Wie empfange ich den heiligen Geist?

Wie empfange ich den Heiligen Geist?Wie empfange ich den Heiligen Geist?


Posted in Bayless Conley, Heiliger Geistwith 1 comment.

Comments

  • Jule sagt:

    Wie empfange ich den Heiligen Geist? / Teil 1 13.05.2012

    Pastor Bayless Conley

     

    Herzlich willkommen zu unserer Sendung. Von heute an werden wir uns etwa sechs Wochen lang mit dem Heiligen Geist und der Zungenrede beschäftigen. Das sollten Sie nicht verpassen. Ich werde ständig gefragt, was es mit der Zungenrede und dem Heiligen Geist auf sich hat. Nun, der einzige Ort, wo wir darauf eine Antwort finden, ist die Bibel. Wir werden dieses Thema einige Wochen lang gründlich studieren. Das sollten Sie nicht versäumen. Es wird sehr aufschlussreich sein. Lassen Sie uns jetzt das Wort ansehen.

     

    Unser heutiges Thema ist die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und das Reden in anderen Sprachen. Ich will gleich vorwegschicken, dass in der Bibel verschiedene Bezeichnungen für dieselbe Erfahrung verwendet werden. Es ist die Rede davon, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden, den Heiligen Geist zu empfangen und im Heiligen Geist getauft zu werden. Das sind alles biblische Ausdrücke für dieselbe Erfahrung. Manchmal werde ich also davon sprechen, dass wir den Heiligen Geist empfangen und an anderer Stelle werde ich vielleicht sagen, dass wir in Ihm getauft oder von Ihm erfüllt werden. Aber dabei geht es immer um dasselbe. All das sind Bezeichnungen aus der Bibel. Wir werden uns einige Wochen mit diesem Thema beschäftigen und wenn wir fertig sind, hoffe ich, dass Ihre Fragen zu diesem Thema beantwortet wurden. Und wir werden ein klares Verständnis davon haben, was es bedeutet, mit dem Geist erfüllt zu sein und was es mit der Zungenrede auf sich hat. Ich schließe mich dem Psalmisten David an, der sagte: „Jedes deiner Gebote ist wirklich gerecht…“ Ganz gleich, mit welchen Werten und Traditionen ich aufgewachsen bin – Gottes Wort ist die letzte Autorität in meinem Leben.

     

    Und auch Ihnen wird es weit besser gehen, wenn Sie Ihn in allen Dingen als die letzte Autorität anerkennen, ob es nun um die Kindererziehung, Ihre Ehe, Ihre Finanzen, Ihre Beziehungen, den Lobpreis oder auch die Zungenrede geht. Sehen wir uns das Wort Gottes zusammen an. Ich weiß, dass in diesem Bereich viel Missbrauch betrieben wird. Aber wissen Sie, ich will mir nichts entgehen lassen, was Gott für mich hat, nur weil jemand anders nicht richtig damit umgegangen ist oder es zu weit getrieben hat oder weil jemand eine biblische Wahrheit aus dem Zusammenhang gerissen und einen Zirkus daraus gemacht hat. Deshalb werde ich nicht sagen: „Okay, damit will ich nichts zu tun haben.“ Ich will in die Bibel sehen und sagen: „Okay, wenn das für mich ist, Gott, will ich es haben.“ –

     

    Wenn Sie heute einen Blick in die Zeitung werfen, werden Sie von allen möglichen Autounfällen lesen. Aber würden Sie Ihren Führerschein abgeben, weil jemand anders zu schnell gefahren ist oder sich fahrlässig verhalten hat? Weil er sein Handy am Ohr hatte oder betrunken war oder bei Rot über eine Ampel gefahren ist, so dass es zu einem Zusammenstoß kam? „Ich gebe meinen Führerschein ab. Sie können mein Auto haben. Damit will ich nichts zu tun haben. Sehen Sie nur, was diese Person getan hat!“ Das würden Sie sicher selbst dann nicht tun, wenn Sie eine schlechte Erfahrung gemacht haben.

     

    Unser Sohn Harrison hatte heute einen Autounfall. Er telefonierte gerade mit seiner Mutter, als plötzlich – bums – jemand ihm draufgefahren war. Zum Glück wurde er nicht verletzt. Aber ich bin mir sicher, dass er jetzt nicht sagen wird: „Mann, nach dieser schlechten Erfahrung beim Autofahren gebe ich meinen Führerschein ab. Damit will ich nichts mehr zu tun haben.“ Erst vor ein paar Tagen bin ich rückwärts auf den Wagen meines Sohnes aufgefahren. Er hatte hinter mir geparkt, weil an diesem Morgen die Straßenkehrmaschine kommen sollte, aber das wusste ich nicht. Ich hatte schon früh einen Termin und musste deshalb zeitig aus dem Haus. Ich stieg in meinen Truck und sah in den Rückspiegel, aber ich konnte sein Auto nicht sehen. Er hat so einen kleinen Hyundai. Also setzte ich zurück und knallte direkt auf sein Auto. Ich musste ihn wecken und ihm sagen: „Tut mir leid, ich bin auf dein Auto gekracht.“ Aber trotz dieser schlechten persönlichen Erfahrung werde ich weiter Auto fahren.

     

    Als ich gerettet wurde, begann ich in eine kleine Pfingstgemeinde zu gehen. In der Stadt gab es zwei geisterfüllte Pfingstgemeinden. In der einen von ihnen waren viele junge Leute, die ich schon sehr lange kannte, aber ich hatte den deutlichen Eindruck von Gott, dass ich dort nicht hingehen sollte. Viele von ihnen rauchten immer noch Haschisch und schliefen miteinander und ich wusste, dass ich den Kontakt zu ihnen meiden sollte, so gut es nur ging. In der anderen kleinen Pfingstgemeinde wurde auf nachhaltige Weise die Heiligkeit Gottes gepredigt, was ich dringend brauchte. Also entschied ich mich für diese Gemeinde. Die Gottesdienste waren manchmal recht wild. Aber ich saß einfach da und jedes Mal, wenn sie über Jesus sprachen, weinte ich. Jedes Mal, wenn im Lobpreis der Name Jesus

     

    fiel, weinte ich. Alle gingen nach vorn und tanzten und ich ging mit ihnen und dann stand ich da und weinte. Fast in jedem Gottesdienst weinte ich pausenlos. Ich hatte ein neues Leben in Christus und ich spürte, dass ich verändert worden war. Dennoch verstand ich nicht alles, was in der Gemeinde vor sich ging. Ich bemerkte, dass die Leute manchmal in anderen Sprachen redeten und das war völlig neu für mich. Eines Tages war ich in einem Gottesdienst, der ablief wie immer: Die Leute tanzten und lobten Gott und ich weinte. Da sah der Pastor mich an und sagte: „Dieser junge Mann braucht den Heiligen Geist!“ Ich sah, dass er auf mich zeigte. Da zogen sie mich auf die Bühne – das ist wirklich wahr – und stellten sich einander gegenüber in zwei Reihen auf. Dann musste ich in der Mitte hindurchgehen und versuchen, auf der anderen Seite lebend herauszukommen. Sie glaubten, dass man auf diese Weise den Heiligen Geist bekam. Ich ging also durch die Reihen und die Leute fingen an, auf mich einzuschlagen. Sie verprügelten mich regelrecht und schrieen dabei in anderen Sprachen. Sie schlugen mich auf den Rücken und hielten meine Handgelenke fest. Ihre Hände waren überall. Einer von ihnen schrie: „Lass los, Bruder, lass los!“ und ein anderer packte mich an der Kehle, legte seine Hand auf meinen Bauch und rief: „Halte fest! Halte fest, Bruder! Halte fest!“ Während mich der eine auf den Rücken schlug und sagte: „Lass los“, ging mir der Nächste an die Kehle und sagte:

    „Halte fest“ und alle schrieen durcheinander. Ich war total entsetzt! Ich wollte nur noch weg. Das Ende der Reihen war nur wenige Schritte entfernt. Da versuchte ich, sie auszutricksen und fing einfach an, spanisch zu reden. Aber der Pastor sagte: „Das ist es nicht!“ Ich schäme mich ein bisschen dafür, was ich als Nächstes tat. Ich erfand einfach etwas und sagte: „Uga bugga bugga.“ Da stießen sie mich zum Ende der Reihen und das war es dann. Keine weitere Anweisung, kein Rat, nichts. Und ich war so froh, als ich von diesen Leuten wegkam! Aber trotz meiner üblen Erfahrung war ich immer noch begierig auf alles, was Gott für mich hatte. Ich begann in der Bibel zu lesen und Gott weckte großen Eifer und ein großes Verlangen in mir.

     

    Ich erinnere mich noch daran, dass diese Gemeinde neben dem großen Saal mehrere kleine Gebetsräume hatte. Als ich einmal einen dieser Räume betrat, sah ich dort eine Frau, die auf ihren Knien betete und Gott in anderen Sprachen lobte, ganz allein und ganz leise. Die Atmosphäre in dem Raum war so heilig, dass ich mir fast wie ein Eindringling vorkam. Ich konnte die Gegenwart Gottes ganz stark spüren. Und ich wünschte mir so sehr, das zu haben, was ich bei dieser Frau sah! Und schließlich wurde ich mit dem Heiligen Geist erfüllt.

     

    Ich glaube, viele Menschen werden nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt, weil sie einfach nichts darüber wissen. Es hat sie nie jemand darüber gelehrt. Vielleicht waren Sie noch nie in einer so demonstrativen Gemeinde wie jene, in der ich durch die Reihen gehen musste. Aber auch wenn Sie in einer netten, gemäßigten Gemeinde waren, haben Sie vielleicht keine Anleitung bekommen und ohne Anleitung fehlt schlicht die Anleitung. Gott sagte: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Mein Volk wird gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Sie sind ausgedörrt vor Durst nach Erkenntnis.“ Deshalb müssen wir wissen, was die Bibel zu diesem Thema zu sagen hat.

     

    Manche Menschen glauben, Gott hätte ihnen bereits alles gegeben, was man bekommen kann, als sie errettet wurden. Sie sagen: „Ich habe den Heiligen Geist empfangen, als ich wiedergeboren wurde“ und folgern daraus, dass das alles war. Nun, es gibt einen Heiligen Geist, aber zwei Arten, wie wir Ihn erfahren können. Auf diese Erfahrungen will ich jetzt kurz eingehen, denn sie sind eng miteinander verknüpft und bilden die Grundlage für die weitere Predigt.

     

    Der erste Schritt ist eine Geburt. Wir werden wiedergeboren, neu geboren aus dem Geist. Und, ja, der Heilige Geist kommt, um in uns zu wohnen, wenn wir wiedergeboren werden. Aber der Heilige Geist tut noch etwas anderes: Er stattet uns mit Kraft aus. Wir werden nicht nur vom Geist wiedergeboren, sondern auch bis zum Überfluss mit dem Heiligen Geist erfüllt. In diesem Glas hier ist Wasser, aber es fließt nicht über. Und das ist der Unterschied, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Wir werden mit Ihm erfüllt bis zum Überfluss. Und genau das will Gott für unser Leben. Er will, dass wir mit Seinem Heiligen Geist erfüllt werden bis zum Überfluss. Bitte öffnen Sie Ihr Herz, wenn wir uns heute das Wort ansehen.

     

    Schlagen Sie bitte 1. Korinther, Kapitel 12 auf. Wir wollen uns Vers 13 ansehen. Dieser Vers wurde schon oft zitiert, um zu belegen, dass die Errettung und die Taufe im Heiligen Geist ein und dasselbe sind. Sehen wir uns das an.

     

    1. Korinther 12:13

    „Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.“

     

    Viele Menschen zitieren diesen Vers und sagen: „Ich bin im Leib Christi, also habe ich den Heiligen Geist empfangen. Ich wurde im Geist getauft.“ Wenn Sie wiedergeboren werden, macht der Heilige Geist Ihre neue Geburt in Ihrem Inneren zur Realität und natürlich ist auch Gottes Gegenwart in Ihnen. Aber das ist nicht dasselbe wie im Heiligen Geist getauft zu werden oder bis zum Überfließen mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Bei jeder Taufe müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens braucht man einen Täufer, zweitens jemanden, der getauft werden soll und drittens ein Element, in dem er getauft werden kann. Ein Täufer, ein Mensch, der getauft werden soll und ein Element, in dem er getauft werden kann. Das griechische Wort, das im Neuen Testament mit „taufen“ übersetzt wurde, bedeutet untertauchen oder vollkommen in etwas eintauchen. Untertauchen oder vollkommen in etwas eintauchen. Und genau das passiert bei der Wassertaufe. Der Täufer ist der Pastor, ein Ältester, ein Leiter, ein anderer Christ oder wer auch immer und er taucht die Person unter Wasser. Der Täufling, also die Person, die Christus angenommen hat, wird im Blut des Lammes reingewaschen. Richtig? Wenn jemand im Wasser getauft wird, ohne dass er Christus angenommen hat, wird er nichts anderes als nass. Und das Element, in dem Sie bei der Wassertaufe getauft werden, ist natürlich Wasser. Die Taufe ist ein Symbol dafür, dass Ihr Leben jetzt Christus gehört. Sie ist ein Begräbnis. Sie ist ein Symbol für Ihre Familie, für die Welt, für Gott, für den Teufel und für jeden, der es sehen will, dass Sie sich jetzt mit dem auferstandenen Leben in Christus identifizieren und ein neues Leben haben. Und, nebenbei bemerkt: die Wassertaufe ist ein Gebot Jesu. Wenn wir an Ihn glauben, sollen wir uns taufen lassen. Sie müssen in Wasser getauft werden und Sie sollten Ihre Familie und Ihre Freunde dazu einladen.

     

    Gut, sehen wir uns nochmals Vers 13 an. Wer war hier der Täufer? „Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden…“ Der Heilige Geist ist der Täufer. Und in welches Element wird der Mensch hineingetauft? In den Leib Christi. In einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden. Und wer wird getauft? Der reuige Sünder, der sich Christus zugewandt hat. Und wenn Sie sich taufen lassen, versetzt der Heilige Geist Sie in den Leib Christi. Er macht Sie zum Teil Seiner wunderbaren, universellen geistlichen Familie, die man Gemeinde oder den Leib Christi nennt. In einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden. Vielleicht sind Sie ein religiöser Mensch, der regelmäßig den Gottesdienst besucht. Aber das allein reicht nicht aus, um gerettet und zu einem Teil des Leibes Christi zu werden.

