Respektiere deinen Mann – Liebe deine Frau

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Comments

  • Jule sagt:

    die zweiteilige Ansprache als epub-Datei für eBooks

    Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann / Teil 1

    24.02.2013

    Pastor Bayless und Janet Conley

    Meine Frau und ich haben einmal zusammen einen Vortrag mit dem Titel „Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann“ gehalten. Sie und ich haben gemeinsam einige praktische Dinge erklärt, die Frauen und Männer wissen müssen, um eine gute Ehe führen zu können. Heute beginnen wir mit Janet und ich sage Ihnen: Ich bin mit der klügsten Frau der Welt verheiratet. Sie ist bodenständig und hat gute Ratschläge, die Ihnen helfen sollen. Liebe Männer, Sie sollten meiner Frau heute besonders gut zuhören. Frauen wollen geliebt werden, Männer wollen respektiert werden. Janet und ich sprechen darüber, was das ganz praktisch heißt und sie hat ein paar wunderbare Gedanken dazu. Deshalb wollen wir uns wieder gemeinsam mit Gottes Wort beschäftigen. Meine Frau Janet macht den Anfang.

    Janet:

    Okay. Sind Sie bereit? Also, unser Thema heute ist: „Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann.“ An dieser Stelle möchte ich Dr. Emerson Eggerichs für sein Buch „Liebe und Respekt“ danken, denn einige der Gedanken heute stammen von ihm. Das ist auch ein tolles Buch, wenn Sie einfach ein paar Gedankenanstöße brauchen. Ich möchte also die Männer ansprechen und Bayless wird die Frauen ansprechen, denn ich als Frau kann Ihnen sagen, was Frauen mögen. Okay, sind Sie bereit? Ja. Okay.

    Beginnen wir mit dem Epheserbrief in Kapitel 5. Epheser 5:33, nach der Neues-Leben-Übersetzung. Dort heißt es: „Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“

    Die Sache ist also eigentlich ganz einfach. Eine Frau möchte geliebt werden und der Mann braucht Respekt. Männer brauchen Respekt, weil Gott sie so geschaffen hat. Frauen brauchen Liebe, weil Gott uns so angelegt hat. So hat Er uns erschaffen. Wir brauchen Liebe. Wahre und dauerhafte Liebe, ganz gleich, ob in einer Ehe oder in zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein, achtet den anderen höher als sich selbst. Sie setzt die Bedürfnisse des anderen an die erste Stelle und wünscht sich, dass er im Leben wächst und gedeiht. Und wie viele wissen, dass man daran hart arbeiten und Opfer bringen muss? Genauso ist es. Aber wissen Sie was? Es lohnt sich. Und die Kehrseite davon wäre: „Sie respektiert mich nicht, also gebe ich ihr keine Liebe.“ Oder: „Er liebt mich offenbar nicht richtig, also respektiere ich ihn auch nicht.“ Und damit gerät man in einen Kreislauf: „Wenn er das und das nicht tut, tue ich das und das nicht oder tut sie das und das nicht.“ Und so geht es dann immer weiter im Kreis und immer tiefer hinein. Es ist wie bei Hamstern im Laufrad, sie laufen und laufen und kommen nicht vom Fleck. Aber wenn wir die Bedürfnisse des anderen über unsere eigenen stellen, ermutigt die Liebe des Mannes die Frau dazu, ihn zu respektieren und ihr Respekt hilft ihm, sie zu lieben. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der beiden Kraft gibt. So ist es etwas Gutes, wenn wir die Bedürfnisse des anderen an die erste Stelle setzen, sehen Sie? Vielleicht fragen sich die Männer: „Ich versuche ja, meine Frau zu lieben, aber ich kann sie einfach nicht zufrieden stellen. Nichts funktioniert. Wie kann ich ihr meine Liebe so zeigen, dass sie es versteht?“ Diese Fragen versuchen wir heute zu beantworten. Ich möchte Ihnen drei Möglichkeiten nennen, wie Sie Ihrer Frau Ihre Liebe so zeigen können, dass sie es richtig versteht. Ihre Frau sehnt sich nach Nähe, sie sehnt sich nach Verständnis und sie sehnt sich nach Wertschätzung. Wiederholen wir noch einmal: Nähe, Verständnis und Wertschätzung. So versteht Ihre Frau Liebe.

    Kommen wir also zum Ersten: Eine Frau sehnt sich nach Nähe. In 1. Mose 2:24 heißt es: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen“ oder „mit seiner Frau verbunden sein“.

    Das Wort „anhängen“ bedeutet eng zusammenhängen, anklammern, stark beteiligt, emotional anhänglich oder miteinander verbunden sein. Ein Mann verlässt also seine Eltern und hängt eng mit seiner Frau zusammen, klammert sich an sie, hängt emotional an ihr und ist mit ihr verbunden. Und Gott sagte das, weil Er wusste, wie Er die Frau geschaffen hat und was sie braucht. Sie braucht diese Nähe. Sie braucht das Gefühl der Nähe und Verbindung anders als ein Mann. Im Hohelied Salomos spricht Sulamith über ihren Geliebten. In Kapitel 8, Vers 6, heißt es: „Leg mich wie ein Siegel an dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm!“ Das ist ein Ausdruck für sehr große Nähe.

    Vielleicht kennen Sie die Geschichte von dem Vater, der seine vierjährige Tochter ins Bett bringt. Er legt sich für ein paar Minuten neben sie, um ihr einschlafen zu helfen. Im Zimmer ist es dunkel. Und sie redet und redet und redet ununterbrochen… da liegen sie also nebeneinander und plötzlich sagt sie: „Papa, schau mich an.“ Sie merkt, sie kann spüren, dass er sie nicht anschaut. Und weil er sie nicht anschaut, hört er ihr vielleicht auch nicht zu und sie nimmt sein Gesicht zwischen die Hände und dreht es zu sich um. Schon in diesem jungen Alter spürt sie und wünscht sie sich diese Nähe, diese unmittelbare Verbindung. Nach solcher Nähe sehnt sich eine Frau in jeder Beziehung und besonders in der Ehe.

