Glaube hat dich geheilt.“ Wer denkt, dass sich Jesus damit am besten auskennt?

    Wenn Ihr Glaube ihn gesund machen kann, kann unser Glaube uns gesund machen. Sein Glaube handelte. Glauben ist ein Verb. Glaube ist nicht passiv. Es mag bedeuten: „Rufe die Ältesten der Gemeinde, sie mögen über dir beten und dich mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken heilen,“ oder es mag bedeuten, dass dir jemand Hände auflegt oder etwas anderes tut. Wir müssen handeln. In beiden Fällen… in Lukas 5 und hier, kamen die Aussätzigen zu Jesus. Sie suchten aktiv nach Ihm.

    Wir müssen Ihn aktiv suchen, wenn es um Heilung geht. Wir können nicht passiv dasitzen. Ihr Glaube war in keiner Weise passiv. Sie suchten Ihn sehr eifrig. Obwohl sie nicht alle Antworten hatten, wussten Sie, wenn sie nur zu Jesus kämen, wäre ihr Problem gelöst.

    Ich denke, beide Geschichten zeigen, dass wir Gott nicht auf eine Art zu handeln festlegen können.

    Er handelt nicht immer auf die gleiche Weise. Heilung kann spontan geschehen oder Er erwartet von uns, Sein Wort als endgültige Wahrheit anzusehen und im Glauben weiterzugehen. Die Methode bestimmt Er. Das Glauben ist unser Part.

    Gut, bitte schauen Sie sich mit mir Lukas 18 an. Wir werden uns noch schnell ein paar Dinge ansehen. Vers 35, eine weitere großartige Geschichte.

    Lukas 18:35-43
    „Es geschah aber, als er sich Jericho näherte, saß ein Blinder bettelnd am Weg. Und als er eine Volksmenge vorbeiziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei. Sie verkündeten ihm aber, dass Jesus, der Nazoräer, vorübergehe. Und er rief und sprach: Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!

    Und die Vorangehenden bedrohten ihn, dass er schweigen sollte; er aber schrie umso mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jesus aber blieb stehen und befahl, dass er zu ihm gebracht werde. Als er sich aber näherte, fragte er ihn: Was willst du, dass ich dir tun soll? Er aber sprach: Herr, dass ich sehend werde! Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dich geheilt. Und sofort wurde er sehend, folgte ihm nach und verherrlichte Gott. Und das ganze Volk, das es sah, gab Gott Lob.“

    Wieder einmal sagte Jesus: „Dein Glaube hat dich geheilt.“ Glaube woran? Nun, Glaube an Gottes Erbarmen. Er rief um Erbarmen. Ich denke, auch Glaube an Gottes Verheißungen.

    Folgen Sie bitte kurz meinen Gedanken. Der Glaube dieses Mannes kam nicht plötzlich. Er wuchs eine Zeit lang. Er bekommt den Tumult mit und fragt ein paar Passanten: „Was ist los?“ „Jesus von Nazareth kommt vorbei!“ Es war nicht irgendein Jesus. Damals war der Name Jesus sehr verbreitet.

    Viele Menschen hießen Jesus. Aber Jesus von Nazareth? Jemand, der Wunder tut? Der ist besonders. Er hatte offenbar gehört, dass Jesus Massen geheilt hat. Viele davon waren blind, manche sogar von Geburt an. Er hatte sich darüber viele Gedanken gemacht, als er allein in der Finsternis saß. Als er vor den Toren Jerichos bettelte, dachte er über die Geschichten von Jesus von Nazareth nach. Wie lange? Wochen? Monate? Vielleicht sogar Jahre? Jesus hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits fast drei Jahre lang gedient und er hatte die Geschichten gehört. Er hatte die Gerüchte über diesen Jesus von Nazareth gehört. Sicher hat er Teile von Jesu Predigten gehört. Diese Dinge können nicht verborgen bleiben. Menschen haben Seine Botschaften wiederholt und weitererzählt, was Er in den Synagogen sagte. Sie sprachen über die Dinge, die Er tat. Er hatte es mitbekommen.

    Er hatte Fragen gestellt.

