Das Gebet um Weisheit

aus der Reihe “Gebete und Bitten”


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Comments

  • Jule sagt:

    Gebete und Bitten – Teil 3 02.03.2008

    Waren Sie je an einem Scheideweg oder wussten nicht, was Sie als Nächsten tun sollen?
    Es gibt Antworten! Wir werden über die Weisheit Gottes und über Gebet um Weisheit reden und wie man Gottes Reden erkennt. Tatsache ist, dass Gott uns Weisheit in unseren Problemen und Krisen des Lebens geben will, wenn wir an Scheidewegen sind und nicht weiter wissen. Er wird uns führen und leiten. Wenn Sie Weisheit von Gott brauchen, bleiben Sie dran. Wir gehen ins Wort Gottes.

    Bitte öffnen Sie doch Ihre Bibel im Jakobusbrief, Kapitel 1. Ich will mit der Lehrreihe mit dem Titel „Gebete und Bitten“ fortfahren.
    Wir haben uns verschiedene Gebete angesehen, zu denen uns die Bibel ermutigt.
    Heute schauen wir uns in Jakobus, Kapitel 1, das Gebet um Weisheit an.Jakobus 1:2-5
    „Achtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt. Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden.“

    Er ermutigt uns hier, wenn uns Weisheit mangelt, Gott darum zu bitten. Aber beachten Sie den Zusammenhang, in dem diese Ermahnung steht. Gott sagt, wir sollen um Weisheit bitten, wenn wir in Nöten sind. „Seht es als Freude an, wenn ihr in Versuchungen geratet.“
    Dieses Wort „geraten“ bedeutet in etwas zu fallen, das einen umgibt, so heißt es im griechischen Urtext. Jeden Tag umgeben uns Versuchungen, Probleme und Nöte und von Zeit zu Zeit, da wir auf der Erde leben, geraten wir in einige davon. Und er sagt: „Freut euch, wenn ihr in Versuchungen und Nöte geratet, weil ihr wisst…“

    Man kann nicht fröhlich sein, wenn man das nicht weiß: „Der Test eures Glaubens bringt Geduld hervor.“ Und er ist hier nicht am Ende, sondern sagt: „Lasst Geduld ein vollkommenes Werk hervorbringen, damit ihr vollkommen und vollendet seid und keinen Mangel habt.“

    Das ist das Ziel: Mangel ausfüllen und einen Ort der Ganzheit erreichen.Vielleicht hängt der Test oder die Schwierigkeit, in der Sie heute sind, mit einem Mangel in Ihrem Leben zusammen.

    Vielleicht ist in Ihrer Ehe etwas unvollkommen und Sie wissen es. Es herrscht dort ein Mangel und Sie beten eifrig zu Gott, dass Er Ihren Mann verändert, während er betet, dass Gott Sie verändert. Die Tatsache ist: Gott will beide von Ihnen ändern. Es ist Mangel vorhanden. Es ist etwas Unvollendetes da.

    Und Paulus sagt:
    „Erachte es als Freude, wenn du in Nöten bist. Wenn du weiter Gott vertraust und deinen Glauben ausübst, wirst du zu einem Ort gelangen, wo Mangel ausgefüllt ist und wo diese Unvollkommenheit vollendet ist.“

    Und inmitten seiner Ermutigung, weiter zu glauben und geduldig zu bleiben, bis wir den Ort der Ganzheit und Fülle gelangen, macht er folgende Aussage:
    „Wenn jemand von euch Weisheit mangelt, bitte er Gott.“ Denn manchmal stehen Sie vor einem Problem und beten und haben den Eindruck: „Irgendetwas übersehe ich wohl. Irgendetwas stimmt nicht. Ich suche jeden Tag den Horizont ab, aber mein Schiff scheint nicht einzulaufen. Ich bete, aber ich komme der Ganzheit und Fülle und der Mangelfreiheit nicht näher als ich anfangs war. Ich bete und ich tue mein Bestes, Gott zu vertrauen,aber es scheint, dass ich etwas übersehe.