    Man kann sich eine Ehe wie auf einem Spektrum vorstellen: Auf der einen Seite hier befinden sich Nähe und Verbundenheit und auf der anderen Seite ist die Unabhängigkeit. Und in einer Ehe steht eine Frau eher auf dieser Seite, bei der Nähe und Verbundenheit und der Mann vielleicht eher ein wenig auf der Seite der Unabhängigkeit. Wenn der Mann zu unabhängig wird… vielleicht redet er zum Beispiel nicht viel… wenn er also mehr auf dieser Seite steht, fühlt sich die Frau ihm nicht nahe und gewinnt den Eindruck, dass er sie nicht richtig liebt. Und sicher kann kein Mann alle emotionalen Bedürfnisse einer Frau stillen. Darum haben wir Frauen Freundinnen und Gott. Das heißt nicht, dass Männer wie Frauen werden sollen und ständig bei ihr sitzen und mit ihr reden sollen. Nein. Ihre Frau wünscht sich natürlich, dass Sie ein richtiger Mann sind. Aber wenn Sie sich auch nur in kleinen Dingen oder mit kleinen Schritten auf sie zu bewegen, werden Sie staunen, wie sehr es das Herz Ihrer Frau und ihr ganzes Wesen berührt. Und natürlich brauchen Sie Ihre Freiräume. Wenn Sie die ganze Woche gearbeitet haben, haben Sie sich den Sport oder das Angeln verdient. Aber Sie werden Ihre Frau nicht motivieren, Ihnen zu geben, was Sie brauchen, indem Sie Ihr vorenthalten, was sie braucht. Natürlich brauchen beide Partner hin und wieder Freiräume, aber das gehört zum Erwachsensein. Man muss kommunizieren und herausfinden, wie man die Bedürfnisse des anderen erfüllen kann. Geben Sie einander hin und wieder Freiräume, aber bleiben Sie nah beieinander.

    Und, Männer, es gibt einige Möglichkeiten, Ihren Frauen diese Nähe zu vermitteln: sogar mit so kleinen Dingen wie ihre Hand zu halten. Oder nehmen Sie sie in den Arm. Manchmal stürmen so viele Gefühle auf uns ein, dass wir gar nicht richtig wissen, was los ist. Vielleicht haben wir nur einen harten Tag hinter uns. Manchmal nimmt mich mein Mann einfach in den Arm und ich schmelze nur so dahin, weil ich mich ihm nahe fühle und spüre, dass ich ihm wichtig bin. Und noch etwas: Seien Sie zärtlich, ohne Sex zu wollen. Umarmen Sie sie. Halten Sie ihre Hand. Küssen Sie sie. Sagen Sie ihr, wie hübsch Sie ist. Denn wissen Sie was? Wenn Sie nur zärtlich zu ihr sind, wenn Sie Sex wollen, wird Ihre Frau anfangen, sich benutzt zu fühlen. Also sparen Sie Ihre Zärtlichkeiten nicht für den Abend auf. Ihre Frau wird es zu schätzen wissen und genießen. Etwas, das für uns Frauen ebenfalls Bände spricht, ist, wenn wir von unserem Mann ausgeführt werden. Verabreden Sie sich regelmäßig. Vielleicht gehen Sie auch einfach nur spazieren, einmal um den Block, und dabei können Sie sich unterhalten. Machen Sie den ersten Schritt. Das fördert die Nähe. Seien Sie der Initiator für gemeinsame Zeit. Außerdem ist es schön, wenn Sie sich nach dem Liebesspiel noch ein bisschen mit Ihrer Frau unterhalten, statt einfach nur einzuschlafen oder Fernsehen zu schauen. Das fördert die Nähe. Ihre Frau möchte wissen, was in Ihrem Leben geschieht. Wenn Ihre Frau auf Sie zukommt und Ihnen Fragen stellt, dann ist das kein Verhör oder so etwas. Sie möchte Ihnen einfach nahe sein, weil Sie ihr viel bedeuten. Sie sind ihr wichtig. Sie möchte Ihnen nahe sein, sie möchte eng mit Ihnen verbunden sein. Das ist der erste Punkt.

    BAYLESS:

    Ich möchte noch einmal Epheser 5:33 lesen.

    Epheser 5:33

    „Deshalb sage ich noch einmal, dass jeder Ehemann seine Frau so lieben soll, wie er sich selbst liebt, und dass die Ehefrau ihren Mann achten und respektieren soll.“

    In der Regel brauchen Frauen fürs Lieben nicht viel Anleitung. Lieben ist für sie etwas recht Natürliches. Aber sie brauchen Ermutigung, was den Respekt betrifft. Respekt ist für Männer etwas so Natürliches wie Liebe für Frauen. Männer wollen vor allem respektiert werden. Frauen wollen vor allem geliebt werden. Und den Frauen möchte ich sagen: Wenn Sie wollen, dass Ihr Mann zärtlicher ist und Sie mehr liebt, dann erreichen Sie das nicht, indem Sie ihm mehr Liebe schenken. Nein: Sie müssen ihn vor allem mehr respektieren. Wenn Sie ihm geben, was er braucht, wird er Ihnen unbewusst auch geben, was Sie brauchen. Bitte denken Sie einmal über diesen Vers nach: „Männer, liebt eure Frauen.“ Die meisten von uns wissen und stimmen sicher zu, dass diese Liebe bedingungslos sein muss. In der Bibel heißt es noch an vielen anderen Stellen, dass wir so lieben sollen, wie Gott uns durch Christus Jesus geliebt hat. Wie viele Frauen denken, dass ihre Männer sie bedingungslos lieben sollen? Auch dann noch, wenn Sie selbst sich nicht besonders liebenswert verhalten? Ich glaube, das trifft auf viele zu. Das ist ein Gebot, dem wir gehorchen sollen: Männer, liebt eure Frauen. Liebt sie nicht nur dann, wenn sie nett ist und das Richtige tut. Liebt sie einfach. Und wenn das stimmt, dann gilt das Gleiche für den Respekt. Der Respekt soll so frei von Bedingungen sein wie die Liebe. Das ist kein Vorschlag, sondern ein Gebot Gottes, dem wir gehorchen sollen. Und ich weiß, dass manche Frauen denken: „Ich respektiere nichts an ihm!“ Wenn eine Frau das sagt, ist sie meist entweder zu wütend oder zu entmutigt, um nach Dingen zu suchen, die es wert sind, respektiert zu werden. Fangen wir bei einer einfachen Voraussetzung an:

