Fünf wichtige Begriffe

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Comments

  • Jule sagt:

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    Fünf wichtige Begriffe
    02.06.2013
    Pastor Bayless Conley

    Hallo! Ich möchte heute über fünf sehr wichtige Begriffe sprechen. Sie haben großen Einfluss auf unser Leben, und sie stehen für Tatsachen, die jeder von uns wissen sollte. Sehen wir uns diese Wörter zusammen an.

    Gut, fünf wichtige Begriffe. Das erste Wort ist Glauben. Sagen Sie alle: Glauben. Hebräer 11, Vers 1. Da heißt es:

    Hebräer11:1

    „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“

    Beim Glauben geht es um unsichtbare Realitäten. Für das, was Sie sehen können, brauchen Sie keinen Glauben. Glaube bedeutet, Gott für etwas zu vertrauen, das Sie noch nicht haben. Glaube ist kein Knopf, den Sie im Notfall drücken. Glaube ist ein Lebensstil. Die Bibel sagt, der Gerechte wird aus Glauben leben; in der Zuversicht dessen, was er hofft, in der Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Das ist Gottes Wille für unser Leben. In Vers 6 heißt es sogar, ohne Glauben ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen. Unser Lebensstil muss von unserem Glauben geprägt sein, damit er Gott gefällt. Martin Luther sagte: „Gott, unser Vater, hat alles vom Glauben abhängig gemacht, damit jeder, der Glauben hat, alles bekommt, und jeder, der keinen Glauben hat, nichts bekommt.“

    Der Glaube ist sowohl in den Verheißungen als auch der Person Gottes verankert und aus beidem gewinnt er Kraft und Leben. Sprechen wir zuerst über die Verheißungen. Der Glaube basiert auf Gottes Verheißungen.

    Die American Standard Bible sagt in Römer 4:20 über Abraham: „Indem er auf die Verheißung Gottes sah, wurde Abraham stark im Glauben.“ Er konzentrierte sich auf die Verheißung und bezog Glauben daraus. Die Verheißung stützte und festigte seinen Glauben; sie bewirkte, dass sein Glaube stärker wurde. Sicher kennen Sie den Vers Römer 10:17: „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“ Wir bekommen Glauben durch das Hören von Gottes Wort. In der New English Bible lautet dieser Vers: „Der Glaube wird erweckt durch das Hören der Botschaft.“ Der Glaube wird erweckt durch das Hören der Verheißungen.

    Einer meiner Freunde, der auch Pastor ist, erzählte mir einmal eine Geschichte, die ihm ziemlich peinlich ist. Eine Frau aus seiner Gemeinde, die gerade eine sehr schwierige Phase durchmachte, kam zu ihm in die Seelsorge und schüttete ihm ihr Herz aus. Und während sie noch redete, schlief er ein. Dreißig Minuten später wachte er auf. Die Frau war fort und vor ihm lag ein Zettel, auf dem stand:

    „Pastor, Sie scheinen sehr müde zu sein. Vielleicht sollten Sie nach Hause gehen und sich schlafen legen.“

    Ein schlafender Pastor kann Ihnen nicht helfen; ein schlafender Maurer baut nichts, eine schlafende Wache warnt Sie nicht, ein schlafender Koch macht Sie nicht satt, ein schlafender Soldat verteidigt Sie nicht und ein schlafender Glaube nützt Ihnen nichts. Ein erweckter Glaube hingegen kann handeln; ein erweckter Glaube kann etwas tun. Ein Glaube, der erweckt wurde, handelt fast unbewusst. Glaube wird erweckt durch Hören und er wird freigesetzt durch Taten. Im Jakobusbrief heißt es, Glaube ohne Taten ist tot. Er ist leblos und hat keine Kraft. Bestenfalls befindet er sich in tiefem Schlaf. Aber Glaube wird erweckt durch Hören und dann wird er freigesetzt und steigt zu Gott empor. In Hebräer 11 lesen wir von all den Helden und Heldinnen des Glaubens. Abel gab im Glauben; Noah baute im Glauben; Abraham gehorchte im Glauben; Sara empfing im Glauben; und Mose weigerte sich im Glauben. Warum? Sie handelten in ihren speziellen Umständen gemäß dem Wort Gottes. Ihr Glaube wurde freigesetzt. Und ich glaube nicht, dass sie sich selbst als große Männer und Frauen Gottes ansahen. Sie handelten einfach. Sie sehen, Glaube muss freigesetzt werden.

