Bist du bereit für Neues?

4-teilige Predigtreihe von Bayless Conley

  1. Die Erneuerung des Geistes
  2. Die Erneuerung der Seele
  3. Unsere Seele ist das Ziel des Feindes
  4. Die Erneuerung des Körpers

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Comments

  • Jule sagt:

    Bin ich bereit für Neues?
    Teil 1
    05.01.2014
    Pastor Bayless Conley

    Hallo und herzlich willkommen zu unserer Sendung. Heute beginnen wir mit einer Predigtreihe mit dem Titel „Bin ich bereit für Neues? Veränderung ist möglich“. Wenn ich mit Christen in meiner Gemeinde und weltweit spreche, stelle ich oft fest, dass viele nicht verstanden haben, dass echte Veränderung tatsächlich möglich ist. Jesus hat durch Seine rettende Tat am Kreuz mehr getan als vielen bewusst ist. Nehmen wir die Bibel, beschäftigen wir uns mit Gottes Wort und entdecken wir, wie echte Veränderung möglich wird.

    In Psalm 8 fragt der Psalmist: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ Das ist eine gute Frage. Was ist der Mensch? Nun, der Mensch ist definitiv ewig und geschaffen als Ebenbild Gottes. Um das umfassender zu beantworten, schauen wir uns 1. Thessalonicher, Kapitel 5 an. Schlagen Sie das doch mit mir auf. Was ist der Mensch? Ich hoffe, Sie lesen gern in Ihrer Bibel. Wir werden heute nämlich viele Verse betrachten. 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 23. Das ist ein Gebet, ein Wunsch. Da steht:

    1. Thessalonicher 5:23
    „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!“

    Möge euer Geist, Seele und Leib untadelig bewahrt werden, bis unser Herr Jesus Christus wiederkommt. „Untadelig“ bedeutet „unversehrt“ und „unbeeinträchtigt“. Freunde, Sie sind Geist, Sie haben eine Seele und Sie leben in einem Körper. Was ist der Mensch? Der Mensch ist ein dreieiniges Wesen. Er ist mehr als das, was man mit bloßem Auge sieht. Sie sehen mich hier stehen. Ich habe mein gutes blaues Hemd an. Wenn ich die Ärmel hochkremple und die Kamera ranzoomt, sehen Sie die Sommersprossen auf meinen Armen. Keine Ahnung, warum ich die habe, aber ich habe sie. Aber die Wahrheit ist: Sie können mich nicht sehen. Sie sehen mein blaues Hemd oder vielleicht meine Sommersprossen oder meine braunen Augen, aber Sie sehen nicht mich. Das ist nur meine Hülle. Ich bin Geist. Durch diese Fenster schaue ich nach draußen. Ich bin nicht der Körper, in dem ich lebe. Der ist nur eine Hülle. Sie sind nicht Ihr Körper. Er ist nur Ihre Hülle. Ihr Gewissen ist die Stimme Ihres Geistes. Die Vernunft ist die Stimme Ihrer Seele. Empfindungen sind die Stimme Ihres Körpers. Als Adam im Garten Eden sündigte, hatte das Folgen für alle drei Bereiche: Körper, Geist und Seele. Und die Erlösung durch Jesus Christus verändert uns grundlegend in Körper, Geist und Seele. Jesus starb, um den ganzen Menschen ganz zu erneuern.

    Schlagen Sie mit mir kurz Jesaja im Kapitel 53 auf. Jesaja 53 betrachten viele als das große Erlösungskapitel des Alten Testaments. Hier ist von dem Opfer die Rede, das Jesus brachte, als Er am Kreuz starb. Hunderte von Jahren, bevor es geschah, wurde schon aufgeschrieben, warum dieser Opfertod sein musste und was Sein Leiden bewirkte. In Jesaja 53, ab Vers 5, steht über den stellvertretenden Tod von Jesus:

    Jesaja 53:5
    „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“

    Hier ist von einer dreifachen Rettung die Rede. „Er wurde für unsere Vergehen durchbohrt und wegen unserer Sünden zerschlagen.“ Das bezieht sich auf das, was durch Adams Sünde mit unserem Geist geschah. Es bezieht sich auf die Erbsünde, die dadurch auf den Menschen kam. „Die Strafe für unseren Frieden lag auf ihm“ – also das, was notwendig war, damit wir Frieden bekommen. Hier geht es um unsere Seele. „Durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Hier geht es um den Körper. Ganzheitliche Erneuerung für den ganzen Menschen. Ich möchte heute über die Erneuerung des Geistes sprechen. Schlagen Sie doch mit mir 1. Mose, Kapitel 1 auf. 1. Mose, das allererste Kapitel, ab Vers 26.

    1. Mose 1:26-27
    „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“

    Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild, Ihm ähnlich. Haben Sie gewusst, dass das Geschlechtsregister in Lukas 3 bei Jesus beginnt und dann zurückgeführt wird bis auf Adam? Sie wissen schon: Soundso war der Sohn von Soundso und der war der Sohn von Soundso. Und als Allerletztes steht da: „Und Adam war der Sohn Gottes.“

    Kennen Sie die Geschichte, als Jesus in Johannes 4 mit der Frau aus Samaria spricht? Die Frau fängt an Fragen zu stellen: „Die Juden sagen, man soll Gott in Jerusalem anbeten. Wir sagen, man soll auf diesen Berg gehen. Was sagst denn du dazu?“ Und Jesus antwortet ihr darauf: „Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten, sollen ihn in der Wahrheit und im Geist anbeten.“ Wenn Gott Geist ist und der Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen wurde, dann ist auch der Mensch Geist. Gott ist Geist und wir sind nach Seinem Vorbild geschaffen. Lesen Sie mit mir

    1. Mose 2:7
    „… da bildete Gott, der Herr, den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.“

    Unser Körper ist aus dem Staub der Erde gemacht. Wenn wir sterben, wird unser Körper wieder zu Erde. Aber wenn wir physisch sterben, hören wir nicht auf zu existieren. Gottes Geist ist ewig und Ihrer auch. Sie mögen Ihre Hülle verlassen, aber Sie werden nicht aufhören zu leben. Lange nachdem die Sterne vom Himmel gefallen sind und das Universum zusammengerollt und zusammengefaltet ist, werden Sie irgendwo in der Ewigkeit noch da sein. Sie sind nach dem Bild Gottes geschaffen. Gott hauchte den Körper an, den Er aus Erde geformt hatte und der Mensch wurde ein lebendiges Wesen. Gott blies den Geist in diesen Körper und der machte den Körper lebendig. Im Jakobusbrief steht:
    „Wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“ Wenn man den Geist aus dem Körper nimmt, stirbt der Körper. Aber das Wesen, das im Körper war, das wahre Ich, das ewige Ich, das ändert nur seinen Standort. Sie gehen in die Ewigkeit und Sie werden die Ewigkeit irgendwo verbringen. Sie hören nicht auf zu existieren. Sie werden nicht einfach verschwinden und aufhören zu denken. Ewig. Spannender Gedanke, wenn man sich das mal genau überlegt. Gott schuf also Mann und Frau nach Seinem Bild als geistliche Wesen, steckte sie in einen Körper und stellte sie in einen wunderschönen Garten, der ihr Zuhause sein sollte. Aber dann geschah etwas. Kapitel 2, ab Vers 15:

    1. Mose 2:15-17
    „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“ – Er sollte darin arbeiten und ihn beschützen. – „Und Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!“

    Ganz schön heftig, oder? Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Gott sagt ihnen praktisch:
    „Das erkläre ich zu meinem alleinigen Recht. Ich sage, was Gut und Böse ist, was Richtig und Falsch, was Sünde und was nicht. So lange ihr euch unter meine Herrschaft unterordnet, ist alles in Ordnung. Dieser eine Bereich ist als einziger tabu. Alles andere im Garten, der Baum des Lebens und alles andere, gehört dir, Adam. Ich gebe dir die Herrschaft und die Gewalt über alles. Nur diesen einen Bereich nicht. Und wenn du diese Regel verletzt, wirst du sterben.“

    Wir alle kennen die Geschichte. Aber ich will sie trotzdem noch einmal lesen. 1. Mose 3, ab Vers 1. Übrigens: Als Gott Adam diese ganzen Anweisungen gab, war Eva noch nicht geschaffen. Nirgends in der Bibel steht, dass Gott das alles zu Eva gesagt hätte. Wie es aussieht, war Adam dafür verantwortlich, das alles an seine Frau weiterzugeben. Und wenn wir weiter lesen, sehen wir, dass er das wohl nicht ganz richtig gemacht hat. Im Neuen Testament steht, Eva wurde getäuscht. Aber Adam wurde nicht getäuscht. Er ging mit offenen Augen in das Ganze hinein. Er wusste, was er tat. Nur Eva wurde getäuscht. Kapitel 3, ab Vers 1:

    1. Mose 3:1-3
    „Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt!“

    Sekunde! Gott hatte nichts über das Anfassen gesagt. Woher hatte sie diese Information? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hatte Adam gesagt: „Schau, Eva, siehst du den Baum da drüben? Halt dich von ihm fern. Fass ihn nicht einmal an. Wenn du ihn anfasst, wirst du sterben.“ Klarer Fall von Fehlkommunikation. Das ganze Leid der Menschheit fing im Garten Eden damit an, dass der Mann Kommunikationsprobleme hatte. Und alle Frauen sagen jetzt: „O ja.“ Autsch, autsch, autsch!

