Du bist die Antwort auf ein Gebet

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Comments

  • Jule sagt:

    Du bist die Antwort auf mein Gebet
    21.04.2013
    Pastor Bayless Conley

    Wir alle wünschen uns, dass unsere Gebete erhört werden. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass Sie für jemand anderen die Antwort auf sein Gebet sein könnten? Wenn Gott in unser Leben eingreift und unser Leben segnet, tut Er das oft durch andere Menschen. Wie wäre es, wenn wir uns von Gott als Segen im Leben eines anderen Menschen gebrauchen lassen? Heute soll es darum gehen, die Antwort auf das Gebet von anderen Menschen zu sein. Schauen wir, was die Bibel dazu sagt.

    In Apostelgeschichte 9 lesen wir von Saulus von Tarsus. Er ist ein religiöser Fanatiker und hat bisher die Gemeinde Jesu verfolgt. Er meint, sein Vorgehen sei in Gottes Sinn, aber er erkennt nicht, dass er eigentlich gegen Gott kämpft. Er lässt Christen schlagen, ins Gefängnis werfen und in einigen Fällen auch hinrichten. Und jetzt ist er auf dem Weg nach Damaskus mit Briefen von den Hohenpriestern, damit er jeden verhaften und als Gefangenen nach Jerusalem bringen kann, der sich zu Jesus bekennt. Doch auf der Straße nach Damaskus hat er eine Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, die sein Leben verändert. Er wird vorübergehend blind, wird in die Stadt geschickt und erhält den Auftrag: „Geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst!“ Weiter geht es in

    Apostelgeschichte 9:10-12
    „Es war aber ein Jünger in Damaskus, mit Namen Hananias; und der Herr sprach zu ihm in einer Erscheinung: Hananias! Er aber sprach: Siehe, hier bin ich, Herr! Der Herr aber sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, welche die Gerade genannt wird, und frage im Haus des Judas nach einem mit Namen Saulus von Tarsus! Denn siehe, er betet; und er hat in der Erscheinung einen Mann mit Namen Hananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend werde.“

    Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass Hananias als Jünger bezeichnet wird. Er ist kein Apostel oder Prophet, sondern ein ganz normaler Christ. Ein Jünger ist jemand, der Jesus nachfolgt. Doch dieser Hananias besaß etwas ziemlich Wertvolles und ich glaube, danach sucht Gott bei uns Menschen. Hananias besaß Bereitschaft. Als Jesus sagte: „Hananias“, antwortete er: „Hier bin ich, Herr. – Wohin soll ich gehen? Was soll ich tun? Ich bin bereit. Ich gehöre dir, Herr.“ Und Jesus sagte ihm in etwa: „Du wirst die Antwort auf das Gebet eines Mannes sein. Saulus von Tarsus betet und ich schicke dich mit der Antwort.“ Man sollte meinen, dass Hananias sagt: „Okay, Herr, wird gemacht.
    Gehen wir!“ Doch in Wirklichkeit antwortete er nicht so. Ab Vers 13.

    Apostelgeschichte 9:13-14
    „Hananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat. Und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu binden, die deinen Namen anrufen.“

    „Ähm, Herr, als ich sagte: Hier bin ich, dachte ich nicht, dass es gefährlich oder unangenehm sein könnte.“ Wenn wir eine solche Haltung der geistlichen Bereitschaft einnehmen, muss uns bewusst sein, dass diese Einstellung uns höchstwahrscheinlich aus unserer bequemen Ecke herausführen wird. Es gibt viele Menschen wie Hananias, die sagen: „Herr, ich bin bereit, aber bitte lass es nicht so schwer sein. Ich bin bereit, solange es nicht unbequem oder unpopulär oder gefährlich ist. Ich bin bereit, aber es darf nicht teuer oder langweilig oder ungewöhnlich sein.“