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    Unser Glaube ist keine trockene, sterile Formel, nach der wir handeln. Er wird aus einer Beziehung heraus geboren. Wir glauben die Verheißungen einer Person. Aber das Wort Gottes wird Ihnen nichts nützen, wenn Sie keine Beziehung mit Ihm haben. Verbringen Sie Zeit mit Jesus. Bleiben Sie in enger Verbindung mit Jesus, füllen Sie sich mit Gottes Wort, nehmen Sie es in sich auf. Sie sollten sein wie ein voll gesogener Schwamm, aus dem das Wasser tropft, wenn man ihn zusammendrückt. Saugen Sie die Gegenwart und das Wort Gottes in sich auf, damit das Wort aus Ihnen herauskommt, wenn die Umstände des Lebens Sie drücken. Das wird Ihr Leben verändern.

    Gut, der zweite wichtige Begriff ist Demut. Sagen Sie alle: Demut. Eine der traurigsten Geschichten in der Bibel ist die von König Saul. Er wurde von Gott zum ersten König Israels erwählt. Er wurde von Gott erhoben und gesalbt und einer der Gründe, warum Gott Saul erwählte, war die Tatsache, dass er demütig war. Obwohl er mit seiner Körpergröße alle anderen weit überragte, war er ein zurückhaltender König. Als seine Krönung stattfinden sollte, versteckte er sich. Er wollte nichts damit zu tun haben. Aber später holte ihn die Eitelkeit doch noch ein. Er baute sich ein Denkmal und hörte nicht mehr auf seinen Mentor Samuel, weil er glaubte, schon alles zu wissen. Am Ende war er weit entfernt von Gott und starb in Schande. Samuel traf voll ins Schwarze, als er in 1. Samuel 15 zu Saul sagte: „Wurdest du nicht, als du gering in deinen Augen warst, das Oberhaupt der Stämme Israels? Und der Herr salbte dich zum König über Israel.“ Als du gering in deinen Augen warst. Wir müssen in unseren Augen gering bleiben.

    Bevor wir 1983 die Cottonwood-Gemeinde gründeten, war ich einige Jahre lang Hilfspastor in einer kleinen Gemeinde. Einmal hatte der Pastor einen Mann eingeladen, mit dem wir eine Art Stadtevangelisation machen wollten. Er war früher Rock-’n’-Roll-Musiker gewesen. Man kannte ihn zwar nicht als Frontmann, aber er hatte einige Lieder geschrieben, für die er sogar Platin bekommen hat. Dann wurde er gerettet und gab jetzt sein Zeugnis. Wir dachten, das würde die Leute anziehen, weil sie seine Lieder kannten. Er sagte zu und wir machten in der ganzen Stadt Werbung und trommelten noch einige andere Gemeinden zusammen. 24 Stunden vor der Veranstaltung rief er an und fragte: „Wie groß ist Ihre Gemeinde doch gleich?“ Wir sagten es ihm. Da meinte er: „Ich komme nicht.“ Wir sagten: „Aber Sie haben zugesagt. Wir haben Werbung gemacht. Es ist zu spät, alles abzusagen.“ Er sagte: „Nein, in so eine kleine Gemeinde komme ich nicht. Vergessen Sie es.“ Dann legte er auf. Am nächsten Abend war die Gemeinde brechend voll. Ich sollte abwechselnd mit einem anderen Mann predigen. Ich sagte: „Es tut mir leid, aber der Mann, den wir angekündigt hatten, ist nicht hier.“