     

    Als ich in jener Nacht in der kleinen Missionsstation Jesus mein Leben anvertraute, versetzte der Heilige Geist mich in Gottes Gemeinde, in den Leib Christi. Ich wurde zu einer neuen Schöpfung. Und als Nächstes stand meine Wassertaufe bevor. Gut, die Taufe mit dem Heiligen Geist. Schlagen Sie mit mir das Markusevangelium, Kapitel 1 auf. Markus, Kapitel 1, Vers 7. Markus 1:7. Hier geht es um Johannes den Täufer.

     

    Markus 1:7

    „Und er (Johannes) predigte und sagte: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht

    würdig, ihm gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen.“ Über wen spricht er? Natürlich über Jesus.

    Markus 1:8

    „Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit Heiligem Geist taufen.“

     

    Wer ist nun bei dieser Taufe mit dem Heiligen Geist der Täufer? Es ist Jesus. In welchem Element werden Sie getauft? Im Heiligen Geist. Und der Täufling ist natürlich der Mensch, der Christus angenommen hat, der gerettet und wiedergeboren und durch das Blut Jesu von jeder Schuld befreit wurde. Wenn Sie von Ihren Sünden umgekehrt und wiedergeboren sind, ist Jesus Ihr Retter. Und damit sind die Voraussetzungen erfüllt, dass Sie in den Himmel kommen. Das Blut Jesu ist genug. Punktum! Allein der Glaube an Christus qualifiziert Sie für den Himmel. Nicht Ihre guten Werke, nicht irgendetwas sonst und noch nicht einmal die Taufe im Heiligen Geist.

     

    Ich arbeitete einmal in Arizona mit einem Mann zusammen. Seine Frau ging in eine ziemlich extreme Pfingstgemeinde und hielt ihm ständig vor, dass er in die Hölle gehen würde, weil er nicht in Sprachen redete. Sie sagte, wahre Christen würden das tun und wenn man nicht mit dem Heiligen Geist getauft würde und in Sprachen redete, wäre man nicht gerettet. Und eines Tages erzählte ich ihm einen Witz, den ich mal gehört hatte: Ein Mann stirbt und kommt in den Himmel. Petrus holt ihm am Eingangstor ab und führt ihn im Himmel herum. Wer kennt die Geschichte? Sicher einige. Das ist ein sehr alter Witz. Aber, wie auch immer, sie kommen an einen Ort, wo einige Leute ganz leise und voller Ehrfurcht Gott preisen. Er fragt: „Wer sind diese Leute?“ Petrus sagt: „Das sind Methodisten.“ Er sagt: „Okay.“

     

    Ein Stück weiter treffen sie auf Leute, die etwas ausdrucksstarker in ihrer Anbetung sind. Einige von ihnen heben die Hände und sie sind etwas lauter. Der Mann fragt: „Wer sind sie?“ Petrus antwortet:

    „Das sind Baptisten.“ Dann klettern sie ein Riff hinauf und sehen in einen Canyon hinunter. Dort sind Menschen, die wild schreiend herumrennen und tanzen. Der Mann fragt wieder: „Wer sind sie?“ Petrus sagt: „Pssst. Das sind die Pfingstler. Sie glauben, sie seien die Einzigen hier.“ Nach der Arbeit ging er nach Hause und erzählte den Witz seiner Frau. Sie können sich denken, was passierte. Ich fiel sofort in Ungnade bei ihr und ich glaube, das hat sich nie mehr geändert.

     

    Bei der Taufe im Heiligen Geist ist also Jesus der Täufer. Der Heilige Geist ist das Element, in dem der Mensch getauft wird, der nach mehr von Gott hungert und dürstet. Die Taufe qualifiziert Sie nicht für den Himmel, aber sie ist eine tiefere Dimension desselben Heiligen Geistes, der Ihre Wiedergeburt in Ihnen zur Realität gemacht hat. Sie bedeutet, bis zum Überfließen mit demselben Heiligen Geist erfüllt zu werden, der in Ihnen Wohnung bezogen hat, als Sie gerettet wurden.

     

    Wenn im Neuen Testament von Wiedergeburt die Rede ist, bedeutet das im Allgemeinen nicht, dass jemand den Heiligen Geist empfangen hat, sondern dass er Christus angenommen hat. Sehen wir uns Johannes, Kapitel 14 an. Johannesevangelium, Kapitel 14. Ich wiederhole das nochmals: Im Allgemeinen wird im Neuen Testament nicht von Wiedergeburt gesprochen, wenn jemand den Heiligen Geist empfängt, sondern wenn er Christus annimmt. Wenn wir nicht gerettet sind, sagt die Bibel, sind wir in der Welt. Richtig? Es gibt die Welt und es gibt die Gemeinde. Mit der Welt sind im Neuen Testament diejenigen gemeint, die nicht in Christus sind und die Gemeinde besteht aus denjenigen, die in Christus sind. Die Gemeinde und die Welt. Johannes 14:16, sehen wir uns das an. Hier sagt Jesus kurz vor Seiner Gefangennahme, Seiner Kreuzigung und Seiner Auferstehung zu den Jüngern:

     

    Johannes 14:16-17

    „… und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“

     

    Jesus sagte, die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen. Aber wissen Sie was? Die Welt kann Christus empfangen. Johannes 3:16. Kennen Sie diesen Vers? Wenn Sie kürzlich eine Sportveranstaltung verfolgt haben, haben Sie wahrscheinlich jemanden mit Johannes 3:16 auf dem Trikot gesehen. „Denn so hat Gott die Welt geliebt, damit jeder (also jeder in der Welt), der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Christus ist ein Geschenk für die Welt, aber den Heiligen Geist kann die Welt nicht empfangen. Jesus bezieht sich hier auf die Taufe im Heiligen Geist. Zuerst müssen wir Christus annehmen. Das qualifiziert uns für den Himmel und für die Taufe im Heiligen Geist.

     

    Ich fliege sehr viel an verschiedene Orte der Welt, aber das verliert schnell seinen Reiz. Jeder, der viel reist, weiß, dass man viel lieber zu Hause wäre als irgendwo sonst. Aber wenn das Teil Ihrer Bestimmung ist oder zu Ihrem Job gehört, tun Sie es eben. Und wenn man viel reist, bekommt man bestimmte Vergünstigungen. Ich habe bei mehreren Fluggesellschaften einen Sonderstatus. Heute reise ich nicht mehr ganz so viel. Früher flog ich regelmäßig nach London. Wenn ich dort aus der Maschine stieg, erwartete mich jemand mit einem Schild, auf dem mein Name stand. Dann fuhren sie mich mit einer Limousine um das Flughafengebäude herum, damit ich nicht erst lange anstehen musste. Ich war einer ihrer besten Kunden. Es war ein kostenloser Service, den sie mir anboten. Aber dann beschloss ich, nicht mehr so viel reisen zu wollen. Aber ich habe immer noch meinen Sonderstatus und verschiedene Vergünstigungen wie kostenlose Upgrades oder das Vorrecht, dass ich immer als Erster an Bord gehen darf. Im Sommer sind wir mit der ganzen Familie in den Urlaub geflogen. Wir waren zu siebt mit unseren Enkelkindern. Wie verschiedene andere Leute wurde ich über Lautsprecher aufgefordert, zu einem bestimmten Schalter zu kommen. Harrison, Bethany und unsere Enkel gingen voraus. Aber dort sagte man ihnen: „Es tut mir leid. Das gilt nicht für Sie. Sie können noch nicht an Bord gehen.“ Ich sagte: „Sie gehören zu mir. Das ist meine Familie.“ Der Mann sagte: „Gut, Mr. Conley. Wenn sie zu Ihrer Familie gehören, ist das in Ordnung.“

     

    Nun, wissen Sie was? Jesus gibt uns auch einen Sonderstatus. Er steht Ihnen zu, wenn Sie zu Gottes Familie gehören. Jesus sagte, die Welt kann den Heiligen Geist nicht empfangen, aber die Welt kann Christus empfangen. Das ist wirklich gut. In der ganzen Bibel wird Wasser als ein Bild für das Wirken des Heiligen Geistes benutzt. Das wissen Sie wahrscheinlich. Sehen wir uns Johannes, Kapitel 4 an. Überall in der Bibel steht das Wasser für den Heiligen Geist und Sein Wirken. Und hier spricht Jesus mit der samaritanischen Frau an der Quelle in Sychar. Johannes, Kapitel 4. Sehen Sie, was Er in Vers

     

    13 zu ihr sagt: Johannes 4:13-14

    „Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten…“ Hier bezieht Er sich zweifellos auf die Quelle, neben der Er saß.

