Die arabischen Staaten in der Prophetie


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Comments

  • Jule sagt:

    Die arabischen Staaten in der Prophetie
    Abschrift des Vortrages von Arnold Fruchtenbaum aus 2002
    (benutzte Bibelverse aus Schlachter 2000)

    Gliederung des Vortrags:
    ========================

    I. Die Wurzel des Konflikts
    A. Ismael
    B. Esau

    II. Der andauernde Hass der Araber gegen die Juden

    III. Die Zukunft der arabischen Staaten
    A. Es wird Frieden werden durch göttlichen Eingriff auf drei Arten
    B. Bestimmte Nationen
    1. Libanon
    2. Jordanien
    3. Ägypten
    4. Irak
    5. Saudi-Arabien
    6. Iran

    Ihr solltet heute Abend das Übersichtsblatt ‚Die arabischen Staaten in der Prophetie’ haben. Ich möchte mit euch das Thema nach den drei Hauptpunkten behandeln, die ihr auf dem Übersichtsblatt findet. Wir beginnen zunächst mit der Wurzel des Konflikts, der mit den beiden Männern Ismael und Esau seinen Anfang nahm. Und dann werden wir weitergehen zu dem Hass, den wir in der heutigen Zeit zwischen den arabischen Staaten und dem Volk Israel finden. Von der Vergangenheit und der Gegenwart werden wir dann einen Blick in die Zukunft werfen, um zu sehen, wie es zwi-schen Israel und den sechs arabischen Staaten, die wir hier auf der Übersicht aufgezählt finden, zu einem Frieden kommen wird.

    Zunächst wollen wir also mit der Betrachtung Ismaels beginnen und so schlagen wir einmal das Buch Genesis, Kapitel 12, auf. Die jüdische Geschichte beginnt dort in den Versen 1-3, wo Gott einen Bund mit Abraham schließt und ihm verheißt, dass er aus ihm eine große Nation machen wird. Hier beginnt die jüdische Nation und damit auch die jüdische Geschichte. Ebenso finden wir in dem gleichen Kapitel den Beginn der arabischen Geschichte und zwar in den Versen 10-20. Es handelt sich um die Geschichte, wo Abraham Kanaan verlässt und nach Ägypten zieht. Was wir hier berichtet finden, ist ein Mangel an Glauben. Erst vor kurzem ist Abraham in das Land Kanaan gekommen und Gott hat ihm verheißen, dass er ihm und seinen Nachkommen dieses Land geben wird. Aber bisher ist sein Glaube noch nicht so reif geworden, dass er Gott so sehr vertraute, dass er sich in jeder Lage und Situation auf ihn verlassen hätte. Und deshalb entschloss er sich, als eine Hungersnot in Kanaan entstand, nach Ägypten zu ziehen, um dort sich und seine Familie zu erhal-ten.
    Bei seiner Ankunft in Ägypten bemerkte er, dass es in ihrem System eine verdrehte Moral gab. Auf der einen Seite waren die Ägypter sehr gegen den gesetzwidrigen Ehebruch. Natürlich wollte sich kein Ägypter des Ehebruchs schuldig machen. Aber nur einmal angenommen, dass ein Ägypter eine Frau begehrte, die verheiratet war, dann hat er es einfach so arrangiert, dass der Ehemann umgebracht wurde und so war dann die Frau eine Witwe und er konnte sie ohne Probleme heiraten. Als Abraham das erkannte, beschwor er Sarah sich als seine Schwester auszugeben (sie war ja auch seine Halbschwester) und nicht als seine Frau. Und was Abraham fürchtete trat auch in gewisser Weise ein. Der Pharao hört von der Schönheit Sarahs und in Vers 15 wird sie von den Hofbeamten in seinen Harem aufgenommen. Und weil der Vater tot war, dachte Pharao, dass Abraham als der älteste Sohn, der Wächter über Sarah sei. Deshalb bekam auch Abraham, als der Bruder, den Brautpreis. Der Brautpreis wird in Vers 16 aufgelistet. Und in dieser Aufzählung befinden sich auch einige Mägde. In dieser Aussage, dass innerhalb dieser vielen Gaben sich auch Mägde befanden, finden wir den Anfang der arabischen Nation. Denn eine dieser Mägde war Hagar, eine Ägypterin.

    Nun gehen wir nach Kapitel 16 dieses Buches. In Kapitel 12 sahen wir Abrahams Versagen im Glauben. Und nun finden wir das gleiche Versagen bei Sarah in Kapitel 16. Zwischen Kapitel 12 und Kapitel 16 ist ein Zeitraum von zehn Jahren verstrichen. Und in diesen ganzen zehn Jahren ist Sarah immer noch nicht schwanger geworden. In Kapitel 12 wurde Abraham von Gott verheißen, dass er einen Sohn haben wird. Aber dort hatte Gott ihm nicht ausdrücklich gesagt, dass Sarah auch die Mutter seines Sohnes sein sollte. Und so denkt Sarah nun, dass sie Gott ein klein wenig nachhelfen muss, um seine Verheißung zu erfüllen. Manchmal klagen Leute Sarah an, als hätte sie hier eine Unmoral begangen, aber das war nicht der Fall; vielmehr gehorchte sie den damaligen Gesetzen. Wenn eine Frau wirklich unfähig war, Kinder zu gebären, dann hatte sie jedoch weiterhin die Verantwortung, die Familie zu erhalten. Und um diese Verantwortung wahrzunehmen, konnte sie, zur Zeugung eines Kindes, Ihrem Mann eine Konkubine, eine Nebenfrau oder aber eine Magd geben, so dass die Familienlinie nicht ausstarb. Und dies ist es, was Sarah hier in diesen Versen nun vorschlägt und tun möchte.