    In den folgenden Jahren stürzte er total ab. Seine Ehe ging in die Brüche, er verlor sein Vermögen und wurde krank. Ich war zwar traurig, das zu hören, aber ich war nicht überrascht. Einige Jahre später waren Janet und ich auf einer Pastorenkonferenz. Wie sich herausstellte, war der Mann Mitglied der Gemeinde, deren Pastor das Treffen leitete. Dieser rief ihn herbei und sagte: „Bitte erzähl den Pastoren deine Geschichte.“ Er begann: „Ich hatte alles und habe alles verloren. Alles war ruiniert – meine Ehe, mein Vermögen und meine Gesundheit. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch und war reif für die Psychiatrie. Als ich am absoluten Tiefpunkt angelangt war, schrie ich zu Gott und bat Ihn um Gnade und Vergebung für meinen Stolz.“ Im Buch der Sprüche heißt es, der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn. „Gott vergab mir und in den letzten Jahren hat Er mir alles zurückgegeben, was ich verloren hatte. Heute geht es mir besser als je zuvor und ich bin dankbar, dass ich Gott dienen darf. Ich will überall hingehen, wo Er mich hinschickt, sei es in eine große oder eine kleine Gemeinde.“ Er hatte sich völlig verändert. Das freute uns sehr. Aber dafür hatte er eine harte Lektion lernen müssen!

    Ich will Ihnen einen Vers vorlesen, Römer 12:16 aus der New Living Bible: „Lebt in Frieden miteinander. Versucht nicht, euch wichtig zu machen, sondern genießt die Gesellschaft ganz normaler Menschen. Und glaubt nicht, alles zu wissen.“ Ein guter Rat.

    Der dritte wichtige Begriff ist Humor. In Prediger 3:4 heißt es, es gibt eine Zeit fürs Lachen. Sprüche 17:22: „Ein fröhliches Herz fördert die Genesung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“ Ein weiteres Zitat von Martin Luther lautet: „Wenn Gott keinen Spaß verstünde, würde ich nicht in den Himmel wollen.“ Humor verhindert, dass Sand ins Getriebe des Lebens kommt. Manche von Ihnen lachen nicht annähernd so viel wie sie es sollten. Gott hat Humor, davon bin ich überzeugt.

    Sehen Sie in den Spiegel. Das ist der Beweis.

    In einem Land, wo ich einmal predigte, gab es einen Mann, der sowohl in der Politik als auch in der Gemeinde eine hohe Position besetzte. Er fragte: „Bayless, kannst du dir einen Nachmittag Zeit nehmen? Ich möchte dich mit einigen jungen Leitern bekannt machen.“ Ich sagte: „Ja, gerne.“ Als ich die jungen Männer traf, die er extra hatte einfliegen lassen, dachte ich: „Du hast das falsch herum angepackt. Ich sollte derjenige sein, der zu ihnen fliegt und zu ihren Füßen sitzt.“ Wir trafen uns in einem schönen Hotel und setzten uns an einen Tisch. Wir waren etwa zehn Leute. Der Mann neben mir fragte mich nach meiner Familie, meinen Kindern und allem Möglichen. Dann fragte ich: „Und wie steht es mit Ihrer Familie?“ Er sagte: „Meine drei Frauen sind sehr zufrieden, meine Kinder sind glücklich und unser Dienst läuft gut.“ Ich dachte: „Okay…“ und versuchte, mir nichts anmerken zu lassen. Ich wusste, dass der Präsident des Landes mehrere Frauen hatte, deshalb dachte ich, das sei vielleicht auch in der Gemeinde so üblich. Ich versuchte, ein ausdrucksloses Gesicht zu machen, während mein Gehirn… Nach drei oder vier Minuten fing er laut an zu lachen. Alle Männer am Tisch lachten und hörten gar nicht mehr auf. Da wurde mir klar, dass sie mich auf den Arm genommen hatten. Aber als wir alle zusammen lachten, fielen sämtliche Barrieren und es herrschte eine tolle Kameradschaft. Es ist erstaunlich, welche Kraft Humor hat. Manchmal müssen wir einfach lachen.

