Gedanken über Gott von A-Z


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Comments

  • Jule sagt:

    Gedanken über Gott – von A bis Z / Teil 1 19.05.2013
    Pastor Bayless Conley

    Was würden Sie von einer Predigt halten, die 26 verschiedene Gedanken über Gott enthält, von denen jeder mit einem Buchstaben unseres Alphabets beginnt? Ich bin das Alphabet von A bis Z durchgegangen und jeder Buchstabe steht für einen Gedanken über Gott. Vermutlich werden Sie einige von ihnen ein wenig provokativ, andere hingegen ziemlich lustig finden. Aber bei sechsundzwanzig Gedanken glaube ich, dass Sie etwas aus dieser Predigt mitnehmen werden. Und wenn nicht, ist es nicht meine Schuld. Ich habe es versucht! Es wäre Ihre eigene Schuld, wenn Sie nichts daraus mitnehmen. Nehmen Sie Papier, einen Stift und Ihre Bibel zur Hand. Das Gute an dieser Predigt ist, dass Sie immer wissen, wie weit wir schon sind. Zumindest, wenn Sie das Alphabet kennen. Wir werden auf jeden Fall Spaß dabei haben und ich bin sicher, die Predigt wird Sie ermutigen. Sehen wir uns also zusammen Gottes Wort an.

    Ich möchte heute einige meiner persönlichen Gedanken über Gott mit Ihnen teilen. Ich dachte, wir machen das anhand des Alphabets. Wenn Sie das Alphabet beherrschen, werden Sie also immer wissen, wie weit wir schon gekommen sind. Okay? Manche Buchstaben werden ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen, andere weniger. Aber ich dachte, das wäre mal eine nette Abwechslung. Gut, fangen wir an. Das A steht für Assekuranz, die Gewissheit. In 1. Thessalonicher 1:5 heißt es:

    1. Thessalonicher 1:5
    „… denn unser Evangelium erging an euch nicht im Wort allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit; ihr wisst ja, als was für Leute wir um euretwillen unter euch auftraten.“

    Paulus sagte, als das Evangelium kam, kam es in Kraft und im Heiligen Geist und in großer Gewissheit. Er gibt uns äußere Gewissheit und er gibt uns innere Gewissheit. In 1. Johannes heißt es, der Heilige Geist bezeugt die Wahrheit in unserem Inneren. Wer gerettet ist, trägt das Zeugnis in sich. Im Römerbrief lesen wir, dass der Geist zusammen mit unserem Geist bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind. Dabei muss ich an mein eigenes Leben denken. Manche von Ihnen werden das verstehen.

    Zu der Zeit, als ich über die Grundsätze des Evangeliums nachdachte, steckte ich emotional und geistlich im größten Kampf meines Lebens. Ich hatte mir so vieles andere angesehen und so vieles ausprobiert. Und dann traf ich diese Christen und mit dem, was sie mir über Jesus erzählten, berührten sie mein Herz. Aber ich hatte so viele Fragen! Und es gab Dinge, die ich nicht wiedergutmachen konnte. Ich quälte mich wirklich herum. Eines Abends war ich bei Freunden. Sie wohnten an einer verlassenen Straße weit oben in den Bergen. Mitten in der Nacht ging ich hinaus, legte mich auf die Motorhaube meines Trucks und betete. Ich sagte: „Gott, wenn das Evangelium wahr ist, wenn Jesus Dein Sohn ist und es Erlösung gibt, was ist dann damit?“ Und ich stellte ihm einige Fragen, ich schrie sie Ihm regelrecht entgegen, aber ich bekam keine Antwort. Da begann ich zu weinen. Irgendwann wischte ich mir die Tränen ab und rutschte von meinem Truck. Ich war entmutigt und verwirrt. Und am nächsten Tag sprach Gott zu mir. Ich hörte Ihn in meinem Herzen. Er sagte, ich solle zum Haus des Jungen gehen, der mir sein Zeugnis gegeben hatte. Als ich dort ankam, wollten sie gerade zu einer kleinen Kirche in der nächsten Stadt aufbrechen. Da sprach Gott ein zweites Mal zu mir. Ich hörte Ihn ganz klar und deutlich in meinem Inneren und ich wusste intuitiv, dass es Gott war. Ich war damals in den Zwanzigern. Er sagte: „Ich möchte, dass du sie begleitest.” Erst widersprach ich Ihm innerlich, aber dann sagte ich: „Gott, ich mache Dir einen Vorschlag. Wenn sie mich fragen, gehe ich mit.“ Einen Moment später drehte sich die Frau, Ramona, zu mir um und fragte: „Bay, begleitest du uns?“ Ich sagte: „Okay.“ In der kleinen Straßenmission hatten sich viele Alkoholiker, Obdachlose und Drogenabhängige eingefunden. Ich war praktisch zu Hause. Ich saß in der ersten Reihe vor einem riesigen Holzpult, an dem ein paar Leute ihr Zeugnis geben sollten. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete. Ich ging damals nicht in die Kirche. Da stand eine Frau auf und trat hinter das Rednerpult. Sie war so klein, dass sie fast dahinter verschwand. Sie zitierte fast Wort für Wort die erste Frage, die ich Gott in der Nacht zuvor auf der Motorhaube meines Trucks gestellt hatte und gab dann die Antwort aus der Bibel darauf. Nach ihr stand eine andere Person auf, zitierte meine zweite Frage und gab ebenfalls die Antwort aus der Bibel darauf. Und so wurde jede Einzelne meiner Fragen zitiert und anhand der Bibel beantwortet. Ich saß in der ersten Reihe und schluchzte und schluchzte. Es war alles wahr. Jetzt hatte ich Gewissheit.