    Das erinnert mich an den jungen reichen Mann, der zu Jesus kam. Er hatte eine ähnliche Einstellung. Er fragte: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“ Jesus sagte: „Halte die Gebote.“ Er fragte: „Welche?“ und Jesus nennt einige. Darauf sagt er: „Die habe ich seit meiner Kindheit gehalten.“ Jesus schaut ihm ins Herz und sagt: „Eines fehlt dir. Verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen und folge mir nach.“ Der junge Mann ging traurig weg, weil er sehr reich war.
    Man könnte sagen, sein Besitz besaß ihn. „Herr, als ich zu dir kam, dachte ich, ich würde etwas tun, das ich auch gern will. Mir war nicht klar, dass ich nun etwas tun soll, das ich eigentlich gar nicht machen will.“ Trotzdem brauchen wir diese bereitwillige Haltung. Und Jesus sagt in Vers 15 zu Hananias: „Geht.“ In Vers 17 ging Hananias los. Und weil ein Jünger, ein normaler Christ, Gott gehorchte, änderte sich der Lauf der Geschichte – weil er tat, was Jesus ihm auftrug. Aus Saulus von Tarsus wurde der Apostel Paulus. Er evangelisierte und gründete Gemeinden überall in der damals bekannten Welt. Er schrieb etwa die Hälfte des Neuen Testaments, wie es uns heute vorliegt und all das nur, weil jemand sich als Gebetserhörung gebrauchen ließ.

    Vielleicht kennen Sie schon Teile meiner eigenen Geschichte. Ich war völlig durcheinander und verzweifelt und suchte nach Gott. Eines Nachts lag ich in den Bergen auf der Motorhaube meines Autos und betete: „Gott, wenn das alles stimmt, wenn Jesus Dein Sohn ist und das Evangelium wahr ist, was ist dann hiermit und damit?“ Ich stellte Gott eine Reihe von Fragen, und zwar lautstark – und bekam keine Antworten. Am nächsten Abend saß ich zusammen mit lauter heruntergekommenen Typen und Drogenabhängigen in einer kleinen Missionsstation. Und nacheinander standen Christen auf, zitierten meine Fragen fast wörtlich und beantworteten sie von der Bibel her. An dem Abend wurde ich Christ.

    Sie alle, wie Sie heute hier sind oder uns am Bildschirm sehen, kommen heute mit Gottes Wort in Berührung, weil ein paar ganz normale Christen sich Gott bewusst zur Verfügung gestellt haben. Diese Christen waren die Antwort auf das Gebet eines drogenabhängigen jungen Mannes im Süden von Oregon. Gott hatte es ihnen ans Herz gelegt, an jenem Abend in die Missionsstation zu gehen. Vielleicht war es unbequem, vielleicht hatten sie andere Pläne, aber sie gingen. Vielleicht hatten sie gebetet und waren so offen für den Heiligen Geist, dass sie quasi meine Fragen zitierten und mir die Antworten darauf gaben. Nun hätte Gott mir sicher die Antwort auch an den Himmel schreiben oder einen Engel schicken können. Manchmal tut Gott auch solche ungewöhnlichen Dinge. Aber meistens antwortet Gott auf die Gebete von Menschen durch andere Menschen, denn Fakt ist: Gott lebt in Menschen. Menschen, die Sie kennen und die Sie nicht kennen, beten in diesem Moment und sagen:
    „Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann zeig es mir.“ Menschen in großer Not, die Ermutigung und Hilfe brauchen. Ich glaube, wie es in der Bibel steht, dass Gott die ganze Erde durchsucht nach Menschen, deren Herzen ganz Ihm gehören. Und ich glaube, Sein Blick wandert heute auch durch diesen Raum hier auf der Suche nach jemandem, der bereit ist, sich an einem Wunder zu beteiligen und die Antwort auf das Gebet eines anderen Menschen zu sein. Wissen Sie, Gott interessiert sich für den Einzelnen. In Apostelgeschichte 8 lesen wir, dass die Jünger wegen der Christenverfolgung Jerusalem verlassen haben. Philippus kommt nach Samaria und Gott gebraucht ihn, um eine gewaltige Erweckung in Gang zu setzen. Die ganze Stadt wird verändert. Menschen kommen zum Glauben. Sie werden geheilt. Sie werden mit dem Heiligen Geist getauft und reden in anderen Sprachen. Sie lassen sich im Wasser taufen. Vielleicht dachte Philippus: „Das ist super! Wir brauchen Personal und ein Gebäude als Zentrale. Wir müssen eine Radiosendung machen und einen Rundbrief rausgeben.“ Doch schauen Sie, was Gott tut und was Er inmitten dieser unglaublichen Erweckung, die Er selbst durch Philippus in Gang gesetzt hat, von dem Apostel verlangt.