    Gut, das vierte wichtige Wort lautet Familie. Sagen Sie alle: Familie. Psalm 128, ab Vers 1:

    Psalm 128:1-4

    „Wohl jedem, der den Herrn fürchtet, der in seinen Wegen wandelt! Du wirst dich nähren von der Arbeit deiner Hände; wohl dir, du hast es gut! Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses; deine Kinder wie junge Ölbäume rings um deinen Tisch. Siehe, so wird der Mann gesegnet, der den Herrn fürchtet.“

    Ihre Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock, Ihre Kinder wie junge Ölbäume rings um Ihren Tisch. Das ist ein Bild von Gemeinschaft, Fruchtbarkeit und Harmonie. Aber auch Weinstöcke und Ölbäume müssen gepflegt werden, sonst ist die Ernte verloren.

    In meinem Garten steht ein 60 Jahre alter Olivenbaum. In einem Jahr beschloss ich, die Oliven zu ernten und einzulegen. Ich hatte jeweils ein Familienrezept von meinen griechischen Freunden und von meinen italienischen Freunden. Ich machte mich begeistert an die Arbeit. Ich erntete den ganzen Tag Oliven. Die ganze Küche war voll damit. Dann wusch ich sie und fing an, sie zu entkernen und in jeder Olive war ein Wurm. Als ich ein wenig nachforschte, fand ich heraus, dass der Baum schon beim Import von Europa von einer kleinen Fliege befallen war. Wenn man sich nicht um den Baum kümmert, legt sie in der Olive ihre Eier ab und verdirbt so die ganze Ernte.

    Genauso wichtig ist es, dass Sie sich um Ihre Familie kümmern. Vernachlässigen Sie Ihre Familie nicht. Lassen Sie Ihre Familie nicht leiden, während Sie Ihre Träume verwirklichen. Der Preis ist zu hoch. Wenn wir Gott gehorsam sein wollen, müssen wir hin und wieder ein Opfer bringen, aber es gibt auch unnötige Opfer. Und diese unnötigen Opfer sind es, die Sie wirklich etwas kosten. Wenn Sie schon einige Zeit Christ sind, wissen Sie, dass Ihnen auf dem Weg mit Gott manchmal Opfer abverlangt werden. Aber wenn Sie Gott gehorsam sind, schenkt Er Gnade für Sie und Ihre Familie.

    Ich mache seit 28 Jahren Fernsehsendungen. Das hat Gott mir ganz besonders ans Herz gelegt. Ich weiß, dass ich es tun soll und ich weiß, dass unsere Gemeinde dabei mitwirken soll. Aber am Anfang musste ich dafür ins Studio gehen und das kostete alles sehr viel Zeit. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich wieder einmal ins Studio musste. Harrison, unser Ältester, war damals noch sehr klein. Er fragte: „Daddy, musst du wirklich gehen?“ Ich sagte: „Ja, mein Sohn.“ Da fing er an zu weinen. Er sagte: „Daddy, du fehlst mir. Bitte geh nicht!“ Ich sagte: „Ich muss, mein Sohn.“ Ich stieg ins Auto und fuhr die Straße hinunter. Einen Block weiter hielt ich an, legte meinen Kopf auf das Lenkrad und weinte. Ich sagte: „O Gott.“ Und an diesem Abend traf ich die Entscheidung, die Sendungen ab sofort bei mir zu Hause zu produzieren. Ich rechnete mir aus, dass ich dann, bis mein Sohn 18 war, 365 Abende mehr mit ihm verbringen konnte – so viel wie die Abende eines ganzen Jahres. Also machte ich mich daran, die Aufnahmen zu mir nach Hause zu verlegen. Aber ich brauchte Gottes Gnade, denn ich wollte Ihm gehorsam sein. Wir müssen darauf achten, dass wir nicht das Rasensprinkler-Syndrom bekommen. Der Rasen wird zwar wunderschön und üppig, wenn er besprengt wird, aber ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass das Gras direkt um den Sprinkler herum tot ist? Das ganze Wasser fällt auf das Gras, das weiter entfernt ist und der Rasen um den Sprinkler herum bekommt nichts davon ab. Im Leben mancher Menschen sieht es genauso aus. Sie stecken all ihre Energie und ihre Zeit in ihre Arbeit, andere Menschen und alles Mögliche und diejenigen, die ihnen am nächsten stehen – ihre Frau und ihre Kinder, also ihr Weinstock und ihre Ölbäume – bekommen überhaupt keine Aufmerksamkeit. Gott liegt die Familie sehr am Herzen. Er hat keine Mühe gescheut, um Seine Familie zu retten. Jesus hat Sein Blut vergossen, um uns zum Teil der Familie Gottes zu machen.

