Die Heilung des Naaman


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  • Jule sagt:

    als epub-Datei für eBooks: Die Heilung des Naaman

     

    Die Heilung des Naeman 27.04.2008
    Bayless Conley

    Hallo! Wir werden uns eine der verblüffendsten Geschichten in der Bibel ansehen. Sie handelt von einem Heiden, der sehr krank war und dann geheilt wurde, weil er etwas Lächerliches tat. Etwas, das völlig sinnlos erschien. Sie enthält einige extrem wichtige geistliche Lektionen. Falls Sie eine Bibel haben, nehmen Sie sie zur Hand. Falls keine greifbar ist, setzen Sie sich einfach. Gehen wir gemeinsam ins Wort. Ich glaube, hier gibt es ein paar Geheimnisse, die für Ihr Leben hilfreich sein können.

    2.Könige 5:1
    „Und Naeman, der Heeroberste des Königs von Aram, war ein bedeutender Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte der Herr Sieg für Aram gegeben. Der Mann war ein Kriegsheld, aber aussätzig.“

    Machen wir uns gemeinsam ein paar Gedanken über Naeman, um zu verstehen, wer dieser Mann war.
    Er war ein Mann mit großer Autorität.
    Er war der Kommandeur der syrischen Armee.
    Er war mächtig und angesehen.
    Er genoss großes Ansehen beim syrischen König und beim Volk.
    Es heißt, dass Gott Syrien durch ihn den Sieg gab.
    Er wurde also von Gott gebraucht.
    Er war ein Instrument in der Hand Gottes.
    Er war ein mutiger Held, ein sehr tapferer Mann, aber auch aussätzig.

    Mein Freund, Krankheit kennt kein Ansehen der Person. Sie kommt zu arm und reich, Starken und Schwachen gleichermaßen. Sie kommt zu Berühmten und Unbekannten, Männern und Frauen. Alle Rassen, Klassen und Kulturen sucht sie heim. Der Aussatz von Naaman hatte nicht nur verheerende körperliche Folgen, sondern wirkte sich mehr als andere Krankheiten auf das soziale Leben des Kranken aus. In fast allen damaligen Kulturen wurde es mit Sünde assoziiert. Ein soziales Stigma mit vielen Auswirkungen auf sein Leben und das seiner Familie war damit verbunden.

    Heute haben viele Menschen die verschiedensten Krankheiten und Gebrechen, trotz aller medizinischen Fortschritte, und leider sind manche der heutigen Krankheiten wie Aids auch mit einem sozialen Stigma behaftet. Viele Menschen leiden. Ob es eine solche Krankheit ist oder eine, die permanente Schmerzen verursacht, wissen Sie was? Scharen von Menschen würden augenblicklich jede Position und all ihren Besitz dafür geben, um von ihrer Krankheit geheilt und wieder gesund und fit zu werden. Tatsache ist, es gibt eine Antwort, aber jemand muss ihnen davon erzählen. Schauen wir uns 2.Könige 5:2 an:

    2.Könige 5:2-3
    „Und die Aramäer waren auf Raub ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt, das kam in den Dienst der Frau des Naeman. Und sie sagte zu ihrer Herrin: Ach, wäre mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria wohnt! Dann würde er ihn von seinem Aussatz befreien.“

    Wären die Diener des Herrn doch nur so mitteilsam im Hinblick auf die Fähigkeiten ihres Retters wie diese junge Dienerin im Hinblick auf die des Propheten in Israel. Diese Geschichte gäbe es ohne diese junge Botschafterin nicht. Diese kleine Sklavin verkündete der geplagten Familie Hoffnung. Sie öffnete ihren Mund und sagte etwas.

    Sprüche 23:17 sagt:
    „Ein treuer Gesandter bringt Heilung.“

    Glauben wir Hebräer 13:8, dass Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit? Glauben wir, dass Er der große barmherzige Hohepriester ist, der unsere Schwachheiten nachempfinden kann und dass wir kühn zum Thron der Gnade kommen und rechtzeitig Gnade und Hilfe erfahren können? Glauben wir das? Ist diese Nachricht gut genug, um sie Menschen in Not weiterzusagen? Mein Freund, Glaube kommt aus dem Hören und Hören aus dem Wort Gottes, aber wenn wir das Wort nicht mitteilen, kann im Herzen der Menschen nie Glaube entstehen.