    Vers 14:

    … wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“

     

    In der King-James- und ich glaube, auch in der American Standard-Bibel und vielen anderen Übersetzungen heißt es: „… wird in ihm eine Quelle Wassers sein, das ins ewige Leben quillt.“ Jesus spricht hier offensichtlich über die Erlösung. Das Wirken des Heiligen Geistes und die Erlösung sind wie eine Wasserquelle in Ihnen. Sie sprudelt, sie erhält Leben. Und dieser Vers bezieht sich wiederum auf das Wirken des Heiligen Geistes bei der Erlösung. Sehen wir uns jetzt, nur ein paar Seiten weiter, im Johannesevangelium, Kapitel 7, Vers 37 an. Johannes 7:37. Achten Sie darauf, welche Worte Jesus wählt.

     

    Johannes 7:37-39

    „An dem letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“

     

    In Johannes, Kapitel 4, sagt Jesus über das Wirken des Heiligen Geistes: „… es wird in ihm eine Quelle Wassers werden.“ Hier sagt Er, es werden Ströme aus ihnen fließen. Das ist ein Unterschied. Flüsse produzieren Kraft. Flüsse erzeugen Kraft und diese Kraft fließt aus ihnen heraus. Das ist eine sehr spezifische Kraft. „Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten.“ Derselbe Heilige Geist, zwei verschiedene Erfahrungen.

     

    Wie immer wünschte ich, wir hätten mehr Zeit für unsere Botschaft, aber leider ist sie begrenzt. Aber Sie können nächste Woche wieder einschalten. Wir werden uns noch einige Wochen sehr intensiv mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Es ist erstaunlich, wie viel die Bibel über den Heiligen Geist zu sagen hat. Und wir werden uns ausführlich mit dem Reden in anderen Sprachen befassen. „Worum geht es dabei?“ „Ist das für heute?“ „Was hat das für einen Zweck?“ „Ist das nur für verrückte Leute?“

    Ist das irgendeine speziell pfingstliche Lehre?“ „Oder ist das etwas, das alle Gläubigen haben können?“ Wir werden uns ansehen, was die Bibel darüber sagt. Ich hoffe, dass Sie wieder dabei sind. Und wenn Sie heute sonst nichts mitnehmen konnten, denken Sie daran: Jesus Christus liebt Sie. Bis nächste Woche.

     

     

    Wie empfange ich den Heiligen Geist? / Teil 2 20.05.2012

    Pastor Bayless Conley

     

    Ich freue mich sehr, dass Sie uns heute zusehen. Wir beschäftigen uns gerade mit dem Heiligen Geist und der Zungenrede. Ich weiß, dass dieses Thema nicht jedermanns Sache ist, aber es gibt Menschen, die die Bibel lieben und das Wort freudig annehmen. Was hat die Bibel nun über dieses wichtige Thema zu sagen? Wir werden uns heute in der Apostelgeschichte einige Beispiele dafür ansehen, wie Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Also nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand und tauchen Sie zusammen mit uns in das Wort ein.

     

    Schlagen Sie mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 1 auf. Heute ist Bibelstudium angesagt, da müssen Sie ein bisschen blättern. Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 4.

     

    Apostelgeschichte 1:4-5

    Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, sagte er, von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.“

    Und dann Vers 8: Apostelgeschichte 1:8

    „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“

     

    Beachten Sie, dass er nicht sagte: „Ihr werdet wiedergeboren werden, wenn der Heilige Geist auf euch kommt“, sondern: „Ihr werdet Kraft empfangen.“ Und er sagte: „Zieht nicht einfach los und fangt an zu predigen und der Welt von mir zu erzählen. Ihr müsst dafür ausgestattet sein. Dann werdet ihr in Jerusalem, Judäa, Samaria und bis an das Ende der Erde meine Zeugen sein.“ Offensichtlich hielt Jesus diese Kraft für sehr wichtig.

     

    Vor einigen Jahren predigte ich in Simbabwe, Afrika. Meine Familie war auch dabei. Ich nahm die Kinder und wir fuhren weit in den Busch hinein in ein Dorf, in dem viele an Aids erkrankte Waisenkinder lebten. Einige Leute kümmerten sich um sie. Das war wirklich mitten im Busch. Die kleinen Hütten, in denen sie lebten, waren aus Kuhdung gemacht. Ich predigte unter einem Blätterdach und die Kinder freundeten sich miteinander an. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag dort. Eine der christlichen Gemeinden am Ort hatte in dem Dorf einen Brunnen gegraben, der die Dorfbewohner buchstäblich am Leben erhielt. Ich weiß noch, wie unsere Tochter Rebekah von einer Weltevangelisation zurückkam. Elf Monate lang hatte sie jeweils einen Monat in einem anderen Land verbracht. Und in Afrika war sie in einem Dorf, wo es kein fließendes Wasser gab. Sie hatten keinen Brunnen und kein Wasser und die Dorfbewohner baten sie, irgendetwas zu unternehmen. Ihre letzten Worte beim Abschied lauteten: „Wasser ist Leben.“ Unsere Tochter bewegte das so sehr, dass sie sich für sie einsetzte und tatsächlich erreichte, dass man einen Brunnen für sie baute. Aber darum geht es mir jetzt nicht. Sparen Sie sich den Applaus für Jesus auf, okay? Wir waren also in diesem kleinen Dorf und sie hatten einen Brunnen, der sie am Leben erhielt. Die Menschen, die dort leben, führen ein weit einfacheres Leben als Sie und ich es gewohnt sind. Und ich ging in verschiedene Hütten aus Kuhdung und erzählte einigen der älteren Leute von Christus. Es gab keinerlei Belüftung, nur ein kleines Kochfeuer auf dem Boden. Am nächsten Tag fuhren wir zu den Victoriafällen, den größten Wasserfällen der Erde. Sie sind 110 Meter hoch und um die 1.700 Meter breit. Das sind die größten Wasserfälle auf der Erde. Ihr ursprünglicher Name in der Sprache der Eingeborenen lautet

    „donnernder Rauch“. Es ist einfach unvorstellbar, wenn man dort steht und der Sprühnebel aufsteigt. Der Sambesi erzeugt eine unglaubliche Kraft, wenn er über die Breite von 1.700 Metern um die 110 Meter in die Tiefe stürzt. Das ist wirklich fantastisch! Das ist dasselbe Element wie in dem Brunnen in dem kleinen Dorf – Wasser. Dort erhält es Leben, hier erzeugt es Kraft. Jesus sagte, nicht ein Strom, sondern Ströme lebendigen Wassers werden aus unserem Inneren fließen, und: „…ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.“ Ich weiß, dass jetzt jemand sagt: „Ich bin begeistert vom Heiligen Geist. Ich will Gottes Kraft. Aber die Zungenrede mag ich nicht. Sie ist vom Teufel!“ Aber, wissen Sie, als ich im Reich des Teufels lebte, sprach ich kein einziges Mal in Zungen. Die ganzen Jahre über, in denen ich jeden Tag Gras rauchte, sprach ich kein einziges Mal in Zungen. Ich sprach nie in Zungen, wenn ich LSD nahm oder Kokain schnupfte. Und auch wenn meine Freunde und ich uns gegenseitig unter den Tisch tranken, fing nie einer von uns an, in Zungen zu reden.

