Der Hauptmann von Kapernaum

aus der Reihe „Drei Geschichten des Glaubens“


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Comments

  • Jule sagt:

    Drei Geschichten des Glaubens
    08.12.2013
    Pastor Bayless Conley

    Im 7. Kapitel des Lukasevangeliums stehen drei faszinierende Geschichten des Glaubens. Die Geschichten handeln von einem Soldaten, einem Propheten und einer Sünderin. Es steckt so viel Wahrheit in diesen drei Geschichten. Jede ist wieder ganz anders und in jeder steckt so viel drin, das uns weiterhelfen kann. Schauen wir uns diese drei Menschen an: den Soldaten, den Propheten und die Sünderin.

    Wenn Sie eine Bibel bei sich haben, schlagen Sie mit mir das Lukasevangelium, Kapitel 7, auf. Ich möchte über die drei Geschichten des Glaubens in diesem Kapitel sprechen. In der ersten Geschichte geht es um einen Soldaten, in der zweiten um einen Propheten und in der dritten um eine Sünderin.
    Alle drei stehen in Lukas 7. Und aus jeder Geschichte können wir jeweils drei Dinge für unser Leben lernen. Sind Sie bereit? Also, ich habe Ihnen gesagt, worüber ich sprechen möchte. Jetzt werde ich es tun. Und danach werde ich Ihnen sagen, über was ich gesprochen habe.

    Vater, wir bitten Dich um Verständnis durch Deinen Heiligen Geist. Öffne unsere Augen, dass wir sehend werden. Lass uns die Wahrheit Deines Wortes verstehen und begreifen, denn, Vater, wir wollen es in die Tat umsetzen. Wir schenken Dir jetzt unsere ungeteilte Aufmerksamkeit in Jesu Namen.

    Also, drei Geschichten des Glaubens. In der ersten geht es um einen Soldaten. Wir werden heute einen großen Teil dieses Kapitels lesen. Lukas 7, ab Vers 1:

    Lukas 7:1-10
    „Nachdem er aber alle seine Worte vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum. Eines Hauptmanns Knecht aber, der ihm wert war, war krank und lag im Sterben. Als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm und bat ihn, dass er komme und seinen Knecht gesund mache. Als diese aber zu Jesus hinkamen, baten sie ihn inständig und sprachen: Er ist würdig, dass du ihm dies gewährst, denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut. Jesus aber ging mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Herr, bemühe dich nicht! Denn ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen, sondern sprich ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Befehlsgewalt steht, und ich habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin!, und er geht; und zu einem anderen: Komm!, und er kommt; und zu meinem Sklaven: Tu dies!, und er tut es. Als aber Jesus dies hörte, wunderte er sich über ihn; und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: Ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben gefunden. Und als die Abgesandten in das Haus zurückkehrten, fanden sie den Knecht gesund.“

    Interessant, dass sich Jesus über den Glauben dieses Mannes wundert! In ganz Israel hat Er keinen Menschen mit einem so großen Glauben getroffen. In der Bibel wird nur zwei Mal berichtet, dass sich Jesus wundert: einmal über viel Glauben und einmal über viel Unglauben. Wenn Er sich über mich wundert, dann soll es nicht wegen meines Unglaubens sein. Ich glaube, bei diesem Heiden, diesem römischen Zenturio, der das hatte, was Jesus als „einen großen Glauben“ bezeichnete, sind drei Eigenschaften besonders wichtig. Die erste ist seine Demut. Er war demütig. Demut ist unentbehrlich, wenn man etwas von Gott haben will. In der Bibel steht: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen ist Er gnädig. Freunde, ganz gleich was Sie brauchen, ganz gleich in welcher Situation Sie sind, alles liegt im Bereich der Gnade. Gott ist den Demütigen gnädig.

    Sehen Sie, in Vers 4 steht, dass die jüdischen Ältesten zu Jesus kommen und sagen: „Er ist es wert, dass du ihm hilfst.“ Und sie sagen auch warum: „Denn er liebt unsere Nation, und er hat uns die Synagoge erbaut.“ Aber als Jesus zu dem Zenturio geht, sagt der zwei Mal über sich: „Ich bin nicht würdig.“ Er sagt: „Ich habe die Juden geschickt, denn ich bin nicht würdig, zu dir zu kommen. Und ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst.“ Er hält sich nicht einmal für würdig, besucht zu werden, obwohl die Juden sagen, er sei es wert, dass ihm geholfen wird. In Sprüche 27:2 steht: „Es rühme dich ein Fremder und nicht deine eigenen Lippen!“ Wenn wir etwas von Gott wollen, weil wir denken, dass wir uns das durch unsere guten Taten verdient haben, werden wir immer leer ausgehen, ganz gleich, wie edel oder zahlreich unsere guten Taten sind. Es ist schön, wenn Sie jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen. Das ist wunderbar. Machen Sie weiter so. Es ist schön, wenn Sie Familienandachten halten, wenn Sie großzügig spenden oder sogar auf etwas verzichten, um anderen geben zu können. Aber dadurch können Sie sich nicht den Segen Gottes verdienen. Jesus hat alles bezahlt. Nicht durch unsere Werke können wir zu Gott kommen. Was Gott uns gibt, bekommen wir allein durch Gnade, durch Glauben. Wer am meisten von sich überzeugt ist, hat meist die größte Leere in sich. Das Zweite, das mir an diesem Mann auffällt, ist, dass ihm ein Wort genügt. Er fragt nach keinem anderen Beweis. Er sucht nach keinem Beweis. Er sagt: „Jesus, sprich nur ein Wort und mein Knecht wird gesund.“ Und es geht ihm nur darum, zu wissen, dass Jesus ihm helfen will. Er fragt nicht, ob Jesus ihm helfen kann.