    Der eigentliche Punkt ist aber hier, dass keine Notwendigkeit dazu bestand, weil Gott ja verheißen hatte, dass Abraham einen Sohn bekommen würde. Und obwohl Gott Abraham nicht ausdrücklich gesagt hatte, dass Sarah die Mutter des Sohnes sein würde, so war sie doch seine einzige Frau und so hätte dies ihre korrekte Schlussfolgerung sein sollen. In 1. Mose 16,1 lesen wir, dass sie eine ä-gyptische Magd hatte, die Hagar hieß. Die einzige Erwähnung einer ägyptischen Magd finden wir im Kontext von Kapitel 12. Und so ist Hagar diejenige, die Abraham von Sarah gegeben wird und Hagar wird auch schwanger. Es gab nur ganz wenige Frauen, die noch mehr verachtet wurden, als diejenigen, die nicht schwanger werden konnten. Und Hagar beginnt nun, diese Einstellung Sarah gegenüber zu entwickeln. Und so lesen wir einmal Vers 4:

    Und er ging ein zu Hagar, und sie wurde schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, wur-de ihre Herrin verächtlich in ihren Augen.

    Und nun finden wir darauffolgend, wie Hagar Sarah in vielfältiger Weise verächtlich behandelte, wegen ihrer Unfähigkeit Kinder zu bekommen. Und das führt zu einem großen Haushaltskrach. Das Ergebnis davon finden wir in Vers 6:

    Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand; tue mit ihr, was gut ist in dei-nen Augen! Da nun Sarai sie demütigte, floh sie von ihr.

    So beginnt nun Sarai die Hagar sehr schlecht zu behandeln, so weit, dass Hagar schließlich trotz ihrer Schwangerschaft aus dem Haus flieht. Und während sie auf der Flucht ist, hat sie eine ganz besondere Begegnung, nämlich eine Begegnung mit dem Engel des Herrn, Vers 7. Wo immer man diesem Titel begegnet, Engel des Herrn, ist es nie ein gewöhnlicher Engel. Das ist zur Zeit des Al-ten Testaments eine Art, für die zweite Person der Gottheit, sichtbar zu erscheinen. Immer wenn wir diese Beschreibung finden, ist es Gott, Jahwe oder Jehova. Und er befielt nun Hagar, dass sie sich Sarai unterordnen soll und dass sie einen Sohn gebären wird. In Vers 12 beschreibt er vier verschie-dene Charaktereigenschaften ihres Sohnes. Und diese vier Wesenszüge sind ebenso charakteristisch für seine Nachkommen.

    Zunächst einmal wird er ein wilder Mensch (ein Wildesel von Mensch, Elb.) sein. In früheren Zeiten konnte man im Sinai und im Negev von wilden Eseln hören. Und diese Wildesel zeichneten sich dadurch aus, dass sie immer in der Wüste umherzogen und nicht lange an einem Ort blieben. Und in gewisser Weise sollte das bei den Nachkommen Ismaels genau so sein, so dass sie von einem Teil der Wüste bis zum anderen immer umherziehen würden. Und für den größten Teil der frühen arabischen Geschichte war das auch der Fall. Erst in den letzten Jahrhunderten ließen sich viele Araber in den großen Städten nieder. Aber diese Wildeseltradition wird durch die Beduinen im Sinai und im Negev fortgeführt und auch an anderen Stellen in der arabischen Welt. Zum zweiten wird er seine Hand gegen jeden erheben, das bedeutet, dass er durch Aggression gekennzeichnet sein wird. Während er durch die Wüste zieht, wird er dort in Kontakt mit anderen Volksgruppen kommen, und seine Tendenz wird dann sein, dass er die anderen angreift. Als dritten Punkt finden wir nun im Gegenzug, dass die Hände der anderen auch gegen ihn sein werden. Hier haben wir das Prinzip der Vergeltung. Also würden die ganzen Attacken von Ismael eine organisierte Vergeltung nach sich ziehen. Und wir sehen das sehr deutlich in der Geschichte Israels in den letzten 50 Jahren und länger abgezeichnet. Wir sehen, dass gerade die arabischen Staaten im-mer wieder schuldig geworden sind durch militärische oder terroristische Angriffe gegen Israel. Und das hat auch bis heute große Reaktionen in Israel gegen die arabischen Staaten ausgelöst. Viertens finden wir, dass er im Angesicht seiner Brüder wohnen wird. Dieser Begriff wohnen beinhaltet in der hebräischen Sprache zwei verschiedene Dinge. Es bedeutet, dass man Seite an Seite mit jemandem wohnt, aber in einem Zustand der Feindschaft. Es wird hier also ausgesagt, dass die Nachkommen Ismaels mit den Nachkommen Isaaks Seite an Seite zusammenleben werden, jedoch in einem Zustand der Feindschaft.

    Und nun lasst uns Kapitel 21 aufschlagen. In den Versen 1-7 hat Sarai endlich ihren Sohn bekommen und so hat die Verheißung Gottes an Abraham hier ihre Erfüllung gefunden. Damals war es nicht üblich eine Geburtstagsparty zu geben. Vielmehr war der besondere Tag im Leben der Kinder, der Tag, an dem sie entwöhnt waren. Dies konnte in einem Alter zwischen 3 und 5 Jahren sein. Aber ein ganz besonderer Tag war der Tag, an dem eine Entwöhnungsfeier veranstaltet wurde. Und das finden wir in Vers 8 beschrieben:

    Und das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt. Und Abraham machte ein großes Mahl an dem Tag, als Isaak entwöhnt wurde.