    Apostelgeschichte 8:26-35
    „Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt! Der ist öde. Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Äthiopier, ein Kämmerer, ein Gewaltiger der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz gesetzt war, war gekommen, um zu Jerusalem anzubeten; und er war auf der Rückkehr und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Tritt hinzu und schließe dich diesem Wagen an! Philippus aber lief hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen und sprach: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich anleitet? Und er bat den Philippus, dass er aufsteige und sich zu ihm setze. Die Stelle der Schrift aber, die er las, war diese: Er wurde wie ein Schaf zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm stumm ist vor seinem Scherer, so tut er seinen Mund nicht auf. In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht weggenommen. Wer aber wird sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen. Der Kämmerer aber antwortete dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dies? Von sich selbst oder von einem anderen?
    Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit dieser Schrift an und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus.“

    Was für eine perfekt geplante Situation mit göttlichem Timing! Der Kämmerer liest ausgerechnet die Prophezeiungen, die von Jesus bei Seinem Prozess vor Pontius Pilatus und Seiner Kreuzigung sprechen! Als Gott sagte: „Philippus“, dachte der vielleicht: „Ja, Herr? Was ist der nächste Schritt bei dieser Erweckung hier?“ Gott sagt: „Geh weg von hier, hinaus in die Wüste.“ „Aber Herr, verstehst du nicht, was hier los ist? Wir stecken mitten in einer Erweckung?“ „Das weiß ich. Aber jemand betet gerade. Ich habe gehört, dass das Herz eines äthiopischen Mannes nach mir ruft.“ Das hätte sicher keiner gedacht. Dieser Äthiopier ist reich, er ist mächtig, hat Beziehungen, er ist einflussreich. Alles, was die Welt zu bieten hat, liegt ihm zu Füßen, aber sein Herz ist leer und er sucht und sucht nach Gott. Und der Ruf seines Herzens hat den Himmel erreicht und Jesus sagt: „Ich habe sein Rufen gehört. Philippus, du wirst die Antwort auf sein Gebet sein. Philippus erzählt ihm von Jesus, sie kommen an ein Gewässer und der Äthiopier fragt: „Gibt es einen Grund, warum ich mich nicht taufen lassen sollte?“ Philippus antwortet: „Nicht, wenn du von ganzem Herzen glaubst.“ Der Mann sagt: „Ich glaube!“ Philippus tauft ihn und dann wird er vom Heiligen Geist an einen anderen Ort versetzt. – Gott interessiert sich für den Einzelnen.