    Bitte schlagen Sie jetzt mit mir das Buch Daniel auf. Daniel, Kapitel 6. Wir kommen jetzt zu unserem fünften und letzten Begriff und das ist Exzellenz. Bitte sagen Sie: Exzellenz. Ein Mann aus der Gemeinde hat meiner Frau und mir ein wunderschönes Bild aus Buntglas geschenkt. Als einer unserer Freunde, der sich damit auskennt, es sah, sagte er: „Das ist ein schönes Stück. Wer immer das gemacht hat, war sehr genau und gewissenhaft. Das ist eine exzellente Arbeit.“ Daniel sagt hier etwas ganz Ähnliches. Kapitel 6, Vers 2:

    Daniel6:2-4

    „Darius aber befand es für gut, 120 Satrapen (Statthalter) über das Reich zu setzen, die im ganzen Reich verteilt sein sollten, und über diese drei Minister, von denen Daniel einer war; diesen sollten jene Satrapen Rechenschaft ablegen, damit der König keinen Schaden erleide. Da sich nun dieser Daniel vor allen Ministern und Satrapen auszeichnete, weil ein so vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich der König vor, ihn über das ganze Reich zu setzen.“

    Daniel hob sich von den anderen ab, weil er einen vortrefflichen, exzellenten Geist hatte. Hier geht es darum, wie er dachte und handelte. Er machte nie etwas nur halb oder mittelmäßig. Er tat immer mehr als nötig. Er tat mehr als die anderen. In der New-American-Standard-Übersetzung heißt es, Daniel besaß einen außergewöhnlichen Geist. Nun, außergewöhnlich ist gewöhnlich mit einer Zugabe. Er hob sich von den anderen ab, weil er ein wenig mehr tat, ein wenig weiter ging und dem Gewöhnlichen noch ein klein wenig hinzufügte.

    In Sprüche 22:29 heißt es: „Siehst du jemand tüchtig in seinem Geschäft – bei Königen wird er im Dienst stehen; er wird nicht bei unbedeutenden Leuten dienen.“

    Und in Sprüche 18:16 lesen wir: „Ein Geschenk macht dem Menschen Raum und verschafft ihm Zutritt zu den Großen.“

    Ich will diesem Vers noch etwas hinzufügen. Nicht das bloße Geschenk eines Menschen verschafft ihm Raum und Zutritt zu den Großen, sondern das weiterentwickelte Geschenk eines Mannes. Die Friedhöfe sind voll mit unentwickelten, unverfeinerten Fertigkeiten. Was immer Sie tun – setzen Sie alle Ihre Fähigkeiten dabei ein. Die Bibel sagt, wir sollen für den Herrn wirken, als wäre Jesus unser Chef, der uns dabei zusieht. Das gilt auch für die kleinen Dinge, denn sie lassen erkennen, wie wir mit den großen umgehen werden. Entwickeln Sie Ihre Gaben. Wozu auch immer Sie berufen sind – tun Sie es mit Exzellenz, damit Gott Ihnen Gunst, Gelegenheiten und Aufgaben gibt. Ich bete, dass Er Ihnen hilft, eine Ernte einzubringen, sei es, indem Sie anderen dienen, sie lieben oder auferbauen; indem Sie wachsen, geben, trösten, weissagen, bauen, mit anderen zusammenarbeiten, singen und heilen oder tun, wozu auch immer Er Sie befähigt hat. Tun Sie es zur Herrlichkeit Gottes. Tun Sie es mit Exzellenz. Die Bibel sagt von Jesus, dass Er alles gut gemacht hat. Gott sah, was Er getan hatte und siehe, es war sehr gut. Und weil wir Seine Nachkommen sind, sollte sich auch alles, was wir tun, durch Exzellenz auszeichnen.

