Beziehungen – können sie heilen?

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Comments

  • Jule sagt:

    Beziehungen – können sie heilen?

    Einleitung:

    In unserem Leben gibt es bestimmte Phasen, die wir durchlaufen.

    die vorgeburtliche Phase

    die Geburt

    das Babyalter

    das Trotzalter

    das Schulalter

    die Pubertät

    die Jugendzeit

    das Erwachsenenalter

    Wir durchlaufen ganz automatisch verschiedene Lebensphasen. Jede Zeit hat ihre besonderen Freuden, und jede hat ihre besonderen Schwierigkeiten.

    Auch eine Beziehung durchläuft verschiedene Phasen. Nicht unbedingt alle, die wir eben aufgezählt haben, aber manche schon. Da ist zum Beispiel als erstes…

    à Folie

    Die Phase der Romantik

    Man ist verliebt. Man liest die Wünsche des anderen von den Augen ab. Man tut dem andern so viel Gutes, wie es nur irgend geht. Man geht eng umschlungen. Man tauscht viele Zärtlichkeiten aus. Kurz: man sieht alles rosarot und der Himmel, den man von Wolke 7 aus beobachtet, hängt voller Geigen. Das ist die Phase, wo man stundenlang miteinander reden kann, und wo man lange Briefe schreibt.

    Aber eigentlich ist das eine Baby-Beziehung. Man ist im Grunde blind für die Unterschiedlichkeit, blind für die Andersartigkeit des Partners.

    Ein Baby ist eben auch etwas wunderschönes. Etwas Warmes. Etwas Knuddeliges. Und so ist auch eine Babybeziehung. Man kann diese Zeit echt genießen.

    à Folie

    Die Phase der Realität

    Auf einmal entdeckt man die ersten Verschiedenheiten. Meinungsverschiedenheiten. Disharmonien. Man denkt, das renkt sich wieder ein. Aber dem ist nicht so. Wenn man in dieser Phase steckt, kann es echt hart sein. Vielleicht fließen die ersten Tränen. Vielleicht kommen die ersten Zweifel: „Hab ich wirklich den richtigen Partner geheiratet?“ Ich wollte doch eine harmonische Beziehung haben!

    Bei Sylvia und mir kam die realistische Phase bereits nach wenigen Monaten… Kärnten – Karlsruhe

    Gefahr: aufgeben.

    Viele Jungverheiratete geben hier bereits auf!

    Dramatischer Anstieg in der Scheidungsstatistik zwischen dem 2. und 5. Ehejahr!

    Scheidung kommt nicht in Frage! à Flucht nach vorn!

    Was uns in jener Phase nicht deutlich war, was wir aber heute wissen, ist, dass dieser Übergang von der romantischen in die realistische Phase ein Wachstumsprozess in der Ehe ist.

    Es ist normal, das wir Schwierigkeiten miteinander haben. Wir leben doch nicht im Paradies. Nicht mehr im Paradies. Wir leben in einer gefallenen Welt. Die Beziehung des Menschen zu Gott ist zerbrochen – und zwar durch die Sünde.

    Sünde zerstört immer Beziehungen!

    – zu Gott à alle theologischen Probleme kommen daher

    – zum Mitmenschen à alle soziologischen Probleme kommen daher

    – zu sich selbst à alle psychologischen Probleme kommen daher

    – zur Umwelt à alle ökologischen Probleme kommen daher

    Das müssen wir realisieren und ernst nehmen!

    à Folie

    Die Phase der Resignation

    Man lebt nebeneinander her. Man arrangiert sich irgendwie. Nach außen hin bleibt die Ehe erhalten – vielleicht um der Kinder willen, oder um der Verwandten willen, oder um der Gemeinde willen… (?) Aber im Kern stimmt es nicht.

    Es können auch Kampf-Ehen sein. Um jede Kleinigkeit wird gestritten. Machtkämpfe. Die Beziehung ist in einer echten Krise.

    Was tut man da? Es gibt drei Möglichkeiten.

    1. Man kann es dabei belassen. Irgendwie geht es schon weiter. Aber es kann sein, dass die beiden Ehepartner sehr einsam werden.

    2. Man lässt sich scheiden. Das ist auch eine Möglichkeit. Aber es ist nicht das, was Gott will. Gott hasst Scheidung. Gott möchte Beziehungen heilen! Gott möchte, dass das was sein Sohn für uns am Kreuz getan hat, wirksam wird für unsere Beziehungen – auch für unsere christlichen Ehen.

    Darum kann man sich für eine dritte Möglichkeit entscheiden, nämlich konstruktiv an der Beziehung zu arbeiten.

    à Folie

    Die Phase der Rekonstruktion

    Die nächste Phase kommt nicht automatisch. Da muss gearbeitet werden. Das Trennende muss ins Auge gefasst werden (die Steine angucken) und man muss Miteinander ins Gespräch kommen.

    Wie kam es zu dieser Situation? Was ist in unserer Beziehung schief gelaufen? Worüber haben wir nicht (genügend) gesprochen? Vielleicht muss man erkennen: Sünde war auch, das ich nicht gesagt habe, was ich denke. Fehlende Offenheit ist ein ganz großes Problem in vielen Beziehungen.

    à Aufgabe: Wo stehen wir im Augenblick?

