Keine anderen neben dem Partner

aus Teil 1 der Reihe „Die 10 Gebote für die Ehe“

das erste Gebot: „Keine anderen Götter neben mir“ und „kein Götzenbild als Ersatz“


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Comments

  • Jule sagt:

    Die Hauptsache – Die Zehn Gebote für die Ehe / Teil 1
    15.01.2012
    Pastor Bayless und Janet Conley

    Bayless Conley: Herzlich willkommen zu unserer Sendung! Janet und ich werden heute wieder über das Thema Ehe sprechen.

    Bitte schlagen Sie in der Bibel 2. Mose 19 auf. Gott betrachtete das Volk Israel in vielerlei Hinsicht als Seine Braut. Und nachdem Er Sein Volk aus Ägypten befreit hat, gab er Mose den sogenannten Dekalog – das, was wir die Zehn Gebote nennen. Das ist nicht nur eine Liste von Geboten und Verboten. Und es ist auch keine Treppe zum Himmel. Es ist gewissermaßen ein Eheversprechen für Gottes Volk. Achten Sie darauf, wie Gott sehr vertraut und beinahe romantisch mit Seinem Volk redet. 2. Mose 19:4-6

    „Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.“

    Ziemlich vertraut und romantisch, wenn Sie mich fragen. Und dann, im 20. Kapitel, gibt Gott ihnen die Zehn Gebote. Die möchten wir uns jetzt nacheinander anschauen oder wenigstens Teile davon. Wir beginnen mit

    2. Mose 20:1-3

    „Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir.“

    Keine anderen Götter. Gott sagt: „Ich möchte eine exklusive Beziehung. Ich will dein Ein und Alles sein, nicht bloß das Tagesmenü.“ Das trifft auch auf die Ehe zu. Augustinus sagte: „Wem Christus nicht mehr wert ist als alles andere, dem ist er gar nichts wert.“

    Henry Ford sagte anlässlich seiner Goldenen Hochzeit: „Der Grund für meine erfolgreiche Ehe ist der gleiche wie für meinen Erfolg im Geschäftsleben: Ich bin immer beim gleichen Modell geblieben.“

    Im traditionellen Ehegelübde verspricht sich das Paar Treue „bis dass der Tod uns scheidet“. Keine Konkurrenz. Und ich sage Ihnen: Meine Frau Janet ist die Einzige für mich. Ich gehe nicht „shoppen“. Ich suche nicht nach einem neuen Modell. Ich bleibe bei dem, was ich habe. In einer Ehe ist nicht Platz für drei oder vier Partner, sondern nur für einen.

    Und Gott sagt zu Israel: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Ich will in deinem Leben an der ersten Stelle stehen.“ Als Gott Adam erschaffen hatte, ließ er ihn in einen tiefen Schlaf fallen und nahm eine seiner Rippen… Alle zusammen: „eine Rippe“. Er nahm nicht drei oder vier Rippen und sagte: „Okay, Adam, das ist Eva, das ist Samantha, das ist Jacqueline, das ist Trisha.“ Nein, es war nur Eva. Es gab nur eine. Das ist Gottes Plan: ein einziger Partner.

    Ich habe Janet heute gefragt: „Wie wichtig ist es für dich zu wissen, dass dein Mann dir absolut treu ist?“ Und das gilt für beide: Wie wichtig ist es zu wissen, dass beide einander hundertprozentig treu sind und sich nach keinem anderen Partner umschauen? Und Janet sagte Folgendes dazu:

    Janet Conley auf Video: Ich denke, das ist wahrscheinlich das Wichtigste in einer Ehe. In den letzten Tagen habe ich mir einige Gedanken über unsere Ehe gemacht und mich gefragt, was für mich in unserer Ehe das Allerwichtigste ist. Und es war genau das. Wir sind einander treu. Und einfach zu wissen, dass wir einander absolut treu sind, bedeutet mir unglaublich viel. Ohne diese Treue wäre das Ganze so unsicher!

    Bayless Conley: Letztens habe ich es schon einmal erzählt: Manchmal streiten Janet und ich uns. Nicht oft, aber manchmal. Aber wissen Sie was? Wir nehmen nie das Wort „Scheidung“ in den Mund. Nie. Das ist einfach keine Option. Wir streiten uns und wissen, dass wir alles klären können. Ich meine: Janet ist eigenwillig. Ich bin eigenwillig. Manchmal haben wir Meinungsverschiedenheiten. Aber wir wachsen gemeinsam und wir klären unsere Konflikte. Und Janet muss sich nie fragen: „Was, wenn er mich verlässt?“ Das wird nicht passieren. Wir sind aneinander gebunden, seit wir an jenem Tag gemeinsam vor Gott standen.