     

    Warum also sollte das vom Teufel sein? Die Kinder des Teufels tun das nicht. Derselbe Heilige Geist, der in meinem Geist bezeugte, dass ich wiedergeboren wurde, als ich in dieser kleinen Mission Christus annahm, war auch Zeuge, als ich bis zum Überfließen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde und begann, in anderen Sprachen zu reden. Hier in Apostelgeschichte, Kapitel 1, lesen wir, dass Jesus den Aposteln gebot, Jerusalem nicht zu verlassen, bis sie den Heiligen Geist empfangen hatten. Lassen Sie uns sehen, was passierte, als sie ihn empfingen.

     

    Apostelgeschichte 2:1-4

    „Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

     

    Das war die Erfüllung dessen, was Jesus in Markus 16 und 17 während Seines Dienstes auf der Erde sagte: „Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden.“ Das lässt sich vielleicht mit Schuhen vergleichen. Man geht auch nicht in ein Schuhgeschäft und sagt: „Ich möchte diese Schuhe, aber nehmen Sie die Zungen heraus.“ Nein, die Zungen gehören zum Schuh. Deshalb sagen Sie auch nicht zu Gott: „Ich will den Heiligen Geist, aber die Zungen will ich nicht.“ Wenn jemand sagt: „Gott, das werde ich nie tun“, wird Er ihn vielleicht direkt vor einer Gruppe von Menschen mit Seinem Geist erfüllen. Gott hat Möglichkeiten, mit unserem Stolz umzugehen. Wissen Sie, die Bibel ist voller Dinge, die ich nicht verstehe: „Gott, warum hat die Zungenrede an Pfingsten mitten auf der Straße begonnen? Konntest Du Dir keine bessere Möglichkeit ausdenken, die Gemeinde zu gründen?“ Das ist verrückt, aber Seine Wege sind nicht unsere Wege. Deshalb werde ich nicht sagen: „Gott, ich mag das nicht. Ich weiß, dass es das gibt und dass ich es empfangen werde, aber ich werde es nicht so praktizieren, wie Du es gesagt hast.“ Sie werden feststellen, dass Sie nicht sagen können: „Okay, Gott, ich will alles, aber ohne diesen Teil. Ich finde das dumm.“ Warum hörten sie am Pfingsttag dieses Brausen? Warum erschien ihnen das Feuer? Nun, das war, nachdem die Jünger gesehen hatten, wie Christus in den Himmel auffuhr. Dann kam ein Engel und sagte, auf dieselbe Weise würde Er eines Tages wiederkommen. Und sie gingen zurück nach Jerusalem. Sie warteten zusammen an einem Ort und beteten. Und für all diejenigen, die einen katholischen Hintergrund haben: wenn Sie die Apostelgeschichte lesen, werden Sie feststellen, dass Maria, die Mutter Jesu, bei den Leuten war, die mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden und in anderen Sprachen redeten. Denken Sie einmal darüber nach. Ich finde das wunderbar. Meiner Meinung nach hat das einen Grund. Aber das ist nur die Meinung von Bayless: Das war das erste Mal, dass der Heilige Geist auf die Erde kam, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war. Und ich glaube, Gott wollte ihnen sagen, dass dies derselbe Geist war, der schon bei den Kindern Israels war und sie aus Ägypten herausführte. Bedenken Sie: Gott leitete sie durch eine Wolkensäule am Tag und eine Feuersäule in der Nacht. Und ich glaube, Gott sagte: „Hört zu: unter dem alten Bund habe ich alle gemeinsam von außen her angeleitet. Aber jetzt gilt der neue Bund. Es ist eine neue Zeit angebrochen, und ich werde jeden Einzelnen von euch von innen heraus führen.“ Dasselbe Feuer, derselbe Heilige Geist. In den Psalmen heißt es, dass sie nur Seine Werke kannten. Und Gott sagte: „O, wenn sie mich nur gekannt hätten!“ Aber hier ist die Gelegenheit, eine größere Nähe zu Gott aufzubauen. Er will uns von innen heraus führen. Es ist derselbe Gott wie im Alten Testament, aber jetzt bezieht Er in uns Wohnung und gibt uns Kraft. Das Reden in Zungen wird oft als der erste oder zumindest einer der ersten Beweise dafür bezeichnet, dass jemand mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde. Ich sehe nichts, was an dieser Aussage falsch sein sollte. In der Apostelgeschichte wurden fünf Ereignisse aufgeschrieben, bei denen Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Diese fünf Ereignisse bilden unsere biblische Grundlage für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist.

     

    Das erste finden wir hier in Apostelgeschichte, Kapitel 2: „Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen“, heißt es in Vers 4. Sehen wir uns jetzt Vers 33 an. Auf diesen Vers kommen wir später nochmals zurück. Petrus spricht hier zu der Menge über diese Erfahrung. Er sagt: „Nachdem er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dieses ausgegossen, was ihr seht und hört.“ Behalten Sie diese Worte im Gedächtnis. Petrus bezieht sich hier darauf, dass alle auf den Straßen in anderen Sprachen redeten. Er sagte: „Jesus ist in den Himmel aufgefahren. Er hat den Geist ausgegossen und das ist, was ihr nun seht und hört.“

     

    Schlagen wir jetzt Apostelgeschichte, Kapitel 10 auf. Vielleicht sagt jetzt jemand: „Nun, gut, aber Gott musste das tun, um die Gemeinde zu gründen. Er rief damit die Gemeinde ins Leben, aber das war

     

    nur für den Pfingsttag gedacht.“ Was in Apostelgeschichte, Kapitel 10 berichtet wird, fand zehn Jahre nach dem Pfingsttag statt. Wir gehen also zehn Jahre in die Zukunft. Wir sind im Haus von Kornelius, wo sich eine Gruppe von Heiden versammelt hat, und Petrus spricht zu ihnen.

     

    Apostelgeschichte 10:44-46

    „Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war…“

     

    Aber woher wussten sie das? Vers 46:

     

    „… denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben.“

     

    Schlagen Sie jetzt bitte Apostelgeschichte, Kapitel 19 auf. Wir gehen ein weiteres Jahrzehnt in die Zukunft, fast zwanzig Jahre nach dem Pfingsttag. Apostelgeschichte 19:3. Hier spricht der Apostel Paulus.

     

    Apostelgeschichte 19:3-6

    „Und er (Paulus) sprach: Worauf seid ihr (die Jünger, die er getroffen hatte) denn getauft worden? Sie

    aber sagten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volk sagte, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das ist an Jesus. Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen; und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“

     

    Offensichtlich bekamen sie noch eine andere Gabe: die Gabe der Prophetie. Das ist wunderbar. Aber als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam auch der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Sprachen. Erkennen Sie hier irgendein Muster? Sehen wir uns noch ein paar weitere Ereignisse an.

