Was bringt uns der Heilige Geist?

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  • Jule sagt:

    Was bringt uns der Heilige Geist?

    17.11.2013

    Pastor Bayless Conley

     

    Kurz bevor Jesus diese Erde verließ, sprach Er mit Seinen Jüngern. Seine letzte Botschaft an sie vor Seiner Verhaftung und Kreuzigung handelt vom Heiligen Geist. Er erwähnte auch andere Dinge, aber durch das ganze Gespräch zieht sich das Thema von Gottes gutem Heiligen Geist. Jesus sagte: „Es ist zu eurem Vorteil, dass ich gehe. Wenn ich nicht gehe, kommt der Heilige Geist nicht.“ Und wir werden uns einiges anschauen, was Jesus den Jüngern im Hinblick auf das Kommen des Heiligen Geistes erklärte.

     

    Jesus ist mit Seinen Jüngern in einem Zimmer im Obergeschoss. Sie haben gerade gemeinsam ihr letztes Passahmahl gegessen. Die letzten Worte von Jesus an die Jünger sind uns in Johannes, Kapitel 14,15 und 16 überliefert. Kapitel 17 ist ein Gebet, das Jesus an Seinen Vater richtete. Gleich danach verließen sie das Haus, überquerten den Bach Kidron und gingen in den Garten Gethsemane. Dort wurde Jesus verraten und verhaftet und am Ende kreuzigte man Ihn. Jesus wusste, dass Seine Zeit gekommen war. Er wusste, dass Er keine Gelegenheit mehr haben würde, mit den Jüngern zu sprechen, also teilte Er ihnen mit, was für sie am wichtigsten war. Und interessant ist, dass das Hauptthema, das sich durch diese drei Kapitel zieht, das Kommen des Heiligen Geistes war. Jesus wusste, dass das Kommen des Heiligen Geistes das Leben der Jünger und aller Christen in allen Generationen verändern würde. In Johannes 16:7 sagt Er Folgendes:

     

    Johannes 16:7

    „Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden.“

     

    Es muss ihnen schwergefallen sein, das zu begreifen. Was könnte nützlicher sein als Jesus in Person bei sich zu haben? Sie hatten Ihn lehren gehört, sie hatten Ihn Wunder tun sehen, sie hatten mit Ihm gegessen. Sie hatten geschlafen, wo Er schlief, waren gegangen, wo Er ging und jetzt sagt Er: „Ich gehe, aber das ist nur zu eurem Vorteil, denn wenn ich nicht gehe, kommt der Heilige Geist nicht.“

     

    Aus den genannten drei Kapiteln im Johannesevangelium möchte ich aus dem, was Jesus selbst sagte, sieben Vorteile aufzeigen, die der Heilige Geist der Kirche gebracht hat. Den ersten Vorteil finden wir in Kapitel 14. Bitte schlagen Sie das einmal mit mir auf. Dort heißt es, dass der Heilige Geist jetzt in uns wohnt, nicht nur bei uns oder unter uns. In Johannes 14:16 und 17 sagt Jesus:

     

    Johannes 14:16-17

    „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“

     

    Manche fragen: „Wo finde ich Gott?“ Suchen Sie sich Christen. Sie sind der Tempel des lebendigen Gottes. Unter dem Alten Bund war Gottes Gegenwart hinter dem großen Vorhang im Allerheiligsten. Doch als Jesus am Kreuz starb, zerrissen unsichtbare Hände diesen fünfzehn Meter hohen Vorhang von oben nach unten. Die Gegenwart Gottes hat diesen Gnadenthron verlassen und jetzt lebt Er in einem ganz neuen Allerheiligsten, nämlich in den Menschen, die an Ihn glauben und durch Seinen Geist verändert wurden. Der Heilige Geist kommt und erneuert unseren Geist. Jesus nennt das „neu geboren werden“. Paulus sagt, dass wir in Christus eine neue Schöpfung werden. Und Seine Gegenwart wohnt in uns. Jesus sagte: „Wenn ich nicht gehe, kommt der Heilige Geist nicht. Jetzt ist er noch bei euch, doch dann wird er in euch leben.“