    Gehen wir kurz zu unserem vierten Begriff zurück – Familie. Wie ich schon sagte, scheute Gott keine Mühe, um Seine Familie zu retten. Er war eins und vollständig in sich selbst – Vater, Sohn, Heiliger Geist. Eine perfekte Einheit. Aber Er wünschte sich eine Familie. So erschuf Er den Menschen nach Seinem Bild. Und dann tat Er etwas äußerst Riskantes: Er gab ihnen einen freien Willen, denn wo kein freier Wille ist, gibt es auch keine Liebe. Ohne einen freien Willen gibt es keine Liebe. Das war eine gefährliche Sache für Gott. Er gab den Menschen die Fähigkeit, Nein zu Ihm zu sagen, Ihn abzulehnen, sich von Ihm abzuwenden. Aber gleichzeitig hatten sie die Möglichkeit, Ihn aus ihrer freien Entscheidung heraus zu lieben.

    Sie kennen die Geschichte. Adam kehrte Gott den Rücken. Er sagte: „Gott, ich will sein wie du. Ich will selbst entscheiden, was richtig und falsch, was gut und böse ist. Ich will nicht unter deiner Autorität stehen. Ich setze meine eigenen Maßstäbe.“ Gott warnte ihn: „Tu was du willst, aber übertrete nie dieses eine Verbot, sonst wirst du sterben.“ Und Adam starb geistlich. Seine Beziehung mit Gott ging in die Brüche. In Römer 5 lesen wir, dass aufgrund von Adams Übertretung jetzt die ganze Menschheit von Gott getrennt ist. Das spürt jeder intuitiv. Ich sage Ihnen: Auch wenn Sie eine oder meinetwegen auch fünf neue Freundinnen haben – sie können diesen leeren Raum in Ihrem Inneren nicht füllen. Auch ein neuer Ehemann kann diesen Raum nicht ausfüllen. Sie können ihn nicht mit Geld oder Gegenständen füllen, mit Religion, Ritualen, Drogen, Sex oder Alkohol. Nur Gott kann ihn ausfüllen. Wir wurden gemacht, um mit Ihm zu reden und zu leben, aber aufgrund der Sünde sind wir von Gott getrennt. Doch Gott tat etwas Unfassbares! Er plünderte den Himmel und bezahlte den Preis für unsere Erlösung. Er sandte Seinen Sohn und Jesus, der ein sündloses Leben führte, ging freiwillig ans Kreuz und bezahlte die Strafe für unsere Sünden. Er starb für alles, was wir je falsch gemacht haben. Am dritten Tag wurde Er von den Toten auferweckt und jetzt ist der Weg zu Gott für uns offen, weil der Preis bezahlt wurde.