    Vers 4
    „Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!“

    Das widerspricht genau dem, was Gott gesagt hatte. Gott sagte: „Wenn ihr davon esst, werdet ihr sterben.“ Die Schlange sagte: „Ihr werdet nicht sterben.“ Der Teufel ist der Vater der Lüge. Weiter ab

    Vers 5-6
    „Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.“

    Adam stand also mit offenen Augen daneben. Er wusste, was da geschah. Aber er tat nichts dagegen. Gott stellte ihn in den Garten, um darin zu arbeiten und ihn zu schützen. Und er tat es nicht. Er beschützte weder seine Frau noch sein Zuhause. Er ließ den Feind herein. Adam lehnte sich ganz bewusst auf. Ab

    Vers 7-9
    „Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. Und Gott, der Herr, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?“

    Und da sagte Adam: „Ich habe dich gehört, und ich hatte Angst, deswegen haben wir uns versteckt.“ Interessant, oder? Gott fragt: „Wo bist du?“ Gott hatte es sich anscheinend angewöhnt, in der Kühle des Tages mit ihnen spazieren zu gehen. So hatte Gott sich das gedacht. Das war Gottes Familie. Adam war Gottes Sohn. Sie versteckten sich und Gott fragte: „Adam, wo bist du?“

    Wer von Ihnen glaubt, dass Gott sie zwischen den Bäumen sehen konnte? Ich weiß noch, wie es war, als unsere Kinder klein waren und wir Verstecken gespielt haben. Oder heute mit unseren Enkeln. Sie rennen los und verstecken sich hinter dem Vorhang. Ich sehe ihre Füße unter dem Vorhang und frage:
    „Wo ist Rebekka?“ Und Rebekka steht hinter dem Vorhang und hält ihn fest und man sieht, wie er wackelt. Man hört sie kichern und sieht, wie sich ihre Füße bewegen. Und ich frage: „Janet, siehst du Rebekka irgendwo?“ „Nein, ich frage mich, wo sie steckt!“ Aber natürlich wissen wir, wo sie ist. Und natürlich wusste Gott, wo Adam war. Gott fragte Adam zuliebe. „Adam, wo bist du geistlich? Ist dir klar, was passiert ist?“ In Kapitel 2:17 sagt Gott: „An dem Tag, da du davon isst, musst du sterben.“ Beim Weiterlesen stellen wir aber fest, dass sie an diesem Tag nicht starben. Adam und Eva lebten noch mehrere Hundert Jahre lang. Hatte Gott unrecht? Hat Gott gelogen? Nein, das hat Er nicht. Im Originaltext steht, wie Gott sagte: „Wenn du beschließt, das zu tun, wirst du an dem Tag sterbend sterben.“ Das Wort „sterben“ steht zwei Mal da. „Adam, du wirst zweifach sterben.“ Im Hebräischen heißt es: „Du wirst sterbend sterben.“ Adam starb an diesem Tag. Er starb geistlich. Das bedeutet nicht, dass er aufhörte zu existieren. Als Ebenbild Gottes war Adam ein ewiges Wesen. Aber nun war er von Gott getrennt. Er war von der Beziehung zu Gott abgeschnitten. Die Sünde hatte seinen Geist, sein wahres Ich, beschmutzt. In seinem Inneren wurde es finster. Er war tot für Gott. Er war tot für eine Beziehung mit Gott. Und als Folge davon starb er auch physisch. Das hatte Gott ursprünglich nicht eingeplant. Manche fragen: „Warum sind wir traurig, wenn ein Christ stirbt und in den Himmel kommt? Eigentlich sollten wir uns doch freuen. Aber trotzdem ist es schwer für uns. Warum?“ Weil es ursprünglich nicht so geplant war. Etwas in uns rebelliert gegen den Gedanken an den Tod. Die Bibel sagt, er sei der letzte Feind. Tief drin in unserer DNA spüren wir, dass es nicht so geplant war.
    Deswegen wehren wir uns gegen den Tod und wollen ihn wegschieben. Adam starb geistlich. Er wurde von einem Leben mit Gott getrennt und von Gott abgeschnitten. Es wurde dunkel in seinem Inneren. Es geschah. Sterbend starb er.

    Aber was hat das mit uns zu tun? Alles! Schauen Sie doch mit mir in das Neue Testament. Römerbrief, Kapitel 5. Von Adam und Eva stammen alle Menschen ab. Sie sind die Urahnen des Menschen. Mit ihnen fing alles an. Von ihnen ging alles aus. Schlagen wir den Römerbrief in Kapitel 5 auf, Vers 12. Hier geht es um Adam. Römer 5:12. Da steht:

    Römer 5:12
    „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben.“

    Mit diesem Tod ist der geistliche Tod gemeint und als Folge davon irgendwann einmal der physische Tod. Dieser Tod hat sich auf alle Menschen ausgebreitet. Als Urahnen des Menschen haben Adam und Eva die gesamte Schöpfung mitgerissen. Und das ist nicht alles. Wir haben nicht nur eine schlechte Ausgangslage, weil wir von Anfang an keinen reinen Geist hatten. Wir haben auch selbst Entscheidungen getroffen und gesündigt.

    Bevor ich Christ wurde, war mir sehr bewusst, dass etwas in mir sehr schlecht ist. Und ich wusste, dass ich das von mir aus nicht ändern konnte, so sehr ich das auch versuchte. Bei mir drückte sich das dann so aus, dass ich von Zeit zu Zeit etwas wegwarf. Das sollte symbolisch für einen Neuanfang stehen. Einmal habe ich mein ganzes Drogenzubehör weggeworfen. Oder ein altes Paar Turnschuhe. Ich habe sie weggeworfen und mir gesagt: „Ich fange ein neues Kapitel an. Ich bin ein neuer Bayless.“ Das hielt dann immer eine Zeit lang an, manchmal ein paar Stunden, manchmal ein paar Tage. Ich glaube, einmal war es sogar eine Woche. Aber das Kernproblem war damit nie gelöst.

    Vielleicht, nein, nicht nur vielleicht, sondern ganz sicher gibt es sehr viele Menschen auf dieser Welt, die mehr Willenskraft haben als ich. Sie ändern ihr Leben und schlagen ein neues Kapitel auf. Sie werfen das Alte weg und schaffen es durch reine Willenskraft, das wirklich durchzuziehen. Aber das Problem ist damit trotzdem nicht gelöst. Die große Leere in ihrem Inneren ist immer noch da. Das Kernproblem ist noch da. In Vers 12 haben wir gelesen: „Der Tod ist zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“

    Römer 3:9-10
    „Was nun? Haben wir einen Vorzug? Durchaus nicht!“ Römer 3, Vers 9. „Denn wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, …“ Mit „Griechen“ sind hier alle gemeint, die keine Juden sind. „… wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde seien, wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer.“

    Und unten in Vers 19:
    „Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei.“

    Es ist einfach eine Tatsache, dass die ganze Welt vor Gott schuldig ist. Die ganze Welt ist durch die Sünde beschmutzt. Vers 23:

    Vers 23
    „Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ Alle! Aber es gibt gute Nachrichten! In Römer 3:23 steht: „Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ Und es geht noch weiter. Lesen wir

    Vers 24
    „… und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.“

    Gerechtfertigt bedeutet gerecht gemacht. Das meint unseren Geist. Ja, wir sind alle schuldig. Ja, der geistliche Tod hat sich auf alle Menschen ausgebreitet. Ja, die Menschheit war von Gott getrennt.
    Aber Gott sei ewig Dank für das, was Jesus vollbracht hat! Wenn ich das für mich annehme, bin ich gerechtfertigt. Mein Geist wird gerechtfertigt. Ich kann zu Gott kommen, und zwar gratis. Ich kann nichts tun. Ich kann nichts hinzufügen. Ich werde umsonst freigesprochen. Die Kirche ist kein Club, dem man beitreten kann. Sie ist die Gemeinschaft von Menschen mit einem erneuerten, gerechtfertigten Geist. Wer das nicht hat, kann zwar in einer Kirche sitzen, ist aber nicht Teil der Kirche. Er kann in einer Kirche sitzen, aber er gehört nicht zur Gemeinschaft der Christen. Mit Ihrem Geist muss etwas geschehen. Schlagen Sie mit mir Johannes 3 auf. Hören Sie auf die Worte von Jesus. Nikodemus, ein jüdischer Führer, kommt in der Nacht zu Ihm. Er stellt Jesus ein paar Fragen. Wir lesen ab Vers 3.