    Normalerweise ist das eine Zeit der besonders großen Freude. Und alle Anwesenden nahmen Anteil an der Freude des Ereignisses. Aber bei diesem Fest gab es eine Sache, die diese Freude störte. Le-sen wir Vers 9:

    Und Sarah sah, dass der Sohn der Hagar, der ägyptischen Magd, den sie dem Abraham geboren hatte, Mutwillen trieb.

    Zu diesem Zeitpunkt hier in Vers 9 war Ismael kein kleiner Junge mehr. Vielmehr ein Junge im Al-ter von etwa 15 bis 18 Jahren. Also im Grunde genommen war er alt genug, um es besser zu wissen. Aber wir finden nun, dass die Feindschaft, die zwischen Hagar und Sarai bestand, sich in Ismael und Isaak weiter fortsetzte. Und so hat Ismael die Entwöhnungsfeier dazu benutzt, den kleinen I-saak zu verspotten. Was hier beschrieben wird ist, dass er sich über den Namen Isaaks lustig macht (Info: Isaak = Lacher, er lacht). Und das führte dazu, dass Hagar mit ihrem Sohn aus dem Haushalt verstoßen wurde. Und hier begann die Erfüllung der Prophezeiung, dass Ismael ein Wanderer durch die Wüste sein würde. Lasst uns lesen, was in Vers 21 geschah:

    Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Land Ägypten

    Wir lesen hier, dass, obwohl er in der Wüste Paran wohnte, seine Mutter hinging und ihm speziell eine Frau aus Ägypten besorgte. Die Familie Abrahams bestand aber aus Semiten und die der Ägypter aus Hamiten, sie kamen aus dem Stamm Ham. Und in der Geschichte gibt es viele Hinwei-se, dass eine Feindschaft zwischen Hamiten und Semiten bestand, zwischen Ägypten und Israel. Und die Tatsache, dass er nun eine ägyptische Frau bekam, unterstrich und unterstützte diese Feind-schaft noch weiter. Ismael war einer der zwei Hauptväter der arabischen Völker.

    Wir gehen nun zu Esau in Kapitel 25. Hier haben wir die Geschichte von Esau und Jakob. Wo Ismael und Isaak Halbbrüder waren, waren nun Jakob und Esau volle Blutsbrüder. Sie waren nicht nur Blutsbrüder, sondern sogar Zwillinge. Esau war als erster geboren und hatte deshalb das Erstgeburtsrecht. Derjenige, der das Erstgeburtsrecht hatte, war auch der Nutznießer der geistlichen Verheißungen Gottes aus dem Abrahambund. Esau besaß das Erstgeburtsrecht, aber die Verhei-ßungen Gottes waren ihm völlig egal. Jakob dagegen hatte das Erstgeburtsrecht nicht, wollte jedoch gerne im Zentrum von Gottes Plan stehen. Und dann kommt der Punkt, wo das Erstgeburtsrecht den Besitzer wechselt. Wir sollten dazu die Verse 27-34 lesen:

    Und als die Knaben groß wurden, da wurde Esau ein tüchtiger Jäger, ein Mann des freien Feldes; Jakob aber war ein sittsamer Mann, der bei den Zelten blieb. Und Isaak hatte den Esau lieb, weil ihm das Wildbret mundete; Rebekka aber hatte den Jakob lieb. Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Feld und war erschöpft. Und Esau sprach zu Jakob: Laß mich von dem roten [Gericht] da hinunterschlingen, denn ich bin erschöpft! Daher gab man ihm den Namen Edom. Da sprach Jakob: Verkaufe mir heute dein Erstgeburtsrecht! Und Esau sprach zu Jakob: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir das Erstgeburtsrecht? Jakob sprach: So schwöre mir heute! Und er schwor ihm und verkaufte so dem Jakob sein Erstgeburtsrecht. Da gab Jakob dem Esau Brot und das Linsengericht. Und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht.

    Manchmal lesen die Leute diese Stelle falsch und sie denken, dass Esau hier gezwungen wurde, sein Erstgeburtsrecht zu verkaufen, einfach weil sie seinen Anspruch viel zu wörtlich nehmen. Er kommt hier vom Feld und sieht Jakob gerade ein schönes Linsengericht kochen. Er möchte gerne etwas von dem schönen Eintopf haben, doch Jakob möchte, dass er zuerst sein Erstgeburtsrecht verkauft. Die Art wie Esau es sagt, vermittelt den Eindruck, dass er sterben würde, wenn er nicht sofort etwas von Jakob zu essen bekommt. Natürlich war das völlig übertrieben. Wir wissen ganz genau, dass das Haus Isaaks ziemlich reich war. Da gab es viele Diener um ihn her. Er hätte nur einige Schritte bis zum nächsten Zelt weitergehen müssen und ein Diener hätte ihm, was immer er wollte, zu essen geben können. Aber er wollte nicht irgendetwas Leckeres zu essen, sondern speziell den Eintopf von Jakob. Für eine Schüssel Eintopf ist er also bereit, das Erstgeburtsrecht herzugeben. Die Bibel sagt nicht, dass er es einfach nur verkaufte, vielmehr steht in Vers 34, dass Esau das Erstgeburtsrecht auf diese Weise verachtete. In Hebräer 12 finden wir die gleiche Aussage. Esau war ein gottloser Mann, der sein Erstgeburtsrecht verachtete, einfach weil die geistlichen Segnungen für ihn keinerlei Bedeutung hatten. Somit wechselte das Erstgeburtsrecht seinen Besitzer.