    Zweitens lehrt der Heilige Geist und Er erinnert uns. Johannes 14:26

    „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

     

    Der Heilige Geist lehrt uns also. Manche Christen haben das aus dem Zusammenhang gerissen und gesagt: „Ich habe den Heiligen Geist, also muss ich nicht auf dich hören, ich muss nicht in die Kirche gehen und ich brauche die Bibel nicht. Und in 1. Johannes heißt es doch sowieso, das wird der Heilige Geist uns alles lehren.“ Ja, wir sind durch den Heiligen Geist gesegnet und begabt und Er lehrt uns. Doch Er lehrt uns nicht unabhängig von Gottes Wort. Das kann man nicht aus dem Kontext des restlichen Neuen Testaments nehmen und isoliert betrachten. In der Bibel heißt es in Epheser 4, dass Gott verschiedene Aufgaben vergeben hat: Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten, Lehrer – und alles, um die Gemeinde aufzubauen und zum Dienst auszurüsten und ihr reifen zu helfen. Ja, der Heilige Geist lehrt uns. Teilweise lehrt Er uns durch Menschen. Deswegen brauchen wir die Gemeinde. Darum hören wir das Wort Gottes. Damit arbeitet der Heilige Geist. Er lehrt uns auch als Einzelne, wenn wir uns mit Gottes Wort beschäftigen. Dabei möchte ich zu bedenken geben: Er kann uns nicht an etwas erinnern, das wir gar nicht wissen. Jesus sagte: „Er wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Deswegen müssen wir uns mit Jesu Worten vertraut machen. Wir müssen sie in uns aufnehmen. Das gilt für die ganze Bibel, denn Jesus ist das menschgewordene Wort Gottes. Wenn wir uns also Gottes Wort verinnerlicht haben, kann der Heilige Geist uns daran erinnern, wenn wir es brauchen. Und wir sollten nicht meinen, dass dies kein wichtiges Wirken des Heiligen Geistes wäre. Es ist sogar ein sehr wichtiger Aspekt.

     

    Der dritte Punkt hängt ebenfalls damit zusammen: Er bringt uns Frieden. Das ist ein Vorteil. Lesen Sie mit mir Vers 27, der sehr eng mit Vers 26 von eben verbunden ist. Jesus sagte:

     

    Johannes 14:27

    „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, seid auch nicht furchtsam.“

     

    Dieser Friede, den Jesus hatte und den Er den Jüngern gab, kam durch den Heiligen Geist. Wie es im Römerbrief heißt: „Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Zunächst bringt der Heilige Geist uns Frieden, wenn wir unser Vertrauen auf Jesus setzen. Ebenfalls im Römerbrief schreibt Paulus: „Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit Freude und Frieden im Glauben durch die Kraft des Heiligen Geistes!“

     

    Als ich damals in der kleinen Missionsgemeinde in Medford in Oregon mein Leben Jesus anvertraute, hatte ich noch nicht alle Antworten auf meine Fragen. Gott musste in meinem Leben noch vieles klären. Aber ich werde nie den Abend vergessen, an dem ich Ja zu Jesus Christus sagte. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen, weil mein Herz und mein Denken von einem untrüglichen, übernatürlichen Frieden durchflutet wurden. Ich hatte immer noch Fragen, aber ich wusste ganz eindeutig, dass Gott mich gerettet hatte. Wenn wir unser Vertrauen auf Ihn setzen, bringt Er uns einen Frieden, den die Welt niemals verstehen wird. Er wird uns zur Ruhe bringen, so unruhig unser Herz auch ist, wenn wir Ihm unser Herz anvertrauen. Zweitens bringt Er uns Frieden, wenn wir unsere Sorgen auf Ihn werfen. Sicher kennen Sie die Verheißung aus Philipper 4:6 und 7: „Seid um nichts besorgt…“ Nicht um unsere Ehe, unsere Kinder, unsere berufliche Situation, die Wirtschaft, das Weltgeschehen, die politische Situation in unserem Land oder was bei der Arbeit passiert. Die Bibel sagt: „Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“ Wenn wir Gott unsere Lasten anvertrauen, wird ein Frieden, den wir nicht verstehen können, in unserem Herzen und Denken bleiben.