    Wahrscheinlich ist Ihr Mann nicht böse und versucht nicht, Sie zu zerstören. Wahrscheinlich ist er im Grunde ein guter Kerl; deswegen haben Sie ihn geheiratet. Und, Männer, Ihre Frau ist auch nicht böse. Sie will Sie nicht klein machen und in der Luft zerreißen. Gehen wir einfach davon aus, dass Ihr Ehepartner im Grunde das Richtige tun und sein will. Die meisten Menschen stecken nicht voller böser Absichten. Meine Damen, vielleicht ist Ihr Mann genauso frustriert über Sie wie Sie über Ihren Mann. Denken Sie daran: Ihr Mann ist nach Gottes Bild erschaffen, mit göttlichen Eigenschaften, die es wert sind, respektiert zu werden. Versuchen Sie, in ihm zu sehen, was Gott in ihm sieht. Schauen Sie sein gutes Herz an und beginnen Sie, ihm Respekt entgegenzubringen, ganz gleich, wie er reagiert. Die meisten Männer sehnen sich nämlich nach Ehre und Bewunderung so wie Frauen sich nach Liebe und Wertschätzung sehnen. Also, meine Damen, zeigen und sagen Sie ihm, dass Sie ihn respektieren. In dem Buch über Liebe und Respekt, das Janet erwähnt hat, schlägt der Autor ein kleines Experiment vor. Überlegen Sie, was Sie an Ihrem Mann respektieren, selbst wenn es nur wenige Dinge sind. Und wenn er gerade nicht abgelenkt oder beschäftigt ist, dann gehen Sie zu ihm und sagen: „Ich habe über dich nachgedacht und möchte dir einfach sagen, dass ich vieles an dir und dich als Person respektiere.“ Warten Sie nicht auf seine Reaktion, sondern gehen Sie einfach wieder. Und dann warten Sie ab, was danach passiert. Wahrscheinlich wird er denken: „Moooment mal! Was respektierst du an mir?“ Sie werden überrascht sein, wie sehr Männer sich nach Respekt sehnen. Es gibt drei Dinge, die ich Ihnen zum Nachdenken mitgeben möchte; drei Dinge, die damit zu tun haben, wie Gott uns Männer geschaffen und angelegt hat. Drei Bereiche, in denen Männer sich Respekt wünschen. Und wenn Sie Ihren Mann in diesen Bereichen durch Ihre Worte und Taten respektieren, ehren und bewundern, wird er ganz unbewusst anfangen, Ihnen zu geben, was Sie brauchen. Diese drei Bereiche sind seine Arbeit, seine Entscheidungen und seine Bedürfnisse. Seine Arbeit, seine Entscheidungen und seine Bedürfnisse. Darum soll es in den nächsten Minuten gehen.

    Erstens: die Arbeit. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu versorgen und zu beschützen. In 1. Mose 2:15 heißt es: „Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“ Bebauen bedeutet arbeiten; bewahren bedeutet bewachen. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu versorgen und zu beschützen, zu arbeiten und zu bewachen. Die meisten Frauen wissen vermutlich gar nicht, wie wichtig Männern ihre Arbeit ist. Ihre Identität hängt daran. Wissen Sie, worüber zwei Männer als Erstes sprechen? Die erste Frage ist immer: „Was machst du beruflich?“ Unsere Identität hängt an unserer Arbeit. Haben Sie Ihrem Mann schon einmal für seine Arbeit gedankt? „Danke, dass du arbeiten gehst und dein Bestes tust, unsere Familie zu versorgen.“ Unterstützen Sie ihn und machen Sie ihn nicht nieder. Und wenn Ihr Mann gerade arbeitslos ist, dann ist es ganz besonders wichtig, dass Sie ihn in diesem Bereich ermutigen!

    Ein Ehepaar wurde einmal von einem anderen Ehepaar in deren neues Haus eingeladen. Dieses Paar war sehr wohlhabend und hatte sich sein Traumhaus gebaut. Also luden sie ihre Freunde ein und zeigten ihnen ihr Haus mit dem grandiosen Schlafzimmer und dem gigantischen begehbaren Kleiderschrank, der schicken Badewanne und der riesigen Dusche mit mehreren verschiedenen Duschköpfen. Als sie wieder die Treppe hinuntergingen, sagte die Frau des anderen Ehepaars zu ihrem Mann: „Ich glaube, du brauchst einen zweiten Job.“ Es war einfach nur eine beiläufige Bemerkung, bei der sie sich nichts dachte. Aber wissen Sie, wie die männliche Psyche so einen Satz interpretiert? „Du Versager. Ich respektiere dich nicht. Du machst nicht genug und ich kann dich nicht wertschätzen.“ Also macht er dicht. Zehn Minuten später merkt sie, dass etwas nicht stimmt und fragt ihn: „Was ist denn los?“ „Nichts.“ „Was hast du denn?“ „Nichts.“

    Verstehen Sie, die Frau hatte sich respektlos über seine Arbeit geäußert.

    Bei einem anderen Ehepaar wollte der Mann seinen Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung bitten. Er hatte wirklich viel für seine Firma getan, also bat er um die Gehaltserhöhung, rief seine Frau an und sagte: „Der Chef hat Ja gesagt!“ Sie antwortete: „Gut gemacht, Schatz!“ Als er heimkam, erwartete ihn ein Candle-Light-Dinner und eine kleine, wunderschöne Karte neben seinem Teller, auf der stand:

    „Herzlichen Glückwunsch! Ich wusste, dass du es schaffst! Dieses Essen soll dir zeigen, wie sehr ich dich liebe!“ Es war wunderbar! Später in der Küche rutschte der Frau eine zweite Karte aus der Tasche, ohne dass sie es merkte. Er hob die Karte auf, öffnete sie und las: „Mach dir nichts draus, dass du die Gehaltserhöhung nicht bekommen hast. Verdient hättest du sie. Dieses Essen soll dir zeigen, wie sehr ich dich schätze.“ Eine sehr, sehr kluge Frau!

    Zweitens steckt in uns der Wunsch zu beschützen. Und, meine Damen, ich weiß, dass das oft als Kontrollzwang missverstanden wird. Aber wir wollen Sie nicht kontrollieren, sondern beschützen. Manchmal wird es auch als Kritik verstanden, aber das stimmt nicht.

    Janet ist eine sehr intelligente Frau. Sie hat studiert und ist examinierte Krankenschwester. Eines Abends – wir waren noch nicht so lange verheiratet – wollte sie noch aus dem Haus; es war gegen 20.30 Uhr. Ich fragte: „Wo willst du noch hin?“ Sie sagte: „Ins Einkaufszentrum.“ Ich sagte: „Nein, lieber nicht.“ Sie sagte: „Doch, ich fahre.“ – Damals lebten wir in einer relativ sicheren Gegend, aber das Einkaufszentrum war in einer wirklich schlechten Gegend. In der Woche zuvor war auf dem Parkplatz dort eine Frau vergewaltigt worden. Also stellte ich mich vor die Tür. Sie sagte: „Geh mir aus dem Weg.“ Ich sagte: „Ich rühre mich nicht vom Fleck. Du fährst nicht ins Einkaufszentrum.“ Sie versuchte, an mir vorbeizukommen, aber ich ließ sie nicht. Ich sagte: „Nur über meine Leiche!“ Sie war so sauer auf mich! Sie dachte, ich wolle sie kontrollieren! Aber in Wirklichkeit wollte ich sie nur beschützen! Liebe Frauen, wenn nötig, würden wir für Sie sterben! Sie müssen verstehen, dass es nicht um Kontrolle geht.