    In Apostelgeschichte 10 betet ein Mann namens Kornelius. Und so beginnt Gott Petrus, der eine Zwei- Tage-Reise entfernt in Joppe ist, darauf vorzubereiten, die Antwort auf das Gebet von Kornelius, einem Nichtjuden, zu sein. Zehn Jahre sind vergangen und nicht ein einziger Nichtjude ist zum Glauben an Jesus gekommen. Die Kirche ist ausschließlich jüdisch. Doch dieser römische Soldat Kornelius betet. Ein Engel kommt und sagt ihm: „Dein Gebet ist vor Gott gekommen.“ Inzwischen bereitet Gott Petrus vor und schickt ihn auf die lange Reise, um die Antwort auf das Gebet dieses Mannes zu sein.
    Schlagen Sie nun bitte mit mir Apostelgeschichte 3 auf; wir lesen ab Vers 1.
    Apostelgeschichte 3:1-3
    „Petrus aber und Johannes gingen um die Stunde des Gebets, die neunte, zusammen hinauf in den Tempel. Und ein Mann, der von seiner Mutter Leibe an lahm war, wurde herbeigetragen; man setzte ihn täglich an die Pforte des Tempels, die man die schöne nennt, damit er Almosen erbat von denen, die in den Tempel gingen. Als dieser Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel eintreten wollten, bat er, dass er ein Almosen empfinge.“

    Etwas später erfahren wir, dass dieser Mann schon etwas älter war. Wie oft hatte er bereits gebetet? Er war ja von Geburt an gelähmt. Wie oft hatte er, wenn seine Eltern ihn vielleicht am Feldrand abgesetzt hatten, den anderen Kindern sehnsüchtig beim Spielen und Herumtoben zugeschaut und wie oft hatte dieser kleine Junge zu Gott gesagt: „Gott, könntest du mich bitte heilen? Könntest du bitte meine Beine gesund machen? In der Synagoge hören wir, wie der Prophet den Sohn der Frau von den Toten auferweckt hat. Wenn du einen kleinen Jungen von den Toten auferwecken konntest, könntest du dann nicht auch mich heilen? Als unser Volk aus Ägypten auszog, gab es keinen einzigen Schwachen oder Gebrechlichen unter den Stämmen Israels, nachdem sie das Passahmahl gefeiert hatten. Könntest du mich bitte heilen?“ Wie oft in seinem Leben hatte er schon zu Gott gebetet? Das erfahren wir nicht, aber sicher hat er gebetet. Und als er Petrus und Johannes um Almosen bat, geschah Folgendes. Ab Vers 4:

    Apostelgeschichte 3:4-8
    „Petrus aber mit Johannes blickte fest auf ihn hin und sprach: Sieh uns an! Er aber gab acht auf sie, in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. Petrus aber sprach: Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers: Geh umher! Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sofort aber wurden seine Füße und seine Knöchel stark, er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Und er trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott.“

    Wenn es dort heißt, Petrus und Johannes gingen zur Stunde des Gebets in den Tempel, war das für sie etwas ganz Normales. Es gehörte für sie zum Tagesablauf. Sicher waren sie schon Hunderte Male an diesem Mann vorbeigegangen. Sicher war auch Jesus bereits mehrmals an ihm vorbeigegangen. Aus irgendeinem Grund ist aber an diesem Tag alles anders. Etwas hat sich verändert. Petrus war sensibel. In unserem Alltag, in unserer Routine – ob beim Einkaufen, bei der Arbeit, in der Schule – müssen wir bereit sein. Wir brauchen eine Haltung der geistlichen Bereitschaft; wir müssen sensibel und für Gott verfügbar sein. Dann wird Gott sicher unsere Aufmerksamkeit auf einzelne Menschen richten. Ich glaube, es heißt an der Stelle nicht zufällig, dass Petrus den Blick fest auf den Mann richtete. Ich glaube, manchmal gebraucht Gott unsere Augen. Wenn Sie in Ihrer Routine beten: „Gott, willst Du mich heute gebrauchen? Ich werde mich bemühen, bereit und empfänglich zu sein“, dann wird Ihr Blick, Ihre Aufmerksamkeit, manchmal auf einen einzelnen Menschen gezogen werden. Dann sollten Sie beten: „Herr, möchtest Du diese Person segnen? Warum bin ich auf ihn oder sie aufmerksam geworden? Habe ich etwas für ihn oder sie?“ Petrus sagte: „Was ich habe, gebe ich dir.“ Wir haben immer den Namen Jesus. Kann ich den Menschen etwas geben, etwas für sie tun? Gott, möchtest Du jemanden durch mich segnen? Seien Sie aufmerksam.