    Johannes 3:3
    „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“

    Es ist also nicht optional. Jesus sagt: „Man muss von Neuem geboren werden.“ Jetzt fragen Sie sich:
    „Was bedeutet das?“ Genau das dachte Nikodemus auch.

    Vers 4
    „Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden?“
    Also ungefähr: „Was zum Kuckuck soll das heißen?“ Vers 5-6
    „Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“

    Wir haben hier in diesem Text zweimal das Wort „Geist“, aber es steht für zwei unterschiedliche Dinge. Zwei unterschiedliche Geister, wenn Sie so wollen. Der Geist, aus dem man geboren wird, ist der Heilige Geist. Und das, was aus dem Heiligen Geist geboren wird, ist der menschliche Geist.
    Wenn Jesus sagt: „Ihr müsst von Neuem geboren werden“, meint Er damit den Geist eines Menschen. Ihr müsst. Und wenn ein Mensch Jesus Christus annimmt, dann schwebt der Heilige Geist über ihm, so, wie der Geist Gottes über den Wassern schwebte und wartete, bis Gott sagte: „Es werde Licht.“ Als Gott das Wort „Licht“ sprach, da kam plötzlich Licht in die Dunkelheit. Der Heilige Geist hatte es geschaffen. Der Heilige Geist ist auch hier und schwebt über uns. Und wenn jemand sagt: „Jesus, ich glaube, dass Gott Dich von den Toten auferweckt hat und ich nehme Dich als meinen Herrn an“ und das wirklich ernst meint, dann wird er neu geschaffen. Der Geist dieser Person wird neu geboren. Und zwar nicht nur symbolisch, sondern tatsächlich.
    Lesen wir weiter. Vers 7-8
    „Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“

    Wissen Sie, Wind hat etwas Geheimnisvolles. Letzte Woche war ich Golf spielen. Wir sind als Familie raus nach La Quinta gefahren, haben die Enkel mitgenommen und sind ein paar Tage dort geblieben. Und ein Freund aus der Kirche war auch da, Michael Wynn. Michael und ich gingen also Golf spielen. Die ersten neun Löcher liefen super. Es wehte kein Wind. Aber plötzlich, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, fing der Wind mit 30, 40 Stundenkilometern an zu blasen. Manchmal fühlte es sich sogar nach noch mehr an. Und ständig drehte er sich. Da standen wir zum Beispiel am Tee und dachten: „Okay, das ist ein 200 Yard Par 3.“ Also nahmen wir einen bestimmten Schläger, weil wir wussten, dass der Wind von hinten kommt und den Ball tragen würde. Aber plötzlich drehte sich der Wind und blies genau von vorn. Also gingen wir zurück zu unserer Tasche und holten einen anderen Schläger. Dann drehte sich der Wind wieder und kam von der Seite. Es war zum Verrücktwerden! Das ist das Geheimnisvolle. Und plötzlich wurde alles still. Und auf einmal fing es wieder an. Ich wusste nicht, woher er kam. Ich wusste nicht, wo er hinging. Ich wusste nicht, was ihn verursachte. Aber ich sah die Wirkung. Ich konnte abschlagen und dachte, ich hätte genug Schwung und der Ball machte hui … biu. Oder ich schlug ab, der Wind kam von der Seite und blies meinen Ball von rechts nach links.

    Soll ich Ihnen etwas sagen? Auch die Neugeburt ist etwas Geheimnisvolles. Man kann sie nie vollständig erklären. Gott ist Gott. Wir werden nie begreifen, wie groß, wie wunderbar, wie hoch, wie tief und wie breit Er ist. Das ist genauso geheimnisvoll wie der Wind. Aber wissen Sie was? So, wie man die Wirkung des physischen Windes sieht, so sieht man auch die Auswirkungen, wenn der Heilige Geist in das Leben eines Menschen hinein bläst und diese Person von Neuem geboren wird. Die Sprache verändert sich. Der Lebensstil verändert sich. Die Beziehungen verändern sich. Alles beginnt sich zu verändern. Das nennt man Frucht. Und das ist das Ergebnis einer echten Bekehrung. Wenn diese Frucht nie zu sehen ist, wage ich zu fragen, ob die Bekehrung wirklich stattgefunden hat.

    Es ist wunderbar zu entdecken, dass Gott uns nicht wegen unserer Taten rettet. In der Bibel steht:
    „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Alles was ich tue, die guten Taten, das Dienen, das Helfen, das Geben, das alles macht mich nicht gerecht vor Gott. Sie sind die Antwort auf die Gerechtigkeit, die ich vor Gott durch Jesus Christus habe. Wenn es andersherum wäre, dann wäre Gott ein Tyrann, der immer mehr fordert. Sie könnten nie wissen, ob Sie genug getan haben. Und Sie wären nie gut genug. Aber Jesus ist gut genug. Er hat am Kreuz Sein Blut für Sie gegeben. Er hat für Ihre Rettung bezahlt, damit Sie Frucht und gute Werke hervorbringen können. Schalten Sie beim nächsten Mal wieder ein. Bis bald.

  • Jule sagt:

    Bin ich bereit für Neues?
    Teil 2
    12.02.2014
    Pastor Bayless Conley

    Liebe Freunde, wir beschäftigen uns mit echter Veränderung. Wir denken über all das nach, was Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha für uns getan hat. Dabei geht es um viel mehr als nur um Vergebung. Der Mensch besteht aus drei Teilen: Körper, Geist und Seele. Wussten Sie, dass Sie ein geistliches Wesen sind? Sie haben eine Seele und Sie leben in einem Körper. Wenn ein Mensch Christ wird, wird sein Geist neu geboren und auch seine Seele beginnt sich zu erneuern. Später werden wir einen neuen Körper bekommen. Aber Gott handelt auch jetzt schon an unserem Körper.

    In der heutigen Predigt wollen wir uns mit der Seele beschäftigen. Das ist etwas, bei dem es viele Missverständnisse gibt. Viele Christen denken, Seele und Geist seien das Gleiche. Sie meinen, die beiden seien sozusagen austauschbar. Aber das sind sie nicht. Nehmen Sie Ihre Bibel zur Hand. Es wird Sie faszinieren, aufklären und befreien. Also: „Bist du bereit für Neues?“

    Wir sind dreieinige Wesen. Sie sind Geist, Sie haben eine Seele und Sie leben in einem Körper. Jesus sagt, Gott ist Geist und wer Ihn anbetet, muss Ihn in der Wahrheit und im Geist anbeten. Beim letzten Mal haben wir im 1. Buch Mose gesehen, dass der Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen wurde. Wenn Gott Geist ist, dann muss also auch der Mensch Geist sein. Der Körper ist nur die Hülle, in die Gott den Menschen gesteckt hat. Sie können mich nicht sehen. Sie sehen nur den Körper, in dem ich lebe. Aber das, was ich wirklich bin, ist unsichtbar. Ich bin ein geistliches Wesen. Ich lebe in einem Körper und ich habe eine Seele.

    Das letzte Mal haben wir über die Erneuerung des Geistes gesprochen. Wenn ein Mensch neu geboren wird, dann passiert buchstäblich genau das mit seinem Geist. So steht es in der Bibel. Jesus prägte diesen Satz. Er sagte: „Ihr müsst von Neuem geboren werden. Was aus Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Heiligen Geist geboren ist, ist der menschliche Geist.“ Der Apostel Paulus nannte das „eine neue Kreatur in Jesus Christus werden“. Er nannte es auch Wiedergeburt. Das geschieht tatsächlich mit Ihrem Geist. Durch die Sünde sind wir von Gott getrennt. Wir spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wir versuchen ihn mit allem zu füllen, was es auf der Welt gibt. Aber eigentlich sind wir dazu geschaffen, mit Gott verbunden zu sein. Das kann nur geschehen, wenn der Geist eines Menschen neu geboren wird. Die Erlösung durch Jesus Christus macht das möglich. Sie verändert unser Inneres und verbindet uns wieder mit Gott. Mit der Seele sind meist die Gedanken, der Wille und die Gefühle eines Menschen gemeint. Daraus besteht die Seele. In Hebräer 4:12 steht:
    „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist.“ Wir benutzen also das Wort Gottes, um Seele und Geist zu trennen, um über beide zu lernen. Aber meist arbeiten die beiden zusammen wie die Finger an einer Hand. In der Bibel wird mit dem Wort „Seele“ oft die Gesamtheit von Körper, Geist und Seele bezeichnet, also die Gesamtheit einer Person. In einigen Fällen kann das Wort, das mit „Seele“ übersetzt wird, auch mit „Leben“ übersetzt werden. Dann bezieht es sich auf das Leben eines Menschen. Erst im Zusammenhang sieht man, ob damit eine Person im Allgemeinen gemeint ist oder eine lebendige Seele oder ob spezifisch von Gedanken, Willen und Gefühlen die Rede ist. Nur das Wort Gottes kann Geist und Seele trennen.