    Was immer Sie brauchen – Gott wird es Ihnen geben. Manchmal brauchen wir nicht, was wir zu brauchen glauben. Aber Gott wusste, was ich brauchte. Ich weiß noch, wie ich als Einziger an diesem Abend nach vorn ging und mein Herz Jesus gab. Und da war dieser Bär von einem Mann mit einem großen Bart. Er hieß Andy Green. Ich sank an seine Brust und er hielt mich, während ich schluchzte und schluchzte. – Ich bekam kürzlich die Nachricht, dass Andy in den Himmel gegangen ist. Er ist mir also ein Stück voraus, aber er hat mein Leben wirklich beeinflusst. Wenn das Evangelium kommt, kommt es in Kraft und der Heilige Geist gibt uns Gewissheit. Manchmal ist es eine äußere Gewissheit, manchmal eine innere. Wir wissen es einfach. Gott ist ein Gott der Gewissheit. Und wenn Sie einmal eine Erfahrung mit Gott gemacht haben, können menschliche Argumente Sie nicht mehr beeindrucken. Gut, zweitens, B: Gott ist barmherzig.

    Psalm 86:15
    „Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Wahrheit.“

    Er ist großzügig zu allen, die sich auf Ihn berufen. Gott ist barmherzig. Er ist freundlich und gut.

    Als Teenager arbeitete ich in einer Firma. Ich sage den Namen jetzt nicht, falls es sie noch gibt. Sie stellten Neonschriften für Fußgängerüberwege her, also „Gehen“ und „Stehen“. Dafür gab es Farben, die bundesgelb, mondgrün und so ähnlich hießen. Ich arbeitete am Fließband. Acht Stunden am Tag schraubte ich mit einem Schraubendreher Teile zusammen. Wir durften uns den ganzen Tag nicht hinsetzen. Damals konnte man das noch machen. Der Besitzer, der die Firma aus dem Nichts aufgebaut hatte, war ein ziemlich grausamer Kerl. Wenn er hereinkam und jemanden dabei erwischte, dass er sich in der achtstündigen Schicht hingesetzt hatte, wurde er auf der Stelle gefeuert. Wir hatten alle Angst vor ihm. Und wenn sich jemand hingesetzt hatte und der Chef kam, versuchten wir immer, unseren Kollegen rechtzeitig zu warnen, weil er sonst seinen Job verloren hätte. Gegen halb vier am Nachmittag pulsierten unsere Beine wie wild, aber wir durften uns nicht hinsetzen. Aber Gott ist kein grausamer Zuchtmeister, der ständig über Ihnen schwebt und nur darauf wartet, Ihnen ins Genick zu springen, wenn Sie etwas falsch machen. Er ist barmherzig, freundlich, gütig und geduldig – Er ist einfach wunderbar!

    Gut, C. Ich will Ihnen etwas sagen, das Gott nicht kann. C steht für chancenlos. Gott hat keine Chance zu lügen, weil Er es nicht kann. Gott kann also nicht alles. Es gibt auch Dinge, die Er nicht kann. In Hebräer 6:18 heißt es, Gott ist es unmöglich zu lügen.

    Es ist interessant, in welchem Zusammenhang das hier steht. Hier geht es um unsere Hoffnung auf den Himmel und die Ewigkeit mit Gott. Und es ist die Rede von Jesus als unserem Vorläufer, der uns in das Innere des Vorhangs vorausgegangen ist und dass Gott uns durch alles, was passiert ist, die Verheißung des Himmels und der Ewigkeit mit Ihm gegeben hat. Das Wort Vorläufer stammt ursprünglich aus der Schifffahrt. Wenn gerade Ebbe herrschte, konnte ein Schiff nicht in den Hafen einlaufen. Selbst wenn ein Sturm tobte, mussten sie warten, bis der Wasserstand wieder hoch genug war, um das Schiff über die Riffs zu tragen. In solchen Fällen schickten sie einen Vorläufer an Land. Sie luden den Anker des Schiffs mit einem langen Seil daran in ein kleineres Boot und ein paar Männer ruderten damit in den sicheren Hafen. Dort warfen sie den Anker aus. Und auch wenn nun die Dunkelheit hereinbrach oder das Schiff in einem Sturm hin- und hergeworfen wurde, wussten sie, dass sie es an dem Seil in den sicheren Hafen ziehen konnten, sobald die Flut kam. Und Jesus ist uns in den Himmel vorausgegangen. Die geistliche Flut steigt und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch wir hineingezogen werden und den Gott sehen, der uns erlöst hat und in Seine Augen blicken, die flüssiger Liebe gleichen. Gott hat weder im Hinblick auf den Himmel noch auf irgendetwas anderes gelogen.

    Das D steht für Defensive. Er ist unser Verteidiger gegen den Feind und gegen die Katastrophen des Lebens. In Psalm 59:17-18 heißt es: „Ich aber will singen von deiner Stärke und am Morgen jubelnd preisen deine Gnade; denn du bist mir eine Festung gewesen und eine Zuflucht am Tag meiner Not. Meine Stärke, dir will ich spielen; denn Gott ist meine Festung, der Gott meiner Gnade.“ In Psalm 140:8 sagt König David über Gott: „… du schützt mein Haupt am Tag der Schlacht!“

    Steckt von Ihnen gerade jemand in einer Schlacht? Ein kleiner Konflikt in einem Bereich Ihres Lebens? Nun, wissen Sie was? Gott ist Ihr hoher Turm, Ihr Verteidiger und Er wird am Tag der Schlacht Ihr Haupt schützen. Er hat Sie nicht vergessen. Er wird Sie unter Seinem Flügel beschützen. Unter Seinen Flügeln finden Sie Zuflucht; Ihm können Sie vertrauen.

    Mir gefällt Psalm 91: „Tausend fallen an deiner Seite, Zehntausend an deiner Rechten – dich erreicht es nicht. Nur schaust du es mit deinen Augen, und du siehst die Vergeltung an den Gottlosen.“ Wir haben einen Gott, der uns verteidigt.

    Mag jemand von Ihnen Videospiele? Kennen Sie die Asteroids noch? Das sind die einzigen Spiele, die ich je gespielt habe. Die neuen spiele ich nicht, weil ich so schlecht darin bin. Sogar als unsere Kinder noch ganz klein waren, haben sie mich jedes Mal abgezogen. Und bevor ich mich schlagen lasse, spiele ich nicht. Das wird Ihnen etwas über mich verraten. Aber früher mochte ich Asteroids. Und kurz nach Asteroids kam eines heraus, das Defender hieß. Manche von Ihnen erinnern sich noch daran. Ein paar ältere Leute hier neben mir. Nun, wissen Sie was? Gott ist unser Verteidiger und Er wird Sie verteidigen. Er wird Ihren Fall übernehmen.