    Als Hiskia erfuhr, dass er sterben muss, drehte er das Gesicht zur Wand und betete zu Gott und weinte. Jesaja war aufmerksam und hörte die Stimme Gottes, der sagte: „Sage Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: Ich habe sein Gebet gehört und seine Tränen gesehen. Ich will ihm noch 15 Jahre schenken.“ Und Jesaja wurde zur Antwort auf Hiskias Gebet.

    Vor einiger Zeit hatte ich Probleme mit der linken Hüfte. Es war so schlimm, dass ich das Gefühl hatte, jemand hätte mir einen Eispickel ins Gelenk gerammt und würde ihn den ganzen Tag hin und her bewegen. Ich hatte 24 Stunden täglich schreckliche Schmerzen und das ein Jahr lang. Ein ganzes Jahr lang war ich nicht schmerzfrei und es war sehr schmerzhaft. Nachts konnte ich nicht schlafen, weil ich nicht bequem liegen konnte und ich wachte regelmäßig mehrmals auf. Schließlich hatte Janet es satt, dass ich ständig jammerte und stöhnte. Wenn ich im Bett lag, sagte sie: „Bayless, ich weiß, dass du Gott vertraust, aber du gehst zum Arzt! Du hältst mich nachts wach. Du musst herausfinden, was das Problem ist.“ Ich sagte: „Okay.“ Also ging ich zu einem Hüftspezialisten, der mich röntgte und mir dann sagte: „Kein Wunder, dass Sie Schmerzen haben. In Ihrer Hüfte reibt Knochen auf Knochen.“ Dann nannte er mir die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Er sagte: „In dem Zustand kann die Hüfte nicht bleiben. Aber ich kann die Operation nicht machen. Sie sollten sich an einen Spezialisten in Dallas wenden.“ Er erklärte mir alles und sprach darüber, wie die Zukunft aussehen könnte. Ich bedankte mich einfach. Nichts von dem, was er gesagt hatte, klang gut für mich. Also beschloss ich, weiter auf Gott zu vertrauen und ich kann Gott so lange vertrauen, wie ich will.
    Meinen Kindern würde ich das nicht zumuten. Wenn unsere Kinder Schmerzen hatten, wandten wir uns zuerst an Gott und beteten. Aber wenn es dann nicht besser wurde, griffen wir zu anderen Mitteln. Ich werde sie doch nicht leiden lassen, während ich an meinem Glauben arbeite! Aber ich dachte mir, ich selbst kann so lange so weitermachen, wie ich will. Höchstens zwei Wochen später kam eine Schwester in der Gemeinde auf mich zu, die schon ewig in unserer Gemeinde ist. Sie sagte: „Herr Pastor, ein Freund von mir – Sie kennen ihn nicht und er gehört nicht zu unserer Gemeinde – sagte mir, ich solle Ihnen ausrichten, dass er für Sie gebetet hat. Und ich soll Ihnen ausrichten: Gott sagt, dass Sie sich um die Sache mit Ihrem Bein keine Sorgen mehr machen müssen. Gott sagt, es ist geheilt.“ Ich sagte: „Okay.“ Nach einigen Tagen waren die Schmerzen weg. Das war vor 18 Monaten. Seit 18 Monaten habe ich keine Schmerzen und keine Einschränkungen mehr. Ich bin völlig geheilt.
    Warum es so lange dauerte, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass Gott jemand anderen gebraucht hat. Gott sei Dank, dass jemand aufmerksam war und Gott hat ihn gebraucht, um mein Gebet zu erhören.

