Das Gebet des Glaubens

aus der Reihe “Wie nur kann ich beten”, hier ist es der 1. Teil der Ansprache

  1. Teil 2

Posted in Bayless Conley, Gebet and tagged , , , , with 1 comment.

Comments

  • Jule sagt:

    Die erste Art von Gebet ist das, was in der Bibel das „Gebet des Glaubens“ genannt wird. Dazu werden wir zuerst Johannes 15:7 lesen und dann noch eine andere Stelle. Jesus sagte:

    Johannes 15:7
    „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen.“

    Das ist das Gebet des Glaubens. Schlagen wir jetzt dazu das Markusevangelium auf, das 11. Kapitel. Markus 11. Viele von Ihnen kennen die Geschichte womöglich. Jesus war in Bethanien, einem Ort in der Nähe von Jerusalem. Wahrscheinlich wohnte er bei Maria, Marta und Lazarus. Die lebten in Bethanien. Jesus besuchte sie oft. Sie waren so etwas wie die „Singlegruppe“ des Neuen Testaments und Jesus verbrachte viel Zeit mit ihnen. Er war also in Bethanien und reiste immer zwischen dort und Jerusalem hin und her. Wir lesen ab Vers 11 im Markusevangelium, Kapitel11:

    Markus 11:11-15
    „Und er zog in Jerusalem ein, in den Tempel. Und als er über alles umhergeblickt hatte, ging er, da es schon spät an der Zeit war, mit den Zwölfen nach Bethanien hinaus. Und als sie am folgenden Tag von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn. Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl etwas an ihm fände; und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und er begann und sprach zu ihm: Nie mehr in Ewigkeit soll jemand Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es. Und sie kommen nach Jerusalem. Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.“

    Die Geschichte geht damit weiter, dass Jesus aus dem Alten Testament zitiert und über das spricht, was passiert war. Wir lesen weiter ab Vers 19. Dort heißt es:

    Markus 11:19
    „Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus.“ Er ging zurück nach Bethanien.

    Markus 11:20-22
    Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott!“

    Können wir so etwas sagen? Habt Glauben an Gott. Und dann erklärt Jesus Seinen Jüngern mindestens zwei Wirkungsweisen des Glaubens an Gott. „Habt Glauben an Gott.“ –

    Markus 11:23-24
    „Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“

    Danach sagte Jesus, dass Glauben über Worte wirkt. Sie sollen „zu dem Berg sprechen“. Viele Menschen bitten Gott, für sie zu ihren Bergen zu sprechen. Doch Jesus sagte, wir sollen zum Berg sprechen. Statt mit Gott über unsere Berge zu sprechen, sollten wir mit unseren Bergen über Gott sprechen. Der Glaube wirkt also über Worte, wenn unser Herz und unsere Lippen übereinstimmen. Aber er wirkt auch übers Gebet, nämlich das Gebet des Glaubens. Jesus sagte: „Alles, um was ihr bittet…“ Mir gefällt die alte King-James-Übersetzung: „Welche Dinge ihr auch erwünscht, wenn ihr betet, glaubt, dass ihr sie empfangt, und ihr werdet sie erhalten.“ So wirkt der Glaube an Gott im Gebet des Glaubens. Jesus machte das anhand eines Feigenbaums deutlich. Er war in Bethanien und kam zu einem Feigenbaum. Wenn bei dem die Blätter voll ausgetrieben sind, gibt es normalerweise auch Feigen. Jesus ging hungrig zu dem Baum, doch der trug keine Früchte und Jesus verfluchte ihn. Und das tat er nicht still und leise. Die Jünger hörten, was er zu dem Baum sagte. Sie sagten nichts dazu, aber vielleicht dachten sie: „Jetzt redet er also schon mit Bäumen.“ Sie gingen nach Jerusalem; Jesus sah den Tempel, war aufgebracht, stieß die Tische der Händler um und so weiter. Auf dem Weg zurück von Jerusalem kamen sie wieder an dem Baum vorbei und niemand sagte ein Wort. Offenbar war äußerlich noch keine Veränderung an dem Baum festzustellen.
    Andernfalls hätten die Jünger sicher etwas gesagt. Am nächsten Morgen, 24 Stunden später, als sie wieder von Bethanien nach Jerusalem kamen, sah Petrus den Baum und sagte: „Meister! Der Baum, den du gestern verflucht hast, ist verdorrt!“ Und in der Bibel steht, er war von den Wurzeln her verdorrt. Der Prozess begann unsichtbar in der Erde und weitete sich in den sichtbaren Bereich aus. Doch in dem Moment, als Jesus zu dem Baum sprach, war es schon vollendet, obwohl noch kein Unterschied zu sehen war. Als Jesus zu dem Baum sprach, sah er noch genau gleich aus. Als sie weggingen, schauten sich die Jünger vielleicht immer wieder um, und er sah noch genauso aus. Auch auf dem Rückweg nach Bethanien sah er noch genau gleich aus. Keine äußere Veränderung. Aber Jesus wusste, dass es in dem Moment, als er es sagte, bereits vollendet war. Und so sind die Jünger ganz aufgeregt: „Schau, Herr, er ist verdorrt!“ Jesus vermittelte ihnen durch dieses Beispiel, wie Glaube wirkt und in diesem Fall, wie Glaube in Verbindung mit Gebet wirkt: „Worum ihr auch bittet, was ihr euch auch wünscht – wenn ihr betet, glaubt, dass ihr es empfangen werdet.“