    Gut, E steht für Empfang. Gott ist auf Empfang für unsere Gebete. Er neigt uns sein Ohr zu. In 1. Petrus 3:12 heißt es: „… die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen.“ Jesus hat es uns wirklich einfach gemacht. Er sagte: „Bittet, und euch wird gegeben werden.“ Das lässt sich kaum kompliziert machen oder falsch verstehen. Er meinte genau das, was Er sagte. Jeder, der bittet, empfängt; jedem, der klopft, wird aufgetan; wer sucht, wird finden und wer bittet, dem wird gegeben.

    Ich habe diese Geschichte schon oft erzählt, aber als unser ältester Sohn Harrison noch ziemlich klein war – ich glaube, er war nicht viel kleiner als sein Sohn Asher heute – fuhren wir einmal für ein paar Tage nach San Diego. Er war damals total begeistert von Cowboys und ist es auch heute noch. Auf der Rückfahrt saß er hinten im Auto in seinem Kindersitz und sagte: „Ich will ein braunes Pferd sehen.“ Wir sagten: „Sohn, wir sind auf der Autobahn. Da sind keine braunen Pferde.“ Er sagte: „Ich will ein braunes Pferd sehen.“ Da schlugen wir ihm vor: „Dann solltest du vielleicht dafür beten.“ Und ich werde nie vergessen, wie er sagte: „Vater, schick mir ein braunes Pferd, in Jesu Namen, Amen.“ Ich sah Janet an und sie sah mich an. „Ist er nicht süß?“ Da kamen wir an einer Marlboro-Werbung vorbei, wo ein Cowboy auf einem Pferd saß. Ich sagte: „Sieh, Harrison! Ein braunes Pferd!“ Er sagte:
    „Nein. Ich will ein echtes Pferd.“ Ich glaubte nicht daran, dass dieses Kind ein Pferd zu sehen bekäme. Schließlich wurden Janet und ich hungrig und als wir den nächsten McDonald’s sahen, fuhren wir von der Autobahn ab auf den Parkplatz. Dort waren drei Pferde angebunden und das in der Mitte war, wie Sie sicher schon vermutet haben, braun. Ich sagte: „Gott, vergib mir meinen Unglauben.“ Wir haben einen Gott, der Gebete hört.

    Kommen wir zum F. Er steht fest wie ein Fels. Er bleibt Seinem Wesen und Seinem Wort stets treu. In 2. Timotheus 2:13 heißt es:

    2. Timotheus 2:13
    „… wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“

    Er ist Seinem Wesen und Seinem Wort treu. Der folgende Spruch mag sich ein wenig klischeehaft anhören, aber deshalb ist er nicht weniger wahr: „Gott ist gut allezeit und allezeit ist Gott gut.“ Das ist wahr. Er verändert sich nicht. Nicht die kleinste Kleinigkeit ändert sich an Ihm. Er hält Sein Wort. Sie können sich darauf verlassen. Und auch Sein Wesen ist immer dasselbe.

    Hören Sie: Manche Menschen sagen, dass bestimmte Dinge vorüber sind und Gott sie heute nicht mehr tut. Manche behaupten, Gott würde heute nicht mehr heilen, weil das einer bestimmten Menge von Menschen oder einer bestimmten Zeit vorbehalten gewesen sei. Aber Gottes Wesen kennt keine Grenzen. Er ist ein Heiler. Das offenbart uns auch einer Seiner zusammengesetzten Namen. Jedes Mal, wenn Gott einen Satz mit „Ich bin“ beginnt, spricht Er über Sein Wesen. Und Er sagte: „Ich bin Jahwe Rapha.“ In 2. Mose 15, Vers 26 lesen wir: „Ich bin der Herr, der heilt. Ich bin der Herr, dein Arzt.“ Das offenbart Sein Wesen. Und das hat nichts mit bestimmten Zeitspannen oder auserwählten Gruppen zu tun. Gottes Wesen ist Gesundheit und Ganzheit und Er ist Seinem Wort und Seinem Wesen immer treu. Gott und der Teufel werden nie die Rollen tauschen. Der Teufel ist immer schlecht; Gott ist immer gut.

    Das G steht für Gnade. Gnade sind die Wohltaten, die wir von Gott bekommen können, weil Jesus unsere Sünden auf sich nahm und für uns den Opfertod am Kreuz starb. Ich glaube, das ist eine gute Definition für die Gnade Gottes. Jesus hat für alles bezahlt. Das lässt sich so erklären: Nehmen wir einmal an, ein Mann hat einen herausragenden Charakter und wunderbare Wertvorstellungen. Er ist sehr erfolgreich und häuft ein Vermögen an. Dann verliebt er sich in ein Mädchen, sie heiraten und jetzt ist sie sagenhaft reich. All das hat er durch seinen herausragenden Charakter erreicht. Und was tat sie? Sie heiratete nur. Wissen Sie was? Es war der Charakter von Jesus, der Ihn die Sünde überwinden ließ. Er hat am Kreuz unsere Erlösung erwirkt. Er hat alles für uns getan! Und Er verliebte sich. Wir haben nichts dazu beigetragen. Wir haben nur geheiratet. Und jetzt gehört all dieser Reichtum uns. Und die Bibel sagt – wir sehen uns das kurz an – das steht in Römer, Kapitel 5. Hier lesen wir, wie Gott alles geplant hat. Die Verse 1 und 2 lauten:

    Römer 5:1-2
    „Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.“

    Haben Sie das gesehen? Durch Glauben haben wir Zugang zu der Gnade Gottes. Glaube ist die Hand, die sich danach ausstreckt, was Gottes Hand uns bereitwillig gibt. Es ist nicht unser Glaube, der Gott dazu anregt, irgendetwas zu tun. So handelt Gott nicht. Glaube streckt sich aus und nimmt das an, was Gott bereits getan hat. Der Glaube gewährt uns Zugang zur Gnade Gottes.

    Gut, H steht für Hilfe. In Zeiten der Not ist Gott direkt an unserer Seite, um uns zu helfen. Er will Ihnen helfen.