     

    Apostelgeschichte, Kapitel 9. Das ist die Geschichte von Saulus von Tarsus, der später als Apostel Paulus bekannt wurde. Er reiste mit Briefen des Hohepriesters nach Damaskus, um alle gefangen zu nehmen, die an Jesus glaubten. Er verfolgte die Gemeinde ohne Gnade. Aber Jesus stoppte ihn auf der Straße nach Damaskus, schoss ihn mit einem Laserstrahl von seinem Pferd und führte eine kleine Unterhaltung mit ihm.

     

    Sehen wir uns Apostelgeschichte 9, Vers 17 an. Paulus ist in Damaskus angekommen, aber er kann nicht sehen. Sie mussten ihn an der Hand führen.

     

    Apostelgeschichte 9:17-18

    „Hananias aber ging hin und kam in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul…“

     

    Nun ist er definitiv gerettet. Man nennt niemanden Bruder, der nicht gerettet ist, schon gar nicht jemanden, der die Gemeinde verfolgt hat. Gut,…

     

    „… Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt durch Jesus – der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst -, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest. Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er wurde sehend, und stand auf und ließ sich taufen.“

     

    Er stand auf und wurde in Wasser getauft. Und es heißt, dass Hananias Paulus die Hände auflegte, damit er mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde. Aber hier steht nicht, dass er in Zungen redete. Dennoch wissen wir, dass er es tat. Schreiben Sie sich das auf, das ist nur einer von vielen Verweisen.

     

    1. Korinther 14:18. Hier schreibt Paulus an die Gemeinde in Korinth. Sie hatten dort ein Problem. Alle wollten ständig in Zungen reden. Sie wollten gar nichts anderes mehr tun. Sie versammelten sich zum Gottesdienst und andauernd unterbrachen sie alles. Alle redeten in Zungen. Es war total überzogen. Die Dinge waren aus dem Ruder gelaufen. Es herrschte keine Ordnung in der Gemeinde. Und Paulus schrieb ihnen und gab ihnen einige Richtlinien für die Gaben des Geistes und das Reden in Zungen im Gottesdienst.

     

    Beachten Sie, dass er hier zu Menschen sprach, die so viel in Zungen redeten, dass er sie korrigieren musste. In 1. Korinther 14:18 sagte er:

     

    1. Korinther 14:18

    Ich danke Gott, ich rede mehr in Zungen als ihr alle.“

     

    Paulus sprach also offensichtlich ebenfalls in Zungen. Und wie begann das? Nun, wahrscheinlich genauso wie bei allen anderen, von denen wir im Neuen Testament gelesen haben. Als sie mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden, begannen sie, in neuen Sprachen zu reden. Wenn es nicht in diesem Moment passierte, passierte es einige Zeit später. Aber er sprach in Zungen.

     

    Gut. Es gibt noch ein weiteres Ereignis in unserer Bibel, wo die Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Das ist in Apostelgeschichte 8. Schlagen Sie mit mir Vers 5 auf. Wir kommen bald zum Ende. Sehen Sie sich das an. Da heißt es: „Philippus aber…“

     

    Apostelgeschichte 8:5-8

    „Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus. Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit lauter Stimme schreiend; und viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt. Und es war große Freude in jener Stadt.“

    Und in Vers 12 lesen wir: Apostelgeschichte 8:12-13

    „Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen. Auch Simon selbst glaubte, und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus; und als er die Zeichen und großen Wunder sah, die geschahen, geriet er außer sich.“

     

    Apostelgeschichte 8:14-15

    „Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten…“

     

    Hier halten wir an. Als Petrus und Johannes kamen, beteten sie für die Leute in Samaria, damit sie den Heiligen Geist empfingen. Anscheinend glaubten sie nicht, dass die Menschen schon alles vom Heiligen Geist empfangen hatten, was es zu empfangen gab. Diese Leute waren gerettet. In der Bibel lesen wir, dass sie an Jesus glaubten und getauft waren. Jesus selbst sagte in Markus 16: „Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden.“ Laut Jesus waren sie also gerettet. An anderer Stelle in der Bibel heißt es, wir sind nicht wiedergeboren aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes. Und als die Jünger in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes empfangen hatte, wussten sie, dass sie definitiv gerettet waren. Sie hatten die Erfahrung der Erlösung mit dem Heiligen Geist gemacht, aber die Jünger, die Apostel in Jerusalem, wussten, dass es da noch mehr gab. Und sie beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. Lesen wir weiter… Vers 16:

     

    Apostelgeschichte 8:16-21

    „… denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist! Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sagte: Gebt auch mir diese Macht, dass der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei! Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.“

     

    Sie legten ihnen also die Hände auf und sie wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Nun heißt es nicht direkt, dass sie in Zungen redeten. Aber die frühen Kirchenväter sind sich alle darin einig, dass die Menschen in Samaria in Zungen redeten. Nur ein bisschen Kirchengeschichte am Rande. Und Simon sah, dass durch das Händeauflegen der Apostel der Heilige Geist kam. Seine Sinne müssen irgendwie erfasst haben, dass die Menschen den Heiligen Geist empfangen hatten. Er sah etwas. Vielleicht sagen Sie: „Er sah einfach ihre Freude.“ Aber das kann es nicht gewesen sein, denn bereits in Vers 8, noch bevor die Jünger aus Jerusalem kamen, heißt es, dass große Freude in der Stadt herrschte. Das war es also nicht. Sie hatten bereits Freude. Aber vielleicht sah Simon, dass sie in neuen Sprachen redeten. Bedenken Sie: In Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 33 sagt Petrus: „Er hat

     

    dieses ausgegossen, was ihr seht und hört.“ Und in Vers 21, als Simon versuchte, sich die Kraft, die Menschen mit dem Heiligen Geist zu erfüllen, mit Geld zu kaufen, sagte Petrus: „Dein Geld fahre mit dir ins Verderben. Dein Herz ist nicht aufrichtig.“ Und er sagte: „Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache.“

     

    Die wörtliche Übersetzung für das Wort „Sache“ lautet „Reden“ oder „Äußerung“. Sie können das in Ihrer Konkordanz nachschlagen. Das griechische Wort für Reden oder Äußerung wird in der ganzen Bibel so übersetzt. Petrus sagte wörtlich: „Du hast weder Teil noch Recht an diesem Reden, an dieser Äußerung.“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie waren alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen in neuen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. Die Frage ist: ist es Gottes Wille, dass alle mit dem Heiligen Geist erfüllt werden und in Zungen reden? Und ich habe eine noch bessere Frage: Können das alle haben, die nach mehr von Gott hungern und dürsten? Die Antwort lautet: Ja. Das kann ich mit der Autorität Jesu sagen. In Johannes, Kapitel 7 sagte Jesus: „Wenn jemand dürstet …“

     

    Denken Sie einmal darüber nach. „Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! … aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“ Jesus sagte also: Jeder, den nach mehr von Gott dürstet, jeder, der durstig ist, kann zu ihm kommen. Und beachten Sie, dass Er nicht sagte: „Geht in die örtliche Pfingstgemeinde, denn nur dort werdet ihr Hilfe bekommen.“ Jesus ist der Täufer im Heiligen Geist. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich vertraue allem, was Jesus mit mir oder für mich tun will. Manche Leute sagen: „Aber was ist, wenn ich das tue und irgendetwas Verrücktes passiert?“ Hören Sie: Sie werden nicht quaken wie eine Ente oder hüpfen wie ein Frosch oder sich auf dem Boden wälzen. Wenn Jesus Sie mit dem Heiligen Geist erfüllt, werden Sie dieselbe Erfahrung machen wie die Menschen in der Bibel. So sieht unsere Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist aus. Nun weiß ich leider, dass hier auch sehr übertrieben wird. Ich habe das selbst schon erlebt. Ich war schon an Orten, wo ein total emotionaler, bizarrer Zirkus ablief und die Leute dem Heiligen Geist die Schuld dafür gaben. Und ich dachte: „Bitte beschuldigt nicht den Heiligen Geist. Das seid nur ihr. Ihr seid verrückt!“ Aber damit will ich nicht sagen, dass wir immer verstehen, was der Heilige Geist tut. Ich meine, manchmal tut Er Dinge, die ich nie tun würde. Aber Er ist Gott und handelt auf Seine Weise.