    Kommen wir mit diesem Gedanken zu 2. Könige zurück. Schauen Sie sich bitte mit mir den Vers 4 an:

    2.Könige 5:4-6
    „Und Naeman ging und berichtete es seinem Herrn und sagte: So und so hat das Mädchen geredet, das aus dem Land Israel ist. Da sagte der König von Aram: Geh, zieh hin! Und ich will dazu an den König von Israel einen Brief senden. Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber mit sich und sechstausend Schekel Gold und zehn Wechselkleider. Und er brachte den Brief zum König von Israel; und er lautete so: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, so wisse, siehe, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.“

    Ich denke, Gott gefällt Aktivität. Sie zeigt Glauben. Und wir sehen, dass Naeman auf etwas aus war. Er versteht es nicht. Es war das Wort einer kleinen Dienerin. Aber er kümmert sich um eine Audienz beim König, nimmt viel Geld und viele Kleider, stellt Kutschen und Männer bereit und reist in das Land Israel, um nach diesem Propheten zu suchen.

    Kurz nachdem ich gläubig wurde, lebte ich eine kurze Zeit in Mexiko und half bei Evangelisationen. Wir nahmen an einer großen Evangelisation teil. Mein Anteil daran war allerdings sehr klein. Einmal ging ich rauf und spielte Gitarre, als der angekündigte Evangelist bei einem der Gottesdienste nicht erschien. Das war ungefähr mein Anteil, außer dass ich für die Kranken betete, wenn viele kamen. Ich fuhr auch in meinem 63er Kleinbus mit Megafon in die kleinen Siedlungen und warb für die Versammlungen. Das waren die Dinge, die ich tat… überwiegend im Hintergrund. Die Evangelisation war vorbei, ein paar starke Dinge sind passiert, Menschen wurden geheilt, viele Menschen kamen zu Christus und ich blieb mit ein paar Freunden noch einige Zeit dort. Wir zelteten an einer abgelegenen Stelle am Strand. Ungefähr zwei Tage nach der Evangelisation fuhren ein paar Leute in ihrem Auto den Strand entlang. Sie kamen zu uns und fragten: „Seid ihr die Amerikaner, die bei der Evangelisation dabei waren?“ „Ja.“ Sie sagten: „Wir haben euch gesucht.“

    Es war ein Ehepaar und der Mann war todkrank. Er sah wirklich schon fast tot aus. Sie erzählten ihre Geschichte. Sie hörten von der Evangelisation, allerdings sehr spät. Als sie nach anderthalb Tagen Reise dort ankamen, war die Evangelisation vorbei. Wissen Sie, was sie nicht sagten? „Wenn es der Wille Gottes gewesen wäre, wären wir rechtzeitig angekommen.“ Sie gingen in der kleinen Kolonie Peadrus Madeiras, einem einfachen Ort mit unbefestigten Strassen, von Tür zu Tür und fragten fremde Leute: „Gibt es hier noch jemanden, der bei der Evangelisation dabei war?“ Das taten sie einen ganzen Tag lang. Sie gingen von Tür zu Tür: „Ist noch jemand von den Leuten hier, die evangelisierten?“ Dann sagte jemand: „Ich habe gehört, dass da ein paar Leute am Strand sind, ca. 25 Kilometer entfernt, die vielleicht mit der Evangelisation zu tun hatten.“ So fuhren sie tatsächlich einen weiteren Tag später dorthin und fanden uns, weil sie ein solches Verlangen hatten und so aktiv eine Antwort von Gott suchten. Ich weiß noch, dass wir für den Mann beteten und es war eine der Situationen, wo die Gegenwart Gottes ungewöhnlich stark kam. Ich bin kein Arzt. Ich habe den Mann nicht geröntgt. Ich kann Ihnen nur sagen, dass sich sein Aussehen sofort veränderte. Er fing an zu lächeln und zu lachen und sagte, dass alle Schmerzen weg sind. Er sagte: „Ich bin geheilt.“

    Ich denke, offen gesagt, nicht, dass unser Glaube den Mann heilte. Ich denke, es gab einen Berührungspunkt, durch den ihr Glaube freigesetzt wurde, als wir beteten, aber ich denke, es war ihr Glaube. Sie zeigten sehr viel Eigeninitiative. Sie ähnelten Naeman sehr, der dem nachjagte, was er von Gott haben wollte.