    Hebräer 4:16
    „Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe!“

    In Psalm 46:2 heißt es, Gott ist als Beistand in Nöten reichlich gefunden. Steckt jemand von Ihnen gerade in Schwierigkeiten? Nun, Gott bietet uns Seine Hilfe an und wir können mutig vor den Thron der Gnade treten und die Barmherzigkeit und Gnade empfangen, die wir brauchen. Er kommt immer zur rechten Zeit. Vielleicht denken Sie: „Aber dann muss es noch vor dem Ende des Gottesdienstes passieren.“ Seine Gnade hilft Ihnen. Und ich sage Ihnen ganz offen: Ich glaube nicht, dass Sie heute zufällig zuhören. Auch wenn Sie es ursprünglich gar nicht vorhatten, ist das kein Zufall. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er liebt Sie mehr als Sie es sich vorstellen können und Er will Ihnen in Ihren Kämpfen helfen. Sie sind nicht allein. Er will Ihnen helfen.

    Das führt uns zum nächsten Buchstaben. Das I steht für involviert. Gott ist nicht nur ein Zuschauer im Drama des Lebens. Er nimmt an allem Anteil. Ich mache Ihnen ein Geständnis. In meinem Alter kennt man Defender und Dick Cavett… sind heute Trekkies mit dabei? O ja, gut. Meine Kinder halten mich für verrückt, weil ich Star Trek mag. Sie erfahren immer wieder etwas Neues über Ihren Pastor. Also, Trekkies, Sie kennen den obersten Grundsatz, stimmts? Wenn Sie in eine neue Welt kommen, können Sie nur beobachten, aber nichts tun. Sie können ihnen keine technischen Hilfsmittel geben, Sie können nichts für sie tun. Sie bleiben anonym und beobachten sie, bis sie sich so weit entwickeln, dass sie erwachsen genug sind, um ein Teil des Bündnisses der Planeten zu werden. Nun, wissen Sie was? Gottes oberster Grundsatz lautet nicht: „Ich beobachte nur. Ich weiß, dass sie dann zum dritten Mal untergehen, aber ich kann den obersten Grundsatz nicht verletzen. Tut mir leid!“ Nein, Gott will an unserem Leben teilhaben.

    In 1. Mose 16 finden wir die Geschichte von Hagar, einem Mädchen, das in Umstände gerät, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Die Frau, für die sie arbeitet, Abrahams Frau Sarah, kann nicht schwanger werden und so ging Sarah zu Abraham und sagte: „Ich habe eine Idee. Meine junge Dienerin Hagar soll als Ersatzmutter fungieren. Warum zeugst du nicht ein Kind mit ihr, dessen Mutter ich dann werde?“ Wir lesen nirgends, dass Abraham sich dagegen wehrte. Er machte einfach mit.Hagar wird also schwanger, aber sie entwickelt eine ziemlich schlechte Einstellung, weshalb Sarah recht hart mit ihr umgeht. Hagar denkt verletzt: „Hey, das war nicht meine Idee!“ Bekümmert läuft sie in die Wüste hinaus. Dort begegnet sie einem Engel Gottes, der mit ihr spricht und ihr Trost spendet. Dann gibt er ihr ein prophetisches Wort über das Kind, das in ihrem Bauch wächst. Und wie reagiert sie darauf? Sie ruft Gott an und gibt ihm einen Namen. Sie sagt: „Du bist der Gott, der sieht. Du weißt, was vor sich geht und nimmst Anteil daran. Du bist nicht nur ein distanziertes Wesen, das gelegentlich einen prüfenden Blick auf mich richtet. Du siehst mich. Du hilfst mir.“ Und Gott sieht auch Sie und Er will in Ihr Leben involviert sein. Das erkennen wir schon allein daran, dass Er uns Jesus sandte.
    Das J steht für Jubel. Gott ist nicht melancholisch oder deprimiert. Er ist voller Freude.
    Zefanja 3:17
    „Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel.“

    Gott freut sich über uns. Sollte ich Gott beschreiben, würde ich sagen: Er ist überschwänglich, enthusiastisch, lebendig, elektrisierend, charismatisch, überfließend und alles andere als langweilig. Gott ist voller Freude und Jubel. Und wenn Sie Christ sind, wenn Sie Ihr Leben Christus gegeben haben, sollten auch Sie nicht langweilig sein. Lassen Sie sich Ihre Freude nicht nehmen wie ich. Eines Tages wird es das alles wert sein, aber bis dahin sind wir nur langweilig und tot. Sie gehen in die Gemeinde und es ist langweilig und tot. Nein, so sollte das nicht sein, Freunde. Die Bibel sagt:
    „Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist!“

    Vielleicht fragen Sie sich, wo die zweite Hälfte des Alphabets geblieben ist. Leider haben wir für unsere Sendung hier nur dreißig Minuten Zeit, deshalb gibt es eine Fortsetzung. Schalten Sie doch nächste Woche wieder ein und erfahren Sie, was uns der Rest des Alphabets über Gott verrät.
    Jedenfalls glaube ich nicht, dass es Zufall ist, dass Sie mir heute zusehen. Es gibt einen Gott im Himmel, der weiß, wer Sie sind und der Sie unendlich liebt. Vielleicht haben Sie Ihm noch nie Ihr Herz geöffnet und vielleicht haben Sie gerade eine große Not in Ihrem Leben. Vielleicht fühlt es sich an, als würde alles auseinanderbrechen. Dann müssen Sie wissen, dass Er Ihnen helfen will. Sie liegen Ihm am Herzen und ich glaube, Er würde alles tun, nur um Sie wissen zu lassen, dass Sie Ihm wichtig sind. Im Namen Seines Sohnes Jesus, Er wird Sie nicht enttäuschen. Gott segne Sie.

  • Jule sagt:

    Gedanken über Gott – von A bis Z / Teil 2 26.05.2013
    Pastor Bayless Conley

    Heute sehen Sie den zweiten Teil einer Predigt, in der ich jeden Buchstaben des Alphabets mit einem Gedanken über Gott verknüpft habe. Letztes Mal sind wir bis zum J gekommen. Von hier aus machen wir jetzt weiter. Vielleicht wollen Sie sich Notizen machen. Sie helfen uns, unser Denken zu ordnen und unsere Taten zu planen. Sehen wir uns nun einige Gedanken über Gott an.