     

    In den nächsten zwei Wochen werden wir uns mit einigen Fragen befassen, die in diesem Zusammenhang oft gestellt werden, wie beispielsweise: „Warum heißt es in der Bibel: Reden alle in Zungen?“ Das werden wir uns ansehen und noch einige Dinge mehr. Mir werden ständig Fragen gestellt, deshalb müssen Sie einfach die nächste und übernächste Sendung abwarten. Ich gebe Ihnen keinen privaten Bibelunterricht. Aber wenn Sie mehr wissen wollen, sehen Sie die nächsten beiden Male wieder zu. Wir werden uns 1. Korinther, Kapitel 12 und 14 ansehen, wo es um die Zungenrede geht und einige andere Verse, die so viele Fragen aufwerfen. Und wenn wir fertig sind, werden wir hoffentlich einige klare Antworten haben. Aber ich will Ihnen sagen: Ich glaube an die Taufe im Heiligen Geist. Ich glaube, dass Jesus unser Retter und der Täufer im Heiligen Geist ist. Ich glaube, dass Er ein Heiler ist und ich glaube, dass Er wiederkommt. Und ich sage Ihnen: Wenn Sie durstig sind, wird Er Ihnen helfen. Das wird Er tun.

     

    Die Leute stellen mir oft Fragen über die Taufe im Heiligen Geist oder die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und das Reden in anderen Sprachen. Und das nicht erst in den letzten Monaten. Ich höre diese Fragen seit dreißig Jahren, seit ich Pastor dieser Gemeinde bin. Aber ich kann mich nicht mit ihnen zusammensetzen und ein stundenlanges Bibelstudium mit ihnen machen. Deshalb verweise ich sie auf diese Reihe, die wir jetzt gerade im Fernsehen ausstrahlen. Und ich will Sie ermutigen, jede Woche dabei zu sein und keine Sendung zu verpassen. Vielleicht lieben Sie Jesus Christus von ganzem Herzen, sind von aller Schuld befreit und auf dem Weg in den Himmel, aber haben dennoch das Gefühl, dass Ihnen Kraft fehlt. Dann brauchen Sie die Taufe im Heiligen Geist. Jesus rettet, Jesus heilt, Jesus tauft im Heiligen Geist und Jesus wird wiederkommen. Ich weiß, wann Er mich gerettet und von meiner Schuld befreit hat und ich weiß auch, wann Er mich im Heiligen Geist getauft hat. Freunde, wenn Sie noch nicht vom Heiligen Geist erfüllt oder, wie die Bibel es auch nennt, im Heiligen Geist getauft wurden, bete ich, dass Sie dem Einzigen, der Ihnen das geben kann, Ihr Herz öffnen – Jesus. Er allein kann Sie im Heiligen Geist taufen. Kommen Sie zu Ihm. Er kann all Ihre Bedürfnisse stillen und Er liebt Sie. Ich bete, dass Sie die nächste Sendung nicht verpassen. Sie wird Ihnen gefallen. Bis dann, wir sehen uns.

     

     

    Wie empfange ich den Heiligen Geist? / Teil 3 27.05.2012

    Pastor Bayless Conley

     

    Hallo, ich bin Bayless Conley. Danke, dass Sie uns heute zusehen. Wir sind gerade mitten in einer Serie, die ich in unserer Gemeinde gelehrt habe. Es geht um die Taufe im Heiligen Geist und das Reden in anderen Sprachen. Es herrscht oft große Verwirrung im Hinblick auf das Reden in anderen Sprachen und der einzige Ort, wo wir schlüssige Antworten darauf finden, ist die Bibel. Heute sehen wir uns 1. Korinther, Kapitel 12 an. Lassen Sie uns jetzt Gottes Wort ansehen und einige wichtige Dinge herausfinden.

     

    Wir sprechen über die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und das Zungenreden. In der Bibel können wir viel über dieses Thema lesen. Es kommen ständig Leute zu mir, die mir Fragen über den Heiligen Geist stellen und wissen wollen, was es mit diesem Zungenreden auf sich hat und was dieses und jenes bedeutet. Und das ist gut so. Menschen, die keine Fragen mehr stellen, glauben schon alles zu wissen. Es ist gut, Fragen zu stellen. Es ist gut, nachzudenken und nachzuforschen.

     

    In der Bibel finden wir drei verschiedene Ausdrücke für dieselbe Erfahrung mit dem Heiligen Geist. Es heißt hier, dass wir Ihn empfangen, mit Ihm erfüllt werden oder mit Ihm getauft werden. Im Neuen Testament werden alle drei Ausdrücke im Wechsel benutzt. Die Erfahrung, mit dem Geist erfüllt zu werden, erfolgt nach der Errettung. Derselbe Heilige Geist, der unsere neue Geburt in uns zur Realität macht, wenn wir Christus annehmen; derselbe Heilige Geist, der in uns wohnt, wenn wir Christus annehmen, erfüllt uns jetzt überfließend. Derselbe Heilige Geist; unterschiedliche Erfahrungsebenen. Die Zungenrede ist einer der Beweise dafür, dass jemand mit dem Heiligen Geist erfüllt ist. Darüber werden wir jetzt sprechen. Und wie ich schon sagte, in der Bibel finden wir einiges zu diesem Thema. Manche nennen es den ersten sichtbaren Beweis für die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Das sollte eine Quelle ständigen Segens, geistlicher Bereicherung und Auferbauung sein, die man täglich erfahren kann.