    Schauen wir uns den Vers 8 an:

    2.Könige 5:8-12
    „Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem König und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lass ihn doch zu mir kommen! Und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist. Da kam Naeman mit seinen Pferden und mit seinem Wagen und hielt am Eingang zu Elisas Haus. Und Elisa schickte einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und bade dich siebenmal im Jordan! So wird dir dein Fleisch wiederhergestellt werden und rein sein. Da wurde Naeman zornig und ging weg. Und er sagte: Siehe, ich hatte mir gesagt: Er wird nach draußen zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des Herrn, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen vom Aussatz befreien. Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein werden? Und er wandte sich um und ging im Zorn davon.“

    Keine gute Art zu gehen, weder zu kommen, noch zu gehen! Der Punkt bei diesen Versen ist: Heilung kommt vielleicht nicht auf die Art und Weise, wie Sie denken. Es scheint mir, dass Gott gerne in solchen Situationen unseren Karren umschmeißt. Da war ein vergifteter See, alle sterben vor Durst und Gott sagt: „Gut, Mose, wirf einen Stock herein, dann ist alles ok.“ Das ist gut. Er spricht zu eigensinnigen Propheten durch einen Esel, macht Hirtenjungen zu Königen, der Messias wird in einem Stall geboren, gibt den Auftrag, sieben Mal in einem dreckigen Fluss zu baden. Sehen Sie, manchmal erwartet Gott etwas Lächerliches, bevor Er ein Wunder tut.

    Denken Sie an Josua, die Eroberung Jerichos. Die erste Stadt, zu der sie jenseits des Jordan kamen, das erste Hindernis im verheißenen Land. Er brachte die Armee in Stellung, Gott nimmt Josua beiseite und sagt:

    „Gut, so wirst du es machen: Geht am ersten Tag nur ein mal um die Stadt, keiner soll reden, dann zurück ins Lager. Gut. Geht am zweiten Tag völlig stumm um die Stadt und dann zurück ins Lager. Gut. Geht am dritten Tag um die Stadtmauern, dann zurück ins Lager… sch!… sagt kein Wort. Gut. Am vierten Tag möchte ich, dass ihr um die Stadt geht. Seid alle still, sagt kein Wort, geht zurück ins Lager. Gut.“ Am nächsten Tag das selbe, am übernächsten auch. Am siebenten Tag sagt Josua: „Okay, jetzt wird es interessant.“ „Lauft sieben Mal herum.“ „Ja, sieben Mal.“ „Sagt kein Wort.“ „Okay.“ „Blast dann die Hörner.“ „Wie? Das wird interessant.“ „Und dann sollt ihr alle schreien.“ „Ja, und was dann, Gott? Werfen wir dann die Enterhaken auf die Mauer? Sollen wir Bogen mitnehmen? Oder Speerwerfer? Werden wir mit einem Rammbock das Tor aufbrechen? Was dann?“ Gott sagt: „Alle sollen schreien, das reicht. Ich werde die Mauern einstürzen lassen.“ Es ergibt keinen Sinn, es ist lächerlich. Gott sagt: „Wenn ihr Wunder sehen wollt, müsst ihr etwas lächerliches tun.“

    Mein Freund, Naemans Vorurteil kostete ihn fast seine Heilung. Er sagte: „Ich sagte mir…“ oder „Ich sagte in meinem Innern `Sicher wird er rauskommen und mit der Hand winken, er wird Abrakadabra sagen und alle möglichen Dinge tun – so wird es sein.‘“ Und der Prophet kommt erst gar nicht raus, um ihn zu empfangen.