     

    Vielleicht sind unter uns heute Menschen, die vom Teufel gequält werden. Vielleicht fällt es manchen von Ihnen sogar schwer, mir zuzuhören, weil Ihre Gedanken vor lauter Sorge abgelenkt sind. Sie sind abgelenkt und die Sorgen rauben Ihnen die Lebensqualität – nicht nur hier, sondern auch außerhalb dieser vier Wände. Sie rauben Ihnen die Lebensqualität, die Gott sich für Sie wünscht. Und ich sage Ihnen, wenn Sie Ihre Sorgen bei Gott lassen, wird Gott eingreifen. Vielleicht sehen die Dinge von außen noch nicht anders aus, aber Sie wissen tief in Ihrem Herzen, dass die Wende kommen wird.

    Der Heilige Geist bringt Frieden.

     

    Okay. Das Vierte, der vierte Vorteil, den uns der Heilige Geist bringt, ist Sein Zeugnis. Johannesevangelium, Kapitel 15, ab Vers 26:

     

    Johannes 15:26-27

    „Wenn der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird der von mir zeugen. Aber auch ihr zeugt, weil ihr von Anfang an bei mir seid.“

     

    Die Jünger waren von Anfang an bei Jesus gewesen, also konnten sie über konkrete Dinge Zeugnis geben: über die Wunder, die sie aus nächster Nähe gesehen hatten oder dass sie Ihn nach der Auferstehung sahen. Sie spielten also eine ganz einzigartige Rolle. Aber wissen Sie, alle Christen in allen Generationen müssen ebenfalls die Stimme erheben und Zeugnis geben. Sie müssen Ihre Beziehung zu Jesus Christus bezeugen und das, was Er in Ihrem Leben getan hat. Sie müssen bezeugen, was das Wort Gottes über Jesus sagt. Wir können Gott dankbar sein, dass wir damit nicht allein sind. Der Heilige Geist gibt auch Zeugnis. Wenn wir etwas weiter vorn im gleichen Kapitel nachlesen, von Vers 18 bis Vers 25, dann sagt Jesus dort: „Wenn sie mich gehasst haben, werden sie euch auch hassen. Seid bereit dafür. Sie haben mich verfolgt, sie werden auch euch verfolgen. Die Welt war gegen mich, also wird sie auch gegen euch sein.“ Und dann sagte Jesus: „Aber wenn der Heilige Geist kommt, wird er Zeugnis geben, so wie ihr.“ Jesus spricht davon, dass wir und der Heilige Geist Zeugen in einer feindlichen, aggressiven, hasserfüllten Welt sind, die uns verfolgt. Wenn nicht das Zeugnis des Heiligen Geistes wäre und wir ganz auf uns gestellt wären, wäre es wohl hoffnungslos. Doch Gott sei Dank sind wir nicht allein. Zunächst müssen wir wissen, dass der Heilige Geist Jesus durch äußere Zeichen und Wunder bezeugt. Jesus sagte in Markus 16: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! … Treibt Dämonen aus. Legt den Kranken die Hände auf, und sie werden sich erholen… Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.“ Gott bestätigt Sein Wort noch immer mit begleitenden Zeichen. Der gleiche Heilige Geist, das gleiche Evangelium. Paulus schrieb an die Korinther: „Als ich zu euch kam, kam ich nicht mit lockenden Worten menschlicher Weisheit, sondern mit der Kraft des Heiligen Geistes“ – sichtbare Zeichen – „damit euer Glaube nicht auf menschlicher Weisheit beruht, sondern auf der Kraft Gottes.“ Das müssen wir glauben und annehmen; danach müssen wir handeln und wir dürfen es nie auf die leichte Schulter nehmen.