    Etwas scheint nicht zu stimmen. Ich tue wohl etwas nicht, was ich tun sollte. Es müsste sich doch mittlerweile etwas verändert haben.“Hier sind einige Dinge, wofür Sie beten können, einige Bereiche der Weisheit, wofür Sie bitten können, wenn Sie in Nöten sind.

    Erstens: Was ist die Quelle meiner Not? Es ist wichtig, das zu verstehen.Vielleicht hört mir gerade jemand zu und es gibt einen Bereich, wo Gott Gehorsam von Ihnen verlangt. Und Er wird es nicht zulassen, dass Sie damit durchkommen, die Sache nicht zu tun, weil einige wichtige Dinge damit zusammenhängen.

    Wenn das die Quelle ist, dann hören Sie: Der Sturm wird nicht aufhören, bis Sie sagen
    „Okay Gott, ich bin dein Mann, deine Frau, ich gehorche!“
    Oder Sünde hat dem Teufel die Tür geöffnet und das ist die Quelle Ihres Problems.

    Oder es ist gar keine Sünde im Spiel. Wir alle haben einen Feind, den Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Er ist der Ankläger der Brüder. Er braucht keinen Grund, um hinter Ihnen her zu sein. Es reicht, dass Sie in Gottes Ebenbild geschaffen sind! Es ist wie bei einem jungen Mädchen, das sich von ihrem Freund trennt und sein Bild rausnimmt, es zerreißt und es zu Boden wirft und darauf rumtrampelt. Sie kriegt ihn nicht, aber sie zerstört sein Bild. Und der Teufel kann nicht direkt zu Gott, und so tut er das nächst Beste.

    Er verfolgt Sein Ebenbild, dass sind Sie, geschaffen im Ebenbild Gottes. Auf der anderen Seite kann einfach etwas geschehen, weil wir in einer gefallenen Welt leben, wo Dinge manchmal schief gehen. Die Welt funktioniert nicht in Harmonie mit Gottes Plan seit Adams Übertretung. Der Römerbrief sagt, die ganze Erde seufzt und sehnt sich, dass Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft, wo Sein Wille vollkommen und ganz getan wird. Aber bis dahin sind wir Pilger und Durchreisende in dieser Welt.

    Die Schöpfung ist abgewichen von dem Weg, wie Gott sie schuf. Manche Dinge passieren einfach, weil wir in einer gefallenen Welt leben. Wenn das der Fall ist, dann sagen Sie doch: „Gott, ich verstehe das nicht. Ich weiß nur, dass es nicht mit Deinem Willen übereinstimmt…“

    Vielleicht müssen Sie Ihre Fragen einfach unbeantwortet lassen und weitergehen, wissend, dass Gott gut ist.
    „Gott, ich verstehe das nicht, aber ich gehe weiter, weil ich weiß, dass Du gut bist. Ich lebe in einer gefallenen Welt. Eines Tages wirst Du alles neu erschaffen. Dinge werden wiederhergestellt sein. Aber bis dahin gehe ich einfach weiter vorwärts.“

    Wenn Sie Weisheit über die Quelle Ihrer Not haben… ist es Ungehorsam, müssen Sie Buße tun, ist es der Teufel, müssen Sie ihm widerstehen und feststehen.

    Und wenn es eines der Dinge ist, die manchmal schief gehen, weil wir in einer gefallenen Welt leben, dann sagen Sie einfach: „Gott, ich weiß, dass Du gut bist. Ich vertraue Dir, dass Du mich auf meinem Weg in die Zukunft schützt.“ Und Sie gehen einfach vorwärts. Weitere Weisheit, um die Sie Gott bitten können, ist, was Sie aus einer Notlage lernen können. „Gott, was kann ich von dem lernen, wodurch ich gerade gehe?“