    Wissen Sie, wenn ein Mann seine Frau ständig ermahnt, im Wohngebiet langsamer zu fahren, dann kritisiert er nicht ihren Fahrstil. Er versucht damit nicht, sie zu kontrollieren. Vielmehr denkt er: „Wenn jetzt ein Kind hinter einem Ball herläuft und zwischen den Autos hervorkommt und du es anfährst, dann stürzt du eine andere Familie ins Unglück und du wirst auch selbst niemals damit leben können.“ Er versucht seine Frau davor zu schützen und er denkt an die Zukunft. Er weiß: „Wenn etwas passiert, gibt es eine Gerichtsverhandlung und wir könnten unser Haus verlieren und alles, wofür wir je gearbeitet haben.“ Er will beschützen, nicht kontrollieren. Also sagen Sie Ihrem Mann, dass Sie seine Bemühungen bewundern und respektieren. Schreiben Sie ihm einmal eine kleine Nachricht: „Ich finde es schön, wie du mich beschützt. Ich respektiere dich sehr dafür.“

    JANET:

    Danke, dass du so hart arbeitest. Ich finde es schön, wie du mich beschützt.

    Okay. Das Zweite, was eine Frau sich wünscht, ist Verständnis. In 1. Petrus 3:7 heißt es nach der Neues-Leben-Übersetzung: „Für euch Männer gilt: Euer Verhalten gegenüber euren Frauen soll von Achtung geprägt sein. Begegnet ihnen verständnisvoll, denn sie sind die Schwächeren. Und vergesst nicht, dass sie wie ihr das ewige Leben von Gott geschenkt bekommen, damit eure Gebete nicht vergeblich sind.“ In einer anderen Übersetzung heißt es: „Lebt verständnisvoll mit euren Frauen zusammen.“ Sie müssen Ihre Frau nicht in allen Einzelheiten verstehen. Ich glaube, kein Mensch kann den anderen völlig verstehen. Aber sie muss merken, dass Sie sie verstehen möchten. Sagen Sie ihr, dass Sie ihrem Herzen vertrauen und dass Sie im Grunde wissen, dass sie ein guter Mensch ist. Ihre Frau ist sehr verletzlich, wenn Sie sich nicht bemühen, sie zu verstehen. Sie will gehört und verstanden werden. Wenn Sie ihr vermitteln, dass niemand Frauen verstehen kann, besonders Sie nicht oder wenn Sie sie nicht als gleichwertigen Partner im Leben behandeln, schießen Sie sich ein Eigentor. Weil Gott uns geschaffen hat, wie Er uns geschaffen hat, können wir mit solch einer Einstellung nicht leben. Gott sagt in diesem Vers: „Du musst deine Frau behutsam behandeln. Sie ist zerbrechlich und braucht deine Hochachtung.“ Und um sie verstehen zu können, haben Sie als Männer zwei effektive Mittel mitbekommen, nämlich Ihre Ohren. Hören Sie Ihrer Frau einfach zu und sie wird sich höchstwahrscheinlich verstanden fühlen. Wussten Sie das schon? Hören Sie ihr zu.

    Manchmal ist das für Ehemänner eine riesige Hürde und sehr schwierig, weil sie darauf angelegt sind, Dinge in Ordnung zu bringen. Wenn Ihre Frau anfängt, Ihnen etwas zu erzählen, analysieren Sie die Situation und suchen eine Lösung. Doch genau das ist oft ein großer Konfliktpunkt in einer Ehe. Also fragen Sie lieber nach: „Möchtest du eine Lösung oder soll ich dir einfach zuhören?“ Ihre Frau wird Ihnen sagen, was sie sich wünscht.

    Ein zweiter Aspekt zum Bedürfnis, verstanden zu werden, ist das Bedürfnis nach Frieden zwischen ihr und Ihnen. Für mich ist es sehr, sehr wichtig zu wissen, dass wir Frieden miteinander haben, nichts zwischen uns steht, in keinerlei Hinsicht. Sie können sich Männer und Frauen wie zwei unterschiedliche Schaltkreise vorstellen. Wenn in einer Reihenschaltung mit 3000 Lampen ein Licht ausgeht, gehen alle Lichter aus. In einer Parallelschaltung können 1000 Lampen ausfallen, doch die restlichen 2000 leuchten weiter. Das ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen. Die Frau ist die mit der Reihenschaltung – wenn ein Licht ausgeht, gehen alle aus, weil alles in ihr miteinander vernetzt ist. Man sagt manchmal, Männer sind wie Waffeln und Frauen wie Spaghetti. Männer haben für alles eine Schublade und bei Frauen ist alles miteinander verwoben. Wenn also bei einer Frau etwas schief geht, wirkt sich das auf ihr gesamtes Wohlbefinden aus. Deswegen wünscht sich eine Frau, im Frieden mit ihrem Mann zu leben. Aber wissen Sie, Konflikte in einer Ehe sind nicht unbedingt ein Zeichen für eine schlechte Ehe. In 1. Korinther 7:28 heißt es: „Wer heiratet, hat zusätzliche Erschwernisse.“ Wenn man zwei Menschen, zwei Individuen zusammenbringt, die eins werden sollen, dann kostet das etwas Arbeit und es wird auch Konflikte dabei geben. Aber es lohnt sich. Es lohnt sich so sehr! Und ich würde sagen: Die Ehe ist vielleicht das Schwerste, was ich je in meinem Leben angepackt habe, was wir in unserem Leben getan haben. Selbst wenn man Pastor ist. Aber wissen Sie was? In einer Ehe bekommt man auch sehr, sehr viel geschenkt. Und wenn man verheiratet ist, wirkt sich die Ehebeziehung auf das gesamte Leben aus.

    Ich wünschte, wir hätten die Zeit, dieses Thema heute zu Ende zu bringen. Janet und ich hätten noch sehr viel mehr dazu zu sagen. Deswegen schlage ich vor, dass Sie auch zur nächsten Sendung mit Teil 2 unseres Themas wieder einschalten. Wir wollen mit Ihnen umfassend betrachten, was es heißt, dass Frauen ihre Männer respektieren und Männer ihre Frauen lieben sollen. Bis dahin bete ich, dass Gott Sie segnet und Sie in die Praxis umsetzen können, was Sie heute gehört haben. Sicher gibt es etliche Zuschauer, die das Gefühl haben, dass ihre Ehe vorbei ist und nicht mehr gekittet werden kann. Doch Gott kann sogar eine tote Liebe wieder zum Leben erwecken. Legen Sie es in Seine Hände und warten Sie ab, was Er tut. Ich möchte Ihnen Mut machen, Gott zu gehorchen, ganz gleich, was Er von Ihnen verlangt. Beten Sie: „Gott, hier bin ich. Ich möchte Deinen Willen tun. Zeig mir den nächsten Schritt, den ich in meiner Beziehung zu Dir und in meiner Ehe tun soll.“ Lieber Freund, Gott wird Sie führen. Also schalten Sie nächste Woche wieder ein. Gott segne Sie.