    Gut, K. Dieses Thema haben wir schon angeschnitten. K steht für korrekt. Gott ist stets korrekt und hält Seine Versprechen. Ich will Ihnen einen Absatz aus Josua, Kapitel 23, vorlesen. Es gibt hier etwas ganz Bestimmtes, auf das ich Sie in diesem Zusammenhang hinweisen will. Josua ist am Ende seines Rennens angekommen und seine Zeit als Anführer Israels ist fast vorüber. Da ruft er alle zusammen und sagt:

    Josua 23:14
    „Und siehe, ich gehe heute den Weg der ganzen Erde…“ – mit anderen Worten: „Ich werde sterben“- „… und ihr wisst mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dass auch nicht ein Wort hingefallen ist von all den guten Worten, die der Herr, euer Gott, über euch geredet hat: Alle sind sie eingetroffen für euch; kein einziges Wort davon ist hingefallen.“

    Gott hält Seine Versprechen. Es mag den Anschein haben, als hinge ein Teil Seiner verheißenen Güte unerreichbar für uns an einem weit entfernten Horizont, aber ich glaube, wenn wir am Ende unseres Rennens angekommen sind, werden wir dasselbe sagen können. Vielleicht sieht es jetzt noch nicht danach aus, aber ich glaube, am Ende meines Lebens werde ich zurückblicken und sagen:
    „Gott, nichts, was Du für mein Leben verheißen hast, ist ausgeblieben. Alles ist eingetreten. Vielleicht nicht nach meinem Zeitplan, aber es ist eingetreten.“

    Als Janet und ich gerade frisch verlobt waren, mussten wir nach Wisconsin, um ihre Sachen zu holen. Ihr kleiner Ford Pinto war bis obenhin vollgestopft, aber er konnte den Anhänger nicht ziehen. Sie sagte, sie hätte nicht viel, aber unsere Vorstellungen von nicht viel klafften weit auseinander. Wir tauschten den Pinto gegen einen 1975er Ford Ltd. Ein ziemliches Schiff, aber er zog den Anhänger. Dann fuhren wir zurück nach Kalifornien. Etwa auf halber Strecke fuhr ein Lkw an uns vorbei und ein Stein knallte direkt in unsere Windschutzscheibe. Er hinterließ einen langen Riss. Ich war wirklich verärgert. Aber in diesem Moment spürte ich, wie der Heilige Geist in mein Herz sprach. Direkt hinter dem Lkw fuhr ein wirklich schönes Auto und ich hatte das Gefühl, als würde Gott sagen: „Ein solches Auto werde ich dir geben.“ Ich dachte: „Das war seltsam, aber ich hoffe, es war Gott.“ Ein paar Jahre später hatte ich gerade kein Auto, weil wir unseren Van für eine Mission in Mexiko zur Verfügung gestellt hatten. So kam es, dass ich für einige Monate ein Auto fuhr, das jemand der Gemeinde gespendet hatte. Eines Tages dämmerte mir plötzlich, dass dieses Auto exakt dasselbe Modell war, das damals hinter dem Lkw hergefahren war und es war, als würde Gott sagen: „Ich habe es dir doch gesagt.“ Das war Jahre später! Bis zu diesem Moment hatte ich den Vorfall völlig vergessen.

    Gott ist korrekt und Er ist treu. Er hält Seine Versprechen. Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber dies ist noch nicht passiert und jenes ist noch nicht eingetroffen.“ Aber Ihr Rennen ist noch nicht beendet. Wenn der Tag kommt, an dem Sie den Weg der ganzen Erde gehen, werden Sie vielleicht wie Josua sagen: „Gott ist treu.“

    Gut, ich muss mich beeilen, sonst wird die Zeit knapp. L steht für Liebe. Gott ist Liebe und Er hat uns Seine Liebe gezeigt, indem Er uns Jesus gesandt hat. Mein Enkel sagt manchmal: „Ich liebe dich, Papa.“ Dann denke ich: „Aber ich habe dich zuerst geliebt.“ Gott hat uns zuerst geliebt. Wir lieben Ihn, aber Er hat uns zuerst geliebt. Im Römerbrief heißt es, dass Gott, als wir noch Sünder waren, Seine Liebe zu uns demonstrierte, indem Christus für uns starb. Als wir noch Feinde von Gott waren, gab Jesus Sein Leben für uns hin. Und Sie müssen wissen: Gott ist nicht ärgerlich auf Sie. Manche von Ihnen leben wie unter einer Wolke, vielleicht wegen Ihrer religiösen Erziehung oder warum auch immer. Vielleicht lässt Ihre Gesinnung ständig das Gefühl in Ihnen aufsteigen, dass Gott auf ewig ärgerlich auf Sie ist. Selbst wenn Sie Gutes tun, tun Sie nie genug. Es ist nie genug. Und wenn Sie Schlechtes tun, kehrt Gott Ihnen den Rücken. Hören Sie: Gott liebt Sie. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Jesus starb, als wir noch Gottes Feinde waren. Er nahm unseren Platz ein. Gott liebt Sie. Er ist nicht ärgerlich auf Sie. Er liebt Sie.

    M steht für Macht – Gott versetzt Berge. Viele von Ihnen werden diese Verse aus dem Mund Jesu kennen.

    Markus 11:22-23
    Jesus sagte: „Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden.“

    Hier geht es um ein Prinzip und dieses dreht sich um den Glauben an Gott. Gott ist es, der Berge versetzt. Haben Sie Glauben an Gott. Und beachten Sie, was Jesus sagte: „Wer zu diesem Berg sagen wird…“

    Die meisten Menschen reden mit Gott darüber, wie groß ihre Berge sind. Aber Jesus sagte, wir müssen mit unserem Berg darüber reden, wie groß unser Gott ist. Das ist ein großer Unterschied. Jesus sagte: „Sprecht zu dem Berg.“ Es geht darum, Glauben an Gott zu haben. Gott ist es, der den Berg versetzt. Aber, Freunde, Sie sind im Namen Jesu dazu ermächtigt, zu Ihrem Berg, zu dem unüberwindbaren Problem, vor dem Sie gerade stehen, zu sprechen. Jammern Sie Gott nicht vor, wie groß der Berg ist. Sagen Sie Ihrem Berg, wie groß Gott ist und Er wird sich erheben. Gott ist ein Gott, der Berge versetzt. Und wenn Sie heute vor einem Berg stehen, kann Er ihn hinweg heben.