    Obgleich Ihre Nöte nicht von Gott gesandt wurden, kann Gott sie dennoch gebrauchen. Es gibt eine dritte Weisheit, um die wir Gott in der Not bitten können und das ist oft die einzige, woran Leute denken: „Wie komme ich da raus?“
    „Wie überwinde ich das?“

    1.Korinther 10:13 sagt:
    „Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt.“

    Die Bibel sagt, dass mit der Not eine Lösung kommt. Es mag Sie überraschen, aber Gott wurde durch Ihre Not nicht überrascht. Ihre Eheprobleme haben Gott nicht überrascht. Ihre Probleme mit den Kindern haben Gott nicht überrascht. Ihre finanziellen oder körperlichen Probleme haben Gott nicht überrascht. Vor ewigen Zeiten, bevor Sie hier waren, wusste Gott bereits, dass Ihnen diese Not begegnen wird. Und vor langer Zeit schuf Er eine Lösung dafür.

    Die Lösung existierte, bevor das Problem auftrat und da ist ein Ausweg. Wenn Sie gerade an dem Punkt sind

    „Gott, ich warte, aber es ändert sich nichts. Ich vertraue Dir. Übersehe ich etwas? Gott, gibt mir Weisheit.“

    Dann sagt Gott: „Ich bin froh, dass du fragst.“ Gottes Weisheit zeigt uns, wie wir überwinden und wo der Ausweg ist. Die Weisheit kann sein, dass Sie feststehen und dem Teufel gebieten.
    Es kann sein, dass Sie Ihre Arme heben und Gott preisen.
    Es kann sein, dass Sie in stiller Zuversicht erwarten, dass Gott einen Durchbruch schenkt. Es kann sein, dass Sie jemand vergeben müssen. Gott wird uns Weisheit geben.

    Ich glaube, eine ebenso wichtige Frage ist: Wenn Gottes Weisheit zu mir kommt, wie erkenne ich sie?Denn es heißt hier ganz klar: Wenn jemand Weisheit mangelt in der Not und nicht weiter weiß, so sagt Gott: „Bitte, und ich gebe sie dir, und tadele dich nicht. Sie wird jedem gegeben werden, der bittet.“ Aber ich glaube, viele Leute wissen nicht, wie man Gottes Weisheit erkennt und annimmt, wenn sie kommt.
    Und zwar, weil sie nicht verstehen, wohin Er sie sendet.

    Hier sind vier Wege, wie Gott Seine Weisheit zu uns bringen kann, wenn wir Ihn bitten.

    Erstens. Vor allen Dingen geschieht es durch die Bibel.

    In 1.Mose 4:6 heißt es,
    dass die Schriften Gottes Weisheit sind. Jesus bezeichnete

    in Lukas 11:49 die Schriften als Weisheit Gottes.

    Und wenn wir Gottes Buch lesen, dann weist Gott uns auf eine Verheißung oder ein Prinzip hin. Er macht es in unserem Herzen lebendig und wir wissen, dass Gott zu uns spricht. Das ist meine Antwort. Ich sprach letzte Woche mit einem Freund. Er stand vor einem großen Geschäftsabschluss mit einer Person.

    Als er 2.Korinther, Kapitel 6 las, fiel ihm plötzlich der Vers auf: „Gehe nicht unter ungleichem Joch mit Ungläubigen.“

    Er wusste plötzlich, dass Gott zu ihm sprach, weil diese Person, die ihm das verlockende Angebot machte, ein Nichtchrist war und er spürte, dass Gott ihn vor etwas warnte.

    Er sagte: „Bayless, ich nahm sofort von dem Geschäft Abstand. Gott sprach zu mir durch den Vers und ich wusste, dass es Gottes Weisheit war, die in meine Situation sprach.“

    Zuerst, wenn Sie in einer Not sind und Weisheit brauchen, dann lesen Sie Ihre Bibel. Gott wird zu Ihnen dadurch sprechen. Er wird Ihnen eine Verheißung oder ein Prinzip vor Augen führen, so dass Sie wissen, dass Sie die Antwort haben.