    Schlagen Sie doch mit mir Jesaja, Kapitel 53 auf. Wir lesen ein paar Verse, die wir schon beim letzten Mal gelesen haben. Aber wir betrachten auch noch ein paar neue. Adams Übertretung, seine Auflehnung gegen Gott im Garten Eden, hatte Folgen für die gesamte Menschheit. Und Adams Übertretung und der daraufhin folgende Fall des Menschen aus der Gnade hat für uns in drei Bereichen Folgen: für Körper, Geist und Seele. Und die Erlösung durch Jesus Christus beeinflusst alle drei Bereiche grundlegend: Körper, Geist und Seele.

    Heute möchte ich mich speziell mit der Erneuerung der Seele beschäftigen. Jesaja 53, Vers 10. Das ist das große Erlösungskapitel im Alten Testament. Es geht um Jesus Christus und sein Opfer. In Vers 10 lesen wir:

    Jesaja 53:10
    „Doch dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem Herrn gefällt, wird durch seine Hand gelingen.“

    Er hat Sein Leben als Opfer für unsere Sünden eingesetzt. Vers 11.

    Jesaja 53:11-12
    „Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.“

    In diesen Versen steht, dass die Seele von Jesus Christus Teil Seines Opfers war. Sein Opfer am Kreuz von Golgatha beeinflusste auch Seine Seele. Er hat Seine Seele in den Tod ausgeschüttet. Seine Seele wurde zu einem Opfer für die Sünde. Das Ganze spricht von einer Stellvertretung. Er tat dies für uns. Gehen wir zurück zu Vers 4 und 5 im selben Kapitel. Da steht:

    Jesaja 53:4-5
    „Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“

    Es geht hier um ganzheitliche Rettung für den ganzen Menschen. Das hat Jesus für uns getan, für Körper, Geist und Seele. „Für unser Vergehen wurde er durchbohrt und für unsere Sünde zerschlagen.“ Das bezieht sich auf unseren Geist. Dadurch kann unser Geist, der von der Sünde beschmutzt war, neugeboren werden. Als Nächstes steht dort: „Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden.“ Hier geht es um die Seele: Gedanken, Wille und Gefühle. „Durch seine Striemen sind wir geheilt.“ Da geht es um unseren Körper. Ich lese noch einmal Vers 5. Hören Sie gut zu. „Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden.“ In der Schlachter-Übersetzung steht: „Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten.“

    Wie? Indem Er Seine Seele in den Tod ausgeschüttet und Seine Seele geopfert hat. Die Amplified Bible übersetzt: „Die Strafe, die notwendig war, um uns Frieden und Wohlergehen zu bringen, lag auf ihm. Der Frieden für unsere Seelen wurde durch den Opfertod von Jesus Christus erkauft.“ Zum einen ist das der Friede mit Gott. Meine Seele ist nicht mehr aufgewühlt, weil ich von Gott getrennt bin. Es gibt Frieden für meine Seele, denn ich bin wieder verbunden mit Gott. Und zum anderen bringt der Friede Gottes Ruhe in meine Gedanken und meine Gefühle. Auch das wurde durch Christus erkauft. Die Strafe lag auf Ihm zu unserem Frieden. Er trug die Dornenkrone auf dem Kopf, damit meine Seele Frieden haben kann. Jetzt ist die Frage: Wenn das zur Errettung dazugehört, warum habe ich das nicht? Wenn Jesus Seine Seele geopfert und in den Tod ausgeschüttet hat, wenn die Strafe, die notwendig war, um unseren Frieden zu erkaufen, auf Ihm lag – warum habe ich dann keinen Frieden? Warum bin ich aufgewühlt? Warum bin ich so unruhig? Warum bin ich ängstlich? Eine gute Frage.
    Hier ist die Antwort: Als Sie Jesus Christus angenommen haben, wurde zwar Ihr Geist sofort verändert, aber Ihre Seele hat sich nicht sofort verändert. In Ihrer Seele beginnt ein Prozess der Erneuerung, der nur durch das Opfer von Jesus Christus möglich ist. Wenn ein Mensch Jesus als seinen Herrn annimmt, wird ein Teil von ihm sofort verändert. Und das ist der Geist. Sie werden gerecht gesprochen. In der Bibel steht, der, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde, um uns vor Gott gerecht zu machen. Damit ist unser Geist gemeint. Das ist ein Geschenk Gottes. Man kann es nicht verdienen. Es kommt nicht schrittweise. In dem Moment, indem ein Mensch Jesus annimmt, wird er in Gottes Augen mit der Gerechtigkeit von Jesus gerecht gesprochen. Das geschieht mit unserem Geist. Mit unserer Seele ist es anders. Sie wird nicht sofort und vollkommen verändert. In unserer Seele beginnt ein Prozess, der erst durch die Erlösung durch Jesus möglich ist. Dieser Friede, den Jesus erkauft hat, kann auf übernatürlichem Weg in unsere Seelen kommen, unsere Seelen durchdringen und unsere Seelen beherrschen. Wer von Ihnen will wissen, wie das geht?

    Gut, denjenigen, die es wissen wollen, werde ich es sagen. Alle anderen sitzen eben einfach daneben. Schlagen Sie mit mir den Jakobusbrief auf. Das wird Ihnen gefallen. Und selbst wenn es Ihnen nicht gefallen sollte, wird es Ihnen doch sehr helfen. Jakobusbrief, Kapitel 1. Ich will hier ein bisschen auf den Zusammenhang eingehen. Ich wünschte, wir hätten die Zeit, das ganze Kapitel zu lesen. Das Thema zieht sich nämlich durch das ganze Kapitel und ändert sich nie. Lesen wir ab Vers 2.

    Jakobus 1:2-3
    „Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet…“

    Wer hat ein Problem mit diesem Vers? Juhu, endlich Schwierigkeiten! „Haltet es für Freude, wenn ihr in Versuchung geratet.“ Ich mag keine Versuchung. Hier steht, ich soll mich darüber freuen. Aber das kann ich nur, wenn ich sehe, was daraus folgt.

    „… indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.“

    Gut, dort wollen wir hin: vollkommen und vollendet sein und keinen Mangel haben. Aber ich bin gerade in Schwierigkeiten. Ich habe kein Geld, ich bin krank, habe keine guten Beziehungen. Was soll ich also tun? Ich sehe ein Versprechen und vertraue auf Gott. Ich halte mich an diesem Versprechen fest und bleibe fest im Glauben. Ich muss Geduld haben. Und durch den Glauben an Gott werde ich vollkommen und vollendet und ohne Mangel – wenn ich nicht aufgebe. Und dabei geht es weniger um meinen Glauben als vielmehr um einen kleinen Glauben und einen großen Gott. Er sagt hier: „Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben.“ In anderen Worten, kurz gesagt: Gib nicht auf.
    Vertraue auf Gott und du wirst vollendet und vollkommen werden und keinen Mangel haben. Vielleicht fehlt Ihnen Gesundheit; vielleicht fehlt Ihnen der innere Frieden; vielleicht fehlt Ihnen Geld. Was auch immer es ist – vertrauen Sie auf Gott. Sie können sich mitten in Ihren Schwierigkeiten freuen, weil Sie wissen, dass Gott Seine Versprechen erfüllt. Lesen wir weiter. Vers 5.

    Jakobus 1:5
    „Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden.“

    Hier will ich aufhören. Im Zusammenhang gesehen geht es hier um jemanden, der auf Gott vertraut. Er sucht jeden Tag den Horizont ab, aber es scheint, als wäre nie Land in Sicht. Haben Sie das schon einmal erlebt? Man fragt sich: „Warum passiert denn nichts? Gott, ich vertraue Dir doch!“ Was einem in dieser Situation fehlt, ist Weisheit. In der Bibel steht, Weisheit ist das Wichtigste. Nicht Glaube.
    Weisheit. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Man steckt mitten in Anfechtungen. Man sieht nicht, dass das Versprechen erfüllt wird. Gott sagt: „Du brauchst Weisheit. Bitte mich darum. Ich gebe sie dir.“ Manchmal müssen wir nur etwas ganz Kleines ändern. Und Er wird uns keine Vorwürfe machen. Er wird uns gern Weisheit geben. Nicht vergessen, wir stecken mitten in Schwierigkeiten. Ich will auf etwas Bestimmtes hinaus, bleiben Sie dran. Vers 6.