    Damit kommen wir zu Kapitel 27. Und das ist die Erzählung von dem patriarchalischen Segen. Wer auch immer den patriarchalischen Segen bekommen würde, kam auch in den Genuss der materiellen Vorzüge des Segens. Und obwohl Esau die geistlichen Vorzüge völlig egal waren, wollte er doch in den Genuss der materiellen Vorzüge kommen. Allerdings gehört der patriarchalische Segen rechtlich zu dem, der das Erstgeburtsrecht besitzt. Jakob wurde angeklagt, den patriarchalischen Segen von Esau gestohlen zu haben, aber das war nicht der Fall. Das Erstgeburtsrecht gehörte nun rechtlich ihm und somit auch der Segen. Vielmehr ist es nun so, dass sich Esau den Segen von Jakob, mit den damit verbundenen materiellen Vorzügen, erschwindeln will.
    Die Sünde bestand nicht darin, den Segen zu stehlen, sondern den Vater zu betrügen. Und hier fin-den wir das gleiche Problem wie bei Abraham und Sarah, nämlich ein mangelnder Glaube an die Verheißungen Gottes. Seine Mutter Rebekka war es letztendlich, die Jakob davon überzeugte, dass er seinen Vater Isaak betrügen solle. Sie erhielt aber doch damals die Verheißung, als sie noch mit den Zwillingen schwanger war, dass der Ältere dem Jüngeren dienen würde. Sie hätte einfach auf Gott vertrauen und sich bereitwillig seiner Verheißung unterordnen sollen. Aber genau wie Sarah dachte Rebekka , dass sie Gott wohl helfen müsse, seine Verheißungen zu erfüllen. So überredete sie Jakob dazu, seinen Vater zu täuschen, um den patriarchalischen Segen zu bekommen. Und dies führte nur zu noch größerer Feindschaft von Seiten Esaus. Und so lesen wir Kapitel 27, Vers 41:

    Und Esau wurde dem Jakob feind wegen des Segens, womit sein Vater ihn gesegnet hatte; und Esau sprach in seinem Herzen: Die Zeit, da man um meinen Vater trauern wird, ist nicht mehr weit; dann will ich meinen Bruder Jakob umbringen!

    Esau ist der Vater vieler anderer arabischer Nationen, neben denen von den Nachkommen Ismaels. Die Wurzel des Konflikts zwischen den arabischen Staaten und Israel liegt somit in diesen beiden Männern, Ismael und Esau.

    Und somit kommen wir zum zweiten Hauptpunkt unserer Übersicht. Seit den Anfängen besteht eine immerwährende Feindschaft zwischen den arabischen Staaten und den Juden. Und dazu wollen wir uns 4. Mose Kapitel 20 anschauen. Zu diesem Zeitpunkt sieht es so aus, als hätte Esau den patriar-chalischen Segen tatsächlich erhalten. Denn Jakobs Nachkommen endeten als Sklaven in Ägypten. Die Edomiter dagegen, die Nachkommen Esaus, waren zu einer großen Nation geworden. Sie hat-ten Könige und wohlhabende Städte. Aber nun, nach der Befreiung aus Ägypten und 40 Jahren in der Wüste, ist Israel bereit, auch sein Erbteil einzunehmen. Und der beste Weg dorthin, lag auf einer Wegstrecke, die durch Edom, dem Territorium von Esau, führte. Und so hat Mose eine Bitte an ihn. Und lasst uns einmal das Fundament dieser Bitte betrachten. Wir lesen dazu Vers 14:

    Danach sandte Mose Boten aus Kadesch zu dem König von Edom: So lässt dir dein Bruder Israel sagen: Du kennst alle Not, die uns begegnet ist;

    Vor allem sagt er hier: das sagt dein Bruder Israel. Die Grundlage der Bitte ist also die verwandtschaftliche Beziehung zwischen den beiden Nationen. Eben aufgrund der Blutsverwandtschaft sollte doch die Genehmigung erteilt werden, durch das Gebiet der Edomiter ziehen zu dürfen. Und er sagt ebenso: du kennst all die Not, die uns begegnet ist. Und das bedeutet, dass die Edomiter auch ein Auge auf die jüdische Geschichte hatten, dass sie durchaus von den Nöten und Leiden der Israeliten in Ägypten wussten. Und das hätte ihnen eigentlich ein Mitleidsgefühl vermitteln sollen ihren israelitischen Brüdern gegenüber. Aber es war nicht so. Lasst uns dazu die Verse 20-21 lesen:

    Er aber sprach: Du sollst nicht hindurchziehen! Und der Edomiter zog ihnen entgegen mit mächtigem Volk und mit starker Hand. So verweigerte der Edomiter Israel die Erlaubnis, durch sein Gebiet zu ziehen. Und Israel wich ihm aus.

    Wir erkennen also, dass sich die Feindschaft zwischen diesen beiden Nationen durch die Generationen zog. Und wir sehen, dass sich dies sowohl durch die Geschichte des Alten wie auch des Neuen Testaments zog. Immer wieder finden wir auch in dem Buch Richter, dass die Ismaeliter und Edomiter Israel attackierten. Und nun lasst uns einmal den 83. Psalm aufschlagen, denn er beschreibt diese Situation, die bis in die heutige Zeit reicht. In den ersten sechs Versen beschreibt er eine Allianz von verschiedenen Nationen und diese Verschwörung hat ein einziges Ziel. Und dieses Ziel finden wir in Vers 5 beschrieben:

    Sie sprechen: »Kommt, wir wollen sie vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien, dass an den Namen Israel nicht mehr gedacht werde!«

    Sie wollen Israel vollständig vernichten, so dass Israel aufhört als Nation zu existieren. Es gab eine Zeit, als alle arabischen Staaten sich zu diesem Ziel auch öffentlich bekannten. Und einige arabische Staaten tun dies bis heute. Die Liste der arabischen Staaten, die in dieser Allianz der Verschwörung zusammenfinden, finden wir in den Versen 7-9 beschrieben. Es sind alles antike Namen, aber man kann sie den modernen arabischen Staaten zuordnen. Während wir die Liste durchgehen, werde ich euch zu diesen Stämmen die äquivalenten arabischen Staaten nennen. Zunächst einmal finden wir die Zelte Edoms, dies ist das südliche Jordanien. Dann finden wir die Ismaeliten, eine der Schlüsselväter der arabischen Staaten. Moab ist das zentrale Jordanien. Die Hageriten entsprechen Ägypten. Gebal ist der heutige Libanon. Amman ist der nördliche Teil von Jordanien. Die Amalekiter waren auf der sinaitischen Halbinsel, Philistäa ist der Gazastreifen, Tyrus ist wieder der Libanon, Assur entspricht im Großen und Ganzen dem heutigen Irak und zum Teil dem heutigen Syrien.