    Die zweite Art, wie Weisheit kommt: Der Heilige Geist kann Ihnen eine plötzliche Offenbarung oder einen Traum geben. Der Heilige Geist zeigt Ihnen etwas. Das geschieht durch eine Gabe des Geistes, wie wir in

    1.Korinther, Kapitel 12 lesen:
    Durch ein Wort der Erkenntnis oder ein Wort der Weisheit. Sie wissen nicht, wie Sie es wissen, aber Sie wissen einfach, dass Sie es wissen.
    Der Heilige Geist offenbart Ihnen etwas. Sie sind zu der Schlussfolgerung nicht auf natürliche Weise gelangt, wussten es aber plötzlich im Herzen.

    Eine dritte Weise, wie Gott uns Weisheit schenkt, wenn wir Ihn bitten: Gott gebraucht jemand, zu Ihnen zu reden. Sprüche 10:31 „Der Mund des Gerechten lässt Weisheit sprießen.“ –

    Gott spricht durch andere Leute. Janet und ich waren vor über 20 Jahren auf einer Konferenz. Unsere Gemeinde hatte 500 Mitglieder und wir fanden es sehr schwierig, mit den Anforderungen Schritt zu halten. Es schienen so viele Stimmen und dringende Dinge zu rufen, dass wir erkannten, wenn wir so weiter machen, würde es unserer Ehe schaden und wir würden kein normales Leben mehr haben.

    Wir rannten nur noch von einem Feuer zum nächsten, um es zu löschen und wussten nicht, was wir machen sollten. Wir versuchten, gute Hirten zu sein. Wir waren also in dieser Konferenz und der Sprecher sagte:
    „Wenn du für irgendetwas Gebet brauchst, dann dreht euch doch um und betet in einer Gruppe mit anderen dafür.“

    Der Mann vor uns drehte sich um und ich teilte ihm unsere Not mit: „Wir sind Pastoren einer Gemeinde mit 500 Leuten und sind völlig erschöpft. Wir wissen nicht, wie mir mit den vielen Terminen klar kommen, wir müssen laufend Feuer ausmachen und wissen nicht, was wir tun sollen. Könntest du für uns beten?“

    Wir fanden heraus, dass der Mann selbst Pastor einer großen Gemeinde war, mit mehreren tausend Mitgliedern. Er teilte uns etwas mit, was Gottes Weisheit für uns war und was Janet und mich die letzten 20 Jahre am Leben erhalten hat.

    Es wurde eine Säule in meinem Leben und ich kann ehrlich sagen, dass es mein Leben gerettet hat. Hier ist, was er sagte.
    Er sagte: „Ihr müsst lernen, euch um das Wichtigste zu kümmern und euch nicht vom Dringenden tyrannisieren zu lassen. Da werden immer Feuer zu löschen sein. Aber wenn wir so leben, wird der Teufel am Ende den Dienst leiten, weil er dann nur neue Feuer erzeugen muss.“

    Ich habe diese besonderen Worte nie vergessen: Kümmere dich um das Wichtigste, werde nicht vom Dringlichen tyrannisiert. Ich glaube, er hatte keine Ahnung, wie wertvoll diese Worte für uns waren und wie sie uns all die Jahre beeinflusst haben. Ich glaube, Gott gebraucht häufig Leute, um uns zu beeinflussen, die nicht wissen, dass sie gebraucht werden.
    Gott scheint auch Leute zu benutzen, die Sie nicht mögen und Er will so viele Lektionen für Sie integrieren, wie Er kann. Demut und andere Dinge. Und so wählt Er jemand aus, von dem Sie nichts empfangen wollen, um Ihnen zu helfen.

    Neben Gottes Reden durch die Bibel gibt es eine weitere häufige Weise, wie Gottes Weisheit zu uns kommt, wenn wir darum bitten: Sie kommt zu uns, indem Gott uns Frieden schenkt.