    Sylvia und ich haben damals angefangen, Ehebücher zu lesen.

    Und wir haben mit einem Seelsorger gesprochen. Das Hindernis „Stolz“ muss überwunden werden (vor allem bei uns Männern)!

    Sylvia und ich waren beide bereit, an unserer Beziehung zu arbeiten. Es ging von da an nicht nur immer steil bergauf. Vielleicht fällt man in dieser Phase der Rekonstruktion ab und zu zurück in die Phase der Resignation. Heilung einer Beziehung kommt nicht über Nacht.

    Eines Tages geschah noch etwas Wichtiges. Ich hatte einige Dinge erkannt, die ich wirklich falsch angepackt hatte. Und dann bat ich Sylvia aufrichtig um Vergebung. Und sie gewährte sie mir gern. Wir brachten gemeinsam auf Knien alle Schuld und alles Zu-kurz-Kommen vor Gott.

    Jahre später bezeugte Sylvia, dass von diesem Tag an die Heilung unserer Beziehung merklich voranging. Beziehungen können heil werden – durch praktizierte Vergebung!

    Aber wir können und dürfen nicht den 2. Schritt vor dem ersten machen. Bevor wir unsere Beziehung mit Menschen in Ordnung kommt, sollten wir mit Gott im Reinen sein.

    Ich sagte vorhin bereits, dass Sünde immer Beziehungen zerstört.

    zu Gott à alle theologischen Probleme kommen daher

    zum Mitmenschen à alle soziologischen Probleme kommen daher

    zu sich selbst à alle psychologischen Probleme kommen daher

    zur Umwelt à alle ökologischen Probleme kommen daher

    à Folie „Rebellion“

    Und genau das ist am Anfang der Menschheitsgeschichte passiert. Der Mensch lehnte sich gegen Gott auf. Das Wesen der Sünde und des Sündenfalls war Rebellion gegen Gott und sein Gebot. Der Mensch lehnte sich auf. Er rebellierte.

    Seit jenem Tag ruft diese Menschheit permanent aus: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!“ (Luk 19,14)

    Dann sandte Gott seinen Sohn, der nie rebellierte und durch seine stellvertretende Sühne die Erlösung vollbrachte.

    Das Wesen der Erlösung ist das Gegenteil von Rebellion, also freiwillige Unterordnung. Erlöste Menschen ordnen sich freiwillig Gott und seinen Geboten unter. Sie nehmen den Platz ein, den ihnen die Bibel vorschreibt.

    à Folie „Rebellionsfreie Zone

    So sollte nun über einem christlichen Haus geschrieben stehen können: „Rebellionsfreie Zone“!

    So sollte nun über einer christlichen Gemeinde geschrieben stehen können: „Rebellionsfreie Zone“!

    Menschen ordnen sich freiwillig Gott unter, Männer dem Christus, Frauen den Männern, Kinder den Eltern…

    Sie tun das freiwillig und aus Überzeugung, weil ihre Beziehung zu Gott heil geworden ist – und zum Nächsten.

    Wir haben zu Beginn über die verschiedenen Phasen einer zwischenmenschlichen Beziehung gesprochen. Vielleicht ist ja der eine oder andere unter uns, dem es im Blick auf seine Beziehung zu Gott ähnlich ergangen ist.

    Vielleicht war da zunächst auch so eine

    Romantische Phase

    Als Kind glaubtest du an die Bibel und an Gott. Er war immer in deinem Bewusstsein. Du vertrautest ihm.

    Aber dann kam die

    Realistische Phase

    Du lerntest im Elternhaus, im Kindergarten oder in der Schule, dass man die Bibel wohl nicht so ernst nehmen könne. Im Biologieunterricht hörtest du, dass die Sache mit der Schöpfung und dem ersten Menschenpaar ja nicht stimmen könne. Die wissenschaftliche Bezeichnung für diese Art Unglauben heißt dann „Evolution.“ Als du ein paar Monate Physikunterricht hinter dir hattest, konntest du dir den Durchzug durchs Rote Meer, die Speisung der Fünftausend und den Seewandel des Petrus kaum noch vorstellen (es sei denn, er wäre der erste Windsurfer gewesen …).

    Und im Religionsunterricht-Leistungskurs am Gymnasium wurde dir schließlich eingetrichtert, dass die Auferstehung Jesu ein Mythos sei, und Jesu Lehren lediglich Lebensmodelle für moderne Menschen seien.

    Hab ich übertrieben? Oder lief es so ähnlich ab?

    Das Ergebnis war …

    Die Phase der Resignation

    Du hängtest die Sache mit dem Glauben erst mal an den Nagel. Es kam dir vor, als müsse man seinen Verstand an der Garderobe abgeben, wenn man als moderner Mensch an die Bibel glauben solle. Du lebtest dein Leben ohne Beziehung zu Gott. Es schien ja auch ohne ihn zu gehen. Es schien …

    Mein lieber Freund, wie ist deine Beziehung zu Gott? Ist sie heil? Oder ist sie zerbrochen? Oder war sie noch nie vorhanden?

    Dann wünschte ich, du würdest dich bewusst für die (Re)Konstruktion entscheiden.

    Schluss

    Heilsweg auf Folie

    Rebellion ablegen

    Zuerst muss die Beziehung zu Gott heil werden

    Dann die Beziehung zu Menschen

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