    Das erinnert mich an eine Geschichte, die ich einmal las. Ein kleiner Junge verbrachte viele Stunden damit, ein kleines Boot zu basteln. Er schmirgelte es gewissenhaft ab, malte es an und befestigte die Segel. Als er fertig war, schrieb er seinen Namen darauf. Er war so stolz auf sein Boot! Dann setzte er es mit einer langen Schnur daran auf den Fluss. Doch bald geriet das Boot in eine starke Strömung und die Schnur riss. Er rannte ihm nach, aber es wurde immer weiter weggetragen, bis er es schließlich aus den Augen verlor. Der Junge stand da und weinte. Sein Boot war weg. Als er jedoch einige Tage später in die Stadt kam, entdeckte er das Boot mit seinem Namen darauf im Schaufenster eines Geschäfts! Er ging hinein und sagte: „Das ist mein Boot.“ Der Ladenbesitzer erwiderte: „Nun, du kannst es kaufen. Neulich kam jemand zu mir und hat es mir verkauft. Wenn du es haben willst, musst du zehn Dollar dafür bezahlen.“ Der Junge sagte: „Zehn Dollar!“ Er ging nach Hause, plünderte sein Sparschwein und verdiente sich ein wenig Geld, indem er für seine Mutter und die Nachbarn einige Arbeiten erledigte. Schließlich hatte er die zehn Dollar zusammen. Er fuhr zu dem Geschäft und legte sein Geld auf den Ladentisch. Das war alles, was er hatte. Der Ladenbesitzer sagte: „Okay, das Boot gehört dir.“ Auf dem Heimweg presste der Junge das Boot fest an seine Brust und sagte: „Jetzt gehörst du mir. Zuerst, weil ich dich gemacht habe und jetzt, weil ich dich gekauft habe.“ Und wissen Sie was? Wir gehören Gott; erstens, weil Er uns gemacht hat und zweitens, weil Er uns erkauft hat.

    Vielleicht haben Sie noch keinen Frieden mit Gott geschlossen. Aber Sie müssen wissen, dass Er Sie liebt. Es spielt keine Rolle, was Sie getan haben. Gott ist nicht ärgerlich auf Sie. Er liebt Sie. Er wird Sie nicht abweisen, wenn Sie zu Ihm kommen. Die Bibel sagt, wenn Sie in Ihrem Herzen glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und Ihn mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, bringt Gott Sie in eine Beziehung zu Ihm hinein, die man Erlösung nennt. Gott wartet mit weit geöffneten Armen auf Sie. Hier geht es nicht um Rituale oder Zeremonien. Es geht um eine innige, lebendige Beziehung mit dem Gott, der Sie erschaffen hat. Vielleicht hatten Sie früher schon einmal eine Begegnung mit Jesus, aber jetzt ist Ihr Herz wieder meilenweit von Ihm entfernt. Sie sind heute in Gottes Haus und das ist gut, aber wenn Jesus heute wiederkäme, wären Sie nicht bereit, Ihn zu treffen. Vielleicht sind Sie faul geworden und von Gott abgedriftet oder Sie hängen mit den falschen Leuten herum, die einen schlechten Einfluss auf Sie haben. Vielleicht hat ein Leiter, zu dem Sie aufgesehen haben, gesündigt und das hat einen Keil zwischen Sie und Gott getrieben. Aber es ist Zeit, nach Hause zu kommen. Verlorene Söhne, verlorene Töchter, Gott ruft Sie. Bitte schließen Sie für einen Moment die Augen und senken Sie den Kopf. Wir wollen alle zusammen ein Gebet sprechen. Sagen Sie:

    Gott, ich komme jetzt zu Dir. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Christus Dein Sohn ist. Ich glaube, dass Er starb, um meine Sünden auszulöschen und dass Er von den Toten auferweckt wurde. Jesus, ich gebe Dir mein Leben. Sei Du mein Herr. Von diesem Moment an lege ich alles, was ich bin und habe, in Deine Hände, Jesus. Ich will gehen, wohin Du mich führst. Amen. Wunderbar.

    Wunderbar.

    Bevor ich heute zum Schluss komme, möchte ich noch ein Wort an alle Pastoren, Evangelisten und Lehrer des Wortes richten. Ich will Sie ermutigen, nicht aufzugeben. Gott ist treu; Er wird Sie für Ihre Mühe belohnen. Ich glaube, wenn wir nicht aufgeben, werden wir am Ende gewinnen. Ich weiß, es ist oft schwierig und manchmal scheint es, als hätten Sie keinen einzigen Freund auf der Welt. Aber Sie haben einen Freund, der Ihnen näher ist als ein Bruder. Sein Name ist Jesus und Er hat Sie nicht vergessen. Bis zum nächsten Mal.

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