     

    Vor einigen Tagen sprach ich mit einem Mann. Seine Mutter war krank, ich glaube sogar todkrank. Sie betete und Gott heilte sie. Dadurch kam seine Mutter zum Glauben an Jesus Christus und er kam durch die Heilung seiner Mutter zum Glauben. Das ist genial. Aber wichtiger ist der zweite Teil, denn ohne den geht es nicht. Wenn die Zeichen und Wunder nur für Aufsehen sorgen, reicht es nicht.

    Wichtiger ist also, dass der Heilige Geist innerlich, im Herzen der Menschen Zeugnis gibt. Wenn wir den Menschen erzählen, was am Kreuz geschah und sie anfangen, über den Anspruch von Jesus Christus nachzudenken, dann bezeugt der Heilige Geist die Wahrheit in ihrem Herzen. Die Bibel sagt in 1. Johannes, dass der Heilige Geist Zeugnis gibt und auch: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich.“

     

    Erinnern Sie sich an Saulus von Tarsus? Er war voller Hass und Bitterkeit der Kirche gegenüber. Er ließ Männer und Frauen verhaften und einige hinrichten. Als Stephanus für seinen Glauben zum Märtyrer wird, ist ein Mann dabei, der auf die Kleider von allen Beteiligten aufpasst, damit sie ungehindert ihre großen Steine auf Stephanus werfen und ihn töten können. Dieser Mann ist kein anderer als Saulus von Tarsus. „Hey, gebt mir eure Mäntel, damit ihr auch richtig werfen könnt!“ Er ist auf dem Weg nach Damaskus mit Briefen vom Hohepriester, um alle zu verhaften, die sich auf den Namen Jesus berufen. Er ist voller Hass und ein heftiger Gegner der Sache Jesu. Auf der Straße begegnet ihm Jesus und fragt: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Er fragt: „Wer bist du, Herr?“ Die Antwort: „Ich bin Jesus.“ Und dann sagt Jesus etwas Verblüffendes zu ihm: „Es ist hart für dich, gegen den Stachel auszuschlagen!“ Nun wusste damals jeder, was das hieß. Gemeint war ein Stachelstock für Ochsen. Das war ein langer, spitzer Stock, an dessen Ende sich ein scharfes Stück Eisen befand. Wenn man einen sturen Ochsen hatte, der nicht in die richtige Richtung gehen wollte, trieb man ihn mit dem Stachelstock an. Und wenn ein Ochse dagegen ausschlug, verletzte er sich.

     

    Wissen Sie, viele der Menschen, die im Moment dem Evangelium feindlich gegenüberstehen, die Sie am meisten tyrannisieren, die sich am lautesten gegen Ihren Glauben zu Wort melden – schlagen damit nur gegen den Stachel aus. Gott ist dabei, in ihrem Leben zu wirken. Und wenn ich Saulus von Tarsus anschaue, aus dem der Apostel Paulus wurde und einige dieser aggressiven Gegner des Evangeliums, dann denke ich: Da werden die besten Christen draus! Darum protestieren viele so lautstark. Wenn man einen Stein auf ein Rudel Wölfe wirft, ist der Wolf, der am lautesten heult, der, den der Stein getroffen hat. An manchen dieser Menschen arbeitet der Heilige Geist. Sie haben die Botschaft von Jesus gehört und gesehen, was im Leben anderer Menschen passiert und sie können sich dem nicht entziehen. Je mehr sie sich dagegen wehren, desto mehr verletzen sie sich.