    Okay, das N steht für nun. Er ist der Gott des Nun, des Hier und Jetzt. In Johannes, Kapitel 11, finden wir die Geschichte von Lazarus. Als Jesus kam, war Lazarus bereits vier Tage tot und Marta sagte:
    „Herr, wärst du nur hier gewesen. Du hättest meinen Bruder retten können!“ Und Er sagte: „Marta, ich bin die Auferstehung; ich bin das Leben.“ Sie sagte: „Ich weiß, dass er eines Tages…“ Sie sprach von der Zukunft. Wie so viele Menschen heute in der Gemeinde hatte Marta Glauben für die Vergangenheit: „Wenn er hier gewesen wäre…“ Und sie hatte Glauben für die Zukunft: „Eines Tages…“, aber sie hatte keinen Glauben für die Gegenwart. Er sagte: „Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Ich bin die Auferstehung, ich bin das Leben.“

    Wir hören heute so oft: „Das waren noch Zeiten, als der Geist so reichlich ausgegossen wurde und so mächtig wirkte! Könnten wir doch die Zeit von Charles Finney zurückhaben!“ oder: „Eines Tages wird eine große Erweckung kommen.“ Die Menschen haben großen Glauben für die Vergangenheit und für die Zukunft, aber Gott ist ein Gott der Gegenwart. Er will Ihnen jetzt helfen, Er will jetzt Seinen Geist ausgießen. Haben Sie Glauben für das Jetzt.
    Weiter geht es mit dem O. Er ist offenherzig und großzügig.
    Römer 8:32
    „Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“

    Wenn Er uns Jesus nicht vorenthielt, warum sollte Er uns irgendetwas anderes vorenthalten? Das Kostbarste, was Er besaß, hat Er uns bereits gegeben.

    Vor vielen Jahren hörte ich eine Predigt. Ich weiß nicht mehr, worum sie sich drehte, ich erinnere mich nur noch an eine Geschichte daraus. Der Prediger hatte das starke Gefühl, dass Gott ihn nach Israel führte. Er traf also alle Vorbereitungen und machte sich auf die Reise. Die meiste Zeit verbrachte er mit einer Reisegruppe. Eine Woche verging und während dieser ganzen Zeit passierte nicht mehr, als dass er einer einzigen Dame dienen konnte. Das war alles. Er freute sich zwar darüber, die heiligen Orte sehen zu können, aber schließlich betete er und sagte: „Gott, die Kosten für das Flugticket und das Hotel sind so hoch und bisher konnte ich nur einer einzigen Frau dienen!“ Da sprach Gott in sein Herz: „Genau dafür habe ich dich den weiten Weg hier hergeschickt.“ Und dann sagte Gott etwas, das ich nie vergessen werde: „Ich bin nicht verschwenderisch, aber ich bin extravagant.“

    Ich glaube wirklich, dass Gott jemanden um die ganze Welt schickt oder einen ganzen Gottesdienst dafür gebraucht, einen einzigen Menschen zu erreichen. Er scheut weder Kosten noch Mühe. Er ist nicht verschwenderisch, aber Er ist extravagant. Er ist offenherzig und großzügig.

    Das P steht für perfekten Frieden. Im Buch Jesaja wird Jesus der Friedefürst genannt. In Römer 15 lesen wir von Gott als dem Gott des Friedens. Einer der Namen Gottes ist Jahwe Shalom, der Herr, unser Friede. Er ist Frieden, Er hat Frieden und Er will Ihnen Frieden geben. Als Erstes müssen Sie Frieden mit Gott schließen und das tun Sie, indem Sie Jesus annehmen. Durch Ihn werden Sie zum Teilhaber an dem Frieden Gottes.

    Philipper 4:6-7
    „Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“

    Interessanterweise steht hier nirgends, dass Gott unsere Bitten erfüllt, obwohl wir wissen, dass Er es tut, weil Er es uns an vielen anderen Stellen der Bibel verheißt. Hier heißt es nur: „Redet mit Gott. Teilt ihm eure Anliegen mit.“ Aber Er gibt uns trotzdem ein Versprechen in diesem Vers und dieses lautet, dass Gott uns Frieden geben wird, wenn wir Ihm unsere Anliegen mitteilen.

    Manche von Ihnen müssen einfach mit Jesus reden. Sie stehen unter großem Stress. Aber wissen Sie was? Wenn Sie den Stress nicht abbauen, wird er sich irgendwann körperlich bemerkbar machen.
    Vielleicht werden Sie krank oder bekommen Probleme in Ihrer Ehe oder was auch immer. Manche von Ihnen sind wie ein vollgesogener Schwamm, der nichts mehr aufnehmen kann. Sie sollten dringend etwas abgeben. Reden Sie mit Gott. Schildern Sie Ihm Ihre Probleme. Sogar König David sagte im Buch der Psalmen: „Ich schütte mein Anliegen vor Gott aus.“ Reden Sie mit Jesus. Er kann Ihnen den Stress nehmen wie kein anderer auf der Welt. Er ist der Gott des Friedens und Er wird Ihnen Frieden geben.

    Q steht für das Quantum Stille, das wir brauchen. Die Bibel spricht von der leisen, sanften Stimme Gottes. In Psalm 46:11 sagt Gott: „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“

    Einer meiner Freunde war auf einem Jungeninternat in Südafrika. Dort war einmal ein Gastsprecher zu Besuch, der ihnen erzählte, wie er mit einem kleinen Segelboot ganz allein den Atlantik überquert hatte. Dabei geriet er eines Tages in eine absolute Windstille. Da war nicht die leiseste Brise, keine Welle, kein Kreischen von Möwen, kein Fisch, der an die Wasseroberfläche kam. Zehn Tage lang herrschte absolute Flaute. Kein Laut war zu hören. Mein Freund sagte mir: „Bayless, zu der Zeit auf dem Internat war ich kein Christ und auch der Mann, der zu uns sprach, war kein Christ. Aber er sagte zu uns: Jungs, nach diesen zehn Tagen absoluter Stille wusste ich eines ganz sicher: Es gibt einen Gott.“ Gott offenbart sich in der Stille.