  • Jule sagt:

    Lieben Sie Ihre Frau, respektieren Sie Ihren Mann / Teil 2

    03.03.2013

    Pastor Bayless und Janet Conley

    Herzlich willkommen! Heute gibt es den zweiten Teil der Sendung zum Thema Beziehungen, die meine Frau und ich gemeinsam gestaltet haben. Wir sprechen darüber, dass Frauen ihre Männer respektieren und Männer ihre Frauen lieben müssen. Es geht direkt an der Stelle weiter, an der meine Frau Janet etwas erklärte. Sie werden meine Frau bestimmt mögen, also hören wir ihr zu.

    JANET:

    Wie können Sie also Frieden mit Ihrer Frau schließen? Erstens: Gehen Sie behutsam mit ihr um. In Sprüche 15:1 heißt es: „Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab (besonders den Ihrer Frau!), aber ein kränkendes Wort erregt Zorn.“ Ihre liebevolle Haltung rührt das Herz Ihrer Frau an.

    Ich erinnere mich an eine Geschichte über einen Teenager, der mit seiner Mutter redete. Sie empfand seine Worte als schroff, also sagte sie zu ihm: „Sohn, ich möchte nicht, dass du noch einmal so mit mir redest.“ Er sagte: „Ich weiß gar nicht, was so schlimm daran ist. So rede ich doch auch mit meinen Freunden!“ Und sie sagte: „Ich bin nicht dein Freund, sondern deine Mutter und eine Frau. Und so redet man nicht mit Frauen.“ Es war eine gute Lektion für den Sohn, nicht so derb mit Frauen umzugehen. Ihre liebevolle, sanfte Haltung löst etwas im Herzen Ihrer Frau aus. Sie werden staunen. Seien Sie also behutsam. Außerdem tragen Sie zum Frieden bei, wenn Sie ihr keine Vorwürfe machen, sondern Ihren Teil der Schuld eingestehen. Wenn Sie zugeben, dass Sie unrecht hatten, dann entschuldigen Sie sich. Darauf fahren Frauen total ab, wenn ich das so sagen darf. Sicher ist es für Männer manchmal eine Überwindung, sich zu entschuldigen, weil sie vielleicht meinen, ihre Frau könnte den Respekt vor ihnen verlieren. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn Bayless sich bei mir entschuldigt, bin ich hin und weg. Und weil wir als Frauen einen starken Gerechtigkeitssinn haben, denken wir bei einer Entschuldigung oft gleich: „Moment mal, eigentlich habe ich auch ein bisschen Schuld“ und entschuldigen uns. Sie werden also den Respekt ihrer Frau nicht verlieren, sondern gewinnen, wenn Sie sich entschuldigen. Stimmen Sie mir zu? Frieden zu schließen kann schwierig sein, aber es lohnt sich immer. Eine ehrliche Entschuldigung bringt Ihre Frau eher dazu, Sie auf dem kürzesten Weg ins Schlafzimmer zu ziehen! Verständnis vermittelt einer Frau das Gefühl, geliebt zu sein.

    BAYLESS:

    Der zweite Bereich, in dem Sie Ihren Mann respektieren sollten, sind seine Entscheidungen. Gott hat es in die Natur des Mannes gelegt, zu führen und Probleme zu lösen.

    Ein Ehepaar hatte vor der Hochzeit beschlossen, dass er in ihrer Ehe und dem gemeinsamen Leben alle großen Entscheidungen treffen würde und sie alle kleinen Entscheidungen. Nach 20 Jahren Ehe fiel ihm auf, dass noch nie eine große Entscheidung angestanden hatte. Ja. Verstehen Sie, was ich damit sagen will?

    Epheser 5:22-24

    „Ihr Ehefrauen sollt euch euren Männern unterordnen, so wie ihr euch dem Herrn unterordnet. Denn der Mann ist das Haupt seiner Frau, wie Christus das Haupt seines Leibes – der Gemeinde – ist, für die er sein Leben gab, um sie zu retten. So wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, sollt ihr Ehefrauen euch auch euren Männern in allem unterordnen.“

    Es ist nicht erniedrigend für die Frau, wenn sie sich ihrem Mann unterordnet. Eigentlich ist das ein militärischer Begriff und bedeutet, einen niedrigeren Rang einzunehmen. Gott hat eine Ordnung für die Familie aufgestellt. Sie als Ehepaar sind gleichwertige Partner, aber einer muss eben die letzte Entscheidung treffen. Janet und ich sind nicht immer einer Meinung. Sie hat eigene Ansichten und ist sehr klug. Sie sagt mir, was sie denkt, und ich sage ihr, was ich denke. Wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, bete ich darüber und wir sprechen darüber. Aber wenn ich danach immer noch denke, dass wir in eine andere Richtung gehen sollten – dann ordnet sie sich unter. Sie vertraut auf Gott. Und wissen Sie was? Manchmal gebraucht Gott mich. Er führt durch mich. Nun werden manche Frauen sagen: „Ja, aber mein Mann ist so passiv. Wenn ich nicht die Entscheidungen treffe, passiert gar nichts.“ Könnte es sein, dass er einen Vorschlag gemacht hat, aber Sie hatten eine bessere Idee? Und Sie haben darauf bestanden und waren unnachgiebig, und schließlich hat er nachgegeben?

    Bei manchen Ehepaaren ist es so, dass jedes Mal, wenn der Mann versucht hat, eine Entscheidung zu treffen, die Frau sich über ihn weggesetzt hat. So hat er einfach resigniert und lässt sie machen, weil es so weniger Konflikte gibt. Sie bekommt sowieso, was sie will – eher lässt sie keine Ruhe. Manche Frauen sagen: „Er soll ja die Führung übernehmen – solange er macht, was ich will.“ Das ist das Problem. Was, wenn er eine Entscheidung trifft, die Sie nicht für die beste Lösung halten? Wehren Sie sich? Reagieren Sie launisch und sagen: „Okay, ich ziehe mit, aber du wirst es bereuen“? Beharren Sie auf Ihren Rechten? Das bedeutet in der Regel, dass Sie ihm respektlos begegnen. Ich will Ihnen ein kleines Geheimnis verraten. Sie werden viel öfter bekommen, was Sie wollen, wenn Sie anerkennen und respektieren, dass Gott den Wunsch zu führen in Ihren Mann hineingelegt hat. Dazu müssen Sie Gott vertrauen. Aber wenn wir Gott vertrauen und tun, was Sein Wort sagt, werden wir staunen. Sie werden feststellen, dass Gott Ihren Mann führt, wenn Sie einfach ruhig seine Meinung und seine Entscheidungen respektieren. Und ich glaube, Sie werden merken, dass Ihr Mann ganz unbewusst liebevoll mit Ihnen umgeht, wenn Sie diesen Wunsch zu führen und zu entscheiden anerkennen.