    Die Amplified Bible übersetzt recht nah am griechischen Text: „Glaubt, dass es euch gewährt wurde, und ihr werdet es erhalten.“ Wann soll ich glauben, dass ich es empfange? Wenn ich bete. Nicht erst, wenn die Blätter braun werden und der Baum abgestorben aussieht. Schon wenn ich bete, soll ich glauben, dass Gott die Antwort schon auf den Weg gebracht hat. „Aber es sieht noch gar nicht anders aus! Aber ich schaue mich um und sehe keine Antwort!“ „Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ So wirkt der Glaube an Gott, sagt Jesus. Da ist das Gebet des Glaubens und ich kann anfangen, Gott zu danken und Ihn zu loben. Ich fühle mich noch nicht besser, ich fühle mich noch immer krank, die Not ist immer noch da oder was es auch ist, worum ich gebetet habe und was Gott mir versprochen hat. Ich glaube, dass Gott mir meine Bitte gewährt hat, ganz gleich wie ich mich fühle oder wie die Situation aussieht oder was die Mehrheit denkt oder die Experten sagen. Ich glaube, weil Gott es mir versprochen hat, und ich habe darum gebeten.

    Was mich betrifft, ist die Sache erledigt. Vielleicht ändert sich äußerlich schon nach 24 Stunden etwas, wie bei dem Feigenbaum. Vielleicht ändert es sich 24 Tage oder 24 Monate später; das spielt keine Rolle für mich. Meine Aufgabe ist zu glauben. Gott sorgt dafür, dass es geschieht. Wenn ich meinen Teil tue, ist der Weg frei, dass Gott auch Seinen Teil tut, denn Gott reagiert auf Glauben. Kommen Sie noch mit? – Gut. Im Jakobusbrief heißt es: „Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich…“ Jakobus 5 ab Vers 14:

    Jakobus 5:14-15
    „Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.“

    Über die gleiche Art von Gebet spricht Jesus hier. Es heißt nicht, dass man sich besser fühlen oder die Situation anders aussehen muss, um sicher zu sein. Es ist das Gebet des Glaubens, das dem Kranken Heilung bringt. Dann schreibt Jakobus weiter im nächsten Vers: „Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir“ und darüber bin ich froh. Elia war nicht Supermann, sondern nur ein Mensch. Ich habe von Elia gelesen: Er war entmutigt. Er hatte Angst. Er war genau so wie alle anderen Menschen, die ich kenne, mich selbst eingeschlossen. Er war genauso Mensch wie wir. Und Jakobus zitiert hier in Kapitel 5 Elia als einen Mann, der das Gebet des Glaubens betete. Er war ein Mann mit Leidenschaften und Gefühlen, mit Höhen und Tiefen so wie wir und er betete, dass es nicht regnen sollte und drei Jahre lang regnete es nicht auf der Erde. Und er betete wieder und der Himmel gab Regen und die Erde brachte Früchte hervor. Und wenn wir in der Geschichte zurückschauen… bitte verlassen Sie sich nicht nur auf mein Wort. Lesen Sie selbst 1. Könige 18 und 19. Gott hatte gesagt… das können Sie in 5. Mose nachlesen… Generationen zuvor hatte Gott gesagt: „Wenn mein Volk sich von mir abwendet und Götzen anbetet, werde ich den Himmel verschließen, sodass es nicht regnet.“ Und Israel hatte sich mehrere Generationen lang von Gott abgewendet. Sie dienten Gott nicht. Und ihr damaliger König Ahab war ein besonders böser Mann. Trotzdem hatte sich Gottes Wort noch nicht erfüllt. Gott sagte, er würde den Himmel verschließen, sodass es nicht regnet. Doch jedes Jahr kamen die Wolken, der Regen fiel und die Erde brachte Früchte hervor, bis Elia betete. Er nahm Gottes Wort ernst. Er betete in Übereinstimmung mit etwas, das Gott versprochen hatte, so wie Jesus es sagte:
    „Wenn meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen.“ Und Elia betete und der Himmel verschloss sich. Das war noch nie zuvor geschehen, obwohl Gottes Wort es so sagte. Manchmal erfüllen sich Gottes Verheißungen nicht einfach. Sie stecken voller Potenzial, aber jemand muss sie im Glauben in Anspruch nehmen und beten. Weiter heißt es dann:
    „Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen.“ Wenn man die Elia-Geschichte liest, gab es das große Gottesurteil auf dem Berg Karmel. Gott antwortete mit Feuer. Das ganze Volk Israel wendet sich wieder Gott zu und Gott hatte versprochen: „Wenn sie zu mir zurückkehren, werde ich den Himmel öffnen und es wird wieder regnen.“ Das ganze Volk kommt zurück und bekennt: „Der Herr ist Gott.“ Als Folge des Gottesurteils am Karmel kam das ganze Volk zurück zu Gott. Es hatte noch nicht geregnet, also betete Elia erneut. Und dann sagte er etwas Wunderbares: „Da ist ein Geräusch vom Rauschen des Regens“ – aber am ganzen Himmel war noch nicht eine Wolke zu sehen. Er sagte:
    „Sagt Ahab, er soll in seinen Wagen steigen und zum Sommerpalast in Jesreel fahren, damit der Regen ihn nicht einholt.“ Es gab weder Blitz und Donner noch eine einzige Wolke am Himmel. „Elia, was soll das heißen, dass du das Rauschen von Regen hörst?“ „Ich höre es mit den Ohren des Glaubens, weil Gott es versprochen hat und ich habe gebetet und ich brauche keinen äußerlichen Beweis.“