    Niemals zuvor in der Geschichte haben alle diese Staaten sich zusammengeschlossen um das Ziel, das wir in Vers 5 (Psalm 83) gesehen haben, zu erreichen. Erst jetzt, im 20. Jahrhundert, schlossen sich alle diese Staaten zusammen, um dies gemeinsame Ziel zu erreichen, besonders in zwei der israelisch- arabischen Kriege, einmal in dem Unabhängigkeitskrieg 1948 und zum anderen in dem Sechstagekrieg 1967. Dort verkündigten sie sehr laut und deutlich dieses Ziel, die Nation Israel völlig zu vertilgen. Und nun schauen wir uns einmal Hesekiel Kapitel 35 an. In den ersten fünf Versen finden wir ein Gerichtsurteil über Edom, das südliche Jordanien. Und in Vers 5 finden wir eine Begründung für dieses Urteil:

    Weil du ewige Feindschaft hegst und die Kinder Israels der Schärfe des Schwertes überliefert hast zur Zeit ihres Unglücks, zur Zeit der Sünde des Endes,

    Der Schlüsselgedanke hier ist diese ewige Feindschaft. Aus dieser beständigen Feindschaft heraus handelten sie auch gegenüber der Nation Israel und handeln sie noch heute.

    Obadja unterstreicht den gleichen Punkt in den Versen 10-14.

    Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Jakob soll dich Schande bedecken, und du sollst auf ewig ausgerottet werden! An jenem Tag, als du dabeistandest, an dem Tag, da Fremde sein Hab und Gut wegführten und Ausländer zu seinen Toren einzogen und das Los über Jerusalem warfen, da warst du auch wie einer von ihnen! Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tag deines Bruders, am Tag seines Unheils, und sollst dich nicht freuen über die Kinder Judas am Tag ihres Untergangs und nicht dein Maul aufreißen am Tag der Drangsal. Du sollst auch nicht zum Tor meines Volkes einziehen am Tag ihres Unglücks und auch nicht dich weiden an seinem Unheil an seinem Schicksalstag, noch deine Hand ausstrecken nach seinem Hab und Gut am Tag seines Unglücks. Du sollst dich auch nicht beim Scheideweg aufstellen, um seine Flüchtlinge niederzumachen, und sollst seine Entkommenen nicht ausliefern am Tag der Drangsal!

    Wir sehen, dass gerade diese beständige Feindschaft auch der Grund für viele der heutigen Konflikte zwischen den arabischen Staaten und Israel ist. Aber es war nicht so, dass diese beständige Feindschaft immer nur zum Nachteil Israels war, sondern manchmal wirkte sie sich auch zum Vorteil für die Juden aus.

    Vers 5 ist einer der Hintergründe dafür, was am 11. September in New York geschah. Zwei bis drei Tage nach diesem Anschlag wurden drei arabische Führer von Terrorgruppen befragt, – auf CNN konnte ich mir diese Interviews anschauen – und alle drei dieser arabischen Führer sagten das Glei-che, nur mit anderen Worten. Sie hatten zwei Punkte: Erstens sagten sie, sie haben gar nichts mit diesen Anschlägen zu tun. Zweitens sagten sie, dieser Anschlag zeigt, dass nun Amerika ihre be-sondere Unterstützung für den Staat Israel neu überdenken müsse. Und Ben Laden stellte sicher, dass diese Videokassette genau zu der Zeit gezeigt wurde, als Amerika gerade begann, Afghanistan zu bombardieren. Auf dieser Videokassette sagte er folgendes: Amerika wird keinen Frieden haben, bis wir Frieden in Palästina haben. Und Palästina bedeutet für ihn eine völlige Auslöschung des Staates Israel. Die Motivation hinter dem Anschlag am 11. September war der beständige Hass der Araber gegen die Juden.

    Wir haben nun viele Dinge in Vergangenheit und Gegenwart zu diesem Punkt gefunden und wollen uns nun mit der Zukunft beschäftigen. Und so kommen wir zu unserem dritten Hauptpunkt, die Zukunft der arabischen Staaten. 3 A auf unserem Übersichtsblatt sagt uns folgendes: Es wird Frieden zwischen den arabischen Staaten und Israel durch göttliches Eingreifen geben und dies auf drei verschiedene Weisen. Erstens wird Frieden mit einigen Staaten durch Besatzung geschaffen, zweitens mit einigen durch das Mittel der Zerstörung und drittens bei einigen durch das Mittel der Bekehrung. Eine von den drei Möglichkeiten wird angewendet werden. Und weil Gott nicht für alle arabischen Staaten das gleiche Ziel hat, müssen wir sie auch gesondert behandeln. Für jeden der aufgelisteten arabischen Staaten finden wir verschiedene Schriftstellen mit Prophetien. Wir haben nicht die Zeit, um sie uns alle anzuschauen und darum werden wir dies nur selektiv tun. So werden wir einige zusammen aufschlagen und bei den anderen gebe ich nur an, wo man etwas dazu findet. Dann werde ich sagen, dass dies nur für eure Notizen ist und so könnt ihr später die Stellen selber nachschlagen.