    Janet und ich haben uns abgesprochen und ich möchte Ihnen eine kleine Geschichte erzählen. Es gab bei uns einmal eine Situation, in der ich etwas hätte erledigen sollen, aber ich hatte es liegen gelassen. Es lag eine Weile brach und es war etwas, bei dem ich hätte die Initiative ergreifen sollen. Schließlich machte ich mich an die Arbeit. Wir brauchten einen Anwalt, um die Sache zu klären. Also sagte ich eines Tages: „Wir werden uns mit dem und dem Anwalt treffen.“ Aber Janet weigerte sich. Sie mochte diesen Anwalt nicht und schaltete auf stur. Ich weiß, warum sie ihn nicht mochte. Ich mochte ihn sehr. Er war sehr direkt. Sie fand ihn ungehobelt. Aber ich fand seine Arbeitseinstellung gut: „Ich bin nicht da, um Ihr Freund zu sein, sondern um Ihre Fragen zu beantworten.“ Sie hätte lieber jemanden gehabt, der mehr eine Beziehung zu uns aufbaut. Jedenfalls mochte ich ihn und sie nicht. Also schaltete sie auf stur. Und jedes Mal, wenn ich etwas sagte, hatte sie eine andere Ausrede. Schließlich merkte ich, wie ich innerlich dichtmachte. Am Ende sagte ich: „Weißt du was? Ich gehe kurz vor die Tür.“ Ich ging also in den Garten und setzte mich in die Sonne. Innerlich spielte ich die Sache immer wieder durch. Ich war wütend, weil mein männliches Gehirn dachte: „Sie respektiert mich nicht. Sie respektiert meine Entscheidung nicht.“ Aus meiner männlichen Perspektive heraus dachte ich: „Jetzt habe ich endlich die Initiative ergriffen und etwas unternommen und statt darüber begeistert zu sein, stellst du dich quer!“ Also dachte ich: „Vergiss es einfach. Vergiss die ganze Sache.“ Aber meine Frau ist sehr klug. Nach einer Weile kam sie zu mir und sagte: „Schatz, es tut mir leid. Ich weiß, dass du weißt, dass ich diesen Kerl nicht leiden kann. Vielleicht könnten wir einfach noch mit einem anderen Anwalt reden? Dann kannst du die Entscheidung treffen. Wenn du immer noch diesen Anwalt willst, nehmen wir ihn. Aber könnten wir bitte eine zweite Meinung einholen?“ In diesem Moment hatte ich das Gefühl, sie hätte mich mit einer Wagenladung Respekt überschüttet. Das änderte alles. Sie sagte: „Ich respektiere deine Führungsrolle und deine Entscheidungen. Aber können wir das ausprobieren? Dann kannst du trotzdem die letzte Entscheidung treffen.“ Und indem sie das tat, war ich viel offener dafür, dem Anwalt abzusagen, den ich wollte und ihren Anwalt zu wählen. So sind wir Männer angelegt. Und außerdem liegt es in unserer Natur, Probleme zu lösen und Dinge zu reparieren, wie Janet gesagt hat.

    Als Gott Adam schuf und in den Garten Eden setzte, gab er ihm als Erstes eine Aufgabe. Wenn Adam einen Konflikt oder ein Problem hatte, konnte er entweder mit Gott reden oder die Sache mit sich selbst ausmachen. Als Gott die Frau erschuf, gab er ihr als Erstes eine Beziehung. Wenn sie ein Problem hat, will sie zuerst reden und eine Verbindung schaffen. Es ist sehr wichtig, das zu verstehen. Meine Damen, wenn Sie ein Problem ansprechen, wollen wir es sofort lösen. So sind wir nun einmal angelegt. Wenn Sie uns von einem Problem erzählen, warten wir nur ab, bis wir genügend Informationen haben, um Ihnen eine Lösung liefern zu können. Wenn wir meinen, wir hätten genug Informationen, ziehen wir uns zurück. Wir denken nach. Ihre Lippen bewegen sich, aber wir hören nicht mehr, was Sie sagen. Wenn Sie keinen „Reparaturplan“ wollen, sondern wir einfach zuhören sollen, dann sagen Sie es uns. Das ist okay. Aber Sie müssen es uns sagen. Andernfalls präsentieren wir Ihnen eine Lösung. Und wenn Sie dann weiter über das Problem reden und unsere Lösung nicht zu schätzen wissen, interpretiert die männliche Psyche das als Missachtung. „Sie hat nach einer Lösung gefragt, ich habe ihr eine Lösung gezeigt, aber die wollte sie gar nicht.“ Also respektieren Sie, wie Gott uns geschaffen hat, unseren Wunsch, zu führen und zu reparieren. Loben Sie Ihren Mann für seine Bemühungen, selbst wenn seine Entscheidung nicht die beste war. Vielleicht wollte er etwas tun und trotz aller Gespräche und Gebete macht er es am Ende trotzdem und Sie denken: „Gott im Himmel, alle Engel und ich wissen, dass dies nicht die beste Entscheidung ist. Aber ich werde mich unterordnen, und zwar mit einem Lächeln auf dem Gesicht.“

    Und noch etwas: Wenn es schief geht und er es bemerkt und es klar wird, dass seine Entscheidung nicht die beste war, dann sagen Sie nicht: „Ich hab’s dir doch gesagt, du Idiot.“ Sagen Sie lieber: „Ich bin froh, dass du die Initiative ergriffen und eine Entscheidung getroffen hast. Ich respektiere dich für deine guten Absichten.“ Sagen Sie ihm, dass Sie ihn respektieren, weil er die Initiative ergriffen hat, und Sie werden staunen. Geben Sie ihm, was er braucht und er wird Ihnen unbewusst geben, was Sie brauchen.

    JANET:

    Das Dritte, was eine Frau unbedingt braucht, ist Wertschätzung. Sie möchte wertgeschätzt werden. Sie will wissen, dass sie für ihren Mann sein Ein und Alles ist. Bin ich dein Ein und Alles?

    BAYLESS:

    Das bist du, mein Schatz.

    JANET:

    Im Hohelied 2:10 heißt es: „Mein Geliebter sagte zu mir: Steh auf, meine Liebste, meine Schöne, und kommt mit mir!“ Das hört eine Frau immer gern: „Nur du bist meine Liebste.“

    Vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit einer Witwe. Sie erzählte mir, wie ihr verstorbener Ehemann sie immer wieder berührte oder ihr quer durch den Raum Blicke zuwarf und sagte: „Ich bin der glücklichste Mann auf Erden! Ich bin so glücklich, dass ich dich in meinem Leben habe.“ Sie erzählte davon und wie viel es ihr bedeutet hatte. Frauen wollen das Ein und Alles ihrer Männer sein. Sie wollen wertgeschätzt werden. Und eine Frau braucht in diesem Bereich immer wieder Bestätigung. Das sollte Ihnen bewusst sein. Machen Sie sich nicht über sie lustig.