     

    Ein fünfter Vorteil, den der Heilige Geist bringt, ist, dass Er die Welt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht überführen wird. Ab

     

    Johannes 16:8-11

    „Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; von Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.“

     

    „Von Sünde“, sagt Jesus, „weil sie nicht an mich glauben.“ Die einzige Sünde, von der der Heilige Geist die Welt überführt, ist, dass sie nicht an Jesus glauben. Darum müssen wir Christus predigen, damit der Heilige Geist etwas hat, womit Er arbeiten kann. Nun sagen manche: „Nein, man muss zuerst alle Sünden beichten, die man je begangen hat, wenn man Christ werden will.“ Dann bin ich kein Christ, weil ich mich nicht an alles erinnern kann, was ich falsch gemacht habe. Es ist zu viel. Nein, die Bibel sagt, wer im Herzen glaubt, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und Ihn als Herrn bekennt, wird gerettet. Natürlich ist eine komplette Abkehr von der Sünde nötig. Aber die Bibel sagt nicht, dass wir alle einzelnen Sünden beichten müssen, um gerettet zu werden. Keiner von uns wäre Christ geworden, wenn das der Fall wäre. Und wenn der Heilige Geist Menschen überführt, dann überführt Er die Welt von der Sünde, sagt Jesus, „weil sie nicht an mich glauben“. Wir müssen den Menschen von Jesus erzählen und ihnen sagen, dass es einen Gott im Himmel gibt, der sie so sehr liebt, dass Er Seinen Sohn für sie am Kreuz sterben ließ. Sie sind versöhnt und ihre Sünden ausgelöscht und ans Kreuz genagelt, wenn sie nur zu Christus kommen und ihr Vertrauen auf Ihn setzen.

     

    Das ist die Botschaft, die die Welt hören muss. Gott hat die Welt so sehr geliebt – nicht, Er ist so wütend auf die Welt, sondern, Er hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Jesus schickte. Dann heißt es:

    „Von der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe.“ Gerechtigkeit bedeutet, im richtigen Verhältnis zu Gott zu stehen. Das ist ein Geschenk, das wir mit der Rettung erhalten. Man kann es sich nicht verdienen und es wächst auch nicht langsam heran. Die Bibel sagt, dass wir mit der Gerechtigkeit Christi gerecht gemacht sind. Unsere eigene Gerechtigkeit ist wie schmutzige Lumpen. Doch die Bibel sagt, der, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde gemacht, damit wir in Ihm durch Sein Geschenk der Gerechtigkeit gerecht vor Gott werden. Und sie hat drei Funktionen: Sie gibt uns Zugang zu Gott, sie bringt uns Antworten von Gott und sie schenkt uns Annahme durch Gott. Zugang, Antworten, Annahme.

     

    Vielleicht ist es Ihnen nicht bewusst, aber Sie werden beobachtet. Und manche Menschen sind völlig verblüfft, wenn sie Ihre Beziehung zu Gott sehen. Sie haben ein Problem und scheinen damit immer so mühelos zu Gott zu gehen. Er ist wie ihr himmlischer Vater und Sie reden mit Ihm, als gehörten Sie zu Ihm. Es ist nicht so, als müssen Sie erst sechs Monate Buße tun und dann können Sie vielleicht eine Audienz bei Gott haben. Manchen Menschen ist das unbegreiflich, weil es so ganz anders ist als das Bild, das sie von Gott haben: einem zornigen Antreiber, der uns keinen Moment Seiner Zeit schenkt, außer um uns zu bestrafen. Und Sie benehmen sich, als wären Sie Sein Kind, als gehörten Sie zu Ihm!

     

    Unsere Tochter hat eine Weile bei uns gewohnt. Sie braucht von Nashville zu uns etwa einen Tag. Und es ist schön, sie bei uns zu haben. Aber manchmal, wenn ich in die Einfahrt komme, ist mein Auto weg. Und das Essen, das ich extra im Kühlschrank aufgehoben hatte, ist weg. Sie benimmt sich, als würde sie hierher gehören. Sie ist kein Bettler!