    Ich weiß, unter den Zuhörern hier sind Menschen, die geschieden sind. Bitte verstehen Sie meine Worte nicht als Verurteilung. Darum geht es nicht. Aber wenn Sie wieder heiraten, muss es eine lebenslange Verpflichtung sein. Gott sagte zu Israel: „Kein anderer Gott neben mir.“

    Bei meiner Hochzeit mit Janet verließ ich meine Eltern und verband mich mit meiner Frau. Das Ehepaar steht Seite an Seite. In der Bibel steht, beide sind Erben der Gnade des Lebens. Kein anderer Mensch sollte über dem Ehepartner stehen – weder die Eltern noch die Kinder. Niemand außer dem Herrn Jesus Christus sollte über dem Menschen stehen, mit dem man verheiratet ist. Und Gott sagt zu Seinem Volk: „Unsere Beziehung wird nur funktionieren, wenn ich in eurem Leben an erster Stelle stehe.“

    Wenn Sie dieses Prinzip nicht in Ihrer Ehe praktizieren, steht die Beziehung von vornherein auf wackligen Füßen. Ihr Ehemann, Ihre Ehefrau, muss an erster Stelle stehen. Wie gesagt, es darf keine Konkurrenz geben.

    Weiter geht es in Vers 4 mit dem zweiten Teil des Gebots. Gott sagt:

    2. Mose 20:4-5

    „Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen.“

    Kein Götterbild von etwas, was im Himmel oder auf der Erde ist. Damit ist alles gemeint. Gott sagt also: „Macht euch kein Bild von mir, das ihr anbetet. Liebt keinen Ersatz, betet keinen Ersatz für mich an. Liebt mich.“

    Die Religionen haben immer wieder Bilder und Statuen gemacht und sie heilig genannt. Aber das alles sind nur Imitate. Gott sagt: „Tut das nicht. Verneigt euch nicht vor ihnen, betet sie nicht an, dient ihnen nicht.“ Und suchen Sie sich auch in der Ehe keinen Ersatz. Lieben Sie Ihren Ehepartner. Finden Sie Ihre Erfüllung in dieser Beziehung, nicht in einem Ersatz. Pornografie ist heutzutage ein riesiges Problem in der Welt und in der Kirche – nicht nur für Männer, auch für Frauen. Aber das ist nur ein billiger Ersatz. Ihre Leidenschaft und sexuelle Energie richten sich auf einen Ersatz, dabei sollten sie nur für Ihren Ehepartner vorbehalten sein. – Andere Menschen füllen ihr Leben mit Arbeit aus. Der Mann, der seine Arbeit mit nach Hause bringt und dessen Leben sich um seine Arbeit dreht.

    Übrigens kann das genauso auch die Frau betreffen. Es ist ein Ersatz, ein Überdruckventil. Alle Energie und Leidenschaft fließen in die Arbeit und die Ehe tritt irgendwo in den Hintergrund. Oder es kann auch sein, dass die Kinder eine Vorrangstellung einnehmen und zu einem Ersatz werden. Und das füllt den Raum aus, den eigentlich eine wachsende, liebevolle Beziehung zwischen den Eheleuten einnehmen sollte.

    Ich habe das schon oft miterlebt und es ist eine echte Tragödie. Statt sich aktiv darum zu bemühen, dass die Ehe an Qualität gewinnt und die Beziehung immer besser wird, tun weder der Mann noch die Frau, was sie eigentlich dazu beitragen sollten. Stattdessen stürzt der Mann sich in seine Arbeit. Und er ist damit ganz zufrieden und glücklich, aber sie spürt die Leere – also widmet sie sich voll und ganz den Kindern. Zunächst sieht alles wunderbar aus. Sie sind 25 Jahre verheiratet, die Kinder werden erwachsen und ziehen aus. Und dann entsteht eine Krise, weil es diese große, schmerzhafte Lücke gibt. Oder er geht in Rente und hat jetzt nicht mehr die Geliebte namens Arbeit und es entsteht eine Krise. Manche Paare lassen sich nach 25 oder 30 Jahren Ehe scheiden. Und oft geschieht das, weil beide sich einen Ersatz für die Beziehung zum Ehepartner gesucht haben.

    Ich habe Janet gefragt, mit welchen Dingen eine Frau in der Ehe die Beziehung zu ihrem Mann ersetzt und wie man sich davor schützen kann. Und sie hatte einiges dazu zu sagen.

    Janet Conley auf Video: Ich glaube, es kommt sehr häufig vor, dass die Frau ihre gesamte Zeit und Energie und alles, was sie hat, in ihre Kinder steckt. Dabei vernachlässigt sie dann die Beziehung zu ihrem Mann. Das passiert oft unbewusst, weil sie sich so sehr mit den Kindern verausgabt. Das ist nicht gut. Wenn die Kinder noch klein sind, muss man sehr viel in sie investieren. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Besonders, wenn sie noch so klein sind, sind sie in allem völlig von den Eltern abhängig. Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich wenigstens einen Abend in der Woche für sich als Paar freihalten. Als unsere Kinder noch klein waren, hatten wir immer den Freitagabend für uns. Kämpfen Sie um diese gemeinsame Zeit. Und wenn die Kinder älter werden, behalten Sie diesen gemeinsamen Abend bei. Der Terminkalender ist immer voll mit Arbeit, mit den Aktivitäten der Kinder und so weiter. Achten Sie bewusst darauf, dass Sie als Ehepaar Zeit miteinander haben, wenigstens einmal pro Woche. Sorgen Sie dafür, dass diese Zeit für Sie beide reserviert ist.

    Bayless Conley: Alle zusammen: „Keinen Ersatz.“ Gut.

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