    Er saß in der Finsternis und dachte immer wieder darüber nach. Ich denke, er dachte oft laut und fragte sich immer wieder: „Wer ist dieser Jesus?“ Schließlich kam er zu dem Schluss, dass Jesus der Messias ist. Jesus von Nazareth ist der Messias. Als er zu Ihm schrie, bezeichnete er Ihn als Messias:

    „Jesus, Sohn Davids!“

    Freund, so wird der Messias angesprochen. Das ist ihm nicht eben mal eingefallen. Er kam zu diesem Ergebnis, nachdem er viel nachdachte, darüber brütete, Dinge abwägte und immer wieder die Geschichten durchging, die er gehört hatte. Wie jeder Jude kannte auch er alle Verheißungen über den kommenden Messias. Dieser Mann war sehr gut mit der Schrift vertraut. Er kannte die Worte über den kommenden Messias aus Jesaja 35, wo es heißt: „Sagt zu denen, die ein ängstliches Herz haben: Seid stark, fürchtet euch nicht! Siehe, da ist euer Gott, Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten. Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet.“

    Er kannte auch die Verheißung aus Jesaja 42: „Ich mache dich zum Bund des Volkes“, das handelt von dem Messias, „zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen und aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen.“

    Wahrscheinlich hatte er auch Jesu eigene Worte gehört. Lassen Sie uns doch bitte nochmals Lukas, Kapitel 4, ansehen. Jesus predigt hier in der Synagoge über ein Thema, von dem ich aufgrund der Formulierung annehme, dass Er das überall verkündigte. Das ist keine Predigt, die Er nur in dieser Synagoge brachte. Schauen Sie, was dort steht. Lukas 4:16.

    Lukas 4:16
    „Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und er ging nach seiner Gewohnheit…“.

    Sagen Sie alle: „Nach seiner Gewohnheit.“ Gut, was Er gleich tun wird, ist Seine Gewohnheit. So wirkt Er normalerweise. Das tut Er, wohin Er auch geht.

    Lukas 4:16-17
    „… und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.

    Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle…“

    Sagen Sie alle: „Er fand die Stelle.“ Er suchte eine bestimmte Stelle. Sie handelt von dem kommenden Messias. Und Er liest:

    Lukas 4:18-21
    „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn. Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt.“

    Es ist erfüllt. Der Messias ist hier. Die Gefangenen können hinaus in die Freiheit. Die Unterdrückten können befreit werden. Die Blinden können wieder sehend werden. Es ist heute erfüllt.

    Ich denke, dieser Mann, der vor Jericho im Dunkeln saß, muss gedacht haben: „Mann, wenn Er jemals vorbeikommt, wird mich nichts davon abhalten, zu Ihm zu kommen. Egal, was andere mir sagen. Er ist der Messias, ich weiß es in meinem Herzen. Wenn ich Ihn nur dazu bringen kann, anzuhalten, weiß ich, dass Er meine Augen öffnen kann. Diese Verheißungen beziehen sich auf den Messias. Ich bin mir absolut sicher! Wenn ich nur Seine Aufmerksamkeit erlangen kann.“ Und er rief: „Jesus, Sohn Davids!“ Und sie sagten: „Sei still!“

    In der deutschen Bibel heißt es, sie bedrohten ihn, dass er schweigen solle. Wenn sie jemanden bedrohen, sagen sie: „Es wird etwas Schlimmes passieren, wenn du nicht den Mund hältst.“ Er denkt: „Ich weiß, dass etwas passieren wird, wenn ich nicht den Mund halte, also werde ich nicht schweigen. Und zwar nichts Schlechtes!“ Er aber schrie umso mehr: „Sohn Davids, Messias, der den Blinden die Augen öffnet, erbarme dich meiner!“ Jesus stoppte. Er hörte den Klang des Glaubens in der Stimme dieses Mannes. Er rief ihn zu sich. Meine Güte! Der Mann kommt zu Jesus, dieser Blinde, der wusste, zu wem er rief… er flehte Ihn an. Stellen Sie sich das vor. Er schreit und schreit und Jesus sagt: „Ruft ihn.“ Der Blinde kommt, findet zu Ihm. Andere helfen ihm. Jesus fragt: „Gut, was willst du, das ich dir tun soll?“ „Ja, ist es denn nicht offensichtlich, Jesus? Er ist blind. Hör mal, jeder weiß, was Du tun musst. Jeder weiß, was er will. Warum stellst Du so eine lächerliche Frage?“ Weil, Freund, ein wichtiger Aspekt von Glauben ist, dass er konkret ist. Gott möchte, dass wir konkret sind.

    Haben Sie keine Angst, Ihre Nöte und Gebete detailliert vor Gott zu bringen. Dieser Mann rief um Erbarmen, aber das ist ziemlich allgemein. Die Schrift zählt Führung zum Erbarmen Gottes, Frieden gehört dazu, materielle Versorgung, Heilung, Gunst, Stärke, Vergebung. Das alles und noch viel mehr sind Manifestationen des Erbarmens Gottes. Welches Erbarmen brauchst du? Glaube ist konkret.

    Wenn ein Mechaniker an einem Auto arbeitet und einen Lehrling hat, sagt er nicht: „Hey, gib mir ein Werkzeug.“ Er sagt: „Gib mir die 3/4-Zoll-Knarre,“ oder „hol dies oder jenes.“ Er ist sehr spezifisch.