     

    Und so ist es auch mit uns und unserem himmlischen Vater. Wir sind Seine Söhne und Töchter. Wir stehen im richtigen Verhältnis zu Ihm. Und so, wie ich mir das mit meiner Tochter wünsche, wünscht sich unser himmlischer Vater es auch mit uns. Aber wissen Sie, die Welt ist darüber erstaunt. Der Heilige Geist überführt und überzeugt und beweist. Das ist interessant. Die Amplified Bible übersetzt Vers 8 so: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er überführen, er wird überzeugen und er wird der Welt Beweise zu diesen Dingen bringen.“ Schließlich über das Gericht, denn der Regent dieser Welt, Satan, der Fürst dieser Welt, von dem hier die Rede ist, ist gerichtet. Mit anderen Worten, die Strafe ist bereits über ihn ergangen. Als Jesus am Kreuz starb, wurde die Verheißung erfüllt. Die Schlange hat ihm in die Ferse gestochen, doch Jesus hat der Schlange den Kopf zertreten. Jesus sagte: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. Deswegen geht in meinem Namen hin und treibt Dämonen aus.“ Wir haben die Vollmacht dazu erhalten. Kurz gesagt, wir sollen der Welt zeigen, dass Satan besiegt ist. Der Heilige Geist wird uns dazu gebrauchen.

     

    Okay. Der sechste Vorteil, den wir durch den Heiligen Geist haben: Er leitet, Er spricht und Er zeigt uns zukünftige Dinge.

     

    Johannes 16:13

    „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.“

     

     

     

     

    Jesus ist an dieser Stelle sehr nachdrücklich. Das ist das kleine Einmaleins des Christseins. Der Heilige Geist wird uns leiten, Er spricht zu Gottes Kindern und Er zeigt uns kommende Dinge. Manche von Ihnen, die noch nicht so lange in die Cottonwood-Gemeinde kommen, wissen nicht, wie sehr wir darum kämpfen mussten, dieses Grundstück und Gebäude zu bekommen. Es waren ein paar schwere Jahre. Wir verbrachten mehrere Jahre vor Gericht. In der Stadt gab es damals eine sogenannte Behörde für Stadtsanierung. Da hatten im Prinzip ein paar Personen einfach beschlossen, eine solche Behörde einzurichten. Einer schien besonders daran interessiert, uns mit Brachialgewalt unser Grundstück wegzunehmen und er hatte auch die anderen davon überzeugt. Sie enteigneten uns, sperrten uns von unserem Grundstück aus und wollten es uns wegnehmen und an eine Firma verkaufen. Wir haben jahrelang vor Gericht dagegen angekämpft. Eine unserer Anwaltskanzleien sagte mir von Anfang an: „Bayless, keine Organisation und keine Einzelperson, die in Ihrer Situation war, hat in der Geschichte unseres Landes je einen solchen Fall gewonnen. Ich will Ihnen gleich von vornherein sagen, dass Ihre Chancen gleich null sind.“ In der Geschichte unseres Landes hat noch

    nie jemand solch einen Fall gewonnen. Ich antwortete einfach: „Geben Sie nur Ihr Bestes. Wir vertrauen auf Gott. Aber tun Sie, was Sie können.“ Er willigte ein. Der Anwalt war übrigens kein Christ. Jedenfalls, kurz und gut, es war hart. Wir waren vor Gericht und die Lokalpresse druckte einen Artikel nach dem anderen über unsere Gemeinde. Die meisten davon waren voller falscher Informationen. Es war eine ziemlich schwere Zeit für uns. Etwa in der Mitte des ganzen Prozesses hatte ich einen Traum. Ich kam in einen Raum. Dort hinter dem Empfangstresen stand der leitende Beamte der Stadt – er ist inzwischen nicht mehr da – er hatte den meisten Druck auf die Gemeinde ausgeübt. Doch der Tresen war nicht waagerecht, sondern geneigt. Er stand also dahinter und sagte: „Ich will mit Ihnen Armdrücken.“ Ich sagte: „Okay.“ Ich ging zum Tresen und er stand an der hohen Seite, also war ich ganz klar im Nachteil. Und ich besiegte ihn mühelos. Er wollte noch eine Runde und ich sagte: „Okay“ und ich schlug ihn ein zweites Mal. Dann wachte ich auf. Und als ich wach wurde, dachte ich sofort an den Traum des Pharao über die dürren und fetten Kornähren und die dürren und fetten Kühe. Und als Josef ihm den Traum auslegte, sagte er: „Pharao, Gott hat es dir zweimal gezeigt, weil es bei Gott schon beschlossen und geschehen ist.“ Und da wusste ich, dass wir gewinnen würden. Obwohl es nicht so aussah, wusste ich, dass wir gewinnen würden. Ich erzählte niemandem von meinem Traum. Die Gemeinde betete weiter, aber ich betete danach kein einziges Mal mehr. Die Gemeinde betete, was das Zeug hielt. Und ich…