    Das erste Land, das wir uns ansehen wollen, ist der Libanon. Der Friede zwischen dem Libanon und Israel wird durch Besatzung zustande kommen. Zur Notiz: Hesekiel 47 + 48. In diesen beiden Kapiteln finden wir das Königreich Israel im 1000-jährigen Reich und seine Grenzen beschrieben. Und wenn man sich einmal diese Grenzen auf einer modernen Landkarte einträgt, dann sieht man, dass der heutige Libanon dann zu Israel gehören wird. Das Gebiet des Libanon war schon immer ein Teil des verheißenen Landes, aber ein Teil, das Israel in seiner Geschichte noch nie eingenommen hatte. Sie werden den Libanon jedoch im 1000-jährigen Reich besitzen. Dort wird es keinen Staat geben, der sich Libanon nennt, sondern es wird einfach ein Teil von Israel sein. Und dann werden sich einige der nördlichen Stämme Israels im heutigen Libanon niederlassen.

    Jetzt schauen wir uns die zweite Nation an: Jordanien. Das heutige Jordanien umfasst drei der histo-rischen Gebiete: Ammon, Moab und Edom. Gott hat nicht die gleiche Zukunft für jeden der drei Gebiete vorgesehen und so wollen wir jeden einzeln betrachten und dabei vom Süden zum Norden vorgehen. Wir beginnen mit Edom, welches jetzt Südjordanien ist. Frieden wird zwischen Israel und Südjordanien durch Zerstörung entstehen. Es wird eine vollständige Vernichtung sein. Lasst uns noch einmal Hesekiel 35 betrachten. Wir lesen die Verse 6-9:

    Darum, so wahr ich lebe, spricht GOTT, der Herr, ich will dich bluten lassen, und Blut soll dich verfolgen; weil du das Blutvergießen nicht gescheut hast, so soll das Blut auch dich verfolgen! Und ich will das Gebirge Seir zu einer schrecklichen Wüste und Einöde machen und alle Hin- und Herziehenden daraus vertilgen. Ich will seine Berge mit seinen Erschlagenen füllen; ja, auf deinen Hügeln und in deinen Tälern und allen deinen Gründen sollen vom Schwert Erschlagene fallen. Zur ewigen, schrecklichen Wüste will ich dich machen, und deine Städte sollen unbewohnt bleiben; und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin.

    Er beschreibt hier eine vollkommene Zerstörung des Landes Edom, inklusive allen tierischen und menschlichen Lebens. Und dann lesen wir die Verse 14-15 dieses Kapitels:

    So spricht GOTT, der Herr: Wenn sich die ganze Erde freut, so will ich dich zur entsetzlichen Wüste machen! Wie du dich gefreut hast über das Erbteil des Hauses Israel, weil es verwüstet wurde, so will ich auch mit dir verfahren: Du sollst verwüstet werden, Gebirge Seir, und du, Edom, insgesamt; und sie sollen erkennen, dass ich der HERR bin!

    Er sagt, dass im messianischen Königreich die ganze Welt sich freuen wird, sie werden erblühen wie eine Rose, aber das wird sich im südlichen Jordanien nicht erfüllen. Vielmehr wird es ein Land der ewigen Verwüstung, des ewigen Feuers sein. Nun schaut euch Jesaja 34 an, Verse 8-14:

    Denn es ist ein Tag der Rache des HERRN, ein Jahr der Vergeltung für die Sache Zions. Da sollen [Edoms] Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel; ja, ihr Land wird zu brennendem Pech. Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig wird sein Rauch aufsteigen; es wird öde liegen von Geschlecht zu Geschlecht, und niemand wird mehr hindurchziehen ewiglich. Und der Pelikan und der Igel werden es einnehmen, und die Eule und der Rabe werden darin wohnen; die Mess-Schnur der Verwüstung wird Er darüber spannen und das Richtblei der Verödung. Von ihrem alten Adel wird keiner mehr da sein, um das Königtum auszurufen, und alle ihre Fürsten sind dahin. In ihren Palästen werden Dornen wachsen, Nesseln und Disteln in ihren befestigten Städten; sie werden den Schakalen zur Wohnung dienen, zum Gehege den Straußen. Wüstentiere und Schakale werden einander begegnen und ein Ziegenbock dem anderen zurufen; ja, dort wird die Lilith sich niederlassen und eine Ruhestätte für sich finden.

    Er beschreibt ganz Edom als eine brennende Pech- und Schwefelstätte. Es wird ein Ort des anhal-tenden Feuers und aufsteigenden Rauchs durch das ganze 1000-jährige Reich hindurch sein. Und er macht es sehr deutlich, dass sich dort kein menschlicher Bewohner aufhalten wird. Aber dennoch findet man hier eine Gruppe von Tieren erwähnt. Und das scheint der Stelle in Hesekiel zu widersprechen, wo steht, dass dort weder menschliches noch tierisches Leben mehr sein wird. Au-ßerdem könnten natürlich keine kleine Tier in diesem brennenden Pech- und Schwefelort leben, ohne sich selbst zu verbrennen. In Vers 14 finden wir beschrieben, was diese Tiere tatsächlich sind. Das hebräische Wort für einen Bock bezeichnet einen Dämon in Bocksgestalt. Das hebräische Wort für die Nachttiere beschreibt nichts anderes als Dämonen der Nacht. Wir wissen aus anderen Stellen der Schrift, dass oftmals Dämonen in der Gestalt von Tieren erscheinen. Das bedeutet, die Tiere in Jesaja 34 sind nichts anderes als Dämonen mit einem tierischen Aussehen. So widerspricht Jesaja 34 nicht Hesekiel 35. Während Satan während des 1000-jährigen Reiches im Abgrund gebunden sein wird, trifft dies jedoch nicht auf seine Dämonen zu. Vielmehr werden sie an zwei anderen Orten auf der Erde gebunden sein. Einer dieser Orte wird Südjordanien sein. Deshalb ist hier ein Land mit anhaltendem Feuer von Pech und Schwefel. Für eure Notizen könnt ihr noch Jeremia 49, Verse 14-22, aufschreiben. Und nun lasst uns einmal Obadja aufschlagen, Verse 17-18:

    Aber auf dem Berg Zion wird Errettung sein, und er wird heilig sein; und die vom Haus Jakob wer-den ihre Besitzungen wieder einnehmen. Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein und das Haus Joseph eine Flamme; aber das Haus Esau wird zu Stoppeln werden; und jene werden sie anzünden und verzehren, so dass dem Haus Esau kein Überlebender übrigbleibt; denn der HERR hat es ge-sagt!

    Er streicht heraus, dass Gott eines Tages nicht nur selbst Gericht üben wird, sondern Israel als sein Werkzeug mit dazu gebrauchen wird. Am Ende, wenn das Gericht vollstreckt ist, wird es keinen einzigen Überlebenden aus Edom mehr geben. In Hesekiel 25 finden wir eine weitere Aussage da-zu. Wir sollten dazu die Verse 12-14 lesen:

    So spricht GOTT, der Herr: Weil Edom Rachsucht geübt hat am Haus Juda und sich damit schwer verschuldet hat, indem es sich an ihnen rächte, darum, so spricht GOTT, der Herr: Ich will meine Hand gegen Edom ausstrecken und Menschen und Vieh darin ausrotten. Von Teman an will ich es in Trümmer legen, und bis nach Dedan sollen sie durchs Schwert fallen! Und ich will meine Rache an Edom vollstrecken durch die Hand meines Volkes Israel; diese sollen an Edom handeln nach meinem Zorn und nach meinem Grimm, so dass sie meine Rache kennenlernen sollen, spricht GOTT, der Herr.

    Hier sagt er: durch die Hand meines Volkes Israel werde ich Edom zerstören. Wenn wir all diese Abschnitte einmal zusammennehmen, lehren sie folgendes: Es wird einen sehr zerstörerischen Krieg geben zwischen Israel und Südjordanien und auch wenn Gott Israel gebraucht, wie er es sich vorgestellt hat, wird er doch gleichzeitig Feuer von Pech und Schwefel vom Himmel regnen lassen. Also wird der Friede zwischen Israel und Südjordanien durch eine völlige Zerstörung zustande kommen.

    Und nun lasst uns nördlich ziehen in das zentrale Jordanien, Moab. Wir gehen zu Jeremia 48. Frie-den zwischen Israel und Zentraljordanien wird durch eine teilweise Zerstörung entstehen, gefolgt von einer Bekehrung des Landes. In den Versen 1-46 finden wir das Gericht über Moab, das eine teilweise Zerstörung des Landes zur Folge haben wird. Und das Ergebnis hieraus wird eine Bekeh-rung der Überlebenden zum Herrn sein. Lasst uns einmal den Vers 47 anschauen:

    Doch will ich Moabs Geschick wieder wenden am Ende der Tage, spricht der HERR.

    Mit anderen Worten wird es eine errettete Nation Moab im messianischen Königreich geben. Als nächstes werden wir nach Ammon, dem nördlichen Jordanien, gehen. Wenn wir nach Jeremia 49 kommen, haben wir die gleiche Situation wie in Moab. Eine teilweise Zerstörung, gefolgt von einer Bekehrung. Die Verse 1-5 beschreiben die teilweise Zerstörung, die eine Errettung der Ammoniter durch Bekehrung einleitet. Wir lesen Vers 6:

    Aber danach will ich das Geschick der Ammoniter wieder wenden, spricht der HERR.

    Auch ein Volk der Ammoniter als gerettete Nation wird es im messianischen Königreich also geben. Als nächstes gehen wir nach Ägypten. Dazu lesen wir Jesaja 19. Frieden zwischen Israel und Ägypten wird durch das Mittel der Bekehrung kommen. In den Versen 1-10 wird ein Gericht über Ägypten beschrieben, in dessen Verlauf ein Bürgerkrieg und ein Zusammenbruch der ägyptischen Wirtschaft stattfinden. Die Verse 11-15 weisen darauf hin, dass die ägyptische Führung schuldig ist an der Irreführung des Volkes. Dreimal in der Geschichte hat die ägyptische Führung einen Krieg angezettelt gegen Israel. Und jedes Mal hatte es schreckliche Folgen für die Armee sowie auch für die ägyptische Wirtschaft. Aber dann finden wir eine Beschreibung, die zur Errettung Ägyptens führt. In den Versen 16-22 wird Ägypten unter die Herrschaft eines sehr gewalttätigen Diktators fal-len, mit dem Ergebnis, dass die Ägypter sich vom Islam lossagen und sich vielmehr dem Christus zuwenden werden. Und dann wird Ägypten eine nationale Errettung erfahren ebenso wie Israel. Lasst uns dazu die Verse 21-22 lesen:

    Und der HERR wird sich den Ägyptern zu erkennen geben, und die Ägypter werden an jenem Tag den HERRN erkennen; sie werden [ihm] mit Schlachtopfern und Speisopfern dienen, sie werden dem HERRN Gelübde ablegen und sie auch erfüllen. So wird der HERR die Ägypter schlagen, wird sie schlagen und [dann] heilen, und sie werden sich zum HERRN wenden, und er wird sich von ih-nen erbitten lassen und sie heilen.

