Jesus und die Kupferschlange

aus der Ansprache „Schlangen“ aus der Predigtreihe „Stöcke und Steine“ (hier der 2. Teil der Ansprache)


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Comments

  • Jule sagt:

    Das Ziel blieb gleich, die Ankunftszeit veränderte sich. Wir lesen ab Vers 4 in 4.Mose 21.

    4.Mose 21:4-9 „Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung. Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel. Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bete zu dem Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk. Und der Herr sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.”

    Was für eine faszinierende Geschichte! Und ich denke, wenn wir das Stück Holz, das für die Stange verwendet wurde, die die eherne Schlange hielt, interviewen könnten, würde es uns viel erzählen. Und bestimmt hätte es uns gelehrt, dass wir auf unser Herz achten müssen, wenn uns ein langer Umweg bevorsteht. Sie waren so begeistert, in das Verheißene Land zu gelangen, aber die Erfüllung verzögerte sich. Sie mussten einen langen Umweg machen und wurden ungeduldig und entmutigt wegen des Weges. Und als sie sich beschwerten, kamen die Schlangen.

    Ich nehme an, es hören mir manche zu, die den langen Umweg machen mussten. Im Hinblick auf Ihre Ehe dachten Sie, dass Ihr Ehemann schon längst dem Herrn dienen würde, gewiss wäre Ihre Frau bereits im Dienst. Aber Sie mussten den langen Umweg gehen. Sie haben eine Verheißung, an der Sie festhalten. Sie gibt eine bestimmte Richtung an, aber es scheint, dass die Ankunftszeit nicht Ihren Erwartungen entspricht. Vielleicht sind Sie alleinstehend und denken: „Ich dachte, ich hätte längst geheiratet.” Aber Sie mussten einen großen Umweg machen. Vielleicht hat es auch mit Ihrer Gesundheit zu tun, der Genesung von einer Krankheit oder mit finanziellen Problemen. Sie dachten, Sie hätten es hinter sich, Ihre finanzielle Lage wäre besser und Sie wären weiter gekommen, aber scheinbar müssen Sie einen langen Umweg machen. Freund, bewahren Sie Ihr Herz, wenn das geschieht.

    Sie wurden ungeduldig und entmutigt und beklagten sich. Klage ist die Sprache des Teufels. Als sie begannen, sich zu beklagen, fingen die Schlangen an, sie zu beißen. Sie murrten sogar über das Manna. Sie sagten: „Unsere Seele ist dieses wertlose Brot leid.” Brot vom Himmel! Freund, wenn wir mit dem Brot vom Himmel nicht mehr zufrieden sind, haben wir ein echtes Problem. Sie beklagten sich über die Dinge, die Gott Ihnen zu ihrer Stärkung gab. Ich denke, wir müssen uns manchmal hinsetzen und unsere Segnungen zählen, weil sie unsere Probleme total in den Schatten stellen. Und doch sind wir manchmal für die Segnungen Gottes nicht dankbar: Die Kleidung, die Sie tragen, die Nahrung, die wir essen, unsere Gesundheit, den Segen, in Südkalifornien in der Sonne zu leben … und so weiter. Und wir meckern über unsere dreckige kleine Wohnung, unser blödes Auto und die Probleme auf der Arbeit. Sie haben wenigstens einen Job!

    Vielleicht waren Sie für den Segen Gottes nicht dankbar und haben sich beklagt. Und vielleicht haben sich die Giftzähne der Schlange in Ihr Geschäft, Ihre Ehe, Ihren Körper, Ihre Gefühle oder einen anderen Bereich gebohrt. Gut, was ist das Heilmittel? Sie kehrten um. Sie bekannten es und kamen zu Mose. Und dann sagte Gott Mose, er solle etwas ganz Erstaunliches tun. In Vers 8 sagte Er: „Mach eine feurige Schlange und tu sie auf eine Stange und jeder …” – sagen Sie: Jeder – „… jeder, der gebissen wurde, wird leben, wenn er sie ansieht.” Mose machte also eine bronzene Schlange und tat sie an eine Stange. Und tatsächlich, jeder, den eine Schlange biss – sagen Sie: Jeder – lebte, wenn er die eherne Schlange ansah. Es galt für alle, wirklich alle! Ich liebe den Vers 9 nach der Amplified Bibel. Sie bringt die volle Bedeutung der hebräischen Worte an den Tag. Es heißt: Jeder, der die eherne Schlange aufmerksam, voller Erwartung fest und beständig im Blick hatte, lebte.” Es war kein flüchtiger Blick auf die Schlange an der Stange, der Vergebung und Heilung brachte, denn das empfingen sie. Vergebung ihrer Sünden und körperliche Heilung. Denn viele starben an den Schlangenbissen.