    Ich möchte Ihnen ganz behutsam etwas sagen: Ich weiß, dass Sie glauben, dass Gott alles tun kann. Man kann auf der Straße fragen, wen man will – jeder würde sagen, dass Gott alles tun kann. Logisch. Sonst wäre Er ja nicht Gott. Gott kann schließlich alles. Man braucht keinen großen Glauben, um zu sagen, dass Gott alles tun kann. Aber glauben Sie auch, dass Gott Ihnen helfen will? Dass Er Ihnen in Ihren aktuellen Nöten helfen will – mit Ihren Finanzen oder in Ihrer Ehe? Vielleicht sind Sie gerade von jemandem verlassen worden und Ihr Herz blutet. Oder vielleicht machen Sie sich Sorgen um Ihre Kinder. Was auch immer es ist: Glauben Sie, dass Gott Ihnen nicht nur helfen kann, sondern auch will? Wenn Sie das nicht glauben, fehlt Ihnen die Grundlage des Glaubens. Er kann und Er will. In der Bibel steht: „Wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.“ Falls Sie es noch nicht wissen, sage ich es Ihnen jetzt: Er will helfen. Jesus machte einen Umweg von einer ganzen Tagereise, um Seinen guten Willen zu zeigen. Er tat sogar noch viel mehr. Er kam dafür sogar vom Himmel herab auf die Erde. Er will Ihnen helfen. Und das Dritte, das mir bei diesem Mann auffällt, der einen so großen Glauben hatte, ist die Tatsache, dass er unter Befehlsgewalt stand. Er erklärt es damit, dass ihm die Soldaten gehorchen müssen, weil er selbst unter Befehl steht: „Ich sage zu diesem: Geh hin!, und er geht; und zu einem anderen: Komm!, und er kommt. Jesus, ich weiß, dass du unter dem Befehl Gottes stehst, und deswegen kannst du auch über die Krankheit befehlen. Du kannst der Krankheit befehlen zu verschwinden und sie wird dir gehorchen, weil du dem Vater gehorchst, so wie ich meinem Vorgesetzten gehorche und deswegen meine Soldaten mir gehorchen.“

    Der Zenturio beschreibt damit nur eine Tatsache. Aber ich glaube, dass dieser Vergleich zeigt, dass er bereit war zu gehorchen und sich unter einen Befehl zu stellen, so wie auch seine Bescheidenheit zeigt, welch großen Glauben er hatte.

    Was ich jetzt sagen werde, trifft vielleicht nur auf einen oder zwei von Ihnen zu. Alle anderen können einfach kurz warten. Sehen Sie, die Samen des Glaubens können nur schwer in einem widerspenstigen Herzen aufgehen. Auch wenn echter Glaube Wurzeln schlagen kann, ersticken doch die giftigen Ranken der Rebellion die meisten Früchte des Glaubens, bevor sie reif werden. Dieses Prinzip finden wir überall in der Bibel:

    „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen.“ Wenn Sie sich nicht Gott unterordnen, werden Sie keine Macht über den Teufel haben.

    Für Kinder: „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn! Denn das ist recht, damit es dir wohlgehe und du lange lebst auf der Erde.“ Das eine wird nicht geschehen, wenn das andere nicht geschieht, wenn das Kind sich nicht unterordnen will.

    Über Eheleute sagt die Bibel, dass sich Frauen ihren Männern unterordnen sollen. Aber Mann und Frau sollen sich auch einander in der Furcht des Herrn unterordnen. Unterordnung ist wichtig.

    Auch im Beruf. In der Bibel wird das noch viel plastischer, weil hier die Beziehung zwischen Herrn und Sklaven beschrieben wird, also einem unfreien Diener. Da steht: „Christliche Sklaven, gehorcht eurem Herrn und dient ihm, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern als Sklaven Christi, indem ihr den Willen Gottes von Herzen tut, auch wenn der, für den ihr arbeitet, ungerecht ist.“

    Als Christ soll man sich auch den Leitenden der Kirche unterordnen.

    Es gibt Menschen, die haben ein Problem damit, sich unterzuordnen, ganz gleich wo. Sie lehnen sich immer auf. An ihrem Arbeitsplatz versuchen sie ständig, die Autorität der Vorgesetzten zu unterhöhlen. Entweder können sie den Chef nicht leiden oder die Firma. Sie säen Unfrieden, fangen Kollegen am Kaffeeautomaten ab und raunen: „Hast du gehört, was der und der gemacht hat?“ und säen so Zwietracht am Arbeitsplatz. Und in der Kirche: „Ich finde es nicht gut, was der Pastor da gesagt hat. Hast du gewusst, dass der und der gesagt hat, er will nicht, dass wir das und das machen? Das gefällt mir nicht und jenes passt mir nicht …“ So säen sie überall Unfrieden und Widerstand und verstehen nicht, warum ihr Glaube nicht funktioniert. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, den bitte ich: Nehmen Sie sich das zu Herzen.

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