     

    Letzte Woche haben wir uns in der Apostelgeschichte fünf Ereignisse angesehen, wo Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt oder getauft wurden. Da gibt es fünf Berichte. Wenn wir jene fünf Berichte ansehen, erkennen wir ein biblisches Muster für diese Erfahrung. Wenn wir denselben Heiligen Geist empfangen wie diese Menschen, werden wir auch dieselbe Erfahrung machen wie sie. Und in allen fünf Fällen haben wir gesehen, dass die Menschen, die vom Heiligen Geist erfüllt wurden, in Zungen redeten. In drei von ihnen heißt es, dass sie vom Heiligen Geist erfüllt wurden und in anderen Sprachen redeten. Als Hananias Paulus die Hände auflegte, fiel es diesem wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Und er sagte: „Gott hat mich geschickt, damit du mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst.“ Wir lesen hier nicht, dass Paulus in Zungen redete, aber wir wissen, dass er es tat, denn er schrieb an die Korinther: „Ich danke Gott, ich rede mehr in Zungen als ihr alle.“ Es ist anzunehmen, dass er damit zur selben Zeit angefangen hat wie die anderen Menschen, die diese Erfahrung machten. Und das letzte Ereignis ist in Kapitel 8 der Apostelgeschichte, wo Philippus nach Samaria ging. Da begann eine große Erweckung. Philippus war ein Evangelist und interessanterweise ist er außer Jesus Christus der einzige Evangelist im Neuen Testament. Wenn Sie sich zum Evangelisten berufen fühlen, sollten Sie das Leben von Philippus studieren. Im Neuen Testament wird von Philippus, dem Evangelisten gesprochen. Und in Samaria geschahen Wunder und Heilungen. Die Menschen glaubten an den Namen Jesus. Sie wurden im Namen Jesu getauft. Die Apostel in Jerusalem hörten, dass das Wort Gottes Samaria erreicht hatte und sie kamen und beteten für die Menschen, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt würden, denn noch war er auf keinen von ihnen gekommen. Sie waren nur im Namen Jesu getauft worden. Sie waren gerettet und im Namen Jesu getauft, aber offensichtlich glaubten die Apostel, dass sie noch nicht alles bekommen hatten, was sie vom Heiligen Geist empfangen konnten. Sie legten ihnen die Hände auf und sie wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt. Und die Bibel sagt, Simon, der ein Zauberer war, sah, dass die Menschen durch das Händeauflegen den Heiligen Geist empfingen. Irgendwie erfassten seine Sinne, was da passierte. Manche sagen: „Er sah einfach ihre Freude.“ Aber das war es nicht, denn früher in dem Kapitel, noch bevor die Apostel von Jerusalem kamen, lesen wir, dass große Freude in der Stadt war. Sie hatten also bereits Freude. Als Simon sah, dass die Menschen durch das Händeauflegen den Heiligen Geist empfingen, wollte er sich diese Fähigkeit mit Geld kaufen. Aber Petrus tadelte ihn und sagte: „Dein Geld fahre mit dir ins Verderben! Dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott. Die Gabe Gottes ist nicht durch Geld zu erlangen!“ Er sagte: „Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache.“

     

    Und das Wort, das in unserer Bibel mit „Sache“ übersetzt wurde, ist das griechische Wort für

    „Äußerung“. „Du hast weder Teil noch Recht an dieser Äußerung, an diesem Reden.“

     

    Die frühen Kirchenväter sind sich darin einig, dass sie in Samaria in Zungen redeten. Das ist die Grundlage für die Lehre, dass wir vom Heiligen Geist getauft oder von Ihm erfüllt werden oder Ihn empfangen. Jesus lehrte einige sehr aufschlussreiche Dinge über den Geist. Die Frage ist nun: kann jeder, der sich nach mehr von Gott sehnt, diese Erfahrung machen? Das würde ich mit Ja beantworten. Ich kann das sogar mit der Autorität der Worte Jesu sagen. Wir haben letztes Mal Johannes 7, Vers 37 gelesen, wo Jesus sagte: „Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Und im nächsten Vers heißt es: „Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“

     

    Über all das und vieles mehr haben wir letzte Woche ausführlich gesprochen und ich ermutige Sie, sich die DVD oder die CD zu holen und sie zu studieren. Machen Sie es wie die Beröaner: forschen Sie in der Bibel, ob es sich auch so verhält. Ich will heute darauf aufbauen, was wir letzte Woche besprochen haben. Und ich will mit einer Frage beginnen, die ich schon viele, viele Male gehört habe. Sie lautet: „Heißt es in der Bibel nicht: Reden alle in Sprachen?“ Ja, so ist es. Sehen wir uns das an. Das steht in 1. Korinther, Kapitel 12, wir beginnen mit Vers 29. Hier lesen wir:

     

    1. Korinther 12:29-30

    „Sind etwa alle Apostel? Alle Propheten? Alle Lehrer? Haben alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Legen alle aus?“

     

    Und natürlich lautet die Antwort auf jede dieser Fragen nein. Natürlich sind nicht alle Apostel, natürlich sind nicht alle Propheten, natürlich sind nicht alle Lehrer, natürlich haben nicht alle Wunderkräfte und nicht alle die Gnadengaben der Heilung. Reden alle in Sprachen? Nein. Legen alle aus? Nein. Aber sehen wir uns das im Zusammenhang an. Es ist erstaunlich, was die Bibel uns offenbart, wenn wir sie im Zusammenhang lesen. Lesen wir dazu noch einen Vers, Vers 28. Da heißt es: „Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt…“ – sagen Sie alle: in der Gemeinde – „Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt erstens als Apostel, zweitens andere als Propheten, drittens als Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen…“ Und ich glaube, das beschreibt den Dienst des Evangelisten, denn das waren die Gaben, die Philippus, der Evangelist, durch seinen Dienst und sein Leben zum Einsatz brachte. „… Hilfeleistungen, Leitungen…“ Das deutet eher auf einen pastoralen Dienst hin als auf irgendetwas anderes. Und… „… Arten von Sprachen.“

     

    Gut. In Vers 28 heißt es also: „Und die einen hat Gott in der Gemeinde eingesetzt.“ Er spricht hier von Gaben, die in den Versammlungen der Gemeinde zum Einsatz kamen. Diese Menschen tun in der Gemeinde einen bestimmten Dienst. Und natürlich ist nicht jeder dazu berufen, diese Dinge zu tun. Und die Antwort auf die Fragen „Reden alle in Sprachen? Legen alle aus?“ lautet natürlich nein. Nicht jeder, auch nicht alle, die mit dem Heiligen Geist getauft wurden und in Zungen reden, werden dazu gebraucht, in der Gemeinde etwas zu sagen, das ausgelegt werden muss. Das ist es, was er hier sagen will. Nicht jeder soll in der Gemeinde sprechen und ebenso wenig ist jeder in der Gemeinde ein Apostel noch haben alle Wunderkräfte oder die Gnadengaben der Heilungen. Der Heilige Geist verteilt diese Gaben nach Seinem Willen. Aber sehen Sie den Zusammenhang? Er spricht über Gaben, die durch von Gott erwählte Menschen in der Gemeinde zum Einsatz kommen. Gott hat Seinen Finger auf sie gelegt, Er hat ihnen die Gabe geschenkt und sie sind damit gesegnet, in der Gemeinde etwas in Zungen zu äußern, das dann ausgelegt wird. Und die Antwort auf die Frage, ob jeder das tut, lautet: Nein, absolut nicht. Und darum geht es hier. Beachten Sie, dass hier von „Arten von Sprachen“ die Rede ist. Das zeigt uns einen Unterschied. In Vers 28 spricht er von Hilfeleistungen, Leitungen und Arten von Sprachen. Die Arten von Sprachen, die in einer Gemeinde ausgelegt werden, unterscheiden sich von unserer persönlichen Gebetssprache – der Sprache, die wir bekommen, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Sie soll vor allem in unserer ganz privaten Zeit mit Gott zum Einsatz kommen. Aber es gibt Arten von Sprachen. Die Sprachen werden in der Gemeinde unterschiedlich eingesetzt. Zum einen haben wir unsere ganz persönliche Sprache, in der wir mit uns selbst und mit Gott reden. Und dann gibt es die Gabe einer Sprache, die in der Gemeinde eingesetzt wird und ausgelegt werden muss. Und Paulus unterscheidet hier ganz klar zwischen diesen beiden Arten. Denken Sie noch einmal daran zurück, was wir uns let

Schreibe einen Kommentar