    Sicher kennen viele von Ihnen den Witz von den vier Golfern, die eine Beerdigungsprozession vorbeiziehen sehen. Plötzlich richtet sich einer der Golfer kerzengerade auf, nimmt seine Mütze ab, hält sie über sein Herz und beugt den Kopf. Die anderen schauen ihn an und fragen ihn: „Was ist los? Wir wussten gar nicht, dass du so respektvoll bist!“ Er antwortete: „Ja. Sie war eine großartige Frau. Ich war 43 Jahre lang mit ihr verheiratet.“

    Wissen Sie, solchen Humor finden wir von Natur aus gar nicht gut. Wir mögen Loyalität und Hingabe. In Sprüche 5:18 steht: „Erfreue dich an der Frau deiner Jugend!“ Und wie können Sie Ihrer Frau vermitteln, dass Sie sie wertschätzen? Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um ihr zu zeigen, dass Sie ihr treu hingegeben bleiben werden, solange Sie beide leben. Sagen Sie es ihr immer wieder! Wir Frauen hören das gern. Und meinen Sie es ernst.

    Noch etwas anderes: Sprechen Sie in Gegenwart anderer gut von ihr. Epheser 5 ruft uns auf, im Wasserbad des Wortes gereinigt zu sein. Sprechen Sie hochachtungsvoll von ihr. Ihre Worte sind sehr wichtig für Ihre Frau. Sie hört jedes Wort, das Sie sagen. Worte sind wichtig. Und noch etwas: Danken Sie ihr, nicht nur weil sie ist, wer sie ist, sondern auch für alles, was sie tut. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von dem Ehemann, der von der Arbeit nach Hause kommt. Als er aus dem Auto steigt, muss er erst einmal die Fahrräder und Dreiräder der Kinder aus der Einfahrt räumen. Er kommt ins Haus und überall stapelt sich Geschirr. Die Kinder bemalen die Wände mit Buntstiften und Filzstiften und die schmutzige Wäsche liegt in großen Haufen im Haus. Überall liegen Kleider herum. Es ist wirklich unordentlich. Und er sucht seine Frau im ganzen Haus, findet sie aber nicht. Schließlich geht er ins Schlafzimmer und sieht, dass sie dort schläft. Er fragt: „Was tust du da? Die Kinder machen, was sie wollen und im Haus herrscht das Chaos.“ Und sie sagt: „Weißt du, wenn du nach Hause kommst, fragst du mich immer, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Heute habe ich es nicht gemacht.“ Also danken Sie ihr für ihre Arbeit. Ihre Worte bedeuten ihr viel.

    In Sprüche 31:28-29 heißt es: „Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr Mann tritt auf und rühmt sie: Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle!“

    Du übertriffst sie alle. Seine Worte bedeuten ihr so viel. Und letzten Endes ist mir am wichtigsten, dass die Beziehung zu meinem Mann gut ist und er mich liebt und wertschätzt. Darüber denke ich mehr als alles andere nach. Und ich will wissen, dass ich auch in seinen Gedanken bin, und zwar nicht unter „ferner liefen“. Ich möchte mich als sein Schatz fühlen, als die wichtigste Frau auf der Erde für ihn, als die am meisten geliebte Frau auf Erden. Halten Sie Ihrer Frau doch einfach einmal die Autotür auf oder eine andere Tür. Das bedeutet uns viel. Und natürlich kann kein Mann einer Frau so viel Wertschätzung zeigen, wie sie sich eigentlich wünscht. Aber Ihre Worte und symbolische Handlungen können einen großen Teil dieses Defizits überbrücken. Vergessen Sie nicht ihren Geburtstag oder den Hochzeitstag. Einmal habe ich allerdings selbst unseren Hochzeitstag vergessen. Das war echt verrückt. Damals stellte man noch für alles Mögliche Schecks aus. Jedenfalls schrieb ich einen Scheck mit dem Datum 9. Januar. Und ich dachte: „9. Januar, da war doch was. Was Besonderes.

    Was war da nur?“ Aber ich konnte mich nicht erinnern. Doch dann kam die Post und ich bekam eine Karte zum Hochzeitstag. Den hatte ich völlig vergessen! Aber das ist schon lange her. Und bei Geschenken kommt es uns Frauen gar nicht so sehr auf den Preis an, sondern wie viel Gedanken der Mann sich darüber gemacht hat. Eine Frau bekam einmal Blumen von ihrem Mann. Das war eine Seltenheit, also behielt sie die Blumen drei Monate lang, bis nur noch Stängel übrig waren. Jedes Mal, wenn sie sie anschaute, wurde sie an die Liebe ihres Mannes erinnert und daran, dass er an sie dachte. Diese Frau war ich. Nein! War nur ein Witz! – Aber Blumen und Geschenke zeigen uns Ihre Liebe und dass Sie an uns denken. Ich sage Ihnen, Sie können nie falsch liegen, wenn Sie Ihrer Frau Blumen schenken. Sind die Frauen hier meiner Meinung? Ja; damit machen Sie nie einen Fehler.

    Noch eine lustige Geschichte zu Blumen. Bayless ist gut, er schenkt mir Blumen. Aber vor einiger Zeit hatten wir Besuch von einem anderen Ehepaar. Die beiden sind sehr großzügige Menschen und wollten uns etwas schenken. Als sie kamen, brachten sie Bayless ein Geschenk mit und mir einen Strauß Blumen. Für seine Frau aber hatte der Mann einen Ring entworfen, einen wirklich schönen Ring. Er hatte ihn selbst entworfen. Und dann buchte er für sie beide eine Reise nach Paris. Sie fuhren hoch auf den Eiffelturm und er gab ihr den Ring. Und Bayless schickte ihm eine SMS: „Hör auf damit! Du legst die Messlatte zu hoch!“ Er investierte so viel Fantasie und das bedeutete ihr unglaublich viel! Sie wusste sich von ihm wertgeschätzt. Also Nähe… eine Frau wünscht sich Nähe, Verständnis und Wertschätzung. Immerhin ist sie Gottes Tochter und Er will, dass Sie behutsam mit ihr umgehen.