     

    Ich bin froh, dass der Heilige Geist uns zukünftige Dinge zeigt. Er will uns kommende Dinge zeigen, die wichtig für unser Leben, unsere Zukunft, unsere Bestimmung sind. Jesus sagte, wenn der Heilige Geist kommt, wird Er das tun. Ich glaube, in unserem Leben herrscht manchmal so viel Chaos und Lärm, dass die Stimme des Heiligen Geistes und Seine Leitung übertönt wird und wir sind nicht so empfindsam wie wir sein sollten.

    Ein letzter Vorteil, den wir durch den Heiligen Geist haben: Er verherrlicht Jesus.

    Johannes 16:14-15

    „Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen nimmt und euch verkündigen wird.“

     

    Und das Wort „verherrlichen“ bedeutet ehren, hoch wertschätzen, erhöhen, erheben. Denken wir einmal nach. Jesus sagte: „Er wird mich verherrlichen. Und alles, was der Vater hat, gehört auch mir. Und der Heilige Geist wird das alles nehmen und euch zeigen.“ Die Amplified Bible erklärt, Er wird uns diese Dinge offenbaren und übermitteln. Alles, was der Vater hat, gehört Jesus. Jesus sagte: „Der Heilige Geist wird es euch bringen.“ Alles und jedes, was durch den Heiligen Geist von Gott kommt, wird Jesus verherrlichen. Und wenn es Jesus nicht ehrt, ist es der falsche Geist. Alles, was der Vater hat, gehört auch Jesus. Jesus sagte, der Heilige Geist wird es uns bringen. Doch Er begann mit den Worten: „Er wird mich verherrlichen.“ Wenn es Jesus nicht verherrlicht, ist es nicht der Heilige Geist.

    Jesus ist die zentrale Figur in allem, was der Himmel tut.

     

    Ich möchte eine Stelle aus Kolosser 1 zitieren, die von Jesus spricht: „Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe.“

     

    Damit Er den höchsten Rang, den ersten Platz einnimmt. Er hat in allem den Vorrang. Er ist der Fels, unser Eckstein, unser Retter. Er ist derjenige, vor dem der ganze Himmel auf die Knie fällt und Ihn anbetet. Er ist unser König, der bald wiederkommt: Jesus Christus, der Sohn Gottes. Und der Heilige Geist verherrlicht Jesus.

     

    Ich hoffe, unsere Sendung hat Ihnen gut getan. Wissen Sie, Sie sehen mich vielleicht gerade im Fernsehen oder am Computer, aber der Heilige Geist ist direkt bei Ihnen. Ich bin hier in Südkalifornien bei den Aufnahmen. Aber Gott hat die Fähigkeit, Sie genau im richtigen Moment Ihres Lebens zuhören zu lassen. Sie sollen wissen, dass Gott Sie sieht. Er kennt den Schmerz Ihres Herzens; Er kennt Ihre tiefsten Sehnsüchte und Träume. Und Er will Ihnen helfen. Geben Sie nicht auf, bleiben Sie dran. Auch für Sie kommt ein besserer Tag. Gott liebt Sie und der Heilige Geist will Ihnen helfen. – Bis zum nächsten Mal.

     

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