    Gut, R steht für Ruhe. Das ist wichtig. Auch Gott ruhte sich von Seinen Mühen aus. Die Bibel sagt in 1. Mose 2:2, Er arbeitete sechs Tage und den siebten Tag heiligte Er, weil Er an diesem Tag ruhte. Gott ruhte, obwohl Er es nicht musste. Damit gab Er uns ein Beispiel. Und hier sind Menschen… – Sie müssen jetzt nicht die Hand heben – und, meine Damen, bitte stoßen Sie Ihrem Mann jetzt nicht den Ellbogen in die Rippen. Aber hier sind wirklich einige Workaholics. Sie arbeiten sieben Tage in der Woche und nehmen auch noch Arbeit mit nach Hause. Aber das wird letztendlich einen Preis von Ihnen fordern, den Sie nicht bezahlen können. Manche von uns sind von Natur aus ein wenig robuster als andere. Aber wenn Gott ruhte, sollten auch Sie ruhen. Sie brauchen einen Tag Ruhe in der Woche.

    Ein Mann bekam einmal einen Anruf von einem Kollegen. Er fragte: „Was machst du morgen?“ Er sagte: „Nichts.“ Darauf der Kollege: „Prima. Dann können wir an dem Projekt weiterarbeiten.“ Er sagte:
    „Nein, tut mir leid, ich kann nicht.“ – „Aber ich dachte, du hast nichts vor?“ – Er antwortete: „Genau. Ich tue morgen nichts. In meinem Kalender steht: Nichts. Das ist der Tag der Ruhe.“ – In Ihrer Welt würde sich einiges ändern, wenn Sie nur ein wenig Ruhe bekämen. Es ist erstaunlich, wie man sich fühlt, wenn man nur eine Nacht gut schläft.

    Okay, das S steht für selten. Gott kommt selten zu früh, aber nie zu spät. Nehmen Sie das einfach so mit.

    Das T steht für Test. Gott testet unser Herz. Das sagt uns die Bibel in 1. Thessalonicher 2:4 und auch an zahlreichen Stellen im Alten Testament. Aber Gott prüft uns nie, indem Er uns etwas auferlegt, von dem Christus uns durch Seinen Tod bereits erlöst hat. Niemals. Gott prüft Menschen nicht, indem Er ihnen etwas auferlegt, von dem sie bereits erlöst sind. Er wird nicht prüfen, wie stark Sie sind, indem Er Ihnen eine neue Kollegin schickt, die Sie in Versuchung führt, Ehebruch zu begehen. Gott wird Sie nicht in Versuchung führen, Crack zu rauchen. Er wird Sie nicht versuchen, indem Er Sie unter Druck setzt und Er wird Sie auch nicht prüfen, indem Er Ihnen eine Krankheit auferlegt. Er wird uns nichts auferlegen, von dem Christus uns durch Seinen Tod bereits erlöst hat. Aber Er prüft uns auf mindestens vier verschiedene Arten. Das ist schon allein eine ganze Predigt.

    Aber, Nummer eins, Gott prüft uns, indem Er uns bittet, Dinge loszulassen, die sehr kostbar für uns sind.

    Zweitens prüft Er uns, indem Er uns Anerkennung und Erfolg schenkt und sieht, wie wir darauf reagieren. Hiskia ist dafür ein gutes Beispiel.

    Drittens, Er testet uns, indem Er uns eine Verheißung gibt, die sich erst in der Zukunft erfüllen wird. In den Psalmen heißt es, Gott gab Josef ein Wort und dieses Wort prüfte ihn, weil es sich erst in der Zukunft erfüllen würde.

    Und viertens prüft Er uns, indem Er uns die Verantwortung für kleine Dinge überträgt. Das steht in 1. Timotheus.

    Nun sind wir gleich am Ende. Wie viele Buchstaben sind noch übrig? U steht für die Union, die Einheit. Gott ist ein Gott der Einheit. Er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Sie bilden eine vollkommene Einheit. Jesus sprach von einem geteilten Haus und welches Chaos daraus entstehen kann. Geführt vom Heiligen Geist, übte Paulus seine schärfste Kritik an jenen, die in der Gemeinde für Spaltung sorgten. In Sprüche, Kapitel 6, finden wir eine Hassliste. Da heißt es: „Sechs Dinge sind es, die dem Herrn verhasst sind, und sieben sind seiner Seele ein Gräuel.“ Und in dieser Liste steht auch der Mensch, der Uneinigkeit unter den Brüdern sät. Gott legt besonderen Wert auf Einigkeit. Wenn Gott überhaupt eine schlechte Seite hat, bekommen wir diese nur zu sehen, wenn wir in Seinem Haus Streit und Zwietracht säen. Die Bibel sagt, Er lehnt diese Dinge nicht nur ab, Er hasst sie.

    Das V steht für die Verbindung. Jesus sagte: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Wir müssen am Weinstock bleiben, um ein lebhaftes, gesundes, geistliches Leben zu haben. Hier geht es um Nähe, eine enge Verbindung, Vertrautheit, eine Beziehung, Gemeinschaft. Ein Wochenend- oder Teilzeitgott funktioniert einfach nicht. Gott will zu jeder Zeit unser ganzes Herz, so wie auch Er uns zu jeder Zeit Sein ganzes Herz gibt. In Johannes 17:3 gab Jesus uns eine Definition für das ewige Leben: „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

    Vor vielen Jahren führte ich einmal ein Beratungsgespräch mit einem jungen Paar aus unserer Gemeinde. Sie wollten heiraten. Und die junge Frau hatte einen dieser Namen, die man unterschiedlich aussprechen kann. Also fragte ich sie: „Wie sprechen Sie Ihren Namen genau aus? So? Oder so?“ Sie sah ihren Verlobten an und sagte: „Sag du es ihm.“ Aber er wusste es nicht. Das war ein sehr schwieriges Gespräch. Sie wollten heiraten und er wusste nicht einmal, wie man ihren Namen ausspricht. Sie waren schon seit sieben oder acht Monaten ein Paar und er wusste es nicht. Das war nicht gut. Da sie heiraten wollten, hätten sie sich wahrscheinlich ein wenig näher sein sollen. Der Punkt ist: Gott will eine enge Beziehung mit uns haben.