    Jakobus 1:6-8
    „Er bitte aber im Glauben…“ – Soll heißen, er bitte im Glauben um Weisheit. „… ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde, ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen.“

    „Er soll aber im Glauben bitten, ohne zu zweifeln.“ Glaube kommt aus dem Herzen. In der Bibel, im Römerbrief, steht, dass der Mensch mit dem Herzen glaubt. Mit dem Mund bekennt er, auf dass er gerettet werde. Mit dem Herzen glaubt er, auf dass er gerecht werde. Wenn die Bibel vom „Herzen“ spricht, dann meint sie meistens den Geist. Wissen Sie, was Petrus einmal schrieb? Er meinte damit speziell Frauen. Er schrieb: „Kümmert euch nicht nur um äußeren Schmuck und um eure Frisuren. Kümmert euch vielmehr um den inneren Schmuck des inneren Menschen in eurem Herzen, um einen sanften und stillen Geist.“ Im Neuen Testament wird also das Herz mit dem Geist gleichgesetzt. Der Mensch glaubt mit dem Herzen, also mit dem Geist. Der Glaube kommt aus dem Herzen. Wenn ich also Gott um etwas bitte, sei es Weisheit oder etwas anderes, dann tue ich das mit dem Geist. Und Er sagt „ohne zu zweifeln“. „Wer zweifelt, ist wie eine Meereswoge, die vom Wind hin und her bewegt wird. Er ist ein wankelmütiger Mann, unbeständig in seinen Wegen.“

    Unbeständig. Wissen Sie, was hier im Griechischen steht? „Dipsuchos“. Es bedeutet „zwei Seelen“.
    „Psyché“ ist das griechische Wort für Seele. Unser Wort „Psyche“ ist davon abgeleitet. Die Psyche ist die Seele: Gedanken, Gefühle und Wille. Hier steht, wenn wir Gott bitten, aber zweifeln, dann werden wir hin und her geworfen. Als hätten wir zwei Seelen. Wir sind mal drin, mal draußen, mal oben, mal unten.

    „Ich vertraue. Ich weiß, dass es passiert. Aber warum ist es noch nicht passiert?“

    „Ich weiß, dass Er es tun wird. Aber was, wenn nicht?“

    „Er hat es versprochen. Sein Wort gilt. Warum geht es weiter bergab?“

    „Ich weiß, Gott ist treu. Aber warum fühle ich mich dann so?“

    Hin und her, hin und her, hin und her. Hier steht: „Solche Menschen sollen nicht meinen, sie würden irgendetwas empfangen.“ Was können wir also tun? Lesen wir weiter. Ich wünschte, wir hätten die Zeit, das ganze Kapitel zu lesen. Es geht die ganze Zeit um dieses Thema. Es geht um die Situation, wenn man in Versuchung und Anfechtung steckt. Lesen wir Vers 21.

    Jakobus 1:21
    „Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit, und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu retten vermag!“

    Er schreibt an Christen. Anscheinend sind ihre Seelen noch nicht gerettet. Zwei Seelen in ihrer Brust. Hin und her, hin und her. „Ich habe keinen Frieden. Gott schenkt mir Frieden. Nein, wird Er nicht. Mir geht’s gut. Gott sitzt auf dem Thron. Oh, wo ist Er nur? Er hat mich vergessen.“ Hin und her, hin und her. Ihre Seele wird durch eines gerettet. Sie müssen das eingepflanzte Wort mit Sanftmut aufnehmen. Das wird Ihre Seele retten. Und „gerettet“ bedeutet „erlöst“, „geschützt“ oder „voll Frieden“. Lesen wir weiter. Ab Vers 22:

    Jakobus 1:22-25
    „Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen! Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.“

    Die Lösung besteht darin, das Wort Gottes zu hören und dabeizubleiben. Das bringt übernatürlichen Frieden und Erlösung. Das rückt Ihre Seele zurecht. Das befreit Ihre Seele. Das rettet Ihre Seele. Das schützt Ihre Seele. „Nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu retten vermag.“ Lesen Sie das Wort. Nehmen Sie das Wort auf. Und handeln Sie danach.

    Ich habe das in den vergangenen dreißig Jahren schon oft erzählt. Wahrscheinlich haben es die meisten von Ihnen schon einmal gehört. Ich habe eine ziemlich heftige Drogenkarriere hinter mir, zusammen mit anderen Sachen, die gar nicht gut waren. Kurz bevor ich Christ wurde, hatte ich mit Leuten zu tun, die Schwarze Magie und Hexerei und das alles praktizierten. Ich steckte bis zum Hals im Okkultismus. Ich erlebte Dinge, mit denen ich nichts hätte zu tun haben sollen. Und dazu kamen noch alle möglichen halluzinogenen Substanzen. Wenn man Okkultismus und Hexerei mit halluzinogenen Drogen zusammenbringt, ist das absolut nicht gut. Ich bekam große geistliche Probleme. Es öffneten sich Türen, die lieber hätten geschlossen bleiben sollen. Ich wusste, dass es den Teufel gibt, bevor ich wusste, dass es Gott gibt. Keiner hatte mir je die Frohe Botschaft erzählt. Kein einziger Mensch hatte mir jemals etwas über den Heilsplan Gottes gesagt. Aber ich wusste, dass es den Teufel gibt. Und ich wusste, dass es Dämonen gibt, denn ich hatte sie erlebt. Und eines Tages erzählte mir ein kleiner Junge von Jesus. Das war das erste Mal, dass ich die gute Nachricht hörte. Ich landete in einer kleinen Straßenmission, wo ich mein Leben Jesus anvertraute. Man legte mir die Hände auf und ich wurde von meinen Süchten befreit. Das ist jetzt 37, fast 38 Jahre her. Ich habe seitdem keine Drogen mehr genommen. Gott war so gut zu mir. Mein Geist war sofort neugeboren.
    Ich wurde von den dämonischen Mächten befreit. Aber mit meiner Seele war es anders. In meiner Seele begann ein Prozess, der auch jetzt noch anhält. Sie wächst und sie wird reifer. Ich war gerettet. Ich war ganz und gar gerettet. Aber ich hatte trotzdem noch Angst. Meine Gedanken wurden jeden Tag ständig von dieser Angst gequält, weil ich bestimmte Dinge erlebt hatte.

    Ich werde jetzt nicht erzählen, was das alles war. Das würde niemandem gut tun. Es soll reichen, wenn ich sage, dass es das Letzte war, an das ich abends vor dem Einschlafen dachte und das Erste, das ich morgens spürte: Angst. Ich hatte Angst vor dem Teufel. Und als junger Christ betete ich jeden Tag ein ganz kindliches Gebet: „Gott, bitte hilf mir, keine Angst vor dem Teufel zu haben.“ Ich betete das sicher hundert Mal am Tag. „Gott, bitte hilf mir, keine Angst vor dem Teufel zu haben. Hilf mir, keine Angst vor dem Teufel zu haben. Bitte hilf mir, keine Angst vor dem Teufel zu haben.“

    Wenn Sie ein bisschen verstehen, was ich erlebt habe, dann verstehen Sie dieses Gebet. Es kam aus der Tiefe meines Herzens. Und ich habe etwas richtig gemacht. Das hatte mir keiner gesagt, aber ich kaufte mir auf einem Flohmarkt eine dicke alte Bibel. Ich wohnte damals über einer Kneipe und hatte nicht einmal Strom in dem Zimmer, das ich gemietet hatte. Bei Kerzenlicht las ich in der Bibel. Und ich las und las und las und las und las und las und las und las und las und las. Ich las es laut vor. Ich blieb bis zum Morgengrauen wach und las in der Bibel. Ich nahm mit Sanftmut das eingepflanzte Wort auf, das meine gequälte Seele zu retten vermochte. Und wissen Sie was? Etwa drei Monate nach meiner Bekehrung ging ich eines Tages die Straße entlang und plötzlich wurde mir bewusst: „Sie ist weg. Ich habe keine Angst mehr vor dem Teufel. Sie ist weg.“ Die Angst war weg. Sie hatte mich den ganzen Tag wie ein kleiner kläffender Hund verfolgt. Sie war immer am Rande meines Bewusstseins und wenn ich daran dachte, packte sie mich. Sie war weg und ist seitdem nie wiedergekommen. Das ist fast vierzig Jahre her. Sie ist nie wiedergekommen. Was war passiert? Jesus Christus hat Frieden für mich erkauft, indem Er Seine Seele geopfert und im Tod ausgeschüttet hatte. Er hat die Strafe auf sich genommen, die nötig war, um Frieden und Wohlergehen für mich zu erkaufen. Diesen Frieden bekomme ich, wenn ich das Wort mit Sanftmut aufnehme und es tue.