    Er sagt: „Geh, spring sieben mal in den Fluss.“

    Ich denke nicht, dass es nur seine Vorurteile waren, vielmehr kostete ihn sein Stolz fast seine Heilung. Er ist ein militärischer Held; er kann sofort Audienzen bei Königen bekommen, aber nicht mit diesem einfachen Propheten. Der Prophet erweist ihm nicht einmal die Ehre herauszukommen! Und Naeman sagt: „Bestimmt kommt er zu mir heraus, dachte ich.“ Der Prophet kam überhaupt nicht heraus. „Wasch dich in einem dreckigen Fluss? Wir haben zuhause bessere Flüsse! Ich machte diese lange Reise nur, um von diesem zweitrangigen Propheten beleidigt zu werden?“ Er ging zornig weg. Mein Freund, der Zorn eines Menschen wirkt niemals die Gerechtigkeit Gottes. Glücklicherweise hatte er einen weisen Knecht, der ihn in 2.Könige 5:13 beriet.

    2.Könige 5:13
    „Da traten seine Diener herzu und redeten zu ihm und sagten: Mein Vater, hätte der Prophet eine große Sache zu dir geredet, (etwas, das deinen Stolz angesprochen hätte) …hättest du es nicht getan? Wie viel mehr, da er nur zu dir gesagt hat: Bade, und du wirst rein sein!“ – Vers 14.

    2.Könige 5:14
    „Da stieg er hinab und tauchte im Jordan siebenmal unter nach dem Wort des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.“

    Ich glaube, dass bei jedem eintauchen eine Schicht Stolz abfiel. Gehorsam bringt Heilung.

    Ob es darum geht, die Anweisungen und Mahnungen der Schrift oder dem, was Gott in Ihr Herz legt, zu folgen, mit Gehorsam sind Segnungen verbunden.

    Gottes Gebote, ob es eine Anweisung, eine Mahnung der Schrift ist oder etwas, von dem Sie sicher wissen, dass der Heilige Geist es Ihnen ins Herz flüstert – Gott möchte sehen, dass wir handeln. Als Naeman in dem dreckigen Fluss untertauchte, obwohl es für seinen natürlichen Verstand keinen Sinn ergab, kam er vollkommen geheilt heraus.

    Schauen wir uns jetzt die nächsten Verse an. Sie sind sehr wichtig.

    2.Könige 5:15-16
    „Und er kehrte zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Gefolge, und er kam und trat vor ihn und sagte: Siehe doch, ich habe erkannt, dass es keinen Gott auf der ganzen Erde gibt als nur in Israel. Und nun nimm doch ein Segensgeschenk von deinem Knecht! Er aber sagte: So wahr der Herr lebt, vor dem ich stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in ihn, es zu nehmen, doch er weigerte sich.“

    Sie können für Heilung nicht bezahlen. Sie können keine Gabe Gottes bezahlen oder verdienen. Wenn Sie sich an den Anfang der Geschichte erinnern, er brachte viel Gold, viel Silber und viele feine Kleider mit.

    Aber der Prophet sagte sehr deutlich: „Ich werde nichts annehmen. Es ist eine Gabe der Gnade Gottes, sie kann nicht verdient werden. Und du sollst nicht wegfahren, Naeman, und denken, du hättest irgendwie dafür bezahlt, denn das hast du nicht.“

    Schauen wir uns noch schnell Apostelgeschichte 8 an. Wir finden hier im achten Kapitel etwas ähnliches. Es handelt sich hier um eine kleine Erweckung und in Vers 14 lesen wir Folgendes.

    Apostelgeschichte 8:14-21
    „Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist! – Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sagte: Gebt auch mir diese Macht, dass der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei! Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.“

    Ein falsches Herz versucht, Dinge von Gott zu kaufen. Es ist falsch, zu bezahlen und falsch, etwas zu verlangen.

    Vor einigen Jahren hörte ich einen Prediger über einen Vers aus Prediger sprechen, ich denke, es war Kapitel 10:19. Vielleicht auch nicht, aber ich denke schon. Ein Teil des Verses lautet: „Geld gewährt alles.“

    Oder eine andere Übersetzung: „Geld macht alles möglich.“ Am Ende des Verses… der Vers enthält drei Dinge und das Ende des Verses ist: „Geld macht alles möglich.“ Er fuhr fort, veränderte die Formulierung etwas und sagte: „Das heißt tatsächlich: Geld ist Tauschmittel für alles. Wenn Sie ein Brot haben wollen, ist Geld die Antwort. Sie gehen in einen Laden, geben Ihr Geld und haben somit Ihr Geld gegen das Brot eingetauscht.“ Er verschob ganz raffiniert die Betonung: Geld ist Tauschmittel für alles. Und viele setzten es so um:

    – „Wollen Sie Heilung? Geld ist Tauschmittel für alles.“ – „Frieden? Geld ist Tauschmittel für alles.“

    – „Wollen Sie unerrettete Angehörige im Reich Gottes sehen? Geld ist Tauschmittel für alles.“

    Und dann sprach er darüber, dass wir unsere Gabe zum Altar bringen, wenn wir mit Gott ganze Sache machen. Wenn Sie etwas gegen Ihren Bruder haben, lassen Sie Ihre Gabe am Altar und versöhnen sich zuerst mit Ihrem Bruder. Er sagte, wir werden am Altar verheiratet und am Altar beerdigt, dort machen wir mit Gott Geschäfte.“ Menschen strömten nach vorne und warfen Geld hin, während er die Botschaft predigte. Es war einfach… ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie wütend, desillusioniert und bestürzt ich darüber war, denn, Freund, Christus hat den Preis bereits bezahlt. Mir wurde gesagt, dass diese Person inzwischen diese Lehre verworfen und sich davon distanziert hat, aber es gehört zu den gefährlichsten Dingen, die ich je als Lehre im Leib Christi gehört habe. Sie können für die Gaben Gottes, die Gaben des Heiligen Geistes, nicht bezahlen, auch nicht für die Gabe der Handauflegung zur Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder eine Heilungsgabe oder irgendeine Gnade unseres Gottes. Nicht mit Geld, nicht mit guten Werken oder persönlichem Opfer, wir können es nicht.

    Wissen Sie noch, wie der Diener von Naeman ihm sagte: „Warum springst du nicht in den Fluss? Tu es. Wenn er dich gebeten hätte, etwas Großes zu tun, hättest du es nicht getan? Wenn er dich gebeten hätte, einen Feind zu besiegen oder Hilflose zu retten, hättest du das nicht getan?“ Ja, aber darum bat er nicht, weil er nicht wollte, dass Naeman dachte, er hätte es irgendwie erarbeitet oder verdient. Freund, Sie werden nicht geheilt, weil Sie nie den Kirchenbesuch versäumten. Nein. Sie werden nicht geheilt, weil Sie Stunden im Gebet verbrachten. Und, hören Sie, ich bin ein Pastor. Ich denke, es ist gut in die Kirche zu gehen, es stört mich, wenn Menschen es nicht tun. Ein Christ, der nicht in die Kirche geht, ist wie ein Segler, der nicht ans Meer fährt. Etwas stimmt nicht. Die Bibel sagt, wir sollen unsere Versammlungen nicht verlassen, wie manche es tun. Wir müssen uns vielmehr versammeln und einander ermutigen, da wir den Tag der Wiederkunft Christi nahen sehen.

    Ich halte viel vom Kirchenbesuch und vom Gebet, auch von andauerndem Gebet. Aber nicht, um so eine Gabe Gottes zu verdienen. Ich verstehe, dass es mir manchmal hilft, zu beten, um dadurch besser in der Lage zu sein, Gottes kostenloses Angebot zu empfangen. Aber es ist keine Bezahlung, ich verdiene es nicht. Sobald ich aufgrund meiner Leistungen zu Gott komme und sage: „Ich bin der Cal Ripken der Gottesdienstbesuche, habe 20 Jahre lang keinen versäumt“, bringt uns das vor Gott nicht weiter. Wir kaufen die Gaben Gottes nicht.