    In Sprüche 3:13 heißt es:
    „Glücklich ist der Mann, der Weisheit findet.“ Ein paar Verse weiter heißt es in Vers 17 über die Weisheit: „Alle ihre Pfade sind Frieden.“ Alle Pfade der Weisheit sind Frieden. Mit anderen Worten, wenn ich eine Richtung einschlage und einen Weg gehe, dann erkenne ich, dass es Weisheit von Gott ist, indem ich Frieden in meinem Herzen habe. Ich zitiere

    Kolosser 3:15 aus der Amplified Bible:„Lass den Frieden Gottes als Schiedsrichter in deinem Herzen regieren, der alle Fragen deines Verstandes endgültig entscheidet.“„Lass den Frieden Gottes… heißt es in Kolosser 3:15 in der Amplified Bible: „Lass den Frieden Gottes als Schiedsrichter in deinem Herzen regieren, der alle Fragen deines Verstandes endgültig entscheidet.“ Was tut ein Schiedsrichter?

    Er sagt: „Das ist außerhalb der Grenze. Das ist drinnen. Das ist fair. Das ist ungültig.“ Der Schiedsrichter entscheidet. Wie entscheidet er etwas? Ist es richtig, gibt er Frieden in meinem Herzen. Gott tut mir Seine Weisheit im Verborgenen kund. Ich treffe die wichtigsten Entscheidungen meines Lebens gemäß der Entscheidung dieses Schiedsrichters. Ich bete ernsthaft, suche Gott und werde still und dann höre ich, was der Schiedsrichter sagt. Wenn ich keinen Frieden im Herzen habe, warnt mich der Schiedsrichter.

    Es ist außerhalb der Grenzen für mich. Wenn ich jedoch Frieden im Herzen habe, während ich über einen Weg bete, wenn ich innerlich Frieden habe ,höre ich den Schiedsrichter auch dadurch:

    „Es ist in Ordnung. Es ist richtig, ich kann vorwärts gehen.“

    Alle Pfade der Weisheit sind Frieden.

    Noch eine Sache wollen wir uns im Jakobusbrief anschauen. Ein weiterer Aspekt, Gott um Weisheit zu bitten: Wir müssen im Glauben bitten.

    Jakobus 1:5

    Jakobus 1:5-8„Wenn jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und nichts vorwirft, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas vom Herrn empfangen werde, ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen.“

    Gott sagt: „Ich werde dir die Weisheit geben, um die du bittest. Ich tadle nicht. Nur eine Voraussetzung: Du musst im Glaube bitten.“

    Wenn wir einige Seiten zurückblättern, finden wir in Hebräer, Kapitel 11 die technische Definition von Glauben:

    Hebräer 11:1
    „Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.“

    Glaube ist eine Überzeugung von unsichtbaren Dingen. Mit anderen Worten: Ich bin in Not, ich suche den Horizont ab. Mein Schiff kommt nicht. Ich erlebe nicht die Ganzheit und Fülle.
    Da ist ein großer Mangel. Gott, ich habe das Gefühl, ich übersehe etwas. Es gibt etwas anderes, was ich tun muss. Was stimmt nicht? Gott, zeige mir, was ich tun muss.“
    Gott sagt: „Ich bin froh, dass du fragst. Ich habe Weisheit für dich. Aber du musst im Glauben bitten.“

    Das heißt, wenn ich Gott bitte und die Umstände unverändert sind und ich mich unverändert fühle und Gott weit entfernt scheint, so glaube ich dennoch, dass Er mich gehört und die Antwort gesandt hat. Es ist Überzeugung unsichtbarer Dinge. Wir müssen im Glauben bitten.

    Schauen Sie mit mir im Jakobusbrief. Da ist ein hilfreiches Beispiel. Im fünften Kapitel spricht er wieder über dieses Gebet des Glaubens.

    In Jakobus 5:15 finden wir es in Verbindung mit Gebet für Kranke. Jakobus 5:15
    „Und das Gebet des Glaubens… Einige Übersetzungen sagen, „Gebet, das glaubend gesprochen wird.“ … wird den Kranken retten – oder heilen – und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.“

    Und dann gibt er in den Versen 17 und 18 ein Beispiel von jemand, der ein Gebet des Glaubens betete: Elia.