    Sie gehen nicht zum Arzt und sagen: „Herr Doktor, ich muss operiert werden.“ „Inwiefern?“ „Ich muss einfach operiert werden.“ „Wo tut es weh?“ „Überall! Es tut weh, wenn ich hier anfasse, wenn ich dort anfasse und auch hier.“ Der Arzt untersucht Sie: „Ihr Finger ist gebrochen, deswegen tut es überall weh.“

    Sie müssen konkret sein. Und, Freund, wir sollten keine Angst haben, vor Gott konkret zu sein. Wenn Sie Gott bitten, Sie zu segnen, welchen Segen wollen Sie haben? Jesus bittet den Mann, spezifisch zu sein. Die bloße Tatsache, dass er schrie…

    Das finde ich sehr wichtig. Ich denke, manchmal hindert uns unser Stolz. Unser übler Stolz! Manchmal bin ich so stolz, dass ich mich schäme! Ich sehe, wie dieser hässliche Stolz in meinem Herzen hochkommt und denke: „Bayless, lass es!“ Es hält uns von so vielem ab, was Gott für uns hat. Wir machen unseren Frieden vom Denken anderer abhängig. „Was werden sie über mich denken?“

    Ich erinnere mich, ich predigte, nicht über das hier, sondern über Markus 10. Es handelt auch von einem Blinden. Die Geschichte ist sehr ähnlich, aber in der Geschichte in Markus 10 kommt Jesus aus Jericho und geht nicht nach Jericho, wie wir hier lasen. Obwohl die Geschichte ähnlich ist, nehme ich an, dass es ein ganz anderer Blinder ist. Ich predigte eines Abends darüber. Ein Geschäftsmann war in der Gemeinde. Ich kannte ihn. Er ist ein Freund von mir und ich wusste, dass er schon lange schwere Rückenprobleme hatte. Er trug früher sogar einen besonderen Stützgurt unter seinem Hemd.

    Mehr als einmal habe ich miterlebt, dass er aufgrund plötzlicher Rückenschmerzen auf die Knie ging.

    Schreckliche Schmerzen! Ich predigte diese Botschaft und hielt inne. Er ging in der Gemeinde nach vorne und fiel vor aller Augen auf die Knie. Diesmal aber nicht wegen der Rückenschmerzen. Er fing an, so laut er konnte, zu Gott um Erbarmen und die Heilung seines Rückens zu schreien. Das geschah ganz spontan. Es erfasste die ganze Gemeinde, nachdem dieser Mann das tat. Er stand auf und war geheilt. Ich spielte mit ihm sogar hinterher Golf und alles war in Ordnung. Sein Rücken war okay. Er brauchte diesen schrägen Gürtel nicht mehr tragen, aber er musste etwas Stolz loswerden, um das zu tun.

    Ich möchte mit Folgendem schließen. Lukas, Kapitel 22. Jesus ist am Ölberg. Er betet, vielmehr ringt Er im Gebet. Es ist der Abend Seiner Festnahme. Als Judas die Soldaten bringt, um Jesus festzunehmen, heißt es in Vers 50:

    Lukas 22:50-51
    „Und einer von ihnen schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab.
    Da sprach Jesus: Lasst ab! Nicht weiter! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn.“

    Es erstaunt mich, selbst als Er verraten und festgenommen wird, heilt Jesus noch. Hat Er sich verändert? Ist Er nicht immer noch derselbe gnädige kraftvolle Retter? Haben Sie eine Not? Kann Er dieser Not begegnen? Können Sie Ihm heute abend vertrauen? Wie steht es um Ihr Herz? Steigt es die Leiter des Glaubens hoch? Hat Ihr Herz Feuer gefangen? Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Er verändert sich nicht. Jesus ist derselbe.

    Ist Jesus nicht erstaunlich? Ist Er nicht wunderbar? Bedenken Sie – in dieser Stunde wird Er verraten.

    Er weiß, dass Er gekreuzigt werden wird und was tut Er? Er heilt! Und wen heilt Er? Jemanden, der kam, um Ihn fertig zu machen. Jemand, der kam, um Ihn festzunehmen. Oh, das Erbarmen Jesu!

    Finden Sie das nicht einfach super? Die Bibel sagt, Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit!

    Er gibt immer noch Gnade weiter. Er ist immer noch unser treuer und gnädiger Hohepriester. Hier ist etwas für Sie: Nur die Schuldigen brauchen Gnade. Er kann mit Seiner Gnade in Ihrem Leben wirken, Freund. Strecken Sie sich zu Ihm aus. Rufen Sie Seinen Namen an. Er ist treu. Er ist derselbe. Er liebt Sie. Er ist an Ihnen interessiert. Rufen Sie heute den Namen Jesus an.

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