    Nehmen Sie es auf. Es kann Sie retten. Das Wort „retten“ meint „erlösen“ und „Ihre Seele befreien“. Schlagen Sie mit mir Psalm 19 auf. Einige starren mich einfach an. Sie werden es verstehen, wenn Sie aufpassen. In Psalm 19:8 steht:

    Psalm 19:8
    „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele.“

    Wörtlich bedeutet das: „Es erneuert die Seele.“ In den folgenden Versen ist noch mehr von der Heiligen Schrift die Rede. Da steht, wir sollen das Wort Gottes mehr begehren als Gold und Silber. Und es ist süßer als Honig und Wabenhonig. Freunde, wenn Ihnen bewusst wird, welch mächtige Befreiung und welch großen Frieden das Wort Gottes Ihrer Seele durch das bringen kann, das Jesus getan hat, dann werden Sie es mehr begehren als Silber und Gold. Und es wird Ihnen süßer schmecken als Honig und Wabenhonig. Das Gesetz des Herrn ist vollkommen. Es erquickt, es verwandelt und erlöst die Seele. Wenn Sie an Seinem Wort dranbleiben, wird Gottes rettende Macht in Ihrer Seele wirken. Im Jakobusbrief lesen wir, dass der Mensch gesegnet ist, der in das Gesetz der Freiheit hineinschaut und darin bleibt. Damit ist das Wort Gottes gemeint.

    Wissen Sie, es ist wichtig, über diese Dinge nachzudenken. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Geist und Seele zu verstehen. Und es ist wichtig zu verstehen, was mit Ihrer Seele geschieht, wenn Sie Christ werden und was Sie selbst tun können. In der Bibel steht, dass es nicht gut ist, wenn die Seele ohne Wissen ist. Wir haben als Letztes einen Vers aus Psalm 19 gelesen, in dem steht, dass das Gesetz des Herrn vollkommen ist. Es erquickt und verwandelt die Seele. Gott will an unseren Seelen handeln. Im Jakobusbrief steht, wir sollen das eingepflanzte Wort mit Sanftmut aufnehmen, das unsere Seelen retten kann. Wissen ist etwas Gutes. Aber es geht nicht darum, Wissen anzusammeln oder darin schwelgen, wie klug wir doch sind. Wenn man etwas weiß, kann man es anwenden. Gott sagt: „Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“ Und in Jesaja steht: „Mein Volk wird gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis.“ Freunde, Wissen ist etwas Gutes. Wissen über die Bibel ist gut, besonders wenn es um unsere Erlösung geht. Ich wünschte, wir hätten das Thema Seele, was Gott tun will und was Er in unseren Seelen tut, in dieser Sendung zu Ende führen können. Aber das wäre für eine Sendung zu lang geworden. Anstatt alles zu schneiden, hat diese Predigt mehrere Teile. Deswegen sollten Sie beim nächsten Mal unbedingt wieder einschalten, denn dann hören Sie den nächsten Teil. Bis dahin bete ich, dass Gottes reicher Segen mit Ihnen ist und dass Gott in Ihrer Seele wirkt.

  • Jule sagt:

    Bin ich bereit für Neues?
    Teil 3
    19.01.2014
    Pastor Bayless Conley

    Wussten Sie, dass es in der Bibel heißt, wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut? Wir haben einen Feind, den Teufel, der umhergeht wie ein brüllender Löwe, der sucht, wen er verschlingen kann. Wenn er irgendwo an Ihnen eine Zielscheibe platzieren würde – sei es an Ihrem Geist, Ihrer Seele oder Ihrem Körper – welche Stelle würde er sich dafür wohl aussuchen? Darüber werde ich heute sprechen.

    Bitte schlagen Sie mit mir Psalm 143 auf. Hier sehen wir, dass unsere Seele das Ziel des Feindes ist. Ihre Seele ist der Teil – vielleicht sogar der Hauptteil – von Ihnen, auf den der Feind abzielt. In Psalm143, Vers 3 und 4, heißt es:

    Psalm 143:3-4
    „Der Feind verfolgt meine Seele, tritt mein Leben mit Füßen und stößt mich in eine Dunkelheit, wie bei Toten im Grab. Mein Geist ist erstarrt, ich bin vor Angst wie gelähmt.“

    David sprach hier von natürlichen Feinden, doch die treibende Kraft hinter diesen natürlichen Feinden war Satan. Die Bibel sagt im Epheserbrief, dass wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen. Das tun wir heute nicht und das war auch damals nicht der Fall. Hinter den Kulissen waren geistliche Mächte am Werk und David sagte: „Der Feind verfolgt meine Seele und tritt mein Leben mit Füßen.“

    Hier sind einige Menschen, die das verstehen. Sie fühlen sich zerstört und es scheint, als sei nur noch Finsternis um sie herum. So wirkt der Teufel. Er beschwört Depressionen, düstere Gedanken und Zweifel in Ihnen herauf. Und wenn Sie ihm nicht widerstehen und nicht im Wort Gottes lesen, das Ihre Seele retten kann, wird er Ihre Seele überwältigen und sie taub und gefühllos machen. Und genau darauf hat er es abgesehen. Aber Ihren Geist kann er nicht anrühren. Ihr Geist wurde erneuert. Das lesen wir im 1. Johannesbrief. Jemand, der aus Gott geboren wurde, kann das Böse nicht anrühren. Mein Geist wurde aus Gott geboren. Hier ist der Zutritt verboten! Der Glaube kommt durch meinen Geist. Hier vertraue ich Gott. Mein Geist ist die Wurzel von allem Guten, das in meinem Leben passiert. Hier spricht Gott zu mir; hier fließt der Segen. Der Teufel will das verhindern und so sagt er sich: „Ich werde ihre Seele angreifen.“ David sagte: „Der Feind verfolgt meine Seele und stößt mich in die Dunkelheit. Ich fühle mich wie ein lebender Toter. Mein Geist ist erstarrt.“ Ihr Geist, der aus Gott geboren ist, kann nicht angerührt werden, doch ihre Seele kann im Gefängnis enden. Und ich glaube, wir haben einige Menschen in Gottes Familie, die in gewisser Weise Kriegsgefangene sind. Sehen wir uns jetzt Psalm 142 an. Vers 8.

    Psalm 142:8
    „Befreie mein Leben aus dem Gefängnis, damit ich dich lobpreisen kann! Die Gerechten werden sich um mich scharen, weil du mir Gutes getan hast.“

    Wenn die Seele eines Menschen im Gefängnis ist, erkennt man das mitunter daran, dass er nicht die Freiheit hat, Gott anzubeten. Die Bibel sagt in 1. Petrus 2:11, wir sollen uns von fleischlichen Begierden, die gegen unsere Seele kämpfen, fernhalten. Das ist ein Krieg! Wenn es dem Teufel gelingt, Ihre Seele mit Zweifeln, düsteren Gedanken und Depressionen zu füllen, kann er auch das Feuer Ihres Geistes löschen und dann geht gar nichts mehr.

    Ich las einmal eine Geschichte über einen armen Bären in einem Wanderzirkus. Seinen Besitzern war er völlig egal. Er war ständig in einem engen Käfig gefangen. Sie ließen ihn nie heraus. Die Leute spotteten über ihn, bewarfen ihn mit Unrat, stießen ihn herum und quälten ihn. Und er tat jahrelang jeden Tag nichts weiter, als in seinem knapp vier mal vier Meter großen Käfig hin- und herzugehen.
    Wenn er nicht schlief, ging er ständig hin und her. Eines Tages kam jemand von einem Zoo vorbei. Er hatte Mitleid mit dem Bären und kaufte ihn den Zirkusleuten ab. Im Zoo gab es ein großes Gehege für ihn. Da war ein Wasserfall, es gab Höhlen und Baumstämme und Felsen, auf die er klettern konnte. Doch auch dort tat der Bär bis zu seinem Tod nichts anderes, als jeden Tag immer wieder jeweils vier Meter hin- und herzulaufen. Er konnte das große Gehege nicht genießen, weil seine Seele nicht mitspielte. Er war in sich gefangen und lebte nie ein erfülltes Leben, weil seine Seele Schaden genommen hatte.

    So leben auch manche Menschen, weil ihre Seele im Gefängnis ist. Sie ist nie gewachsen, nie gereift.

    Sie leben kein erfülltes, friedliches Leben. Sie gehen nur vier Meter hin und her. Vielleicht gehen sie zur Arbeit, haben eine Familie und gehören sogar einer Gemeinde an, aber sie gehen immer nur vier Meter hin und her. Wie bricht man nun aus so etwas aus? Wie befreien wir unsere Seele aus dem Gefängnis? Ich sage es nochmals: Empfangen Sie in Demut das eingepflanzte Wort, das Sie retten und erlösen und Ihre Seele befreien kann.