    Als junger Christ war ich in Klamath Falls, Oregon, und besuchte einen Gottesdienst in einer kleinen Halle. Jemand war da, der vorher einer bestimmten pfingstlichen Denomination angehörte. Ich weiß nicht, was passierte, jedenfalls gehörte er jetzt nicht mehr dazu und war unabhängig. Wir gingen also zur Versammlung, um ihn zu unterstützen. Vor der Versammlung war ich draußen und hatte folgendes Problem. Ein Auge war komplett zugeschwollen. Es sah aus, als hätte jemand… als hätte ich bei einem Boxkampf böse was abgekriegt. Es war eine Infektion oder so etwas und ich vertraute Gott und betete, aber mein Auge war ganz zugeschwollen. Ich konnte es nicht öffnen. Ich bin also draußen vor der Versammlung am beten, es ist dunkel und ich bemerke, dass jemand die Strasse entlang hinkt. Es war ein Mann, er muss eine Lähmung gehabt haben, er zog ein Bein nach. Als er näher kam, merkte ich, dass er starker Alkoholiker war. Dennoch stoppte ich ihn und fing an, mit ihm zu sprechen, einfach, um ihm vielleicht das Evangelium mitteilen zu können. Im Gespräch erzählt er mir, dass er die Nase voll hat von seiner Familie, der Versorgung seiner Kinder und seiner Frau und herkam, um sich in den Zug zu setzen. Er lässt Frau und Kinder im Stich, ist extrem betrunken und ich überredete ihn, in die Versammlung zu kommen. Und er kam, ich vergesse das nie. Sie ließen ihn vorne sitzen und ich saß mit meinem geschwollenen Auge hinten. Er hinkte so nach vorne, zog das Bein nach und setzte sich vorne hin. Dieser Pfingstprediger sprach sehr emotional und stark gestikulierend. Es war eine gute klassische Pfingstpredigt. Er ließ den Mann auf die Bühne kommen, legte ihm Hände auf und Gott heilte ihn vor aller Augen. Dieser alte Mann fing an umher zu rennen, zu jubeln und den Namen Jesu zu preisen. Er lief und rannte dabei vor allen Anwesenden so normal wie jeder andere auch. Ich sitze hinten und denke: „Gott, das ist unfair. Ich sprach mit ihm. Ich bin derjenige, der Dir dient. Ich verlasse weder Frau noch Kind und bin auch nicht betrunken, oh Gott!“ Ich weiß noch, dass ich dachte: „Wie kann das sein? Dieser Mann ist betrunken, lässt seine Familie im Stich, wird überredet, zu einer Versammlung zu kommen und wird geheilt!“ Ich denke: „Das ist nicht richtig!“ Dazu kann ich nur sagen… mein Auge wurde schließlich wieder normal, aber nicht an diesem Tag.

    Ich kann nur sagen: Gnade, Gnade, erstaunliche Gnade! Wir können keinen Aspekt der Erlösung Christi kaufen oder verdienen, weder die Sündenvergebung, noch Friede, noch Heilung, nichts. Er allein bezahlte den Preis. „Der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.“ Dem können wir nichts hinzufügen, unmöglich! Wenn wir es versuchen, entwerten wir es und blockieren uns. Wir versperren den Zugang zu Gottes Gnade, sobald wir aufgrund unserer Werke kommen: „Oh Herr, ich habe viel Geld gegeben, ich werde eine große Summe für das „Heim für die Ernte“ geben.“ Ich denke, dass es hierbei natürlich Wechselwirkungen gibt. Jesus sagte: „Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz.“ Manchmal tun wir Dinge und werden dadurch Gott gegenüber offen und empfänglich. Das verstehe ich, aber unterm Strich, Freund, ist es Gnade. Es ist die Gnade Gottes.

    Ich liebe die Geschichte des Syrers Naeman. Sie enthält so vieles, das sich auf unser Leben bezieht.

    Manchmal bittet Gott uns, etwas Lächerliches zu tun, bevor wir Wunder erleben können. Manchmal kommt unser dummer Stolz dazwischen und hält uns davon ab, Gottes größere Segnungen zu erleben. Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit und denken Sie darüber nach, was Sie gerade hörten. Manchmal geht die Wahrheit in ein Ohr rein und aus dem anderen wieder raus, weil wir sie nicht festhalten und tief darüber nachdenken. Vielleicht hat Gott ja etwas zu Ihrem Herzen gesprochen, worüber Sie gründlich nachdenken und worauf Sie reagieren müssen. Denn Sein Wort erfordert immer eine Reaktion von uns. Lassen Sie uns nicht nur Hörer des Wortes sein, sondern es aktiv umsetzen. Lassen Sie uns Täter des Wortes sein und den Segen erfahren. Nun, meine Zeit ist um, aber, Freund, Jesus ist an Ihrer Seite. Sprechen Sie kurz mit Ihm, lesen Sie etwas mehr in der Bibel. Wir sehen uns nächste Woche, Gott segne Sie.

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