    Vielleicht haben manche von Ihnen Kinder, die eigentlich die Wahrheit kennen, sich aber von Gott entfernt haben. Beten Sie für sie und fangen Sie an zu sagen: „Ich höre, wie sie ihr Auto vor der Kirche parken. Ich höre, wie sie Gott in Seinem Haus mit erhobenen Händen loben.“ Das Gebet des Glaubens.

    Die folgende Geschichte habe ich sicher schon einmal erzählt: Wir haben unsere Kinder von Anfang an im Glauben erzogen. Eines Tages kamen wir von einem Ausflug zurück. Interessanterweise sind Janet und ich letzte Woche nach einem kurzen Urlaub zu unserem 31. Hochzeitstag die gleiche Strecke entlanggefahren. Und an der gleichen Autobahn gibt es noch den gleichen McDonald’s wie damals. Wir waren also dort vor Jahren unterwegs. Harrison war noch so klein, dass er im Kindersitz saß. Er war ein riesiger Cowboyfan – das ist er heute mit 28 immer noch – und er sagte: „Ich möchte ein braunes Pferd sehen.“ Wir sagten. „Hier gibt es keine Pferde. Wir sind auf einer achtspurigen Autobahn.“ Er sagte: „Ich will ein braunes Pferd sehen.“ Ich sagte: „Dann musst du eben beten.“ Und ich werde nie vergessen, wie er hinten im Auto saß und betete: „Vater, braunes Pferd ich, in Jesu Namen, amen.“ Auf der Fahrt bekamen wir Hunger. Wir sahen das McDonald’s-Logo und beschlossen, eine Pause zu machen. Wir fuhren von der Autobahn ab und als wir auf den McDonald’s-Parkplatz einbogen, waren drei Pferde dort angebunden und das in der Mitte war braun. Und ich sagte. „Gott, vergib mir meinen Unglauben.“ Ein anderes Mal – Harrison war vielleicht vier Jahre alt – sagte er: „Papa, ich will nach Disneyland.“ Ich sagte: „Wenn du nach Disneyland willst, muss du wohl beten.“ Er faltete die Hände und sagte: „Vater, ich will nach Disneyland. Bitte schenke uns Eintrittskarten, in Jesu Namen.“ Wir kamen in die Gemeinde und eine Frau dort rief ihn zu sich:
    „Harrison!“ Er rannte zu ihr hinüber. Sie nahm ihn auf den Schoß, öffnete ihre Handtasche und zog Karten für Disneyland für ihn und die ganze Familie hervor. „Hier, die will ich dir schenken.“ Das geschah zwei Mal, die einzigen beiden Male, bei denen ich erlebt hatte, dass er betet. Er wollte nach Disneyland und betete um die Karten … ein Knirps von vier beziehungsweise fünf Jahren. Innerhalb von dreißig Minuten nach dem Gebet kamen wir in die Gemeinde und keine Menschenseele wusste von seinem Wunsch außer Janet und mir und wir kamen in die Gemeinde und er bekam die Karten geschenkt.

    „Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden.“ Jesus meinte es genau so, wie Er es sagte. So weit, so gut. Unser letzter Punkt für heute ist das übereinkommende Gebet.

Schreibe einen Kommentar