    In 2. Timotheus 3:16 heißt es, die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich. Das griechische Wort für eingegeben bedeutet wörtlich: Gott hat geatmet. Gott hat Seinem Wort Sein Leben eingehaucht. Jesus sagte in Johannes 6:63: „Die Worte, die ich euch gesagt habe, sind Geist und Leben.“ Das griechische Wort hier ist „zoe“. Die Worte sind schwanger mit dem übernatürlichen Leben Gottes! Und wenn sie in Ihre Seele kommen, können sie Ketten sprengen, Frieden bringen und Ihren Fokus schärfen. Nehmen Sie das Wort Gottes in sich auf, indem Sie es lesen. Ich möchte Sie heute dazu bewegen, eine Liebesbeziehung mit diesem Buch einzugehen.

    Als Erstes müssen wir uns also mit Gottes Wort füllen. Aber das ist noch nicht alles. Zweitens ist es wichtig, dass wir lernen, zu unserer Seele zu sprechen. David tat das oft. Bitte schlagen Sie Psalm 42 auf. Lernen Sie, zu Ihrer Seele zu sprechen. Psalm 42, wir sehen uns Vers 6 an.

    Psalm 42:6
    „Was bist du so gebeugt, meine Seele, was stöhnst du in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihn noch loben für die Rettung, die von ihm kommt.“

    Wer spricht hier? Es ist der geistliche Mensch, der zu seiner Seele spricht. „Warum bist du so gebeugt, meine Seele? Hoffe auf Gott!“ Und in Vers 12 heißt es:

    Psalm 42:12
    „Was bist du so gebeugt, meine Seele, was stöhnst du in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihn noch loben für die Rettung, die von ihm kommt, meinem Gott.“
    In Psalm 43, Vers 5, heißt es: Psalm 43:5
    „Was bist du so gebeugt, meine Seele, was stöhnst du in mir? Hoffe auf Gott! Denn ich werde ihn noch loben für die Rettung, die von ihm kommt, meinem Gott.“

    Er spricht zu seiner Seele. Und in all diesen Versen verknüpft David die Hoffnung mit der Seele. Die Hoffnung beeinflusst die Seele. Sie kommt aus der Seele.

    Im Neuen Testament in Hebräer 6, Vers 19 heißt es: „Die Hoffnung ist der Anker der Seele.“ „Seele, hoffe auf Gott. Sei nicht entmutigt. Wir werden es schaffen. Gott ist treu.“ Lernen Sie, zu Ihrer Seele zu reden. Die Hoffnung ist ein Anker für Ihre Seele. Sie hält Sie in Stürmen fest.

    Kennen Sie den folgenden Vers? Hebräer 11:1. Bitte hören Sie zu. Das kann Ihnen helfen. „Der Glaube ist die Grundlage unserer Hoffnung; ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht.“ In der New English Bible wurde das sehr wörtlich übersetzt. Hier heißt es: „Der Glaube gibt unserer Hoffnung die Grundlage. Aber Glaube ohne Hoffnung ist hoffnungslos.“ Glaube ohne Hoffnung hat keine Grundlage. Glaube kommt aus dem Geist, aus dem Herzen. Der Mensch glaubt mit dem Herzen. Mit Herz und Geist vertrauen wir Gott. Der Glaube gibt unserer Hoffnung die Grundlage. Gut, der Teufel kann meinen Geist nicht anrühren. Was also greift er an? Meine Hoffnung. Wenn er meine Hoffnung zerstören kann, zerstört er auch meinen Glauben. Mein Geist wird überwältigt und mein Glaube hat keine Grundlage mehr. Der Glaube ist das Baumaterial und die Hoffnung der Bauplan. Der Raum, in dem wir hier sind, hat zuerst auf dem Papier existiert, bevor er gebaut wurde. Er war ein Traum, den jemand in seinem Herzen und seinem Sinn hatte. Wenn Sie hätten verhindern wollen, dass Cottonwood gebaut wird, wäre es dumm gewesen, sich nachts auf die Baustelle zu schleichen und Trockenwände und Nägel zu stehlen. Das hätte den Bau nicht verhindert. Doch wenn Sie herausgefunden hätten, wo die Baupläne aufbewahrt werden und dann dort eingebrochen wären und sie gestohlen und vernichtet hätten, wäre der Bau ins Stocken geraten. Der Glaube ist das Baumaterial; die Hoffnung ist der Bauplan. Der Teufel hat es auf den Bauplan abgesehen, den Gott Ihnen gegeben hat – für eine großartige Ehe, einen starken Körper, eine gesunde Familie, eine Erfolg versprechende Zukunft und dafür, wie Gott Sie gebrauchen will, um das Evangelium bis ans Ende der Welt hinauszutragen.

    Als wir noch Kinder waren, wollten wir Feuerwehrmann, Pilot, Arzt oder Präsident werden. Wir hatten große Hoffnungen! Aber was ist dann mit einigen von uns passiert? Wir sind in einem Käfig von vier mal vier Meter gelandet. Unsere Hoffnungen wurden zunichte gemacht. Wir wurden nach Gottes Bild erschaffen. Wir sollen große Ziele und Träume haben und ein erfülltes, einflussreiches Leben führen. Aber der Teufel will das nicht. Was also tut er? Der Feind greift meine Seele an, um meinen Geist zu überwältigen, sodass mein Glaube keine Grundlage mehr hat. Deshalb sprach sich David, wie wir gelesen haben, sehr oft selbst Mut zu und redete zu seiner Seele. So heißt es auch in Psalm 103:
    „Auf, meine Seele, preise den Herrn, und alles in mir seinen heiligen Namen! Auf, meine Seele, preise den Herrn, und vergiss es nie, was er für dich tat. Er vergibt dir all deine Schuld. Er ist es, der all deine Krankheiten heilt, der dich mit Liebe und Erbarmen bedeckt, der dein Jungsein wieder erschafft.“ Meine Seele, preise den Herrn! Es ist mir egal, wie du dich fühlst. Es ist mir egal, was du durchmachst. Wir hoffen auf Gott. Wir beten Gott an. Er ist wahrhaftig; Sein Wort ist wahrhaftig.
    Manchmal sollten Sie sich einfach im Herrn ermutigen!

    Sicher kennen Sie die Geschichte, als David mit seinen Männern nach Ziklag zurückkam und feststellte, dass die Amalekiter in die Stadt eingedrungen waren, ihre Frauen und Kinder entführt und alles niedergebrannt hatten. David und seine Männer hatten gerade einen Auftrag erledigt, den Gott ihnen erteilt hatte. Und jetzt kamen sie zurück und alles war niedergebrannt. Alle waren fort. Sie fragten sich: „Gott, wir tun unser Bestes, um dir nachzufolgen. Und jetzt das?“ Und die Bibel sagt, Davids Männer gaben ihm die Schuld dafür, ohne zu bedenken, dass auch er seine Familie verloren hatte. In solchen Zeiten kann man wirklich vor die Hunde gehen, wenn man nicht aufpasst. Aber wissen Sie, was die Bibel sagt? David ermutigte sich im Herrn. Er sprach zu seiner Seele und dann suchte er Gott und sagte: „Gott, soll ich sie verfolgen? Was soll ich tun?“ Gott sagte: „Verfolge sie. Du wirst alles zurückgewinnen.“ Und David vertraute auf das Wort des Herrn und handelte danach. Das ist Glaube in Aktion. Doch bevor er im Glauben vorwärts gehen konnte, musste in seiner Seele etwas passieren. Er ermutigte sich im Herrn. Und manche von Ihnen sollten dasselbe tun.

    Ich möchte noch über einen letzten Punkt sprechen. Ich bin fast fertig. Wahrscheinlich kennen Sie diesen Vers aus der Bibel. Er ist aus 3. Johannes, einem kurzen Brief ziemlich am Ende der Bibel. Er hat nur ein Kapitel. In 3. Johannes 2 heißt es: „… ich wünsche, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und dass dein Körper so gesund ist wie deine Seele.“ Vielleicht sagen Sie: „Aber das schrieb er seinem Freund Gajus, deshalb gilt das doch nicht für jeden.“ Aber dann gilt auch der Rest des Briefes nicht für alle. Dann können Sie ihn ebenso gut aus Ihrer Bibel herausreißen. „… ich wünsche, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und dass dein Körper so gesund ist wie deine Seele.“ Es dreht sich alles um den Zustand Ihrer Seele. Ihre Gesundheit, Ihr Segen – alles steht in Verbindung mit Ihrer Seele.
    Dass Ihr Körper so gesund ist wie Ihre Seele.