    Mit anderen Worten wird es eines Tages eine nationale Errettung für Ägypten geben. Gleichzeitig müssen wir sehen, dass Ägypten auch eine sehr lang anhaltende Feindschaft gegen Israel pflegte, die nicht so einfach vergessen werden kann. Und so teilt uns Hesekiel einige weitere Dinge über die Zukunft Ägyptens mit. Für eure Notizen, das steht in Hesekiel 29 in den Versen 8-16. Und dort steht folgendes: In den ersten 40 Jahren des 1000-jährigen Reiches werden die Ägypter über die ganze Erde verstreut sein und das Land Ägypten wird völlig vereinsamt sein und leer. Nach diesen 40 Jahren der Zerstreuung wird Gott die Ägypter wieder in ihr Land zurückbringen. Und dann wird es für die restlichen 960 Jahre des messianischen Königreiches eine errettete Nation Ägypten geben. Sie werden auch nach Jerusalem ziehen, um das Stiftshüttenfest zu feiern. Das steht in Sacharja 14 in den Versen 19-21.
    Und nun lasst uns zu einem anderen Land auf der Liste gehen, nämlich dem Irak. Der moderne Irak setzt sich aus zwei dieser antiken Staaten zusammen. Einmal Assyrien, das ist der Nordirak und Babylonien, das ist der Südirak. Die Zukunft für beide sieht unterschiedlich aus und deshalb werde ich sie auch getrennt betrachten. Bei Assyrien, dem nördlichen Irak wird der Friede auch durch Be-kehrung entstehen. Wir kommen wieder zu Jesaja 19, die Verse 23-25:

    An jenem Tag wird von Ägypten eine gebahnte Straße nach Assyrien gehen; der Assyrer wird nach Ägypten und der Ägypter nach Assyrien kommen, und die Ägypter werden mit den Assyrern [dem HERRN] dienen. An jenem Tag wird sich Israel als drittes zu Ägypten und Assyrien gesellen und inmitten der Erde ein Segen sein, denn der HERR der Heerscharen segnet es, indem er sagen wird: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assyrien, das Werk meiner Hände, und du, Israel, mein Erbteil!

    Er prophezeit eine nationale Errettung Assyriens, also des Nordirak, und dass sowohl Ägypten als auch Assyrien und Israel den gleichen Gott und Messias anbeten werden. Und nun lasst uns das antike Babylonien, den Südirak betrachten. Hier wird der Friede wiederum durch eine totale Zerstö-rung zustande kommen. Es gibt fünf verschiedene Kapitel, die diese Begebenheit beschreiben: Jesa-ja 13 + 14, Jeremia 50 + 51, Offenbarung 18. Das Bild, das uns hier gezeigt wird, ist das gleiche wie bei Südjordanien. Eine vollständige Zerstörung ohne Lebensmöglichkeit für Mensch und Tier. Auch dies wird ein Land mit anhaltendem Feuer von Pech und Schwefel sein und die Dämonen, die nicht in Südjordanien gefangen gehalten werden, werden hier gebunden sein.

    Nun kommen wir zu Saudi-Arabien. Wir gehen wieder zu Jeremia 49. Frieden zwischen Saudi-Arabien und Israel wird auch durch eine totale Zerstörung zustande kommen, das finden wir in den Versen 28-33. Ähnlich wie in Südjordanien und im Südirak wird es dort kein Leben mehr geben, aber es wird nirgends etwas über ein anhaltendes Feuer von Pech und Schwefel gesagt. Das bedeu-tet, dass sich dort bestimmte wilde Tiere noch aufhalten könnten.

    Das letzte Land ist der Iran. Ich möchte einen Punkt der Klärung hier anführen. Iran ist kein arabi-scher Staat; sie sind ethnisch gesehen Perser mit einer eigener Sprache. Das, was sie mit den heutigen arabischen Staaten verbindet, ist nicht ihre ethnische Zugehörigkeit, sondern ihre religiöse Zugehörigkeit zum Islam. Und Friede zwischen Israel und dem Iran wird ebenso durch eine Bekehrung geschehen. Dies finden wir in Jeremia 49 beschrieben. Hier finden wir den Namen Elam, das ist ein älteres Wort für den Iran. In den Versen 34-38 beschreibt Jeremia ein Gericht, das teilweise sein wird und als Resultat in der Errettung des Iran münden wird. Und wir lesen nun den Vers 39:

    Aber es soll geschehen in den letzten Tagen, da will ich das Geschick Elams wenden! spricht der HERR.

    Es wird also eine errettete Nation Elam, des heutigen Iran, im 1000-jährigen Reich geben.

    Es taucht nun die Frage auf, ob wir nun optimistisch oder pessimistisch dem Frieden im Mittleren Osten gegenüber sein sollen. Was die allernächste Zukunft betrifft, müssen wir eher pessimistisch sein. Nicht, dass es nicht einen vorübergehenden Frieden geben könnte zwischen Israel und den um-liegenden arabischen Staaten, das gab es immer wieder einmal. Und es wird möglicherweise noch weitere Friedensbemühungen durch Verhandlungen zwischen diesen Staaten geben. Aber schluss-endlich werden alle diese Friedensbemühungen zusammenbrechen und es wird wieder Krieg geben. Den letztendlichen Frieden wird es erst durch göttlichen Eingriff geben, wie wir es hier in der Bibel finden. Diesen Frieden wird es entweder durch Besetzung oder durch Vernichtung geben. Aber die beste Nachricht ist, dass es manchmal auch durch Bekehrung geschieht. Obwohl wir sehen, dass all diese Länder dem Islam angehören, und die islamische Missionsarbeit eine der schwierigsten ist, beschreibt die Bibel dennoch eine große Bewegung innerhalb des Islam, so dass die Menschen sich vom Islam abwenden und sich stattdessen dem Messias zuwenden werden.

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