    Vor vielen Jahren, etwa 1978, war ich im Pflegeheim auf dem Los-Alamitos-Boulevard und hielt drei Mal pro Woche Bibel- und Gebetsstunden. Ein Freund von mir kam immer mit, doch bevor wir gingen, trafen wir uns bei ihm und beteten eine Stunde lang. Am Ende dieser Gebetszeit hatte ich einmal im Geist eine kleine Vision. Ich sah die Tür eines Krankenhauszimmers und die Nummer über der Tür… nur ganz kurz. Und ich hatte den Eindruck, dass es das Los-Alamitos-Krankenhaus war. Ich dachte mir: „Nein, das kann nicht sein. Das Krankenhaus ist so klein. So viele Zimmer gibt es dort gar nicht. Die Zahl ist viel zu groß.“ Und ich dachte: „Gott, warst Du das? Und wenn Du es nicht warst, was war es dann?“ Dann dachte ich: „Wenn ich nicht handle, werde ich es nie erfahren.“ Als wir also die Straße entlangfuhren, bog ich nicht nach rechts zum Pflegeheim ab, sondern nach links zum Krankenhaus.
    Mein Freund fragte: „Was machst du denn?“ Ich sagte: „Komm einfach mit.“ Weiter erzählte ich ihm nichts. Am Empfang fragte ich: „Gibt es hier im Krankenhaus die und die Zimmernummer?“ Sie bejahte das und erklärte mir den Weg. Das Zimmer lag irgendwo ganz hinten. Als wir es erreichten, kam gerade eine Krankenschwester heraus. Ich sagte ihr: „Ich muss in dieses Zimmer.“ Sie sagte:
    „Das geht nicht.“ Ich sagte: „Doch, ich muss.“ Sie sagte: „Sie können da nicht rein.“ Ich sagte: „Bitte, es muss sein.“ Sie sagte: „Okay, aber nur ganz kurz.“ Wir gingen also in das Zimmer. Das erste Bett war leer, aber im zweiten Bett schlief eine Frau. Ich wollte sie nicht wecken und dachte: „Was mache ich jetzt?“ Ich nahm meinen Freund bei der Hand und wir begannen, leise zu beten. Plötzlich setzte sie sich auf und sagte: „Sie haben mich erschreckt!“ Ich entschuldigte mich und sagte: „Ich weiß nicht, was Sie davon halten werden, aber Gott hat mir beim Beten Ihre Zimmernummer gezeigt. Mehr weiß ich nicht.“ Sie sagte: „Danke, Jesus! Halleluja! Ich wusste, dass Gott jemanden schicken würde! Ich habe darum gebetet!“ Sie hatte einen richtigen charismatischen Anfall und sagte immer wieder:
    „Danke, Jesus. Jungs, legt mir die Hände auf. Gott wird mich heilen!“ Sie war am offenen Herzen operiert worden, aber die OP war nicht gut verlaufen und es ging ihr immer schlechter statt besser. Wir legten ihr die Hände auf und an dem Tag kam die Wende. Nach drei Tagen konnte sie entlassen werden. Aber ganz ehrlich, ich dachte: „Habe ich das wirklich gesehen? War das Gott? Kann das sein?“