    Gehen wir kurz zurück zu Jesaja 53. Wir haben vor kurzem Vers 5 gelesen, wo es von Jesus heißt:
    „Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz.“ Erinnern Sie sich? Nun, das hebräische Wort für den Frieden… das wissen Sie sicher…, lautet Shalom. Er ertrug den Schmerz, der dafür nötig war, damit wir Shalom haben. Im Hebräischen bezieht sich Shalom, der Friede, nicht nur auf unser Inneres. Er meint mehr als nur den inneren Zustand der Ruhe und der Gelassenheit, nämlich auch die äußeren Umstände. Er umfasst alles, was zu unserem Frieden und unserem Wohlergehen beiträgt, wie dass wir uns sicher fühlen und unsere Bedürfnisse gestillt werden. In Psalm 69, Vers 23 wird das Wort Shalom mit Wohlergehen übersetzt, in Psalm 38, Vers 3 wird es mit dem Wort Ruhe wiedergegeben, und in 1. Mose 43, Vers 28, finden wir die Übersetzung „Gesundheit“. In Psalm 35, Vers 27, steht als Übersetzung für Shalom das Wort Wohl. Der Vers lautet im Ganzen: „Alle, die meinen Freispruch wünschen, sollen jubeln und sich freuen. Stets sollen sie sagen: Groß ist Jahwe, der Freude hat am Wohl seines Dieners!“ Der Schmerz war nötig, damit wir Frieden und Ruhe haben, damit es uns wohl ergeht und wir gesund sind. Und das bedeutet einfach, dass unsere Bedürfnisse gestillt werden und wir noch genug übrig haben, um anderen zu helfen. Das alles ist in der Bedeutung des Wortes Shalom enthalten und die Bibel sagt, dass Jesus uns diese Dinge ermöglicht hat, indem Er zu unserem Stellvertreter wurde. Das passt zu 3. Johannes 2, oder? „… ich wünsche, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und dass dein Körper so gesund ist wie deine Seele.“ Es ist großartig, ein neues Leben zu haben. Aber Sie können auch ein elendes, bedrücktes Leben führen, bis Sie in den Himmel kommen.

    Manche Christen tun das. Aber das muss nicht sein. Damit will ich nicht sagen, dass Sie nie Probleme haben werden. Das werden Sie. Wir müssen lernen, es für reine Freude zu halten, wenn wir Schwierigkeiten haben. Aber manchmal kommen sie knüppeldick. Ich will das nicht schönreden. Aber ich sage Ihnen: Wir können als Überwinder leben. Er führt uns immer zum Triumph, heißt es in der Bibel. „Dies ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube.“ Doch wenn unser Glaube erstickt wird, schwindet unsere Hoffnung. Wenn Sie in all dem leben wollen, was Jesus Ihnen durch Seinen Tod geschenkt hat, sollten Sie Zeit mit Seinem Wort verbringen und in eine Gemeinde gehen und hören, wie das Wort gepredigt wird. Die Bibel sagt, dass wir unsere Zusammenkünfte nicht versäumen sollen, wie einige es tun und dass Gott der Gemeinde Gaben verliehen hat, um uns zu lehren und zu helfen. Aber ich wäre sehr besorgt, wenn meine Kinder nie anfangen würden, allein zu essen. Wir haben jetzt zwei Enkel. Einer ist vier und einer zwei. Gestern hatten wir Familienabend. Ich habe gekocht und die Enkel bekamen ihren Latz um. Sie aßen Papas Essen und Asher sagte: „Papa, guck!“ Und Sawyer sagte: „Papa!“ Und er aß einen großen Löffel voll. Wir alberten herum, aber sie aßen selbst. Wenn Asher und Sawyer mit ihren vier und zwei Jahren noch sagen würden: „Füttere mich!“, wäre etwas nicht in Ordnung. Wenn Sie größer werden, fangen Sie an, allein zu essen. Und dasselbe gilt in geistlicher Hinsicht.

    Ich weiß, dass einige junge Christen hier sind und es sind Menschen hier, die schon lange Christ sind und deren Bibel mittlerweile Staub angesetzt hat. Aber es gibt keine Verdammnis. Wir befinden uns in einem geistlichen Kampf und als Pastor weiß ich, wie das sein kann. Manchmal habe ich einfach keine Lust, in die Gemeinde zu kommen oder in meiner Bibel zu lesen. Ich kenne diesen Kampf. Es ist ein übernatürlicher Kampf. Aber wissen Sie was? Wenn wir ihn überleben wollen, müssen wir in dem Buch lesen. Ich glaube, gerade dann, wenn die Zeiten am härtesten für uns sind und es scheint, als müssten wir das Letzte aus uns herausholen, um sie durchzustehen, machen wir die größten Fortschritte. Ich glaube, während dieser Zeiten wird das Wort noch tiefer in unsere Seele eingepflanzt als zu jeder anderen Zeit. Wenn das Leben hart ist und Sie dranbleiben, reift Ihre Seele heran, sie wird stark und wächst; Ketten werden gesprengt; es steigt neue Hoffnung in Ihnen auf und der Glaube sagt: „Hey, hier ist etwas, das ich untermauern kann! Ist da jemand, für den ich beten kann?“ Das ist es, was wir wollen. Ich meine, wir wollen es für uns selbst, aber ich will so viel davon, dass Gott mich dafür gebrauchen kann, es an andere weiterzugeben. Ich will anderen helfen, die zu kämpfen haben. Und wenn auch Sie zu kämpfen haben – hey, wir helfen Ihnen, so gut wir nur können. Das ist völlig in Ordnung. Aber machen Sie es sich zum Ziel, nicht immer der Bedürftige zu sein, sondern irgendwann sagen zu können: „Ich habe etwas zu geben. Ich möchte jemandem die Hände auflegen. Ich möchte jemandem ein Wort der Ermutigung geben. Ich will jemandes Herz mit Hoffnung erfüllen. Ich will die Flamme eines Menschen neu entfachen.“ Das ist es, was Gott will.

    Bitte beugen Sie den Kopf und schließen Sie die Augen. Ich glaube, ich schweife zu sehr ab.

    Himmlischer Vater, wir danken Dir für alles, was Jesus für uns getan hat, nicht nur für unseren Geist. Herr, Du machst uns fit für den Himmel. Du hast einen Weg geschaffen, wie unsere Seele von Frieden, Hoffnung und Güte erfüllt werden kann. Danke, Gott.

    Bitte halten Sie den Kopf gesenkt und die Augen geschlossen. Vielleicht sind Sie allein hier oder mit einem Freund. Vielleicht kennen Sie Jesus noch nicht persönlich. Aber wenn Sie bereit sind, Ihm Ihr Herz zu öffnen und Ihn in Ihr Leben einzuladen, wird Er Sie nicht abweisen. Er wird Sie verändern. Sie sind ein geistliches Wesen. Sie werden irgendwo die Ewigkeit verbringen. Ihr Geist muss erneuert werden und dann können wir an Ihrer Seele arbeiten. Doch das, worüber wir heute gesprochen haben, ist nur möglich, wenn Ihr Geist mit Leben erfüllt wurde. Lassen Sie uns ein einfaches Gebet sprechen. Wenn Sie es aufrichtig mitbeten, wird Gott Ihnen begegnen, denn die Bibel sagt, man wird für gerecht erklärt, wenn man mit dem Herzen glaubt und man wird gerettet, wenn man seinen Glauben mit dem Mund bekennt. Jesus starb am Kreuz und bezahlte für unsere Sünden. Nichts steht zwischen Ihnen und einer Beziehung mit Gott, außer Ihrem Willen. Gott zwingt niemanden. Sie müssen es wollen. Und wenn das der Fall ist, beten Sie doch jetzt mit mir. Sagen Sie:

    Gott, danke dass Jesus am Kreuz starb, um meine Sünden auszulöschen. Jesus, danke dass Du für mich gestorben bist und Deine Seele ausgegossen hast bis zum Tod. Danke, dass Du die Strafe auf Dich nahmst, damit ich Frieden haben kann. Ich glaube, dass Du von den Toten auferweckt wurdest, und, Jesus, ich bitte Dich, in mein Leben zu kommen. Sei mein Herr, mein Retter. Ich vertraue Dir.
    Amen.

    Ich hoffe, Sie haben das Gebet, das wir hier als Gemeinde gebetet haben, mitgebetet und Jesus Ihr Leben anvertraut. Sie können in Ihrem Leben vieles richtig stellen und viel Segen haben. Aber wenn Sie keine Beziehung zu Gott haben, gibt es letztendlich nichts, was zählt. Eine Beziehung mit Gott ist das Allerwichtigste in unserem Leben. Wenn Sie Jesus noch nie Ihr Herz geöffnet und Ihm Ihr Leben anvertraut haben, warum tun Sie es nicht jetzt? Ja, ich meine Sie! Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein. Bis dann

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