    Das W steht für weise. Natürlich ist Gott weise. Das ist interessant: In Römer 16:27 und 1. Timotheus 1:17 sowie den Versen in Richter 25 heißt es, dass Gott allein weise ist. Alle diese Verse stehen im Zusammenhang mit dem Rätsel der Erlösung, das über Generationen hinweg verborgen war.
    Niemand wusste, was passieren würde. Salomo sah die Notwendigkeit einer geistlichen Wiedergeburt, aber er wusste nicht, wie das je geschehen konnte. Dieses Rätsel war in Gott verborgen. Gott allein ist weise. Er sieht, was niemand sonst sieht. Und ich will Ihnen sagen: Sie können darauf vertrauen, dass Gott Sie in Ihren derzeitigen Umständen führt und leitet. Er sieht Dinge, die Sie nicht sehen. Er weiß Dinge, die Sie nicht wissen. Er ist weise.

    Gut, das X. Sie wissen, was jetzt kommt, stimmts? Es ist Xenos, x-e-n-o-s. Das ist das griechische Wort für einen Fremden: Xenos. Gott liebt Fremde. In 5. Mose 10:19 sagte Er: „Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.“ Jesus sagte: „Ich war ein Fremder, und ihr habt mich aufgenommen.“ Wir dürfen nicht vergessen, wo wir hergekommen sind.

    Nur ein Wort an die Cottonwood-Gemeinde hier: Lassen Sie nicht zu, dass es in unserer Mitte Außenseiter gibt. Lassen Sie uns keine eingeschworene Gemeinschaft sein, von der sich die Leute ausgeschlossen fühlen. Wir müssen offen für sie sein. Vergessen Sie nicht, wo Sie hergekommen sind.

    Nachdem ich in der kleinen Mission gerettet wurde, ging ich in eine Pfingstgemeinde, aber dort sprach niemand mit mir. Sie fürchteten sich vor mir. Ich sah nicht aus wie sie. Ich sah mir Dick Cavett an, was soll ich sagen? Die Mehrheit der Leute gab mir nicht das Gefühl, willkommen zu sein. Das Einzige, was manche zu mir sagten, war, dass es Sünde sei, als Mann so langes Haar zu haben. Das war ihre Art zu sagen: „Hallo, ich heiße… schön, dass du da bist.“ Lassen Sie uns Fremde lieben. Denken Sie daran, dass auch Sie ein Außenseiter waren, bevor Sie gerettet wurden. Aber dann berührte Gott Ihr Herz und Sie fühlten sich unbehaglich. Sie wollten nur ganz hinten sitzen und sich alles einmal ansehen. Viele Menschen haben eine wilde Vergangenheit. Sie hatten viele Sexpartner, gingen in Klubs, rauchten Dope und so weiter. Dann wurden sie gerettet und jetzt sind sie es, die mit dem Finger auf andere zeigen: „Sieh nur, dieses kurze Kleid und das im Haus Gottes!“ Hey! Haben Sie vergessen, wo Sie hergekommen sind? Wir müssen Fremde lieben.

    Das Y steht für eine Weggabelung. Gehen Sie neue Wege. Entdecken Sie Neues über sich und Gott.

    Z. Wir sind also gleich fertig. Zielstrebigkeit. Als die Leute den Tempel in einen Marktplatz und eine Diebeshöhle verwandelten, warf Jesus die Tische um und trieb die Händler mit einer Peitsche hinaus… und diese Reaktion entsprang nicht nur der Hitze des Augenblicks. Ich meine, die Bibel sagt, Jesus machte eine Peitsche. Das dauerte seine Zeit, also handelte Er nicht spontan aus Seinem Ärger heraus. Er machte die Peitsche und sagte: „Macht euch auf etwas gefasst.“ Und dann trieb Er sie alle aus dem Tempel und die Jünger erinnerten sich an den Vers: „Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.“ Und ich glaube, wir müssen Eifer für das Haus Gottes entwickeln und zielstrebig für Gott wirken. Gott sagt: „Meine Augen sind immer auf mein Haus gerichtet.“ Wir sollten Gottes Haus lieben. Wir sollten es lieben, uns mit anderen Christen zu treffen und alle einladen, die zerbrochen, einsam und ausgestoßen sind. Wir sollten Eifer für das Haus Gottes entwickeln.

    Bitte beugen Sie Ihren Kopf und schließen Sie die Augen. Ich will für Sie beten. Vater, ich segne Dein Volk. Und wenn wir gehen, bete ich, dass wir das Gefühl Deiner Gegenwart mitnehmen. Wir danken Dir, dass Du so wunderbar bist, Gott. Du bist bei uns. Du wohnst in uns. Du führst und leitest uns. Du vergibst uns. Du sprichst zu uns. Du bist freundlich. Danke.

    In dieser zweiteiligen Predigt habe ich sechsundzwanzig Gedanken über Gott mit Ihnen geteilt, aber ich habe noch weit mehr Gedanken über ihn. Vielleicht habe ich eine lebhafte Fantasie oder einen überaktiven Sinn. Ich weiß es nicht, aber bei unserem Gott gibt es kein Ende. Wir können weder Seine Tiefe noch Seine Höhe ergründen. Er ist in jeder Hinsicht erstaunlich. Es wird Ihnen in der Ewigkeit sicher nicht langweilig werden. Manche Menschen denken: „Wenn ich mein Leben Jesus gebe, ist es vorbei. Dann bin ich nur noch ein langweiliger Christ.“ Aber langweilig und Christ – das passt nicht zusammen. Bei einem langweiligen Christen stimmt irgendetwas nicht! Vielleicht wurde er religiös erzogen. Aber wenn Sie entdecken, wie wunderbar Gott ist, wird das Ihr ganzes Leben verändern. Wir dienen einem wunderbaren Gott. Leider ist unsere Zeit jetzt vorüber. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal.

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