    Wenn wir Gott gehorchen und auf andere zugehen, dann sind wir nicht nur für die anderen ein Segen, sondern profitieren auch selbst davon. Erstens: Je mehr wir hören und antworten, desto empfänglicher werden wir für die Stimme und die Führung des Heiligen Geistes. Und das ist wichtig. Jesus sagte, wenn der Heilige Geist kommt, wird Er zu uns sprechen, uns führen und in alle Wahrheit leiten. Er wird uns zukünftige Dinge zeigen. Wer Gottes Kind ist, wird von Gottes Geist geführt. Der Heilige Geist ist ein Zeuge für unseren Geist. Und es ist wichtig, dass ein Christ immer mehr damit vertraut wird. Und je öfter wir darauf reagieren, desto empfänglicher werden wir für die Hinweise und Anstöße des Heiligen Geistes. Zweitens bringt es eine tiefe innerliche Zufriedenheit zu wissen, dass man Gott gehorcht hat. Wir empfangen einen reichen geistlichen Segen, wenn Gott uns gebraucht, um einem anderen Menschen zu helfen. Vielleicht denkt jetzt jemand: Es ist ja schön und gut, anderen in ihrer Not zu helfen, aber ich habe selbst Gebete, auf die ich mir eine Antwort wünsche. Deswegen ein dritter Vorteil: Wenn wir uns von Gott gebrauchen lassen, um anderen zu helfen, heißt es in Sprüche 11:25: „Wer gern wohltut, wird reichlich gesättigt, und wer andere tränkt, wird auch selbst getränkt.“ Wenn Sie ein Segen für einen anderen Menschen sind, wenn Sie sich von Gott gebrauchen lassen und anderen helfen und sagen: „Gott, hier bin ich. Wenn Du jemanden segnen oder ermutigen willst – ich kann die Antwort auf das Gebet eines anderen Menschen sein“ – dann stehen die Türen für Ihren eigenen Segen offen. Und Sie werden ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß an Segen bekommen. Das ist eine Gesetzmäßigkeit: Wenn wir anderen ein Segen sind, werden wir unweigerlich auch selbst gesegnet.

    Viele Menschen beten um Hilfe. Gott sucht nach Menschen, die Er senden kann. Er möchte Sie gebrauchen. Liegt Ihnen jemand besonders am Herzen? Rufen Sie ihn an. Wissen Sie von einer Not im Leben eines Menschen? Haben Sie die Mittel, dieser Not zu begegnen? Beten Sie doch darum, dass Sie die Antwort auf sein Gebet sein dürfen. Gehen Sie los und seien Sie ein Segen!

    Bitte schlagen Sie mit mir zum Schluss Jesaja 6 auf. Jesaja hört hier ein Gespräch im Himmel mit und antwortet darauf. Ich finde diesen Abschnitt wichtig, weil die Frage, auf die Jesaja antwortet, eine Frage ist, die auch uns heute vom Himmel hergestellt wird.

    Jesaja 6:8
    „Und ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!“

    Wagen wir uns, auf diese Frage vom Himmel so zu antworten? Wen kann ich senden? Wer wird für uns gehen – uns, das sind Vater, Sohn und Heiliger Geist?

    Bitte schließen Sie einen Moment die Augen. Sind Sie bereit, die Antwort auf das Gebet eines anderen Menschen zu werden, so wie es bei Hananias war? Er hatte fast das Gleiche gesagt wie Jesaja: „Hier bin ich.“ Damit wird man garantiert auf die eine oder andere Weise aus der bequemen Ecke geholt. Wenn Sie bereit dazu sind, dann sagen Sie jetzt einfach in Ihrem Herzen: „Hier bin ich. Sende mich, Herr. Ich werde gehen, ich werde geben, ich werde reden.“

    Ich hoffe, Sie konnten dieses Gebet mitsprechen, wenigstens im Herzen: „Hier bin ich, Herr. Sende mich.“ Wenn Sie so beten, wird Gott Sie schnell zum Einsatz bringen, denn die Menschen um uns brauchen dringend Hilfe. Und Gott sucht nur nach jemandem, den Er gebrauchen kann – vielleicht für ein ermutigendes Wort oder ein wenig materiellen Segen. Und ich verrate Ihnen ein kleines Geheimnis: Wenn Sie das tun, dann wirkt eine gewisse Gesetzmäßigkeit: Man kann nicht andere segnen, ohne selbst gesegnet zu werden; wer anderen hilft, wird selbst bereichert. Deswegen, liebe Freunde, investieren Sie in das Leben eines anderen und sehen Sie, wie Gott Sie selbst beschenkt. Sie werden doppelt gesegnet sein. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.

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