    BAYLESS:

    Der dritte Bereich, und damit wollen wir schließen, sind die körperlichen Bedürfnisse des Mannes. Respektieren sie seinen von Gott gegebenen Wunsch nach Gemeinschaft und Sexualität. Reden wir zuerst über Gemeinschaft. In Titus 2:4 spricht Paulus davon, dass die älteren Frauen die jüngeren lehren sollen. Dort steht:

    Titus 2:4

    „… damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben.“

    Interessanterweise ist das griechische Wort für die Liebe, in der die älteren Frauen die jüngeren unterweisen oder zu der sie sie ermutigen oder anleiten sollen, das Wort „phileo“, das Wort für Freundschaft. Daher kommt auch das Wort „Philadelphia“. Philadelphia ist die Stadt der brüderlichen Liebe. Der Name stammt von diesem griechischen Wort „phileo“ ab. Die älteren Frauen sollen die jüngeren ermutigen und ermahnen, mit ihren Männern befreundet zu sein. Wenn man die meisten Männer fragt: „Liebt deine Frau dich“, werden sie antworten: „Ja, sie liebt mich.“ Aber wenn sie die gleichen Männer fragen: „Mag deine Frau dich?“, dann zögern viele, weil sie es nicht genau wissen. Meine Damen, Männer kommunizieren durch gemeinsame Erlebnisse. Reden ist nicht unbedingt nötig, wenn wir Beziehungen aufbauen. Gemeinsame Erfahrungen sind uns viel wichtiger. So bauen wir Verbindungen und Freundschaften auf. Sie sagen als Frau: „Ohne zu reden kann man keine Beziehungen aufbauen.“ Doch, Mann kann. Wenn Ihr Ehemann den ganzen Tag mit seinen Freunden beim Angeln war und Sie ihn abends fragen: „Worüber habt ihr denn geredet?“, dann antwortet er wahrscheinlich: „Ich weiß nicht. Über nichts. Wir haben nicht viel geredet.“ „Wie konntet ihr sieben Stunden zusammen sein und nicht viel reden?“ Aber so sind wir Männer nun einmal.

    Eine Frau besuchte einmal ihren Ehemann in seiner Werkstatt. Das hatte sie noch nie zuvor getan. Sie setzte sich einfach auf einen Hocker, während er in der Werkstatt hantierte. Er spannte etwas in die Schraubzwinge ein und feilte daran herum. Das fand er seltsam. Er schaute sie an und lächelte und sie lächelte zurück, ohne etwas zu sagen. Eine Viertelstunde später schaute er wieder zu ihr, lächelte ihr zu, und sie lächelte zurück. 45 Minuten später sagte er: „Ich weiß nicht, was du da machst, aber mach weiter.“ Sie gab ihm Kraft, indem sie einfach bei ihm war.

    Hören Sie: Wenn Ihr Mann Sie bittet, mit ihm fernzusehen, dann will er kein Gespräch. Am besten sagen Sie gar nichts! Vielleicht meinen Sie, dass dies nichts zum Aufbau Ihrer Beziehung beiträgt. Aber so sehr Sie sich auch unterhalten möchten, wir wollen einfach freundschaftlich mit Ihnen zusammen sein. Seien Sie mit Ihrem Mann befreundet.

    Manche von Ihnen haben das vielleicht vor Ihrer Hochzeit getan. Sie haben sich Fußballspiele mit ihm angeschaut und Zeit mit ihm verbracht und er dachte: „Die muss ich heiraten, und zwar ganz schnell! Die darf ich nicht wieder davonlaufen lassen!“ Damit stillen Sie ein tiefes Bedürfnis in seinem Leben und zeigen ihm Ihren Respekt in diesem Beziehungsbereich. Doch wenn Sie nach der Hochzeit damit aufhören, wird er sich betrogen fühlen. „Sie ist nicht mehr die Frau, die ich geheiratet habe.“

    Respektieren Sie ihn, indem Sie ihm geben, was er braucht, und er wird Ihnen unbewusst geben, was Sie brauchen.

    Das Gleiche gilt für Ihre sexuelle Beziehung. Die Message-Bibel umschreibt 1. Korinther 7:1-4 folgendermaßen: „Nun zu den Fragen, die ihr mir in eurem Brief an mich gestellt habt. Erstens: Ist Geschlechtsverkehr etwas Gutes? Natürlich! Aber nur in einem bestimmten Rahmen. Es ist gut für einen Mann, eine Ehefrau zu haben und für eine Frau, einen Ehemann zu haben. Der sexuelle Trieb ist stark, aber die Ehe ist stark genug, um ihm einen festen Rahmen und euch ein erfüllendes Sexualleben in einer Welt voller sexueller Unordnung zu bieten. Das Ehebett muss ein Ort der Gegenseitigkeit sein. Der Mann muss darum bemüht sein, seine Frau zu befriedigen und umgekehrt. Die Ehe ist nicht der Ort, um auf den eigenen Rechten zu bestehen. Die Ehe ist eine Entscheidung, dem anderen zu dienen, im Bett und außerhalb davon.“

    Ein Mann füllte einmal ein englischsprachiges Bewerbungsformular aus. An dem Punkt „Sex“, also der Angabe, ob man Mann oder Frau ist, schrieb er einfach: „Nicht genug.“ Wir wissen, Frauen brauchen innerliche Nähe, sie wollen sich geliebt und wertgeschätzt fühlen, um sich sexuell zu öffnen. Meine Damen, das verstehen wir. Aber für Männer ist es genau umgekehrt. Der sexuelle Akt bringt uns der Frau nahe. Wir versuchen zu lernen, wie Sie angelegt sind, aber Sie müssen uns auch respektieren. Wir sind so geschaffen. Fragen Sie nicht: „Was ist nur los mit dir? Kannst du denn an nichts anderes denken?“ Gott hat ihn so gemacht. Er steigt aus der Dusche und Sie sagen: „Du tropfst den ganzen Fußboden voll. Stell dich bitte auf die Badematte!“ Ich garantiere Ihnen, wenn Sie aus der Dusche steigen, sieht er das Wasser auf dem Fußboden nicht einmal. Ein Blick und er ist startklar. Das ist nicht unnormal. Respektieren Sie, wie Gott ihn erschaffen hat.

    Denken Sie daran: Sie bekommen nicht, was Sie brauchen, wenn Sie Ihrem Partner vorenthalten, was er braucht. Und mit Gottes Gnade wird er oder sie anfangen, Ihre Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen, wenn Sie anfangen, ihn in den wichtigen Bereichen Arbeit, Entscheidungen und Bedürfnisse zu respektieren.

    Neben Ihrer Beziehung zu Gott ist die wichtigste Beziehung in Ihrem Leben die mit der Person, die Sie beschließen zu heiraten. Ganz gleich, ob Sie eine wunderbare, mittelmäßige oder schlechte Ehe führen, ob Sie Single sind und gern heiraten würden oder ob Sie geschieden sind – ich möchte Ihnen empfehlen, sich diese Sendung noch einmal auf CD anzuhören oder auf DVD anzuschauen. Lesen Sie noch einmal die Bibelverse nach, über die wir gesprochen haben, am besten im Zusammenhang. Setzen Sie alles daran, diese wichtige Beziehung so stark wie möglich zu machen. Schalten Sie doch auch beim nächsten Mal wieder ein. Wir haben Ihnen viele wunderbare Dinge zu sagen. Gott segne Sie.

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