    Vergebung und Heilung kamen nicht durch einen flüchtigen Blick, sondern durch stetiges erwartungsvolles und intensives Hinschauen. Wenn sie die Schlange aufmerksam ansahen und Ablenkung widerstanden. Ich stelle mir einen Mann vor, der hohes Fieber hat. Sein Körper ist angeschwollen. Leichen liegen um ihn, da viele bereits starben. Er spürt, wie das Leben ihn verlässt, kann aber nicht über die Menge blicken, um die Schlange auf der Stange zu sehen. Er sagt seinen Söhnen: „Jungs schnell! Ihr müsst mich hochheben! Ich muss die Schlange an der Stange sehen!” Ich sehe, wie seine Söhne ihn über die Menge heben und wie er die Schlange sieht. Er sieht sie zum ersten Mal und denkt über sie nach. Er sieht, dass sie an die Stange genagelt wurde. Er denkt: „Sie schleicht nicht im Lager herum. Sie kann sich nicht bewegen. Sie ist überwunden. Sie ist besiegt! Sie ist zerstört. Sie wurde an die Stange genagelt.” In seinem Herzen steigt Glaube auf. Plötzlich durchströmt ihn Lebenskraft. Er sagt: „Jungs, setzt mich ab. Es geht mir gut.” Welche Lektion steckt darin? Was für eine erstaunliche Lektion ist das! Bitte schauen Sie sich Kapitel 3 im Johannesevangelium an. Jesus spricht hier.

    Johannes 3:14-15 „Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.”

    Die Schlange an der Stange ist ein Typus des Kreuzes und der Kreuzigung Christi und Jesus vergleicht sich mit ihr. Wie Mose die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden. Diese Schlange an der Stange brachte Vergebung und Heilung. Und genau so kommt Vergebung und Heilung durch das Kreuz Christi und durch Sein Opfer auf diejenigen, die Ihn intensiv anschauen. Dadurch kommt Glaube ins Herz. Was hat es mit der Schlange auf sich? Er ist das Lamm Gottes, nicht wahr? Wir reden über unseren Retter. Warum würde Jesus sich als eine Schlange an einer Stange bezeichnen? Eine Schlange ist ein Bild des Bösen. Sie steht für Bosheit und für das, was Satan auf die Menschheit brachte … all das Chaos, die Verwirrung und den Kummer! Sie steht für Sünde, ist ein Bild für Krankheit. Warum würde sich unser gesegneter Retter mit einer Schlange an einer Stange vergleichen? Galater 3:13 ist die Antwort. Es heißt:

    Galater 3:13 „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist – denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!’”