    Jakobus 5:17-18„Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete ernstlich, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor.“

    Gott sagte im 5. Buch Mose, wenn Sein Volk sich von Ihm abwendet und Götzen anbetet, würde Er den Himmel verschließen, so dass es nicht regnet. König Ahab führte mit seiner Frau Isebel die ganze Nation in heidnischen Götzendienst. Sie wandten sich völlig von Gott ab, aber Gottes Wort blieb unerfüllt. Die Wolken kommen regelmäßig und senden Regen, die Ernte wächst und wird Jahr für Jahr eingeholt. Der Frühregen fällt und der Spätregen. Sie haben eine Ernte. Im nächsten Jahr: Der Frühregen und Spätregen fällt. Sie ernten.
    Und Jahr für Jahr fahren sie mit Götzendienst fort und Gottes Verheißung bleibt unerfüllt, bis Elia gemäß dieser Verheißung betet.

    Freund, jede von Gottes Verheißungen ist gefüllt mit Kraft und Potenzial. Aber diese Verheißungen sind ungenutzt in unserem Leben, bis wir sie ergreifen und beten und Glauben damit verbinden. Im Hebräerbrief wird folgendes über die Israeliten gesagt:

    Hebräer 4:2
    „Die Verheißungen Gottes, das gehörte Wort Gottes, nützte ihnen nicht, weil sie es nicht mit Glauben verbanden.“

    Glaube ist der Katalysator, der das Potenzial von Gottes Verheißungen freisetzt. Die ganze Zeit wurde Gottes Verheißung nicht erfüllt, bis Elia die Verheißung ergreift und betet. Und siehe da, der Himmel verschließt sich. Dreieinhalb Jahre kein Tropfen Regen. Keine Wolken, nichts.

    Sie kennen die Geschichte. Es kommt zu einer Entscheidungsschlacht auf dem Berg Karmel. Alle Baals Propheten sind da, Elia ist da. Sie bauen Altäre und Gott antwortet Elia mit Feuer und verzehrt das Opfer auf dem Altar. Bei den falschen Propheten passiert gar nichts. Sie werden getötet.

    Und die ganze Nation kehrt zu Gott zurück. Sie tun Buße und sagen: „Der Herr, Er ist Gott! Er ist der einzig wahre Gott!“
    Jetzt sind die Bedingungen erfüllt, dass wieder Regen fallen kann. Sie sind zu Gott zurückgekehrt.
    Sie haben sich von Götzen zum lebendigen, wahren Gott bekehrt. Regnet es jetzt? Nicht bis Elia wieder betet, worauf der Himmel wieder Regen spendet.

    Die Geschichte ist so interessant. In 1.Könige, Kapitel 18, Verse 41 – 42 setzt sich Elia, nimmt den Kopf zwischen seine Knie in Gebetshaltung und sagt schließlich seinem Diener:
    „Geh, sage Ahab: Iss und trink! Denn da ist ein Geräusch von Regenschauern.“
    Warte mal, Elia. Es hat dreieinhalb Jahr nicht geregnet! Da sind keine Wolken. Es ist keine Wolke am Himmel. Da ist kein Blitz und Donner. Da ist kein Wind. Und du sagst, du hörst Regenschauer? „Ja, ich höre im Glauben. Denn ich habe eine Verheißung, und ich habe gebetet, und ich höre bereits die Regenschauer.“ Und dann sagt er zu seinem Diener: „Geh und sieh am Horizont.“

    Der Diener geht, kommt zurück und sagt: „Da ist nichts!“ Er sagt: „Geh noch mal.“ Er geht, schaut und kommt zurück und sagt: „Ich sagte dir: Da ist nichts.“ „Gehe noch mal.“ Er geht wieder, späht am Horizont, kommt zurück und sagt: „Ich sagte dir doch, da ist nichts.“ „Gehe noch mal.“ Er geht wieder, späht am Horizont, kommt zurück und sagt: „Ich sagte dir bereits, da ist nichts.“ Elia sagt: „Geh noch mal.“ Er sendet ihn siebenmal. Und beim siebten Mal sagt er: „Diesmal ist eine kleine Wolke zu sehen, so klein wie die Hand eines Mannes.“

    Elia sagt: „Geh und sage dem König: Spanne deinen Wagen an und fahre nach Jesreel, damit der Regen dich nicht aufhält.“ Dann wurde der Himmel schwarz und die Wolken gaben ihren Reden.

    Wenden wir dies auf uns an, so sagt Gott: „Du bist in Not? Du weißt nicht, was du tun sollst? Es scheint, du bist noch weit vom Ort der Ganzheit entfernt und davon, dass jeder Mangel ausgefüllt ist?
    Und du hast den Eindruck, dass irgendetwas fehlt?
    Nun, du brauchst Weisheit! Vielleicht gibt es etwas, was du ändern musst, etwas, was du nicht mehr tun sollst, und etwas, was du anfangen sollst zu tun. Bitte mich, und ich gebe es dir! Aber du musst glauben, dass ich die Antwort gesandt habe, während du betest und du überhaupt nichts siehst.“

    Freund, ich bin hier, Ihnen heute zu sagen: Ich höre das Geräusch von Regen. Und in dem Moment, wo Sie Gott um Weisheit bitten, können Sie jemand sagen: „Gehe mal und schaue!“ Und wenn die Person zurückkommt und sagt „da ist nichts“, dann sagen Sie: „Gehe nochmal, denn ich weiß, Gott hat die Antwort losgeschickt! Wie immer Er sie bringt: Ob Er zu mir durch die Bibel redet, ob Er mir etwas durch den Geist offenbart, ob Er durch eine Person zu mir spricht, ob Er mir Frieden im Herzen gibt, ich weiß, die Antwort wurde gesandt.

    Gehe nochmals und schaue, denn die Antwort ist unterwegs! Gott hat sie losgeschickt!“ Gott sagt: „Du musst im Glauben bitten, ohne zu zweifeln.“ Das Buch Sprüche sagt: „Weisheit ist vonnöten, darum erlange Weisheit.“ Heute kann ich auf all die Jahre zurückblicken, die ich im Dienst bin und die ich Pastor unserer Cottonwood Gemeinde bin. Meine Frau und ich gründeten diese Gemeinde im August 1983 und ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft wir mit unmöglichen Situationen konfrontiert waren, wo es nicht so aussah, als würden wir es schaffen.
    Und Gott hat uns geholfen. Wir haben Gott auf verschiedene Weisen erlebt, auch jetzt, wo wir unser neues Gemeindegelände beziehen.
    Ich schaue zurück und Gott hat uns jeden Schritt des Weges geleitet. Und während wir diesen letzten Schritt in unser neues Gebäude tun, das wir Heim für die Ernte nennen, kann ich zurückblicken und sagen, Gott war sehr gnädig und gab uns Weisheit, wann immer wir sie brauchten. Er gab uns auch Freunde und Partner, die uns halfen, für uns beteten und uns unterstützten.
    Und ich möchte denen von Ihnen von ganzem Herzen danken, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben, das es uns ermöglicht, die Enden der Erde mit dem Evangelium Jesu Christi zu erreichen. Wir sind noch lange nicht fertig mit dem, was wir zu tun haben. Wir sind noch lange nicht am Ziel.

    Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, viele Menschen für Christus zu erreichen. Vieles, was noch auf unserem Gelände und an den Gebäuden getan werden muss. Wir brauchen weiterhin Menschen, die mit uns beten und Partner sind, während wir ein Heim für die Ernte bauen, das die Nationen mit der guten Nachricht von Jesus Christus erreicht. Danke für Ihren Anteil. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie!

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