    Als Jesus am Kreuz hing, wurde Er zum Fluch für uns, mein Freund. Ich möchte, dass Sie Ihn dort sehen, nicht nur flüchtig. Aufmerksam, voller Erwartung und mit voller, ungeteilter Aufmerksamkeit wollen wir unseren Retter anschauen. Er hängt zwischen Himmel und Erde. Der Himmel verdunkelte sich. Er wurde brutal geschlagen, war blutig und entstellt, nicht wiederzuerkennen. Sein Gesicht besteht aus Wunden, Sein Kopf hat die Dornenkrone getragen. Er ist blutüberströmt; Sein Rücken wurde von einer römischen Peitsche blutig geschlagen, ist regelrecht zerfetzt. Das Kreuz ist rot von seinem Blut. Warum hängt Er dort? Warum leidet Er so sehr? Er wird zu einem Fluch für uns. Er trägt unsere Sünde, Er trägt unsere Ungerechtigkeit. Durch Seine Wunden sind wir geheilt. Er trug die Dornenkrone, damit wir in unserer Seele Frieden haben können. Unsere Hände haben Böses getan, Seine Hände wurden angenagelt. Unsere Füße gingen falsche Wege, Seine Füße wurden ans Kreuz genagelt. So wie die Israeliten sahen, dass die Schlange überwunden, bewegungsunfähig, zerstört und an die Stange genagelt wurde, mein Freund, hat Jesus durch die Kreuzigung Mächte und Gewalten zerstört. Er brach die Macht des Feindes über unserem Leben und nahm den Fluch der Menschheit auf sich. Was für ein gesegneter Retter ist Er!

    Ich denke, unser Herz kann die Tiefen nicht erfassen, die Christus durchlitt, um uns zu erlösen, und nicht ermessen, was er tatsächlich für uns auf Golgatha erwirkt hat. Ich predigte in Australien über diese Dinge. Ich ermutigte die Versammlung, auf Jesus zu sehen, daran zu denken, was Er getan hat, die Striemen auf Seinem Rücken und Sein Leiden zu bedenken; dass die Bibel sagt, Seine Seele wurde zu einem Opfer für die Sünde. Er, der von keiner Sünde wusste, wurde für uns zur Sünde, sagt die Bibel, sodass wir vor Gott gerecht wurden und an die Vollkommenheit Seines Opfers für uns zu denken, Geist, Seele und Leib. Einer der Sänger in der Gemeinde war ein sehr großer Schotte, ein riesiger kräftiger Mann. Und er kam nach dem Gottesdienst zu mir und weinte. Er erzählte mir, dass er jahrelang schreckliche Knieschmerzen hatte, beide Knie taten Tag und Nacht weh. Er sagte, als er in neuer Weise auf Christus am Kreuz sah, wichen seine Knieschmerzen plötzlich. Sie waren weg. Er machte einige Kniebeugen, um sicherzugehen. Er sagte: „Als ich wusste, dass ich geheilt war, ging ich nach draußen und weinte kurz.”

    Ich denke, manche von uns müssten einmal kurz weinen. Wir müssen Golgatha erneut anschauen und bedenken, was Jesus getan hat. Der Sohn Gottes wurde zum Fluch für uns. Heute ist das Symbol an Krankenhäusern, Krankenwagen und medizinischen Befunden in aller Welt eine Schlange an einem Stab und weist auf den großen Arzt hin. Jeder ehrliche Arzt wird Ihnen sagen, dass er nicht heilen kann. Sie können lediglich den natürlichen Heilungsprozess in unserem Körper unterstützen. Aber ich sage Ihnen: Es gibt einen großen Arzt, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Sein Name ist Jesus. Halleluja!

    Es ist wirklich ein erstaunlicher Gedanke, dass sich der Sohn Gottes mit unserem Fluch identifizierte, als Er am Kreuz hing. Diese Schlange an der Stange – kein unschuldiges Lamm, sondern eine Schlange an einer Stange – wurde ein Bild für Jesus Christus, der sich mit der Sünde der Welt identifizierte. In Jesaja wird gesagt, dass Seine Seele ein Opfer für unsere Sünde wurde. Im Korintherbrief steht: „Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.” Ich denke, die Ewigkeit ist nicht lang genug, um wirklich auszuloten, was Christus für uns tat und um die Tiefe Seines Opfers wirklich voll und ganz zu verstehen. Er nahm den Fluch auf sich, damit wir gesegnet werden können.

    Der Unschuldige für die Schuldigen, der Gerechte für die Ungerechten, der Liebevolle für die Lieblosen. Freund, Jesus starb für Sie. Jede Sünde, die Sie jemals begingen, wurde ans Kreuz genagelt. Und Er steht heute mit offenen Armen vor Ihnen und möchte, dass Sie zu Ihm kommen

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